„Touristische Anziehung ist kein Selbstläufer“

Weimar zieht Besuchermassen an und wirkt trotzdem selten überlaufen. Mit Kampagnen wie dem Weimarer Sommer sollen die Besucherströme bewußt auch auf die Sommermonate gelenkt und mit der gerade neu überarbeiteten Weimar-Card zudem die Verlängerung der Aufenthaltsdauer angeregt werden. Das erklärt Ulrike Köppel, Geschäftsführerin der Weimar GmbH – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Kongreß- und Tourismusservice, im NTI-Interview.

NTI: Die Weimar GmbH ist die Marketinggesellschaft der Stadt Weimar. Frau Köppel, braucht eine Stadt wie diese überhaupt Marketing oder ist Weimar nicht eigentlich ein Selbstläufer?

Experiment gelungen

Zwischen Illusion und Verführung und dem Geist der Geschichte plaziert sich dieses Jahr das Kunstfest Weimar. Die 26. Auflage soll den vor einem Jahr begonnenen Weg nach der Ära Nike Wagner fortsetzen und das Fest immer stärker mitten im Stadtleben positionieren. Der Künstlerische Leiter Christian Holtzhauer setzt dabei auf die Anziehungskraft „der Kunst“ für jeden.

Künstlerischer Weimarer Kunstfestleiter Christian Holtzhauer: „Ich werde einen langen Atem brauchen.“

Foto: FRANK FRIEDRICH

„Wir profitieren von kurzen Wegen“

Weimar ist als erste große Stadt im Freistaat mit Unterstützung der Thüringer Netkom ins superschnelle Internet gestartet. Im NTI-Interview berichtet Karsten Kluge, Geschäftsführer der Thüringer Netkom GmbH, über weitere Städte-Projekte und bisherige Erfahrungen beim Breitbandausbau im ländlichen Raum.

NTI: Ende April ist die Stadt Weimar mit Unterstützung der Thüringer Netkom GmbH ins sogenannte superschnelle Internet gestartet. Herr Kluge, was muß man sich konkret unter „superschnell“ vorstellen und braucht denn wirklich jeder Privatnutzer solche enormen Surfgeschwindigkeiten?

Nun sind es nur noch acht

Landespolitische Umschau: Von Politikern, die Schlagzeilen machen, und solchen, die sich in Schweigen hüllen (müssen).

Kaum ein Tag ohne AfD. Die „Alternativen“ sorgen für Gesprächsstoff, wie wir es eigentlich nur von unserem Ministerpräsidenten gewohnt sind. Allerdings gereicht ihnen die geballte mediale Aufmerksamkeit nicht zum Ruhme.

Erst schließt die elfköpfige Landtagsfraktion ihr Mitglied Siegfried Gentele aus. Dann verlassen seine Kollegen Oskar Helmerich und Jens Krumpe im Abstand von Tagen das Gremium. Offensichtlich kamen sie damit dem offiziellen Rausschmiß zuvor. Denn trotz öffentlicher Maßregelung wollten sich beide – wie vorher schon der Abgeordnete Gentele – dem Diktat ihres Fraktions- und Landesvorsitzenden Björn Höcke nicht beugen. Die drei Herren formulierten es in ihren Stellungnahmen weniger drastisch. Sie sprachen von einem „autoritären Leitungsstil“ ihres Chefs. Was wohl auf das gleiche hinausläuft.

Soll das Wahlalter bei künftigen Landtagswahlen wie von der Landesregierung geplant von 18 auf 16 Jahre gesenkt werden?

Ja
21% (214 Stimmen)
Nein
79% (812 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 1026

Willkommen fühlte sich der Prinz hier nicht wirklich

Was hinter einer Nachricht steht: Weinhaus zu Weimar Georg Prinz zur Lippe verkaufte Weinberge des Weingutes. Damit geht für den sächsischen Vorzeigewinzer eine interessante und harte Lehrzeit in Thüringen  zu Ende.

Nach dem Verkauf der Weinberge des „Weingutes zu Weimar“: Siegfried Boy von der Agrargenossenschaft Gleina (links) und Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe.

TERMIN 10.06.–14. 06.2015: Aus ansonsten verschlossenen Kassetten

„Erotische Kunst für fünf Tage und eine lange Nacht“: Kurzweiliges Ausstellungs-Intermezzo im Museum Schloß Molsdorf.

Eine kleine, aber feine Auswahl erotischer Kunst aus eigenen Beständen zeigt das Schloßmuseum Molsdorf vom 10. bis zum 14. Juni. „Erotische Kunst für fünf Tage und eine lange Nacht“ wurde aus den ansonsten verschlossenen Kassetten ans Tageslicht geholt und für ein kurzweiliges Ausstellungs-Intermezzo zusammengestellt.

NEWS 24.05.2015: Weimarer Land hängt Erfurt ab

„Focus“ ermittelt das Weimarer Land als stärksten Wirtschaftsstandort im Freistaat.

TERMIN 22. Mai 2015 Laubmännchenfest in Wechmar:

Freitag vor Pfingsten, am 22. Mai 2015, erweckt ein alter Brauch das Dorf.

Am 22. Mai 2015 begrüßen hunderte Gäste den traditionellen Wechmarer Laubmann. Ab 19 Uhr sorgen Tänze und Lieder vor Thüringens schönstem Rokokosaal, dem Landhaus Studnitz, für ausgelassene Stimmung. Regina Ross, die musikalische Botschafterin, ist dieses Jahr zu Gast. Die Ausstellung „In die Tracht geschlüpft“ kann besichtigt werden. Gegen 21 Uhr kommt der Laubmann, wer ihn errät, wird Laubfrosch.

mehr in unserer Rubrik NTI-Wohin?

 

NEWS 18.05.2015: Gravierende Auswirkungen

Der Lehrlingsmangel verfestigt sich.

Trotz aller Anstrengungen der Unternehmen zur Unterstützung dualer Ausbildung entscheiden sich immer mehr Schulabgänger für eine akademische Laufbahn oder einen weiterführenden Schulbesuch, statt eine Berufsausbildung aufzunehmen. Dagegen versuchen Unternehmen zunehmend den fehlenden Fachkräftenachwuchs durch die Umschulung von Bewerbern zu kompensieren.

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NEWS 06.05.2015: „Starker Rückenwind“

Südafrikanische Bell Equipment baut Standort Eisenach weiter aus: Bis 20 Millionen Euro Investition, rund 100 neue Arbeitsplätze.

Die südafrikanische Firma Bell Equipment Ltd. wird ihren Standort Eisenach in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Die Entscheidung gaben Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Gary Bell, Vorstandsvorsitzender der Bell-Gruppe, am 6. Mai 2015 nach Gesprächen in Pretoria bekannt. Demnach will das Unternehmen in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro in den Standort investieren und bis zu 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Das entspricht einer Verdopplung der Mitarbeiterzahl in Eisenach von derzeit rund 85 Beschäftigten und einer deutlichen Erhöhung der derzeitigen Produktionskapazität von rund 800 Muldenkippern jährlich - großen Baufahrzeugen, die vor allem in Tagebauen und auf Großbaustellen eingesetzt werden.

Mit der Investitionsentscheidung werde Eisenach als europäischer Produktionsstandort von Bell deutlich aufgewertet, sagte Wirtschaftsminister Tiefensee. „Die Botschaft ist: Es lohnt sich, in Thüringen zu investieren." Das neue Vorhaben von Bell - immerhin einer der größten Nutzfahrzeughersteller Südafrikas mit rund 3400 Beschäftigten - belege das eindrucksvoll. „Das ist ein starker Rückenwind für unsere Bemühungen um einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen nach Südafrika." Der Freistaat habe erneut seine Standortvorteile wie die zentrale Lage, eine gut ausgebaute Infrastruktur und hohe Versorgungssicherheit einbringen können. Das Land habe außerdem zugesagt, die Investition im Rahmen der beihilferechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen.

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NEWS "Radio Frei" ab Juni 24h onAir

 Sendelizenz in Erfurt übergeben: Erste Bürgerradio-Zulassung in Thüringen für Radio „Frei“.

Der Verein Freies Radio Erfurt e. V. hat die erste Bürgerradio-Zulassung zur Veranstaltung des lokalen nichtkommerziellen Bürgerradios „Radio Frei“ vom Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), Jochen Fasco erhalten. Die neue bis 2019 gültige Sendelizenz nahm Radio „Frei“-Geschäftsführer Carsten Rose entgegen. Er zeigte sich sichtlich erfreut und verwies auf die vielen ehrenamtlichen Radioleute, ohne die das Projekt Radio „Frei“ so nicht möglich sei.

Der Rohstoff Thüringen

Stadtumbau in Gera-Lusan: „Wir bauen auf und reißen ab, so sind alle beschäftigt und es geht niemals bergab …“                  Foto: NTI-ARCHIV

Daß 25 Jahre Regionalentwicklung in Thüringen vor allem durch Bauen geprägt sind, ist angesichts des nötigen Umbaus der gesamten Gesellschaft hierzulande und der damit nötigen Herstellung oder Ertüchtigung der Infrastruktur logische Folge. Das Land, seine Landschaft veränderte sich damit wesentlich. Eine Region als Rohstoff – so überschrieb die Internationale Bauausstellung Iba Thüringen schon 2013 eine Konferenz, die die Thüringer Ressourcen als Grundlage für Neues in den Mittelpunkt stellte. Und damit genau das tat, was Kernaufgabe der Regionalentwicklung ist – sein sollte.

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Neues Dilemma

In 25 Jahren ist die Großbaustelle Thüringen weit fortgeschritten. Das Bundesland in der Mitte Deutschlands wurde vollkommen umgekrempelt, sozusagen im Eiltempo zur hochmodernen Drehscheibe in und für Europa entwickelt.

Das Land ist kaum wiederzuerkennen mit energetisch intelligent und attraktiv umgebauten Stadtteilen, mit den zum Teil spektakulären Verkehrsprojekten Deutsche Einheit, den unzähligen neu errichteten privaten, öffentlichen und Gewerbeimmobilien, den zunächst komplett erschlossenen und inzwischen sehr gut ausgelasteten Industriegebieten entlang der Autobahnen und an den Stadtgrenzen und einer sicheren Versorgungsinfrastruktur.

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Der Stadtumbau geht weiter!
Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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