Frühzeitiges Bestellen sichert gute Plätze

Anspruchsvoll, vielfältig, modern und populär: Das Schauspiel- und Konzertprogramm des Theaters Rudolstadt lockt Besucher aus fernen und näheren Provinzen.

Das Städtedreieck muß man ein geometrisches Wunder nennen, besitzt es doch, trotz dreier Ecken, mehr als drei schöne Seiten. Eine besondere Attraktion der Region ist unser Theater. Viele Besucher aus ferneren und näheren Provinzen (Großstädte eingeschlossen) kommen nicht aus dem Staunen heraus, wenn sie erfahren, wie anspruchsvoll, vielfältig, modern und populär das hiesige Schauspiel- und Konzertprogramm ist. Früher nannte man ein solches Haus Musentempel, neudeutsch heißt es Alleinstellungsmerkmal. Die hohe Akzeptanz des Theaters und Orchesters bei den Bewohnern im Landkreis und darüber hinaus ist nicht vom Himmel gefallen. Seit vielen hundert Jahren gibt es in der Residenz eine Schauspieltradition, die Hofkapelle erfüllt hier seit 1635 ihren Unterhaltungsauftrag. (Etwa zu diesem Zeitpunkt erfand Galileo Galilei die Pendeluhr.) Immer wieder gab es  Schauspieler, Dirigenten, Musiker, Techniker und Dramaturgen, die ein Programm zustande brachten, das die Leute aus den Tälern und Städten auf den Rudolstädter Anger, in den „Meininger Hof“ in Saalfeld, zur Heidecksburg strömen ließ, um dort Musik oder Schauspiel zu erleben. Und immer wieder gab es Fürsten, Bürgermeister, Landräte (und sogar Parteisekretäre), die dafür eintraten, daß diese Institution erhalten bleibt und öffentlich gefördert wird.

NEWS 02.12.2015: Mehr Teilhabe ermöglichen

Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die Linke), zeichnete am 2. Dezember in Erfurt elf Thüringerinnen und Thüringer mit der „Thüringer Rose" aus. Mit dieser Medaille werden Menschen geehrt, die sich in langjähriger gemeinnütziger und überdurchschnittlicher Weise sozial engagieren.

NTI Ausgabe 08-2015 erschienen

NEWS 13.11.2015: „Die Exportidee ist nicht zielführend“

Ostdeutsche Wirtschaftstraditionen stärker nutzen: Ökonom Blum fordert Abkehr vom Export-Götzen.

Für eine Strategie, die den Importen einen hohen Stellenwert, einräumt statt sklavischer Exportorientierung wie im Westen plädiert der hallesche Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Blum bei der Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft. „Die Exportidee ist nicht zielführend“, betonte er am 12. November 2015 vor Pressevertretern in Halle. Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Halle-Wittenberg und langjährige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) kritisierte die Wirtschaftspolitik, die 25 Jahre nach der Einheit die Angleichung zwischen Ost und West nicht geschafft habe. „Wir brauchen im Osten eine neue Technologieförderung, die eine Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet", sagte er mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Gesamtwert aller Wirtschaftsleistungen nach Abzug der Preissteigerung habe sich seit 1991 im Osten zwar mehr als verdoppelt, liege aber dennoch nur bei 71 Prozent des Westniveaus.

Vom Sockel geholt

Als am 7. Januar 2015 radikal-islamistische Gewalttäter in der Redaktion der unter anderem für den unerschrockenen Abdruck von Mohammed-Karikaturen bekannten französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ein Massaker verübten, bei dem in Paris insgesamt 12 Unschuldige getötet wurden, war die Anteilnahme auch hierzulande riesengroß. Dem scheußlichen Verbrechen zum Trotz, bestand auch und gerade unter den Eindrücken des schrecklichen Geschehens kein Zweifel daran, daß die Freiheit von Presse und Kunst ein hohes und kostbares Gut unserer Gesellschaft ist, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt.

NEWS 10.11.2015: „Anteilnahme war überwältigend“

Mitmenschlich in Thüringen – Bündnis-Demo in der Landeshauptstadt Erfurt setzte ein klares Zeichen für Solidarität mit Geflüchteten.

NEWS 09.11.2015: Eine Chance für Heinz Sielmanns Lieblingstier

Sichere Wanderwege für den Fischotter in Gera: Stadt, Deutsche Umwelthilfe und Förderer weihten fischottergerechte Brücke ein.

NEWS 30.10.2015: Klare Vorstellungen

Gemeinsam forschen und lehren und voneinander lernen: Technion in Haifa und Uni Erfurt unterzeichnen sogenanntes „Memorandum of Unterstanding“.

Die Universität Erfurt wird künftig enger mit dem Israel Institute of Technology (Technion) in Haifa zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung hat in der letzten Oktoberwoche Prof. Dr. Heike Grimm, Vizepräsidentin Internationales der Uni Erfurt, beim Besuch einer Thüringer Landesdelegation in Israel unterzeichnet. Das sogenannte „Memorandum of Understanding“ ist zunächst auf drei Jahre angelegt und soll bei Bewährung in ein ordentliches Kooperationsabkommen überführt werden.

NEWS 24.10.2015: „Lange geht derlei nicht gut“

Der Bund befreit sich mit Geld an die Kommunen von seinen Pflichten. Und Bodo Ramelow (Die Linke) läßt für sich und seinen Amtserhalt die Fraktionschefs den tagespolitischen Kampf ausfechten. Zwei Kernaussagen des Politikwissenschaftlers Werner J. Patzelt vom Institut für Politikwissenschaft an der TU Dresden, dessen Gründungsprofessor er 1992 war. Er beobachtet seit 1991 die politischen Entwicklungen in Mitteldeutschland, insbesondere in Sachsen und Thüringen, und antwortete auf Fragen der Neuen Thüringer Illustrierten zu nicht nur Thüringen fordernden aktuellen Ereignissen in politischen Gremien wie auf den Straßen.

Prof. Werner J. Patzelt: Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit pflegte und pflegt er - trotz seiner CDU-Mitgliedschaft - intensiv den Austausch mit Vertretern des gesamten politischen Spektrums - von der Linkspartei bis hin zur AfD. Foto: FFPR

NTI: Herr Professor Patzelt, wie bewerten Sie den Start der rot-grün-roten Regierung ein knappes Jahr nach Amtsantritt?

PATZELT: Verglichen mit den Befürchtungen, die viele ob eines Ministerpräsidenten der Linkspartei hegten: ganz in Ordnung! Und verglichen mit vielfachen Hoffnungen auf eine ganz neue Politik: so enttäuschend, wie zu erwarten war!

NTI: Unterscheidet sich die Thüringer Landespolitik von der der Nachbarbundesländer mit ihren völlig anderen politischen Farb-Kombinationen?

NEWS 16.10.2015: Lücke ausfüllen

Die „anstößige“ Seite der deutschen Literatur: Eine Tagung im Forschungszentrum Gotha beschäftigt sich mit deutscher erotischer und pornografischer Literatur des 18. Jahrhunderts.

König mit heruntergelassenen Hosen: Impuls für die Französische Revolution?

NEWS 14.10.2015: Der Winter ist da!

In weiten Teilen Thüringens ist in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober der erste Schnee gefallen. Die größten Mengen der weißen Pracht fielen dabei in Weimar. Hier wurde eine Schneedecke von acht Zentimetern gemessen.

Anschluß-Gewinnung

Langwierig, aber erfolgreich: Die Autobahn 38 gilt als beispielhaftes Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. Mit der Fertigstellung im Jahre 2009 wurde nach über 14jähriger Bauzeit eines der bedeutendsten Straßenbauvorhaben im mitteldeutschen Raum vollendet. Vor allem das Eichsfeld hat wie kaum eine andere Anrainer-Region von diesem Autobahn-Anschluß profitiert und sich verändert, indem es unmerklich schneller und flexibler geworden ist.

 

Die Autobahn als Namenspate. „A38“ nennt sich ein inzwischen traditionelles sogenanntes Produktions-Stipendium Kassel-Halle. Das Stipendium wird jährlich als Preis für eine der beim Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest eingereichten Arbeiten verliehen. Die Auswahlkommission des Festivals nominiert 16 Arbeiten, vornehmlich aus dem Programmbereich junges Dokfest. Mit dem Stipendium wird das Ziel verfolgt, künstlerischen Film- und Mediennachwuchs zu fördern und gleichzeitig den Dokumentarfilm einem jungen Publikum nahezubringen.

Schwerer als gedacht

„Ihr seid in Thüringen herzlich willkommen!“ Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) ließ es sich nicht nehmen, zur mitternächtlichen Stunde höchstselbst mit dem Megaphon die ankommenden Flüchtlinge auf dem Bahnsteig am Bahnhof Saalfeld zu begrüßen. Die 569 Asylsuchenden waren am 6. September von Ungarn über Österreich und Bayern nach einer unglaublich strapaziösen und nervenaufreibenden Zugfahrt in Thüringen angekommen und wurden hier äußerst warmherzig empfangen. Unzählige Thüringer hatten die erst kurzfristig feststehende Ankunft der vornehmlich aus Syrien kommenden Familien liebevoll vorbereitet und stundenlang wartend ausgeharrt.

„Wir müssen mit unseren Ressourcen gut umgehen“

Mit dem Motto „Lust auf Zukunft in der Heimat machen“ ist Marko Wolfram (SPD) am 3. Oktober 2014 als Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt angetreten. Der Politiker gehört zu den Befürwortern einer von der Landesregierung geplanten Gebietsreform. Das sei kein Widerspruch zum Motto seiner Amtszeit, wie Kritiker behaupten. „Denn Heimat“, erklärt der Landrat im NTI-Interview, „macht sich doch nicht an den willkürlich gezogenen Kreisgrenzen fest. Das Heimatgefühl wird von den Städten und Dörfern und der Gemeinschaft dort bestimmt, von Vereinen, Kirchgemeinden oder Feuerwehren.“

 

NTI: Herr Landrat, gleich im ersten Jahr Ihrer Amtszeit sorgten Sie für einen Eklat, als Sie im Zuge der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderagentur die Neubesetzung einer Geschäftsführerstelle des Bildungszentrums Saalfeld im Alleingang ausschrieben, ohne die Bürgermeister des Städtedreiecks einzubeziehen. Haben sich die Gemüter vor allem bei den protestierenden Bürgermeistern inzwischen beruhigt und wie funktioniert eigentlich die Zusammenarbeit zwischen Landrat und Bürgermeistern?

„Die Autobahn gehört heute zu unserem Leben“

Als Jahrtausendprojekt bezeichnet Dr. Werner Henning, Landrat des Eichsfeldkreises, die A38. Im NTI-Interview erinnert sich der Politiker an den Spatenstich-Akt vor über 17 Jahren für das Bauwerk in seinem Kreis und zieht Bilanz: Durch die Autobahn sei wohl auch das Eichsfeld unmerklich schneller und flexibler geworden. „Die mit einhergehende Dynamik brachte für Wirtschaft und Tourismus – aber auch für den Austausch des Eichsfeldes mit Göttingen und Kassel, mit Hannover, Rhein-Main- und Ruhrgebiet gewaltige Impulse und mithin Flexibilität und Moderne für den eigenen Raum.“

Landkreis Eichsfeld-Landrat Dr. Werner Henning (CDU): „Ohne Autobahn – in Planung und Fertigstellung – hätten wir niemals die vielen neuen Unternehmensansiedlungen bekommen, welche heute wesentlich unseren bescheidenen Wohlstand mit begründen.“                 Foto: LKE-ARCHIV

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