„Landwirtschaft ist heute und auch in Zukunft ein lohnendes Geschäft“

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Die Linke), setzt darauf, die Rolle der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken. Dafür sei es erforderlich, daß die Ernährungsbranche konsequent auf Qualität setze und dieses Qualitätsbewußtsein auch dem Verbraucher vermittele. Im NTI-Interview gibt die Politikerin die Devise aus, Verbrauchertrends wie Gesundheit, Tierwohl und auch Regionalität zu erkennen und zu bedienen. Darüber hinaus könnten durch Kooperationen bestehende regionale Wertschöpfungsketten ausgebaut oder effizienter gestaltet, ja auch neue Wertketten geschaffen werden.

NTI: In diesem Jahr fuhren die Landwirte im Freistaat eine überdurchschnittliche Ernte ein. Doch die niedrigen Preise relativieren die Betriebsergebnisse erheblich. Frau Ministerin, ist Landwirtschaft heutzutage eigentlich noch ein lohnendes Geschäft?

KELLER: Ja, die Landwirtschaft als Ganzes gesehen, ist heute und auch in Zukunft ein lohnendes Geschäft. Der langjährige Trend der Agrarpreise ist stabil bis leicht positiv. Die zunehmenden Preisschwankungen schlagen sich aber entsprechend auf die Einkommen der Landwirte nieder. Darauf müssen der Berufsstand und die Agrarpolitik reagieren, um in Zukunft auf wetter- und marktbedingte Einkommensverluste besser vorbereitet zu sein.

NTI: Wie soll das möglich sein?

KELLER: Es sind Maßnahmen des Risikomanagements notwendig. Des weiteren ist es wichtig, die Rolle der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken und sich noch mehr auf die wachsenden Nachfragemärkte im Bereich der regional erzeugten Lebensmittel und aus dem Öko-Landbau zu konzentrieren.

NTI: Wie ist künftig überhaupt eine bessere Wertschöpfung möglich?

KELLER: Meiner Auffassung nach ist es erforderlich, daß die Ernährungsbranche konsequent auf Qualität setzt und dieses Qualitätsbewußtsein auch dem Verbraucher vermittelt. Es gilt, Verbrauchertrends wie zum Beispiel Gesundheit, Tierwohl und auch Regionalität zu erkennen und zu bedienen. Um erfolgreiche Qualitätsprogramme zu entwickeln und durchzuführen, ist es oft hilfreich beziehungsweise erforderlich, verschiedene Akteure zu vernetzen. Durch Kooperationen können bestehende regionale Wertschöpfungsketten ausgebaut oder effizienter gestaltet, ja auch neue Wertketten geschaffen werden. Wenn ein landwirtschaftliches Produkt aus Thüringen in Thüringen verarbeitet wird, bleibt automatisch mehr Wertschöpfung in der Region, als wenn die Rohstoffe den Freistaat unverarbeitet verlassen.

NTI: Wetterkapriolen machen den Landwirten zunehmend das Leben schwer. Wie sollte sich die Landwirtschaft in Thüringen künftig auf den Klimawandel einstellen, welche neuen Denk- und Herangehensweisen machen sich erforderlich?

KELLER: Wenn es um das Thema Klima geht, sind die Sektoren Land- und Forstwirtschaft gleich doppelt gefragt: Zum einen sind beim Klimaschutz beide Bereiche gleichzeitig auch Teil der Lösung. Nur mit einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft meistern wir die globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherung und Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen. Beide Sektoren leisten einen essentiellen Beitrag für den Klimaschutz, etwa durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid im Boden, im Wald und in Holzprodukten.

NTI: Und zum anderen?

KELLER: Zum andern muß sich insbesondere die Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen. Die Ernten sind direkt vom Wetter abhängig. Steigende Temperaturen führen zu einem größeren Spektrum von Pflanzenschädlingen und Unkräutern. In einigen Regionen registrieren wir vermehrt eine angespannte Situation bei der Wasserversorgung. Deshalb müssen in Zukunft die Möglichkeiten für die Bewässerung landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturen ausgebaut werden. Insbesondere die Wasserspeicher, die gegenwärtig als herrenlos gelten, sollten wir erhalten und sanieren. Bei der derzeitigen Überarbeitung des Thüringer Wassergesetzes sind dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Um effektiv handeln zu können, wurde mit dem sogenannten „Impakt“ ein integriertes Maßnahmenprogramm zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Neben aktuellen Studien zur Klimaanpassung enthält das Programm viele Maßnahmetips: Landwirte können zum Beispiel auf die klimatischen Änderungen reagieren, indem sie die Fruchtfolge ändern oder die Aussaat- und Erntetermine anpassen. Gleichzeitig kann es regional sinnvoll sein, trockenheitstolerante Sorten anzubauen oder die Beregnung auf den Ackerbau auszudehnen. Die von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, TLL, in Jena veröffentlichten Anbauempfehlungen runden das umfangreiche Maßnahmenspektrum ab. Mit der TLL haben wir eine Institution, die sich mit ihren vielfältigen Sorten- und Anbauversuchen verstärkt dem Themenbereich Klimawandel widmet. So werden auch Versuche zu den Folgen des Klimawandels für die Tierhaltung durchgeführt. Oft muß die Leistungsfähigkeit der Klimaanlagen in den Tierställen erhöht und die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen entsprechend angepaßt werden.

NTI: Siedlungs- und Verkehrsprojekte sind unabdingbar für die Entwicklung und Förderung ländlicher Räume. Damit verbunden sind aber auch erhebliche Flächenverluste für die Landwirtschaft. Wie hat sich der Landverbrauch in Thüringen entwickelt und wieviel Flächenverbrauch können wir uns künftig noch leisten?

KELLER: Nach den Angaben des Landesamtes für Statistik hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche seit 2000 um 17.000 Hektar zugenommen. Wir brauchen hier aber noch genauere Daten, die auf den tatsächlichen Nutzungen basieren. Daran arbeiten wir gerade. Das Flächenverbrauchsziel der Thüringer Landesregierung geht über das der Bundesregierung hinaus. Langfristig müssen wir einen Flächenverbrauch von netto-Null erreichen. Das betrifft auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen, deren Rückgang wir entgegenwirken wollen. Hierbei leisten die Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung mit den Fördermaßnahmen zur integrierten ländlichen Entwicklung einen bedeutenden Beitrag. Insbesondere, wenn es die Revitalisierung von Brachflächen und die Flurbereinigung betrifft. Um den Flächenverbrauch und die Flächenversieglung wirkungsvoll einzudämmen, wird es eine Landeskompensations-Verordnung geben. Dazu sind die Beratungen zwischen dem Infrastruktur- und dem Umweltministerium im vollen Gange.

 

Langfristig müssen wir einen Flächenverbrauch von netto-Null erreichen.“

 

NTI: Boden ist ein wichtiger Produktionsfaktor und steht verstärkt im Interesse von Nichtlandwirten. Müssen landwirtschaftliche Flächen künftig unter Schutz gestellt werden?

KELLER: Die Ressource Boden ist endlich. Deshalb ist der Schutz des Boden enorm wichtig für die Land- und die Forstwirtschaft. Damit Boden nicht zu einem Spekulationsgut wird, gibt es in Deutschland bereits seit Jahrzehnten Gesetze zur Kontrolle des Bodenmarktes. Das sichert die Flächen für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und verbessert die Agrarstruktur. Das Reichssiedlungsgesetz stammt beispielsweise aus dem Jahr 1919. Doch auch das Grundstück- und das Landpachtverkehrsgesetz tragen maßgeblich zur Sicherung der Flächen bei. Vor einer Grundbuchumschreibung müssen die Landwirtschaftsämter Kaufverträge über land- und forstwirtschaftliche Flächen genehmigen, die größer als 0,25 Hektar sind. Auch die Landpachtverträge sind bei den Ämtern zu melden. Damit werden Landwirte beim Grundstückskauf gegenüber Nichtlandwirten bevorzugt und das sichert unsere Böden auch zukünftig vor dem Ausverkauf.

NTI: Die gemeinsame West-Ost-Markenstudie 2016 von MDR-Werbung und dem Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung stellte fest, daß der Patriotismus der Verbraucher für die heimischen Marken ungebrochen ist, weil diese für Regionalität, Kult, Ehrlichkeit und Tradition stehen. Deutlich wurde aber auch, daß der Großteil der Marken aus den neuen Bundesländern in nur einem Bundesland stark, gegebenenfalls noch in angrenzenden Regionen vertreten ist. Wie sehen Sie die Absatzchancen für Thüringer Produkte außerhalb des Freistaates?

KELLER: Grundsätzlich genießen Thüringer Produkte auch über die Landesgrenzen hinaus einen guten Ruf. Sie konkurrieren dort aber natürlich mit anderen, bereits seit vielen Jahren etablierten, Marken. Die Potentiale der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft sind jedoch zu groß, um nur regionale Märkte zu bedienen. Deshalb ist es wichtig, auch außerhalb der Grenzen Thüringens Absatzwege zu erhalten und auszubauen. Messen und Ausstellungen sind ein wichtiges Instrument, um Thüringer Firmen der Land- und Ernährungswirtschaft national und international bekannter zu machen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Thüringer Agrarmarketing und dem Tourismusbereich trägt dazu bei, daß Thüringer Spezialitäten überregional noch stärker wahrgenommen und nachgefragt werden.

NTI: Das Thüringer Wirtschaftsministerium hatte vor Jahren mit originellen und provokanten Werbemotiven deutschlandweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Hätte nicht auch die Thüringer Ernährungswirtschaft eine pfiffige Imagekampagne dringend nötig?

KELLER: Von der Imagekampagne des Wirtschaftsministeriums profitierte auch die Thüringer Ernährungswirtschaft, obwohl sie nicht im Fokus der Initiative stand. Eine vergleichbare Kampagne nur für die Ernährungswirtschaft durchzuführen, ist natürlich nicht möglich – allein aus Kostengründen. Wenn die Mittel gezielt an der richtigen Stelle eingesetzt werden, kann man auch mit einem deutlich geringeren Budget einiges erreichen. Meiner Meinung nach leistet das Thüringer Agrarmarketing bereits eine gute Arbeit. Mit der Überarbeitung des Thüringer Qualitätszeichens, der Werbekonstante des Thüringer Agrarmarketings, müssen wir natürlich auch die Verbraucher neu und besser ansprechen. Wir erarbeiten derzeit ein entsprechendes Kommunikationskonzept, um Verbrauchern regional und überregional zu vermitteln, wofür „Geprüfte Qualität aus Thüringen“ steht.

NTI: Frau Ministerin, nicht überall, wo „Geprüfte Qualität aus Thüringen“ draufsteht, ist auch 100 Prozent Thüringen drin. Während Bayern und Baden-Württemberg als Kriterien für ihr Herkunftszeichen für verarbeitete Lebensmittel bis auf wenige Ausnahmen fordern, daß 100 Prozent der Zutaten aus der Region stammen, müssen für den Herkunftsnachweis hierzulande nur 50 Prozent der Zutaten aus dem Freistaat kommen. Warum ist Thüringen weniger streng?

KELLER: Wir haben uns mit den vorgeschriebenen regionalen Zutaten kritisch auseinandergesetzt und festgestellt, daß die Unternehmensstrukturen und die Einstellungen zum regionalen Rohstoffbezug äußerst komplex sind. Es gibt Lebensmittelhersteller, die bereits vorwiegend regionale Rohstoffe verwenden und sich aktiv um entsprechende Bezugsquellen bemühen. Bei der Produktvielfalt in Thüringen ist es für viele Unternehmen schwierig, ein Lebensmittel vollständig aus regionalen Rohstoffen herzustellen. Zum Beispiel weil diese hier nicht erhältlich sind oder weil das Bezugskonzept anders ausgerichtet ist. Das Thüringer Qualitätszeichen wird gerade so überarbeitet, daß es mit deutlich höheren Anteilen an Thüringer Rohstoffen versehen wird und so regionale Wertschöpfungsketten stärkt. Betriebe bekommen die Möglichkeit, ihre Produkte zu bewerben und sie werden dabei intensiv vom Thüringer Agrarmarketing unterstützt. Damit schaffen wir Anreize für die Ernährungswirtschaft, so weit wie möglich Rohstoffe aus der Region bei der Lebensmittelherstellung zu verwenden. Wir möchten auch Lebensmittelherstellern, die regionale Rohstoffe nur anteilig beschaffen können, für eine Übergangsfrist die Nutzung des Thüringer Qualitätszeichens in einer angepaßten Version weiterhin ermöglichen. Auch diese Unternehmen stellen Qualität auf hohem Niveau her und leisten einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Für den Verbraucher soll dann jedoch deutlicher als bisher erkennbar sein, daß dieses Produkt nicht vollständig aus regionalen Rohstoffen besteht. Die konkreten Neuregelungen zum Thüringer Qualitätszeichen werden in Kürze bekanntgegeben.

 

Das Thüringer Qualitätszeichen wird gerade so überarbeitet, daß es mit deutlich höheren Anteilen an Thüringer Rohstoffen versehen wird und so regionale Wertschöpfungsketten stärkt.“

 

NTI: Sollten sich Thüringens Ernährungsbetriebe also mehr auf einheimische Rohstoffe besinnen?

KELLER: Sicher ist es sinnvoll, daß regionale Rohstoffe für die Lebensmittelproduktion in Thüringen verwendet werden. Voraussetzung ist, daß die Rohstoffe hier überhaupt wirtschaftlich produziert werden können. Es ist auch erforderlich, daß es eine faire Geschäftsbeziehung zwischen dem Landwirt als Lieferant und der Lebensmittelindustrie als Abnehmer gibt. Beide müssen davon profitieren. Die Herstellung des Lebensmittels muß sich für die Produzenten rechnen, was wiederum von der Nachfrage der Verbraucher und derer Zahlungsbereitschaft abhängig ist. Das Thüringer Agrarmarketing betreibt an vielen Stellen Verbraucheraufklärung und sensibilisiert für den Wert regionaler Produkte.

NTI: Von Ihnen stammt der Satz, „Der ländliche Raum in Thüringen lebt.“ Wie gut funktioniert eigentlich der Agrartourismus und wie klappt das Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Gastronomie?

KELLER: Ja, der Satz stammt von mir und ja, der ländliche Raum in Thüringen lebt. Das liegt eben auch an einem gut funktionierenden ländlichen Tourismus. Im vergangenen Jahr gab es in diesem Bereich des Tourismus rund 240.000 Übernachtungen. Die tatsächliche Zahl liegt noch deutlich höher, denn nicht alle Anbieter werden statistisch erfaßt. Der Landurlaub hat somit ein jährliches Umsatzvolumen zwischen 21 bis 30 Millionen Euro. Für diesen Wirtschaftsbereich im ländlichen Raum ist das eine beeindruckende Bilanz. Mein Ministerium hat den ländlichen Tourismus stets gefördert. Seit 1993 sind an über 600 Anbieter von Tourismusdienstleistungen auf dem Lande zirka 22,6 Millionen Euro Fördermittel geflossen. Damit konnten wiederum 44 Millionen Euro Gesamtinvestitionen angestoßen werden. Der Landurlaub lebt von der Nähe zur Landwirtschaft und zur Gastronomie. Knapp die Hälfte aller Beherbergungsanbieter sind Landwirtschaftsbetriebe im Haupt- oder Nebenerwerb und davon bieten wiederum knapp die Hälfte Hofläden oder Hofcafés an. Die meisten Anbieter von Landurlaub in Thüringen haben sich in der Landesarbeitsgemeinschaft „Ferien auf dem Lande“ organisiert. In dem Netzwerk werden sie beraten, vermarktet oder auch zertifiziert.

 

Ja, der ländliche Raum in Thüringen lebt.“

 

NTI: Wie wird sich der Freistaat Thüringen Anfang 2017 auf der traditionellen Internationalen Grünen Woche präsentieren?

KELLER: Der Freistaat Thüringen präsentiert sich seit 1991 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin in der Halle 20. Seit 2012 teilen wir uns die Halle mit Niedersachsen. Thüringen zeigt sich zur IGW 2017 als kulinarisches, kulturelles, touristisches und sportliches Genußland. 33 Unternehmen und zehn Landkreise sowie regionale Verbände zeigen, wie vielfältig die Thüringer Ernährungsbranche ist und informieren über die Regionen im Herzen Deutschlands. Bratwürste und Klöße gehören genauso dazu wie regionale Bioprodukte, die Thüringens Landwirte direkt vermarkten. Nach der erfolgreichen Premiere des Bioladens im vergangenen Jahr wird der Verein „Ökoherz“ auch 2017 Bio-Lebensmittel anbieten. Im Fokus stehen vor allem kleine Ökobetriebe, die über den Bioladen eine Chance erhalten, ihre Produkte zu bewerben. Auf dem Markplatz in der Mitte der Halle wird sich in diesem Jahr der Landkreis Schmalkalden/Meinigen unter dem Motto „Vielfalt im ländlichen Raum zwischen Rhön und Thüringer Wald“ präsentieren. Der Landkreis stellt sich den Messebesuchern eindrucksvoll mit seinen Burgen und Fachwerkdörfern als Luther-Stätte sowie als Wintersportzentrum vor. Weitere Landkreise Thüringens machen mit ihren touristischen und kulinarischen Höhepunkten auf sich aufmerksam.

NTI: Südthüringen wird dieses Mal im Blickpunkt der freistaatlichen Aktivitäten in Berlin stehen. Was macht für Sie den besonderen Reiz dieses Teils Thüringens aus, was macht die Region unverwechselbar?

KELLER: Das Zentrum des Thüringen Standes bildet seit Jahren die Präsentation der Landentwicklungsverwaltung. Wir werden 2017 gemeinsam mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen geförderte Projekte unter dem Motto „Vielfalt im ländlichen Raum zwischen Rhön und Thüringer Wald“ zeigen. Um den Besuchern die Leader-Projekte zu verdeutlichen, bieten wir ihnen den Blick in einen echten Schäferwagen, der nun Übernachtungsgäste nach Breitungen lockt. Wir laden in das Dorf Behrungen ein. Dessen Kern steht unter Ensembleschutz und hat 2016 den Europäischen Dorferneuerungspreis erhalten. Die Landfrauen werden vor Ort mit frisch gebackenem Kuchen nach originalen Südthüringer Rezepten die Messebesucher verwöhnen. Natürlich präsentieren wir an unserem Stand auch die klassischen touristischen Attraktionen, wie den Thüringer Wald mit dem Wintersportzentrum Oberhof, das Werratal mit seinen Burgen, das Grabfeld mit den wunderschönen Dörfern im hennebergisch-fränkischem Fachwerkstil oder die schöne Rhön. Ich freue mich auf die IGW, denn auch ich entdecke dort immer wieder etwas Neues, auch aus meiner Heimat.

 

Das Interview führte JÖRG SCHUSTER

 

Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) zu Besuch im Biohof Aga: Der Betrieb baut Gemüse in einem der modernsten Gewächshäuser Europas an und engagiert sich auch in der sozialen Landwirtschaft, indem er Menschen mit Handicap beschäftigt.

Foto TMIL/MARTIN GERLACH

NTI Ausgabe 04-2016

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