„Nischen erschließen“

Auf ein außerordentlich positives Fremdenverkehrsgeschäft kann das Ostseeheilbad Graal-Müritz verweisen. Im NTI-Interview erklärt Dr. Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus und Kur GmbH Graal-Müritz, daß man sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen wolle. „Wir werden uns in unseren Bemühungen auf die Vor und Nachsaison konzentrieren und hier unser Profil versuchen zu schärfen. Denn gerade in dieser Zeit kann man sich wunderbar erholen und entspannen.“

NTI: Herr Dr. Kuntze, die Tourismusbranche bestätigt auch im Jahr 2016 mit beeindruckenden Zahlen ihre Bedeutung als Wirtschafts- und Imagefaktor für Mecklenburg-Vorpommern. Wie fällt Ihre Bilanz für das Ostseeheilbad Graal-Müritz aus?

Alleinstellungsmerkmal

Auf der Brücke zwischen Abend und Nacht.

Juli 2016, Insel Usedom, Zinnowitz, gegen zehn Uhr am Abend, mitten auf der Brücke zwischen Abend und Nacht: Die Ostseebühne Zinnowitz, verortet in einer kleinen Talsenke, von der aus man das Meer ahnen kann und in der sogenannten zweiten Reihe des Dorfes, taucht urplötzlich ins Dunkel. Die Bühne, die gerade eben noch den Vorplatz des Vinetischen Königspalastes zeigte, versinkt in Schwärze. Rabenschwärze. Dann hört man Musik. Poppige, sphärische, immer lautere und mündend in einem wilden wie genialen Konglomerat aus irischem, norddeutschem oder schottischem Folkrock.

Geprägt durch das Gold des Meeres

Die von einer idyllischen und traumhaft schönen Landschaft umgebene Kleinstadt Ribnitz-Damgarten gilt als „Tor zum Fischland“. Darüber hinaus ist für die Ostsee-Gäste aus Thüringen die Dauerausstellung „Feininger in Ribnitz und Damgarten“ ein Geheimtip. Schließlich ist der Künstler aufgrund seines regen Schaffens im Weimarer Umland gerade im Freistaat ziemlich bekannt und beliebt.

Einem bezaubernden Stein verdankt die charmante Stadt Ribnitz-Damgarten ihren schönen Beinamen. Der Bernstein beendet seine mitunter 60 Millionen Jahre andauernde Reise an den Stränden der Ostseeküste. Kein anderer Ort ist so sehr geprägt durch das „Gold des Meeres“ wie Ribnitz-Damgarten:

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NEWS 27.01.2017: Sammelauftrag

Fast 600 Handschriften des großen Forschungsreisenden Ulrich Jasper Seetzen hat die Forschungsbibliothek Gotha digital erschlossen. Weitere der von ihm erworbenen Handschriften werden folgen. Die Forschungsbibliothek macht damit ihre überregional bedeutende Sammlung orientalischer Handschriften für die Wissenschaft in aller Welt digital recherchierbar.

Ulrich Jasper Seetzen (1767 bis 1811) wäre am 30. Januar 250 Jahre alt geworden. Der Orientreisende und Naturforscher brach 1802 zu einer mehrjährigen Forschungsreise in den Nahen Osten auf, im Laufe derer er ungefähr 2700 arabische, persische, türkische und syrische Handschriften für die herzogliche Bibliothek Gotha erwarb.

Profil schärfen

Beim Glamping an der Ostsee geraten die Thüringer Gäste schon mal ins Schwärmen. Der derzeit angesagte kleine aber feine neue Trend zum glamorösen Campen erstaunte auch Stefan aus Gotha. „Als wir hier ankamen, zu diesem Zelt begleitet wurden, da war ich begeistert, wie man das innen gebaut hat. Ganz großartig. Luxuriös ist übertrieben. Aber ein angenehmes Camping. Vielleicht Edelcamping.“

NEWS 09.01.2017: „Unterschiede sind nicht hinnehmbar“

Thüringer CDU-Energiepolitiker Mark Hauptmann und Stefan Gruhner kritisieren Kehrtwende von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei der Netzentgelt-Reform.

In der Diskussion um die Modernisierung der Netzentgeltstruktur sieht sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heftiger Kritik ausgesetzt. Am 6. Januar 2017 wurde bekannt, daß die vorgesehene bundeseinheitliche Angleichung der Netzentgelte nicht mehr Bestandteil des Gesetzesvorhabens sein soll. Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) und der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Gruhner, fordern, daß der Bundeswirtschaftsminister und die Bundesregierung bei der bundesweiten Vereinheitlichung der Netzentgelte im Übertragungsnetz gegenüber den neuen Bundesländern Wort halten.

„Landwirtschaft ist heute und auch in Zukunft ein lohnendes Geschäft“

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Die Linke), setzt darauf, die Rolle der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken. Dafür sei es erforderlich, daß die Ernährungsbranche konsequent auf Qualität setze und dieses Qualitätsbewußtsein auch dem Verbraucher vermittele. Im NTI-Interview gibt die Politikerin die Devise aus, Verbrauchertrends wie Gesundheit, Tierwohl und auch Regionalität zu erkennen und zu bedienen. Darüber hinaus könnten durch Kooperationen bestehende regionale Wertschöpfungsketten ausgebaut oder effizienter gestaltet, ja auch neue Wertketten geschaffen werden.

NTI: In diesem Jahr fuhren die Landwirte im Freistaat eine überdurchschnittliche Ernte ein. Doch die niedrigen Preise relativieren die Betriebsergebnisse erheblich. Frau Ministerin, ist Landwirtschaft heutzutage eigentlich noch ein lohnendes Geschäft?

„Landwirte brauchen Verläßlichkeit“

Niko Scheringer will kein schaf- oder kuhfreies Land Thüringen erleben. Der Agraringenieur stellt fest: „Die Menschen, und damit die Verbraucher in Thüringen und natürlich auch die politisch Verantwortlichen müssen von uns Landwirten von der Tatsache überzeugt werden, daß durch eine weitere Reduzierung der Tierbestände nicht nur der ländliche Raum und dessen Perspektive geschwächt wird, sondern auch der Wirtschaftsstandort Thüringen insgesamt.“

 

Gibt es eine Zukunft für die Landwirtschaft?

Wachsende Schlagkraft

In Zeiten, in denen viele Ackerbauern, Schweinehalter und Milcherzeuger rote Zahlen schreiben, investiert die Agrargesellschaft Pfiffelbach in ein neues Getreidelager.

Pfiffelbach, zwischen Weimar und Apolda gelegen, hat ein neues Wahrzeichen: Ein rund 26 Meter hoher Getreidesilokomplex der Agrargesellschaft Pfiffelbach thront über dem Sitz der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße und gibt den Blick auf viele Wälder und die vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaft frei.

Willkommen in 2017

Die Neue Thüringer Illustrierte wünscht allen Lesern, Freunden und Geschäftspartnern ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr!

„Einmalige Kombination“

Ein „Klexx“ zieht in die Welt: Zum Reformationsjahr hat die Spirituosenfabrik Aromatique GmbH eigens und mit einem halben Jahr Entwicklungszeit eine neue Spezialität entwickelt.

Eine Vorbemerkung zum Verständnis der Überschrift vorab: Im kommenden Jahr wird dem 500. Jahrestag der Reformation gedacht. Was insofern Unsinn ist, war die Reformation doch ein jahrzehntelanger europaweiter Prozeß einer religiösen, hier christlichen Erneuerung mit dem Ergebnis der Spaltung der christlichen Kirche in, wenn auch vereinfachend, die evangelisch-reformatorische und die römisch-katholische des Papstes. Das Jahr 1517 wird deshalb als Startschuß zumindest der deutschen Reformation angenommen und mittlerweile weltweit von dem einen Teil der Christen gefeiert, weil just am 31. Oktober dieses Jahres der im heutigen sächsisch-anhaltinischen Eisleben geborene Mönch Martin Luther seine berühmten 95 Thesen wider dem Ablaßhandel, also dem schnöden Geschäft Geld gegen Sündenerlaß zum Zwecke der Bereicherung der katholischen Kirche an die Tür der Schloßkirche in Wittenberg genagelt haben soll.

Weihnachten 2016

Reibungsprozeß

„Es gibt eine politische Option. Neben der parlamentarischen Demokratie brauchen wir die plebiszitäre Demokratie, also mehr Volksbegehren auf allen Ebenen, damit die Parteien in ihrem Gestaltungsanspruch nicht alleine bleiben.“ Kaum zu glauben, aber diesen Satz hat einmal ein Bodo Ramelow (Die Linke) gesagt, nämlich in einem Interview für die Ausgabe 11/2008 der Neuen Thüringer Illustrierten, als der Politprofi noch kein freistaatlicher Ministerpräsident, sondern Oppositionsführer in diesem Land und Möchtegern-Regierungschef war.

NEWS 01.12.2016: Großer Vertrauensbeweis

Gleich zwei Preisträger-Projekte wurden in diesem Jahr auf der europäischen Leitmesse „Denkmal“ vom 10. bis 12. November 2016 in Leipzig mit dem Bernhard-Remmers-Preis geehrt. Neben der Kategorie National gab es erstmals parallel eine Kategorie International. In dieser wurde das Capitolio Nactional de la Habana und damit die beispielhafte gemeinsame Umsetzung des Instandsetzungskonzepts mit den kubanischen Verarbeitern vor Ort gewürdigt. Wie die aktuelle Ausgabe der Baufachzeitschrift OSTBAU berichtet, liegt die Restaurierung dieses Prestigeprojektes in den Händen eines Thüringer Unternehmens: der MD Projektmanagement GmbH.

Nach der vollständigen Restaurierung soll im Kapitol in Havanna künftig das kubanische Parlament tagen. Damit wird die historische Bedeutung des Gebäudes im Karibikstaat unterstrichen. In Havannas Altstadt wird überall renoviert und saniert Das gilt auch für das Kapitol. Viele der fünf- oder sechsstöckigen Prunkbauten hier gleichen allerdings teilweise Ruinen, die jeden Augenblick einstürzen können. Vernagelte Fensterläden, abgestützte Balkone und nacktes Mauerwerk ohne Putz, das sind die Bilder des Zerfalls.

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Die Ausgabe 4/2017 berichtet über das geplante bayerisch-thüringische Oberzentrum.

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