Großes Geschenk

Der Landkreis Eichsfeld hat sich im und für den Freistaat Thüringen als ein Erfolgsmodell erwiesen. Die NTI berichtete wiederholt über die Symbiose aus bodenständiger Gewachsenheit und einem neuen kraftvollen Aufbruch in der Region und darüber, wie die Eichsfelder ihre Vorhaben über Jahre hingebungsvoll vorangetrieben haben und damit Unglaubliches möglich machten.

Der Eichsfelder Dieter Althaus beschrieb den besonderen Menschenschlag seiner Landsleute durchaus treffend in der Neuen Thüringer Illustrierten. In einem Interview für die Ausgabe 9/2008 äußerte sich der damalige christdemokratische Ministerpräsident des Freistaates Thüringen zu den Chancen eines zu diesem Zeitpunkt für unmöglich gehaltenen Papstbesuches in seiner Heimat: „Es gibt in der Bibel dieses schöne Beispiel, wo man auf den Herrn wartet und die einen schlafen ein und haben dann kein Öl mehr und die anderen haben das Öl immer präsent und lassen die Lampen brennen. Ich sehe die Eichsfelder jetzt eher in der zweiten Position: Sie lassen die Lampen brennen und haben das Öl auch immer auf der Lampe, um dann auch bereit zu sein, wenn der Papst kommt.“

„Ab und an etwas mehr Weite und Souveränität wagen“

Die Eichsfelder müßten sich nicht dafür entschuldigen, daß sie in ihrem sozialen Verhalten nicht eindeutig den modernen politischen Strukturen zuordenbar sind. Das sagt Dr. Werner Henning (CDU), Landrat des Landkreises Eichsfeld. Im Hinblick auf derzeitige Gebietsreformpläne stellt er im NTI-Interview fest: „Insofern vertraue ich doch ein Stück auf kluges Regieren in Erfurt, welches dem Eichsfeld keine politischen Zuordnungen auferlegt, die es dauerhaft nicht ausfüllen kann. Reine wirtschaftliche Begründungen, daß man uns mit neuen Strukturen quasi zu retten habe, sind bei uns nicht zielführend.“ Der Landkreis Eichsfeld sei ebenso gesund wie solvent.

„Veränderung ist kein Selbstzweck“

Die Thüringer CDU ist in der Opposition angekommen: „Wir haben aus dem Wahlergebnis gelernt und uns personell und inhaltlich neu aufgestellt“, erklärt Thüringens CDU-Landtagsfraktionschef Mike Mohring. Im NTI-Interview äußerte sich der Landesvorsitzende der CDU auch zu den rot-rot-grünen Gebietsreformvorhaben. Bei diesem Thema sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es fehle, so die Kritik des führenden Christdemokraten im Land, an Bürgerbeteiligung, Respekt gegenüber der kommunalen Familie und plausiblen Begründungen, warum zum Beispiel alle Verwaltungsgemeinschaften abgeschafft werden sollen.

NTI: 1994 erklärte der damalige CDU-Regierungschef Bernhard Vogel in einem NTI-Interview, daß Thüringen und Sachsen in Zukunft wieder zentrale Industriestandorte der Bundesrepublik sein werden. Außerdem prophezeite der Politprofi eine damals nicht für möglich gehaltene Vollbeschäftigung. Diese Ziele galten mittlerweile im bis vor kurzem CDU-geführten Freistaat als nahezu erreicht. Dagegen benannte Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei im vorigen Jahr im NTI-Interview Defizite: In den letzten 20 Jahren habe Thüringen 350.000 Bürger verloren, die Steuerkraft liege bei 53 Prozent und die Wirtschaftlichkeit bei 74 Prozent. Eine Erfolgsbilanz hört sich anders an. Herr Mohring, wo steht Thüringen wirklich?

„Ideologie trifft auf Wirklichkeit“

Von Gebietsreform geredet sei fahrlässig schnell. In die Tiefen der Probleme und Folgenabwägung einzusteigen, sei mühsam. Die Landesregierung entziehe sich dem, sie scheine plan- und ideenlos. Das stellt Hans-Helmut Münchberg, der parteilose Landrat des Kreises Weimarer Land, fest. Im NTI-Interview geht der entschiedene Gegner der rot-rot-grünen Gebietsreformpläne in diesem Zusammenhang auch auf die Integration von Flüchtlingen ein. Diese werde eine Generationenaufgabe. Erfolgreiche Integration setze erfolgreiches Verwaltungshandeln voraus. „In der vor uns liegenden Situation Verwaltungen durcheinanderzuwürfeln, ist fahrlässig. Es grenzt nach meiner Überzeugung an Verantwortungslosigkeit und an mangelnde Fantasie, was die Herausforderung der Integration uns tatsächlich abverlangen wird.“

NTI 1-2016 erschienen

Umgekrempelt

25 Jahre Neue Thüringer Illustrierte.

Ziemlich verdutzt waren die NTI-Redakteure, als ihnen Bernhard Vogel seine Vision für Thüringen erklärte. In einem Interview für die Ausgabe 5/1994 prognostizierte der damalige christdemokratische Ministerpräsident im Gegensatz zu politischen Widersachern, die dem jungen Bundesland eine „ganz schlimme Deindustriealisierung“ bescheinigten, allen Ernstes und unbeirrt: „Thüringen und Sachsen waren die Ursprungsländer der Industrie in Deutschland. Und Thüringen und Sachsen werden zentrale Industriestandorte in der Bundesrepublik Deutschland wieder sein.“ Der von Rheinland-Pfalz nach Thüringen beorderte Politprofi hielt sogar eine Arbeitslosenrate zwischen drei und fünf Prozent langfristig im Freistaat für realistisch: „Wir wollen auch in Thüringen eine Vollbeschäftigung erreichen, die über Jahrzehnte zu den Standardwerten der alten Bundesrepublik gehört hat.“

NEWS 31.03.2016: Sinnfreies Ritual

Machen Arbeitszeugnisse noch Sinn? Empirische Studie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zur Zeugnispraxis in Deutschland.

Jeder Beschäftigte hat in Deutschland bei Beendigung seines Arbeitsverhältnisses einen Rechtsanspruch auf die Ausstellung eines einfachen Arbeitszeugnisses. Dieses enthält Aussagen zur Art und Zeitdauer der ausgeübten Tätigkeit.

Frohe Ostern

Die Neue Thüringer Illustrierte wünscht allen Lesern und Geschäftspartnern ein frohes Osterfest.

NEWS 09.03.2016: „Das ist eine Daueraufgabe“

Thüringen präsentiert sich vom 9. bis13. März auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB): Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kündigt neue Landestourismuskonzeption an.

Thüringen setzt 2017 erneut sehr stark auf den Kultur- und Städtetourismus. „Unsere touristischen Zugpferde sind Luther, Bauhaus und Cranach“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 9. März auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. (nti-online.net berichtete auch in der Nachrichtenspalte „Thüringen aktuell – News“). Die Potentiale in diesem Bereich seien noch längst nicht ausgereizt. „Thüringen bietet mit der engen Verknüpfung von Kultur-, Natur- und Wellnessangeboten ein vielseitiges touristisches Gesamtpaket, mit dem es auch für internationale Gäste attraktiv ist“, warb der Minister auf der Tourismusmesse für Reisen in die Mitte Deutschlands.

NEWS 29.02.2016: Abstand vergrößert

Regionales Ranking in der Thüringer Industrie 2015: Ilmkreis weiterhin Umsatzspitzenreiter.

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Jahr 2015 mit 29,2 Milliarden Euro insgesamt 688 Millionen Euro höhere Umsätze als 2014. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am 29. Februar mitteilte, verzeichneten 12 Kreise und drei kreisfreie Städte Umsatzzuwächse. Fünf Kreise und drei kreisfreie Städte mußten Umsatzeinbußen hinnehmen. Drei Kreise und eine kreisfreie Stadt erwirtschafteten jeweils ein Umsatzvolumen von über zwei Milliarden Euro.

NEWS 16.02.2016: „Der Thüringer Wald braucht eine übergreifende Strategie“

Stets das Gesamtziel vor Augen: Projektgruppe soll einen ganzheitlichen Ansatz zur Weiterentwicklung der Wirtschaftsregion Thüringer Wald verfolgen.

Im Thüringer Wirtschaftsministerium wird eine Projektgruppe „Zukunft Thüringer Wald“ eingerichtet. Das hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 16. Februar mitgeteilt. Das Wirtschaftsministerium legte dazu das Strukturkonzept „Zukunft Thüringer Wald“ vor, das ebenfalls am 16. Februar im Kabinett beschlossen wurde.

Einmal Ostsee – und immer wieder

Es ist wahrlich kein Wunder, daß Urlauber immer wieder von der Ostsee angezogen werden, wenn sie einmal dort waren. Mecklenburg-Vorpommern und vor allem die Küste im Nordosten der Republik kann inzwischen jeden Urlaubswunsch erfüllen – vom städtischen und Kulturerlebnis über aktive Erholung in zum Teil noch wilder Natur und kulinarische Vielfalt bis hin zum Genießen und Lümmeln am Strand oder in Wellness-Einrichtungen. Und auch in der kühlen Jahreshälfte locken die Küstengefilde immer häufiger Besucher an. So erklärt sich ziemlich schnell die neue Rekordzahl an Übernachtungen im vergangenen Jahr: 29 Millionen.

Thüringer willkommen

Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bricht alle Rekorde. Mit 29 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr wurde mal wieder ein Spitzenergebnis erzielt. Vor allem die Ostseeregion ist dabei für nahezu alle Alters- und Interessengruppen das Zugpferd. Sie bietet unverwechselbares städtisches und maritimes Flair, jede Menge Kunst und Kultur, Massenspektakel, aber auch Erholung in wilder Natur, Dorfleben, Fischessen, Wellness, Strandidylle und natürlich viel Meer.

Belebende Kur aus der Nordsee

Atlantik-Salzwasser beatmet die Ostsee-Tiefen.

Schon in der Sonderausgabe „Ostsee“ 2015 der Neuen Thüringer Illustrierten wurde über den drittgrößten Salzwassereinbruch in die Ostsee seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 berichtet: Vom 13. bis 26. Dezember 2014 strömten 358 Kubikkilometer Wasser in die Ostsee, davon waren 198 mit etwa vier Gigatonnen Salz sehr salzreich. Dr. Michael Naumann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), Sektion Physikalische Ozeanographie und Meßtechnik, spricht von einem für das Ökosystem der Ostsee wichtigen, aber sehr seltenen Phänomen: „Sauerstoffhaltiges Salzwasser strömte über mehrere Tage aus der Nordsee in die Ostsee ein und verbesserte damit meßbar den Zustand des Binnenmeeres.“

„Die Ostsee ist ein ganz beliebtes Reiseziel der Thüringer“

Eine deutliche Verschiebung im Fremdenverkehrsgeschäft konstatiert Dr. Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus und Kur GmbH Graal-Müritz. „Waren früher die Monate Mai/Juni sehr beliebte Reisemonate, so sind es jetzt September/Oktober bis in den November hinein“, erklärt er im NTI-Interview.

 

NTI: Herr Dr. Kuntze, das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern erzielte im vorigen Jahr mit 29 Millionen Übernachtungen einen Rekordwert. Wie fällt dabei Ihre Graal-Müritzer Bilanz für 2015 aus?

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Der Stadtumbau geht weiter!
Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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