„Hier ist der Name Programm“

Transparenz und Herkunft kommuniziert die Schweizer Sauerkonserven GmbH mit der Marke „Thüringer Landgarten“. Auch mit anderen Produktgruppen weiß der Hersteller aus Großengottern zu überzeugen: Der Anspruch von Regionalität und Innovation wurde in zwei außergewöhnlichen Produktneuheiten vereint.

Die Familie: Otto Schweizer (Mitte), Karl Schweizer (links) und Joachim Schweizer.                               Fotos (7): SSG-ARCHIV

Regionalität spielt bei der Schweizer Sauerkonserven GmbH seit jeher eine große Rolle und ist die Grundlage für die neuesten Produktentwicklungen des Großengotterner Unternehmens. Mit der Marke „Thüringer Landgarten“ hat sich der Hersteller die „Vermarktung ehrlicher und nachhaltiger Lebensmittel“ auf die Fahnen geschrieben.

Darüber hinaus kann das Unternehmen inzwischen auch andere Produktgruppen am Markt überzeugen. Gemeinsam mit der Ablig Feinfrost GmbH und Greußener Salami- und Schinkenfabrik GmbH wurde ein innovatives Thüringer Co-Branding entwickelt, das, und darauf sind die Initiatoren stolz, so im Konservenregal bisher nicht zu finden sei.

Erstmalig wird bei der Herstellung des harmonisch abgeschmeckten „Heichelheimer Schlachtekrauts“ und des pikanten „Greußener Schlachtekrauts“, neben dem regional erzeugten Kraut, auch die bekannte Kloßmasse aus Heichelheim und die original Greußener Edel-Salami verwendet.

Beide Produkte gehören zur erfolgreichen Produktfamilie „Bing & Fertig“, die sich als „Minutengerichte für Genießer“ versteht. Die schmackhaften Fertiggerichte können als Snack pur, bequeme Zwischenmahlzeit, Beilage oder Hauptgericht, warm oder kalt genossen werden.

Das Familienunternehmen Schweizer ist, nun in dritter Generation, seit 1927 am Markt erfolgreich tätig. Die Ursprünge rühren aus der Landwirtschaft, wo sich dann die Frage stellte, was man aus geernetetem Gemüse im weiteren herstellen kann. So kam es vor 88 Jahren zur Firmengründung mit der Herstellung von Sauerkraut.

Heute gehören immer mehr Produkte zum Sortiment und es zeigt sich der Trend zu kleineren Verpackungen aufgrund kleinerer Haushalte. Aber auch der Wunsch der Kunden, ihnen dabei zu helfen, Zeit zu sparen, führte im Unternehmen zu neuen Überlegungen und damit zu solchen Produkten wie dem Schlachtekraut. Neben den klassischen Produkten hat sich so inzwischen eine weitere Schiene im Unternehmen entwickelt und im Handel etabliert.

Die jüngst aufgefrischte Produktmarke „Thüringer Landgarten“ bildet die wichtigste Säule unter den Produktbereichen. Mit einem frischen und sehr gut wiedererkennbaren Design könne die Marke nach Angaben des Unternehmens deutliche Pluspunkte bei den Konsumenten sammeln. Man erhofft sich davon, sich im Wettbewerb um Marktanteile gut gegen die Eigenmarken der Handelsketten zu behaupten. „Denn eines ist sicher: Transparenz und Herkunft können kaum besser kommuniziert werden als mit der Marke ‚Thüringer Landgarten‘. Hier ist der Name Programm“, erklärt Joachim Schweizer.

„Wir kennen nicht nur die Köpfe der verantwortlichen Mitarbeiter, nein, wir kennen auch alle Kohlköpfe ganz persönlich. Jeder einzelne davon wird in Handarbeit inspiziert und geprüft. Da steckt viel harte Arbeit dahinter“, erklärt Joachim Schweizer weiter. Trotz moderner Technik lassen sich viele Handgriffe noch nicht vollautomatisch erledigen. Manchmal wünscht man sich mehr Anerkennung für die Arbeit unserer Mitarbeiter. Aber das ist im harten Wettbewerb nicht immer ausreichend zu spüren.“

Es werde ein partnerschaftlicher Umgang mit den Lieferanten gepflegt. Das ist keine hohle Floskel, sondern gelebter Alltag, weiß auch Elisabeth Stadler von der Agrargenossenschaft Großengottern.

Etwa 10.000 Tonnen Weißkohl werden jährlich in Großengottern verarbeitet. Der Anbau dazu findet überwiegend regional statt. Aber man bezieht auch aus anderen Gegenden Deutschlands die Rohstoffe. So gehören der Spreewald, Schleswig-Holstein oder Niederbayern zu den bewährten Anbauregionen mit verläßlichen Partnern und nachvollziehbarer Herkunft der Rohstoffe. Nur mit guten Qualitäten kann auch ein hochwertiges Lebensmittel hergestellt werden. Um solche Qualitäten zu erreichen, betreibt man viel Aufwand und sichert die Landwirte mit Vertragsanbau ab. So haben Bauern und Verarbeiter eine Garantie für eine optimale Zusammenarbeit. Und darauf wird im Thüringer Landgarten viel Wert gelegt.

PI-SSG

 

Innovatives Thüringer Co-Branding: Erstmalig wird bei der Herstellung des „Heichelheimer Schlachtekrauts“ und des „Greußener Schlachtekrauts“ neben dem regional erzeugten Kraut auch die bekannte Kloßmasse aus Heichelheim und die original Greußener Edel-Salami verwendet.

Nachvollziehbare Herkunft: Elisabeth Stadler, Jürgen Herpe und Joachim Schweizer prüfen vor Ort die Erntesituation und überzeugen sich von der Qualität des eingesetzten Weißkohls.

Schweizer Sauerkonserven-Produktion in Großengottern: Etwa 10.000 Tonnen Weißkohl werden jährlich verarbeitet.

 

Zum Unternehmen

Die Schweizer Sauerkonserven GmbH in Großengottern beschäftigt derzeit mehr als 50 Mitarbeiter. Trotz des Ernteabhängigkeit liegt es in der sozialen Verantwortung des seit 1927 bestehenden und in der dritten Generation befindlichen Familienunternehmens, die Mitarbeiter ganzjährig zu beschäftigen.

Neben der Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen und internationalen Hilfsorganisationen engagiert sich das Unternehmen für die Umwelt. Nach dem Motto „Energie, die nicht gebraucht wird, ist die beste Energie“ wird der Hersteller durch Optimierungen und den Einsatz neuester Technologien 2016 und in den folgenden Jahren jeweils rund 176.000 Kilogramm CO2 einsparen.

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