NEWS 07.12.2015: Wesentlich längeres Leben

Zahl der Hochbetagten in Thüringen seit 1981 fast verdoppelt.

Die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahre hat sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik seit 1981 in Thüringen fast verdoppelt. Dieser Zuwachs von 71.000 Personen auf 134.000 Personen zum Ende des Jahres 2014 wird auch trotz allgemeinem Bevölkerungsrückgang in Zukunft weiter anhalten. So werden nach der 1. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2035 mehr als 200.000 Personen und damit mehr als zehn Prozent aller Thüringer 80 Jahre oder älter sein und zu den Hochbetagten zählen. Dabei wird sich die Zahl der ab 90jährigen sogar von 18.300 Personen im Jahr 2014 auf 36.900 Personen im Jahr 2035 verdoppeln. Somit nimmt ihr Anteil unter allen Hochbetagten von heute 13,7 Prozent auf 18,1 Prozent in den nächsten 20 Jahren zu.

Mehrwert nicht erkannt

Ein Meer, eine Brücke und eine absurde Geschichte.

Natürlich kenne ich als Rudolstädter das Thüringer Meer. Diese Region „umfaßt die Naturraumeinheit des Oberen Saaletals mit der fast 80 Kilometer langen, fünffach gestuften Saalekaskade, ihren Stauseen und -becken sowie die sich unmittelbar anschließenden Teilbereiche des Ostthüringer Schiefergebirges und des Schwarza-Sormitz-Gebietes.“ Das Thüringer Meer hat ein Problem. Es ist ein Kunstwort, das erst dann Bilder und Sehnsüchte impliziert, wenn es mit Druck vermarktet wird. Daß so etwas auch noch in der Gegenwart funktionieren kann, das zeigt das Kunstwort Kaiserbäder. Dahinter verbergen sich drei Usedomer Gemeinden mit zusammen gerade einmal 9000 Einwohnern, die sich des Marketings wegen seit den 90er Jahren Kaiserbäder nennen, weil Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf marketingtechnisch nicht besonders viel hermachen. Die Kaiserbäder hingegen schon. Die kennt man in Erfurt und Leipzig und Berlin genauso wie in Hamburg, München oder Düsseldorf.

„Das müssen wir schaffen“

„In meinem Alter verbiegt man sich nicht.“ Das sagt der Rudolstädter Herbert Wirkner mit fast 65 Jahren, der seit bald einem Jahr als Abgeordneter für die CDU im Thüringer Landtag tätig ist. „Ich gehöre ganz eindeutig zu der offenbar immer seltener werdenden Generation von Politikern, die in der Sache ihre ganz persönliche Meinung sagen und die eigenen Überzeugungen vertreten“, erklärt der Christdemokrat im NTI-Interview.

NTI: Herr Wirkner, was treibt einen erfolgreichen Unternehmer und politischen Quereinsteiger in einem Alter, wo andere intensiv an den Ruhestand denken, in die Thüringer Landespolitik?

„Mehr Platz für die seelische Gesundheit“

Die Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“ in Saalfeld haben seit Jahresmitte ein neues Zentrums für Seelische Gesundheit. Dr. Thomas Sobanski, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin am Standort Saalfeld – dem heutigen Zentrum für Seelische Gesundheit, erklärt die neuen Möglichkeiten. Im NTI-Interview berichtet er über steigende Patientenzahlen: „Als ich im Jahre 2002 hier anfing, hatten wir 60 Betten sowie zehn Tagesklinikplätze, heute sind es 135 und 23.“

NTI: Herr Dr. Sobanski, am 8. Juni wurde die neue Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit 135 Betten sowie 23 Tagesklinikplätzen im Beisein von Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) feierlich eröffnet. Was hat den Neubau eigentlich nötig gemacht?

Frühzeitiges Bestellen sichert gute Plätze

Anspruchsvoll, vielfältig, modern und populär: Das Schauspiel- und Konzertprogramm des Theaters Rudolstadt lockt Besucher aus fernen und näheren Provinzen.

Das Städtedreieck muß man ein geometrisches Wunder nennen, besitzt es doch, trotz dreier Ecken, mehr als drei schöne Seiten. Eine besondere Attraktion der Region ist unser Theater. Viele Besucher aus ferneren und näheren Provinzen (Großstädte eingeschlossen) kommen nicht aus dem Staunen heraus, wenn sie erfahren, wie anspruchsvoll, vielfältig, modern und populär das hiesige Schauspiel- und Konzertprogramm ist. Früher nannte man ein solches Haus Musentempel, neudeutsch heißt es Alleinstellungsmerkmal. Die hohe Akzeptanz des Theaters und Orchesters bei den Bewohnern im Landkreis und darüber hinaus ist nicht vom Himmel gefallen. Seit vielen hundert Jahren gibt es in der Residenz eine Schauspieltradition, die Hofkapelle erfüllt hier seit 1635 ihren Unterhaltungsauftrag. (Etwa zu diesem Zeitpunkt erfand Galileo Galilei die Pendeluhr.) Immer wieder gab es  Schauspieler, Dirigenten, Musiker, Techniker und Dramaturgen, die ein Programm zustande brachten, das die Leute aus den Tälern und Städten auf den Rudolstädter Anger, in den „Meininger Hof“ in Saalfeld, zur Heidecksburg strömen ließ, um dort Musik oder Schauspiel zu erleben. Und immer wieder gab es Fürsten, Bürgermeister, Landräte (und sogar Parteisekretäre), die dafür eintraten, daß diese Institution erhalten bleibt und öffentlich gefördert wird.

NEWS 02.12.2015: Mehr Teilhabe ermöglichen

Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die Linke), zeichnete am 2. Dezember in Erfurt elf Thüringerinnen und Thüringer mit der „Thüringer Rose" aus. Mit dieser Medaille werden Menschen geehrt, die sich in langjähriger gemeinnütziger und überdurchschnittlicher Weise sozial engagieren.

NTI Ausgabe 08-2015 erschienen

NEWS 13.11.2015: „Die Exportidee ist nicht zielführend“

Ostdeutsche Wirtschaftstraditionen stärker nutzen: Ökonom Blum fordert Abkehr vom Export-Götzen.

Für eine Strategie, die den Importen einen hohen Stellenwert, einräumt statt sklavischer Exportorientierung wie im Westen plädiert der hallesche Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Blum bei der Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft. „Die Exportidee ist nicht zielführend“, betonte er am 12. November 2015 vor Pressevertretern in Halle. Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Halle-Wittenberg und langjährige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) kritisierte die Wirtschaftspolitik, die 25 Jahre nach der Einheit die Angleichung zwischen Ost und West nicht geschafft habe. „Wir brauchen im Osten eine neue Technologieförderung, die eine Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet", sagte er mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Gesamtwert aller Wirtschaftsleistungen nach Abzug der Preissteigerung habe sich seit 1991 im Osten zwar mehr als verdoppelt, liege aber dennoch nur bei 71 Prozent des Westniveaus.

Vom Sockel geholt

Als am 7. Januar 2015 radikal-islamistische Gewalttäter in der Redaktion der unter anderem für den unerschrockenen Abdruck von Mohammed-Karikaturen bekannten französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ein Massaker verübten, bei dem in Paris insgesamt 12 Unschuldige getötet wurden, war die Anteilnahme auch hierzulande riesengroß. Dem scheußlichen Verbrechen zum Trotz, bestand auch und gerade unter den Eindrücken des schrecklichen Geschehens kein Zweifel daran, daß die Freiheit von Presse und Kunst ein hohes und kostbares Gut unserer Gesellschaft ist, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt.

NEWS 10.11.2015: „Anteilnahme war überwältigend“

Mitmenschlich in Thüringen – Bündnis-Demo in der Landeshauptstadt Erfurt setzte ein klares Zeichen für Solidarität mit Geflüchteten.

NEWS 09.11.2015: Eine Chance für Heinz Sielmanns Lieblingstier

Sichere Wanderwege für den Fischotter in Gera: Stadt, Deutsche Umwelthilfe und Förderer weihten fischottergerechte Brücke ein.

NEWS 30.10.2015: Klare Vorstellungen

Gemeinsam forschen und lehren und voneinander lernen: Technion in Haifa und Uni Erfurt unterzeichnen sogenanntes „Memorandum of Unterstanding“.

Die Universität Erfurt wird künftig enger mit dem Israel Institute of Technology (Technion) in Haifa zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung hat in der letzten Oktoberwoche Prof. Dr. Heike Grimm, Vizepräsidentin Internationales der Uni Erfurt, beim Besuch einer Thüringer Landesdelegation in Israel unterzeichnet. Das sogenannte „Memorandum of Understanding“ ist zunächst auf drei Jahre angelegt und soll bei Bewährung in ein ordentliches Kooperationsabkommen überführt werden.

NEWS 24.10.2015: „Lange geht derlei nicht gut“

Der Bund befreit sich mit Geld an die Kommunen von seinen Pflichten. Und Bodo Ramelow (Die Linke) läßt für sich und seinen Amtserhalt die Fraktionschefs den tagespolitischen Kampf ausfechten. Zwei Kernaussagen des Politikwissenschaftlers Werner J. Patzelt vom Institut für Politikwissenschaft an der TU Dresden, dessen Gründungsprofessor er 1992 war. Er beobachtet seit 1991 die politischen Entwicklungen in Mitteldeutschland, insbesondere in Sachsen und Thüringen, und antwortete auf Fragen der Neuen Thüringer Illustrierten zu nicht nur Thüringen fordernden aktuellen Ereignissen in politischen Gremien wie auf den Straßen.

Prof. Werner J. Patzelt: Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit pflegte und pflegt er - trotz seiner CDU-Mitgliedschaft - intensiv den Austausch mit Vertretern des gesamten politischen Spektrums - von der Linkspartei bis hin zur AfD. Foto: FFPR

NTI: Herr Professor Patzelt, wie bewerten Sie den Start der rot-grün-roten Regierung ein knappes Jahr nach Amtsantritt?

PATZELT: Verglichen mit den Befürchtungen, die viele ob eines Ministerpräsidenten der Linkspartei hegten: ganz in Ordnung! Und verglichen mit vielfachen Hoffnungen auf eine ganz neue Politik: so enttäuschend, wie zu erwarten war!

NTI: Unterscheidet sich die Thüringer Landespolitik von der der Nachbarbundesländer mit ihren völlig anderen politischen Farb-Kombinationen?

NEWS 16.10.2015: Lücke ausfüllen

Die „anstößige“ Seite der deutschen Literatur: Eine Tagung im Forschungszentrum Gotha beschäftigt sich mit deutscher erotischer und pornografischer Literatur des 18. Jahrhunderts.

König mit heruntergelassenen Hosen: Impuls für die Französische Revolution?

NEWS 14.10.2015: Der Winter ist da!

In weiten Teilen Thüringens ist in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober der erste Schnee gefallen. Die größten Mengen der weißen Pracht fielen dabei in Weimar. Hier wurde eine Schneedecke von acht Zentimetern gemessen.

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Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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