„Blauäugig und zum Teil auch ahnungslos“

Die politische Wende machte es möglich: Innerhalb von Wochen wurde aus einem Erfurter Zeitungsredakteur Thüringens erster Regierungssprecher. Etwas mehr als ein Jahr war Michael Meinung (CDU) dann die Stimme der Landesregierung, ehe er mit dem Amtsantritt von CDU-Ministerpräsident Bernhard Vogel im Februar 1992 ins zweite Glied zurücktrat und danach vor allem verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung aller Großveranstaltungen des Landes zeichnete.

Seinen ersten Arbeitstag als Regierungssprecher hat Michael Meinung noch in lebhaftter Erinnerung. Es war der 10. Dezember 1990. Im Hochhaus am Erfurter Beethoven-Platz hatte sich das Kabinett zu einer Sitzung zusammengefunden, als die Minister lautstarker Protest aufschreckte: Buh-Rufe, Pfiffe, Sprechchöre … Vor dem Gebäude hatten sich 3000 bis 4000 Grundschullehrer und Pionierleiter des Landes in Sorge um ihre berufliche Zukunft zum Protest zusammengefunden. Einer aus der Ministerrunde mußte sich den Demonstranten stellen. Die zuständige Kultusministerin, Christine Lieberknecht, sah sich dazu außerstande. Also der Regierungssprecher! Und Michael Meinung bemühte sich redlich, die Wogen zu glätten. Die Landesregierung werde die Sache klären. Sie werde Übergangsregelungen treffen. Keiner werde rausgeschmissen. Vergeblich. Erst als die Kultusministerin doch bereit war, die Problematik mit einer Abordnung der Protestierenden zu diskutieren, lenkte die Menge ein. Für Michael Meinung aber stand fest: Morgen gehst du nicht mehr hin …

NTI: Sie sind dann aber doch wieder hingegangen …

MEINUNG: Am 11. Dezember 1990 und alle Tage danach bis hin zu meiner Pensionierung im Jahr 2008. Freiwillig sogar noch ein Jahr länger. Ich wollte, daß auch „mein“ elfter Thüringentag ein voller Erfolg wird. Was er dann 2009 in Greiz auch wurde. Vor der Frage, hinzuschmeißen oder weiterzumachen, stand ich in diesen bewegten Wochen allerdings noch mehrere Male. Denn die Protestdemonstration dieses Tages war nicht die einzige in meiner Laufbahn als Regierungssprecher. In den folgenden Wochen machten auch Milchbauern, Bergleute und andere am Sitz der Landesregierung und des Landtages ihrem Unmut Luft, zum Teil auf sehr drastische Art und Weise.

NTI: Als die politische Wende einsetzte, waren Sie Bezirksredakteur einer Blockzeitung. Wie wird man so plötzlich Regierungssprecher?

MEINUNG: Das Thüringer Tageblatt war Bezirksorgan der Blockpartei CDU. Ich kannte viele aus der Partei, die nach der Wende die Demokratisierung Thüringens vorantrieben. Für Manfred Ruge habe ich Wahlkampf gemacht, und ich wurde im Mai ‘90 auch in den neuen Erfurter Stadtrat gewählt, als einer von 160 Abgeordneten. Oberbürgermeister Ruge hat mir dann die Stelle als Pressesprecher der Stadt angeboten, und ich habe schweren Herzens angenommen. Denn eigentlich wollte ich bei meiner Zeitung bleiben. Ich wußte: Jetzt kannst Du frei von der Leber weg schreiben, und keiner redet Dir mehr rein.

NTI: Damit waren Sie aber noch nicht Regierungssprecher …

MEINUNG: In diesem Fall verlief es ähnlich. Ich kannte Josef Duchac. Das Tageblatt hatte viel über das Gothaer Arbeitertheater geschrieben, in dem Thüringens späterer Ministerpräsident seinem Hobby als Laienschauspieler nachging. Außerdem: Seine Tochter volontierte zu dieser Zeit in unserer Erfurter Redaktion. Josef Duchac kannte mich also gleich von zwei Seiten her. Ich bat um Bedenkzeit, sah mich drei Tage lang in der Mainzer Regierungszentrale um und hatte mich entschieden, nein zu sagen. Am nächsten Tag aber stand in der Zeitung, daß Meinung das Amt des Regierungssprechers übernehmen werde. Was blieb mir anderes übrig?

NTI: Wie sich zeigen sollte, im nachhinein eine gute Entscheidung …

MEINUNG: Das Thüringer Tageblatt überlebte die politische Wende nicht. Die Zeitung wurde von der Frankfurter Allgemeinen übernommen, die sie Monate später sang- und klanglos aufgab. Ich hätte, zumindest vorübergehend, also im Regen gestanden.

NTI: Sie deuteten es schon an: Als Journalist in der DDR konnte man nicht schreiben, was und wie man wollte. Wie viel Eigeninitiative war möglich?

MEINUNG: Einige, letztlich aber doch sehr wenig. Es gab, zum Beispiel, eine Tabu-Liste der SED, in der für alle Zeitungen der DDR sämtliche Themen aufgeführt waren, die nicht behandelt werden durften. Und was erlaubt war, unterlag Kriterien, die von Mal zu Mal strenger wurden. Wir haben uns in der Erfurter Redaktion so gut es ging durchgemogelt, nichts Staatsfeindliches geschrieben, aber oft genug unter Berufung auf das „C“ im Namen der Partei an der Kante geknabbert: Theater, Heimatgeschichte, Sozialthemen, Kirchennachrichten und -konzerte – das waren unsere bevorzugten Themen. Damit haben wir Leser gewonnen. Andererseits aber auch so manche Rüge und den einen oder anderen Verweis der Chefredaktion einstecken müssen.

NTI: Zum Beispiel?

MEINUNG: Beispielsweise hat uns die Chefredaktion auf Anweisung der SED-Bezirksleitung verboten, über „unerwünschte“ kirchliche Ausstellungen in der Erfurter Michaeliskirche zu berichten. Kurzerhand habe ich mit dem zuständigen Pfarrer der evangelischen Gemeinde verabredet, den Ausstellungsort zu wechseln. Und schon waren wir wieder dabei. So gut aber lief es nicht immer. Ich erinnere mich an die Vorbereitung des Luther-Jubiläums 1983 in Erfurt. Eine Delegation mit dem CDU-Parteivorsitzenden war ins Augustinerkloster gekommen, und ich wollte unbedingt einen Eigenbericht für unsere Zeitung schreiben. Vor Ort wurde ich von Stasi-Leuten abgewiesen, bin aber durch den Hintereingang wieder rein, weil ich mich im Kloster auskannte. Da hat man mich dann erneut gegriffen und endgültig rausgeschmissen. Hinterher gab es einen dicken Verweis. Für die Erfurter Presse kam dann aus Berlin eine lapidare Mitteilung, was im Erfurter Kloster los gewesen war.

NTI: Wie haben Sie die politische Wende erlebt?

MEINUNG: Am Tag des Mauerfalls war ich erstmals im Hause meiner Großeltern in Fulda. Doch in den Wochen zuvor und danach war ich überall hautnah dabei. Ich habe über die verschiedenen Bürgerversammlungen geschrieben, war in der Thüringenhalle dabei, als die SED-Prominenz mit dem Rücken  zur Wand stand, begleitete von Anfang an die Donnerstags-Demos auf dem Domplatz und war der einzige Erfurter Lokaljournalist, der am Zentralen Runden Tisch im Augustinerkloster dabei war und live berichtete. Ich erinnere mich auch an meine erste Demo-Schlagzeile, die den Zorn der Erfurter gegen das SED-Regime auf den Punkt brachten: „Stasi in die Volkswirtschaft!“ Mein ängstlicher Chefredakteur rief mich noch spätabends an und drohte: „Morgen fliegst Du!“ So weit kam es dann aber doch nicht.  Dafür war die Wende wohl schon zu weit fortgeschritten.

NTI: Ihre Amtszeit fiel in eine politisch ungemein turbulente Zeit, die mit dem Rücktritt von Josef Duchac Anfang Februar 1992 zu Ende ging. Als Regierungssprecher müßten Sie mitbekommen haben, was sich hinter den Kulissen ereignet hat?

MEINUNG: Ich war nicht überall unmittelbar dabei. Damals war es zum Beispiel noch nicht Brauch, daß der Regierungssprecher an den CDU-Fraktionssitzungen teilnimmt. Regierungssprecher war in den ersten sieben Monaten Ein-Mann-Arbeit. Ich bin mit meinem privaten Trabi in die Staatskanzlei gefahren und habe auch meine eigene Schreibmaschine mitgebracht. Kein Vergleich zur technischen Ausstattung, die ich in Mainz gesehen hatte. Aber: Auch wenn ich manches nicht hautnah mitbekam, so habe ich natürlich die Vorwürfe gekannt, die gegen den Ministerpräsidenten erhoben wurden. Dennoch: Josef Duchac ist freiwillig zurückgetreten. Er hätte es nicht tun müssen, doch mit dem Wissen, daß sich die Angelegenheit zum Schaden des Landes hinschleppen würde, hat er selbst die Reißleine gezogen. Und das war richtig so.

NTI: Sie spielen auf seine Auftritte mit dem Gothaer Arbeitertheater in Gewerkschafts-Heimen und wohl auch vor Stasi-Urlaubern an? Danach machten Bilder vom „Stasi-Clown Duchac“ die Runde.

MEINUNG: Die privaten Fotos hat leider ein Mitarbeiter hinter meinem Rücken Frau Duchac abgeschwatzt und in die Presse in Umlauf lanciert. Sie zeigen Josef Duchac in Karnevalstracht; er hatte – wie übrigens auch ich – eine karnevalistische Ader, der er ausschließlich im Gothaer Handwerker-Karneval frönte. Die sehr bewußt in ein Stasi-Heim plazierten Clown-Aufnahmen waren natürlich ein gefundenes Fressen für seine Kritiker. Aber sie dienten nur als Vorwand. In Wahrheit hat man ihm Führungsschwäche und Managementfehler vorgeworfen, ohne dabei in Rechnung zu stellen, daß so manche seiner Entscheidungen auch auf Berater zurückging. Und die kamen überwiegend aus dem Westen. Josef Duchac war eine ehrliche Haut, zu anständig. Er hat sich aus Christenpflicht in die politische Wende eingebracht und ist leider gescheitert. Bernhard Vogel wurde dann von vielen als Heilsbringer angesehen. Die Leute hingen an seinen Lippen, obwohl er in schwerer Umbruchszeit oftmals nichts anderes sagte als sein Vorgänger.

 

„Josef Duchac war eine ehrliche Haut, zu anständig.“

 

NTI: Sie haben noch Kontakt zu Josef Duchac?

MEINUNG: Ich besuche ihn ab und an, wir telefonieren regelmäßig. Er lebt mit seiner Frau in der Familie seiner Tochter, heute Chefredakteurin einer Tageszeitung, in der Nähe von Berlin. Gesundheitlich geht es ihm nicht besonders gut; so ist vor allem seine Sehkraft stark beeinträchtigt. Geistig aber ist er fit.

NTI: Es heißt, Thüringens aktuelle Ministerpräsidentin hätte maßgeblich zum Sturz von Josef Duchac beigetragen.

MEINUNG: Soweit ich es mitbekommen habe, zählte sie neben dem West-Import Jochen Lengemann, damals Minister für besondere Aufgaben, zu jenen Kräften, die schnelle Veränderungen wollten. Wohl auch deshalb, weil sie als Kultusministerin auf der Kippe stand. Finanzminister Klaus Zeh ist beiden etwas später zögernd zur Seite gesprungen. Dieses Trio favorisierte schließlich Bernhard Vogel als Nachfolger. Eine Gruppe um Jörg Schwäblein, damals Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, wollte statt dessen Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth nach Erfurt holen, was Kanzler Kohl allerdings nicht paßte. Nach meiner Überzeugung ist Thüringen mit Bernhard Vogel am Ende sehr gut gefahren.

NTI: Haben sich Ihre Hoffnungen und Erwartungen an die politische Wende erfüllt?

MEINUNG: Ich möchte die DDR, die Stasi und meine Spitzel nicht wiederhaben. Mit unserer neuen Freiheit und Demokratie sowie der sozialen Marktwirtschaft kann ich gut leben, auch wenn nichts vollkommen ist. Darüber hatte ich von vornherein keine Illusionen. Im übrigen: Ich habe eine tolle Frau, die immer zu mir hält und alles mitgetragen hat. Ärger bereiten mir nur jene Leute, die so viel von einst vergessen haben und heute oftmals auf so vieles grundlos schimpfen.

NTI: Was ist geblieben von Ihrer Zeit als Journalist, Regierungssprecher und oberster Veranstaltungsorganisator des Landes?

MEINUNG: Das eine wie das andere waren im Rückblick hochinteressante Zeiten. Meine Arbeit hat meistens Freude gemacht und manches von dem hat Bestand, wenn ich nur an die vielen Thüringentage denke, die ich aus der Taufe gehoben und bis zur elften Auflage in Greiz hauptverantwortlich vorbereitet und betreut habe. Oder wenn ich an die Veranstaltungsreihe „Erfurter Dialog“ in der Staatskanzlei denke, die ich von 1993 bis 2009 konzipiert und organisiert habe und in deren Rahmen unter anderem Prominente wie Michail Gorbatschow oder Helmut Schmidt aufgetreten sind. Ich bin in all den Jahren auch sehr vielen tollen Menschen begegnet und selbst immer freundlich, offen und kollegial auf sie zugegangen, war stets um fairen Umgang bemüht. Das wirkt bis heute nach. TT-Leser aus frühen Tagen grüßen zum Beispiel noch herzlich; Freundschaften haben sich herausgebildet; ich werde oft genug noch eingeladen. Natürlich: Es gab auch Leute, die mein Vertrauen mißbrauchten. Doch Schwamm drüber.

NTI: Wenn Sie Bilanz ziehen – wie fällt sie aus?

MEINUNG: Es ist gut so, wie es gekommen ist. Gewiß hätte man einiges anders, besser machen können. Aber dafür waren wir damals wohl oft zu blauäugig, zu unerfahren und hatten auch zu wenig Ahnung von den juristischen Spielregeln. Doch das ist vorbei und hilft heute nicht mehr.

NTI: Sie sind als erster Regierungssprecher in die Geschichte des Freistaates Thüringen eingegangen. Die Frage, ob Sie die aktuelle Politik verfolgen, erübrigt sich. Was halten Sie von den jüngsten Thüringer Personal- und Versorgungsaffären?

MEINUNG: Mich hat vor allem die Entlassung von Marion Walsmann als Ministerin der Staatskanzlei enttäuscht. Frau Walsmann leistet bis heute als Vorsitzende des mitgliederstarken CDU-Kreisverbandes Erfurt hervorragende Arbeit, ist eine verdienstvolle Parteifreundin.

NTI: Ihre Meinung zu den Versorgungsaffären von Schöning über Machnig bis Gnauck?

MEINUNG: Schlimm. Wir sind 1990 motiviert in die Politik gegangen, ohne nach Lohn und späteren Versorgungsbezügen zu fragen. Ich erinnere mich, daß etwa zwei Monate nach der Regierungsbildung einer im Kabinett fragte, ob es denn für diese Arbeit auch Gehalt gebe, da Weihnachten bevorstehe und er fünf Kinder habe. Jetzt wollen die Leute zuerst wissen, wieviel Geld sie heute und in Zukunft bekommen. Ja, Christine Lieberknecht hat mit mancher Personalentscheidung leider keine glückliche Hand gehabt. Vermutlich hat sie nicht immer die richtigen Ratgeber gefunden ...

NTI: … wie einst einen Peter Zimmermann, einen Ihrer fünf Nachfolger im Amt des Regierungssprechers?

MEINUNG: Er setzte wohl mehr auf das äußere Erscheinungsbild als auf inhaltliche Qualität. Dennoch: Im Gegensatz zu den Herren Schöning, Machnig und Gnauck hat er immerhin, wenn auch erst nach sehr viel Druck, auf seine eigenen finanziellen Vergünstigungen  verzichtet. Für mich ist klar: Selbst wenn die Rechtslage in allen Fällen nicht eindeutig ist, so viel moralischer Anstand müßte sein, auf doppelte oder falsche Bezüge zu verzichten.

 

„So viel moralischer Anstand müßte sein, auf doppelte oder falsche Bezüge zu verzichten.“

 

NTI: Am 14. September wählt Thüringen einen neuen Landtag und eine neue Regierung. Als CDU-Mitglied drücken Sie sicher ihrer Partei die Daumen. Wird sie danach auch wieder Regierungspartei sein?

MEINUNG: Davon bin ich fest überzeugt. Wenn beide Seiten vernünftig agieren, wird es nach dem 14. September auch wieder zu einer Koalition von CDU und SPD mit Christine Lieberknecht an der Spitze kommen. Heike Taubert ist eine angenehme Politikerin, menschlich sehr in Ordnung. Beide Frauen dürften gut miteinander auskommen, auch wenn die SPD-Spitzenkandidatin derzeit anderes behauptet. So ist eben Wahlkampf. Eine, rechnerisch ebenfalls mögliche, Koalition aus SPD und Linken ist schon deswegen unwahrscheinlich, weil die beiden Repräsentanten, hier Bodo Ramelow, dort Heike Taubert, einfach nicht zueinander passen.

Mit Thüringens erstem Regierungssprecher, Michael Meinung, sprach KLAUS RANGLACK.

 

 

Zur Person

Michael Meinung, Jahrgang 1946, wurde in Erfurt geboren und hat die Stadt nie länger als wenige Wochen verlassen. Nach dem Abitur, das er gleichzeitig mit dem Berufsabschluß als Großhandelskaufmann erlangte, absolvierte er seinen Wehrdienst und nahm anschließend ein zweijähriges Volontariat beim Thüringer Tageblatt in Weimar (TT) auf, das ein Organ der Christlich-Demokratischen Union (CDU) war, der er 1968 beitrat. Mit einem fünfjährigen Journalistik-Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig rundete er seine Ausbildung ab (Diplom 1973) und war danach bis 1990 als Bezirksredakteur des TT in Erfurt tätig.

Im Juni 1990 holte Erfurts neuer CDU-Oberbürgermeister Manfred Ruge den Journalisten als Pressesprecher ins Rathaus. Sechs Monate später folgte er dem Ruf von Thüringens Ministerpräsident Josef Duchac (CDU) und wurde Thüringer Regierungssprecher. Mit dem Rücktritt von Josef Duchac und der Amtsübernahme von Bernhard Vogel (CDU) im Februar 1992 trat Michael Meinung, inzwischen Leitender Ministerialrat, ins zweite Glied zurück und zeichnete fortan für die Vorbereitung und Durchführung aller bedeutenden Großveranstaltungen der Landesregierung verantwortlich, darunter die Thüringentage, die Festveranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit, Landeserntedankfeste und die Kreisbereisungen des Ministerpräsidenten, die seit der Amtsübernahme von Christine Lieberknecht (CDU) als Thüringen-Tour fortgeführt werden. 2008 trat er in den Ruhestand, betreute im Jahr darauf aber noch seinen 11. Thüringentag in Greiz.

Michael Meinung ist praktizierender Christ. Seit 1964 gehört er dem Kolpingwerk Deutschland an, dessen Erfurter Ortsverband er seit insgesamt 20 Jahren als Vorsitzender leitet. Höhepunkte seines sozialen Engagements sind die jährlichen Hilfsaktionen für Rumänien und die Ukraine. Michael Meinung ist verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und hat vier Enkel.

Ruheständler Michael Meinung: „Es ist gut so, wie es gekommen ist.“     Fotos (5): PRIVAT-ARCHIV

Bundeskanzler Helmut Kohl, Thüringer Ministerpräsident Josef Duchac (links) und Regierungssprecher Michael Meinung (rechts) Ostern 1991 auf einer Pressekonferenz mit 200 Journalisten in Erfurt: „Hochinteressante Zeiten.“                                          Foto: DIETER SCHMIDT

Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) im Gespräch mit Michael Meinung bei der Einweihung der neuen Thüringer Staatskanzlei am 4. März 1995: „Angesehener Heilsbringer.“

Damalige Staatskanzleiministerin Christine Lieberknecht (CDU) im Gespräch mit dem Leitenden Ministerialrat Michael Meinung während der Einweihung der neuen Staatskanzlei 1995 in der Landeshauptstadt: „Vermutlich hat sie nicht immer die richtigen Ratgeber gefunden.“

Verabschiedung des Leitenden Ministerialrats Michael Meinung durch Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) im Juli 2008 im Gewölbekeller der Staatskanzlei: „Manches hat Bestand.“

Damaliger Thüringentag-Projektleiter Michael Meinung (rechts) bei einer Festumzugsmoderation in Aktion: „Meine Arbeit hat meistens Freude gemacht.“

Foto: NTI-ARCHIV

„Ich bin vielen tollen Leuten begegnet“: Gemeinsam mit Ministerpräsident Bernhard Vogel besuchte Michael Meinung 1993 Michael Gorbatschow in Moskau, um ihn für einen „Erfurter Dialog“, den Meinung von 1993 bis 2009 verantwortlich organisiert hat, zu gewinnen.

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