Nachrichten aus dem Freistaat Juni 2015

 Juni 2015
 

30.06.2015: Thüringer Vielfalt

Der 15. Thüringentag 2015 in Pößneck zog Massen an und könnte der letzte in dieser Art gewesen sein. Laut Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) verlange die Veranstaltung nach einem neuen Konzept, weshalb auch kein neuer Ausrichter benannt wurde.

Da kam einiges zusammen: in der bisher kleinsten Ausrichterstadt eines Thüringentages die größte Anzahl der Gäste! Freilich gab es in Pößneck Erfahrungen mit einem solchen Massenereignis, denn hier fand 2000 schon mal eine Landesgartenschau statt. Doch zum Thüringentag war alles anders und auf wenige Tage eingegrenzt. Man erwartete 100.000 bis 120.000 Besucher und zählte rund 125.000 Gäste. Wer nach dem großartigen Festumzug am Sonntag, dem 28. Juni 2015, nicht gleich die gut funktionierenden Shuttle-Busse nutzte, erlebte, wie die Stadt förmlich aus den Nähten platzte. Natürlich nur sprichwörtlich, denn alle hatten Platz und vergnügten sich bei unterschiedlichen Veranstaltungen.

Am Vortag erlebten Jan Josef Liefers und Chris de Burgh ein wunderbares Publikum, was am Sonntag von Christina Rommel und Lippi (Wolfgang Lippert) nur noch wiederholt werden konnte. Auf elf Themenmeilen und neun Bühnen, in Konzerthallen und vielen kleineren Häusern ging es erfreulich rund – für alle Besucher eine tolle Vielfalt, die schließlich auch beim Gautschfest durch das Handwerk praktiziert wurde.

Die zahlreichen Gastbeiträge, Gruppen, Tänzer, das Polizeimusikkorps Thüringen, die vielen Chöre und Sängergruppen oder Sportler und vor allem die fleißigen Versorger trugen zum Gelingen des 15. Thüringentages bei.

Am großen, zweistündigen Festumzug unter dem Motto „Viele Seiten – neue Bilder“ wirkten über 3500 Menschen mit. Sage und schreibe 132 Bilder zeigten ein wunderbar buntes Thüringen. Und wer Thüringen und seine Menschen, Vereine und Gruppen kennt, weiß, daß selbst zu einem solchen Höhepunkt im Lande nur ein Teil der Aktivitäten repräsentativ dargestellt werden konnte.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zeigte sich begeistert vom prall gefüllten Programmheft zum 15. Thüringentag und ermunterte die Thüringer, sich für die vielen Festlichkeiten an diesem Wochenende in Pößneck zu entscheiden. Ein schönes Wochenende zum Schauen, Staunen, Mitgestalten, Kaufen, Erleben und Flanieren im von der Sonne überfluteten Pößneck.

Der Thüringentag verlange nach einem neuen Konzept, so der Ministerpräsident, weshalb auch kein neuer Ausrichter genannt wurde. Pößneck legte die Meßlatte hoch und setzte Maßstäbe.

Übrigens gab es kleine Pannen und auch mächtigen Regen, der aber die Freude nicht trübte. Einzig der Bratwurstkönig grummelte, als in der Guten Stube die Bratwürste ausgingen. Seine Majestät hatte das Problem mit seinen zwei von sieben Zwergen schnell wieder im Griff, denn kurze Zeit später brutzelte es wieder. Zum Glück, denn Thüringen ohne Bratwurst geht noch dazu zum Thüringentag gar nicht…

HARTWIG MÄHLER

 

30.06.2015

 

 

Eine Stadt im Ausnahmezustand: Thüringen feierte sich in Pößneck.

Fotos (3): HARTWIG MÄHLER


29.06.2015: Interesse an gebauter Umwelt

Tag der Architektur lockte rund 6000 Architekturinteressierte an.

Rund 6000 Interessierte nutzten am 27. und 28. Juni in Thüringen den „Tag der Architektur“, um neue und modernisierte, private und öffentliche Gebäude, Innenräume sowie Freianlagen in 35 Städten und Gemeinden zu erkunden. (nti-online.net berichtete vorab am 25.06.2015). Landesweit waren 73 zeitgemäße Bauwerke geöffnet. Vor Ort standen Bauherren und Architekten bereit, um Fragen zu beantworten und über Ideen und Konzepte, Planungsabläufe und qualitative Standards zu informieren. „Die Chance, sich sowohl von Architekten als auch von Bauherren ihre Bauwerke vor Ort erläutern zu lassen, besteht einmal mehr beim Tag der Architektur. Die vielen Besucher sind Beleg für das hohe Interesse der Bürgerinnen und Bürger an ihrer gebauten Umwelt“, zieht Dr. Hans-Gerd Schmidt, Präsident der Architektenkammer Thüringen, das Fazit.

Das größte Publikumsinteresse war in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Erfurt zu verzeichnen: Allein 2700 Besucher machten sich zu den 15 hier geöffneten Objekten auf den Weg. Viele von ihnen waren am Barbarossahof, um die drei dort geöffneten Bauwerke unter die Lupe zu nehmen: Gut 800 Interessenten besichtigten das Einfamilienhaus Barbarossahof 7 von Vitaminoffice Architekten, 400 Besucher verzeichnete die Stadtvilla am Barbarossahof von Haus-mit-Zukunft Architekten + Ingenieure und 320 das Wohnhaus „H6“ von dma Deckert Mester Architekten. Ebenfalls stark frequentiert wurde die Wohnhauserweiterung „Auf der Mauer“ von Herrschmidt Architektur in Erfurt-Hochheim mit rund 400 Gästen.

In Weimar wurden insgesamt rund 1300 Teilnehmer gezählt. Die meisten Besucher, 400 an der Zahl, interessierten sich für die Orangerie Belvedere von Tectum Hille Kobelt Architekten und Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl sowie Dane Landschaftsarchitektur. Gut zweihundert Neugierige sahen sich den Hausgarten „BEN“ im Baugebiet „Neues Bauen am Horn“ an, den die Landschaftsarchitektin Martina Trebert präsentierte.

In der Planungsregion Nordthüringen registrierten die Veranstalter im sanierten „Haus Altendorf 41“ vom Architekturbüro Wagner, im „Hochhaus am Grimmelhof“ von Architekt Tobias Winkler (beide in Nordhausen) sowie im Wohnhaus Schärf in Ellrich von Ortsbild Architektur- und Ingenieurbüro mit je rund einhundert Gästen die meisten Besucher.

Ebenfalls rund einhundert Architekturinteressierte besichtigten das Zentrum für Angewandte Forschung in Jena von Worschech Architects. Insgesamt wurden in der Lichtstadt knapp 500 Besucher gezählt.

Alle Objekte, die in diesem und in den vergangenen Jahren zum Tag der Architektur zu sehen waren sowie zahlreiche weitere Projekte in Thüringen und von Thüringer Architekten können dauerhaft im digitalen Architekturführer Thüringen im Internet mit Fotos und vielen Detailangaben abgerufen werden.

BJÖRN RADERMACHER

 

29.06.2015


29.06.2015: Lebendige Nachbarschaft

Michaelishaus Schleiz und Evangelischer Kindergarten rückten enger zusammen: Vom 22. bis 26. Juni fand die Projektwoche „Alt und jung unterm Regenbogen“ großen Anklang.

In der Schleizer August-Bebel-Straße gibt es den Evangelischen Kindergarten und direkt daneben das Michaelishaus. Im Kindergarten werden 75 Mädchen und Jungen betreut. Das Michaelishaus ist Wohnstätte für 20 behinderte Menschen im Rentenalter und vier Autisten.

„Wir haben in dieser Woche unser Türen und Gärten aufgemacht, um uns besser kennenzulernen. Die alten Menschen freuen sich über die Kinder und die Kleinen wollen wissen, wer da stets rüber winkt", sagt Soraja Schmöller, Leiterin des Michaelishauses.

Deshalb gab es die Projektwoche „Alt und jung unterm Regenbogen“. An jedem Tag in der zurückliegenden Woche fand ein Treffen statt. Am Montag hieß das Singen am Zaun, die Nachbarn begegneten sich und haben gesungen, Musik gemacht und Luftballons getauscht. Am Dienstag gab es eine gemeinsame Andacht im Michaelishaus, der Mittwoch wurde zum Vorstellen der Räumlichkeiten genutzt und der Donnerstag galt als Tag der offenen Gärten. Es wurde erkundet, was denn alt und jung so bewegt.

„Was heißt es, alt und behindert zu sein? Nicht mehr laufen oder schlecht sehen zu können? - waren die Fragen, denen die Kinder nachgingen. Im Michaelshaus durfte Rollstuhl und Rollator gefahren werden, Brillen, die eine verminderte Sehstärke vermitteln, und auch Greifer durften probiert werden. Die Kinder haben die Zimmer der Bewohner gesehen und Kuchen gekostet. Sie waren sehr interessiert", erzählt die Kindergarten-Leiterin Kerstin Enk.

Am Freitag fand eine gemeinsame Abschlußandacht im Gemeindesaal statt.

„Wir möchten unsere Nachbarschaft leben und uns dafür sensibilisieren, aber auch dankbar sein, für alles, was uns verbindet. Zum Beispiel die gemeinsame Feier zum Martinstag oder auch, daß die Kinder unser Hausfest mit einem Programm bereichern", so Soraja Schmöller.

Beide Einrichtungen gehören zur Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH.

SANDRA SMAILES

 

29.06.2015

 

 

Schleizer Projektwoche „Alt und jung unterm Regenbogen“: „Türen und Gärten aufgemacht, um uns besser kennenzulernen.“

Fotos (6): SANDRA SMAILES 


28.06.2015: Vor dem Vergessen bewahren

Von diebischen Söldnern und dem mutigen Lindwurmbezwinger: Wissenswertes, Sagen und Erzählungen aus dem Weimarer Land.

Geschichten und Sagen sind in allen Regionen des Landes fester Bestandteil des unvergänglichen Erzählgutes. Die interessantesten davon werden immer wieder aufgegriffen und weitererzählt. Haben die Menschen einmal davon Besitz ergriffen, bleiben sie inhaltlich über Jahrzehnte unverändert. Hartnäckig hält sich auch, was über den umstrittenen Ursprung des Kosenamens der Stadt Apolda „Gramont“ berichtet wird. Recherchen vermitteln etwas anderes und trotzdem bleiben „Gramont“ und schlachtenerprobter Napoleon eine Einheit. So verhält es sich auch mit der Sage der Unheil bringenden Lindwürmer, die eigentlich ihren Ursprung in Schöten hat und trotzdem zum Schloß in Apolda führt. Schließlich finden sich älteste Steinzeugnisse in Form eines Tier-Trias an der Apoldaer Martinskirche, die schon zu Zeiten der urkundlichen Ersterwähnung von Apolda 1119 stand und deshalb verschenkt werden konnte.

Überraschendes brachte die Nachforschung zur Luther-Prägung ans Tageslicht. Was sich spektakulär im Jahre 1635 in der Kirche zu Oberroßla ereignete, prägte ein Medailleur aus Gotha für alle Zeiten fest ins Metall. Die Prägung aus 1708 galt als verschollen und könnte im Lutherjahr 2017 neue Bedeutung erlangen.

Kaum bekannt ist, daß der Reformator Martin Luther eine Nichte in Niederroßla hatte und eine Steinplatte in der Barockkirche des sogenannten „Elefantendorfes“ davon berichtet.

Wußten Sie von Dietrich von Apolda, dem Biografen der heiligen Elisabeth, Landgräfin von Thüringen? Der Verfasser von Heiligenbiografien, auch Theodericus de Apolda genannt, stammt offensichtlich aus der Familie der Herren von Apolda.

Mit dem vorliegenden Büchlein sind Geschichten, Erzählungen und Sagen vor allem aus dem Weimarer Land gesammelt, neu aufgeschrieben und deshalb festgehalten, weil nur wenige Publikationen darüber existieren oder Jahrzehnte nach der Erstauflage vergangen sind.

Das Büchlein soll nicht nur anregen, mehr über die Heimat zu erfahren, es wird auch dazu führen, weitere Geschichten und Sagen vor dem Vergessen zu bewahren oder fast Vergessenes wieder ans Licht der Öffentlichkeit zu befördern.

Dabei ist es ein schöner Zufall, daß mit dem Ersterscheinen 2013 (seitdem mehrere Neuauflagen) zugleich das Jahr der Gebrüder Grimm und das 200. Jahr der „Kinder- und Hausmärchen“ vielfach gewürdigt wird. Die schönsten Märchen bedeuten nachdrücklich Vermächtnis und Anliegen, den tiefen Sinn zu hinterfragen.

So soll es auch mit den Geschichten und Sagen aus Apolda und dem dem Weimarer Land sein. Der Autor Hartwig Mähler sammelte, erzählte neu und schrieb auf, was die Menschen berichteten. Das Buch ist illustriert. Zeichnungen, Collagen und Malerei steuerten die Apoldaer Künstler Rüdiger Bahr-Liebeskind und Peggy Blasi bei. Fast einhundert Geschichten sind aus einer Vielzahl ausgewählt und nach Sagenkreisen geordnet.

Allein die „Lindwurmsage“ birgt eine Fülle von Lebensweisheiten in sich. Und die Sage von der „Seerosennixe“ will Tugenden ansprechen und zur Ehrlichkeit mahnen. Märchen und Sagen haben uns etwas zu vermitteln und führen obendrein zu kaum besuchten Orten, die gleich nebenan ein Stück Heimat bedeuten. So ist es auch mit Deutschlands höchstem Bergfried und dem Blutfleck im Schloß, der Wasserburg zu Niederroßla.

Das Sagenbuch gibt es in der Tourist-Info im Rathaus zu Apolda, im Apoldaer Buchladen und dem Geschenkeladen am Brauhof.

PI-WST

 

28.06.2015

 

 

„Geschichten und Sagen aus Apolda und dem Weimarer Land“-Titel: Fester Bestandteil des unvergänglichen Erzählgutes.

Foto: HW-ARCHIV


27.06.2015: Extra-Dosis Adrenalin garantiert

Oberhof jetzt mit Bikeverleih.

Im Bikepark Oberhof haben Urlauber und Gäste Oberhofs ab sofort die Möglichkeit, Bikes, Protektoren und Helm vor Ort auszuleihen. Insgesamt stehen vier verschiedene, hochwertige Spezialbikes zur Auswahl, die individuell auf den Fahrer eingestellt werden können. Auch die Öffnungszeiten wurden für die Besucher angepaßt und bieten nun die Möglichkeit, schon nach der Anreise im Wochenend-Domizil oder nach Feierabend auf rasante und knifflige Fahrt zu gehen. Am Freitag ist der Bikepark von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und hält am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen sein Angebot von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr bereit. Ein Reparaturservice sowie eine kostenfreie Bike-Wash-Station komplettieren das Servicepaket, welches auch hier ständig verbessert und weiterentwickelt wird.

Der Sommer kehrt zurück nach Oberhof! Nicht nur wegen der herrlichen Fernsicht in die Thüringer Berge, erwarten dann Downhiller und Freerider beste Aussichten im Bikepark Oberhof! Auf unterschiedlichen Trails ist die Extra-Dosis Adrenalin garantiert. Egal ob jung, alt, Einsteiger oder Profi: So können sich Anfänger auf dem „t-wood Trail“, dem Herzstück der Anlage, an Geschwindigkeit und große Sprünge langsam herantasten. Profis steuern auf dem „Blueberry-“ oder „Fallbach-Trail“, verbessern ihre Technik oder geben in abwechslungsreichen Kurvenpassagen einfach Vollgas. Die neue „Downhill-Strecke“ steht kurz vor ihrer Vollendung und hält dann noch mehr Fahrspaß bereit. Bei herrlichem Panoramablick geht es mit dem Sessellift entspannt zurück auf die Höh‘.

Eine Anmeldung für den Besuch zu den oben genannten Öffnungszeiten ist nicht erforderlich. Allerdings wird im Fall einer Bike-Ausleihe um entsprechende Reservierung gebeten. Unter Angabe des Gewichtes, ist das Fahrwerk des Spezialbikes dann direkt eingestellt.

PM-OSG

 

27.06.2015

 

 

Spezialbikes im Bikepark Oberhof: Einladung auf rasante und knifflige Fahrt.

Foto: OSG-ARCHIV


26.06.2015: „Stromkosten-Tsunami“

Schilfbootsegler kritisiert Energiewende.

Im Rahmen des in diesem Jahr gefeierten Unternehmensjubiläums „25 Jahre TMP“ fand am 23. Juni ein Vortrag des bekannten „Schilfbootseglers“ und Naturwissenschaftlers Dr. Dominique Görlitz aus Chemnitz in Bad Langensalza statt. Über 60 Gäste waren der Einladung der ortsansässigen TMP Fenster + Türen GmbH in das Friederikenschlößchen gefolgt.

Diese Partnerschaft besteht bereits seit vielen Jahren. „Damit wollen wir Dominique Görlitz bei seinem Vorhaben einer erneuten Atlantiküberquerung unterstützen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Bernhard Helbing. Bereits seit einiger Zeit wird die Mission „Abora 5“ vorbereitet, nach dem die vorherige Mission mit der „Abora 4“ im Jahr 2007 kurz vor Europa nach Schäden am Boot durch insgesamt 13 Stürme gescheitert war.

Fachlich hat sich der Wissenschaftler auch mit der Energiewende auseinandergesetzt und dort etliche Widersprüche gefunden, welche er den aufmerksamen Zuhörern präsentierte. Erderwärmung, Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen des Eises an den Polen – hier würde vieles überbewertet und teilweise auch falsch dargestellt. Das treffe besonders für die Windkraft zu. Teuer und uneffektiv – so lautet das Fazit von Görlitz. „Deutschland ist kein Windstromland“. Statistisch würden Windräder, die maximal bis zu drei Megawatt leisten könnten, an 200 Tagen lediglich 120 Kilowatt pro Stunde erzeugen, so Görlitz. „Der Wind schickt uns keine Rechnung, aber einen Stromkosten-Tsunami.“ So habe Deutschland derzeit mit allen Abgaben und Steuern die zweithöchsten Strompreise in Europa. Allein von 2002 bis 2012 sei der Preis für eine Kilowattstunde von 16,6 auf 29,3 Cent angestiegen.

Die hier bisher investierten 200 Milliarden Euro hätte man auch besser für die Forschung zu alternativen Energieformen nutzen können. Dazu zähle aus seiner Sicht beispielsweise die „kalte Kernfusion“. „Mit einem Liter Deuterium kann man eine Stadt wie Berlin ein Jahr lang mit Strom versorgen“, gibt Görlitz zu bedenken. Auch „Tesla-Generatoren“, welche die „Raumenergie“ nutzen, seien wenig bekannt und in der Nutzung nicht zugelassen.

MICHAEL SCHLUTTER

 

26.06.2015

 

 

Vielseitiger Gast: Auch als Klavierspieler zeigte Dominique Görlitz im Friederikenschlößchen durchaus Talent.

 

 

Etliche Widersprüche gefunden: Dominique Görlitz erläuterte den Gästen seine Sicht auf die Energiewende in Deutschland.

 

 

Die Partnerschaft zwischen TMP und den „Schilfbootseglern“ besteht bereits seit vielen Jahren:

Dominique Görlitz, Bernhard Helbing, TMP-Geschäftsführer, Peter Schmolke, stellvertretender Expeditionsleiter Abora 4 (von links nach rechts).

Fotos (3): MICHAEL SCHLUTTER

 


26.06.2015: „Wichtig ist das Zusammenspiel“

Jedes zweite Haus in Thüringen nicht ausreichend versichert: Versicherungswirtschaft unterstützt Initiative der Landesregierung zur Vorsorge gegen Naturgefahren im Freistaat.

Über 55 Prozent der Hausbesitzer in Thüringen bekommen derzeit keine finanzielle Entschädigung von einer Versicherung, wenn ihre Häuser und Wohnungen durch Starkregen oder Hochwasser überflutet werden. Der Grund: Die meisten Hauseigentümer besitzen zwar eine Wohngebäudeversicherung, aber nur knapp 45 Prozent der Thüringer haben sich für einen umfassenden Versicherungsschutz vor Naturgefahren entschieden. Dabei steht dieser Versicherungsschutz für Elementarschäden praktisch allen Gebäuden - auch in stark gefährdeten Gebieten - zur Verfügung. Darauf wies der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am 26. Juni bei der Auftaktveranstaltung zur Informationskampagne „Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" in Erfurt hin.

Die Kampagne der thüringischen Landesregierung will die Menschen über Naturgefahren und den richtigen Schutz aufklären. Sie will den Bürgern verdeutlichen, daß jeder betroffen sein und daß jeder etwas tun kann, um die Schäden zu verringern. Die Kampagne steht damit im Einklang mit den Beschlüssen der Justizministerkonferenz  der Vorwoche: Die Minister hatten sich gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden ausgesprochen und eine bundesweite Informationskampagne empfohlen, mit der die Bevölkerung stärker über Naturgefahren, wie Hochwasser und Starkregen, sensibilisiert werden soll. „Versicherungsschutz allein kann keine Katastrophe verhindern", sagt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV. „Wichtig ist das Zusammenspiel von staatlichem und kommunalem Hochwasserschutz, individuellen Präventionsmaßnahmen am Haus sowie erweitertem Versicherungsschutz."

Klimaforscher prognostizieren auch für die Zukunft vermehrte Unwetter und intensive Niederschläge. „Die verheerenden Extremwetterereignisse der Vergangenheit sind ein deutliches Signal dafür, daß der Klimawandel kein abstraktes Phänomen ist, das weit weg von uns passiert. Die Folgen erleben wir inzwischen direkt vor unserer Haustür", sagt Gause. Extreme Niederschläge hatten im Juni 2013 versicherte Schäden in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro verursacht, davon entfielen rund 140 Millionen Euro auf Thüringen. Um so wichtiger ist es, die Menschen gezielt in den Regionen zu informieren. „Wenn wir wissen, daß Naturgefahren zunehmen, müssen wir handeln - und zwar heute." Genau hier setzt die Initiative an. Dabei geht es nicht nur um  Versicherungsschutz, sondern auch um Maßnahmen zur Schadenverhütung.

Verbraucher können sich umfangreich über die Initiative „Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" im Internet informieren.

Um sich vor extremen Naturereignissen, wie Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser, zu schützen, brauchen Hausbesitzer und Mieter eine Elementarschadenversicherung. Die Elementarschadenversicherung schützt zudem vor den finanziellen Folgen durch Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüchen. Sie wird als optionaler Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Immer mehr Versicherer gehen hier einen Schritt weiter: Sie bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung inklusive der Elementarschadenversicherung an. Kunde und Versicherer können sich natürlich auch gegen den Elementarbaustein entscheiden.

In Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Saarland und Thüringen gibt es mittlerweile Informationskampagnen für mehr Naturgefahrenschutz. Ziel ist es, die Menschen in ihrer Region über Elementargefahren aufzuklären, und ihnen Tips zum Versicherungsschutz und Präventionsmaßnahmen zu geben. In nächster Zukunft sollen noch weitere Bundesländer folgen.

KATHRIN JAROSCH

 

26.06.2015


26.06.2015: Anknüpfung an lange Tradition

„Himmelsspektakel“ war ein Publikumsrenner: Ausstellung in der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt zählte fast 6500 Besucher.

Die von der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt und der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam veranstaltete Ausstellung „Himmelsspektakel. Astronomie im Protestantismus der Frühen Neuzeit“ (nti-online.net berichtete am 29.04.2015.) ist in diesen Tagen mit großem Erfolg zu Ende gegangen. Fast 6500 Besucherinnen und Besucher kamen zur Schau in den Spiegelsaal auf Schloß Friedenstein.

„Die Ausstellung ist ein großer Erfolg für uns“, sagt Dr. Kathrin Paasch, Leiterin der Forschungsbibliothek Gotha. „Besonders freue ich mich, daß es uns gelungen ist, mit der Astronomie-Geschichte der Frühen Neuzeit ein naturwissenschaftliches Thema für die breite Öffentlichkeit aufzubereiten.“  Hierzu habe insbesondere die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze von der FSU Jena beigetragen. Die Ausstellung sei ein Ansporn, auch künftig verstärkt naturwissenschaftliche Themen in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Institutionen anzubieten. Ein besonderer Dank gehe an die Ernst-Abbe-Stiftung in Jena, die die Ausstellung großzügig unterstützt habe, sowie an die Stiftung Schloß Friedenstein Gotha für die Leihgaben.

Die Ausstellung konnte auf die reichhaltigen Bestände der Forschungsbibliothek Gotha zur Astronomie-Geschichte zurückgreifen, die im 17. und 18. Jahrhundert insbesondere durch die beiden Herzöge Ernst I. und Ernst II. zusammengetragen worden sind. Sie zeigte zugleich, welche Bedeutung die Astronomie im Herzogtum Sachsen-Gotha hatte. Hierfür stand einmal mehr der Schulrektor des seinerzeit berühmten Gothaer Gymnasiums, Andreas Reyher (1601–1673), der nicht nur eigene Beobachtungen durchgeführt und diese sorgfältig dokumentiert hat, sondern seine Schüler quasi in Echtzeit mit den neuesten Entwicklungen in der Astronomie rund um Galileo Galilei und Johannes Kepler vertraut gemacht hat. Die Ausstellung knüpfte so an die lange Tradition der Astronomie-Geschichte in Gotha an.

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen, der per E-Mail zum Preis von 24 Euro bestellt werden kann. Ferner findet man in der virtuellen Ausstellung  gebündelte Informationen zum „Himmelsspektakel“, einen Überblick über die Sektionen, Kurzbeschreibungen und Biografien zu den wichtigsten Astronomen, E-Cards zum Download und vieles mehr.

CARMEN VOIGT

 

26.06.2015


25.06.2015: Energieeffiziente Abscheidung

Nordhäuser Vorhaben zur Qualifizierung von Ingenieurnachwuchs.

Kürzlich startete an der Hochschule Nordhausen ein neues Forschungsprojekt mit dem Kurztitel „Feinstaubabscheidung“. Das auf vier Jahre angelegte Vorhaben dient der Qualifizierung von Ingenieurnachwuchs und wurde auf experimentelle Forschung ausgelegt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  mit insgesamt 410.479 Euro gefördert.

Ziel ist es, den Rotationsentstauber als neuartigen Filter zur energieeffizienten Abscheidung gesundheitsschädlicher Feinstäube zu nutzen. Dieser gemeinsam mit dem Unternehmen Schulz und Berger Luft- und Verfahrenstechnik GmbH aus Altenburg entwickelte Filtertyp soll dabei im Rahmen des Projektes entscheidend verbessert und in die Praxis überführt werden. In das Projekt eingebunden sind unter Leitung von Prof. Dr. Sylvia Schade-Dannewitz vom Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik mehrere Vertreter aus der Wirtschaft und Wissenschaft, die das Projekt anwendungsorientiert und wissenschaftlich fundiert mitgestalten.

Im Rahmen des Projektes wird der Auf- und Ausbau der Nachwuchsforschergruppe zu den Themen Luftreinhaltung und Entstaubung vorangetrieben. In Kooperation mit der Technischen Universität Clausthal wird dazu bereits die zweite Promotion allein auf diesem Gebiet bearbeitet.

Fest im Projekt verankert ist die intensive Einbeziehung von Studierenden, die sich studienbegleitend in verschiedenen Ingenieurdisziplinen als studentische Hilfskraft bis hin zum Bacheloranden betätigen können. Die Möglichkeit dazu existiert unter anderem als Studierender im Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik. Auf dieses Studium an der Hochschule Nordhausen kann man sich ab sofort bewerben.

TINA BERGKNAPP

 

25.06.2015

 

 

Wissenschaftlich fundiert mitgestalten: Arbeit am Filterprüfstand im August-Kramer-Institut an der Hochschule Nordhausen.

Foto: HN-ARCHIV

 


25.06.2015: Verhinderte Annäherung

DIW: Osten weiterhin „verlängerte Werkbank“.

Die verfehlte Privatisierungspolitik zu Beginn der 90er Jahre ist die Ursache für das auch künftig anhaltend schwache Wachstum der ostdeutschen Wirtschaft. Dies belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW für das Bundeswirtschaftsministerium. Demnach leidet die ostdeutsche Wirtschaft noch immer unter ihrer kleinteiligen Struktur, das hemmt ihr Wachstum und verhindert eine weitere Annäherung an das westdeutsche Niveau.

Die entscheidenden falschen Weichenstellungen seien nach der Wiedervereinigung mit der Privatisierung durch Verkauf erfolgt. Im Osten ist der Anteil der Beschäftigten mit einfachen, ausführenden Tätigkeiten höher,  hier wird vor allem produziert. Das belegt den Wahrheitsgehalt der Bezeichnung des Ostens als „verlängerte Werkbank des Westens“.

Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe nutzt die westdeutsche Wirtschaft weiterhin die ostdeutschen Produktionsstätten für die noch immer günstigere Herstellung von Vor- und Zwischenprodukten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie, die sich mit spezifischen Wachstumshemmnissen für die hauptsächlich klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaft in Thüringen und den anderen  neuen Ländern befaßt. DIW hatte über 500 Unternehmen in Ostdeutschland befragt. Ein Drittel der Chefmanager und Unternehmensführer dieser Betriebe hat danach grundsätzlich kein Interesse an einer Ausweitung der betrieblichen Kapazitäten. Eine ostdeutsche Wirtschaft, die nicht wirklich wachsen will, hat aber im Vergleich zur in- und ausländischen Konkurrenz auch nur geringe Chancen, den Anschluß zu schaffen an die besser, größer und export- sowie forschungsintensiver aufgestellte westdeutsche Wirtschaft.

Die Studie sieht Möglichkeiten für politisch gewollte bessere Rahmenbedingungen für die Ostwirtschaft. Sie empfiehlt unter anderem verbesserte familienpolitische Maßnahmen für eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen. Die staatliche Unterstützung von Forschung und Entwicklung sollte viel klarer auf die erfolgreiche Markteinführung neuer Produkte zielen. Außerdem könnte eine besonders geförderte Vernetzung der ostdeutschen Unternehmen den Nachteil der Kleinteiligkeit der Unternehmensstruktur ausgleichen.

Die Studie belegt außerdem, daß der Osten bei den Standortfaktoren Infrastruktur, Fachkräfte, Energiekosten, Steuern, Bürokratie und Flächenangebote kaum schlechter dasteht als Westdeutschland. Allerdings bleibe der Umfang von Produkt- und Verfahrensinnovationen deutlich zurück. Die Betriebe sind seltener und in geringerem Umfang auf internationalen Märkten aktiv. Besonders jedoch leide der Osten unter den aktuellen Rußlandsanktionen, die ihre klassischen Handelsströme in den Osten abschneiden.

FRANK FRIEDRICH

 

25.06.2015


25.06.2015: Kreativer Umgang

Tag der Architektur am 27. und 28. Juni: 73 neue Bauwerke wollen erkundet werden.

Immer am letzten Juniwochenende öffnen Bauherren die Türen, um gemeinsam mit ihren Planern ihre Vorhaben vorzustellen. Die Thüringer Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner beteiligen sich zum Tag der Architektur am 27. und 28. Juni mit der Präsentation von 73 zeitgemäßen Bauwerken, die über das gesamte Bundesland verteilt sind und einen Querschnitt alltäglicher Bauaufgaben abbilden.

Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt auf den Wohnungsbauten sowie den Kultur- und Bildungseinrichtungen, die zusammen weit mehr als die Hälfte aller Objekte ausmachen. Von hohem Interesse sind für das Publikum erfahrungsgemäß die Einfamilien- und Wohnhäuser, die vielfältige Anregungen für die eigenen Planungen liefern. „Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang vor allem den Bauherren und Nutzern, die bereit sind, ihre ‚eigenen vier Wände? für die Allgemeinheit zu öffnen und Einblicke ins ‚Private‘ zu gewähren“, erklärt Dr. Hans-Gerd Schmidt, Präsident der Architektenkammer Thüringen.

Gleich drei Bauherren in unmittelbarer Nachbarschaft öffnen ihre neuen Wohnhäuser am Barbarossahof in Erfurt. Die Westflanke des einstigen Kasernengeländes wurde mit einer Reihe von Wohnhäusern für Familien und Baugemeinschaften geschlossen. Trotz eines strengen Bebauungsplans konnten individuelle Lösungen ganz nach den Wünschen der Bauherren entstehen.

Auch wenn die überwiegende Zahl der gezeigten Bauwerke Neubauten sind – und das wohlgemerkt entgegen des Trends, denn schon heute entfallen nahezu drei Viertel aller Leistungen im Wohnungsbau in Deutschland auf den Bestand –, können sich die Besucher am Tag der Architektur 2015 auch einen Überblick über den kreativen Umgang mit dem Bestehenden verschaffen.

Das mit dem „Architektourpreis“ ausgezeichnete Wohnhaus in Erfurt-Hochheim sei beispielhaft genannt: Die gelungene Erweiterung eines ehemaligen Nebengebäudes der Kurklinik fußt auf einem einst verwahrlosten Plateau und überzeugt durch seine Materialsprache und ein ausgeklügeltes Raumgefüge. Im Ergebnis wurde ein vermeintlicher „Un-Ort“ vorbildlich zu einem neuen Lebensraum mit hoher Wohnqualität umgestaltet.

Zukunftsweisend im Umgang mit dem Bestand ist das gleichsam in Erfurt zu besichtigende Objekt „Wohnen im Klassenzimmer“: Eine leer stehende Schule wurde zu einer barrierefreien Wohnanlage für 70 Bewohner umgebaut. (nti-online.net berichtete am 6.05.2015).

Auch zwei zu flexiblen Bürogebäuden umgebaute ehemalige Industriehallen in Jena-Göschwitz belegen den kreativen Umgang der Planer mit vorhandenen „Leerstandsimmobilien“. Nicht zuletzt die neuen, ornamentartigen Fassaden werten das Umfeld nachhaltig auf. 

Zum Tag der Architektur können viele weitere Projekte besichtigt werden. Zeitgemäß gestaltete Innenräume sind unter anderem im umgebauten Messe-Restaurant in Erfurt oder im Dorotheenhof Weimar zu sehen. Die Objekte der Freiflächengestaltung reichen vom Kleinod – beispielsweise dem Hausgarten „BEN“ im Baugebiet „Neues Bauen am Horn“ in Weimar  – bis hin zu großräumigen Landschaftsplanungen wie den naturschutzrechtlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die im Zuge des Baus der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt im Landkreis Sonneberg entstanden sind.

BJÖRN RADERMACHER

 

25.06.2015


25.06.2015: „Teure Fehlentscheidungen“

Thüringer Beamtenbund fordert gründliche Aufgabenanalyse vor jeder Umstrukturierung: „Generelle Forderung nach zweistufiger Verwaltung ist der falsche Ansatz“.

„Bevor eine Diskussion über Aufgabenverteilungen und weitere Kommunalisierungen gestartet wird, sollte endlich mit einer Aufgabenanalyse begonnen werden. Die generelle Umgestaltung der Thüringer Verwaltungen auf eine Zweistufigkeit wäre ebenso ein Irrweg wie nicht zu Ende gedachte weitere Kommunalisierungen“, kommentierte der Landesvorsitzende des Beamtenbundes und Tarifunion Thüringen (tbb), Helmut Liebermann, am 24. Juni die Presseverlautbarungen des Thüringer Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (Die Linke) zum Vorhaben, das Landesverwaltungsamt zu einer kommunalen Behörde zu machen.

„Aus Fehlern der Vergangenheit sollten wir lernen“, gab der Beamtenbundchef in einer Erklärung zu Bedenken. Der Thüringer Rechnungshof habe in seiner Medieninformation vom 24. Juni  unter anderem festgestellt, daß die Umweltverwaltung nach Kommunalisierung erheblich teurer wurde. Das gleiche Ergebnis würde in vielen weiteren Bereichen im Falle einer Kommunalisierung eintreten.

Der Aussage des Kommunalexperten Frank Kuschel, daß der bisherige dreistufige Verwaltungsaufbau in Thüringen mit einer Vielzahl von Mittelbehörden nicht mehr zeitgemäß und die Arbeit dieser Behörden zu intransparent sei und unnötige Kosten verursache, wird durch den Thüringer Beamtenbund konsequent widersprochen. Mit der gleichen Begründung seien vor Jahren zum Beispiel die Umwelt- und die Versorgungsverwaltung kommunalisiert und damit von der Drei- zur Zweistufigkeit überführt worden. „Das waren“, kommentierte Helmut Liebermann, „teure Fehlentscheidungen, wie sich heute herausstellt.“

PM-TBB

 

25.06.2015


24.06.2015: „Mehr Tempo“

5. Thüringer Breitbandgipfel: Bis zum Ende des Jahrzehnts soll es im Freistaat flächendeckend schnelles Internet geben.

In Thüringen soll es bis zum Ende dieses Jahrzehnts flächendeckend schnelles Internet geben. Das hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 24. Juni beim 5. Thüringer Breitbandgipfel in Erfurt angekündigt. „Unser Ziel sind Bandbreiten von mindestens 30, wo immer machbar sogar 50 oder 100 Megabit pro Sekunde“, sagte Tiefensee.

Er kündigte zugleich Verbesserungen bei der Breitbandförderung an: So sollen die Programme außer für Kommunen künftig auch für Breitbandanbieter und Betreiber von öffentlichen W-Lan-Netzen geöffnet werden. Zudem werden die Fördermittel noch einmal deutlich verstärkt: Bis 2020 stehen einschließlich der Bundesmittel rund 40 Millionen Euro für den Breitbandausbau in Thüringen zur Verfügung.

„Thüringen braucht mehr Tempo auf den Thüringer Datenautobahnen, um für die Digitalisierung gerüstet zu sein“, betonte Tiefensee. Aktuell stehen für 778.000 ( 70 Prozent) der Thüringer Haushalte Anschlußgeschwindigkeiten von mehr als 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung – im April 2014 lag diese Zahl noch bei 344.000 Haushalten. Das ist eine Steigerung um 126 Prozent. Auch die Zahl der Internetzugänge mit mehr als 50 Megabit ist deutlich angestiegen und liegt jetzt bei 674.000 Haushalten (61 Prozent).

Möglich wurde dies unter anderem durch das sogenannte „Vectoring“, eine neue Vernetzungsmethode, die eine höhere Auslastung und höhere Geschwindigkeiten auch auf der sogenannten „letzten Meile“ zu den Hausanschlüssen zuläßt. Zudem wurde seit Beginn des Jahres 2015 eine Reihe von Ausbau-Projekten für schnelles Internet fertiggestellt, für deren Umsetzung im letzten Jahr Fördermittel bewilligt wurden. Das betrifft knapp 100 Ortslagen mit annähernd 13.000 Haushalten und Betrieben.

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium seit dem Start des „Landesprogramms Breitband“ im Jahr 2012 bis heute mehr als 8,5 Millionen Euro für die Breitbandförderung bereitgestellt und damit Investitionen von knapp 30 Millionen Euro in diesem Bereich angestoßen. Allein damit konnten 55.000 Haushalte und 4800 Unternehmen in 300 Thüringer Orten mit Internetanbindungen versorgt werden.

„Dennoch haben wir noch einen enormen Nachholbedarf beim Breitbandausbau – zumal sich die Bedürfnisse aus Wirtschaft und privaten Haushalten nach immer schnelleren Internetanschlüssen rasant entwickeln“, so der Minister. Auch Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), betonte, daß das schnelle Internet nicht nur für das private Zuhause immer wichtiger werde. „Mit den Entwicklungen rund um die Industrie 4.0 bauen mittlerweile auch viele Unternehmen auf eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Der Breitbandausbau in Thüringen ist also nicht nur eine Frage der Lebensqualität, sondern auch eine des regionalen Wirtschaftswachstums – und wir arbeiten gemeinsam daran, beides entscheidend zu befördern.“ Die LEG ist Trägerin des Breitbandkompetenzzentrums Thüringen (BKT), das Kommunen, Landkreise und Unternehmen fachlich berät und begleitet.

Um den weiteren Breitbandausbau zu forcieren, wird das Wirtschaftsministerium die Förderkonditionen in diesem Bereich weiter verbessern und das Fördervolumen erhöhen. So werden im Landesprogramm bis 2020 nunmehr rund 18 Millionen Euro Förderung zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) in Höhe von 900.000 Euro pro Jahr, die jeweils hälftig von Bund und Land finanziert werden. Schließlich erwartet Thüringen aus der soeben abgeschlossenen Versteigerung von freigewordenen Funkfrequenzen („Digitale Dividende“) weitere zirka 17 Millionen Euro vom Bund, die in den kommenden drei Jahren (also bis einschließlich 2017) für den Breitbandausbau eingesetzt werden sollen.

Zudem wird die Förderung geöffnet und für weitere Zielgruppen zugänglich gemacht. So sind neben Kommunen künftig auch Unternehmen, die Breitbandnetze einrichten wollen, sowie Betreiber von öffentlich zugänglichen W-Lan-Netzen förderfähig. Dabei werden hier nicht mehr die – teilweise schwer zu ermittelnden – „Wirtschaftlichkeitslücken“, sondern die konkreten Investitionskosten bezuschußt. „Das vereinfacht die Antragstellung“, betonte der Wirtschaftsminister. Es bleibe aber dabei, daß der Ausbau nur dort gefördert werde, wo ein wirtschaftlicher Betrieb ohne eine öffentliche Förderung nicht möglich sei und es deshalb nach wie vor an einer hochbitratigen Breitbandversorgung fehle.

Weiterhin sollen künftig Modellvorhaben zur Einrichtung öffentlicher W-Lan-Netze finanziell unterstützt werden. „Im Vordergrund stehen dabei touristisch relevante Regionen und stark frequentierte Orte“, betonte Tiefensee. Die ersten Vorhaben sollen noch in diesem Jahr starten. Allerdings gebe es beim Thema W-Lan hohe Anforderungen an technische Voraussetzungen und Datensicherheit sowie offene Fragen bei der Mißbrauchshaftung („Störerhaftung“).

Deshalb ist für den September ein Expertenworkshop geplant, auf dem – ausgehend von Erfahrungen mit Modellprojekten – Lösungsansätze für Thüringen diskutiert werden sollen, um den Weg für den Ausbau dieser Angebote frei zu machen. Auch in den laufenden Gesetzgebungsprozeß zur Änderung des Telemediengesetzes auf Bundesebene bringe sich das Land ein, so der Minister. Ziel der Landesregierung ist es dabei, die Haftungsrisiken von Anbietern öffentlicher W-Lan-Zugänge und damit ein entscheidendes Ausbauhemmnis zu beseitigen

Mehr als 200 Teilnehmer – Vertreter Thüringer Kommunen, Unternehmen und Kabelnetzbetreiber – diskutierten auf dem 5. Thüringer Breitbandgipfel über neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Breitbandanbietern, Wirtschaft und Politik. Ein Schwerpunkt des Breitbandgipfels bestand darin, Möglichkeiten für intensivere Kooperationen zwischen Telekommunikationsunternehmen und Landkreisen beziehungsweise Kommunen zu erörtern, bestehende Hürden zu erkennen und gemeinsam Ansätze für den flächendeckenden, hochbitratigen Ausbau des Kabelnetzes in Thüringen zu finden.

STEPHAN KRAUSS

 

24.06.2015


24.06.2015: Selbstbewußte Präsentation

Kleine Forscher – große Ideen: Erfurter Grundschulkinder präsentierten ihr „Haus, in dem es niemals kalt wird“ im Technikmuseum in Berlin.

Die Kinder der Grundschule am Steigerwald aus Erfurt präsentierten am 23. Juni anläßlich des „Tags der kleinen Forscher“ ihr Forschungsprojekt – das „Haus, in dem es niemals kalt wird“ – in Berlin. (nti-online.net berichtete unter anderem am 07.06.2015).

Ehrengäste der Veranstaltung waren Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär der Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Sie zeigten sich beeindruckt von dem gut durchdachten und professionell errichteten Modell der kleinen Erfurter Forscherinnen und Forscher: „Diese Modelle zeigen, wie kreativ Kinder mit dem Thema Leben in der Zukunft umgehen. Wir müssen Kinder ermutigen, Fragen zu stellen und ihnen dabei helfen, Antworten zu finden. Kinder brauchen Mut und unser Vertrauen, um Dinge auch mal alleine zu tun und eigene Wege auszuprobieren“, so Thomas Rachel.

Dr. Sven Günther, Geschäftsführer der Stift Thüringen (Stiftung für Technologie, Innovation, Forschung Thüringen) hatte das Modell der Grundschülerinnen und Grundschüler bereits vor Ort begutachten können und sogar persönlich einen Modell-Baum auf dem Dachgarten des Hauses „gepflanzt“: „Es ist wunderbar anzusehen, was entstehen kann und wie Kinder wachsen, wenn man ihnen den Freiraum gibt, eigenständig zu forschen. Wir sind stolz auf unsere kleinen Forscherinnen und Forscher!“

Welchen Zweck hat die Lavastein-Wand? Warum ein Dachgarten?

Die Kinder präsentierten den Politikern und Pressevertretern selbstbewußt ihr Modell-Haus, das sie im Rahmen eines speziellen Forscherauftrags der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erstellt hatten. Sie erklärten ihre Ideen und auch ihre Probleme bei der Umsetzung: wie sie die Statik austesteten und das Gerüst immer wieder abstützen mußten, welchen Zweck die schwarze Lavastein-Wand hat, warum der Dachgarten dämmt und daß durch die Glasscheiben warmes Wasser aus heißen Quellen fließt.

Die Erfurter Schülerinnen und Schüler ließen sich ihrerseits beeindrucken. Denn auch die vier anderen Einrichtungen, die spezielle Forscheraufträge erhalten hatten, konnten tolle Ergebnisse vorzeigen: die Hamburger bauten ein Haus, in dem man sich mit Beamer und Wasserfontänen fortbewegen kann, die Kita-Kinder aus Hannover zeigten ihr „Bad ohne Wasser“, die Schweriner ein Fahrzeug namens „Solari“, in dem alle dank des Schrumpfstrahlers gemeinsam fahren können und die Forscher und Forscherinnen aus Blankenfelde zwei Fahrzeuge, die sich fortbewegen, ohne Lärm zu machen.

„Forschen macht Spaß!“, da waren sich die Kinder einig. In Erfurt wird auch in Zukunft weiter geforscht werden – dank Monika Hennig und Birgit Hasert, die das Projekt betreuten und gemeinsam mit den Kindern zu Besuch in Berlin waren.

Der „Tag der kleinen Forscher“ am 23. Juni war der Höhepunkt des Forscherjahres. An diesem Tag stellten die kleinen Forscherinnen und Forscher der Schule am Steigerwald gemeinsam mit vier weiteren Einrichtungen ihre Ergebnisse bei einer großen Veranstaltung in Berlin vor.

Das Motto des Forscherjahres „Wie wollen wir Leben?“ ist inspiriert vom Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Schon seit 2009 feiert die Stiftung den „Tag der kleinen Forscher“, um ein Zeichen für gute frühe Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu setzen. Unterstützt wird der bundesweite Mitmach-Tag in diesem Jahr von der Vector-Stiftung.

Die Grundschule am Steigerwald gehört zum „Haus der kleinen Forscher“-Netzwerk „Land der kleinen Forscher – eine Initiative der Stift und der Stiftung Bildung für Thüringen“, das Fortbildungen in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik für alle Kitas und Grundschulen in Thüringen anbietet.

Die Initiative „Haus der kleinen Forscher“ steht unter Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU). Das BMBF unterstützt die Stiftung finanziell seit 2008. Gegenwärtig werden allein für die Ausweitung auf die Altersgruppe der sechs- bis zehnjährigen Kinder pro Jahr ca. 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

ESTHER SPANG

 

24.06.2015


23.06.2015: Neue Brille oder doch lieber erst zum Augenarzt?

Laserscanner zog mit um: Erfurter Fachgeschäft verfügt über hochmoderne Technik.

Ein kleiner blauer Punkt leuchtet im Okular auf. „Schauen Sie bitte genau darauf“, weist Franziska Nebelung freundlich an. „Jetzt noch einmal blinzeln und dann die Augen offen halten.“ Ein kurzer orangefarbener Blitz leuchtet auf und schon ist das Bild fertig. Nur wenige Minuten dauert der gesamte Vorgang und liefert ganz ohne Augentropfen ein hochauflösendes Abbild der Netzhaut. Deutlich sind auf einem angeschlossenen Monitor die großen Netzhautgefäße und die Austrittstelle des Sehnervs zu erkennen. Die Augenoptikermeisterin sieht aber noch mehr. Sie kann auch krankhafte Veränderungen des Auges erkennen. Das relativ unscheinbare Gerät ist ein Laserscanner und die „Optik am Angerbrunnen“ ist derzeit das einzige Fachgeschäft in Erfurt, welches seit kurzem über diese hochmoderne Technik verfügt. Inzwischen ist Franziska Nebelung auch umgezogen. In der Regierungsstraße 2 ist sie gleich im Nachbarhaus neben ihrem ehemaligen Geschäft zu finden. Die jetzt zur Verfügung stehenden Räume seien größer und böten wesentlich mehr Platz für Technik und Beratung.

Neue Brille oder doch lieber erst zum Augenarzt – diese Entscheidung kann Franziska Nebelung nach dem Laserscan ihren Kunden vorschlagen. „Stellen Sie sich vor, sie hatten bisher eine Sehleistung von 100 Prozent und auf einmal nur noch 80 Prozent.“ Das könne normale altersbedingte Ursachen haben, aber auch eine krankheitsbedingte Veränderung des Auges sein. Im ersten Fall helfe eine neue Brille; beim zweiten empfiehlt die Augenoptikermeisterin ihren Kunden den Besuch beim Augenarzt. Obwohl sie eine entsprechende Schulung absolviert hat, darf Franziska Nebelung aber nicht sagen, was sie sieht.

Als Spezialistin für Gleitsichtbrillen habe sie viele ältere Kunden. Makuladegenerationen seien hier ein typisches Beispiel. Das sind Erkrankungen des Netzhautzentrums, die meist zu einer erheblichen und irreversiblen Störung der zentralen Sehschärfe führen. Diese können sich im Alter von selbst bilden aber auch genetisch vererbt sein. Dabei wird das Netzhautzentrum durch eine Anhäufung von Stoffwechselprodukten zerstört. „Der Patient bemerkt einen grauen Schatten im Zentrum, gerade dort, wo er hinblickt. Die Sehschärfe ist stark herabgesetzt, häufig unter die Grenze der Lesefähigkeit.“ Auch die „optische Verzerrung von betrachteten Objekten“ sei ein typisches Symptom, erläutert Franziska Nebelung.

Mit dem Laserscanner könne man Makuladegenerationen bereits im Frühstadium erkennen. Derzeit sei die Untersuchung noch kostenlos. Aber auch eine Vorbeugung sei möglich. Dafür gebe es bestimmte Beschichtungen der Brillengläser, welche schädliche Bereiche des Lichtes herausfiltern.

Zu diesen und anderen Themen hat Franziska Nebelung eine Infohotline eingerichtet. Jeden Dienstag von 18.00 bis 19.00 Uhr ist die Optikermeisterin persönlich am Telefon und beantwortet Fragen.

MICHAEL SCHLUTTER

 

23.06.2015

 

 

„Jetzt noch einmal blinzeln und dann die Augen offen halten“: Augenoptikermeisterin Franziska Nebelung (rechts) testet mit ihrer Mitarbeiterin Janis Scholz den Laserscanner.

Foto: MICHAEL SCHLUTTER

 


23.06.2015: Vermißte Vision

Zu spät, konsumtiv, aufgebläht: CDU-Wirtschaftsrat kritisiert Thüringer Landeshaushalt.

Mit dem am 19. Juni 2015 durch die rot-rot-grüne Landesregierung mit knapper Mehrheit verabschiedeten Landeshaushalt sei ein spürbarer Kurswechsel in der Thüringer Haushaltspolitik verbunden. Das stellt der Landesverband Thüringen des Wirtschaftsrats der CDU e. V. in einer Presseerklärung fest.

„Für viele investive Maßnahmen, gerade im Baubereich, ist für Private und Kommunen der Landeshaushalt Monate zu spät verabschiedet. Es steht zu befürchten, daß zum Beispiel von der EU zur Verfügung stehende Co-Finanzierungsmittel nicht mehr in Gänze ausgeschöpft werden können und sich damit der Investitionsstau landesweit weiter vergrößert", kritisierte der Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates, Andreas Elm von Liebschwitz. Bearbeitungslaufzeiten, Bewilligungen und Ausschreibungsfristen könnten rein lebenspraktisch nicht in sechs Monaten gehalten werden, wenn ursprünglich hierfür ein Jahr zur Verfügung stehe.

Wie groß aber der Nachholbedarf in einzelnen Bereichen sei, zeige alleine die Tatsache, daß beim Ausbau des schnellen Internets, Thüringen hinter Ländern wie Litauen oder Rumänien rangiere. Zusätzliche Gelder für die Beschleunigung des Breitbandausbaus würden jedoch vermißt und Thüringen werde im Ländervergleich weiter an Boden verlieren. „Vor dem Hintergrund der Chancen, die die Digitalisierung und Industrie 4.0 gerade auch für die innovative Thüringer Wirtschaft bieten könnte, genau das falsche Signal in Richtung Wirtschaft", so Elm von Liebschwitz weiter. Statt dessen werde der Landeshaushalt um weitere 300 Millionen Euro aufgebläht, die ausschließlich dem konsumtiven Bereich zugute kommen würden. Man werde den Eindruck nicht los, daß Wahlversprechen jetzt als soziale Wohltaten unter die eigene Anhängerschaft gestreut werden sollen. Damit werde der Sparkurs der Vorgängerregierung klar verlassen und der Generationenvertrag in Thüringen gekündigt. Woher die 300 Millionen Euro kommen sollen, bleibe indes offen. „Es drängt sich der Eindruck auf, daß der Haushalt insgesamt eher vom Prinzip Hoffnung, denn einer soliden Haushaltspolitik getragen wird. Veranlagte Mehrausgaben beruhen auf der Hoffnung von deutlichem Wirtschaftswachstum, nochmaligen Steuermehreinnahmen, möglichen Zinseffekten durch Niedrigzinsen und Umschuldungen", erklärte Elm von Liebschwitz. Jede systemische und von der Landesregierung nicht beeinflußbare Änderung der vorgenannten Punkte werde das Konstrukt des Landeshaushaltes gefährden.

Begleitend zum Haushalt werde vor dem Hintergrund schon seit Jahren absehbar sinkender Zuschüsse der EU und aus dem Länder-Finanzausgleich eine klare Vision über den zukünftigen Mitteleinsatz vermißt. Hier fordere der Wirtschaftsrat von der Regierung, speziell vom Finanzressort, die Erarbeitung eines Kriterienkataloges für die Erstellung einer Prioritätenliste über die Verwendung zukünftiger Haushaltsmittel. Dazu gehöre endlich eine belastbare Aussage der Regierung, an welcher Stelle Standards gesenkt, Aufgaben nicht mehr wahrgenommen, Personal abgebaut, Ausgaben gekürzt und welche Wahlversprechen nicht eingelöst werden.

PI-WRLVT

 

23.ß6.2015


22.06.2015: Attraktive Mischung

16.200 Tierfreunde trafen in Erfurt auf über 4000 Hunde und Katzen.

Mit 16.200 Besuchern hat die Erfurter Veranstaltung rund um Hund und Katze ihren Ruf als eines der wichtigsten Events für Fans und Fachleute bestätigt. „Die hervorragende Mischung aus nationalen und internationalen Wettbewerben, fachlicher Beratung und vielen Publikumsevents macht die Attraktion der Veranstaltung aus“, konstatierte Erfurts Messechef Wieland Kniffka.

Ausstellungsleiter Rainer Jacobs, 1. Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen im Verband für das Deutsche Hundewesen e.V., erklärte: „Wir haben erneut eine rundum gelungene Veranstaltung erlebt. Die Hundehalter und solche, die es werden wollen, haben sich mit regem Interesse an die Vereine vor Ort gewandt, sich informiert und in den Bewertungsringen ihre Lieblingshunde live in Augenschein genommen.“ Stellvertretend für die 80 Industrieaussteller steht die Einschätzung von Mathias Nagengast, Teamleiter bei „Pro Plan“: „Der Zuspruch der Besucher hat unsere Erwartungen absolut erfüllt und die kommende Rassehunde-Ausstellung am 18. und 19. Juni 2016 haben wir schon jetzt für uns eingeplant.“

3781 Hunde aus 243 Rassen und 21 Ländern hatten sich am 20. und 21. Juni dem Urteil der Kampfrichter gestellt. Die fachgerechte Beurteilung wurde in den 40 Richtringen von 51 Richtern aus zwölf Ländern übernommen. 80 Industrie- und Handelsunternehmen ergänzten das Ausstellungsbild und boten alles rund um Hund und Katze zum Kauf an. An Informationsständen von 30 Vereinen gaben kompetente Gesprächspartner Auskunft über alle Aspekte der Hundehaltung, der Anschaffung und der Hundeerziehung. Das Erfurter Messegelände war mit 47.000 Quadratmetern belegter Fläche ausgebucht.

Auch bei ihrer vierten Auflage stieß die parallele Internationale Rassekatzen-Ausstellung auf großes Besucherinteresse. In diesem Jahr konnten 235 Tiere der verschiedensten Rassen bewundert werden. Das Urteil von Reinhard Thomas, Vizepräsident und Pressesprecher von Felina e.V. (Unabhängige Gemeinschaft der Katzenfreunde), ist eindeutig: „Die Zusammenarbeit mit den Organisatoren vor Ort hat bestens funktioniert und soll so weitergeführt werden. Das Interesse bei den Katzen-Ausstellern war so groß, daß wir einen Anmeldestopp verhängen mußten. Dieses Wochenende wurden wir durch viele sympathische und neugierige Besucher für unsere Bemühungen belohnt.“

Parallel zu den Ausstellungen fanden im „CongressCenter“ der Messe Erfurt zum zweiten Mal Meisterschaften der Hundefriseure statt. Im Rahmen der „4. German International & National Grooming Competition“ gab es 66 Starter in den verschieden Wettkampfkategorien aus ganz Europa um Titel und Preisgelder. Ausrichter der Meisterschaften war die Deutsche Groomer Vereinigung (DGV). Vorstandsmitglied Anke Schäfer: „Wir sind sehr stolz auf die hohe Teilnehmerzahl und die mit zehn Nationen höchste internationale Beteiligung, die wir je hatten.“

JUDITH KIESSLING

 

22.06.2015


22.06.2015: Problematische Verunreinigungen

Verbindung von Experiment und Simulation: Neuer Versuchsstand an der Hochschule Nordhausen errichtet.

Die Hochschule Nordhausen verbindet die Wissenschaft mit Anliegen aus der Wirtschaft. Das macht eine effektive angewandte Forschung direkt am Standort Nordhausen möglich. Mitte Juni wurde ein neuer Versuchsstand in Kooperation mit der Firma B&F Metallbautechnik GmbH aus Wildeshausen aufgebaut.

In der Chemie-, Futtermittel- und Lebensmittelindustrie werden feinkörnige und pulverförmige Materialen in Freifall-Förderanlagen mittels Schwerkraft transportiert. Innerhalb dieser Anlagen aber auch durch externen Partikeleintrag kommt es zwangsläufig zu Verunreinigung des Transportgutes. Problematisch sind insbesondere Verunreinigungen mit Eisenpartikeln. Zur Reinigung des Transportgutes von feinkörnigen Eisenbestandteilen wird meist eine magnetische Separation mit Hilfe von sogenannten Magnetfiltern durchgeführt. Diese müssen aber zur Reinigung aus dem Produktstrom entfernt werden. Deshalb sitzen meist mehrere Magnetfilter hintereinander. Neben dem Risiko einer Nichtfilterung des Produktes sind auch die hohen Investitions- und Betriebskosten zu nennen.

Ziel des Projektes, das von Prof. Dr. Thomas Link geleitet wird, ist die Entwicklung eines innovativen Magnetscheiders zur kontinuierlichen Abtrennung von Eisenmetallpartikeln aus Produktströmen in Freifalleitungen. Die Hochschule Nordhausen wird neben der Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse in der Produktentwicklung auch die Durchführung und Auswertung von Testreihen mit dem von der B&F Metallbautechnik GmbH bereitgestellten Prototypen im Technikumsmaßstab durchführen. Weiterhin soll das Einsparpotential und die Übertragbarkeit des Konzepts überprüft werden. Parallel zu den experimentellen Untersuchungen erfolgt eine numerische Simulation des Verhaltens des Schüttguts im Magnetseparator. Durch die Verbindung von Experiment und Simulation ist es möglich, nicht nur die Funktionalität des Separators nachzuweisen, sondern gleichzeitig auch das Optimierungspotential der Technik auszuschöpfen und so den Entwicklungsprozeß des zweiten Prototyps zielführend und effizient zu gestalten. Der Einsatz beider Verfahren ist aus wissenschaftlicher Sicht hochinteressant, da durch das Experiment ein Validierungsfall für die numerische Simulation geschaffen wird, der für die Weiterentwicklung von Simulationssoftware von Wert ist.

TINA BERGKNAPP

 

22.06.2015

 

 

Effektive angewandte Forschung: Das Nordhäuser Team freut sich über den neuen Versuchsstand an der Hochschule.

Foto: HSN-ARCHIV


21.06.2015: Übergreifender Gedanke

Weiterer Mosaikstein für Rhöner Wandernetz: „Hochrhöner“-Schutzhütten im Thüringer Teil der Rhön offiziell übergeben.

Insgesamt fünf Schutzhütten wurden in den letzten Jahren im Rahmen eines Projekts der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (Arge) Rhön entlang des Rhöner Premiumwanderweges „Hochrhöner“ im Thüringer Teil der Rhön errichtet. Jetzt wurden diese in Frankenheim offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Die Arge Rhön hatte zum Bau der Schutzhütten einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich die Ferdinand-Braun-Schule in Fulda, die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen und das BTZ in Rohr beteiligten. An diesen Schulen werden Zimmerer ausgebildet. Das Ergebnis waren drei ganz unterschiedliche Hütten – und alle wurden schließlich durch ortsansässige Unternehmen in allen drei Bundesländern errichtet, so daß es überall entlang des „Hochrhöner“ eine Mischung aus hessischen, bayerischen und thüringischen Schutzhütten gibt.

Im Thüringer Teil der Rhön befinden sich die Schutzhütten am Ortsrand von Frankenheim, bei Klings am Horbel, bei Brunnhartshausen am Arnsberg, bei Wiesenthal am Horn und bei Roßdorf. Alle Schutzhütten sind mit Blitzschutz ausgestattet.

Wie der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD), sagte, belief sich die Gesamtsumme für die fünf Schutzhütten in Thüringen auf rund 75.000 Euro. Mit 41.000 Euro wurde das Arge-Projekt von der Thüringer Aufbaubank gefördert. 10.000 Euro steuerte der Landkreis Schmalkalden-Meiningen und 17.500 Euro der Wartburgkreis bei. Seitens der Arge Rhön wurden rund 6000 Euro zur Verfügung gestellt. „Für mich sind diese Schutzhütten ein weiterer Mosaikstein für das Wandernetz der Rhön und für die Destination Rhön insgesamt“, hob Heimrich hervor.

Matthias Büttner vom Sachbereich Tourismus im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen dankte vor allem dem Koordinator für das Wanderweltprojekt der Arge Rhön, Thomas Lemke. Dieser hatte unter anderem die Koordination mit den Baufirmen übernommen. Jede Schutzhütte, betonte Büttner, sei mit Infotafeln ausgestattet, die zum einen über den „Hochrhöner“ selbst und zum anderen über spezielle Themen des jeweiligen Gebiets informieren, beispielsweise zur ehemaligen Grenze, zur Tradition der Holzschnitzkunst, zur Forstwirtschaft oder zum Biosphärenreservat Rhön.

„Wanderwege machen nur Sinn, wenn sie eine gute Infrastruktur besitzen“, sagte abschließend der Vorsitzende der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön und Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Thomas Bold. Mit den Schutzhütten sei erneut der länderübergreifende Gedanke der Arge Rhön verwirklicht worden – weil sich in allen drei Bundesländern die Modelle aus Bayern, Hessen und Thüringen wiederfinden.

CARSTEN KALLENBACH

 

21.06.2015

 

 

Im Beisein zahlreicher Gäste erfolgte die offizielle Übergabe der Schutzhütten im Thüringer Teil entlang des Rhöner Premiumwanderweges „Hochrhöner“. Das Projekt war von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön initiiert worden und konnte mit Hilfe von Fördermitteln und der finanziellen Beteiligung der Landkreise umgesetzt werden.

Foto: FJR-ARCHIV


20.06.2015: „Wesentlich weniger Geld“

Nach Diätenerhöhung: Thüringer Beamtenbund fordert Anpassung der Beamtenbezüge zum 1. März 2015.

Nach der Erhöhung der Diäten und Aufwandsentschädigungen der Thüringer Landtagsabgeordneten rückwirkend zum 1. Januar 2015 hat der Beamtenbund und Tarifunion Thüringen (tbb) eine Anpassung der Beamtenbezüge rückwirkend zum 1. März 2015 um 2,1 Prozent gefordert.

„Wir erwarten, daß die Anpassung der Besoldung für die Beamtinnen und Beamten des Freistaates, die mit wesentlich weniger Geld als die Parlamentarier leben müssen, ebenfalls schnellstmöglich angepaßt wird", sagte Helmut Liebermann, Vorsitzender Beamtenbund und Tarifunion Thüringen, am 19. Juni.

Der Beamtenbund und Tarifunion Thüringen ist der Dachverband für alle Beschäftigten und Beaten im öffentlichen Dienst im Freistaat. Er wirkt als Spitzenorganisation auf Landesebene bei der Ausgestaltung beamtenrechtlicher Regelungen sowie auf Bundesebene über den dbb bei Tarifverhandlungen in den Bereichen TV-L und TVöD mit. Auf Landesebene vertritt er ein Drittel der Landesbediensteten.

Der tbb fordert eine Erhöhung der Bezüge der Beamtinnen und Beamten um 2,1 Prozent rückwirkend zum 1. März 2015 sowie um 2,3 Prozent zum 1. März 2016. Die Landesregierung stellte zuletzt einen Entwurf für eine Anpassung vor, der eine Anhebung erst ab September 2015 beziehungsweise 2016 vorsieht.

Liebermann rechnete vor, daß, wenn die Anpassung erst zum September erfolgen sollte, ein Polizist im mittleren Dienst aufs Jahr gerechnet 17,49 Euro mehr in der Tasche hätte. Das entspräche einer Anhebung von lediglich 0,63 Prozent.

Landtagspräsident Christian Carius (CDU) hatte am 18. Juni mitgeteilt, daß die monatliche Grundentschädigung der Parlamentarier rückwirkend zum 1. Januar um 166 Euro erhöht werde. Das entspricht einer Anhebung von 3,3 Prozent.

PM-TBB

 

20.06.2015


20.06.2015: Reiches Material

Frühes Predigtschaffen Johann Gottfried Herders soll ediert werden.

Mit zunächst 200.000 Euro fördern die Staatsministerin für Kultur und Medien und die Fritz-Thyssen-Stiftung ein neues Editionsvorhaben am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. Mit dem Geld soll in den kommenden drei Jahren das frühe Predigtschaffen Johann Gottfried Herders ediert werden.

Herder, der zeit seines Lebens (1744–1803) im pastoralen Dienst stand, begann seine geistliche Laufbahn 1764 in Riga. Die dort bis 1769 gehaltenen Predigten bilden den Auftakt der neuen, historisch-kritischen Predigtausgabe. „Herder war ein passionierter Kanzelredner“, erklärt Projektleiter Dr. Dominik Fugger, Junior-Fellow am Max-Weber-Kolleg. „Es ist eine ebenso sonderbare wie bezeichnende Facette der Wirkungsgeschichte eines der wichtigsten deutschen Klassiker, daß der überwiegende Teil dieser Texte bis heute unediert in den Archiven schlummert. Wir freuen uns, das reiche Material in den nächsten Jahren aufbereiten und der Forschung zur Verfügung stellen zu können.“

Im Rahmen des Projektes soll das Max-Weber-Kolleg künftig auch als Netzknoten für ganz unterschiedliche Richtungen der Herderforschung wirken.

PM-PSUE

 

20.06.2015

 

 

Max-Weber-Kolleg-Projektleiter Dr. Dominik Fugger: „Sonderbare Facette“.

Foto: PSUE-ARCHIV


19.06.2015: Kreative Ergänzungen

Über 110 vielfältige und hochwertige Werke zur Illustration des „Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre“ eingereicht.

Der deutschlandweit erste Bildungsplan wird zur Zeit In Thüringen im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) durch ein wissenschaftliches Konsortium unter Leitung von Prof. Bärbel Kracke (Fachhochschule Jena) entwickelt. Der Plan soll die Entwicklungsbedürfnisse von Jugendlichen bis zu ihrer Volljährigkeit einschließen. Begleitet wurde die Arbeit des Konsortium durch einen Fachbeirat, der die entstandenen Texte unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Erkenntnisse, Überzeugungen und Vorstellungen der Mitglieder aus den verschiedenen Praxisfeldern von Kultur und Gesellschaft gesichtet und diskutiert hat. In einer Erprobungsphase überprüften zirka 150 Praxispartner die Handhabbarkeit und Verständlichkeit. Der „Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre“ ist eine Fortschreibung des „Thüringer Bildungsplans für Kinder bis zehn Jahre“ und hat das erklärte Ziel, ein gemeinsames Bildungsverständnis aller Bildungsakteurinnen und -akteure im Land Thüringen zu etablieren.

In der Entwurfsfassung ist der Bildungsplan noch weiß, wirkt unberührt und bereit für kreative Ergänzungen durch korrespondierende Bilder, die dem Inhalt Ausdruck verleihen. Dafür wurde Anfang des Jahres gemeinsam mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e. V. (LKJ) ein Wettbewerb ausgeschrieben. Alle Kinder und Jugendlichen in Thüringen wurden angeregt, ihre Visionen, Ideen und Assoziationen zum Thema Bildung in künstlerischen Beiträgen umzusetzen. Diese konnten bis zum 31. Mai 2015 eingereicht werden. Über 110 vielfältige und anspruchsvolle Werke haben Teilnehmende zwischen zwei und 19 Jahren nun eingereicht. Fotos, Malereien, Collagen, Skulpturen und Gedichte sind eingegangen und werden nun allesamt auf der Homepage der FSU Jena veröffentlicht. Zudem traf sich eine fachkundige Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter der Kinderjury Erfurt, der Humboldt Universität zu Berlin, den Universitäten Erfurt und Jena und der LKJ Thüringen, um die Werke auszuwählen, die den Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre bebildern werden. Für die ausgewählten Werke gibt es Preise im Gesamtwert von 500 Euro.

DANIEL JÖRG

 

19.06.2015:

 

 

Fotos, Malereien, Collagen, Skulpturen und Gedichte: Über 110 vielfältige und anspruchsvolle Werke wurden zur Illustration des „Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre“ eingereicht.

Foto: LKJ-ARCHIV

 


19.06.2015: „Große Aufgabe“

Thüringer Unternehmer an der Spitze: In Bremen fand der Jahreskongreß der Fensterverbände statt.

Der große Stellenwert von Fenstern und Fassaden für energieeffizientes Bauen und Sanieren stand im Zentrum des Jahreskongresses der deutschen Fensterverbände am 12. Juni 2015 in Bremen. In der von dem Thüringer Unternehmer Bernhard Helbing geleiteten Veranstaltung standen Vorträge und Diskussionen zu aktuellen und zukunftsweisenden Themen aus Technik, Recht, Wirtschaft und Politik auf dem Programm.

Helbing, Geschäftsführer des Unternehmens TMP in Bad Langensalza, leitet schon seit 2006 als Präsident den Verband Fenster + Fassade (VFF) und als Vorsitzender die RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e. V., beide mit Sitz in Frankfurt am Main.

„Die energetische Gebäudesanierung gehört zu den großen gesellschaftlichen Aufgaben, um die nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen", erklärte Helbing im Anschluß an den Kongreß. „Und dabei spielen Fenster, Fassaden und Haustüren eine Schlüsselrolle. Diese und andere Fragen standen unter dem Motto ;Den Kompaß neu justieren’ auf der Tagesordnung unseres Treffens in Bremen."

MICHAEL SCHLUTTER

 

19.06.2015


18.06.2015: Wanderungssaldo umgekehrt

Das Wirtschaftswachstum in Thüringen setzt sich laut einer Helaba-Studie 2015 fort. Und: Es kommen mehr Menschen nach Thüringen als gehen.

Mit 1,6 Prozent wuchs die Thüringer Wirtschaft im vergangenen Jahr genauso stark wie im Bundesdurchschnitt. „Auch das erste Quartal 2015 war vielversprechend. Der Industrieumsatz in Thüringen stieg deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt und die Auftragseingänge erholten sich ebenfalls“, erläuterte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba, bei der Präsentation der Studie am 17. Juni in Erfurt. Die Dienstleistungsbereiche lieferten in Thüringen 2014 mit einem Plus von 1,5 Prozent eine etwa gleich hohe Wachstumsrate wie in Deutschland insgesamt. Da in Thüringen auf ein „starkes Dienstleistungsjahr“ häufig ein schwächeres folgt, erwarten die Helaba-Volkswirte für das laufende Jahr, daß sich das Bruttoinlandsprodukt verhaltener entwickeln wird als im Vorjahr. „Das Wirtschaftswachstum wird 2015 in Thüringen mit etwa 1,5 Prozent etwas schwächer ausfallen als bundesweit mit 1,8 Prozent“, prognostiziert Traud.

In den 25 Jahren seit der Wiedervereinigung hat sich nahezu alles verändert und das Land mußte viele Herausforderungen meistern. Wie stark der Faktor Zeit wirkte und wie er genutzt wurde, ist in Thüringen besonders spürbar. Zunächst mußten sich die Unternehmen dem nationalen und internationalen Wettbewerb stellen. Dabei bewährte sich die Qualität der Thüringer Produkte.

Manches Unternehmen schaffte sogar den Sprung zum Weltmarktführer. Insgesamt erhöhte sich der wirtschaftliche Output der Thüringer Industrie enorm: Die Bruttowertschöpfung pro Einwohner ist seit 1991 um mehr als 50 Prozentpunkte gestiegen und liegt inzwischen bei über 70 Prozent des deutschen Durchschnitts. Eine derartige Aufholjagd hat kein anderer Wirtschaftszweig hingelegt.

Dies ist um so beachtlicher, als die Bevölkerung in diesem Zeitraum stark zurückging. Viele Menschen entschieden sich, die Chancen auf eine schnelle Verbesserung ihres Wohlstands im anderen Teil Deutschlands zu suchen und verließen Thüringen. Inzwischen hat sich der Wanderungssaldo wieder umgekehrt: Es kommen mehr Menschen nach Thüringen als gehen. Dies beruht zu einem kleinen Teil darauf, daß die Fortzüge in andere Bundesländer abnehmen. Die Hauptursache ist aber der Zuzug aus dem Ausland.

Hier wartet schon die nächste Aufgabe: Die erfolgreiche Integration der Neuankömmlinge erfordert Sprach- und Bildungsprogramme des Landes und der Unternehmen. Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen, sich offen für Neues zu zeigen, zumal der Anteil der Ausländer an den Thüringer Einwohnern unter zwei Prozent liegt (alte Bundesländer neun Prozent). Damit sind die Verhältnisse zum Beispiel für den schnellen Spracherwerb ideal. „Je beherzter hier alle Beteiligten agieren, desto eher gewinnt das Land motivierte Neubürger. Sie können das Arbeitskräftepotential verjüngen, wenn sie den Standort Thüringen als attraktiv erleben und bleiben“, erläutert Traud. Denn daß die Thüringer Arbeitnehmerschaft schon jetzt „reifer“ ist, zeigt die Statistik unmißverständlich.

Wichtig ist aber auch, daß investiert wird. Im Jahr 25 nach der Wiedervereinigung sind manche Hightech-Produktionsanlagen in die Jahre gekommen. Hier sind Investitionen in den Standort gefragt. Die Thüringer Industrie hat dies erkannt: Nachdem der Anteil der Industriebetriebe, die investieren, zwischenzeitlich auf 80 Prozent gesunken war, verbesserte sich der Wert wieder auf 83 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2013. Fast 90 Prozent der Thüringer Industrieinvestitionen floß in Maschinen und Betriebsausstattung. Darin unterscheidet sich Thüringen nicht vom Bundesdurchschnitt. Bezüglich der Investitionen pro Beschäftigten erreichen die Thüringer Industriebetriebe aufgrund ihrer mittelständischen Struktur nicht ganz den Bundeswert. Gemessen am Umsatz zeigen sich die Industrieunternehmen in Thüringen aber investitionsfreudiger als der gesamtdeutsche Durchschnitt.

PM-MT

 

18.06.2015


18.06.2015: Regionaler Trend

Zusammenarbeit trägt Früchte: Mitteldeutsche Waren auf dem Weg in die Supermarktregale.

Zum zweiten Male präsentierten sich am 17. Juni 2015 rund 150 Unternehmen der Ernährungswirtschaft aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der Mitteldeutschen Warenbörse in Schkeuditz bei Leipzig. Das Fachpublikum - Lebensmitteleinzelhandel, Vertreter von Hotellerie und Gastronomie sowie Großküchen - nutzt die Börse, um vor allem dem Trend nach regionalen Produkten nachzukommen. „Diesen gehört die Zukunft“, sagte Birgit Keller (Die Linke), Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft zur Eröffnung. „Die hier beworbenen Erzeugnisse empfehlen sich durch kurze Transportwege, gute Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Zugleich verbessern sie die Transparenz bei der Herstellung der Lebensmittel. Die ‚Mitteldeutsche Warenbörse‘ trägt zu einer stärkeren Wahrnehmung dieser Produkte bei.“

„Unser Konzept hat sich bereits 2013 bewährt, als wir die ‚Mitteldeutsche Warenbörse‘ ins Leben gerufen haben“, ergänzte ihr sächsischer Amtskollege Thomas Schmidt (CDU). „Erst das gemeinsame Angebot der Ernährungsbranche unserer drei Länder besitzt die nötige Anziehungskraft für die Einkäufer der Großkunden“. Die Rahmenbedingungen der Branche in den drei Ländern seien vergleichbar, daher biete sich eine solche Zusammenarbeit an.

Deshalb arbeiten die drei Länder auch in anderen Bereichen zusammen: Bereits seit Jahren findet das „Mitteldeutschen Bio-Branchen-Treffen“ statt. Noch in diesem Jahr sollen der jährlich in Sachsen-Anhalt stattfindende „Trendtag Ernährungswirtschaft“ sowie der ebenfalls jährliche „Thüringer Ernährungsgipfel“ erstmals als gemeinsame Tagung der drei Länder durchgeführt werden. Erster Gastgeber wird Thüringen sein.

Insgesamt erwirtschaften die 730 mitteldeutschen Betriebe der Ernährungswirtschaft einen Umsatz von jährlich knapp 18 Milliarden Euro.  Fast 61.000 Mitarbeiter finden in den Unternehmen Beschäftigung. Zu diesen Zahlen kommen noch zahlreiche Bäcker, Konditoren und Fleischer hinzu, die als Handwerksbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten in der Statistik nicht erfaßt werden.

FRANK FRIEDRICH

 

18.06.2015


18.06.2015: Besonderes Kulturgut

Bund fördert Erhalt von Kloster Gerode: Die spätbarocke Klosterruine soll als Friedens-, Kultur- und Begegnungsraum umgebaut werden.

Der Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages bewilligte in seiner Sitzung am 17. Juni 2015 Finanzmittel für den Denkmalschutz. Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms erhalten auch vier Vorhaben in Thüringen Geld vom Bund, insgesamt 376.000 Euro. Darüber informieren der Thüringer CDU-Haushaltspolitiker Christian Hirte und der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund. „Wir fördern auf diesem Weg unser kulturelles Erbe in ganz Deutschland. Damit wird der Bund seiner Verantwortung gerecht und kann gerade auch kleinere Projekte in der Fläche unterstützen", erklärt Hirte.

Zu den geförderten Projekten zählt auch die Kirchenruine am Kloster Gerode. Für ihren Erhalt werden 96.000 Euro bereitgestellt.

Der christdemokratische Politiker Manfred Grund, der Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist, zeigte sich froh über die Förderung für die Klosterruine Gerode. Die spätbarocke Klosterruine soll als Friedens-, Kultur- und Begegnungsraum umgebaut werden. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde 1124 gegründet. Seit Mitte der 90er Jahre nutzt der Verein „Weg der Mitte" das Areal, hat die Klosteranlage saniert und ein Gesundheits- und Ausbildungszentrum eingerichtet. Das Kleinod ist besonderes Kulturgut und wird auch dank privater Spenden erhalten.

PM-MG

 

18.06.2015


17.06.2015: Sensibilisiert für individuelle Wünsche

Thüringer Städte barrierefrei erleben.

Erfurt, als Modellstadt für barrierefreien Tourismus und Preisträger des Deutschen Tourismuspreises 2013, führt das Feld an. Ausgezeichnet wurden der Videoguide in Deutscher Gebärdensprache und die Stadtführungen von gehörlosen Menschen für gehörlose Gäste. Mit weiteren zahlreichen Stadtführungsangeboten für hör-, seh-, geh- und lernbehinderte Gäste, barrierefreiem öffentlichen Personennahverkehr und sensibilisierten Leistungsträgern in der Hotel- und Gastronomiebranche können die Gäste ihren Urlaub in Erfurt genießen. Auch eine Vielzahl von Museen und Sehenswürdigkeiten sind barrierefrei zugänglich und/oder mit Hilfen für behinderte Menschen ausgestattet. So findet man im Egapark einen Duft- und Tastgarten oder im Theater Erfurt neben extra ausgewiesenen Rollstuhlplätzen auch Hörschleifen und am Fischmarkt ein bronzenes Stadtmodell mit Brailleschrift vor. Diese und viele weitere Informationen sind übersichtlich im 68 Seiten starken barrierefreien Reiseplaner aufgeführt.

Ähnlich dem Erfurter Bronzemodell wird Ende des Jahres auch Gotha im Miniaturformat auf dem Unteren Hauptmarkt, vor dem historischen Rathaus, aufgestellt. Insbesondere für Menschen mit Behinderung werden von der Tourist-Information Gotha in Zusammenarbeit mit der Diakonie Bodelschwingh-Hof Mechterstädt e.V. schon heute angepaßte Stadtführungen organisiert.

Nicht weit entfernt lädt Arnstadt zur Stadterkundung ein. Mit Rollfietsen können Menschen mit Handicap Ausflüge unternehmen - inklusive Chauffeur. Der heißt in Arnstadt Detlef Brückner und ist seit vielen Jahren Gästeführer und Reiseassistent für Menschen mit und ohne Handicap. Auch größere Touren, zum Beispiel auf dem Gera-Radweg, sind mit ihm kein Problem.

Wissenschaftszentrum, Hightechstandort, Kulturhochburg, Studentenparadies... all dies ist die Stadt Jena. Ein individueller, barrierefreier Rundgang führt über die Paradiesbrücke und die Oberaue vorbei am Ernst-Abbe Sportfeld. Nach dem Flächennaturdenkmal „Sachsenstrümpfe" gelangt man über die Rasenmühleninsel zum Zentrum zurück.

Neben dem Erholungspark „Possen", dem Erlebnisbauernhof Kleinberndten sowie dem Ferienpark „Feuerkuppe" auf dem Straußberg ist besonders das Residenzschloß mit Marstall  und Achteckhaus für Gäste mit Behinderung zu besichtigen. Auch barrierefreie Stadtführungen durch Sondershausen sind möglich.

Im benachbarten Nordhausen werden Führungen in deutscher Gebärdensprache und Kirchenführungen für Gehörlose organisiert. In dem barrierefrei zugänglichen Museum Flohburg werden Themen zu Stadtgeschichte, Archäologie, Geologie und Naturkunde präsentiert.

Im aktuellen Angebotskatalog für Weimar-Reisende sind erstmals alle barrierefreien Angebote zusammengefaßt. Dazu gehören Arrangements, barrierefreie Stadtführungen, Informationen zu Barrierefreiheit in den Weimarer Museen und ein Rundgang in Deutscher Gebärdensprache.

In Zusammenarbeit mit der Thüringen Tourismus GmbH entstand in Mühlhausen die Broschüre „Stadt(ver)führung barrierefrei". Sie enthält neben den Informationen zu Behindertenparkplätzen und barrierefreien Sehenswürdigkeiten und Führungen auch Angaben zu Beförderungs- und Fahrdiensten. Die Broschüre kann bei der Tourist-Information Mühlhausen kostenlos angefordert werden.

Die Mitarbeiter der Tourist-Informationen der im Verein Städtetourismus in Thüringen e.V. organisierten Städte sind als Ansprechpartner vor Ort besonders sensibilisiert und kompetent in der Beratung der Gäste nach ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen.

FRIEDERIKE HELLER

 

17.06.2015

 

 

Die Landeshauptstadt erleben: Mit zahlreichen Stadtführungsangeboten für hör-, seh-, geh- und lernbehinderte Gäste, barrierefreiem öffentlichen Personennahverkehr und sensibilisierten Leistungsträgern in der Hotel- und Gastronomiebranche können die Gäste ihren Urlaub in Erfurt genießen.

 

 

Arnstadt lädt zur Stadterkundung ein: Mit Rollfietsen können Menschen mit Handicap Ausflüge unternehmen - inklusive Chauffeur.

Fotos (2): VSTT-ARCHIV

 


17.06.2015: Beitrag zur Vernetzung

Die Hochschule Nordhausen und die Albert-Schweitzer-Schule Bleicherode unterzeichneten einen Kooperationsvertrag und besiegelten damit ihre künftige Zusammenarbeit.

Die Albert-Schweitzer-Schule Bleicherode ist ein staatliches regionales Förderzentrum für Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an einem eigenen Standort und entsendet Lehrkräfte in den gemeinsamen Unterricht. An der Hochschule Nordhausen (HSN) wird unter anderem der Bachelorstudiengang „Heilpädagogik/Inclusive Studies" angeboten, für dessen Absolventen als ein mögliches späteres Arbeitsfeld die Tätigkeit als Heilpädagogin/Heilpädagoge im schulischen Bildungssystem - als sogenannte Sonderpädagogische Fachkräfte - besteht.

Im Zuge der Umsetzung der sogenannten UN-Behindertenrechtskonvention steht das Schulsystem vor der Herausforderung struktureller Veränderungen, die eine gemeinsame Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne einen sonderpädagogischen Förderbedarf betreffen. Dazu werden seitens der dazu notwendigen Fachkräfte Kompetenzen benötigt, die im Rahmen des genau auf diese Herausforderung hin konzipierten Studiengangs „HP/Inclusive Studies" vermittelt werden. Darüber hinaus besteht seitens der Albert-Schweitzer-Schule - aber auch thüringenweit - bedingt durch die Altersstruktur der aktuell tätigen Fachkräfte ein erheblicher Personalbedarf. Hier wird durch eine Kooperation ein Beitrag zur Vernetzung der Studierenden mit möglichen späteren Arbeitsfeldern geleistet.

Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit der Forschung zu dieser Thematik, die es der HSN einerseits ermöglicht, wichtige Erkenntnisse für die weitere Aus- und Weiterbildung der Studierenden zu erlangen, und andererseits einen Schwerpunkt hinsichtlich des Aufbaus eines „Kompetenzzentrums Inklusion" für Thüringen zu setzen.

„Da wir in unserer Ausbildung auf eine enge Zusammenarbeit mit der Praxis setzen, freue ich mich sehr über die Kooperation. Erste Kontakte wurden durch die Studierenden bereits geknüpft und Gewinn bringend eingesetzt", betont Prof. Dr. Sebastian Möller-Dreischer, Professor für Inklusive Pädagogik an der Nordhäuser Hochschule.

TINA BERGKNAPP

 

17.06.2015:

 

 

Wissenschaftliche Partner: Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Hochschule Nordhausen und der Albert-Schweitzer-Schule Bleicherode.

Foto: TINA BERGKNAPP

 


16.06.2015: Frost-Mikado und Harzkäse

Warum die Hochschule Nordhausen zwei YouTube-Stars in Bermuda-Shorts und Hawaii-Hemd bei minus 15 Grad in ihrer Klimakammer Mikado spielen läßt? Ganz einfach - das Campusduell zwischen der Hochschule Nordhausen und der Fachhochschule Schmalkalden ist gestartet.

In den insgesamt drei Challenges an der Hochschule sollten die YouTube-Stars Benni und Dennis, im Netz auch bekannt als TwinTV, erkunden, was das Nordhäuser Hochschulleben an Lehre und Forschung, aber auch an Freizeit- und Nachtleben zu bieten hat.

Als erstes wartete eine frostige Herausforderung auf die beiden – Mikado spielen bei minus 15 Grad; und zwar in der Klimakammer der Hochschule, die sich im August-Kramer-Institut (AKI) befindet. Während das Filmteam in dicken Winterjacken die Kammer betrat, mußten Benni und Dennis in ein luftiges Strandoutfit schlüpfen. Trotz der eisigen Kälte bestanden sie ihre erste Herausforderung, ohne sich einen Schnupfen zu holen.

Für die zweite Challenge ging es ins Sensoriklabor der Hochschule, wo normalerweise die sensorischen Reize von Produkten und die durch sie ausgelösten Reaktionen des Menschen analysiert werden. Für Benni und Dennis hieß es: Thüringer Spezialitäten erraten, und das mit verbundenen Augen. Klöße und eine Bratwurst wurden mit Bravour erkannt. Nur der wohlduftende Harzkäse stieß nicht unbedingt auf Gegenliebe.

Die dritte Challenge fand im Studentenclub Karzer statt. Hier mußten die YouTuber drei Studierende überreden, gemeinsam mit ihnen ihren peinlichsten Karaoke-Song zu trällern. Da die Studierenden für jeden Spaß zu haben sind und sich daher sofort bereitwillige Sänger fanden, war die Challenge natürlich schnell und problemlos bestanden.

Das komplette Campusduell ist noch bis Ende Juni 2015im Internet zu sehen.

Die Campusduelle sind – neben Online-Anzeigen, die themen- und zielgruppenspezifisch geschaltet werden – Teil eines neuen Marketing-Formats für den Hochschul- und Studienstandort Thüringen, das ausschließlich auf digitales Marketing und insbesondere das Medium YouTube setzt. (nti-online.net berichtet bereits am 8.06.2015). Ins Leben gerufen wurde die Kampagne vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

TINA BERGKNAPP

 

16.06.2015

Dreharbeiten zum Campusduell an der Hochschule Nordhausen: Erkunden, was das Hochschulleben zu bieten hat.

Fotos (5): TINA BERGKNAPP

 


16.06.2015: Neue Initiativen

Digitalisierung als Wachstumschance nutzen: 6. Weimarer Wirtschaftsforum diskutiert Einfluß und Folgen der modernen Informationstechnologien.

Thüringen geht in die „Digitalisierungs-Offensive“: Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) stellte beim „6. Weimarer Wirtschaftsforum“ am 15. Juni 2015 neue Initiativen vor, die die mittelständischen Unternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen sollen. „Der Siegeszug der modernen Informationstechnologien und ihre Integration in alle Prozesse, Technologien und Branchen stellt die Thüringer Wirtschaft vor ganz neue Herausforderungen“, sagte der Minister. Darauf müsse die Wirtschaftspolitik reagieren. Tiefensee: „Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, die Digitalisierung als Wachstumschance zu nutzen.“

Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums gründete sich am gleichen Tag ein „Forum Digitale Wirtschaft“, dem als „Kernteam“ eine Reihe von Unternehmen der Thüringer IT-Branche angehören – darunter die TecArt GmbH, PDV Systeme AG, Faytec GmbH, Tower Consult GmbH, Jena Geos GmbH, Zeilenwert GmbH, Ageto GmbH oder Flymint GmbH. Das Forum ist als branchenübergreifende Plattform für Entwickler und Anwender von digitalen Lösungen und Systemen konzipiert, soll den Informationsaustausch, Veranstaltungen und Kooperationsprojekte organisieren.

Daneben plant das Wirtschaftsministerium die Gründung eines „Thüringer Kompetenzzentrums Wirtschaft 4.0“. Dafür läuft derzeit (noch bis zum 19. Juni) ein Konzeptauswahlverfahren bei der GfAW Thüringen. Das Kompetenzzentrum soll Anlaufstelle für den Mittelstand zu allen Fragen rund um das Thema Digitalisierung sein und dabei alle Aspekte von Technologien über Datensicherheit bis zu den Veränderungen der Arbeitswelt abdecken. Die Einrichtung wird an bestehende Aktivitäten und Strukturen – etwa der Kammern, Hochschulen, Cluster und Transfereinrichtungen – anknüpfen. Start des Zentrums ist für Mitte September vorgesehen.

Ein weiterer Schritt soll die Durchführung von Modellprojekten zur Digitalisierung frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2015 sein. In diesen Projekten soll die Einführung digitaler Technologien und Prozesse branchen- und regionenübergreifend erprobt werden. Insgesamt werden bis zu zehn solcher Modellprojekte angepeilt, die nicht nur aus dem Bereich der Industrie, sondern auch des Handels, Handwerks, Tourismus oder der Landwirtschaft kommen können.

Auch die Förderpolitik soll stärker auf die Digitalisierung ausgerichtet. So wird in der „Regionalen Innovationsstrategie für Thüringen“ die Querschnittsbranche „Informations- und Kommunikationstechnologien, Kreativwirtschaft, Dienstleistungen“ besonders hervorgehoben. Zudem werden in der Technologieförderung „Prozeß- und Organisationsinnovationen“ sowie das „Management von Verbundprojekten“ als neue Fördertatbestände eingeführt.

„Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist ein Megatrend und schafft ganze neue Märkte und Nachfragepotentiale“, sagte Wirtschaftsminister Tiefensee. „Mit unseren Unterstützungsangeboten wollen wir dafür sorgen, daß auch die Wirtschaft stärker davon profitieren kann.“

Wie groß die „Wachstumschance Digitalisierung“ tatsächlich ist, zeigen aktuelle Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums für Deutschland insgesamt: Demnach kann die Digitalisierung allein im Bereich der Industrie bis zum Jahr 2025 für eine zusätzliches Umsatzwachstum von 200 bis 400 Milliarden Euro sorgen. Zudem werden Effizienzgewinne bei der Industrieproduktion von bis zu 80 Prozent erwartet – womit die Digitalisierung entscheidend zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit in den Unternehmen beitragen würde.

„Allerdings sind gerade kleine und mittlere Unternehmen bei dem Thema oft noch zögerlich“, so der Wirtschaftsminister weiter. Zwar sagen laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) 94 Prozent der Betriebe, daß die Digitalisierung einen großen Einfluß auf ihre Geschäfte und Arbeitsprozesse habe – aber lediglich knapp 30 Prozent haben die Voraussetzungen geschaffen, um bei dem Thema dann auch gut oder sehr gut aufgestellt zu sein. Bei kleinen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als fünf Millionen Euro erklären einer Studie der DZ-Bank zufolge sogar rund 70 Prozent, daß die Digitalisierung für sie keine große Relevanz habe.

„Wachstumschance Digitalisierung“ lautete das Thema des diesjährigen „6. Weimarer Wirtschaftsforums“. In Vorträgen, Gesprächsrunden und Diskussionsforen standen Fragen nach gesellschaftlichen und unternehmerischen Digitalisierungsstrategien, die stärkere Kooperation von IT-Unternehmen und IT-Anwendern, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt, Anforderungen an das Bildungssystem durch neue Qualifikationsprofile sowie die Datensicherheit im Mittelpunkt. Insgesamt rund 350 Teilnehmer diskutierten mit hochkarätigen Referenten, Experten und Praktikern – darunter Linnar Viik, dem Initiatior der erfolgreichen Digitalisierungsstrategie Estlands, und Detlef Krause, Director Manufacturing & Resources bei Microsoft Deutschland.

STEPHAN KRAUSS

 

16.06.2015


15.06.2015: Meinung pur

Repräsentative Studie: Nivea ist Deutschlands vertrauenswürdigste Marke.

„So schonungslos hat noch keine Studie das Markenvertrauen in Deutschland untersucht“, teilte die MDR-Werbung am 15. Juni in einer Presseerklärung zur jüngsten Studie mit. 3000 Befragte in Ost und West sollten spontan sagen, welcher Marke sie am meisten vertrauen und warum. Die Befragung gibt ausschließlich das Urteil der Verbraucher wieder. Also die Meinung der Deutschen pur. Bei der gemeinsamen Untersuchung von MDR-Werbung und IMK Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung landet Nivea als Sieger auf dem Podest. Platz zwei geht an Samsung, der Konkurrent Apple auf den Bronze-Rang verweist. „Die spontane Benennung ist die härteste Währung die es gibt, denn es schaffen nur die Marken in die Köpfe und Herzen der Verbraucher, die über ein Maximum an Strahlkraft verfügen“, sagt MDRW-Geschäftsführer Niels N. von Haken über die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage.

Unter den Top Ten finden sich Marken wie Adidas, Maggi, Volkswagen, Miele und Mercedes-Benz. Insgesamt wurden von den Befragten mehr als 1700 Marken genannt. „An Nivea läßt sich sehr gut erkennen, daß sich Kontinuität in der Markenführung auszahlt. Nivea ist es gelungen, den Markenkern zu erhalten und die Marke behutsam weiterzuentwickeln“, sagt IMK-Geschäftsführer Sören Schiller. „Das uneingeschränkte Vertrauen der Verbraucher ist das Größtmögliche, was eine Marke erreichen kann. Bekanntheit oder etwa Kaufwahrscheinlichkeit sind bestenfalls Voraussetzungen, das Verbrauchervertrauen aber ist die härteste Währung.“

Die erstmals erhobene Studie von MDRW und IMK enthält mehr als 90.000 Statements. Denn neben der Markennennung sollten alle Befragten begründen, warum ihnen die genannte Marke im Kopf geblieben ist. Bei Nivea wurden Tradition und langes Markenbestehen, gute Erfahrung sowie die Qualität besonders häufig erwähnt.

Seit 2011 erheben MDR-Werbung und IMK die West-Ost-Markenstudie (WOM), die einmal im Jahr unter anderem die Markenbekanntheit von Produkten aus dem Osten abfragt.

Die MDR-Werbung GmbH (MDRW) ist eine 100prozentige Tochter des Dreiländersenders MDR und wurde am 23. August 1991 in Erfurt gegründet. Ihre Kern-Kompetenz sieht die MDRW in der Vermarktung von Werbezeiten in Radio und TV. 

PM-PG

 

15.06.2015


15.06.2015: Synergien durch neue Struktur

Klares Ja zur geplanten Neustrukturierung des Rhön-Tourismus: Landräte stimmen Konzeptvorschlag zu - Kreistage müssen nun entscheiden.

Die fünf Landräte der Rhönlandkreise Bad Kissingen, Fulda, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis haben während der letzten Vorstandssitzung der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (Arge) Rhön einen richtungsweisenden Beschluß gefaßt. Sie stimmten dem von der in Berlin ansässigen BTE Tourismus- und Regionalberatung vorgelegten Konzeptvorschlag zur Neustrukturierung des Rhön-Tourismus zu. (nti-online.net berichtete am 27.02.2015). Jetzt müssen die einzelnen Kreistage darüber befinden, ob dieser Weg weiter beschritten werden soll.

„Kernpunkt des Konzeptvorschlags ist die Zusammenführung der momentan existierenden Institutionen des Tourismus und der Dachmarke Rhön in eine gemeinsame Organisationsstruktur. Dabei sollen vor Ort die Tourist-Informationen bestehen bleiben, und die Dachmarke Rhön wird mit dem Tourismus zusammengeführt“, erläuterte der Geschäftsführer der Arge Rhön, Jürgen Metz. Die Zustimmung der Kreistage sei deshalb notwendig, weil diese Mehrheitseigner der gegenwärtig in Hessen und Bayern existierenden Tourismus GmbHs beziehungsweise in Thüringen des Rhönforum e.V. sind. Das Rhönforum e.V. als derzeitiger Verein für Regionalentwicklung und Tourismus in der Thüringer Rhön soll laut dem Konzeptvorschlag von BTE bestehen bleiben und weiter gestärkt werden, sagte Metz.

„Wir als Landräte der Rhönlandkreise haben mit unserer Entscheidung den Willen aller Beteiligten bekundet, die Neustrukturierung auch wirklich durchzuführen“, hob der Vorsitzende der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön und Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Thomas Bold, hervor. „Im Interesse der weiteren Entwicklung der Destination Rhön müssen strukturelle Veränderungen erfolgen. Wenn die Kreistage den Konzeptvorschlag von BTE mittragen, was wir als Landräte hoffen, dann können wir ab Hebst mit der schrittweisen Umsetzung beginnen.“ Die neue Struktur werde Synergien im Destinationsmarketing bringen, weil die Wege der Entscheidung kürzer werden.

Der Vorsitzende der Arge Rhön schätzt ein, daß die Neustrukturierung des Rhön-Tourismus ein mehrjähriger Prozeß sein wird. Bis 2016 müsse jedoch eine Entscheidung über die konkrete Struktur fallen; danach könne es an die Umsetzung der Details gehen.

CARSTEN KALLENBACH

 

15.06.2015

 

 

Haben sich für eine Neustrukturierung des Rhön-Tourismus entschieden: der Landrat des Rhön-Grabfeld-Kreises, Thomas Habermann, der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, der Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Thomas Bold, der Landrat des Landkreises Fulda, Bernd Woide (von links) und der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (nicht mit auf dem Bild).

Foto: MELANIE HOFMANN


15.06.2015: Anregung zur Mitarbeit

Die Qualität steigern und den Spaßfaktor erhöhen: Wegewart von Oberhof ist per eigener E-Mail und Facebook-Fanpage erreichbar. Neues Meldesystem für Schäden und Anregungen an den Wanderwegen wird erarbeitet.

Oberhof ruft Wanderer und Tourengeher, Mountainbiker und Waldliebhaber zur Mitarbeit auf. Alle Informationen und Anregungen, Schadensmeldungen zu den Wanderwegen und Hinweise können ab sofort an eine zentrale E-Mail Adresse gesendet werden. Eine Alternative ist eine neue Facebook-Fanpage. Diese Fanpage soll informieren, zum Diskutieren und Mitmachen anregen und auch über die Arbeit des Wegewarts informieren. Regelmäßig senden der Wegewart und seine Kollegen Bilder und aktuelle Infos zu den Wanderwegen. Es wird über die Zusammenarbeit mit dem Forst berichtet und den aktuellen Stand zum Thema „Waldumbau“.

Seit Anfang März ist der neue Wegewart in Oberhof tätig und hat sich inzwischen gut eingearbeitet. Die ersten neuen Zwiesel mit Wegweisern wurden bereits rund um Oberhof gesetzt. Als Zwiesel bezeichnet man einen Baum mit Gabelungen aus zwei Trieben. Diese Zwiesel sind durch die Gabelung höherer Anfälligkeit für den Bruch der Bäume ausgesetzt und werden daher ausgeschnitten. Als „Abfallprodukt“ der Forstwirtschaft werden diese bereits seit vielen Jahren im Thüringer Wald für die Beschilderungen von Wegen und Ausflugszielen genutzt.

Der Wegewart arbeitet eng mit dem Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum zusammen. Dort ist Jan Hornung zuständig für den Breitensport und damit auch mit für den Erhalt und die Gestaltung der Wanderwege und Tourenrouten. Im Winter kümmern sich Jan Hornung und Kollegen im wesentlichen um das Spuren der Loipen sowie der Winterwanderwege. Sie sind daher ein wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Wegewart, Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum, Stadt Oberhof und natürlich dem Forst und den privaten Waldeigentümern sowie den Touristikern.

Oberhof geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Qualitätssteigerung. Offiziell wurde der neue Wegewart im Rahmen des Tourismus-Stammtisches des Gewerbevereins Oberhof den Touristikern der Region vorgestellt. Gemeinsam mit Jan Hornung und dem Forst wurde über den aktuellen Stand der Arbeiten und die zukünftigen Vorhaben informiert. Eine wichtige Vernetzung zwischen den Akteuren sowohl in Oberhof, der gesamten Ferienregion, dem Regionalverbund Thüringer Wald und dem Kreiswegewart wurde bereits begonnen. Die bisherige gute Zusammenarbeit soll weiter intensiviert werden. Auch die Oberhofer Touristiker sind aufgerufen, sich aktiv an der Qualitätssicherung zu beteiligen. Seien es die Wanderleiter, die Hoteliers und Gastronomen oder alle anderen Leistungsträger und Einwohner, jeder einzelne kann seinen Beitrag beispielsweise durch die Wiederbelebung von Patenschaften leisten. Ein weiterer Schritt ist ein geplantes Zusammentreffen der ansässigen Wanderleiter, mit dem Ziel, die derzeitigen Wege zu hinterfragen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Über die verschiedenen Medien, wie die E-Mail, die Facebook-Fanpage und die eigene Präsenz auf dem Webportal von Oberhof sowie - ganz klassisch - persönlich bei den Mitarbeitern der Oberhof-Information sind auch alle Gäste und Einwohner Oberhofs eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Neben der Evaluation der bestehenden Wege, Kreation neuer Routen und der Pflege des Wegenetzes ist ein erklärtes Ziel die Erarbeitung eines Meldesystems, um das Melden von Schäden zu unterstützen oder auch bei der Orientierung zu helfen. Die Wegweiser sollen eine sinnvolle Nummerierung erhalten und elektronisch erfaßt werden. Dies ist insbesondere wichtig, um die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu erleichtern und vor allem den Gästen, die die Wälder nicht wie ihre eigene Westentasche kennen, bei der Orientierung zu helfen.

Das erklärte Ziel: Die Natur schützen, den Spaßfaktor erhöhen und die Erholung genießen.

Oberhof, im Thüringer Wald blickt auf eine mehr als 100jährige touristische Geschichte zurück. Der staatlich anerkannter Luftkurort ist bereits seit dem 19. Jahrhundert für seine Urlaubsqualität bekannt. Der weltweit durch den Wintersport bekannte Ort verfügt heute über 3300 Betten in Hotels bis zu Vier-Sterne-Superior, Pensionen und Ferienwohnungen. Auf 825 Metern Seehöhe sind der nahe gelegene Rennsteig und die zahlreichen Sportangebote nur einige der Highlights. Gästebobfahren, eine rasante Fahrt im Ice-Tubing-Boot, Langlauf im Winter und im Sommer oder Biathlonschießen für jedermann, sind Besonderheiten, die sonst kein anderer Ort in Deutschland bietet. Wundervoll traditionelle Handwerkskunst, wie Glasbläserei oder Holzschnitzerei zeugen von den lebendigen Traditionen der Stadt. Weitere Besonderheiten sind das Exotarium, wo Reptilien, Spinnen und Fische jung und alt begeistern, sowie der Rennsteiggarten, der größte Alpingarten Deutschlands. Seit November 2011 können Touristen mit der Oberhof-All-Inclusive-Card, die jeder Übernachtungsgast kostenfrei erhält, Geld bei einem Urlaub in Oberhof sparen und die Angebote der Region aus den Bereichen Freizeit, Sport und Kultur als Inklusiv Leistung kennenlernen.

PI-OSG

 

15.06.2015

 

 

Seit Anfang März ist der neue Wegewart in Oberhof tätig und hat sich inzwischen gut eingearbeitet: Die ersten neuen Zwiesel mit Wegweisern wurden bereits rund um Oberhof gesetzt.

Foto: OSG-ARCHIV

 


14.06.2015: Beleg für hohe Qualität

Optonet-Cluster erhält Bundesförderung für mehr internationale Kooperation.

Das Photonik-Cluster Optonet e.V. - ein Verbund von rund 100 Unternehmen der Thüringer Optikbranche - erhält eine Bundesförderung zur Stärkung seiner internationalen Aktivitäten. „Die Zusammenarbeit mit Partnern weltweit ist eine wichtige Voraussetzung für die Thüringer Wirtschaft, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und innovative neue Technologien und Produkte entwickeln zu können", sagte Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Nur so könne eine hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft gesichert werden.

Tiefensee gratulierte dem Cluster, das in kürzester Zeit einen Förderantrag vorgelegt und Eigenmittel in Höhe von 300.000 Euro akquiriert habe, zu seinem Erfolg. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) stellt weitere 300.000 Euro zur Verfügung. Das Geld ist für eine bis zu zweijährige Konzeptionsphase bestimmt, in der Kooperationsprojekte mit internationalen Partnern angebahnt und entwickelt werden sollen. Diese sind dann für eine eigene Förderung durch den Bund vorgesehen.

„Die Förderzusage belegt die hohe Qualität des Thüringer Optik-Netzwerks mit seinen Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft", sagte der Wirtschaftsminister. Zugleich sei der Zuschlag des BMBF „ein großer Erfolg für die Strategie des Landes, in Thüringen verschiedene überregional sichtbare und anerkannte Spitzencluster zu entwickeln". Das Optonet-Cluster nehme hier eine Vorreiterrolle ein. Insgesamt erhalten zehn weitere deutsche Spitzencluster eine Bundesförderung zur Vertiefung ihrer internationalen Vernetzung.

Erklärtes Ziel des Förderprogramms „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" des Bundes ist es, die gute Position Deutschlands beim Export von forschungsintensiven Gütern zu halten und weiter auszubauen. Deutschland liegt hier nach BMBF-Angaben weltweit vor den USA und Japan, aber nach China auf Rang zwei. „Die Förderung bietet auch für Thüringer Unternehmen die Chance, sich stärker in internationale Innovationsprozesse einzubringen und aktiv mit zu gestalten", sagte Tiefensee. Er rief auch die anderen Thüringer Cluster dazu auf, sich an den beiden nächsten Auswahlrunden für dieses Bundesprogramm zu beteiligen, die für 2016 und 2017 vorgesehen sind.

Die Thüringer Optik-Branche umfaßt 168 Unternehmen mit gut 15.000 Beschäftigten, die einen Gesamtumsatz von rund 2,8 Milliarden Euro erwirtschaften. Darüber hinaus sind rund 1200 Forscher und Entwickler im Bereich der optischen und photonischen Technologien an universitären und außeruniversitären Instituten tätig. Der Umsatzanteil der Unternehmen für Forschung und Entwicklung liegt bei 10 Prozent, der Exportanteil bei 66 Prozent.

STEPHAN KRAUSS

 

14.06.2015


14.06.2015: Prompt ausgewählt

Einen Brummtopf im Koffer nach Indonesien.

Die Tänzer und Tänzerinnen des Thüringer Folklore Ensembles Erfurt e. V. mußten sich kürzlich am Flughafen Frankfurt einige Fragen gefallen lassen. Denn wer bitte reist schon mit einem „Brummtopf“ ans Ende der Welt? Über 36 Stunden sind sie jeweils bei der Hin- und Rückreise unterwegs. Auch die anderen Requisiten wie Reitpeitschen und hölzerne Kuchenbretter waren bereits in den Koffern verstaut.

Am 4.Juni brachte der Flieger das Ensemble über Jakarta zum Festival „Erau International Folk & Art Festival (EIFAF)“ in Tenggarong. Der Verein hatte sich für das Festival beworben und wurde prompt aus den zahlreichen Bewerbern ausgewählt, um Deutschland und Thüringen tänzerisch zu vertreten.

Eigentlich hat der Verein gegenwärtig gar keine Zeit, eine so große Auslandsreise zu unternehmen. Denn die Vorbereitungen für das eigene internationale Folklorefestival Danetzare, das vom 9. bis 13. Juli in Erfurt stattfindet, laufen auf Hochtouren.

Wenn Mitglieder des Folklore-Ensembles am 16. Juni aus Indonesien zurückkehren, bleibt nur noch wenig Zeit für den letzten Schliff. Dann bevölkern Gruppen aus Belgien, Georgien, Serbien, Slowakei, den USA, Rumänien, der Ukraine und Taiwan die Landeshauptstadt und verwandeln sie in eine große Bühne. Selbst eine Gruppe aus Indonesien wird dabei sein!

Bis es so weit ist, präsentiert das Thüringer Folklore Ensemble die Thüringer Tradition bei einem großen Umzug, vor dem Königspalast und in den Straßen der Stadt. Und das bei 35 Grad und hoher Luftfeuchte. Die schwere Thüringer Tracht wird einiges durchmachen müssen. Am Ende bleibt die Frage, wie oft die Koffer auf der langen Reise geöffnet werden müssen, um den irritierten Zöllnern ein mit einer Schweinsblase überzogenen Steinguttopf als Musikinstrument vorzuführen.

Am 16. Juni 2015 werden der Tanzverband Thüringen sowie die LKJ die weit gereisten Tänzerinnen und Tänzer um 17.32 Uhr am Gleis 10 am Erfurter Hauptbahnhof von ihrer Reise in Empfang nehmen.

WOLFGANG HÖFFKEN

 

14.06.2015


13.06.2015: Verdeutlichter Handlungsbedarf

„6. Weimarer Wirtschaftsforum“ beschäftigt sich mit der „Wachstumschance Digitalisierung“.

„Wachstumschance Digitalisierung“ lautet das Thema des diesjährigen „6. Weimarer Wirtschaftsforums“. Die Frage, wie diese Chance gerade auch von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden kann, welche Rahmenbedingungen dafür gesetzt werden müssen und welche Veränderungen für die Wirtschafts- und Arbeitswelt sich daraus ergeben, steht im Mittelpunkt der am 15. Juni 2015 stattfindenden Veranstaltung.

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sehen 94 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Geschäfts- und Arbeitsprozesse durch die zunehmende Digitalisierung beeinflußt – aber nur 30 Prozent fühlen sich bei dem Thema gut oder sehr gut aufgestellt. Das macht die Bedeutung und den Handlungsbedarf bei diesem Thema deutlich.

PM-SK

 

13.06.2015


13.06.2015: „Wir befürchten ein Chaos“

„Gipfel der Enttäuschungen“: Landesverband Pro Bahn kritisiert das Ergebnis des Thüringer Bahngipfels und bemängelt die Zulassungsprobleme für die neue ICE-Strecke.

Das Ergebnis des Thüringer Bahngipfels enttäuscht den Fahrgastverband Pro Bahn. „Daß der ICE-Knoten Erfurt zum Ende des Jahres in Betrieb gehen soll, ist zwar gut für die Landeshauptstadt Erfurt“, so Bernd Schlosser, Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes, „aber für die dann vom ICE abgehängten Städte und Landesteile sind die Aussichten weiterhin unklar.“

Im Frühjahr hatte die DB ihr neues Fernverkehrskonzept vorgestellt, das mit einer Angebotsoffensive die Regionen wieder besser erschließen soll und dafür zwei neue IC-Linien durch Thüringen vorsieht. Die Freude darüber war nur von kurzer Dauer, nachdem bekannt wurde, daß die Deutsche Bahn diese Linien erst ab den Jahren 2030 und 2032 betreiben will. Seitens Pro Bahn wurde daraufhin die Forderung erhoben, das Angebot deutlich früher und auf der Saaletalstrecke über Jena zeitgleich mit der Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke zu starten.

„Zu dieser berechtigten Forderung hätten wir uns auf dem Bahngipfel eine klare Aussage von Herrn Grube und Frau Keller erhofft“, so Bernd Schlosser. „Statt dessen wurde wieder das Hohelied des ICE-Drehkreuzes gesungen, von dem angeblich alle Landesteile profitieren. Dabei ist seit der Vorstellung der Entwürfe für den Fahrplan 2016 für jedermann offensichtlich, daß dieses Versprechen unhaltbar ist, weil die optimale Verknüpfung von Fern- und Nahverkehr im Knoten Erfurt nicht zu erreichen ist. Im Gegenteil verursacht dieser Knoten nun neben dem Rückzug des Fernverkehrs auch noch Verschlechterungen im Regionalverkehr im gesamten Land.“

Enttäuscht zeigt sich der Landesverband auch von der erneuten Absage Grubes an einen ICE-Systemhalt in Coburg. „Dies konterkariert die gerade erst verkündete neue Strategie, die Regionen wieder besser in den Fernverkehr einzubinden“,  sagt Bernd Schlosser. „Im Falle Coburgs ist dies um so unverständlicher, als der Halt nicht nur von grundlegender Bedeutung für Südthüringen ist und eine Potentialanalyse im Auftrag der IHK Coburg erst kürzlich eine ausreichend große Nachfrage ermittelt hat, sondern auch fahrplantechnologisch nachgewiesen ist, daß die ICE auf dem Weg von Erfurt nach Nürnberg genug Zeit für einen Halt in Coburg haben.“

Die unmittelbar nach dem Bahngipfel bekannt gewordenen Zulassungsprobleme für die Brücken der ICE-Strecke Halle - Erfurt, die offenbar ernster als zunächst angenommen sind und die die geplante Eröffnung in diesem Jahr vereiteln könnten, verschärfen die Lage nun nochmals auf dramatische Weise. „Das Szenario einer Nichtzulassung wäre ein Super-Gau für den Thüringer Eisenbahnverkehr“, so Bernd Schlosser. „Der Fahrplan 2016, der dank der neuen ICE-Strecke sowieso schon eine Menge Zumutungen für die Thüringer Fahrgäste mit sich bringt, würde zu Makulatur. Wir befürchten ein Chaos.“

Pro Bahn ist ein gemeinnütziger Verbraucherverband für die Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel wie Bahn und Bus. Er ist deutschlandweit tätig und als Bundesverband mit Landes- und Regionalverbänden organisiert.

PI-PB-BS

 

13.06.2015


12.06.2015: Spaß, Kurzweil und Wissensgewinn

Die „Explorata-Mitmachwelt“ in Zella-Mehlis in der Ruppberg-Passage bietet ihren Besuchern phänomenale Erlebnisse – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

In der interaktiven Ausstellung können kleine und große Entdecker auf spielerisch-spannende Weise den Geheimnissen physikalischer Phänomene auf die Spur kommen. „Einfach begreifen“ lautet das Motto in der Mitmachwelt, wo im Gegensatz zu vielen anderen Ausstellungen das Anfassen der Schaustücke ausdrücklich erlaubt ist.

Die „Explorata-Mitmachwelt“ ist im fünften Jahr ihres Bestehens noch größer und phänomenaler geworden. Seit Januar 2015 warten auf nunmehr 850 Quadratmetern Ausstellungsfläche (zuvor 700 Quadratmeter) über 100 Experimente (20 mehr als bisher) nur darauf, erkundet, erforscht und ausprobiert zu werden. Und auch jetzt kommen immer noch weitere Exponate dazu. Denn „Explorata“-Inhaberin Karin Weiß und ihr Team sind unermüdlich dabei, die Besucher mit immer neuen Spaß-, Aha- und Wow-Effekten zum Staunen zu bringen.

Die Entdeckungstour durch die „Explorata“ hält überaus vielfältige Stationen bereit. Effektvolle Pendel- und Hebe-Experimente, knifflige Logikspiele und Knobelaufgaben ziehen die Gäste hier ebenso in den Bann wie verblüffende Spiegelexperimente, optische Täuschungen und tolle Exponate rund ums Thema Magnetismus. Wer also zum Beispiel die Erddrehung von einem schwebenden Globus selbst bestimmen, ein kleines Hauskraftwerk betreiben oder Bälle im Luftstrom tanzen lassen möchte, der ist in der „Explorata“ genau richtig.

Und das Schöne dabei ist: In der interaktiven Ausstellung kommen alle Generationen auf ihre Kosten. Für jung und alt hält sie jede Menge Spaß, Kurzweil und Wissensgewinn bereit. Für Schulklassen eignet sich ein Besuch in der Mitmachwelt hervorragend zur Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts oder für einen Wandertag. Für Familien mit Kindern ist die „Explorata“ ein ideales Ausflugsziel für Unternehmungen am Wochenende, in den Ferien oder im Urlaub. Und gerade in jüngster Zeit haben auch immer mehr Erwachsenen-Gruppen, wie Vereine, Firmenbelegschaften oder Seniorengruppen, die Mitmachwelt besucht und waren rundum begeistert.

Die „Explorata“-Mitmachwelt in der Zella-Mehliser Ruppberg-Passage ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mit der Tageskarte kann man seinen Besuch auch problemlos unterbrechen – um beispielsweise zwischendurch essen zu gehen. In unmittelbarer Nähe der „Explorata“ bestehen ausreichend Parkmöglichkeiten.

STEFFI SEIDEL

 

12.06.2015

 

 

„Einfach begreifen“: In der Ruppberg-Passage in Zella-Mehlis wartet die „Explorata-Mitmachwelt“ auf 850 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit über 100 verblüffenden und effektvollen Experimenten und Präsentationen auf.

Fotos (2): NORBERT SEIDEL

 


12.06.2015: Nicht mehr umsetzbar

Internationale Bauausstellung Thüringen sagt die ursprünglich in der Weimarer Viehauktionshalle geplante Ausstellung endgültig ab.

Für die Internationale Bauausstellung (Iba) Thüringen bedeutete der Brand der Viehauktionshalle in Weimar, über den nti-online.net am 22.04.2015 berichtete, auch den Verlust ihres zentralen Ortes für das Ausstellungsjahr 2015. In den vergangenen Wochen hat das Iba-Team mit den beauftragten Gestaltern verschiedene alternative Konzepte diskutiert und zahlreiche Orte überprüft.

„Ich möchte ausdrücklich allen, die nach dem Brand mit Zuspruch und Vorschlägen für alternative Standorte auf uns zugekommen sind, danken. Wir hatten unsere erste Ausstellung immer als zentrale Iba-Anlaufstelle, als Projektraum, Treffpunkt und Veranstaltungsort zugleich gedacht. Leider ist das in dieser Form nicht mehr umsetzbar, so daß wir die Ausstellung absagen müssen“, teilte Iba-Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi am 11. Juni 2015 mit.

Man halte aber daran fest, mit der Öffentlichkeit in einen Dialog zu treten: „Wir entwickeln dafür unser Veranstaltungskonzept weiter: im August und September wird ein Stadtland-Sommer in Thüringen stattfinden“, kündigte Doehler-Behzadi an.

PI-IBA

 

12.06.2015


11.06.2015: „Das klappt wunderbar“

Der Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband Jena-Weimar möchte bisherige Erfahrungen beim Mehrgenerationen-Zusammenleben in Jena gern mit Wohnungsgesellschaften und anderen Akteuren für zukunftsorientierte Stadtentwicklung in weiteren Projekten einbringen. Das erklärte Vorstandsvorsitzender Frank Albrecht in einem aktuellen Interview für die Neue Thüringer Illustrierte.

Um die Herausforderungen der Zukunft bezahlbar zu gestalten und unser Leben weiter lebenswert entwickeln zu können, erklärte Frank Albrecht, Vorstandsvorsitzender des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes (Awo) Jena-Weimar e. V., in einem Interview für die Ausgabe 4/2015 der Neuen Thüringer Illustrierten das Zusammenleben der Generationen zur zentralen Aufgabe.

Die Bundesregierung habe dies seit längerem erkannt und unterstütze dies zum Beispiel durch die Mitfinanzierung von über 400 Mehrgenerationenhäusern deutschlandweit. „Wir sind in Jena ein solcher Träger“, berichtete Albrecht gegenüber der NTI. „In unserem Wohnpark leben Kinder mit Älteren und Pflegebedürftigen und Familien in ganz unterschiedlichem Alter. Das klappt wunderbar.“ Der Vorstandschef des Jena-Weimarer Awo-Kreisverbandes regte an, diese Erfahrungen mit Wohnungsgesellschaften und anderen Akteuren für zukunftsorientierte Stadtentwicklung in weiteren Projekten einzubringen.

Zudem forderte Albrecht, für eine langfristig bezahlbare menschenwürdige Pflege bereits heute die notwendigen Weichen zu stellen. Alle politisch Verantwortlichen müßten sich den Herausforderungen des demographischen Wandels konzentrierter stellen. Ohne die Solidarität zwischen den Generationen aus dem Blick zu verlieren, müsse man hierbei auch bisherige Tabuthemen angehen. Eine stärkere Umverteilung und höhere Einbeziehung reicher Menschen bleibe für Albrecht hierfür unerläßlich.

Die Awo Jena-Weimar unterstützt in ihrem Verbandsgebiet weit über 2500 Familien in den unterschiedlichsten Aufgabengebieten. In drei stationären, fünf teilstationären Einrichtungen und drei ambulanten Diensten werden zirka 600 pflegebedürftige Menschen betreut. Die 12 Kindergärten werden von durchschnittlich 1200 Kindern besucht. In der Freien Ganztagsschule lernen mehr als 200 Kinder und die Beratungsdienste nutzen regelmäßig über 400 Menschen.

JÖRG SCHUSTER

 

11.06.2015

 

 

Wohnpark „Lebenszeit“ in Jena: Erfahrungen in weiteren Projekten einbringen.

Fotos (2): AWO-ARCHIV


11.06.2015: Vielschichtiges Vorhaben

Auszeichnung für eine hervorragende Strategie: Ernst-Abbe-Hochschule Jena und ihre Partner sind Gewinner im Wettbewerb „Study & Work“.

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena gehört zu den zehn deutschen Hochschulen, die in der vergangenen Woche vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für ihren Projektentwurf zur Bindung künftiger internationaler Fachkräfte an den deutschen Arbeitsmarkt ausgezeichnet wurden.

Das Projekt  „Stay – Studieren. Arbeiten. Leben in Thüringen“ wurde unter Federführung der EAH Jena mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V., der Agentur für Arbeit Jena, dem bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) angesiedelten Welcome Center Thuringia und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH entwickelt. Das Vorhaben soll internationale Studierende unterstützen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen und beruflich im regionalen Arbeitsmarkt zu starten.

In den kommenden zwei Jahren erhält das Projekt zirka 110.000 Euro. Die Förderung soll im Juli starten. Neben den bisherigen Partnern haben darüber hinaus Thüringer Hochschulen (die TU Ilmenau, die Bauhaus-Universität Weimar, die Fachhochschulen Erfurt und Schmalkalden sowie die Hochschule Nordhausen) sowie die Unternehmen Analytik Jena AG, die Carl Zeiss AG, das Photoniknetzwerk Optonet e. V. und das „IWT-Institut der Wirtschaft Thüringens“ GmbH ihre Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck gebracht.

 „Stay – Studieren. Arbeiten. Leben in Thüringen“ ist ein vielschichtiges Vorhaben. Zu den Hintergründen erklärt Prof. Dr. Alexander Richter, Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung der EAH Jena: „Hervorragend ausgebildete Fachkräfte werden in Thüringen dringend gebraucht. Ein zusätzlicher Weg ist, auch internationale Studierende für den Arbeitsmarkt des Landes zu gewinnen. Um hierbei Erfolg zu haben, bedarf es nicht nur einer intensiven Betreuung der Studierenden, sondern auch einer Sensibilisierung im Land für das Thema.“ „Insbesondere für den MINT-Bereich wollen die Partner gemeinsame Strategien entwickeln und umsetzen“, ergänzt Dr. Claudia Hillinger, Leiterin des Internationalen Büros der Jenaer Universität.

Zur Information sollen im Projekt unter anderem Kurzfilme produziert werden, in denen Thüringen als Wirtschaftsstandort vorgestellt wird und Unternehmen über Bewerbungsvoraussetzungen berichten, aber auch Filme mit persönlicher Vorstellung internationaler Studierender.

„Wir freuen uns über die Chancen, die sich durch die Kooperation mit der Ernst-Abbe-Hochschule ergeben“, sagt Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der LEG Thüringen. „Als zentrale Anlaufstelle für ausländische Fach- und Arbeitskräfte, die im Freistaat leben oder arbeiten wollen, baut das Welcome Center Thuringia auf wirtschaftsnahe Netzwerkpartner, um qualifizierten Fachkräften aus aller Welt den Einstieg auf den Thüringer Arbeitsmarkt zu erleichtern.“

Ein weiterer Komplex sind die Fachtutorien: Sie werden an jeweils einem Fachbereich der EAH beziehungsweise einer Fakultät der FSU Jena speziell für internationale Studierende eingerichtet oder ausgebaut. Tutorien und eine spezifische Betreuung sind wichtige Bausteine für den Studienerfolg und können somit den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Außerdem soll es hochschulübergreifende Veranstaltungen für internationale Studierende und Absolventen geben.

Nicht zuletzt durch die geplante Einbettung in bereits bestehende Netzwerke ist „Stay – Studieren. Arbeiten. Leben in Thüringen“ in der Lage, ein erfolgreiches Modell der Zusammenarbeit von Hochschulen, öffentlichen und privaten Bildungsträgern sowie Akteuren der Wirtschaft in Thüringen zu werden.

Insgesamt haben sich 46 Hochschulen an dem Wettbewerb beteiligt, davon 17 aus den ostdeutschen Bundesländern.

SIGRID NEEF

 

11.06.2015


10.06.2015: Gold-Chance

Online-Voting beim Energiesparmeister-Wettbewerb: Gewinner aus Thüringen kämpft um Bundessieg.

In ganz Deutschland setzen sich Schüler und Lehrer gemeinsam für ein besseres Klima ein. Beim elften Energiesparmeister-Wettbewerb haben sich in diesem Jahr 243 Schulen mit ihren Klimaschutzprojekten beworben. Der Wettbewerb ist Teil der vom Bundesumweltministerium geförderten „Klimaschutzkampagne“. Eine Fachjury verlieh in jedem Bundesland der Schule mit dem besten Projekt den Titel „Energiesparmeister 2015“.In Thüringen hat sich die Hermann-Lietz-Schule Haubinda mit ihrem Projekt gegen die Mitbewerber durchgesetzt.

Das Internat macht in puncto Klimaschutz keine Kompromisse und setzt unter anderem auf erneuerbare Energien, Müllvermeidung und Workshops zur Klimaschutz-Bildung. Aktuell eröffneten einige Schüler einen auf regionale Produkte ausgelegten Dorfladen. Neben einem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro erhält der frischgebackene Energiesparmeister eine Patenschaft mit der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Die Schüler aus Haubinda haben zudem die Chance, „Energiesparmeister Gold“ zu werden und damit nicht nur den Bundessieg, sondern auch ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 2500 Euro zu gewinnen.

Die Entscheidung, wer den Titel holt, treffen die Internetnutzer in einer Online-Abstimmung. Das Voting findet vom seit 8. Juni bis 28. Juni auf der Online-Wettbewerbsseite statt. Wer für seinen Favoriten votiert, kann ebenfalls Preise gewinnen. Die Preisverleihung zum „Energiesparmeister Gold“ findet am 3. Juli 2015 auf der „You“, der Leitmesse für Jugendkultur, in Berlin statt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen und zeichnet die Energiesparmeister 2015 im Rahmen der Verleihung aus.

Das Engagement der Schüler der Hermann-Lietz-Schule Haubinda begeisterte die Jury nachhaltig, denn die Schülerinnen und Schüler hier machen beim Klimaschutz keine halben Sachen. In den letzten Jahren engagierten sich die Schüler in den verschiedensten Aktionsbereichen für den Umweltschutz und die Verbesserung der CO2-Bilanz der Schule. Von der Umstellung der Schule auf erneuerbare Energien, über Solarworkshop, richtige Mülltrennung und -vermeidung bis hin zum Bau eines Strohhauses – die Schüler blieben aktiv. Außerdem werden Garten- und Küchenabfälle kompostiert und zum Thema (un)fair gehandelter Kleidung organisierten die Schüler eine Kleidertauschparty in der Schule. Der neueste Geniestreich der Schüler beschäftigt sich nun mit den Hintergründen der konventionellen Landwirtschaft und deren Auswirkung auf die Klimaerwärmung. Als Konsequenz des Gelernten eröffnete die Schülerfirma einen auf regionale Produkte ausgelegten Dorfladen. Die Schüler vertreiben zum einen eigene Erzeugnisse, aber auch Schulmaterial, Grundnahrungsmittel und Getränke. Mit der Eröffnung des Dorfladens wird die Zusammenarbeit mit Biobauern aus der Region sowie mit kleinen regionalen Handwerkern gestärkt.

In das Rennen um den Titel „Energiesparmeister „Gold“ gehen die Schüler der Hermann-Lietz-Schule Haubinda nicht allein. Unterstützt werden sie von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die eine Patenschaft für die Schule übernommen hat. „Die Schüler der Hermann-Lietz-Schule Haubinda zeigen eindrucksvoll und in bestem Beispiel, wie durch kreative und vielfältige Aktionen Energie gespart und das Klima geschützt werden kann“, sagt Matthias Haupt vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. „Die Vernetzung mit regionalen Erzeugern im Zuge des jüngsten Projektes ist für ein Schülerprojekt sehr fortschrittlich und ist uns besonders aufgefallen. Wir freuen uns sehr, die Westhausener Schüler als Paten unterstützen zu können und drücken ihnen für die finale Online-Abstimmung die Daumen", so Haupt weiter.

STEFFI SAUERACKER

 

10.06.2015


10.06.2015: Wunderbar besprüht

Im Rausch der Farben: 1.Apoldaer Body-Painting-Contest mit Begeisterung aufgenommen.

Ein Rausch der Farben: So zeigten sich sieben junge Damen selbstbewußt auf dem Apoldaer Markt und ließen sich gern bewundern.

Von der anspruchsvollen Körperbemalung, Body-Painting genannt, hörten und sahen die Apoldaer schon reichlich: zur Kreismesse etwa oder im Gewerbepark, als zum Tag der offenen Betriebe geladen wurde. Mirko Gerwenat profilierte sich immer mehr und darf sich durchaus als Profi bezeichnen. Davon sind die Apoldaer längst überzeugt. Spätestens seit dem mit großer Anerkennung aufgenommenen Jahreskalender, wo Models zu markanten Gebäuden der Stadt posierten. Gerwenats Auftritt zur Weltmeisterschaft in Österreich im vergangenen Jahr überzeugte einmal mehr.

Schon längere Zeit liebäugelte er mit einem größeren Auftritt im Kreise seiner Künstler-Kollegen, die schließlich alle ungeheuer kreativ sind und eine eigene Körpersprache mit ihren Models entwickelten.

Nun war es soweit. Zum Apoldaer Stadtfest 2015 wurde der 1.Apoldaer Body-Painting-Contest angekündigt. Spannend und allemal eine Augenweite. Nach aufwendigen Vorarbeiten im Apoldaer Stadthaus kam es nachmittags am 6. Juni 2015 zu der von vielen Besuchern erwarteten Präsentation der Models. Wer allerdings (fast) nackte, hübsche junge Mädels erwartete, wird wohl etwas enttäuscht gewesen sein. Fast jeder Zentimeter der sonst (natürlich) nackten Haut war wunderbar besprüht. Und weil das Wetter ebenso prächtig wie die Arbeit der Künstler war, zeigten sich die Models auf dem Apoldaer Markt inmitten des Rummel-Geschehens.

Ein Rausch der Farben eben. So zeigten sich sieben junge Damen selbstbewußt und ließen sich gern bewundern. Was allerdings für die Jury auch Schwerstarbeit bedeutete. Da ging es nicht nur um Farben, es ging um Kreativität und einen geschlossenen Gesamteindruck, um Harmonie, Farbkomposition und eine Portion Pfiffigkeit. Wer wirklich vorn landen wollte, hatte wohl schon im Vorfeld die passenden Accessoires ausgewählt. Federschmuck etwa – eben im Tierreich abgeguckt und beim Body-Painting veredelt.

Sechs Teams bewarben sich um den Siegertitel und ein hübsches Preisgeld von 1000 Euro, gestiftet vom Nachbarschaftsverein und durch Sören Rost, dem Chef der Wohnungsgesellschaft Apolda, abschließend überreicht. Die Siegerurkunden gestaltete der Apoldaer Künstler Rüdiger Bahr-Liebeskind. Eine hölzerne Plastik, ein Apfel als Apoldaer Symbol, aufgeschnitten und mit einem Künstlerpinsel gespickt, ging an die Siegerin. Der in der Apoldaer Kulturfabrik tätige Holzbildhauer André Kalies hatte hier seine künstlerischen Finger im Spiel.

Das Sieger-Model Nicole kam als Pfau (eine Herausforderung in jeder Hinsicht) daher – kam und siegte, besser, sie überzeugte die Jury. Alle anderen Models hätten es auch verdient. Ein Wettbewerb hat eben seine Grenzen.

Mirko Gerwenat und sein Kollege Lothar Pötzel ließen ihr Model schon einmal auf die Landesgartenschau 2017 in Apolda schauen – das siebte Model außer Konkurrenz, aber mit dem Blick auf ein bevorstehendes Ereignis in der Kreisstadt Apolda. Ein Rausch der Farben allemal – ein farbiger Blüten- und Blumenteppich in der Glockenstadt.

HARTWIG MÄHLER

 

10.06.2015

Fotos (3). HARTWIG MÄHLER

 

 

Eine Herausforderung in jeder Hinsicht: Das Sieger-Model Nicole kam als Pfau daher und überzeugte die Jury.

 

 

Hübsches Preisgeld; Apoldas Wohnungsgesellschaftschef Sören Rost überreichte die vom Nachbarschaftsverein gestifteten 1000 Euro.


09.06.2015: Maximales Feingefühl

11. Regionalmeisterschaft der Staplerfahrer in Blankenhain: Bei 25 Qualifikationswettbewerben treten in ganz Deutschland wieder über 2000 Konkurrenten gegeneinander an.

Es wird wieder manövriert, rangiert und gestapelt: Deutschlands Staplerfahrer suchen beim StaplerCup, den Meisterschaften der Staplerfahrer, die Besten ihres Fachs. Zur Regionalmeisterschaft bei der MV Fördertechnik GmbH in Blankenhain am 13.Juni sind 36 Fahrer – darunter auch eine Frau – gemeldet, die um den Titel bester Staplerfahrer der Region und damit um ein Ticket für das deutschlandweite Finale in Aschaffenburg kämpfen wollen.

Die Teilnehmer müssen im Wettbewerb auf unterschiedlichen Gabelstaplern oder Schubmaststaplern des Herstellers „Linde Material Handling“ diverse aus dem Arbeitsalltag abgeleitete Parcoursaufgaben absolvieren. Maximales Feingefühl, Schnelligkeit und souveräne Übersicht sind die Qualitäten, die den Unterschied ausmachen. Außerdem wird in allen Wettbewerbsteilen die Kenntnis und Anwendung der für die Berufssparte geltenden Sicherheitsvorschriften gefordert: „Uns geht es nicht allein darum, jedes Jahr einen Meister zu krönen und Aufmerksamkeit für diese Berufsgruppe zu erzeugen. Wir wollen zudem dazu beitragen, die Zahl der Unfälle mit Staplern und Lagertechnikgeräten in Lagern, Logistikzentren oder in der Produktion zu verringern“, erläutert Ulrich Sommer, StaplerCup-Verantwortlicher bei der MV Fördertechnik, die Mission der Veranstaltung. Die drei Sieger erhalten außerdem Preisgelder zwischen 400 Euro und 150 Euro. Bis zum Veranstaltungstag sind Nachmeldungen möglich; einzige Voraussetzung: ein Staplerführerschein.

Die zwei Besten des MV-StaplerCups in Blankenhain reisen nach Aschaffenburg zum Finale der Deutschen Meisterschaften im Staplerfahren, das jährlich zirka 15.000 Zuschauer verfolgen.

Zum 11. MV-StaplerCup werden zahlreiche Fans, Familienangehörige und Zuschauer erwartet, denen außerdem Verpflegung vom Grill und ein abwechslungsreiches Familienprogramm geboten werden. Auch Klaus-Dieter Kellner, Bürgermeister von Blankenhain, hat sich als Gast der Veranstaltung angemeldet, ebenso wie die örtliche Feuerwehr, die mit einer Vorführung auf sich aufmerksam machen will. Die Erlöse der Veranstaltung gehen als Spende an die Jugendfeuerwehr Blankenhain.

Aus den rund 2000 Gabelstaplerfahrerinnen und Gabelstaplerfahrern, die bei allen 25 regionalen Qualifikationswettbewerben zwischen März und August antreten, werden die 60 Fähigsten des Landes ermittelt. Die Elite der deutschen Staplerfahrer kämpft dann Ende September in Aschaffenburg um den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrer. In der Stadt am Main wird seit 2006 das spannende Finale vor rund 15.000 Zuschauern ausgetragen. Ganz neu in diesem Jahr: Die besten Frauen aus allen 25 Regionalmeisterschaften treten beim Finale um den Titel „Beste Staplerfahrerin Deutschlands“ an. Auch der Titel des besten Firmen-Teams sowie des International Team Champions wird vergeben. Bei diesem Wettbewerb treten Mannschaften mit je drei Fahrern aus 14 bis 18 europäischen und außereuropäischen Ländern an.

Der StaplerCup wurde 2005 erstmalig als reine deutsche Meisterschaft ausgetragen – rund 18.000 Fahrer sind seither bei dem Wettbewerb gestartet, bei dem es um Präzision, Schnelligkeit und Übersicht auf dem Gabelstapler geht. 2007 wurde die Veranstaltung um den internationalen Team-Wettbewerb „International Championship“ erweitert; seit 2008 wird auch in der Disziplin „Firmen-Team-Meister“ ein Mannschaftswettbewerb ausgetragen. Der erste Weltmeistertitel wurde 2014 an den Deutschen Stefan Theissen vergeben.

Wichtigstes Anliegen des Veranstalters „Linde Material Handling“ ist die Vermittlung von Sicherheitsvorschriften, um zur Vermeidung von Arbeitsunfällen beizutragen.

Der StaplerCup wurde bereits mit zahlreichen Preisen der Kommunikations- und Wirtschaftsbranche, unter anderem dem PR-Award in Gold, dem Internationalen Deutschen PR-Preis und dem internationalen Titel „Bester europäischer Sportevent“ vom EuBEA ausgezeichnet. 2013 erhielt der StaplerCup Gold und die höchste Auszeichnung „Best of Show“ bei den renommierten amerikanischen Galaxy-Awards. 

MVF-PBSC

 

09.06.2015


09.06.2015: „Hypothek gemeinsam abtragen“

„Rückkehr in die Regierungsverantwortung ist ein Marathonlauf“: Thüringens CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring zum aktuellen „Thüringen-Trend“ des MDR.

„Die politischen Kräfteverhältnisse zeigen sich ein Dreivierteljahr nach den Landtagswahlen weitgehend unverändert.“ Das sagte Thüringens CDU-Vorsitzender Mike Mohring zum am 5. Juni veröffentlichten „Thüringen-Trend“ des MDR „ Für die CDU bestätigt die Umfrage: Die Rückkehr für die CDU als stärkste politische Kraft Thüringens in die Regierungsverantwortung ist ein Marathonlauf, auch wenn wir im Vergleich zur Landtagswahl etwas zugelegt und unseren Abstand zur Linken als Hauptkonkurrenten vergrößert haben.“

Je mehr die Regierungskoalition in den kommenden Monaten und Jahren versuchen werde, ihre Ideen umzusetzen, desto mehr Anknüpfungspunkte habe die Thüringer Union, ihre inhaltlichen Alternativen zu präsentieren. „Für den Augenblick hat Rot-Rot-Grün seinen Schrecken verloren, und es stehen keine Wahlentscheidungen an. Das wird so nicht bleiben“, zeigte sich Mohring überzeugt.

„Wie eine Auswertung der Umfrage ergibt, stehen die Anhänger der CDU deutlich stärker hinter der politischen Arbeit der CDU als die Anhänger von SPD und Grünen hinter jener der von ihnen mitgetragenen Landesregierung“, teilte die Thüringer CDU in einer Presseerklärung mit. Für den derzeitigen Oppositionspolitiker Mohring sei das „nicht weniger, aber eben auch nicht mehr als ein solides Fundament“. Der Christdemokrat schlußfolgerte: „Als Volkspartei der Mitte müssen wir auch außerhalb der eigenen Anhängerschaft punkten. Opposition ist ein täglicher Kampf um Aufmerksamkeit und Wahrnehmung“, sagte Mohring. Nach seinen Worten profiliert sich die CDU und trifft den Nerv der Menschen, wo es um substantielle Kontroversen geht. „Das merken wir zum Beispiel in der Auseinandersetzung um neue Windvorranggebiete, das Thüringer Erziehungsgeld, um solidere Haushaltspolitik oder die verläßlichere Finanzierung der freien Schulen“, verwies er auf aktuelle Diskussionen. „Unser Anspruch ist, in allen entscheidenden Fragen des Landes die bessere Alternative zu präsentieren“, unterstrich der CDU-Politiker.

Im „Thüringen-Trend“ wirkt laut Mohring auch das Erscheinungsbild der Union in ihrer Gesamtheit und der damaligen Regierungskoalition im Wahljahr 2014 nach. „Das ist eine Hypothek und wir müssen dieses verlorengegangene Vertrauen erst Tag für Tag zurückgewinnen. Wir haben im Dezember mit unserem Landesparteitag jedoch begonnen, diese Hypothek gemeinsam abzutragen. Wir stehen mit einer starken und geschlossenen Mannschaft auf dem politischen Spielfeld, wenn da alle gemeinsam anpacken und gut übereinander reden, gewinnen wir diesen Marathon“, gab sich der Landesvorsitzende zuversichtlich.

PM-EG

 

09.06.2015

 


08.06.2015: „Konkurrenz wird drastisch zunehmen“

Neue Online-Kampagne für Hochschulstandort Thüringen gestartet: Für den Freistaat geht es darum, mehr Studienanfänger gewinnen.

Das Thüringer Wissenschaftsministerium geht bei der Werbung für den Hochschulstandort Thüringen neue Wege und setzt auf rein digitales Marketing und das Medium YouTube. Mit der neuen Kampagne „Läuft bei uns. – Läuft bei dir.“ sollen junge Menschen für ein Studium in Thüringen gewonnen werden. Die Kampagne ist eine Unterstützung des laufenden Marketings der Thüringer Hochschulen und soll deren Aktivitäten verstärken.

Kernstück der Kampagne ist – neben Online-Anzeigen, die themen- und zielgruppenspezifisch geschaltet werden – das „YouTube-Campus-Duell“, bei dem sechs junge YouTube-Künstler in den sechs Hochschulstädten erkunden, was Thüringen an Lehre und Forschung, aber auch an Freizeit- und Nachtleben zu bieten hat. Jeweils zwei „YouTuber“ treten dabei gegeneinander an – das erste Duell „Ilmenau“ gegen „Weimar“ ist bereits seit dem 2. Juni online und kann auf der Seite des Thüringer Hochschulmarketings abgerufen werden. Im Rahmen eines großen Gewinnspiels werden die Nutzer zudem aufgerufen, hier für ihr Lieblings-Video zu „voten“. Eine umfangreiche Social-Media-Begleitung findet auf Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram statt.

„Unsere Zielgruppe sind Abiturienten zwischen 17 und 20 Jahren, die sich für ein Studium interessieren“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Um sie anzusprechen, setze man auf Kommunikationsplattformen wie YouTube: „Mit unserer Kampagne wollen wir die jungen Leute dort abholen, wo sie sich heute bevorzugt informieren – in den sozialen Medien und im Internet.“

Ziel ist es, mehr Studienanfänger beziehungsweise Studienwechsler für den Hochschulstandort Thüringen zu gewinnen. Zuletzt allerdings stagnierten die Zahlen im Freistaat und gingen sogar leicht zurück – von gut 11.000 im Jahr 2011 auf etwas mehr als 9600 im vergangenen Jahr. Zugleich ist auch von der Entwicklung der Schulabgängerzahlen kein neuer Rückenwind zu erwarten: Zwar gibt es nach Prognosen der Kultusministerkonferenz in den neuen Ländern einschließlich Thüringen ein leichtes Plus von wenigen Tausend Absolventen jährlich, in den alten Ländern aber wird ihre Zahl deutlich von derzeit 400.000 auf weniger als 350.000 Schulabgänger sinken.

„Das heißt: Die Konkurrenz unter den Hochschulstandorten wird drastisch zunehmen“, sagte Tiefensee. Das sei deshalb eine so große Herausforderung, weil die Studienanfänger und Studierenden von heute die Ingenieure, Fachkräfte und Existenzgründer von morgen seien. „Wenn Thüringen hier nicht abgehängt werden will, müssen wir also kräftig die Werbetrommel rühren.“ Land und Hochschulen hätten deshalb gemeinsam diese Kampagne entwickelt, die unkonventionell bestehende Aktivitäten aufnehme und verstärke.

Die Kosten für die Kampagne belaufen sich auf maximal 500.000 Euro, die aus dem „Hochschulpakt 2020“ von Bund und Ländern stammen. Ein Großteil der Mittel – knapp 300.000 Euro – wird für Mediakosten aufgewendet, der Rest entfällt auf Produktions- und Rechtekosten. Die Kampagne ist mit Online-Anzeigen am 20. Mai gestartet und hat eine Laufzeit bis Mitte Juli – fällt also in die Phase, in der Studienanfänger üblicherweise die Wahl ihres künftigen Studienorts treffen. Die Kampagne wurde im Auftrag des Wissenschaftsministeriums von der Thüringer Leadagentur KNSK konzipiert, die redaktionelle Umsetzung und Produktion der sechs YouTube-Videos lag bei der Produktionsfirma Endemol beyond.

STEPHAN KRAUSS

 

08.06.2015

 


08.06.2015: Blick hinter die Kulissen

Tag der Architektur 2015: Insgesamt 73 neue Bauwerke in 32 Städten und Gemeinden Thüringens laden zum Besuch ein.

Der Tag der Architektur kündigt sich an: Immer am letzten Juniwochenende laden Architekten und Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner gemeinsam mit ihren Bauherren dazu ein, zeitgemäße Bauwerke im Freistaat zu entdecken. In diesem Jahr können in 32 Städten und Gemeinden 73 Objekte besichtigt werden, die sonst überwiegend nicht zugänglich sind. Was wann und wo zu sehen sein wird, darüber informiert vorab die Ausstellung „Neue Architektur in Thüringen“ im Erfurter Hauptbahnhof. Bis zum 28. Juni werden alle Projekte ausführlich und in neuem Layout vorgestellt.

Der Tag der Architektur steht diesmal unter dem bundesweiten Motto „Architektur hat Bestand“. Der Präsident der Architektenkammer Thüringen, Dr. Hans-Gerd Schmidt, erklärte dazu: „Die Architektur, die wir heute planen und bauen, ist der Bestand von morgen. Zeitgenössische Architektur muß deshalb immer auch zukünftigen Anforderungen genügen – muß Ansprüchen an Energie- und Ressourceneffizienz, Nutzungsflexibilität und Barrierefreiheit, an Raumklima, Wirtschaftlichkeit und vielem mehr gerecht werden. Wie das gelingen kann und welchen Anteil die Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner daran haben, das können Interessierte am besten beim Tag der Architektur – und zuvor im Rahmen der Ausstellung im Erfurter Hauptbahnhof – erfahren. Wir laden herzlich zum Blick hinter die Kulissen ein.“

Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt auch diesmal auf den Wohnungsbauten sowie den Kultur- und Bildungseinrichtungen. Pflege- und Forschungsbauten, Bürogebäude und Gewerbeparks sowie Gärten und Freianlagen ergänzen das umfangreiche Angebot.

Für die Planung der individuellen Besichtigungstour stehen dem interessierten Besucher neben der genannten Ausstellung weitere Hilfsmittel zur Verfügung: Die Internetseite der Architektenkammer bietet beispielsweise eine Merkliste mit Routenplaner an. Die App „Tag der Architektur“ erleichtert ebenso wie eine für mobile Anwendungen optimierte Website das Auffinden der Projekte von unterwegs.

PM-AKT

 

08.06.2015


08.06.2015: Sensibilisierung für verschiedene Facetten der Gleichstellungsarbeit

„Gleich – sind wir am Ziel?!“: Aktionswoche der Thüringer Hochschulen.

Im Rahmen des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung (TKG) findet an allen Thüringer Hochschulen vom 8. bis 12. Juni 2015 die Aktionswoche „Gleich – sind wir am Ziel?!“ statt. Mit einem breit gefächerten Programm und wechselnden Veranstaltungen an den jeweiligen Hochschulstandorten präsentieren die Thüringer Hochschulen ihre erfolgreiche Gleichstellungsarbeit und informieren über Gender- und Diversityaspekte in Forschung, Lehre und Weiterbildung.

Als eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Thüringer Hochschulen, initiiert durch die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten (LaKoG Thüringen) und gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG), unterstützt das Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung (TKG) seit 2013 die Gleichstellungsarbeit der Thüringer Hochschulen. Mit dem Motto „Gleich – sind wir am Ziel?!“ sollen zum einen das Selbstverständnis und die erklärte Zielsetzung von Chancengleichheit zum Ausdruck gebracht werden. Zum anderen soll aber auch verdeutlicht werden, daß entgegen der landläufigen Meinung die Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht auf allen Ebenen erreicht ist.

Um die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen für die verschiedenen Facetten der Gleichstellungsarbeit zu sensibilisieren, hat das TKG ein breit gefächertes Rahmenprogramm zusammengestellt. Es reicht von Workshops für Gleichstellungsaktive, über Ausstellungen zu Leistungen von Frauen in der Wissenschaft bis hin zu Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Vorträgen zu aktuellen gleichstellungspolitischen Themen.

An der Hochschule Nordhausen findet der Aktionstag am 10. Juni statt. Prof. Dr. Anna Müller (HAWK Hildesheim) hält 9.00 Uhr im Audimax einen Vortrag zu dem Thema: „Frauen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik): Mehr Diversität bitte!“ und lädt anschließend in Form eines Workshops zur Diskussion ein. Kristin Probstmeyer vom Thüringer Kompetenznetzwerk für Gleichstellung eröffnet 12.00 Uhr die Ausstellung „Patente Frauen", die bis 16.30 Uhr im Audimax zu sehen sein wird.

TINA BERGKNAPP

 

08.06.2015


07.06.2015: Was richtig Verrücktes ausdenken

Zum „Tag der kleinen Forscher“ bauen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Erfurter Steigerwald ihr „Haus der Zukunft“: Ein Haus, in dem es immer warm ist.

Wie ein Zeltgerüst sieht das Haus noch aus: Bis zum 8. Juni kommen die Lavastein-Wand, die Lava-Säule, ein Dachgarten, Wände mit warmem Wasser und ein Blitzleiter hinzu.

Die Kinder der Forscher-Gruppe aus der Grundschule am Steigerwald in Erfurt sind schon längst wieder weg, aber gebaut wird immer noch: „Alle Kinder der Schule wissen, daß in der Forscherwerkstatt immer was los ist und kommen gucken“, sagt Monika Hennig. Sie schaut lächelnd auf die fünf Kinder, die eben in den Raum gekommen sind, sich umsahen, fragten, ob sie helfen könnten und sich dann hinknieten, um weitere Stangen zusammenzukleben. Die gelernte Ingenieurin unterstützt die Schülerinnen und Schülern dabei, ihr „Haus der Zukunft“ zu bauen. Ein Haus, in dem es immer warm ist. Ein Forscherauftrag anläßlich des „Tags der kleinen Forscher“. (nti-online.net berichtete bereits am 07.05.2015). Zur Seite stehen den Kindern neben Monika Hennig noch die Architektin Tanja Ernst-Adams und die Erzieherin Birgit Hasert.

Bislang wirkt das Haus noch recht kalt und zugig: Ein Gerippe aus Stangen ohne Wände. Stopp! Das stimmt nicht ganz: Zirca hundert Eierkartons stapeln sich an der einen Ecke zu einer Wand. Natürlich ist das keine gewöhnliche Wand, nein. Es ist eine Lavastein-Wand. Denn die Frage lautete ja: „Wie können wir dafür sorgen, daß unser Haus immer warm ist?“ „Die Heizung aufdrehen?“, diese Antwort ließ Monika Hennig nicht gelten und die Kinder schauten sich ratlos an, bis ihnen klar wurde: Wir können uns hier mal was richtig Verrücktes ausdenken.

Also ging es los: Wo kommt Wärme her? Von der Sonne. Die Wärme fangen wir mit einer schwarzen Wand aus Lavasteinen ein – die restlichen Wände sind aus Glas, damit viel Licht hineinkommt. Erster Plan fertig. Wärme gibt es auch in der Erde. Der Erdkern ist heiß. Es gibt heiße Quellen – super! Das Wasser kann aus den heißen Quellen durch unsere Fenster-Wände laufen. Zweiter Plan fertig. Weiter: Wo ist es noch richtig, richtig heiß in der Natur? Bei einem Vulkanausbruch wird’s echt heiß. Und wenn man ganz tief in die Erde bohrt, wird es auch da ganz heiß. Die Lava steigt hoch … und steht als Säule mitten in unserem Haus. „Wow!“ Monika Hennig war beeindruckt von den Ideen und dem damit verbundenen Vorwissen der Schülerinnen und Schüler. Jetzt müssen sie ihre Ideen nur noch umsetzen. Und das ist gar nicht so einfach.

Eigentlich gibt es gleich mehrere große Herausforderungen für die Kinder und die sie begleitenden Erwachsenen: Wie soll unser Haus aussehen? Die Kinder mußten kreativ werden und Ideen sammeln. Und dann wurde es gleich noch kniffliger, denn diese Ideen mußten ja auch noch in die Tat umgesetzt werden. Doch wie könnte so ein Modellhaus gebaut werden? Die erste Idee: Papier! Die Schüler und Schülerinnen begannen deshalb, Blätter aus Papier fest um Strohhalme zu wickeln und aus diesen Zeitungsstangen ein Hausgerüst zu konstruieren.

„Dann merkten wir aber, daß das viel zu lange dauern würde“, sagt Tanja Ernst-Adams. Monika Hennig hatte eine andere Technik in petto, um die Idee der Kinder, Papier zum Bauen zu verwenden, zu verwirklichen: „Das Verfahren ist schon uralt“, sagt sie lachend und erzählt, wie sie in einem Bastelbuch aus den 80er Jahren gelesen hat, wie man Fotokarton falten und schneiden muß, um eine stabile Stange zu erhalten. So entstanden nach und nach – in mühsamer Kleinarbeit – Stäbe, dann das Gerüst für das Dach. Vor allem Birgit Hasert schaffte es, die Mädchen und Jungen immer wieder aufs Neue zu motivieren und anzuspornen. Nach und nach entstand so das Hausgerüst: bunt, ansehnlich und leicht.

„Trotzdem“, sagt Tanja Ernst-Adams und auf ihrer Stirn zeichnen sich leichte Sorgenfalten ab. „Wir müssen unser Haus stabiler machen! Schaut mal da, die Lava-Wand zieht nach hinten.“ Auch die oberen Streben sind eingedellt – Spuren des kurzen Versuchs, den Dachgarten hinauf zu hieven. Der Garten soll für Dämmung von oben sorgen und natürlich wunderhübsch aussehen. Freya und Amelie freuen sich schon besonders darauf, ihren Garten zu gestalten: Bunt soll er werden und mit vielen, vielen Blumen.

Ach ja: Auf dem anderen Dach steht ein Blitzableiter, dessen Energie zum Heizen verwendet wird und daneben noch ein Miniatur-Windrad. Das hat Mats mitgebracht. Ein Freund seines Vaters hatte von dem Projekt gehört und es dem Zehnjährigen geschenkt. Wenn genügend Sonnenlicht auf das Solarpaneel am Fuß des Windrades fällt, dreht es sich.

„Wir müssen auch noch klären, wie wir unser Haus ausrichten wollen“, sagt Monika Hennig in die Runde. Wo kommt die Wärme her? Von Süden, denn dort steht die Sonne die meiste Zeit des Tages, das haben die Kinder gelernt. Darauf schließt sich eine kleine Diskussion darüber an, ob es sinnvoller sei, die schwarze Lavastein-Wand nach Süden hin zu drehen – schließlich fängt schwarz die Sonne so gut ein – doch sie einigen sich darauf, die Wand nach Norden auszurichten. Dann wird das Haus nicht nur warm, sondern auch hell – ganz ohne zusätzliche Energie – eben ein echtes „Haus der Zukunft“.

Wie das „Haus der Zukunft“ letztlich aussehen wird, präsentiert die Grundschule am Steigerwald gemeinsam mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ am 8. Juni 2015 ab 10.30 Uhr. Die Grundschule am Steigerwald gehört zum „Haus der kleinen Forscher“-Netzwerk „Land der kleinen Forscher – eine Initiative der Stift und der Stiftung Bildung für Thüringen“. Das Netzwerk berät, begleitet und unterstützt die Grundschule am Steigerwald als zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“ im Schulalltag und auch bei dem aufwendigen und spannenden Projekt anläßlich des „Tags der kleinen Forscher“.

Der „Tag der kleinen Forscher“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wie wollen wir leben - in der Stadt und auf dem Land?“ Prinzipiell ist jeder aufgerufen, mit Kindern seiner Umgebung zu erforschen und zu entdecken.

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm unterstützt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Entdeckergeist von Kindern zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten. Die Bildungsinitiative leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Bildungschancen, zur Nachwuchsförderung im Mint-Bereich und zur Professionalisierung des pädagogischen Personals. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens-Stiftung, die Dietmar-Hopp-Stiftung, die Deutsche-Telekom-Stiftung und die Autostadt in Wolfsburg. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

ESTHER SPANG

 

07.06.2015

 

 

Aller Anfang ist schwer: In liebevoller Kleinarbeit haben die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Steigerwald aus Fotokarton das Hausgerüst erstellt.

 

 

Ideensuche für das „Haus der Zukunft“: An der Tafel steht, was noch alles angebaut werden soll.

 

Fotos (3): SHDKF-CANDY WELZ

 

07.06.2015: „Frauen gründen anders“

Neues Förderangebot für Existenzgründerinnen in Thüringen: Gezielte Unterstützung soll Potentiale heben.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium wird ein eigens auf gründungsinteressierte Frauen, Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen ausgerichtetes Beratungs- und Vernetzungsangebot auflegen. Das kündigte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 4. Juni auf dem 8. Unternehmerinnentag Mitteldeutschland an. Dazu können geeignete Einrichtungen noch bis zum 19. Juni ihre Konzepte bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) einreichen. „Thüringen will Gründerland Nummer eins in Deutschland werden“, sagte Tiefensee. „Deshalb machen wir maßgeschneiderte Angebote von der ersten Projektidee bis zum Jungunternehmen.“ Das neue Modul wird Teil der Beratungs- und Unterstützungsinfrastruktur im Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx).

Das ThEx soll mit seiner Beratungsinfrastruktur und dem neuen frauenspezifischen Förderangebot an die engagierte Arbeit des „Büros Startklar“ anknüpfen, das in Trägerschaft des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft (BWTW) in den vergangenen zehn Jahren rund 2000 Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen über Seminare, individuelle Beratungen und Workshops beim Schritt in die Selbständigkeit betreut hat.

„Frauen gründen anders“, sagte Tiefensee. Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen haben nach Experteneinschätzungen oft eine höhere Risikoaversion, geringere Netzwerkaktivitäten sowie geringer ausgeprägte Gewinnerzielungsabsichten als Männer. Deshalb setzt der Aufruf zur Einreichung von Konzeptvorschlägen hier an mit einer auf Frauen ausgerichteten Kommunikation und Vernetzung untereinander sowie der Integration ins ThEx mit seinen breiten Beratungs- und Unterstützungsangeboten für alle Gründungsinteressierten und Klein- und mittelständischen Unternehmen. „Hier gibt es also eine spezifische Nachfrage nach Unterstützung, der wir mit dem neuen Netzwerkangebot Rechnung tragen wollen.“

Gerade bei den Existenzgründungen durch Frauen gebe es in Thüringen – wie in Deutschland insgesamt – noch erhebliche Potentiale, so der Minister weiter. Nur rund ein Drittel aller Gründungen im Freistaat werden durch Frauen realisiert, von den 104.000 Selbständigen im Land sind 32.000 oder knapp 31 Prozent weiblich. Er gehe aber davon aus, daß mit der Unterstützung im ThEx gerade die Gründungspotentiale von Frauen in den kommenden Jahren noch stärker aktiviert werden können, sagte Tiefensee.

Dafür stimmen in Thüringen auch wichtige Rahmenbedingungen, so der Minister. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgrund der gut ausgebauten Kinderbetreuungs-Infrastruktur im Freistaat, aber auch die stärkere Flexibilität einer beruflichen Selbständigkeit ließen das Thema für Frauen attraktiver werden. Auch zum besseren Wiedereinstieg in den Beruf nach einer längeren Auszeit werde die Selbständigkeit genutzt und von Frauen bewußt als Chance gesehen.

STEPHAN KRAUSS

 

07.06.2015


06.06.2015: Campusluft schnuppern

Einladung zum Probesitzen im Hörsaal: Universität Erfurt bietet vom 22. bis 26. Juni „Schnuppertage“ für Studieninteressierte an.

Auch in diesem Jahr bietet die Universität Erfurt für all diejenigen, die sich intensiv mit einem Studium an der Erfurter Hochschule beschäftigen und sich informieren möchten, vom 22. bis 26. Juni die sogenannten „Schnuppertage“ an. Dabei können Studieninteressierte das Studium „hautnah“ erleben und ausgehend von ihren persönlichen Interessen Lehrveranstaltungen besuchen und Campusluft schnuppern.

„Bei unseren Schnuppertagen geht es sicher nicht in erster Linie darum, den dargebotenen Lehrstoff zu verstehen, sondern vielmehr darum, einen Eindruck davon zu gewinnen, was studieren eigentlich heißt“, sagt Carmen Voigt, Pressesprecherin der Universität Erfurt und lädt ein, die Gelegenheit zu nutzen und den Campus sowie die Einrichtungen der Hochschule einmal persönlich kennenzulernen, mit Dozenten und Studierenden zu sprechen und sich vor Ort über das Studienangebot zu informieren, kurz: sich ein eigenes Bild zu machen.

Das Dezernat 1 „Studium und Lehre“ beantwortet Fragen zum Studienangebot, zur Bewerbung, Zulassung sowie zur Einschreibung. An allen Schnuppertagen wird zusätzlich zu den Sprechzeiten ein zentraler Vortrag zum Studium an der Universität Erfurt angeboten. Und wer Fragen zu einem speziell ausgewählten Studiengang hat, kann sich an die Studienfachberater der Uni Erfurt wenden. Sie bieten während der Schnuppertage ihre Sprechzeiten auch für „Schnupperstudierende“ an. Darüber hinaus gibt es Campus- und Bibliotheksführungen und wer mit dem Gedanken spielt, später einmal Lehrer zu werden, dem sei der Vortrag „Drum prüfe, wer sich ewig bindet…“ ans Herz gelegt.

UE-SHK

 

06.06.2015


06.06.2015: „Gegenläufige Aktionen“

Thüringens Junge Union-Chef Stefan Gruhner wirft dem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) vor, mit gespaltener Zunge über die Bundeswehr zu sprechen.

Die Junge Union Thüringen fordert Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) auf, das „politische Mobbing der Bundeswehr durch die Thüringer Linkspartei“ zu beenden. Der JU-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner kritisiert in diesem Zusammenhang die Äußerungen des Thüringer Regierungschefs in einem am 4. Juni 2015 veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Rheinische Post“. Ramelow äußerte dort, daß die Linke ihr Verhältnis zur Bundeswehr klären müsse.

„Herr Ramelow spricht mit gespaltener Zunge über die Bundeswehr. Während er öffentlich den Sachwalter der Interessen der Soldaten gibt, betreiben zahlreiche Thüringer Linkspolitiker politisches Mobbing gegenüber der Bundeswehr. Herr Ramelow sollte erstmal in seinem Laden für Ordnung sorgen. Ansonsten sind seine Äußerungen nur unglaubwürdig. Das aktuelle Lippenbekenntnis wird durch zahlreiche gegenläufige Aktionen der Linken torpediert. Ich fordere Herrn Ramelow aus diesem Grund auf, sich in seiner Partei und in der Koalition für die Bundeswehr durch konkrete Taten stark zu machen und zukünftige Anfeindungen gegen die Bundeswehr zu verurteilen!“

Leider gehöre es in der Realität der SED-Nachfolgepartei zum guten Ton, gegen die Bundeswehr Front zu machen, stellt Gruhner fest. So würden regelmäßig Soldaten als Mörder betitelt und Informationsveranstaltungen der Bundeswehr gestört. Auch die Einbindung der Jugendoffiziere in die politische Bildungsarbeit der Schulen wolle die Thüringer Linke durch Hausverbote unterbinden. „Zuletzt“, so der Junge Union-Chef, „sprachen Koalitionsabgeordnete in diesem Zusammenhang vom ,Werben für's Sterben‘. Wenn das die Unterstützung der Partei des Ministerpräsidenten für die Bundeswehr ist, dann sind Ramelows Worte nichts wert.“

Der JU-Chef und Landtagsabgeordnete verweist in diesem Zusammenhang auf eine Kleine Anfrage im Thüringer Landtag (Nr.265), in der er die bundeswehrfeindlichen Aussagen der Thüringer Linken zum Thema gemacht hatte.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union stellt klar: „Die Bundeswehr ist in Thüringen ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Viele Familien aber auch oft ganze Kommunen sind abhängig von Bundeswehrstandorten. Daher muß der Ministerpräsident im Interesse des Landes das absurde politische Mobbing der Bundeswehr durch seine Partei unterbinden.“

PM-JUT

 

06.06.2015


05.06.2015: Erfreulicher touristischer Verlauf

Vertreter von 19 Thüringer Städten trafen sich zur sommerlichen Frühjahrsversammlung in Schmalkalden.

 

Repräsentanten der 19 Mitgliedsstädte des Vereins „Städtetourismus in Thüringen“ e.V. trafen sich im Juni zur halbjährigen Mitgliederversammlung in Schmalkalden,  der Stadt der diesjährigen Landesgartenschau.

Die aktuelle Situation in den Thüringer Städten war ein wichtiges Thema der Beratungen. Da viele Kommunen finanzielle Schwierigkeiten haben, wirkt sich dies auf die Arbeit der Tourismusgesellschaften  aus. Deren derzeitige Situation ist vielerorts sehr angespannt. Die Mitglieder informierten sich gegenseitig über aktuelle Serviceangebote und besondere Produkte aus den Städten, wie Stadtführungen, Souvenirs oder touristische Arrangements.

Freuen können sich die Mitgliedsstädte über den touristischen Verlauf des vergangenen Jahres: Die Übernachtungszahlen sind weiter auf dem hohen Niveau wie schon 2013 und wurden sogar noch gesteigert. Beispielsweise stiegen die Ankünfte um weitere 2,7 Prozent. Die internationalen Ankünfte legten sogar um 7,2 Prozent zu. Die 19 Mitgliedsstädte des Vereins konnten 2014 wieder 72 Prozent der gesamten ausländischen Gäste im Freistaat willkommen heißen.

Diese Zahlen waren Grundlage und Anreiz dafür, eine Broschüre in Englisch für die Information von ausländischen Gästen zu entwickeln. Der „Pocket Guide“, ein kleiner Reiseführer, der die 19 Städte vorstellt und zehn thematische Reisevorschläge anbietet, wurde im März auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Über das  aktuelle Geschehen im Regionalverbund Thüringer Wald e.V. berichtete am zweiten Sitzungstag Geschäftsführerin Marietta Schlütter. Sie skizzierte die Entwicklung des Regionalverbundes und unterbreitete Vorschläge über mögliche Kooperationen mit dem Verein Thüringer Städtetourismus.

Natürlich wurde von den Mitgliedern auch die 3. Thüringer Landesgartenschau besichtigt. Es ist Tradition, daß sich die Vertreter der Städte am jeweiligen Ort des Treffens über touristische Angebote und Neuerungen informieren. Ziel dieser Präsentationen ist es, alle Mitgliedsstädte als Multiplikatoren zu nutzen. Der Grundsatz der gegenseitigen Vermarktung, „Alle für einen, einer für alle“, macht die Stärke des Städteverbundes aus.

FRIEDERIKE HELLER

 

05.06.2015

 

 

Besichtigung der 3.Thüringer Landesgartenschau: Repräsentanten der 19 Mitgliedsstädte des Vereins „Städtetourismus in Thüringen“ e.V. waren anläßlich ihrer Mitgliederversammlung in Schmalkalden zu Gast.

Fotos (2): VST-ARCHIV


05.06.2015: Großstadt nachgebaut

Thüringens größte Lego-Stadt zu Gast in Jena-Schöngleina: Am 6. und 7. Juni findet auf dem Flugplatz Deutschlands größte Freilichtmodellmesse statt.

Ein absolutes Highlight ist eine überdimensional große Lego-Stadt. Unter dem Namen „LemobilGo“ haben sich zwei Thüringer einen Kindheitstraum erfüllt. Auf über 30 Quadratmetern wurde das tägliche Leben einer deutschen Großstadt nachgebaut. Teils wurden Phantasiegebäude errichtet, teils auch Vorbilder realer Gebäude zur Vorlage genommen. Weit über fünf Millionen der kleinen, bunten Steine wurde in dem Projekt verbaut. Die Erbauer sind vor Ort, bauen am Projekt weiter und stehen für Fragen rund um dieses außergewöhnliche Exponat zur Verfügung.

Die Modelltage finden bereits zum siebenten Mal statt und haben sich zu einem Top-Event etabliert. Der Termin steht sowohl bei Modellbauern als auch Besuchern dick im Kalender. Schließlich handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der sich alles um das Thema Modellbau dreht. Zu sehen und bestaunen gibt es alles, was der Modellbaubereich zu bieten hat: Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Automobile, Panzer, Trucks, Landmaschinen, Hubschrauber, Raketen…

An zwei Tagen können die Besucher hautnah dabei sein, wenn die Profis ihre ferngesteuerten RC-Modelle zu Lande, zu Wasser oder in der Luft manövrieren. Neben spektakulären Flug- oder Fahreinlagen geht es natürlich um Detailtreue und Perfektion. Zuschauermagneten bilden sicherlich die Flugvorführungen, da diese extrem schnell, laut und atemberaubend sind. So geben sich jedes Jahr Top-Piloten der Flugszene das Steuer in die Hand, um den Besuchern eine Show der Superlative zu bieten. So ist erneut das „Elsterjet-Team“ am Start, das mit seiner Show bereits im Vorjahr die Besucher begeistert hat und ansonsten in Europa, Asien oder Amerika sein Können unter Beweis stellt. Außerdemt können wieder zahlreiche Modellflugzeuge, Jets, Helikopter, Airliner, Warbirds, Pulsomodelle, historische Maschinen, fliegende Schafe und sonstige Objekte bewundert werden.

Auch am Boden gibt es jede Menge zu bestaunen. Im RC-Car-Bereich kämpfen die Offroader, Glattbahner und Drifter um Bestzeiten und eine gute Performance. Bei den Jungs vom „Tiefbau Ost“ und im Militär- und Panzerareal geht es zwar wesentlich gemütlicher, aber keinesfalls unspektakulärer zu. Hier werden unter anderem Militärmodelle im Maßstab eins zu fünf gezeigt.

Im großen Wasserbecken präsentieren die Hobby-Kapitäne ihre Schiffs- und U-Boot-Modelle.

Nicht nur Zuschauen ist angesagt, Mitmachen ist erwünscht. Gerade für Kinder gibt es einige Aktionen, die für kurze Weile sorgen und Anregung bringen sollen. So kann auf der Carrera-Bahn Gas gegeben, beim Schnupperfliegen das Steuer selbst in die Hand genommen oder auf der Bastelstraße ein eigenes Modell gebaut werden.

PM-MTT

 

05.06.2015


04.06.2015: Umfassende Kooperationen

Jury entschied sich für das Tanztheater Erfurt: Der Kulturpreis der Landeshauptstadt Erfurt 2015 wird am 2. Oktober überreicht.

Alle drei Jahre vergibt die Landeshauptstadt Erfurt einen Kulturpreis. Mit diesem Preis werden hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Bildenden Künste, der Darstellenden Künste, der Literatur und Musik anerkannt, die entweder durch die Person oder Personengruppen des Preisträgers oder durch das Werk in einem Zusammenhang mit dem kulturellen Leben der Stadt Erfurt stehen.

Unter zehn Einreichungen hat sich die Jury in diesem Jahr für das Tanztheater Erfurt e. V. entschieden, einem Akteur aus dem Bereich der kulturellen Bildung.

Das Tanztheater Erfurt e. V. wird geleitet von Ester Ambrosino. Der Verein, 2007 gegründet, hat fast 300 Mitglieder. In zahlreichen Kursen werden 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer persönlichen Entwicklung durch den Tanz kontinuierlich unterstützt und begleitet. Das Angebot der zehn Tanzpädagogen umfaßt Kurse im Kreativen Kindertanz, Modern Dance, Breakdance, Ballett, Hiphop und Orientalischem Tanz.

Die Jurymitglieder trafen ihre Wahl zum Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Erfurt 2015 für das Tanztheater Erfurt e. V. nicht nur wegen der Vielfalt der Angebote im Bereich Tanz, sondern insbesondere auch wegen der umfassenden Kooperationen mit anderen Vereinen der kulturellen Bildung. So entstanden mit dem Verein zahlreiche Großprojekte in Zusammenarbeit mit den Erfurter Malschulen, Chören und Schulen. Dabei bildet die Juniorcompany, die zwischenzeitlich auch internationale Erfolge feiert, ein wichtiges Fundament.

Der Kulturpreis, dotiert mit 5000 Euro, wird am 2. Oktober 2015 in einer Festveranstaltung von Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) übergeben.

SYBILLE GLAUBRECHT

 

04.06.2015


04.06.2015: Inspirationen in wunderschöner Natur

Countdown für „Town und Country-Rennsteigquerung“: Neuer Starttermin, neuer Zielort, neuer Schloßpark.

Nicht nur der Mai, auch der Juni macht einiges neu, und wie. Am 28. Juni 2015 startet der Welterbe-Luther-Marathon mit seiner Rennsteigquerung. Neben dem neuen Starttermin rückt die Wegstrecke mit ihrem neuen Zielort am Schloßpark Altenstein bei Bad Liebenstein in den Mittelpunkt. Der Landschaftspark um Schloß Altenstein mit seinen riesigen 160 Hektar gilt als einer der schönsten in Deutschland, wovon einige seiner nur 20 Kilometer Wege an diesem Tag den Läufern vorbehalten sind. Was Herzöge, Fürsten und Künstler aus ganz Europa vor Jahrhunderten anzog, ist mit seiner Blätter- und Farbenpracht den Läufern ebenso ein Augenschmaus, wenn nicht sogar ein kühlender Willkommensgruß.

Noch interessanter dorthin sind die Wege, auf denen Martin Luther vor nahezu 500 Jahren scheinentführt wurde. Da mag sich mancher Läufer so seine Gedanken machen und Inspirationen in wunderschöner Natur freien Lauf lassen

Da es unter den in der Region untergebrachten Flüchtlingsfamilien ebenfalls sportlich begeisterte Läufer gibt, möchte der Veranstalter als Zeichen, daß Sport immer verbindet, diesen Menschen die Teilnahme mit Unterstützung der „Town und Country-Stiftung“ erleichtern. Schirmherr ist der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs (CDU). Ein zweiter Schirmherr, Olympiasieger Hartwig Gauder, steht der Sparkassen-Trophy vor. Der danach benannte Pokal ist neu und wird erstmals vergeben.

Anmeldeschluß ist der 22. Juni 2015, Nachmeldungen sind möglich.

WERNER WOLF

 

04.06.2015


03.06.2015: Prototypische Realisierung

3D-Drucktechnologie für Quarzglas: Start eines neuen Verbundprojektes.

Start frei: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Verbundtreffens am 2.Juni in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

Foto: SIGRID NEEF

Mit einem Kickoff-Treffen aller Beteiligten in der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena startete am 2. Juni 2015 das Verbundprojekt „3D Quarz“. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem vollen Namen „Realisierung einfacher und komplexer Quarzglasprototypen via 3D-Drucktechnologie“ ist ein Förderprojekt im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums.

Beteiligte Partner sind die 3D Schilling Prototypen GmbH, die Maicom Quarz GmbH, die Fiberware GmbH und die HTM Reetz GmbH weiterhin das Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. sowie der Fachbereich SciTec der EAH Jena.

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und prototypische Realisierung eines additiven Fertigungsverfahrens zur Erzeugung hochreiner Formkörper aus synthetischem Quarzglas. Das Verfahren soll unter anderem zur Herstellung von sogenannten „Preformen“, einem Halbzeug für das sich anschließende Ziehen strukturierter optischer Spezialglasfasern, verwendet werden. Die Flexibilität der anvisierten Prozeßkette soll im Verlauf des Vorhabens auch auf andere komplexe Strukturen aus Quarzglas und somit auf weitere Anwendungsfelder, beispielsweise in der Optik, übertragen werden. So würden sich komplizierte optische Flächen, wie Asphären und Freiformen, oder aber optische und mechanische Eigenschaften in einem monolithischen Bauteil mittels dieser additiven Verfahrenstechnologie in der Kombination mit nachgelagerten Finishprozeßstufen effizient herstellen lassen.

Bisher bekannt ist die Verarbeitung von silikatischen Werkstoffen, insbesondere Keramiken mittels spezieller additiver Fertigungsverfahren wie dem Lasersintern oder in speziellen Binder-Jet-Verfahren. Für das 3D-Drucken beziehungsweise Laserstrahlschmelzen von hochreinen Quarzglasmaterialien sind gegenwärtig jedoch keine additiven Technologien etabliert. Das liegt insbesondere an der Verfügbarkeit von geeigneten pulverförmigen Ausgangsmaterialien und den hohen Anforderungen bei der Verarbeitung dieser Materialien zu Quarzglasbauteilen (hohe Schmelztemperatur und erforderliche Reinheit), die bisher noch nicht befriedigend gelöst sind.

Das Projektkonsortium hat sich zusammengefunden, um hierfür in den nächsten zwei Jahren neuartige Verfahrenslösungen und neue Quarzglasmaterialien als Werkstoffbasis dafür zu entwickeln und zu erforschen. Ausgangspunkt der Arbeiten wird eine Kombination von Binder-Jet-Verfahren beziehungsweise Strahlschmelzen sowie ein neuartiges Laserstrahlverfahren für Glas sein.

PM-EAH

 

03.06.2015

 


03.06.2015: Rund um die Uhr

Radio „Lotte“ erstmals mit Vollprogramm in Weimar.

Für Radio „Lotte“-Redakteur Shanghai Drenger ist es noch immer ungewöhnlich, so ungewöhnlich, daß er nicht davon lassen kann: „Liebe Hörer, es ist 13.00 Uhr und Sie hören Radio ,Lotte‘ Weimar“.

Am 1. Juni 2015 startete das Weimarer Bürgerradio in eine neue Epoche. Erstmals erhielten die Verantwortlichen von Radio „Lotte“ Weimar von Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), eine Sendelizenz, und zwar für den ganzen Tag. (nti-online.net berichtete am 31.05.2015). Ab sofort werden die Weimarer Radioleute rund um die Uhr senden und stellen sich mit viel Engagement dieser Herausforderung. Extra zu diesem Anlaß ließen es sich die Radio „Lotte“-Harmonists nicht nehmen, live aufzutreten und den Jingle „Sie hören Radio ;Lotte‘, den lieben langen Tag“ zu präsentieren.

TLM-Direktor Jochen Fasco würdigte anläßlich der Lizenzübergabe die Arbeit der letzten Monate. „Gerade wenn ich zurückblicke, sehe ich einige Leuchttürme, die die Arbeit von Radio .Lotte‘ Weimar prägen. Beispielsweise sei natürlich die nach wie vor anhaltende Berichterstattung vom NSU-Prozeß in München zu erwähnen und welcher Bürgersender kann schon von sich behaupten, daß er für seine publizistische Leistung auf einer ganzen Seite in der Wochenzeitung ,Die Zeit‘ gewürdigt wurde. Auch soll nicht unerwähnt bleiben, daß Radio ;Lotte‘ Weimar als erstes Thüringer Bürgerradio das von der TLM und den Thüringer Bürgersendern gemeinsam entwickelte Qualitätstestat erhielt.“

Die TLM-Versammlung hatte in ihrer Sitzung am 12. Mai 2015 die Zulassungsentscheidung für ein Bürgerradio in Weimar getroffen. Radio „Lotte“ Weimar sendet seit dem 1. Juni 2015 für vier Jahre über die schon bisher vom Bürgerrundfunk genutzte Frequenz 106,6 MHz in Weimar 24 Stunden am Tag lokales, nichtkommerzielles Bürgerradio. Hervorgegangen ist dieses Radio aus dem bereits seit 1999 in Weimar ansässigen nichtkommerziellen Lokalradio, das bisher einen festen Sendeplatz bei „Radio Funkwerk“, dem Offenen Hörfunkkanal der TLM, hatte.

Bürgerradios haben in Thüringen die Aufgabe, lokale und regionale Informationen zu verbreiten, Medienbildung zu vermitteln sowie möglichst vielen Bürgern einen chancengleichen Zugang zu gewährleisten und ihnen die Gelegenheit zu geben, eigene Beiträge herzustellen und zu verbreiten.

PM-TLM

 

03.06.2015

 

 

Freude über die für den ganzen Tag erteilte Sendelizenz: Radio „Lotte“-Programmchefin Grit Hasselmann, TLM-Direktor Jochen Fasco und Vereinsvorsitzende Ulrike Köppel.

Foto: TLM-ARCHIV

 


02.06.2015: Märchenhaft anmutender Bau

Neue Schautafel informiert Besucher über historische und architektonische Bedeutung des Jagdschlosses Hummelshain: Landeskonservator Holger Reinhard und Förderverein berieten über Wege zur Rettung des  Park- und Schloßensembles.

Information über historische und architektonische Bedeutung des Jagdschlosses Hummelshain: Schatzmeisterin Katrin Schönberg vom Förderverein Schloß Hummelshain bei der Enthüllung der neuen Schautafel.

Foto: RAINER BERTHELMANN

Nur wer den Wert der Baudenkmale genau kennt, wird sich für deren Erhaltung und Nutzung entsprechend engagieren -  diesem Credo folgend, übergaben die Mitglieder des Fördervereins Schloß Hummelshain zu Beginn ihrer Jahreshauptversammlung am 30. Mai 2015 eine weitere repräsentative Informationstafel zum Hummelshainer Park- und Schloßensemble.

Der Verein setzt damit seine Bemühungen fort, die historische und architektonische Bedeutung der einstigen Jagd- und Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg und Sachsen-Altenburg in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Bei dieser Gelegenheit informierte der Förderverein über den kürzlich unterzeichneten Sponsoringvertrag mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) sowie den jüngsten Besuch des Landeskonservators in Hummelshain. Dieser Vertrag gibt dem Förderverein die Mittel in die Hand, in den Sommermonaten 2015 eine grundlegende Bauschadensuntersuchung des Neuen Schlosses sowie die Vorplanung für Sicherungsmaßnahmen durchführen zu lassen. Zuvor hatten sich der Landeskonservator sowie  Mitarbeiter der Staatskanzlei und der Denkmalbehörde bei einer Schloßbegehung über die derzeitige Situation informiert.

Ähnliche Tafeln über den Hummelshainer Schloßpark und  den historischen Hetzgarten wurden bereits in den Vorjahren übergeben. Die neue, mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland erstellte Informationstafel steht am Haupteingang zum Schloßpark und soll die Besucher in Wort und Bild über das schönste und wertvollste Baudenkmal des Residenzdorfes Hummelshain informieren – das Neue Jagdschloß. Der märchenhaft anmutende Bau wurde 1885 vollendet und gilt als letzter Residenzneubau in Europa. Sein Schöpfer Ernst von Ihne fand damit Bewunderung am Berliner Kaiserhof.

Als Hofarchitekt von Kaiser Wilhelm II. schuf er später in der Hauptstadt solche herausragenden Bauten wie den Neuen Marstall und das Bode-Museum, heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehörend. Das vom Land Thüringen 1998 an einen Unternehmer verkaufte Schloß ist dringend sanierungsbedürftig. Der Verein bemüht sich derzeit um Fördermittel für Sicherungsmaßnahmen an diesem Baudenkmal.

RAINER HOHBERG

 

02.06.2015


02.06.2015: Neue Wege gewiesen

Auszeichnung für engagierte Theologen: Universität Erfurt verleiht Ehrendoktorwürde an Lea Ackermann und Paul Michael Zulehner.

Die Frauenrechtlerin Lea Ackermann und der Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner erhalten durch die Katholisch-Theologische Fakultät die Ehrendoktorwürde der Universität Erfurt. Damit werden zwei Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in unterschiedlicher Weise um die theologische Diskussion pastoraler und sozialer Fragen der Gegenwart verdient gemacht haben. Beide haben in Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft mit ihren kritischen Analysen und Fragen immer wieder neue Wege gewiesen und Akzente gesetzt. Sie sind in Universität und Gesellschaft gleichermaßen gefragte Ratgeber.

Dr. Lea Ackermann hat sich als Ordensschwester in vielen Initiativen und auch durch wissenschaftliche Studien für Frauen eingesetzt, die Opfer von Gewalt geworden sind. Sie gilt heute als eine der international engagiertesten Aktivistinnen gegen Frauenhandel. Prof. Dr. Dr. Paul Michael Zulehner hat über Jahrzehnte das Institut für Praktische Theologie an der Universität Wien geleitet. Er hat die Pastoraltheologie wie auch die Religionssoziologie maßgeblich mitgeprägt und durch zahlreiche Studien das Bild der Entwicklung von Religion und Kirche in Europa beeinflußt. Er ist immer wieder auch mit kritischen Einwürfen für Reformen in der katholischen Kirche hervorgetreten. Ackermann und Zulehner stehen für eine Theologie, die sich in öffentliche Debatten einmischt und gesellschaftliche Diskurse mitgestaltet.

Der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gabel, hob für Lea Ackermann den Einsatz vor allem für die Opfer von Frauen- und Menschenhandel, aber auch für die betroffenen Kinder hervor. Ackermann nehme eine entschiedene Haltung gegen die Verletzung der Menschenrechte, gegen Prostitution und moderne Sklaverei ein. Sie habe damit auch die Theologie auf neue Felder für die wissenschaftliche Reflexion aufmerksam gemacht und verpflichtet. Paul Michael Zulehner wird das Ehrendoktorat unter anderem für seine wissenschaftlichen Studien zur pastoralen Ausrichtung der Kirche in den ehemals kommunistisch beeinflußten Ländern Mittelosteuropas, insbesondere auch Ostdeutschland, verliehen. Dekan Gabel betonte, daß durch Zulehner Arbeiten auf diesem Gebiet die Theologie neue Anstöße und Impulse erfahren habe.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürden findet am 3. Juni im Hörsaal Coelicum statt.

CARMEN VOIGT

 

02.06.2015


01.06.2015: Morgenlektüre zum Frühstück

Gesamte Ferienregion Oberhof mit eigener Tagespost.

 

Nach der Weiterentwicklung der Marke „Ferienregion Oberhof“ werden nun die geplanten Marketingmaßnahmen in allen zehn Mitgliedsorten umgesetzt. Ab 1. Juni 2015 erhält jeder der rund 250 Vermieter neben dem neuen Veranstaltungsheft eine Tagespost für den Frühstückstisch seiner Gäste.

Bereits im März startete die Qualitäts-Service Offensive in der Ferienregion Oberhof mit einem neuen Veranstaltungsheft. Das Heft wurde in den ersten drei Monaten seines Erscheinens um sämtliche Busfahrpläne der Ferienregion Oberhof erweitert. Die Wünsche und Anregungen der Vermieter und Gäste flossen bei der Weiterentwicklung ein. Das aktuelle Juni-Heft erscheint ab sofort auch im neuen gemeinsamem Design der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Ferienregion, angelehnt an die Marke Oberhof.

Die Veranstaltungsbroschüre wird neben den Tourist-Informationen der zehn Orte in der gesamten Region verteilt und die Vermieter können sich derer jederzeit für ihre Gäste bedienen. Außerdem wird die Broschüre, die bereits gemeinsam mit Friedrichroda aufgelegt wird, auch in Friedrichroda ausgelegt. So partizipieren die Gäste der beiden großen Destinationen des Thüringer Waldes von dem Service.

Ergänzt wird jetzt im nächsten Schritt die Veranstaltungsbroschüre durch die erfolgreich in Oberhof etablierte Tagespost. Seit Oktober 2013 bietet die Oberhof Information den täglichen Service für die dortigen Vermieter an. Die Tagespost informiert über alle täglichen Veranstaltungen in der Region, bietet den Gästen eine kleine Morgenlektüre zum Frühstück und vermittelt Ausflugsziele und Tips für den Urlaubstag in der Ferienregion.

„Der Service wird von den Oberhofer Vermietern begeistert angenommen. Wir haben das Layout inzwischen ebenfalls, angelehnt zur Markenentwicklung Oberhof, überarbeitet und damit professionalisiert. Bereits im letzten Jahr wurde der Beschluß in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft gefaßt, diesen Service auch den Vermietern der anderen neun angeschlossenen Orte zu bieten“, sagt Ivonne Sütterlin, Marketingleiterin der Oberhof-Sportstätten GmbH, im Auftrag der KAG Ferienregion Oberhof.

Zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft KAG Ferienregion Oberhof gehören neben Oberhof die Orte Zella-Mehlis, Steinbach-Hallenberg, Crawinkel, Frankenhain, Gehlberg, Goldlauter-Heidersbach, Luisenthal, Unterschönau und Oberschönau. Entstanden ist die Initiative bereits vor über zehn Jahren mit dem Ziel, gemeinsam den Service für die Gäste nicht an Ortsgrenzen enden zu lassen und die Stärken durch die Kooperation zu bündeln. Neben der Vermarktung der zahlreichen Urlaubs- und Freizeitangebote in der KAG Ferienregion Oberhof ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur ein Hauptziel.

PM-KAG-FRO

 

01.06.2015

 

Titel des Veranstaltungsheftes der Ferienregion Oberhof: Wünsche und Anregungen der Vermieter und Gäste flossen bei der Weiterentwicklung ein.

Foto: KAG-FRO-ARCHIV


01.06.2015: Symbolische Erklärung

Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt ist TTIP-freie Zone.

Am 27. Mai 2015 erklärte der Erfurter Stadtrat die Thüringer Landeshauptstadt symbolisch zur TTIP-freien Zone. Er folgte damit mehrheitlich einem Antrag von Piraten, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und den Freien Wählern. (nti-online.net berichtete im Vorfeld am 27.05.2015).

„Diese Entscheidung bestätigt und bekräftigt einen im Mai 2014 gefaßten Beschluß, mit welchem sich die Stadt Erfurt gegenüber dem Bundestag und dem deutschen Städtetag klar gegen negative Auswirkungen des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP auf die Kommunale Daseinsvorsorge ausspricht“, teilte die Piratenpartei in einer Presseerklärung mit.

In der Stadtrats-Debatte wurde diesbezüglich besonders der Erhalt der kommunalen Organisationsfreiheit gefordert.

Die Landeshauptstadt Thüringens folgt damit Hunderten von anderen Städten, Kreisen und Regionen in Deutschland, Europa und den USA, die sich bereits zur TTIP-freien Kommune beziehungsweise Stadt erklärten.

Das offene Bündnis von Attac-, BUND-, DGB-, TransitionTown-, Occupy-, VCD- und Mehr-Demokratie-Ortsgruppen sowie den Parteien Piraten, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen existiert seit über einem Jahr. In mehreren öffentlichen Veranstaltungen wurden für diesen Antrag gegen TTIP und Ceta Unterschriften von Erfurter Bürgern gesammelt.

ANN-MARIE SOMMERFELD

 

01.06.2015

Thüringen aktuell

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Der Stadtumbau geht weiter!
Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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