NEWS 16.10.2015: Lücke ausfüllen

Die „anstößige“ Seite der deutschen Literatur: Eine Tagung im Forschungszentrum Gotha beschäftigt sich mit deutscher erotischer und pornografischer Literatur des 18. Jahrhunderts.

König mit heruntergelassenen Hosen: Impuls für die Französische Revolution?

NEWS 14.10.2015: Der Winter ist da!

In weiten Teilen Thüringens ist in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober der erste Schnee gefallen. Die größten Mengen der weißen Pracht fielen dabei in Weimar. Hier wurde eine Schneedecke von acht Zentimetern gemessen.

Anschluß-Gewinnung

Langwierig, aber erfolgreich: Die Autobahn 38 gilt als beispielhaftes Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. Mit der Fertigstellung im Jahre 2009 wurde nach über 14jähriger Bauzeit eines der bedeutendsten Straßenbauvorhaben im mitteldeutschen Raum vollendet. Vor allem das Eichsfeld hat wie kaum eine andere Anrainer-Region von diesem Autobahn-Anschluß profitiert und sich verändert, indem es unmerklich schneller und flexibler geworden ist.

 

Die Autobahn als Namenspate. „A38“ nennt sich ein inzwischen traditionelles sogenanntes Produktions-Stipendium Kassel-Halle. Das Stipendium wird jährlich als Preis für eine der beim Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest eingereichten Arbeiten verliehen. Die Auswahlkommission des Festivals nominiert 16 Arbeiten, vornehmlich aus dem Programmbereich junges Dokfest. Mit dem Stipendium wird das Ziel verfolgt, künstlerischen Film- und Mediennachwuchs zu fördern und gleichzeitig den Dokumentarfilm einem jungen Publikum nahezubringen.

Schwerer als gedacht

„Ihr seid in Thüringen herzlich willkommen!“ Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) ließ es sich nicht nehmen, zur mitternächtlichen Stunde höchstselbst mit dem Megaphon die ankommenden Flüchtlinge auf dem Bahnsteig am Bahnhof Saalfeld zu begrüßen. Die 569 Asylsuchenden waren am 6. September von Ungarn über Österreich und Bayern nach einer unglaublich strapaziösen und nervenaufreibenden Zugfahrt in Thüringen angekommen und wurden hier äußerst warmherzig empfangen. Unzählige Thüringer hatten die erst kurzfristig feststehende Ankunft der vornehmlich aus Syrien kommenden Familien liebevoll vorbereitet und stundenlang wartend ausgeharrt.

„Wir müssen mit unseren Ressourcen gut umgehen“

Mit dem Motto „Lust auf Zukunft in der Heimat machen“ ist Marko Wolfram (SPD) am 3. Oktober 2014 als Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt angetreten. Der Politiker gehört zu den Befürwortern einer von der Landesregierung geplanten Gebietsreform. Das sei kein Widerspruch zum Motto seiner Amtszeit, wie Kritiker behaupten. „Denn Heimat“, erklärt der Landrat im NTI-Interview, „macht sich doch nicht an den willkürlich gezogenen Kreisgrenzen fest. Das Heimatgefühl wird von den Städten und Dörfern und der Gemeinschaft dort bestimmt, von Vereinen, Kirchgemeinden oder Feuerwehren.“

 

NTI: Herr Landrat, gleich im ersten Jahr Ihrer Amtszeit sorgten Sie für einen Eklat, als Sie im Zuge der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderagentur die Neubesetzung einer Geschäftsführerstelle des Bildungszentrums Saalfeld im Alleingang ausschrieben, ohne die Bürgermeister des Städtedreiecks einzubeziehen. Haben sich die Gemüter vor allem bei den protestierenden Bürgermeistern inzwischen beruhigt und wie funktioniert eigentlich die Zusammenarbeit zwischen Landrat und Bürgermeistern?

„Die Autobahn gehört heute zu unserem Leben“

Als Jahrtausendprojekt bezeichnet Dr. Werner Henning, Landrat des Eichsfeldkreises, die A38. Im NTI-Interview erinnert sich der Politiker an den Spatenstich-Akt vor über 17 Jahren für das Bauwerk in seinem Kreis und zieht Bilanz: Durch die Autobahn sei wohl auch das Eichsfeld unmerklich schneller und flexibler geworden. „Die mit einhergehende Dynamik brachte für Wirtschaft und Tourismus – aber auch für den Austausch des Eichsfeldes mit Göttingen und Kassel, mit Hannover, Rhein-Main- und Ruhrgebiet gewaltige Impulse und mithin Flexibilität und Moderne für den eigenen Raum.“

Landkreis Eichsfeld-Landrat Dr. Werner Henning (CDU): „Ohne Autobahn – in Planung und Fertigstellung – hätten wir niemals die vielen neuen Unternehmensansiedlungen bekommen, welche heute wesentlich unseren bescheidenen Wohlstand mit begründen.“                 Foto: LKE-ARCHIV

NTI Ausgabe 07-2015 erschienen

 

NEWS 29.09.2015: „Spürbare Entlastung für junge Berufsstarter“

Junge Union Thüringen für Mindestlehrlingseinkommen und kommunales Sonderprogramm des Landes zur Flüchtlingspolitik.

Die Junge Union Thüringen hat am 27. September auf ihrem Landestag in Weida Beschlüsse zur finanziellen Entlastung junger Berufstätiger und zur Asyl- und Flüchtlingspolitik gefaßt.

In einem Beschluß mit dem Titel „Jung, erfolgreich, sucht - In Thüringen leben und Karriere machen" in dem sich die jungen Christdemokraten für die finanzielle Entlastung junger Berufstätiger sowie die Unterstützung junger Unternehmensgründer stark machen, fordert die Junge Union unter anderem ein Mindestlehrlingseinkommen von 500 Euro unabhängig von Branche und Bundesland. „Um vor allem in Dienstleistungsberufen die Attraktivität der Berufsausbildung zu erhöhen, ist eine Steigerung der Ausbildungsvergütung erforderlich", heißt es in dem Beschluß.

NEWS 22.09.2015: „Neue Qualität“

Thüringen und der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina vereinbaren enge Zusammenarbeit: Der freistaatliche Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der Ministerpräsident von Santa Catarina, Raimundo Colombo, unterzeichnen Partnerschaftsabkommen.

Thüringen und der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina streben eine engere Zusammenarbeit an. Dazu unterzeichneten Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der Ministerpräsident von Santa Catarina, Raimundo Colombo, am 22. September 2015 ein Abkommen zur Vorbereitung einer Partnerschaft auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und politischem Gebiet. In den kommenden Monaten sollen konkrete Projekte und Vorhaben definiert werden. Der eigentliche Partnerschaftsvertrag soll im kommenden Jahr während der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage Mitte Oktober 2016 unterzeichnet werden, die dann in Thüringen stattfinden.

NEWS 16.09.2015: Sympathisch, aber kein Lebensort?

Stadtmarken-Studie legt Reserven der Thüringer Landeshauptstadt offen.

Gerade noch ins Spitzenfeld schaffte es Thüringens Hauptstadt Erfurt in der Kategorie „sympathischste Stadt“ beim aktuellen Brandmeyer-Stadtmarken-Monitor. Die im Durchschnitt besten Noten in allen untersuchten neun Faktoren - neben Sympathie unter anderem Ruf und Lebensqualität, auch Anziehungskraft als touristisches Ziel, die Wirtschaftskraft und die Bereitschaft, in die Stadt zu ziehen - erhielt Hamburg. Die Hansestadt ist in den Augen der Deutschen die attraktivste Stadt der Bundesrepublik vor München, Köln, Dresden und Freiburg. Vor fünf Jahren war noch München „Sieger aller Kategorien“ und die stärkste Stadtmarke.

NEWS 14.09.2015: Fortsetzung einer langen Geschichte

Forschungskompetenz an neuem Standort gebündelt: Analytik- und Forschungszentrum der K+S-Gruppe in Unterbreizbach eröffnet.

Am 14. September 2015 eröffnetes Analytik- und Forschungszentrum der K+S-Gruppe in Unterbreizbach: Internationale Technologieführerschaft weiter stärken und ausbauen.

Fotos (7). KSG-ARCHIV

Zwei Jahre nach dem Baubeginn übergaben am 14. September K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) das neue Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) der K+S-Gruppe in Unterbreizbach seiner Bestimmung.

NEWS 07.09.2015: Zusätzlicher Ansporn

„Brandanschlag zutiefst beschämend“: Thüringens Landtagspräsident Christian Carius (CDU) ruft dazu auf, Flüchtlingen zur Seite zu stehen.

In Rockensußra (Kyffhäuserkreis) wurde in der Nacht vom 6. zum 7. September ein Brandanschlag auf drei Gebäude verübt, die in Kürze als Unterkunft für Asylbewerber dienen sollten. Thüringens Landtagspräsident Christian Carius (CDU) verurteilte am 7. September den Anschlag scharf:
„Es ist zutiefst beschämend, daß nun auch in Thüringen eine potentielle Unterkunft für Asylbewerber in Flammen aufgegangen ist. Obwohl jeder weiß, welch schweres Schicksal gerade die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien durchlitten haben, scheinen den Tätern Mitgefühl und Anteilnahme fremd zu sein. Wer Gebäude vernichtet, in denen heimatlos Gewordene Schutz finden sollten, handelt menschenverachtend und tritt unsere elementarsten Werte mit Füßen.“

„Wir sind angreifbar, aber nicht wehrlos“

Die für die Thüringer Wirtschaftsstruktur typische Kleinteiligkeit erweist sich für die Automobilzulieferer hierzulande als ein erheblicher Nachteil. Wer als Zulieferer nicht ein Nischenprodukt im Angebot habe, werde mit einem alleinigen Produktionsstandort in Deutschland verlieren. Das sagt Dr. Michael Militzer, Vorsitzender des Automotive Thüringen e. V. Im NTI-Interview begründet das der Netzwerker so: „Wir sind immer weniger um soviel besser als wir teurer sind, unsere Kosten passen zukünftig nicht zu den Preisvorstellungen der Abnehmer.“

NEWS 03.09.2015: Problematische Botschaft

 

Falsche Reihenfolge bei der energetischen Gebäudesanierung: Der Thüringer Unternehmer Bernhard Helbing kritisiert in seiner Funktion als Präsident des deutschen Verbandes Fenster + Fassade in einem Brief Äußerungen der für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zuständigen Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD).

„Erst die Heizung, dann das Dach“ – so lautete die Botschaft eines Interviews von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) zur Herangehensweise bei der energetischen Gebäudesanierung in einem am 26. August 2015 in der Tageszeitung „Neue Westfälische“ erschienenen Interview.

Das veranlaßte Bernhard Helbing, Präsident des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), dazu, die Politikerin in einem Brief „auf die Problematik dieser Botschaft“ hinzuweisen. Der Verband Fenster+ Fassade mit Sitz in Frankfurt am Main vertritt rund 400 Mitgliedsbetriebe, die knapp zwei Drittel der Branche repräsentieren. Nach der letzten Strukturanalyse des VFF aus dem Jahr 2012 umfaßt die gesamte Branche rund 100.000 Beschäftigte, davon 72.000 gewerbliche Mitarbeiter. Der Gesamtumsatz betrug 2011 rund 9,6 Milliarden Euro.

NEWS 01.09.2015: „Thüringen von seiner italienischen Seite“

Der Freistaat präsentiert sich auf der Weltausstellung „Expo“ in Mailand: Thüringen-Woche im Deutschen Pavillon wurde am 31. August gestartet.

Mit einem umfangreichen Kultur- und Musikprogramm, einer Kunstaktion rund um das Weimarer Bauhaus, Thüringer Küche auf Sterne-Niveau und einem in Thüringen-Blau getauchten Deutschen Pavillon präsentiert sich der Freistaat vom 31. August bis zum 6. September 2015 auf der Weltausstellung Expo in Mailand. „Thüringen zeigt sich in Mailand von seiner italienischen Seite“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) mit Blick auf die unterhaltsame, unbeschwerte Mischung aus Bühnenshows, interaktiven Kunstaktionen und Gourmet-Gastronomie während der Thüringen-Woche. „Wir machen hier in Italien deutlich, daß sich die sprichwörtliche .Leichtigkeit des Seins' auch auf gut thüringisch buchstabieren läßt.“

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