NEWS 04.08.2015: „Nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen“

„Verfehlte Flüchtlingspolitik endlich korrigieren“: Nach dem kürzlichen Besuch von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung wendet sich der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) mit einen Offenen Brief an die rot-rot-grüne Landesregierung.

 

„Nachdem Herr Ramelow die katastrophalen Zustände vor Ort gesehen hat und somit nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen kann, fordere ich ihn und die rot-rot-grüne Regierung auf, ihre verfehlte Flüchtlingspolitik endlich zu korrigieren. Wer zuläßt, daß in Suhl mehr als 1600 Menschen in einer Einrichtung mit maximal 1200 Plätzen unterkommen müssen, nimmt Gewaltausbrüche wie am vergangenen Samstag mit der traurigen Bilanz von acht Verletzen fahrlässig in Kauf. Aus der Überbelegung ergeben sich zwangsläufig mangelhafte hygienische Standards. Zusätzlich fehlt es an einem funktionierenden Brandschutzkonzept. Rot-Rot-Grün muß der Eröffnung von weiteren Einrichtungen in Mühlhausen und Gera-Liebschwitz nun oberste Priorität einräumen, um die Vielzahl der Asylbewerber menschenwürdig und dezentral unterzubringen. In Suhl brauchen wir dagegen einen unverzüglichen Aufnahmestopp, um das Wohl der Bewohner und Angestellten nicht weiter zu gefährden.“

„Wir wollen agieren und nicht reagieren“

Mit dem „Erfurter Kreuz“ bilde der Ilmkreis das Rückgrat der Thüringer Wirtschaft, betont die parteilose Landrätin Petra Enders (Mandat Die Linke) im NTI-Interview und lobt die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen. Vor allem bezüglich des Tourismus setzt Enders auf noch stärkere Kooperation wie zur Einführung einer kurtaxen-finanzierten Gästekarte zur kostenfreien Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region des Unesco-Biosphärenreservats Vessertal.

NTI: „Über allen Gipfeln ist Ruh …“ – diese ist an immer weniger Orten im Kreis zu finden. Welche Rolle spielt der mit der Landschaft und Natur eng verknüpfte Tourismus für den Ilmkreis?

Handlungsunfähig

„Gefühlt hatten wir ein halbes Jahr Stillstand in Thüringen.“ Mit diesem Satz bringt Stadtilms parteiloser Bürgermeister Lars Petermann im NTI-Interview (ab Seite 14) das Dilemma der Kommunen auf den Punkt. Über ein halbes Jahr hatte die neue rot-rot-grüne Landesregierung bis zur Beschlußfassung über den Thüringer Haushalt gebraucht und die Städte und Gemeinden damit in die Bredouille gebracht.

Werbepartner

„Gelebte Mitarbeit“

Stadtilm ist eine kinder- und familienfreundliche Stadt. Drei Kindertagesstätten, Grundschule mit ganztägiger Hortbetreuung und die Thüringer Gemeinschaftsschule bilden dafür ein solides Fundament. Darüber freut sich Stadtilms parteiloser Bürgermeister Lars Petermann. Im NTI-Interview stellt er aber auch fest, daß künftig Gemeindezusammenschlüsse, auch um die Einwohnerzahlen zu erhöhen, für eine effektive Verwaltung, aber auch für das weitere Erhalten von Infrastruktureinrichtungen unumgänglich seien: „Diese Aufgaben gilt es zu bündeln, um in Zukunft weiter handlungsfähig zu bleiben.“

Weg vom Lagerfeuer

Die UST Umweltsensortechnik GmbH produziert mit rund 100 Mitarbeitern jährlich mehrere Millionen Gas- und Temperatursensoren sowie Tausende Gasspürgeräte für mehr als 1200 Kunden weltweit.

Manche Sätze sagen mitunter mehr über einen Menschen aus, als das eine längere Beobachtung, das Zuhören oder die Befragung Dritter vermögen. Zumal, wenn das fast ausschließlich kurze und druckreife Sätze sind. Wie und nur zum Beispiel: „Ich als Einzelperson bin nicht wichtig. Wichtig sind die Familie, Firma, meine Mitarbeiter und der Enthusiasmus gegenüber unseren Kunden.“ „Wir brauchen eine gerechte Leistungsverteilung und erwarten von der Politik, also auch von den Neuen in Erfurt, eine Verläßlichkeit bei den Rahmenbedingungen.“ „Die Gesellschaft als Ganzes muß den ökologischen Umbau gestalten, wir als Industrie haben dabei Kreisläufe zu schaffen, die den Ausstoß von Kohlenwasserstoff drastisch reduzieren.“ „Wir müssen das Zeitalter des Lagerfeuers verlassen und endlich im Wasserstoffzeitalter ankommen.“ „Altkanzler Helmut Schmidt ist ein von mir hochgeschätzter Politiker. Aber seine Meinung, nach der jemand, der Visionen hat, zum Arzt gehen solle, die kann ich nicht teilen. Vielmehr sollte jemand mit Visionen, diese versuchen weiterzuentwickeln und im besten Falle selbst zum Unternehmer werden.“

„Die Rückstufung wäre ein Riesenfehler“

Er war nicht erste Wahl, als die Eisenacher CDU Anfang 1990 einen Spitzenkandidaten für das Amt des Bürgermeisters suchte. Auch war er, wie er unumwunden einräumt, zuvor in der DDR kein Widerstandskämpfer gewesen. Und er hatte die Erneuerung der CDU im Zuge der politischen Wende eher mit Interesse verfolgt als selbst aktiv zu werden. Trotzdem fiel die Wahl auf ihn: Von 1990 bis 2000 war Dr. Hans-Peter Brodhun zunächst Bürgermeister und mit der Gebietsreform ab 1994 Oberbürgermeister der Stadt Eisenach.

Dr. Hans-Peter Brodhun gehörte zu den Ersten in der Wartburgstadt, die am Beginn des Jahres 1998 das alte Kennzeichen ihres Autos gegen ein neues eintauschten. Statt „ESA“ stand nun „EA“ darauf: sichtbarer Ausdruck dafür, daß Eisenach ab sofort kreisfreie Stadt ist. Ein Duplikat des Nummernschildes hängte er in seinem Amtszimmer auf. Es sollte ihn, wie er damals im NTI-Interview erklärte, ein Leben lang an diesen 1. Januar 1998 erinnern. 17 Jahre später ist das Datum für viele zu einem Alptraum geworden. Eisenach stöhnt unter einer immensen Schuldenlast. Die Rückkehr in den Schoß des Wartburgkreises scheint beschlossene Sache zu sein. Für den Alt-OB ein „Riesenfehler“.

NEWS 17.07.2015: Auf dem Weg an Europas Spitze

Die Leuchtenburg bei Kahla gehört zum Kreis der Kandidaten für den Titel „Europäisches Museum des Jahres 2016“.

NEWS 16.07.2015: Freude auf Gäste aus aller Welt

Wirtschaftsministerium unterstützt „Thüringen-Rundfahrt der Frauen“: Start am 17. Juli für sieben Tage, acht Etappen, 700 Kilometer.

Mit einem Sponsoring von 10.000 Euro für touristische Marketingmaßnahmen unterstützt das Thüringer Wirtschaftsministerium die diesjährige Thüringen-Rundfahrt der Frauen. „Die Rundfahrt ist das internationale Highlight für Radsportlerinnen der Weltklasse in Thüringen. Wir freuen uns auf die Gäste aus aller Welt, denen wir in Thüringen wie jedes Jahr ein großartiges Sporterlebnis bieten werden“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) anläßlich des Starts der Tour am 17. Juli.

NEWS 08.07.2015: Thematische Prägung

Neue Serways-Rastanlagen an der Autobahn 71 offiziell eröffnet: Vielfältige Serviceangebote laden zur entspannten Pause ein.

Neue Rastanlage „Thüringer Wald Süd“: Konsequenter Modernisierungskurs.

Am 7. Juli 2015 wurde durch die Autobahn Tank und Rast Holding GmbH gemeinsam mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums und des Thüringer Verkehrsministeriums die Rastanlage „Thüringer Wald Süd“ an der A71 in Richtung Erfurt sowie die „Schwesteranlage“ „Thüringer Wald Nord“ in Fahrtrichtung Schweinfurt offiziell eröffnet. Beide Serways-Standorte sind als Kompaktanlagen konzipiert und vereinen Raststätte, Tankstelle und Shop unter einem Dach. Beide Betriebe verfügen über eine großzügige Glasfront und sorgen damit für ein angenehmes, lichtdurchflutetes Ambiente, das zum Verweilen einladen soll.

NEWS 24.06.2015: „Zusätzliche Spielräume für das Land“

Thüringer Wirtschaftsministerium gewinnt Rechtsstreit mit EU-Kommission und erhält Mittel aus der Förderperiode 1994-1999 zurück.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 24. Juni 2015 eine Entscheidung der Europäischen Kommission aufgehoben, mit der diese Efre-Mittel in Höhe von 81 Millionen Euro aus der Förderperiode 1994-1999 von Thüringen zurückgefordert hatte. Thüringen hatte der Rückforderung im Jahr 2008 entsprochen und das Geld zurückgezahlt. Zugleich hatte das Thüringer Wirtschaftsministerium aber Rechtsmittel dagegen eingelegt. Mit der aktuellen Entscheidung wurde dieser Klage letztinstanzlich zugunsten Thüringens entsprochen. Die EU-Kommission ist damit nun gehalten, die zu Unrecht zurückgeforderten Mittel wieder an das Land zurückzuüberweisen.

„Touristische Anziehung ist kein Selbstläufer“

Weimar zieht Besuchermassen an und wirkt trotzdem selten überlaufen. Mit Kampagnen wie dem Weimarer Sommer sollen die Besucherströme bewußt auch auf die Sommermonate gelenkt und mit der gerade neu überarbeiteten Weimar-Card zudem die Verlängerung der Aufenthaltsdauer angeregt werden. Das erklärt Ulrike Köppel, Geschäftsführerin der Weimar GmbH – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Kongreß- und Tourismusservice, im NTI-Interview.

NTI: Die Weimar GmbH ist die Marketinggesellschaft der Stadt Weimar. Frau Köppel, braucht eine Stadt wie diese überhaupt Marketing oder ist Weimar nicht eigentlich ein Selbstläufer?

Experiment gelungen

Zwischen Illusion und Verführung und dem Geist der Geschichte plaziert sich dieses Jahr das Kunstfest Weimar. Die 26. Auflage soll den vor einem Jahr begonnenen Weg nach der Ära Nike Wagner fortsetzen und das Fest immer stärker mitten im Stadtleben positionieren. Der Künstlerische Leiter Christian Holtzhauer setzt dabei auf die Anziehungskraft „der Kunst“ für jeden.

Künstlerischer Weimarer Kunstfestleiter Christian Holtzhauer: „Ich werde einen langen Atem brauchen.“

Foto: FRANK FRIEDRICH

„Wir profitieren von kurzen Wegen“

Weimar ist als erste große Stadt im Freistaat mit Unterstützung der Thüringer Netkom ins superschnelle Internet gestartet. Im NTI-Interview berichtet Karsten Kluge, Geschäftsführer der Thüringer Netkom GmbH, über weitere Städte-Projekte und bisherige Erfahrungen beim Breitbandausbau im ländlichen Raum.

NTI: Ende April ist die Stadt Weimar mit Unterstützung der Thüringer Netkom GmbH ins sogenannte superschnelle Internet gestartet. Herr Kluge, was muß man sich konkret unter „superschnell“ vorstellen und braucht denn wirklich jeder Privatnutzer solche enormen Surfgeschwindigkeiten?

Nun sind es nur noch acht

Landespolitische Umschau: Von Politikern, die Schlagzeilen machen, und solchen, die sich in Schweigen hüllen (müssen).

Kaum ein Tag ohne AfD. Die „Alternativen“ sorgen für Gesprächsstoff, wie wir es eigentlich nur von unserem Ministerpräsidenten gewohnt sind. Allerdings gereicht ihnen die geballte mediale Aufmerksamkeit nicht zum Ruhme.

Erst schließt die elfköpfige Landtagsfraktion ihr Mitglied Siegfried Gentele aus. Dann verlassen seine Kollegen Oskar Helmerich und Jens Krumpe im Abstand von Tagen das Gremium. Offensichtlich kamen sie damit dem offiziellen Rausschmiß zuvor. Denn trotz öffentlicher Maßregelung wollten sich beide – wie vorher schon der Abgeordnete Gentele – dem Diktat ihres Fraktions- und Landesvorsitzenden Björn Höcke nicht beugen. Die drei Herren formulierten es in ihren Stellungnahmen weniger drastisch. Sie sprachen von einem „autoritären Leitungsstil“ ihres Chefs. Was wohl auf das gleiche hinausläuft.

Thüringen aktuell

Wohin in Thüringen?

Meine NTI Online
Aktueller Titel

Benutzeranmeldung
In der nächsten NTI

Sonneberger Potentiale

Die Ausgabe 4/2017 berichtet über das geplante bayerisch-thüringische Oberzentrum.

Werbung