Veranstaltungen

Veranstaltungskalender - NTI-Wohin?

 

 

04.05. – 10.11.2017: Authentische Orte

Sinnliche Reformationserlebnisse 2017: Thüringer Städte feiern Luther.

Martin Luther, der große Reformator, meinte einst: „Denn es ist besser, mit eigenen Augen zu sehen als mit fremden.“ Im Jubiläumsjahr 2017 lohnt es sich besonders, Thüringen mit eigenen Augen zu sehen, da der Gast in einem Reigen von Ausstellungen Luther ganz nahe kommt. Luther und Thüringen gehören zusammen! An vielen authentischen Orten trifft man seine Spuren und kann seine Ausstrahlung bis heute nachfühlen. 500 Jahre Reformation sind ein guter Grund zum Feiern, und zwar mit allen Sinnen.

Als Brennpunkt der Geschichte, Erinnerungsort ersten Ranges und Sinnbild einer deutschen Burg, ist die Wartburg bei Eisenach im Bewußtsein der Deutschen verankert. Im Reformationsjahr 2017 steht sie neben der Lutherstadt Wittenberg und Berlin als dritter Ort einer Nationalen Sonderausstellung erneut im Fokus. Die umfangreiche Objektschau „Luther und die Deutschen" (4. Mai bis 5. November) zeigt die Entwicklung des Lutherbildes über die Jahrhunderte. Darüber hinaus gibt es im Lutherhaus, im Bachhaus und im Thüringer Museum Stadtschloß beeindruckende Ausstellungen zum Jubiläumsjahr.

Mühlhausen ist untrennbar mit einem Zeitgenossen Luthers und kämpferischen Revolutionär verbunden: Bauernkriegsführer Thomas Müntzer. Bis zum Reformationstag 2017 zeigen die Mühlhäuser Museen die Sonderausstellung „Luthers ungeliebte Brüder“ in der Kornmarktkirche. Weitere Veranstaltungen im Jahr des Reformationsjubiläums sind die Jahrestagung der Thomas-Müntzer-Gesellschaft (13. Mai) oder das Müntzerspiel (19./20. Mai). Die Stadt Gotha befördert im Kunst-Forum mit religiösen Fragestellungen die künstlerischen Auseinandersetzungen. Gleich mit drei Teilausstellungen ist der international bekannte Künstler Ulrich Barnickel vertreten. Die Mitglieder vom Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. sind in der Ausstellung „Reforma(k)tion“ vor Ort. In Altenburg würdigen zwei Ausstellungen Luthers engen Freund Georg Spalatin. Im Residenzschloß bekommt der Besucher Fühlung zu ihm anhand einer Vielzahl wertvoller Exponate, während Spalatin in der Bartholomäikirche in den Kontext der Reformation gestellt wird. Wie treffend, daß der innerstädtische Lutherweg, der „Spalatinpfad“, diese und weitere Orte miteinander verbindet. Wieder zu sehen ist in der 2. Jahreshälfte 2017 im Schloßmuseum Sondershausen das restaurierte Lutherbild, eine Leihgabe aus der St. Trinitatiskirche Sondershausen. Im Rahmen der Museumspädagogik gibt es Angebote für Schulklassen zum Thema „Reformation“. Hier reiht sich Jena ein und eröffnet mit breitem Begleitprogramm im Stadtmuseum die Ausstellung „Er tut mehr Schaden als Luther und Melanchthon: Johann Friedrich I. von Sachsen – Glaubenskämpfer und Märtyrer“ (ab 31. Oktober). In Jena sind zahlreiche Originalschauplätze zu bewundern. Neben der 1548/58 als Hort der wahren lutherischen Lehre gegründeten Universität und der Stadtkirche St. Michael mit der originalen Grabplatte des Reformators, wird die Karmelitenkloster-Ruine, der historische Druckort von Luthers Schriften, ab Ostern 2017 mit einer Ausstellung zugänglich sein.

 

Schmecken

Die Thüringer Küche ist weithin berühmt. Mit ihren Traditionsgerichten wie Bratwürsten, Klößen und Blechkuchen wagen Thüringer Städte den kulinarischen Brückenschlag zur Reformation. Schmalkalden veranstaltet eine ganz besondere Nacht, die „Nacht der Predigt“ (21. April). Ein heiterer bis nachdenklicher Gang durch 500 Jahre Predigtgeschichte in jener Kirche, in der einst Luther predigte. Der Besucher kann Worte und Musik genießen, schmunzeln und deftig speisen. Im Juni (16./17.) darf er gleich zur längsten Tafel der Welt hinüberrutschen, um beim Lutherfest Speis und Trank wie zu Luthers Zeiten in historischer Kulisse zu genießen. Auch Jena bietet für seine Gäste nach einem erlebnisreichen Stadtrundgang ein köstliches Vier-Gang-Schlemmermenü. Die historische Luther-Herberge „Schwarzer Bär“ ist auf den Bärenhunger vieler Gäste bestens vorbereitet. Noch mehr Hunger? Im Kreuzgang des Stadtmuseums in Bad Langensalza wird das Kammerspiel „Die Tischreden der Katharina Luther“ (9. September) aufgeführt. In die Rolle der Frau Käthe schlüpft die Künstlerin Elisabeth Haug und setzt sich mit ihrer Bedeutung für Luther und ihrem Wirken in Haus und Küche auseinander.

 

Hören

Die Wiege der evangelischen Kirchenmusik steht in Thüringen, denn in Kahla wurde der Urkantor, Johann Walter, geboren. Er war Weggefährte und wichtigster musikalischer Berater Luthers. Mühlhausen wartet gleich im Februar mit einem Hochgenuß für Augen und Ohren auf. Gäste jeden Alters dürfen sich auf das Kindermusical „Mönch Martin“ in der Jugendkirche „St. Martini“ freuen. Neben zahlreichen kleinen und feinen Orgelkonzerten werden im Mai das Oster- und Himmelfahrtsoratorium und im Dezember das Weihnachtsoratorium zu erleben sein. Wer in Thüringen den Spuren Luthers folgt, findet unweigerlich auch zur Musik von Johann Sebastian Bach. Der große Komponist brachte die Reformation zum Klingen. In Arnstadt erhielt er seine erste Anstellung als Organist. Orgelwerke und Choräle von Bach am authentischen Ort wie der Bachkirche zu hören, zählt zu den unvergeßlichen Erlebnissen. Möglich ist dies zum Bach-Festival-Arnstadt (17. bis 21. März) und zum Bach:Sommer (3. bis 6. August). Beim Eröffnungskonzert der Thüringer Bachwochen in Arnstadt (8. April) erklingt die Johannespassion. Ebenfalls im Rahmen der Bachwochen bringt sich in Schmalkalden (17. April) in der Stadtkirche „St. Georg“ Belgiens führendes A-capella-Ensemble „Vox Luminis" mit Luthers musikalischem Vermächtnis zu Gehör. Auch in Eisenach geht es in einer Festwoche (4. bis 7. Mai) unter dem Motto „Von der Wartburg in die Welt“ musikalisch zu. Die Partnerstädte von Marburg, Sárospatak (Ungarn) und Mogilev (Weißrußland), über Sedan (Frankreich) und Skanderborg (Dänemark), bis Waverly/Iowa (USA) stellen jeweils ihre ganz eigenen Reformationsgeschichten vor und musizieren mit- und füreinander.

 

Riechen

Luther wußte selbst derben Gerüchen etwas Positives abzugewinnen. Vielzitiert ist sein Spruch: „Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht gemundet?“ Weitaus lieblichere Düfte wehen 2017 durch Thüringen, wenn in Apolda die 4. Thüringer Landesgartenschau ihre Tore öffnet. Der Lutherweg führt geradenwegs durch die bunte und duftende Pflanzenpracht und die Besucher können in „Gottes Gartenhaus“ Platz nehmen. In Nordhausen hat die Reformation gleich ein ganzes Jahr Saison. „Luthers Freunde“, unter diesem Motto begeht die Stadt die Zeit zwischen den Reformationstagen 2016/2017. Höhepunkt des Veranstaltungsreigens wird die vielfältige Festwoche (11. bis 18. Juni) sein.

Wenn sich der Duft des Sommers mit dem der Bratwurst mischt, kann der Gast Lesungen und Konzerte genießen oder mit bedeutenden Gästen wie Friedrich Schorlemmer oder Norbert Lammert Gedanken austauschen.

„Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht gemundet?“

 

Fühlen

Veränderung jetzt! – Martin Luther hat es gefühlt, gehandelt und die ganze Welt verändert. Ob bei Stadtrundgängen oder Wanderungen auf dem Lutherweg, der Besucher fühlt auf Schritt und Tritt, daß Thüringen Heimat für Martin Luther war. Allein in Erfurt verbrachte er als Student und Mönch zehn prägende Jahre. Daher wird die Thüringer Landeshauptstadt, erst kürzlich als „Reformationsstadt Europas“ gekürt, als geistige Heimat Luthers bezeichnet. Und nicht umsonst findet die Abschlußveranstaltung zum ökumenischen Martinsfest (10. November) auf dem Erfurter Domplatz statt. Gemeinsam mit vielen Menschen aus aller Welt wird die Reformation als Meilenstein der Weltgeschichte gefeiert. Ein weiterer Höhepunkt wird in Erfurt, Weimar und Jena der „Kirchentag auf dem Weg“ (25. bis 28. Mai) unter der Fragestellung „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ sein. Mehr als 300 Veranstaltungen sind jetzt schon dafür angekündigt. Weimar wird dann nicht nur die berühmte Lutherbibel von 1534 präsentieren, sondern seine ganze Schatztruhe der Reformationsgeschichte öffnen. Zu deren wichtigsten Zeugnissen gehört der dreiflügelige Cranach-Altar in der Stadtkirche. Ebenfalls in der Stadtkirche ist das Luther-Triptychon zu besichtigen. Nicht zuletzt wegen dieser Zeugnisse führt der mitteldeutsche Lutherweg durch Weimar. Thüringen ist nicht nur wunderbar, sondern auch (er)wanderbar. In und um Saalfeld werden Wanderpauschalen „Auf Luthers Spuren“ angeboten und Eisenach wird 2017 gar deutsche Wanderhauptstadt! Wenn der 117. Deutsche Wandertag hier Ende Juli seine Zelte aufschlägt heißt es, 95 Thesen auf 95 geführten Wandertouren zu entdecken, nicht nur entlang des Lutherwegs rund um Eisenach, sondern auch in den schönsten Gegenden des Freistaates.

Schmalkaldens gesamter Altmarkt wird im Frühjahr ein Internationales Fest (21. Mai). Besucher aus der Region und Gäste aus aller Welt erkunden die Stadt, aus der die Schmalkaldischen Artikel kamen. Auf einem bunten Fest mit Gottesdienst, Bühnenprogramm und charmantem Flair kann man erleben, wie es in der Reformationszeit zuging und trifft möglicherweise sogar Luther. Beim großen Thementag (19. August) wird erneut der Altmarkt speziell für Kinder und Junggebliebene mit „Kinderspielen wie zu Luthers Zeiten" zum Zentrum.

Den großen Abschluß bildet schließlich der Reformationstag am 31. Oktober 2017 selbst. Menschen verschiedener Konfessionen und von überallher werden zum Ökumenischen Gottesdienst mit den Bischöfen Martin Hein (Kassel) und Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt) strömen. An diesem Tag blickt die Welt auf Schmalkalden.

Bei all diesen sinnlichen Veranstaltungen wird sich so mancher Gast ärgern, daß das Jahr nur 365 Tage hat, um das Lutherland Thüringen mit allen Sinnen zu entdecken.

PM-VST

 

03.01.2017


10.07. – 04.09.2016: „Rekorde geschaffen“

Inspirierende Atmosphäre: Der „Weimarer Sommer 2016“ bietet große Kunst, leichte Muse, beliebte Feste.

Die fünfte Auflage der unter der Dachmarke „Weimarer Sommer“ zusammengefaßten Höhepunkte bietet bis Anfang September große Kunst, leichte Muse – und einige der beliebtesten Feste. Darüber berichtete auch die Ausgabe 2/2016 der Neuen Thüringer Illustrierten. Mehr als 200 Publikumsveranstaltungen stehen noch im Juli und im August auf dem Programm. Das überregionale Marketing wird vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft mit 94.000 Euro und zusätzlich 56.000 Euro für das Kunstfest Weimar unterstützt.

Die Besucherzahlen im vergangenen Jahr haben erneut bewiesen, daß das Konzept trägt. „Wir haben ein deutliches Übernachtungsplus von 20 Prozent im Juli 2015 und 130.000 Besucher – damit haben wir Rekorde geschaffen“, freut sich Ulrike Köppel, Geschäftsführerin der Weimar GmbH. Mit insgesamt 200 Veranstaltungen und sechs Ausstellungen in zwölf Wochen stehe Weimar und seinen Besuchern 2016 ein noch dichteres Programm bevor.

Neben den beliebten Seebühnen-Konzerten im Weimarhallenpark wird es dort auch ein neues Format geben: An drei aufeinanderfolgenden Abenden steht vom 5. bis 7. August Aquanario – eine Licht-, Wasser-, Laser- und Pyro-Show auf dem Programm.

Das Lernen von den Besten und das eigene Ausprobieren auf der Bühne stehen im Fokus: Mehr als 200 junge Musiker strömen in den letzten zwei Juliwochen zu den 57. Meisterkursen Weimar an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar mit ihrer inspirierenden Atmosphäre aus intensiver, öffentlicher Kursarbeit und allabendlichen Teilnehmer- und Gastprofessorenkonzerten.

Seit 2012 erweckt das „Genius Loci Weimar Festival“ Bauwerke mit Fassadenprojektionen, die in einem internationalen Wettbewerb entwickelt werden, zum Leben. Höhepunkt ist vom 12. bis 15. August jeden Abend der nächtliche Rundgang, bei dem die diesjährigen Gewinnerbeiträge für das Tempelherrenhaus, die Sternbrücke und die Wasserprojektion am Stern durch Videomapping den jeweiligen Geist des Ortes spektakulär sichtbar machen werden. Dazu gibt es eine Raumklanginstallation am Hafis-Goethe-Denkmal und viele weitere audiovisuelle Kunstwerke und Performances zu erleben.

Jedes Jahr im Sommer bringt das Kunstfest Weimar herausragende Beispiele zeitgenössischer Kunst in die geschichtsträchtige Klassikerstadt. Theater, Tanz und Konzerte stehen vom 19. August bis 4. September ebenso auf dem Programm wie bildende Künste, Film und Literatur. Insgesamt 25 Produktionen mit über 100 Veranstaltungen sind an unterschiedlichsten Orten in der Stadt angekündigt.

Den ganzen Sommer über bis zum 28. August wird die Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa“ im Neuen Museum den Besuchern die 400jährige Geschichte des Fürstenhauses nahebringen. Knapp 100 Jahre nach der Abdankung der letzten Thüringer Monarchen widmet sie sich erstmals der Dynastie. Im Schiller-Museum ist ab 26. August die Ausstellung „Von Leonardo fasziniert: Giuseppe Bossi und Goethe“ zu sehen. Das Goethe- und Schiller-Archiv steuert „Sardellensalat sehr gut‘. Küchenzettel, Menükarten und Rezepte“ bei. Neben Koch- und Backrezepten aus den Familien Goethe, Schiller, Nietzsche und Arnim werden Dokumente rund ums Kochen und die Gastlichkeit gezeigt.

Einer der sehr geselligen Höhepunkte des Weimarer Sommers ist Goethes Geburtstag: Mit einem Fest am illuminierten Römischen Haus im Park an der Ilm feiert die Klassik-Stiftung Weimar am 28. August mit der ganzen Stadt. In diesem Jahr widmet es sich dem Thema Liebe. Das Weinfest „Auf einen Schoppen bei Goethe“ direkt vor Goethes Wohnhaus lockt vom 25. bis 28. August rund um den Geburtstag des Geheimrates vier Tage lang ins Weindorf.

Der „Yiddish Summer Weimar 2016“ unter der künstlerischen Leitung von Dr. Alan Bern präsentiert vom 10. Juli bis 12. August Workshops für Musik, Tanz und Sprache mit internationalen Künstlern. Erstmals gibt es eine Theaterproduktion und eine Tanzperformance. Die Festivalwoche (1. bis 6. August) lockt mit abendlichen Konzerten. Zu den beliebten weiteren Veranstaltungen gehören auch die Summaery2016 vom 14. bis 17. Juli, das Sommertheater Tiefurt vom 15. Juli bis 27. August sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen.

PI-WG

 

10.07.2016

 

„Genius Loci Weimar Festival“: Bauwerke mit Fassadenprojektionen zum Leben erwecken.

Fotos (3): MAIK SCHUCK

 

 

Weimarer Kunstfest: Insgesamt 25 Produktionen mit über 100 Veranstaltungen sind an unterschiedlichsten Orten in der Stadt angekündigt.

 

 

Goethe-Geburtstag in Weimar: Feier mit der ganzen Stadt.


11.03.2016 – 31.10.2017: Spannende Einblicke

Jede Menge Luther und noch viel mehr: Ausstellungen in Thüringer Städten 2016 und darüber hinaus.

Auch in diesem Jahr, gibt es in Thüringen wieder Spannendes und Lehrreiches zu erleben. Die Thüringer Städte bieten Ausstellungen zu diversen Themen. 2016 bedeutet nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch den 200. Geburtstag von Carl Zeiss oder die Abdankung der letzten Thüringer Monarchen – der Ernestiner.

2016 feiert Jena den 200. Geburtstag der Gründerpersönlichkeit Carl Zeiss. 1846 eröffnete Carl Zeiss einen Mechanikerladen, spezialisiert auf die Herstellung einfacher Mikroskope. Zusammen mit dem brillanten Physiker Ernst Abbe sowie dem Glastechniker Otto Schott begründete er ein „Cluster“, das Jena als Stadt des Lichts berühmt machte. In der Ausstellung „Carl Zeiss (1816 – 1888)“ wird vom 5. bis 17. September 2016 in der Goethe-Galerie Jena sein Leben als Unternehmer, Familienmensch und Bürger gewürdigt. Bereits vom 11. März bis 22. Mai 2016 widmet sich das Stadtmuseum Jena mit der Ausstellung „Zeiss und das neue Sehen“ der Stereofotografie und Stereomikroskopie des Zeiss-Unternehmens.

Am 14. Februar 1966 eröffnete der Gastronom Rolf Anschütz sein legendäres „Japanrestaurant“ in Suhl und schrieb damit eine außergewöhnliche Geschichte, die nicht zuletzt durch den Kinofilm „Sushi in Suhl“ im In– und Ausland unvergeßlich bleiben wird. Zum 50jährigen Jubiläum wird am 17. März 2016 um 19.00 Uhr eine thematische Sonderausstellung (Dauer 18. März bis 8. Mai.2016) in der städtischen Galerie im Atrium des Congress-Centrum Suhl feierlich eröffnet. Unmittelbar im Anschluß an die Ausstellungseröffnung am 17. März 2016, veranstaltet die CCS GmbH ab 20.00 Uhr im Saal Simson den 8. Suhler Tourismustreff. Unter dem Motto „50 Jahre Eröffnung Japanrestaurant – mit Zeitzeugen im Gespräch“ möchten die CCS GmbH gemeinsam mit Weggefährten und prominenten Restaurantgästen einen unterhaltsamen Rückblick auf den Erfolg von Rolf Anschütz und seinem Japanrestaurant in Suhl werfen.

Barocke Pracht und höfisches Leben stehen im Mittelpunkt der Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa", die in Weimar und in Gotha vom 24. April bis 28. August 2016 zu sehen sein wird. Auf insgesamt 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird sie in den einstigen Residenzstädten Weimar und Gotha als protestantisches Fürstenhaus präsentiert, das die Geschichte Thüringens, Deutschlands und Europas zwischen Reformation und Revolution über vier Jahrhunderte prägte. An Originalschauplätzen werden das politische, höfische und kulturelle Leben, reiche Kunstsammlungen und die Blüte der Wissenschaften anschaulich dargestellt. Zu sehen sind Exponate aus 400 Jahren europäischer Geschichte und Kultur. Die Thüringer Landesausstellung wird die einst so prächtige Dynastie wieder in das Bewußtsein der Öffentlichkeit rücken. In Weimar ist die Ausstellung mit ihren hochkarätigen Exponaten im Stadtschloß und im Neuen Museum zu sehen; in Gotha sind das Herzogliche Museum und Schloß Friedensstein Teil der Ausstellung.

Der Freistaat Thüringen wird am 10. November 2016 mit einer zentralen Veranstaltung in Eisenach das Reformationsjubiläum 2017 eröffnen. Die Wartburg, das Bachhaus, das Lutherhaus und das Thüringer Museum präsentieren 2016 bedeutende Ausstellungen, die wieder neue Aspekte der Reformation aufgreifen. Dazu gehören auf der Wartburg die Sonderausstellung „Luther und die deutsche Sprache“, im neuen Lutherhaus Eisenach die Ausstellung „Die Bibel in Bildern von Julius Schnorr von Carolsfeld“ und die Ausstellung „Bach und die Juden“ im Bachhaus Eisenach. Des weiteren präsentiert die Stadt Eisenach in diesem Jahr zwei Sonderausstellung im Stadtschloß. Mit „Geweiht – Geduldet – Gesammelt. Mittelalterliche Schnitzkunst aus Thüringer Kirchen - Eine fotografische Annäherung“ eröffnet sie den Reigen der großen Ausstellungen in Thüringen anläßlich des Reformationsjubiläums 2017. Zuvor ermöglicht die Ausstellung „Face to face – Martin Luther und Martin Luther King“ außergewöhnliche Blicke auf zwei bedeutende Reformatoren. Der Eisenacher Sommergewinn widmet sich dem Jubiläum „120 Jahre Fahrzeugbau in Eisenach“, das auch für das Museum „Automobile Welt Eisenach“ ein Höhepunkt des Jahres 2016 ist.

Die Mittelalterliche Reichsstadt Mühlhausen, eine Stadt mit bewegter Reformationsgeschichte, zeigt im Hinblick auf das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 eine Ausstellung mit dem Titel „Luthers ungeliebte Brüder“. Vom 31. Oktober .2016 bis zum 31. Oktober 2017 wird diese im Museum Deutscher Bauernkrieg in der Kornmarktkirche zu sehen sein. Alternative Reformationskonzepte sind Thema der Ausstellung. Jenen Reformatoren, die von der lutherischen Lehre abwichen oder gar eigene reformatorische Ideen verfolgten, wird hier Beachtung geschenkt. Im Fokus stehen unter andern Thomas Müntzer und sein Mitstreiter Heinrich Pfeiffer.

Anläßlich der Lutherdekade bietet Altenburg seinen Besuchern die ganzjährige Sonderausstellung „Georg Spalatin – Martin Luthers Weggefährte in Altenburg“. Im Residenzschloß erlebt man Spalatin anhand einer Vielzahl wertvoller Exponate, von denen hier nur die von ihm verfaßte, vierbändige Chronik der Sachsen und Thüringer genannt sein soll. Weiterhin beleuchtet die Ausstellung Spalatin als Vertrauten des Kurfürsten, als Persönlichkeit die Altenburg geprägt hat und als Weggefährten und Freund Luthers. Außerdem ist es gelungen, anhand eines 1545 verfaßten Inventars, das Haus, vor allem aber dessen Einrichtung und Ausstattung, virtuell zu rekonstruieren. Weitere spannende Ausstellungen in Altenburg finden ganzjährig im Residenzschloß und vom 24. April bis 17. Juli im Lindenau-Museum („ein ebenso schöner, wie geistreicher Mann“) und vom 1. Mai bis 31. Oktober in der Stadtkirche St. Bartholomäi („Georg Spalatin – Freiheit und Glauben“) statt.

Vom 13. Dezember 2016 bis 8. Januar.2017 findet in der Hopfstube Schmalkalden eine große Sonderausstellung zum Thema „Fatale Lust - Landgraf Philipp zu Hessen und seine Doppelehe“ statt. Landgraf Philipp von Hessen gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Reformation. Er ist Wegbereiter, Diplomat und Kriegsfürst der Reformation. Landgraf Philipp hat aber auch ein sehr ausgeprägtes sexuelles Verlangen. Eine Entscheidung wird sein Leben allerdings verändern und zugleich den Gang der Reformationsgeschichte beeinflussen. Der standesgemäß verheiratete Philipp lernt das adelige Hoffräulein Margarethe von der Saale kennen und lieben. Anders als seines Standesgenossen will Philipp diese Beziehung aber vor Gott und der Welt legitimieren. Philipp geht eine Doppelehe ein; mit fatalen Folgen. Innerhalb eines Jahres wandelt sich Philipp vom angriffsbereiten Kriegsfürsten zum ausgleichsuchenden Bittsteller, der die Gunst Kaiser Karls V. benötigt. Diese Wandlung geschieht ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem für die politische Absicherung der Reformation alles möglich gewesen wäre.

In der Feengrottenstadt Saalfeld locken auch 2016 wider zahlreiche attraktive Ausstellungen die Besucher in das Stadtmuseum im ehemaligen Franziskanerkloster und in die Saale-Galerie. So beginnt im Museum, der einzigen in Ostthüringen erhaltenen Klosteranlage aus dem 13 Jahrhundert, bereits am 23. April die Sonderschau „Von Saalfeld nach Windsor“ als Beitrag zur Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa“. Thematisiert wird dabei das Leben von Johann Ernst, welcher in Saalfeld als Herzog von Sachsen–Saalfeld residierte. In der weitestgehend aus eigenen Exponaten bestehenden Ausstellung werden unter anderem Einblicke in die britischen, portugiesischen und russischen Königshäuser und deren Verbindung zu den ehemaligen Saalfelder Herzogen geboten. In der Saale–Galerie werden in wechselnden Ausstellungen namhafte Maler, Grafiker, Bildhauer und Kunsthandwerker vorgestellt. In diesem Jahr begeht der Saalfelder Kunstverein bereits sein 25jähriges Jubiläum. Die Mitglieder stellen vom 27. Februar bis zum 16. April ihre Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik und Objekte in der Galerie aus.

„Save the Date “ heißt es für die Lange Nacht der Museen am 10. Juni 2016 in Erfurt, denn dann können die Besucher die ganze Nacht hindurch die Museen der Landeshauptstadt besuchen und bei Musik und Tanz die Kulturszene der Erfurter Altstadt kennenlernen. Für alle Kunstverliebten wird im ersten Halbjahr auch noch einiges geboten. Das Angermuseum zeigt Gemälde von Hans Purrmann (7. Februar bis 16. Mai 2016) unter dem Motto „Die Farben des Südens“ und im Stadtmuseum wird bis zum 22. Mai.2016 die Ausstellung „Erfurt in Farbe – die 50er und 60er Jahre im Bild“ zu sehen sein. Dazu kommen die Dauerausstellungen, wie zum Beispiel im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt, in der Alten Synagoge und im Stadtmuseum „Zum Stockfisch“.

Vom 24. April bis zum 23. Oktober 2016 findet im GoetheStadtMuseum in Ilmenau die Sonderausstellung „Technische Innovationen aus der Region Ilmenau“ statt. Ausgehend von der ersten Glasherstellung im Thüringer Wald, der Porzellanherstellung seit 1777 und der Gründung des Technikums im Jahr 1894 werden Erfindungen oder deren Weiterentwicklung vorgestellt. Im Fokus steht die Stadt Ilmenau als Standort von Wissenschaft, Forschung, Lehre und deren Umsetzung in Handwerk und Industrie. Zahlreiche authentische Objekte aus den Bereichen Glas, Medizintechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Computertechnik, Porzellan-, Spielwaren-, Handschuh- und Sportartikelherstellung geben einen Überblick über die Vielfalt des Ilmenauer Erfindergeistes. Unter anderem werden älteste Kathodenstrahlröhren, historische Thermometer, Isoliergefäße, eine der ältesten Leuchtstoffröhren und viele weitere Apparate gezeigt. Die Sonderausstellung steht im Zusammenhang mit der „Langen Nacht der Technik“ am 28. Mai und wird an diesem Abend mit verschiedenen Programmen von 17:30 Uhr bis 22 Uhr geöffnet sein.

Ab 18. März präsentiert das Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen Werke der bekanntesten Künstler des Impressionismus und Expressionismus in einer außergewöhnlichen Sonderausstellung. Gezeigt werden Werke von Paul Cézanne, Edouard Manet, Pierre A. Renoir und vielen weiteren hochkarätigen Künstlern. In einer eigens konzipierten Ausstellung werden die Werke von verschiedenen Künstlern des Impressionismus und Expressionismus gegenübergestellt, welche die zwei bekanntesten Kunststile des Überganges vom 19. zum 20. Jahrhundert symbolisieren. Obwohl diese Kunstrichtungen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, weisen sie doch auch interessante Gemeinsamkeiten auf, die vor allem im Aufbruch in die Moderne zu suchen sind. Die Kunstrichtung des Impressionismus ist um 1870 in Frankreich entstanden. Sie wurde nach dem Gemälde „Impression – soleil levant“ (1872) von Claude Monet (1840-1926) benannt. Im Gegensatz zum Impressionismus, der nur flüchtige und oberflächliche Augenblicke darzustellen versuchte, wollten die Künstler des Expressionismus den Betrachter emotional ansprechen und dabei gesteigerte Impulse und Affekte hervorrufen. Der Expressionismus war eine der wichtigsten Stilrichtungen in Deutschland und begann um 1910 und war eine Bewegung, die alle Künste erfaßte. In der Ausstellung im Kunsthaus Meyenburg werden vom 18. März bis 5. Juni 2016 zirka 80 Exponate der verschiedenen Künstler zu sehen sein, darunter originale Radierungen, Holzschnitte, Lithographien, Tempera und Ölbilder.

PI-VSTT

 

11.02.2016


24.11.2015 – 05.01.2016: Einstimmung auf Besinnlichkeit

Adventszauber in den Thüringer Städten: Weihnachtsmärkte in historischer Kulisse.

Es ist wieder soweit: Die schönen Thüringer Weihnachtsmärkte läuten die Adventszeit ein. Die einzigartige Atmosphäre der Weihnachtsmärkte in historischer Kulisse sollte man sich nicht entgehen lassen. Bei Weihnachtsstollen und Glühwein kann man sich auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen. Jede der Thüringer Städte präsentiert seinen Markt in einem ganz eigenen Glanz und zieht mit spannenden Attraktionen, Ausstellungen und Adventskonzerten zahlreiche Besucher in ihren Bann.

Seit der Eröffnung  einer der schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland am 24. November in Erfurt liegt der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln wieder in der Luft. Und mit dem traditionellen Anschnitt des Erfurter Stollen „Schittchen“ am 1. Advent wird auch kulinarisch die Weihnachtszeit in Erfurt eingeläutet. Vor dem prächtigen Ensemble von Dom St. Marien und St. Severikirche sorgt die 12 Meter hohe Original Erzgebirgische Weihnachtspyramide mit ihren geschnitzten Figuren alljährlich für große Augen bei jung und alt. Höhepunkte sind dabei die deutschlandweit einzigartige Weihnachtsbindeschau im Felsenkeller des Doms sowie die Orgel- und Adventskonzerte, im Besonderen das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche am 12. und 13. Dezember.

Weimarer Weihnacht: 200 Jahre ist es her, daß der Weimarer Hofbuchhändler Hoffmann die Tradition des öffentlich aufgestellten Weihnachtsbaumes begründete. Er bereitete damit armen Kindern und Familien eine Freude. Deshalb wird in diesem Jahr die Weihnachtstanne auf dem Weimarer Markt besonders prächtig strahlen. Vom Marktplatz bis zum Theaterplatz lädt die Weimarer Weihnacht zum Bummeln, Geschenkestöbern, Naschen und Glühweintrinken ein. Die Eisbahn auf dem Theaterplatz wird zum Anziehungspunkt für alle Kufenflitzer. In der Märchenhütte werden die kleinen Besucher regelmäßig bis zum 20. Dezember mit einem Vorfreudeprogramm überrascht. Schon zur Tradition geworden ist die Verlängerung der Weimarer Weihnacht bis zum 5. Januar.

Der Weihnachtsmarkt in Jena verzaubert groß und klein mit einmaliger Atmosphäre. Ein riesiger Weihnachtsbaum mitten auf dem Historischen Marktplatz sowie Thüringens größte Weihnachtspyramide erwarten die Besucher. Seit 25.11. bis zum 22.12. verzaubern die weihnachtlich geschmückten Stände auf dem Marktplatz, das bunte Programm auf der Marktbühne sowie der Rummel auf dem Eichplatz groß und klein. Der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. wartet täglich um 17 Uhr mit dem traditionellen Turmblasen aus dem Fenster des historischen Rathauses auf, jeweils Freitag bis Sonntag mit einem einstündigen Weihnachtskonzert. Zwischen Johannistor und Pulverturm lädt der Historische Weihnachtsmarkt zu Jena seit 27.11. bis zum 13.12.2015 ein. Mittelalterliche Handwerker, Händler und Musikanten bieten mit einem vielfältigen Programm von Konzerten bis zu Ritterschaukämpfen ihre Künste dar. Am Stadtmauerensemble, dem „Kultürmchen“, öffnet sich jeden Abend um 19 Uhr ein Adventstürchen.

Auf dem Untermarkt in Mühlhausen vor der Divi-Blasii-Kirche laden die Händler und Kunsthandwerker vom 11. bis 14. Dezember zum Stöbern und Naschen ein. Schnee bedeckt die Dächer, verführerische Düfte ziehen über die altehrwürdigen Mauern der Stadt und warmes Licht hüllt die Blasius-Kirche auf dem Untermarkt ein. Händler und Kunsthandwerker inspirieren und verführen, laden ein, zu stöbern und Köstlichkeiten zu probieren. Bei einem Gläschen Glühwein, einer leckeren Thüringer Rostbratwurst, frischem Weihnachtsbrot aus dem Backofen oder warmen Baumkuchen kann man die schönsten Momente des Jahres Revue passieren lassen und sich auf das Weihnachtsfest einstimmen. Auf dem Kristanplatz kann man am lodernden Feuer Marshmallows braten oder auf den Karussells eine Runde drehen und die 3K-Theaterwerkstatt sorgt für die Kinderunterhaltung. Chöre, Bläsergruppen und Musikschulen präsentieren weihnachtliche Weisen und leise flüstert ein Winterwind: Es ist Advent - Advent in Mühlhausen.

Der Historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg in Eisenach ist ein ganz besonderes Erlebnis. Längst vergessenes Handwerk, historischer Handel, kulinarische Köstlichkeiten, Musik und Spiel in den Höfen der Wartburg bei romantischer Beleuchtung verbreiten an den Adventswochenenden weihnachtliche Stimmung. Im Festsaal der Wartburg finden jeweils Freitag, Samstag und Sonntag abends Adventskonzerte statt.

Es weihnachtet im Herzen Schmalkaldens seit 29.11 noch bis 20.12. vor der zauberhaften Kulisse von Rathaus, Stadtkirche und märchenhaft anmutenden Fachwerkhäusern auf einem der schönsten Marktplätze Thüringens.

Neben dem Mittelalterweihnachtsmarkt auf Schloß Wilhelmsburg und dem Herrscheklasmarkt in der wunderschönen historischen Altstadt, lebt am 4. Adventswochenende auch in der Innenstadt der Mittelalter-Mondschein-Markt auf und lädt mit zahlreichen Ständen zum Bummeln, Mitmachen und Genießen ein.

Der diesjährige 23 „Sühler Chrisamelmart“ gehört wieder zu den schönsten und romantischsten Weihnachtsmärkten Thüringens. Seit der Eröffnung am 27. November laden rund 60 liebevoll gestaltete Markthütten insgesamt 27 Tage lang in eine bezaubernde Adventslandschaft im Suhler Stadtzentrum ein. Das historische „Alte Rathaus“ am Marktplatz verwandelt sich in einen Adventskalender. Jeden Tag um 17.30 Uhr öffnet sich ein „Türchen“ und hält insbesondere Überraschungen für die kleinen Gäste bereit.

Romantik und Besinnlichkeit – wo könnte man sich schöner auf das Weihnachtsfest einstimmen als auf einem der imposantesten Barockschlösser Thüringens – der Heidecksburg in Rudolstadt. Jedes Jahr am 4. Adventswochenende verwandelt sich die gewaltige Schloßanlage in eine zauberhafte historische Weihnachtskulisse. Rund um den festlich illuminierten Schloßhof sind die mit Lichterketten geschmückten Holzhäuschen aufgebaut. Besucher können sich auf duftende Köstlichkeiten und handwerkliche Kostbarkeiten aus der Region freuen. Ein abwechslungsreiches Konzertprogramm und viele Angebote für Kinder runden diesen außergewöhnlichen Markt ab.

Am ersten Adventswochenende öffnen in Arnstadt festlich geschmückte Häuser und Höfe ihre Pforten. Der beliebte Bach-Advent fand in diesem Jahr vom 27. bis 29. November statt. Neben kulinarischer Vielfalt erlebten die Gäste unzählige Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und Kunst.

In weihnachtlich geschmücktem Ambiente können auf dem Weihnachtsmarkt in Sondershausen, unterhalb des Schlosses, vom 17. bis 20.12. die letzten Geschenke gekauft und viel geschlemmt werden. Im Schein der Feuerkörbe und mit musikalischem Bühnenprogramm werden die Besucher bei Glühweintrinken und Bratwurstessen auf ein besinnliches Weihnachtsfest eingestimmt.

Der Gothaer Wichtelmarkt zeigt sich mit vielen neuen Ideen und Attraktionen, wie Thüringens größter zweistöckiger Glühweinhütte. Die feierliche Eröffnung des Wichtelmarktes fand am 25. November mit einem Glühweinanstich statt. Der Markt steht bis zum 31. Dezember ohne Unterbrechung für die Besucher bereit.

Man kann sich wahrlich von den Weihnachtsmärkten in den Thüringer Städten verzaubern lassen. Auch Altenburg, Apolda, Ilmenau, Gera, Meiningen, Nordhausen und Saalfeld werden sich im weihnachtlichen Glanz präsentieren.

PM-VSTT

 

01.12.2015

 

 

 

 

Erfurter Weihnachtsmarkt: Einzigartige Atmosphäre vor prächtigem Ensemble.

Foto: VSTT-ARCHIV


2015/ 2016:  Vergnügliche Qual der Wahl

Alles Theater in den Thüringer Städten: Die Spielzeit 2015/2016 von Altenburg bis Weimar.

Ein Schrei ging im Sommer durch die deutschen Feuilletons: ausgerechnet das Theaterland Thüringen, das Goethe, Schiller, Jean Paul und Ingo Schulze inspirierte, in dem Bach, Liszt, Strauss und Reger dirigierten, plant seine Theaterlandschaft zu „reorganisieren“. Es wird – zumeist hinter verschlossenen Türen – über Zusammenlegungen und Schließungen diskutiert. Es geht um Geld. Im 9,3-Milliarden-Euro-Haushalt des Freistaates sind 65 Millionen Euro für die Kulturförderung vorgesehen. Hinzu kommen die Mittel, die die Kommunen und Landkreise für „ihre“ Häuser ausgeben. 15 feste Theater und Orchester sind auch für deutsche Verhältnisse ein Wort. Vor allem wenn man sich vorstellt, daß die Musentempel auch in Städten mit unter 30.000 Einwohnern stehen und als oft historische Gebäude auf ein langes Erbe als Investition eines der zahlreichen Thüringer Kleinfürsten zurückblicken können. Für die Besucher Thüringens ist die Qual der Wahl an oft nur 30 bis 50 Kilometer voneinander entfernten Angeboten ein Vergnügen. Denn die Theater wehren sich trotz knapper Mittel mit abwechslungsreichen Spielplänen, die ein Kulturwochenende in einer der vielen Residenzstädte des Landes auf ganz unaufgeregte Weise anregend machen.

Im Landestheater Altenburg wechseln sich Uraufführungen und Klassiker ab: das Ballett Keimzeit mit der gleichnamigen Musikgruppe oder das Stück Seide nach dem gleichnamigen Roman von Alessandro Baricco mit dem Fabian Erich Kästners oder der sprühenden Operette Victoria und ihr Husar aus den 20er Jahren. Die Theaterkooperation Altenburg-Gera setzt sich in Themenreihen mit aktuellen Situationen und Fragestellungen auseinander: die Goldenen 20er, Wegemarken der Geschichte, Vom Himmel hoch – Glaube und Gesellschaft. Das Ensemble der beiden Fünf-Sparten-Häuser ist international. 307 Beschäftigte aus 26 Ländern arbeiten hier zusammen. Theater steht auch für Integration.

Das Theater im Schloßgarten in Arnstadt gehörte einst zum Ensemble des Wasserschlosses Neideck. Die fürstliche Reitbahn wurde erstmals 1839 für Theatervorstellungen zu Verfügung gestellt. Nur drei Jahre später veranlaßte man den Umbau von einer Reitbahn in ein offizielles Theater. Vor 20 Jahren wurde das renovierte und rekonstruierte Theater dem Arnstädter Theaterverein übergeben, der das Haus nun mit verschiedensten Gastspielen betreibt.

Das Landestheater Eisenach ist Teil der „Kulturstiftung Meiningen-Eisenach“ und ein Drei-Sparten-Haus mit Ballett, Schauspiel und Orchester. Zu den Höhepunkten der Spielzeit zählen die Balletturaufführung Broken Dreams von Andris Plucis mit der Musik von Tom Waits, Arthur Schnitzlers Drama Liebelei sowie die Opera buffa Don Pasquale von Gaetano Donizetti. Musikfreunde dürfen sich außerdem auf das Chanson-Schauspiel Das Kunstseidene Mädchen nach Irmgard Keun sowie die Wiederaufnahme der Rocky Horror Picture Show freuen. Die Landeskapelle Eisenach bietet neben Sinfoniekonzerten auch die Reihe der Mittagsmusiken in der Georgenkirche an. Hier predigte Luther, wurde Bach getauft und musizierte Telemann.

Das Theater Erfurt arbeitet in dieser Spielzeit unter dem Motto „Zeit.Raum”. Dabei wird der Bogen über fünf Jahrhunderte Operngeschichte gespannt: von den Anfängen der frühbürgerlichen Oper über die revolutionären Umbrüche des Musikdramas bis zum heutigen „pluralistischen Musiktheater”. Das Repertoire reicht von Don Giovanni, Macbeth und Carmen zu gegenwärtigen Stücken, wie Sid, die Schlange, die singen wollte, Der Mann, der seine Frau mit dem Hut verwechselte oder der Uraufführungsproduktion von Gztenberg von Volker David Kirchner. Zu den DomStufen-Festspielen 2016 wird Tosca von Giacomo Puccini zu genießen sein.

Die Bühnen der Stadt Gera präsentieren als Uraufführungen die vergnüglich-nachdenkliche Rockerette Barbarossa ausgekyfft, betrachtet im Ballett zwei starke Frauen: Piaf - la vie en rose und Anita Berber, Göttin der Nacht und setzt im Schauspiel erstmalig den Roman Kruso von Lutz Seiler um. Zu Weihnachten gibt es die berührende Oper Amahl und die nächtlichen Besucher von Gian-Carlo Menotti, in der der Junge Amahl die drei Könige und ein Wunder erlebt sowie jede Menge Musik der Geraer Philharmonie.

Das Ekhof-Theater auf Schloß Friedenstein in Gotha gilt als das älteste Barocktheater der Welt und ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. Zum jährlichen Ekhof-Festival im Juli/August lohnt es sich, früh Karten zu besorgen. Auf dem Programm stehen immer barocke Stücke; im kommenden Jahr von Molière Le Bourgios Gentilhomme – Der Bürger als Adelsmann, eine quirlige Satire. Der Vorverkauf startet am 1. November. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk!

Das Theaterhaus in Jena stellt seine Spielzeit unter das Motto „Sei glücklich!“ und beweist seit 25 Jahren, daß mit Engagement und Neugier, mit Risikobereitschaft und Fantasie fast aus dem Nichts ein Theater wachsen kann, das mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Theaterlandschaft ist. In Stücken wie Die Zofen, Die lächerliche Finsternis, Macbeth oder Projekt Woyzeck begeben sich die Figuren auf die Suche nach ihrem Glück.

Meiningen verdankt seinen Ruf als Theaterstadt nicht nur dem Theaterherzog Georg II., der nicht nur sein kleines Land, sondern ein großes Theater leitete. In diesem Jahr feiert die Meininger Hofkapelle ihren 325. Geburtstag und so wundert es kaum, daß das Jahresprogramm des Hauses ein neugierig machendes Potpourri anbietet. Von Richard Strauss stammt das leichtfertige Konversationsstück Capriccio, Albert Lorzing thematisiert in seiner Oper Regina die 1848er Revolution, Friedrich Hebbel nahm mit den Nibbellungen einen urdeutschen Stoff auf und Andris Plucis wird zu Victor Hugos Glöckner von Notre Dame ein Ballett als Uraufführung choreographieren.

Die Kilianikirche in Mühlhausen ist das Domizil des Vereins „3K-Theaterwerkstatt“. Die Nutzung der Kirche als Bürgertheater gilt in Deutschland als gelungenes Beispiel für eine profan genutzte Kirche. Das Repertoire des Theaters reicht von Stücken für Kinder und Erwachsene bis hin zu theaterpädagogischen Angeboten. Aktuelle Stücke sind Der Glöckner von Notre Dame  und Allein in der Sauna. In der Wintersaison ist generell Märchenzeit, so wird es an allen vier Adventssonntagen 2015 eine Vorstellung in der Reihe Theatertee geben.

Das Theater Nordhausen verbindet in dieser Spielzeit Schauspiel mit Musik. Das Musical Die Päpstin erzählt von einer wagemutigen Frau, der „Faust“-Stoff wird als Doppelfaust sowohl als Charles Gounods Oper Faust als auch mit Faust eins als Schauspiel mit Musik auf die Bühne gebracht. Eine deutschsprachige Erstaufführung ist das Musical The Pirate Queen. Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil, die Schöpfer von „Les Misérables“ und „Miss Saigon“, wählten dafür einen Stoff aus der irischen Geschichte und schufen eine packende Musik. Die letzte, aber wohl bekannteste der Musical-Ladys Nordhausens ist Eliza Doolittle in My fair Lady.

Das Programm in Rudolstadt wird in Kooperation mit dem Theater Nordhausen und anderen Partnern gestaltet. Liebhaber der Thüringer Klassiker können sich in diesem Jahr auf den Faust eins und Die Räuber freuen. Ein besonderer Termin für den kommenden Sommer ist das Open air-Sommerspektakel mit Molières L’avare der Geizige, das auf der mächtigen Heidecksburg gespielt wird. Für alle Schillerfans ist Rudoldstadt seit der Verfilmung von „Die geliebten Schwestern“ ein Muß, für Freunde der Weltmusik mit dem Folkfestival sowieso.

Sonderhausen ist stolz auf das traditionsreiche, 1619 gegründete Loh-Orchester, das an außergewöhnlichen Orten zu spielen gewöhnt ist. Die Schloßkonzerte und After-Work-Konzerte finden im stilvollen Ambiente der Residenz der Schwarzburger Fürsten statt und lassen sich immer mit einem Menü oder einem Aperitif in der Hofküche verbinden. Im Sommer pilgert man zu den Loh-Konzerten im Achteck-Haus im Schloßpark. Die Sinfoniekonzerte finden im Haus der Kunst statt. Das Neujahrskonzert im Erlebnisbergwerk ist das Konzert im tiefsten Konzertsaal Europas! Für die Schloßfestspiele im Juni und Juli sollte man früh an Kartenvorbestellung denken. Im Schloßhof ist dann das Ohrwurm-Musical Anatevka zu genießen.

Im Congress Centrum Suhl kann man fast mit Blick auf die Wanderwege am Rennsteig vom großartigen Klassik-Konzert über volkstümliche Unterhaltungs- und Theaterabende, Schlager- und Rockkonzerte bis hin zur Kleinkunst die unterschiedlichsten Veranstaltungen, sogar Fernsehshows und Liveübertragungen für ein Millionen-Publikum jährlich erleben. Das Kunst- und Literaturfestival „Provinzschrei" im Herbst und das Marionetten-Theater erfrischen müde Wanderer.

Das Walhalla der deutschen Literatur, Weimar, stellt sein Publikum vor die Wahl: den Klassiker am klassischen Ort oder die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen und nicht weniger unterhaltsamen Stoffen. Am Deutschen Nationaltheater gilt das Prinzip einer klug gewählten Mischung. Mit Schillers Maria Stuart und der Fledermaus von Johann Strauß startet man mit zwei Publikumslieblingen in die Spielzeit. In Kooperation mit dem Erfurter Theater werden die Meistersinger von Nürnberg auf die Weimarer Bühne kommen. My fair Lady und Ein Sommernachtstraum haben im zweiten Halbjahr in der Redoute Premiere. Im Repertoire ist zudem die überaus erfolgreiche Faust-Inszenierung oder auch Wallenstein mit Dominique Horwitz in der Hauptrolle. Zeitgenössische Schauspiele sind vor allem im E-Werk zu sehen.

CHRISTINE BÜRING, ELISANETH FAHRIG

 

20.10.2015

 


09., 10. und 11.10.2015: Klassikerstadt im Ausnahmezustand

Drei Tage lang ist Weimar „auf Zwiebel“.

Aus der ganzen Republik und zunehmend aus dem Ausland reisen die Besucher an, wenn in Weimar der Ausnahmezustand herrscht. Zum 362. Mal wird der Zwiebelmarkt am Freitag, 9. Oktober, 12 Uhr, eröffnet. Drei Tage lang ist Weimar „auf Zwiebel“: Auf dem Kuchen, in der Pfanne, im Zopf, als Gesteck, auf der Krone der Zwiebelmarktkönigin hat sie ihren Auftritt. 2015 wird der Zwiebelmarkt vom 9. bis 11. Oktober gefeiert.

Begonnen hat die Tradition anno 1653 als „Viehe- und Zippelmarckt“. Damals zählte Weimar 5000 Einwohner. Es gab beileibe nicht nur Zwiebeln: Verkauft wurden auch Sellerie, Meerrettich, Knoblauch, Poree und Majoran sowie zahlreiche andere Gemüse- und Gewürzsorten. Selbst Goethe konnte sich dem Zwiebel-Zauber nicht erziehen. So ist überliefert, daß er die gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen ließ, sein Haus mit ihnen schmückte und die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel lobte. Der Markt entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zwiebel-Einkaufszentrum für ganz Mitteldeutschland. Ab 1861 wurde der Markt auf drei Tage verlängert. Damals wie heute sind es die Heldrunger Zwiebelbauern, die die Rispen herstellen und verkaufen.

Einige Veränderungen erwarten die Besucher in diesem Jahr: Die Antenne-Thüringen-Bühne ist auf den Platz der Demokratie umgezogen und zieht dort mit Rapper Ferris MC am Freitag und der Band Glasperlenspiel am Samstag Rap- und Pop-Fans an. Der Historische Markt zieht wegen der geplanten Bebauung am Teichplatz auf den Theaterplatz. Große Bühnen unterhalten außerdem nonstop am Goetheplatz, Herderplatz und auf dem Marktplatz. Insgesamt finden sich in der Innenstadt mehr als zehn Bühnen mit einem Programm, das von Weltmusik, Rock, Pop, Volksmusik, Dixieland und Blues alles bietet. Das Kinderzwiebelfest am Mon ami begeistert vor allem Familien und Kinder.

Das Zwiebelmarkt-Bühnenprogramm ist bequem online abrufbar und wird  ständig aktualisiert. Auch viele andere wichtigen Informationen rund um Anreise, Parken und Geschichte sind im Internet aktuell abrufbar.

Auch die Zwiebelmarkt-App der Weimar GmbH ist für den diesjährigen Zwiebelmarkt in allen drei Betriebssystemen (Android, IOS und Windows) überarbeitet worden. Da es sich nicht nur um eine Aktualisierung handelt, ist es notwendig, sich die App in den einzelnen Stores kostenfrei neu herunterzuladen. Die App gibt einen Überblick zum Zwiebelmarkt von der Anreise, über Parkmöglichkeiten, Geschichte bis hin zum umfangreichsten Teil – dem Bühnenprogramm. Mit der Favoriten-Funktion an den einzelnen Programmpunkten läßt sich ein individueller Zwiebelmarkt-Fahrplan zusammenstellen. Eine Karte mit Bühnenstandorten, Parkplätzen, Sanitätswachen und WC-Standorten rundet den Service ab. In der App stehen alle Informationen netzunabhängig zur Verfügung, was gerade bei zeitweise Überlastung der Mobilnetze während des Zwiebelmarktes ein deutlicher Vorteil ist.

Der ebenfalls von der Weimar GmbH herausgegebene Programmflyer erscheint in diesem Jahr in der Woche vor dem Zwiebelmarkt in einer Auflage von 30.000 Stück. Erhältlich ist er in der Tourist-Information Weimar sowie an vielen anderen öffentlichen Stellen.

In der Tourist-Information Weimar sind unterdessen nicht nur Zwiebelmarktsouvenirs erhältlich, auch die Karten für den Zwiebelmarktkönigin-Krönungsabend im Hotel Elephant am Samstag, 3. Oktober, gibt es dort oder im Online-Shop.

UTA KÜHNE

 

 

25.09.2015

 

 

Drei Tage lang ist Weimar „auf Zwiebel“: Zum 362. Mal wird am 9. Oktober 2015 der Zwiebelmarkt eröffnet.

Foto: WG-ANJA DIETRICH


25.04.-04.10.2015 3.Thüringer Landesgartenschau

Beitrag der NTI hier...        LGA Website


03.10.2015: Viel Sinn für Humor

Mit Bratwurstkanone und Feuerwerk: „Das Beste der Bratwurstiaden“.

Am 3. Oktober 2006 wurde bei Dauerregen die 1. Bratwurstiade ausgetragen. Die Ausrichter waren gespannt, ob das neue Konzept Gefallen findet und waren von der Resonanz der Teilnehmer und Besucher begeistert. Nun steht bereits die zehnte Auflage vor der Tür. Unter dem Motto „Das Beste der Bratwurstiade“ werden die schönsten vier Wettbewerbe der vergangenen Jahre noch einmal durchgeführt.

Mit einem Paukenschlag wird die 10. Bratwurstiade beginnen, die Eröffnung wird in diesem Jahr mit einem Schuß aus der neugeschaffenen Bratwurstkanone vollzogen. Zur Teilnahme an der Bratwurstiade, die am 3. Oktober 2015 in Holzhausen um 10.00 Uhr beginnt, können sich Mannschaften mit je drei Teilnehmern bewerben. Erwartet werden neben viel Sinn für Humor, sportliche Leistungsbereitschaft und eine entsprechende Gewandung. Sie sollte im Kontext des Themas Thüringer Bratwurst stehen, ohne natürlich durch zu viel Ballast die sportliche Leistungsfähigkeit einzuschränken. Den Bratwurstiadesiegern winken neben den Bratwurstkränzen in Gold, Silber und Bronze wieder attraktive Preise. Die Siegermannschaft kann sich in diesem Jahr über einen ganz besonderen Preis freuen, eine Reise für drei Personen zum Wurstfestival 2015 nach Békéscsaba (Ungarn) im Wert von 1200 Euro winkt dem Bratwurstiadesiegern. Ein Sonderpreis wird für die originellste Kostümierung vergeben. 300 Original Thüringer Rostbratwürste werden wieder für den besten Fanblock ausgelobt. Kriterien hierfür sind neben der zahlenmäßigen Stärke, die Unterstützung der Wettkämpfer durch originelle Schlachtrufe und -gesänge, das Outfit und die Fairneß gegenüber den Konkurrenten. Fahnen, Spruchbänder und der Einsatz von Musikinstrumenten werden ebenfalls positiv bewertet.

Die inoffizielle Siegerehrung findet unmittelbar nach den Wettkämpfen als Blumenzeremonie statt. Die offizielle Siegerehrung mit Feuerwerk wird dann innerhalb des Bratwurstiadeballs, der um 18.00 Uhr beginnt, durchgeführt.

Bereits zum fünften Mal wird es den Bratwurstiade-Mannschaftslauf geben, der, organisiert von der SG Motor Arnstadt und vom Lauftreff „Alteburg“, wieder vom Arnstädter Kloster zum Bratwurstmuseum führt.

Für Kinder wird neben anderen Aktionen das beliebte Bratwurstschnappen durchgeführt und die Bonbonkanone wird wieder abgeschossen. Erstmalig wird es an diesem Tag möglich sein, die Holzhäuser Bratwurstwelt aus der Luftperspektive zu betrachten, Helikopter-Rundflüge werden dies ermöglichen.

Der Verein „Freunde der Thüringer Bratwurst e.V.“ wurde am 18. Februar 2006 gegründet. Er ist Träger des 1. Deutschen Bratwurstmuseums und organisiert ein geselliges Vereinsleben rund um das Museum. Im Mittelpunkt der Arbeit des Vereines steht die Kultur- und Brauchtumspflege der Thematik „Thüringer Bratwurst“. Mit dem Museumsfest im Frühjahr und der Bratwurstiade im Herbst veranstaltet der Verein jährlich zwei große Bratwurstfeste. Die Kontaktpflege zu Museen und Vereinen ähnlichen Charakters stehen ebenso auf dem Programm wie Wanderungen, Schlachtfeste, Vorträge, Seminare und kulturelle Veranstaltungen. Durch Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen und Events wird für Thüringen und sein bekanntestes Produkt geworben.

UWE KEITH

 

14.09.2015

 


28.08., 29.08. und 30.08.2015: „Das war Musik“

Heinrich Heine schreibt Briefe an Giacomo Meyerbeer: Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner. Am Flügel: Nadia Singer.

In seinem neuesten Klavierabend, den Lutz Görner zusammen mit der jungen Ausnahmepianistin Nadia Singer (23) erarbeitet hat, versucht er seinem Publikum den erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, vielleicht sogar aller Zeiten, näher zu bringen: Giacomo Meyerbeer. In Deutschland wurde es Meyerbeer schwer gemacht, denn er wurde 1791 in eine milliardenschwere jüdische Familie hineingeboren und erzielte seine sagenhaften Erfolge nicht in Deutschland, sondern in der Grand Opéra in Paris.

Das führte dazu, daß ihm einerseits das Glück geneidet wurde, nicht für Geld sein Künstlertum ausüben zu müssen, andererseits als Deutscher in Frankreich zu reüssieren und zudem auch noch Jude zu sein.

Richard Wagner schrieb sein häßliches Buch „Das Judentum in der Musik“, mit dem der Erfolglose den Erfolgreichen treffen wollte.

Robert Schumann schrieb als nationalistischer Antisemit, daß  Meyerbeers Musik nichts als Gemeinheit, Verzerrtheit, Unnatur, Unsittlichkeit und Un-Musik sei.

Hugo Wolf, der Liederkomponist, verstieg sich zu der Frage: Was soll man dazu sagen, wenn einen ganzen Monat hindurch keine wagnersche Oper, hingegen dreimal in der Woche Meyerbeer gespielt wird? Sind wir in Palästina oder in einer deutschen Stadt?

Lutz Görner liest Briefe Heinrich Heines, in denen er sich mit Meyerbeers Opern auf heinische Weise auseinandersetzt, das heißt: Ernstes mit Heiterem sich mischt. Mit der Musik aus diesen Opern in der Klavierfassung von Franz Liszt, die Nadia Singer spielt, versucht der ehemalige Rezitator, ein Steinchen zur Wiederbeschäftigung mit dem großen Meyerbeer beizusteuern, an den Heine schrieb:

„Es war gestern Abend ein wunderbarer Abend. Das eleganteste Publikum von Paris, festlich geschmückt, war im großen Opernsaal versammelt, mit zitternder Erwartung, mit ernsthafter Ehrfurcht, fast mit Andacht. Alle Herzen schienen von Ihren Hugenotten erschüttert. Das war Musik. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben und zu bewundern.

Ihr Heinrich Heine.“

Zu erleben ist der Klavierabend von und mit Lutz Görner am 28., 29. und  30. August 2015 im Richard-Wagner-Saal im Hotel Elephant in Weimar.

KARIN KULMER

 

25.08.2015

 

 

Sie versuchen, ihrem Publikum den erfolgreichen Opernkomponisten Giacomo Meyerbeer näher zu bringen: Lutz Görner und die junge Ausnahmepianistin Nadia Singer.

Foto: KK-ARCHIV


29.08.2015 + 30.08.2015: Gaukelei und gar treffliche Kurzweil

23. Mittelalterstadtfest in Bad Langensalza mit Fangdorn, dem letzten lebenden Drachen der Welt, und mit den „5. Salzaer Spielen“.

Wohlan, holde Mägde, feine Edelfrauen und wackere Mannsbilder!

Eilet herbei, denn am letzten Wochenende im August, am 29. und 30. des Erntemonats Anno 2015 begibt sich Salzaha wieder auf eine grandiose Zeitreise.

Die gesamte Innenstadt mit ihren Märkten und Gassen verwandelt sich in einen mittelalterlichen Markt, auf dem über 160 Handwerker und Händler ihre Ware feilbieten. Das schönste und größte Mittelalterfest Mitteldeutschlands bietet den Besuchern auf seinen sechs Bühnenstätten auch in diesem Jahr ein einzigartiges, umfangreiches Programm.

Mit dem Umzug aller Gaukler, Musikanten, Stelzenläufer, Fahnenschwinger und Rittersleut´ durch die Straßen bis zum Rathaus beginnt das Fest am Samstage, um die zweite Stund nach Mittag. Auf dem Töpfermarkt wird durch den ehrwürdigen Bürgermeister der Stadt höchstpersönlich gemeinsam mit dem Herold Radolf zu Duringen und dem Gastgeberpaar der Fuhrleute das Fest eröffnet,  damit dann auf allen Bühnenstätten Musik, Gaukeley und gar treffliche Kurzweyl zu erleben sein werden.

Wir freuen uns auf die nun schon 5. Auflage der turbulenten Salzaer Spiele, bei denen mehrere Mannschaften aus Salzaer Landen unter den lautstarken Anfeuerungsrufen des Publikums gegeneinander antreten. Sie messen sich wieder in einigen neuen Disziplinen wie „Mehlsackhochwurf“, „Finde die Nadel im Heuhaufen“, „Über und unter die Schnur“ und dem  schon legendären „Teufelswerk“ für besonders Mutige. Der besten Mannschaft gebührt am Sonntagabend die Ehre des Herrn vom Hohen Rate und sie erhält den Hauptpreis.

Als einen weiteren Höhepunkt des diesjährigen Festes erleben wir die spektakuläre Fangdorn-Saga „Die Feuer Rutans“.

Die Vision eines Zauberers von unendlichem Reichtum führt die Ritter aus der Menschenwelt Valbúr ins ferne Elfenreich Rutan. In den Wäldern dieser Fantasiewelt beobachten sie an einem magischen Wasserfall ein geheimes Ritual. Im Reigen der Elfen erscheint zum Gesang einer Quellnymphe, ein anmutiges Einhorn. Mit seinem magischen Horn berührt es das Wasser und funkelnde Steine, Diamanten entspringen der Quelle! Die Gier ist geweckt! Mit Intrigen und Kampf versuchen die Ritter gewaltsam, Rutans Schätze an sich zu reißen und hinterlassen eine Spur der Zerstörung. Bis der Hüter Rutans erwacht – der mächtige, feuerspeiende Drache Fangdorn!  Fangdorn, der letzte lebende Drache der Welt, mit zehn Metern Länge und fast drei Metern Höhe kann laufen, sich blitzschnell drehen, meterlange Flammen speien, Rauch aus seinem Maul und Nüstern blasen, bluten, mit seinem Dornenschwanz peitschen, mit seinen Flügeln schlagen, brüllen, schnaufen, knurren, lieblich mit den Augen zwinkern, aber auch gefährlich für das Gute kämpfen.

Auf allen Plätzen erklingen mittelalterliche Weisen, dafür spielen acht, musikalisch sehr unterschiedliche  Musikgruppen auf.

Ein Wiedersehen gibt es auf dem Schloßhof mit Furunkulus, der Band, die mit ihren kraftvollen Klängen und ihrer rhythmischen Dudelsackmusik jung und alt verzaubert und mitreißt. Sie begeistern die Freunde der mittelalterlichen Musik, bei der Sackpfeifen, Trommeln und Schellen erklingen und schaffen mit ihrer einzigartigen, grandiosen Bühnenschau ein unvergeßliches Erlebnis!

Die vier Musikanten von Exoriente sind zum ersten Mal bei uns zu Gast. Sie nennen sich die Spielleute des Ostens und spielen auf historischen Instrumenten Lieder zum Mitsingen und Mittanzen. Dabei  nehmen sie die Zuhörer mit auf ihre musikalische Zeitreise.

Wieder dabei und auf unserem Fest einfach unverzichtbar ist das Spielmannsduo Pampatut, das mit seiner Spielfreude und Lebenslust einfach ansteckend wirkt. Ihre mitreißenden Tänze wechseln ab mit derben Liedern oder frommen Chorälen, dabei haben sie immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Die Musikanten von Rebule haben Trinklieder, Liebeslieder und Heilige Lieder für uns im Gepäck.

Varius Coloribus Experience präsentiert eine vielfältige und interessante musikalische Mischung, wie man sie selten hören kann, eine variantenreiche Melange aus alten und neuen Klängen von Sackpfeifen, Nyckelharpa, Trommeln, Schlagwerk und Hackbrett und erschafft so eine ganz eigene Klangwelt.

In der Musik von Gugelhupf, den Spielleuten des Hochmittelalters, erklingen weltliche und höfische Lieder und Tänze in einem eigenen unverwechselbaren Arrangement.

Ebenfalls schon mehrfach bei unserem Fest dabei und sehr beliebt sind die Musikanten von Kerbholtz mit feinem Gesang und In Aeterno mit kräftigem Dudelsack und wildem Getrommel.

Die Spielleute mit dem Namen gaudiorum circulus tanzen zu zarten und mitreißenden Klängen ihre mittelalterlichen Weisen und laden alle Tanzliebhaber ein, es ihnen nachzutun und die Schrittfolgen der Unterhaltungstänze der Bauern und Handwerker und die Schreittänze des Adels zu erlernen.

Die Fahnenschwinger Signiferi Volantes ziehen, ihre bunten Fahnen zur Musik wirbelnd, durch die Straßen.

Die Geschichtenerzählerin Pirolina Fleapit umgibt sich mit zauberhaften Kisten und Kästen, in denen Geschichten und ihre Anfänge verborgen sind. Mit einer sehr lebendigen und liebevollen Erzählweise wird sie die großen und kleinen Zuhörer auf ihre Reise in die Welt der Wunder mitnehmen.

Jongleur und Komödiant Kris Fleapit ist bekannt für seinen frechen und charmanten britischen Humor. Seine Kunst, nach der uralten Art der Provokateure, ist eine meisterhafte Mischung aus intelligenter Comedy, gefährlicher Jonglage und absurder Geschichten. Aber aufgepaßt, das Publikum spielt mit. Es wird beteiligt und  herausgefordert. So ist jede Show einmalig, aktuell und überraschend.

Für große Überraschung sorgt ganz sicher auch der häßliche Hans, ein Bettler, der durch sein Aussehen, seine Gestik und Mimik aber auch durch seine Gespräche besticht. Er wird auch „der König der Bettler“ genannt.

Bertholder, der Erzähler, fasziniert die Gäste in seinem Erzählerzelt mit Geschichten für klein und groß.

Auch eine historische Modenschau mit Gewandungen für Edelfrauen und wackr´e Helden, für Mägde und Knechte wird zu bestaunen sein.

Forzarello, die Gaukler Ihres Vertrauens, versprechen allerlei Spaßvergnügen und „Amüsemang“. Da fliegen Keulen, Trommelstöcke, brennende Fackeln und Bonmots durch die Luft, auf die Pauke wird gehauen und man erfährt, warum zwei Gaukler fünf Arme brauchen – und auch haben.

Große, bezaubernde Stelzenfeen mit dem Namen  Fairytales bringen die Menschen zum Staunen, Lachen, verschenken ihre Schätze und erschrecken auch so Manchen. Die Momente der Verzauberung, die die Feen hinterlassen, werden sicherlich noch lange in den Herzen der Menschen nachklingen.

Am Abend verschmelzen Forzarello und Fairytales zu Lichtarello und beeindrucken  mit einer Feuershow. Zwei so zauber- wie meisterhafte Feuerartistinnen und zwei meisterhafte Jongleure bieten eine hoch artistische Feuer-Show: Akrobatik, Stockkampf, Trommeln, Jonglage, Tanz – alles mit brennenden Fackeln und brennenden Herzen.

Besonders für unsere Mägdelein und Knäblein sind außerdem das Theaterspiel der Theaterwerkstatt 3K, der Zwergenspielplatz, Bogenschießen, das Kinderkarussell, Kinderarmbrustschießen, die Geschicklichkeitsleiter, die historische Kinderspielaktion, Kinderreiten, das Faßskarussell und das Riesenrad gedacht.

Nicht genug der schönen Dinge werden Gesichtsmalerinnen farbenfrohe und phantasievolle Ornamente und Motive auf die kleinen Wangen und Nasen zeichnen.

Doch was wäre ein mittelalterlicher Markt ohne die fleißigen Handwerker und Händler in den verschiedensten Gewerken, die ihre Arbeiten auf dem Markte vorführen und ihre Waren feilbieten würden?

Filzerin, Weberin und Färberin bearbeiten feines Garn, das die Schneiderin zu ihren schönsten Gewändern verarbeiten kann. Blumenbinder, Kürschner, Seifensieder, Brettchenweber, Löffelschnitzer, Zinngießer, Kürschner, Pinselmacher, Lederer und Besenbinder bieten mittelalterlich gewandet ihre Ware lautstark zum Kaufe feil. Das Auge kann vor Ort schauen, wie der Töpfer seine Becher auf der Töpferscheibe dreht, der Schmied das Feuer lodern läßt,  der Faßbinder seine Bottiche wässert, der Scherenschleifer seinen Schleifstein dreht, der Schumacher gutes Schuhwerk anfertigt, der Goldschmied feine Ketten ziseliert, der Gewürzkrämer erlesene Kräuter und Tees gegen jedes Zipperlein mischt, der Holzschnitzer sein Holz bearbeitet, der Werkzeugmacher seine Spaten und Sägen vor Ort anfertigt und der Korbmacher seine Körbe flechtet. Der Reepschlaeger zeigt, wie das Seil aus Hanf entsteht, der Steinmetz bearbeitet den Travertin, der Maler gestaltet interessante Bilder – auch das eigene Antlitz kann auf Papier gebracht werden.

Wundarzt Chirurgus Ulricus Ulcus heilt manch langes Leiden durch Aderlaß, Klistier, Zahn- und Wurzelbruch oder versteht sich auf andere Behandlungen.

Vielgestaltige interessante Dinge, wie Öle und Säfte, Räucherwerk, Natursteine, Honig und selbstgezogene Kerzen, Steinsalz, selbst gerührte Marmeladen, Weine, Ritter- und Holzspielzeug für unsere Kleinen sind zu erwerben. Ob mit Bogen oder Armbrust – hier können sich die Schützen ausprobieren. Maskenmacher, Musikinstrumentenbauer und der Drechsler an der Wippdrehbank lassen sich bei ihrer Handwerkskunst über die Schulter schauen.

Verführerische Düfte liegen in der Luft, mit denen man sich schmücken kann. Damit sie sich auf des Menschen Haut so richtig entfalten können, kann man sich vorher im hölzernen Badezuber schrubben und seinen Körper mit heißem Wasser laben.

Im großen Badehaus kann von Mittag bis zum Sonnenuntergang gebadet werden.

In den zwei großen Zubern finden jeweils bis zu zehn Leute Platz, die sich zuvor im Nebengelaß ihrer Kleider entledigt haben und vor und nach dem Bade heiß oder kalt duschen. Ein kleiner eigener Ausschank mit Bier, Met, Wein, Säften oder Likören rundet das Badeerlebnis ab. Gezubert wird natürlich nackt, doch für jene, die sich genieren, liegen passende Badeleibchen bereit.

Selbst mittelalterliches Lagerleben mit Schlafzelten und Kochstelle entführt die Besucher in den Alltag einer längst vergangenen Zeit.

Doch auch die Düfte, die den Magen locken, schweben durch die Luft: da dampft die Suppe im Kessel, das Ferkel dreht sich am Spieß, Wurst und Braten brutzeln auf dem Rost, Hanffladen werden belegt, Geschnetzeltes und Geschmortes im Krautwickel oder im Fladenbrot – an alle Geschmäcke wurde gedacht. Und wer es lieber süß mag, dem werden vielerlei Blechkuchen, Brezeln und Krapfen gebacken.

Bei all` der Völlerei wird der Durst mit süffig Met, reichlich Saft, Bier und Heilwasser in eigens dafür gedrehten Tonbechern auf das Trefflichste gelöscht.

Die Stadtwachen, der Henker und der Scharfrichter Harobert zu Scharfenstein achten auf Sitt und Ordnung auf dem Markt und verstehen, diese mit all´ ihren Mitteln durchzusetzen.

Seid ihr neugierig geworden, so kommet am 29. und 30. August nach Salzaha und feiert mit uns das 23. Mittelalterspectaculum.

MARTINA SCHNELL

 

27.07.2015

 

Turbulente Salzaer Spiele: Das schönste und größte Mittelalterfest Mitteldeutschlands bietet den Besuchern auf seinen sechs Bühnenstätten auch in diesem Jahr ein einzigartiges, umfangreiches Programm.

Fotos (5): SVBL-ARCHIV


27. + 28.06.2015: Ersehnte Abgeschiedenheit

Von Schlössertag bis Schlössernacht - ein lohnendes Ausflugsziel: die Dornburger Schlösser vor dem 44. Kinder- und Rosenfest.

Für die Gäste der Region Weimarer Land war es einfacher, Dornburg zu erreichen. Die seit Monaten andauernden Sicherungsarbeiten am Hang hin nach Dorndorf zwingen die Jenaer und Camburger zu einem beträchtlichen Umweg. Doch: Wer suchet, der wird auch finden, hätte wohl auch Geheimrat Goethe gesagt. Und tatsächlich zeigte sich an der Resonanz, daß wohl Umwege auch ans Ziel führen. Die Schlösserverwaltung um Dr. Rödenbeck organisierte und aktivierte bereits im Vorfeld, so daß reichlich Programm am vom 23. bis 25. Mai 2015 im Angebot war. Eine Dornburger Pflanzenbörse mit Pflanzenquiz am Stand der Schloßgärtnerei lud zum ehemaligen Marstall. Zwischen zwei Gartenführungen (Kay-Uwe Dittmar und Christian Hill im Kostüm) fand am 23.Mai 2015 eine Ausstellungseröffnung von und mit der Künstlerin Maria Maier im Renaissanceschloß statt. Der Titel „Blütezeit” konnte nicht besser gewählt werden, denn neben dem frischen Grün allerortens wollten auch die ersten Rosen zeigen, was prächtig zum 44. Dornburger Rosenfest am 27. und 28.Juni .2015 erblühen wird.

Im Rokokoschloß findet derzeit eine Sonderausstellung statt. Christine Freigang, Retrospektive, Töpferspuren in Bürgel.

Den historischen Weinberg an den Dornburger Schlössern erläuterte der Bad Sulzaer Winzer Andreas Claus am 23. und 24.Mai und hatte Interessantes zu sagen. Etwa, daß der eher kleine Weinberg einzigartig in Thüringen ist und neben einem Mix an Weinstöcken in heutiger Zeit vorwiegend die Johanniter-Reben gezogen werden. Claus selbst bewirtschaftet in Bad Sulza/Sonnendorf 45 Hektar und darf stolz sein auf den guten Namen, den er sich „erkelterte”. Mittlerweile gibt es 15 Jahre Wein vom Dornburger Weinberg, was den Geheimrat wohl gut im sanierten Weinberghäuschen bekommen wäre. Dem Wein bekommt jedenfalls sehr gut der 51. Breitengrad im nördlichsten Weinanbaugebiet.

Natürlich warb Claus auch mit einer nicht alltäglichen Veranstaltung, die in seinem Weingutshof am 21.Juni 2015 um 16 Uhr stattfindet. Gunther Emmerlich präsentiert Wein und seine Stimme „Die Welt und ich – 70 Jahre Emmerlich”.

Zu den Thüringer Schlössertagen Pfingsten 2015 hatten natürlich auch Altenburg, Arnstadt, Burgk, Erfurt/Molsdorf, Gotha, Greiz, Großkochberg, Heldburg, Meiningen, Rudolstadt, Schmalkalden (Schlössergarten-Eröffnung Aufgeblüht, Gartenkunst und Blütenpracht), Sondershausen und Weimar eingeladen. So bestand die Qual der Wahl, denn überall wurde in der Schatzkammer Thüringens Wunderbares geboten. Eindrucksvolle Schlösser, blühende Gärten, historische Theater, erlesene Sammlungen – Thüringen bewahrt ein unvergleichliches Kulturerbe, das jährlich zahlreiche Besucher begeistert (nicht nur zu den Schlössertagen).

In Dornburg konnte man noch mehr lesen von der 4. Dornburger Schlössernacht am 22. August 2015. Unter anderem mit Felix Reuter und One Nigthers sowie dem schon legendären Feuerwerk.

Das südlichste der drei Dornburger Schlösser wurde 1824 von der großherzoglichen Kammer zu Weimar angekauft und diente mehrere Sommer hindurch dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe als Wohnung. Dieses herrlich gelegene Haus brachte ihm die ersehnte stille Abgeschiedenheit, in der verschiedene seiner großen Geistesprodukte vollendet wurden. Das (mittlere) Rokokoschloß entstand zwischen 1736  bis 1741 als Sommersitz der Weimarer Herzöge. Umgeben von Ruhe und Frieden schrieb der Dichterfürst in das reizvolle Saaletal blickend: „Weithin gestreckte, der belebenden Sonne zugewendete, hinabwärts gepflanzte, tief grünende Weinhügel; aufwärts an Mauergeländern üppige Reben... Von diesen würdigen landesherrlichen Höhen sah ich ferner in einem anmutigen Tale so vieles, was, dem Bedürfnis des Menschen entsprechend, in allen Landen weit und breit sich wiederholt.

Ich sehe zu Dörfern versammelte ländliche Wohnsitze, durch Gartenbeete und Baumgruppen gesondert; einen Fluß, der sich vielfach durch Wiesen zieht; Wehr, Mühlen, Brücken folgen aufeinander, die Wege verbinden sich auf- und abwärtssteigend."

Goethe schrieb 1828 an seinen Freund Zelter: „Ich weiß nicht, ob Dornburg Dir bekannt ist. Es ist ein Städtchen auf der Höhe im Saaletal unter Jena, vor welchem eine Reihe von Schlössern und Schlößchen gerade am Absturz des Kalkflözgebirges zu verschiedenen Zeiten erbaut ist. Anmutige Gärten ziehen sich an Lusthäuschen her... Die Aussicht ist herrlich und fröhlich."

Johann Wolfgang von Goethe verweilte von 1777 bis 1830 viele Male in Dornburg und kannte es nicht nur gut, sondern hatte es auch liebgewonnen. Das südlichste Schlößchen, auch das Strohmannsche oder kleine Schlößchen genannt, entstand im sechszehnten Jahrhundert in der Blütezeit der deutschen Renaissance.

Über der Eingangstür ist ein anfangs des siebzehnten Jahrhunderts eingefügter lateinischer Spruch vorhanden, den Goethe mit seinen Worten übersetzte: „Freudig trete herein und froh entferne dich wieder! Ziehst du als Wanderer vorbei, segne die Pfade dir Gott!"

Zur Gemarkung Dornburg gehören weiter zwei kleine malerische Ortschaften - Wilsdorf und Hirschroda. Besonders für Wanderer und Naturfreunde bieten sich viele Möglichkeiten, die unberührte Natur und botanische Sehenswürdigkeiten zu erleben. (Frühlingsblüher im Hirschrodaer Grund)

Die Dornburger Schlossgärten zählten zu den schönsten Parks Deutschlands des Jahres 2007. In jenem Jahr wurden sie von einer fünfköpfigen Expertenjury gekürt. Die Jury würdigte die gestalterische Vielfalt der rund vier Hektar großen von der Klassik-Stiftung Weimar betreuten Anlage sowie den ausgezeichneten Pflegezustand. Der auf Initiative des Motorenherstellers Briggs und Stratton ausgetragene Wettbewerb zeichnet öffentlich zugängliche Parks und Grünanlagen im gesamten Bundesgebiet aus.

Mit den Dornburger Schloßgärten würdigen die Experten ein Ensemble, das seine Ursprünge in den Jahren 1735 und 1736 hat und ab 1824 um einen Landschaftsgarten mit einem außergewöhnlichen Gehölz- und Baumbestand erweitert wurde. Von besonderer Attraktivität zeigen sich die liebevoll gepflegten Gärten zur Zeit der Rosenblüte sowie im Herbst, wenn sich Bäume und das Laub des zum Ensemble gehörenden Weinbergs idyllisch färben.

Mit dem Frühling des Jahres 2015 erwachten die Dornburger Schloßgärten zu neuer Schönheit, wovon man sich immer wieder überzeugen kann. Das bevorstehende Rosenfest am letzten Juni-Wochenende (27. bis 28.06.), die Krönungszeremonie der Rosenkönigin und der historische Festumzug bilden erneut eine willkommene Gelegenheit, den Dornburger Schlössern einen Besuch abzustatten und ein schönes Fleckchen Thüringer Land zu genießen.

Im Jahre 2001 wurde das 30. Dornburger Rosenfest vom 22. Bis 24. Juni begangen, nachdem es wieder 1972 aus der „Taufe gehoben“ wurde. In den Chroniken ist erstmals im Jahre 1873 etwas über ein Rosenfest zu finden.

Am 24. Juni des besagten Jahres beging der Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach im Beisein zahlreicher Fürsten , umgeben vom Hofstaat, seinen 30. Geburtstag.

Alle gesellschaftlichen Gruppen, Schützenverein, Musiker, die Kirchgemeinde und eine besonders begeisterte Schuljugend waren anwesend beziehungsweise geladen. Allen voran der Bürgermeister. Sie alle huldigten dem hocherfreuten Landesvater an dessen Geburtstag.

Ganz offenbar waren es Rosen, die in den Analen als großer Strauß beschieben wurden. Diese überbrachte ein junges, jungfräuliches Mädchen. Dem schloß sich ein Defilee der Untertanen an. Das Rokokoschloß bot dazu eine imposante Kulisse. Das bewerten die heute Lebenden als die Geburtsstunde des Rosenfestes. Das letzte Juni-Wochenende wurde auch festlich gewürdigt, als der Landesvater nach 1876 längst nicht mehr Dornburg als Ort seiner Geburtstagsfeier wählte.

Zu einem Kinder- und Rosenfest avancierte der jährliche Höhepunkt in Dornburg bis in das Jahr 1914.

Mit Beendigung des Ersten Weltkrieges und der Konfiszierung/Überführung des großherzoglichen Besitzes wechselte der Charakter des Festes.

Ein Festkomitee übernahm die Geschäfte - von Organisation bis zur Finanzierung. Dem gehörten immer Bürgermeister, Lehrer und meist finanzkräftige Bürger an. Von 1919 bis 1939 wurde in schöner Regelmäßigkeit gefeiert. Der Zweite Weltkrieg setzte dem ein vorläufiges Ende.

Erst 1972 kam es wieder zu dem heute traditionellen Rosenfest - dem 1. der Neuzeit. Mittlerweile erlebten zahlreiche Rosenköniginnen, denen würdevolle Ehrung zuteil wurde, das Fest. Jetzt steht die Frage: Wer wird 2015 das Rosenkrönchen  für eine Dornburger Rosenkönigin erhalten?

HARTWIG MÄHLER

 

11.06.2015

 

 

„Blütezeit“: die Künstlerin Maria Maier präsentierte ihre Ausstellung.

Fotos (2): HARTWIG MÄHLER

 

 

Dornburger Schlösser: „Die Aussicht ist herrlich und fröhlich."


20. + 21.06.2015: Identität der Region

Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land 2015: „Musik als Partner von Bild und Bibel – Auf den Spuren von Lucas Cranach & Hommage-Appold in Apolda“.

Seit 1992 haben sich diese Konzerte als Kooperationsprojekt zwischen dem Kreis Weimarer Land und den Städten Apolda und Weimar zu einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens und der Identität der Region entwickelt

Fast zweihundert Stadt- und Dorfkirchen prägen in besonderer Weise die Kultur- und Kirchengeschichte im Weimarer Land - interessant in ihrer Gesamtheit aus Architektur, Geschichte, Glockenguß und Orgelbau. In zehn Konzerten sind diese Mittelpunkte des dörflichen und städtischen Lebens mit neuen Seh- und Hörerfahrungen zu erleben.

Ausgehend von der  neuen künstlerischen Wort- und Bildsprache der Reformation wird die Konzertreihe 2015 erklingen lassen, wie die Musik bildnerische Quellen biblischen Inhalts aufgenommen und partnerschaftlich zu neuen Aussagen geführt hat.

Als zweiter Ideengeber fungiert die als Partnerschaftsprojekt zeitgleich in Apolda zu sehende dreiteilige Ausstellung des Malers und Grafikers Uwe Appold.

Die große Wertschätzung des Projektes zeigt sich auch in der großzügigen Unterstützung durch den Freistaat Thüringen und die Sparkasse Mittelthüringen.

Am 20. Juni 2015, 19.00 Uhr, wird die Konzertreihe in Apoldas katholischer Kirche „St. Bonifatius“ eröffnet. Zum Bilderzyklus „Sieben Kreuze zu den letzten Worten" von Uwe Appold erklingt die Uraufführung der Komposition „Die Sieben letzten Worte Christi am Kreuz“ von Prof. Johannes Matthias Michel unter Leitung von Christiane Meyer-Koch; mit Hartmut R. Meyer (Orgel); Steve Wächter (Altus); dem Vokalensemble „Sonum Laudate"; dem Tanzduo Vainno und Thomas J. Vogel (Sprecher).

Am 21. Juni 2015, 17.00 Uhr, steht im Mittelpunkt des Konzertes in Oßmannstedts „St. Peter“ unter dem Motto „David und Goliath im Tierkreis“ mit Wiltrud Fuchs (Orgel), Mirjana Petercol (Akkordeon) und Viola-Bianka Kießling (Sprecherin) eine Komposition von Johann Kuhnau, die zu Bilddarstellungen der David und Goliath-Thematik entstand. Gerahmt wird sie von Tierkreiskompositionen von Karlheinz Stockhausen und Johann Abraham Schmierer. Es erklingt die 2010 wunderbar sanierte Benjamin-Witzmann-Orgel der Kirche.

VIOLA-BIANKA KIESSLING

 

19.06.2015

 

 

Katholische Kirche „St. Bonifatius“ in Apolda und „St. Peter“-Kirche in Oßmannstedt: Interessant in ihrer Gesamtheit aus Architektur, Geschichte, Glockenguß und Orgelbau.

Fotos (2): HARTWIG MÄHLER

 


06.+07.06.2015: Großstadt nachgebaut

Thüringens größte Lego-Stadt zu Gast in Jena-Schöngleina: Am 6. und 7. Juni findet auf dem Flugplatz Deutschlands größte Freilichtmodellmesse statt.

Ein absolutes Highlight ist eine überdimensional große Lego-Stadt. Unter dem Namen „LemobilGo“ haben sich zwei Thüringer einen Kindheitstraum erfüllt. Auf über 30 Quadratmetern wurde das tägliche Leben einer deutschen Großstadt nachgebaut. Teils wurden Phantasiegebäude errichtet, teils auch Vorbilder realer Gebäude zur Vorlage genommen. Weit über fünf Millionen der kleinen, bunten Steine wurde in dem Projekt verbaut. Die Erbauer sind vor Ort, bauen am Projekt weiter und stehen für Fragen rund um dieses außergewöhnliche Exponat zur Verfügung.

Die Modelltage finden bereits zum siebenten Mal statt und haben sich zu einem Top-Event etabliert. Der Termin steht sowohl bei Modellbauern als auch Besuchern dick im Kalender. Schließlich handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der sich alles um das Thema Modellbau dreht. Zu sehen und bestaunen gibt es alles, was der Modellbaubereich zu bieten hat: Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Automobile, Panzer, Trucks, Landmaschinen, Hubschrauber, Raketen…

An zwei Tagen können die Besucher hautnah dabei sein, wenn die Profis ihre ferngesteuerten RC-Modelle zu Lande, zu Wasser oder in der Luft manövrieren. Neben spektakulären Flug- oder Fahreinlagen geht es natürlich um Detailtreue und Perfektion. Zuschauermagneten bilden sicherlich die Flugvorführungen, da diese extrem schnell, laut und atemberaubend sind. So geben sich jedes Jahr Top-Piloten der Flugszene das Steuer in die Hand, um den Besuchern eine Show der Superlative zu bieten. So ist erneut das „Elsterjet-Team“ am Start, das mit seiner Show bereits im Vorjahr die Besucher begeistert hat und ansonsten in Europa, Asien oder Amerika sein Können unter Beweis stellt. Außerdemt können wieder zahlreiche Modellflugzeuge, Jets, Helikopter, Airliner, Warbirds, Pulsomodelle, historische Maschinen, fliegende Schafe und sonstige Objekte bewundert werden.

Auch am Boden gibt es jede Menge zu bestaunen. Im RC-Car-Bereich kämpfen die Offroader, Glattbahner und Drifter um Bestzeiten und eine gute Performance. Bei den Jungs vom „Tiefbau Ost“ und im Militär- und Panzerareal geht es zwar wesentlich gemütlicher, aber keinesfalls unspektakulärer zu. Hier werden unter anderem Militärmodelle im Maßstab eins zu fünf gezeigt.

Im großen Wasserbecken präsentieren die Hobby-Kapitäne ihre Schiffs- und U-Boot-Modelle.

Nicht nur Zuschauen ist angesagt, Mitmachen ist erwünscht. Gerade für Kinder gibt es einige Aktionen, die für kurze Weile sorgen und Anregung bringen sollen. So kann auf der Carrera-Bahn Gas gegeben, beim Schnupperfliegen das Steuer selbst in die Hand genommen oder auf der Bastelstraße ein eigenes Modell gebaut werden.

PM-MTT

 

05.06.2015

 


05.06.2015: Event für die ganze Familie

Es geht wieder rund im Betonoval: „Sparkasse Steher Grand Prix“ im Erfurter Andreasried.

Mit dem „Sparkasse Steher Grand Prix“ findet am 5. Juni das zweite Rennen der Saison im Erfurter Andreasried statt. Nach dem gelungenen Auftakt mit einem Sieg durch Lokalmatador Marcel Barth bei der „Novasib Stehernacht“ geht es rund vier Wochen später wieder rund im Betonoval. Doch dieses Mal werden nicht nur die „Großen“ im Mittelpunkt stehen, sondern auch die „Kleinsten“ - beim beliebten „Axthelm + Zufall Fette Reifen Rennen“. Einlaß ist ab 16.30 Uhr, der erste Steherlauf beginnt 18.10 Uhr, das erste Kinderradrennen 17.45 Uhr.

Der Erfurter Marcel Barth wird das Feld im Gelben Trikot der S+B Signal- und Beleuchtungstechnik GmbH des Gesamtspitzenreiters in die drei Läufe über jeweils 25 Kilometer führen. „Nach dem perfekten Start in die Saison hier in Erfurt, möchte ich vor dem sensationellen Erfurter Publikum ganz klar meinen nächsten Sieg einfahren und das Trikot verteidigen“, sagt Barth. Zugleich schickt er Genesungswünsche an die beiden im letzten Rennen gestürzten Berliner Marcel Bartsch und Christopher Ehlers: „Ich hoffe, den Jungs geht es schon wieder besser und wir können sie bald wieder hier begrüßen. Alles Gute.“

Mit dabei ist auf jeden Fall wieder Robert Retschke (Aachen), der Barth zuletzt knapp unterlegen war und vor dem Nürnberger Thomas Steger Zweiter wurde. Neben Steger wird auch Stefan Schäfer sein Rad an den Start schieben, der zuletzt Vierter wurde und den „Weltbeste Bratwurst-Sprint“ der Naturfleisch Rennsteig GmbH Oberweißbach gewann, der auch dieses Mal wieder ausgetragen wird.

In bewährter Weise sorgt die Firma Reusse für spielerische Unterhaltung der kleinen Zuschauer, eine Hüpfburg gibt es auch. So wird auch dieses Steherrennen wieder zu einem Event für die ganze Familie. Verausgaben können sich die kleinen Radspsort-Fans beim

Kinderradrennen „Axthelm + Zufall Fette Reifen“, welches mit Unterstützung des Traditions- und Fördervereins Erfurter Radsport e. V. und dem RSC Turbine Erfurt e. V. ausgerichtet wird.

PM-TSG

 

29.05.2015


14.05.2015 – 30.09.2015: Identität des Menschen

„Ich kann den Horizont nicht sehen - Grafik und Malerei von Peter Daniel Bernal“: Sonderausstellung im Druckereimuseum- und Schaudepot der Museen der Stadt Erfurt im Benary-Speicher.

Vom 14. Mai bis 30.September 2015 wird im Druckereimuseum im Benary- Speicher Grafik und Malerei von Peter Daniel Bernal gezeigt. Der Künstler wurde in den USA geboren und studierte dort Malerei. Seit 2010 lebt und arbeitet er als freier Künstler in Weimar und ist Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen.

Bernal versteht sich selbst vor allem als Maler. Seine in vielen Schichten entstehenden Gemälde, wie auch seine farbig gefaßten Reliefs, zeigen klar den Schaffensprozeß und das Wachsen eines jeden Bildes. Wichtige Themen sind ihm die Identität des Menschen, die Beziehungen des Individuums zur Gruppe und innerhalb der Gesellschaft. Darin fließen auch Erlebnisse ein, wie beispielsweise sein Leben als Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln in den USA oder als Fremder in Thüringen.

Bei der Gestaltung seiner Grafiken schätzt Bernal die Beschränkungen, die sich aus der Drucktechnik ergeben – die Reduzierung der Farbpalette und die Notwendigkeit der Stilisierung bei der Bildfindung.

Mit der Ausstellung „Ich kann den Horizont nicht sehen- Grafik und Malerei von Peter Daniel Bernal“ wird die Reihe der Präsentationen im Druckereimuseum- und Schaudepot der Museen der Stadt Erfurt im Benary-Speicher fortgesetzt, bei der verschiedene Expositionen den Bezug zu den ständigen Sammlungen bilden.

Mit der Präsentation der Grafiken in Korrespondenz zu den Maschinen des Druckereimuseums ergibt sich ein weiteres Mal die Möglichkeit des Einblicks in den Entstehungsprozeß grafischer Arbeiten.

Der Benary-Speicher bietet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an (unter anderem öffentliche Führungen in der Ausstellung).

Führungen in der Ausstellung im Mai und Juni: 27.05.15, 10.06.15, 24.06.15 jeweils 16 Uhr sowie im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 12.06.2015.

SYBILLE GLAUBRECHT

 

14.05.2015

 

 

In Weimar arbeitender Künstler Peter Daniel Bernal: Klare Einblicke in den Schaffungsprozeß.

Foto: SVE-ARCHIV


02.05.2015 bis 05.09.2015:  Abwechslungsreiche Saison

Wartburgkonzerte 2015 in Eisenach: Begeisterung zum klangvollen Auftakt.

Herzlich begrüßt wurden zum 58. Jahrgang der Wartburgkonzerte die Gäste hoch über Eisenach. Hier geht ein bedeutendes Unesco-Welterbe mit einem Massenmedium wie dem Deutschlandradio, das sich besonders der Kultur verpflichtet fühlt, eine kreative Symbiose ein. In diesem Jahr wird in Mitteldeutschland -  und dies hat eine kulturelle Bedeutung für ganz Deutschland und darüber hinaus - insbesondere an das Schaffen der Cranach-Familie erinnert. Vor 500 Jahren, am 4. Oktober 1515, wurde Lucas Cranach der Jüngere in Wittenberg geboren. Noch bis in den Sommer hinein präsentiert die Wartburg in einer Sonderausstellung verschiedene Luther-Porträts aus der Cranach-Werkstatt. Eingeladen wird auch zu fünf herausragenden Konzerten. Natürlich ist es am besten, sie vor Ort erleben. Das Programm „Deutschlandradio Kultur“ wird aber auch alle Konzerte senden.

Fulminant eröffnet wurde die 58. Saison am 2. Mai von der wunderbaren, erst 29jährigen Pianistin Olga Scheps und dem Stuttgarter Kammerorchester. Die junge Künstlerin wurde bereits im vergangenen Jahr bei ihrem ersten Solokonzert auf der Wartburg frenetisch gefeiert. Die junge russische Weltklasse-Pianistin gastierte erneut in Eisenach, begleitet vom Stuttgarter Kammerorchesters unter Leitung von Johannes Klumpp, und konnte erneut das Publikum begeistern. Damit begann auch die 58. Saison der Wartburgkonzerte von „Deutschlandradio Kultur“. Zu Gehör brachte die 1988 in Moskau geborene, seit ihrem sechsten Lebensjahr in Deutschland lebende Klavierspielerin das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 von Frédéric Chopin in der Streicherfassung von Ilan Rogoff. Ihr eindrucksvolles Können wurde dankbar von den Gästen des Auftaktkonzerts aufgenommen.

Nun brennen „Gabor und Friends“ am 30. Mai ihr virtuoses Feuerwerk im Festsaal des Palas ab. Der bekannte Trompeter Gábor Boldoczki ist nicht nur als Solist viel gefragt; mit seiner Leidenschaft improvisiert er gerne und viel, er pendelt unbeirrt zwischen großer Klassik und amüsanter Unterhaltung.

Der Windsbacher Knabenchor ist einer der besten seiner Art. Er wird sein Publikum am 20. Juni mit  geistlicher Vokalmusik der Renaissance und Liedern der Romantik betören.

Musik in Verbindung mit Literatur präsentiert das 377. Wartburgkonzert am 11. Juli. Der wunderbar wandlungsfähige Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz zitiert aus dem literarischen Nachlaß von Franz Kafka und das „Signum Quartett“ baut kongenial die musikalischen Brücken.

Das Sheridan-Ensemble - ein Sextett aus Flöte, Streichern und Klavier – beschäftigt sich mit Carl Czerny am 5. September 2015.

Eine abwechslungsreiche 58. Saison der Wartburgkonzerte ist klangvoll gestartet. Die Wartburg für sich ist ohnehin immer eine Reise wert, auch jenseits der Konzerte, ob mit oder ohne Cranach-Ausstellung.

HARTWIG MÄHLER

 

27.05.2015

 

 

Wartburg bei Eisenach: Noch bis in den Sommer hinein werden hier in einer Sonderausstellung verschiedene Luther-Porträts aus der Cranach-Werkstatt präsentiert.

Fotos (3): HARTWIG MÄHLER

 

 

Unbeirrt zwischen großer Klassik und amüsanter Unterhaltung: Der bekannte Trompeter Gábor Boldoczki ist nicht nur als Solist viel gefragt, mit seiner Leidenschaft improvisiert er gern und viel.

 

 

Wunderbar wandlungsfähig: Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz zitiert aus dem literarischen Nachlaß von Franz Kafka und das „Signum Quartett“ baut kongenial die musikalischen Brücken.

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