Nachrichten aus dem Freistaat Oktober 2016

Oktober 2016

31.10.2016: Ausstellerzuwachs

Erfurt aktiv: Messedoppel begeisterte über 33.000 Besucher.

Am 31. Oktober 2016 gingen auf dem Erfurter Messegelände die Messen „sport.aktiv“ sowie „Reisen und Caravan“ erfolgreich zu Ende. Das Komplettangebot von über 360 Ausstellern auf rund 25.000 Quadratmetern Fläche zu den Schwerpunkten Touristik, Reisen, Wohnmobile, Freizeit- und Profisport überzeugte nach Ausstellerangaben über 33.000 Besucher aus ganz Mitteldeutschland.

Vom 29. bis 31. Oktober 2016 verwandelte sich die Halle 1 und das Freigelände der Erfurter Messe zum zehnten Mal in Mitteldeutschlands größte Sportwelt. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern präsentierten erstmals an drei Tagen über 90 Hersteller, Handelsorganisationen und Vereine auf Mitteldeutschlands größter Sportmesse das Neueste an Trends, Produkten und Dienstleistungen rund um die Themen Freizeit, Sport und Outdoor. In diesem Jahr konnte die beliebte Sport- und Familienmesse einen Ausstellerzuwachs verbuchen: 35 Aussteller mit neuen Themen und Mitmachaktionen waren zum ersten Mal dabei, so daß die „sport.aktiv“ noch mehr Unterhaltung, Sport und Spaß bot. 270 Aussteller machten auf der parallelen „Reisen und Caravan“ (28. bis 31. Oktober) Lust auf Traumziele im In- und Ausland sowie auf die neusten Caravaning-Modelle.

Mit seinem Motto „Mitmachen, testen, beraten lassen, kaufen und Spaß haben“ konnte die Veranstaltung einmal mehr ihrem Anspruch gerecht werden. Um auch ihrem Wachstumskurs entsprechen zu können, findet die „sport.aktiv“ 2017 unabhängig von der „Reisen und Caravan“ statt. So kann die Veranstaltung eine weitere Halle nutzen und belegt künftig die Hallen 2 und 3. Sie öffnet am 21.und 22. Oktober 2017 ihre Türen – parallel zu „handgemacht“, dem Dawanda-Kreativmarkt. Für beide Veranstaltungen wird es neben Einzeltickets auch ein Kombiticket geben. Das teilte die Messe Erfurt mit.

PM-MEG

 

31.10.2016


30.10.2016: Konkretes Ergebnis

„EU darf nicht länger abseits stehen“: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) begrüßt belgische Einigung zu Ceta.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die Einigung der belgischen Regionen auf eine Zusatzerklärung zum Freihandelsabkommen Ceta begrüßt. Das Dokument soll eine Klarstellung einzelner Vertragspunkte enthalten, die von einigen belgischen Regionen kritisch gesehen worden waren. Eine Veränderung des bereits ausgehandelten Ceta-Vertragstexts ist dagegen nicht vorgesehen.

„Ich hoffe, daß Ceta damit nun zügig verabschiedet werden kann“, sagte Tiefensee. Wie alle anderen EU-Staaten zuvor sei nun offenbar auch Belgien zu der Einsicht gelangt, daß das Abkommen mit Kanada gut für die Wirtschaft ist – für kleine ebenso wie für große Unternehmen. „In Thüringen profitieren Unternehmen, Verbraucher und Arbeitnehmer gleichermaßen von Ceta“, so der Minister.

Er freue sich aber auch, daß mit der Einigung die bisherige Hängepartie um das Abkommen voraussichtlich bald beendet sei. Mit einer zügigen Einigung könne die EU doch noch den Eindruck widerlegen, daß sie bei wichtigen Themen nicht handlungs- und entscheidungsfähig sei. „Am Ende von fast sieben Verhandlungsjahren und substanziellen zusätzlichen Verbesserungen muß nun endlich ein konkretes Ergebnis stehen – oder es wird niemals ein konkretes Ergebnis geben“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister. „Vielleicht gelingt es durch die praktische Umsetzung von Ceta, in den kommenden Jahren die Skeptiker zu überzeugen.“

Deutschland und die EU dürften nicht länger abseits stehen, wenn weltweit die Regeln für die Globalisierung und die internationalen Handelsbeziehungen neu definiert werden. „Mit einem Handelsabkommen wie Ceta tragen wir dazu bei, einerseits faire und rechtsverbindliche Rahmenbedingungen und zum anderen klare rote Linien festzulegen, die auch zukünftig nicht überschritten werden dürfen.“

STEPHAN KRAUSS

 

30.10.2016


29.10.2016: Wachstum durch Windkraft

Anteil grüner Stromerzeugung in Thüringen gestiegen.

8949 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom wurden im Jahr 2015 in Thüringen erzeugt. Das waren nach vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik 8,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern stieg dabei von 54,9 Prozent im Jahr 2014 auf 58,7 Prozent in 2015. Um den gesamten Strombedarf aller Thüringer Verbraucher decken zu können, muß nach Informationen der Statistiker jedoch noch zusätzlich die Hälfte der eigenerzeugten Strommenge aus anderen Bundesländern importiert werden.

Das Wachstum der Ökostromproduktion ist größtenteils auf die gestiegene Stromerzeugung aus Windkraft zurückzuführen. Mit Hilfe der Windenergie wurden 2183 Millionen Kilowattstunden Strom gewonnen. Damit betrug ihr Anteil 41,5 Prozent. Den zweiten Platz bei der klimafreundlichen Stromproduktion nahm die Stromerzeugung in biomassebetriebenen Anlagen ein. Von diesen wurden 1798 Millionen Kilowattstunden (34,2 Prozent) Strom bereitgestellt. Die Hälfte des Stroms aus Biomasseheizkraftwerken wurde aus Biogas produziert. Zu den eingesetzten Biomasseenergieträgern zählen neben dem Biogas die feste Biomasse wie Holz und Brennlauge, die flüssige Biomasse wie Rapsöl sowie der biogene Anteil des zu verstromenden Abfalls aus Haus- und Siedlungsabfällen.

Die Stromerzeugung mittels Photovoltaik stieg um beachtliche 11,9 Prozent und betrug 20,3 Prozent an der Ökostromerzeugung Thüringens im Jahr 2015.

PM-TLS

 

29.10.2016


28.10.2016: Wichtigste Mahlzeit des Tages

Abenteuer Ernährung: TV-Koch Jan-Philipp Cleusters füllte die gesunde Frühstücksbox gemeinsam mit Grundschülern aus Gera.

Appetitlosigkeit der Kinder und Zeitmangel am Morgen – so lauten häufig die Gründe, warum jedes siebte Kind laut einer Forsa-Umfrage die erste Schulstunde ohne ein vollwertiges Frühstück beginnt. In der Erich-Kästner-Grundschule in Gera zeigte Deutschlands jüngster TV-Koch Jan-Philipp Cleusters, daß gesunder Frühstücksproviant nicht zeitaufwendig sein muß, sondern von den Kindern morgens sogar alleine zubereitet werden kann. Für die bundesweite Initiative „Die gesunde Frühstücksbox“ von CrediMaxx entwickelte der 23jährige Jan-Philipp Cleusters leichte Rezepte, für die er jeweils ein Vollkornbrot, eine Obst- und eine Gemüsesorte kombinierte. Unterstützung bekam der Koch vor Ort vom Geraer Triathleten Robin Schneider. Für den 27jährigen ist als Profisportler klar: Wer tagsüber fit und konzentriert sein will, muß auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achten.

Ein knurrender Magen, Müdigkeit, und nachlassende Konzentration: Das sind Anzeichen dafür, daß das Frühstück morgens ausgefallen ist. Dabei betonen Ernährungswissenschaftler immer wieder, daß das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Denn bereits auf dem Weg zur Schule müssen Kinder wachsam sein. Ab der ersten Schulstunde benötigen sie ihre Energie, um Einsatzbereitschaft zu zeigen und leistungsfähig zu sein. „Bei einem idealen Frühstück sollte auf stark zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Stattdessen sollten die Kleinen mit einem Mix aus Vollkornbrot, Obst und Gemüse in den Tag starten“, rät Food-Profi Jan-Philipp Cleusters. Genau diese Lebensmittel bereitete Jan-Philipp Cleusters am 27. Oktober gemeinsam mit den Grundschülern der Erich-Kästner-Grundschule in Gera zu einem gesunden Pausenfrühstück zu. Grit Messerschmidt, Lehrerin in der Einrichtung, zeigte sich begeistert vom Interesse ihrer Schützlinge an gesunder Ernährung: „Bei der Zubereitung der leichten Frühstücksrezepte erleben die Kinder, daß gesunde Ernährung gut schmeckt und gleichzeitig Spaß macht.“

Der Geraer Triathlet und zweifache Amateur-Weltmeister Robin Schneider sieht den Handlungsbedarf und war beim Aktionstag in Gera vor Ort. „Ich starte meinen Tag mit einem ausgewogenen Frühstück. Nur dann ist mein Körper und mein Geist zu Höchstleistungen fähig“, bestätigte Robin Schneider. Der 27jährige erkämpfte sich in Las Vegas (2013) und im kanadischen Mont-Tremblant (2014) den Titel des Amateur-Weltmeisters im Ironman 70.3. „Die erste Mahlzeit am Tag sollte wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten. Muß das Frühstück morgens doch mal ausfallen, ist die praktische Frühstücksbox ideal, um die Kinder mit gesundem Pausenproviant zu versorgen“, erklärte der Triathlet.

Mit der Initiative „Die gesunde Frühstücksbox“ setzen sich Mario Sparenberg, Geschäftsführer des Unternehmens CrediMaxx, und Jan-Philipp Cleusters für ein gesundes Frühstück in Grundschulen ein. Der Koch besucht 16 deutsche Grundschulen setzt mit den Kindern im Rahmen eines Aktionstages leckere Rezepte für die eigene Frühstücksbox um.

CHRISTINA SÄNGER

 

28.10.2016:


27.10.2016: Anhaltende Dynamik

Attraktiveres Rendite-Risiko-Profil als in westdeutschen Städten: Standortfaktoren lenken Investoreninteresse auf Erfurt.

Erfurt rückt auch bei institutionellen Investoren in den Anlagefokus. „In vielen westdeutschen Städten unserer Größenordnung läßt sich ein attraktives Risiko-Rendite-Profil mit Wertsteigerungspotential wie hier nicht mehr realisieren“, erläutert Stefan Oschinski, Bereichsleiter für Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel und Völkers Commercial in Erfurt, den Hauptgrund der dynamischen Entwicklung.

Ein wesentliches Kriterium für Anleger ist die Entwicklung der Bevölkerungszahl. Erfurt wuchs alleine im vergangenen Jahr um rund 3900 Einwohner auf nunmehr über 210.000. „Die Leerstandsquote sank damit auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung und liegt derzeit lediglich bei 2,6 Prozent“, betont Oschinski. Vor diesem Hintergrund haben die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen. In der Spitze liegen sie laut dem aktuell erschienenen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Erfurt/Weimar/Jena“ von Engel und Völkers Commercial in den sehr guten Lagen wie der Altstadt oder der Brühlervorstadt mittlerweile bei 10,60 Euro pro Quadratmeter. In den mittleren Lagen liegt die Spanne noch zwischen 5,40 und 7,70 Euro pro Quadratmeter. Dabei hält diese Dynamik an, da die Mieten im bundesweiten Vergleich nach wie vor als moderat zu bewerten sind.

Diese positiven Rahmenbedingungen und Nachholeffekte strahlen auf den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser aus. Dabei  „In den guten Lagen stiegen die Faktoren in der Spitze innerhalb der zurückliegenden drei Jahre um das Fünffache und liegen derzeit beim 20,5-Fachen der Jahresnettokaltmiete“, ergänzt Oschinski. Mit 1500 Euro pro Quadratmeter liegen die Preise hierbei noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in vergleichbaren Städten in Westdeutschland. Daher ist die Landeshauptstadt im Herzen Deutschlands auch für Erstanleger ohne genauere Ortskenntnisse ein attraktiver Immobilienmarkt. Mit dem Ausbau zu einem ICE-Knotenpunkt wird Erfurt weiter an Bedeutung gewinnen und ein zentrales Drehkreuz für den Personen- und Warenverkehr darstellen.

Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie zum Beispiel kleinere Ladenflächen im Erdgeschoß oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 Prozent der Nettokaltmiete, so daß der Wohncharakter dominiert.

Engel und Völkers Commercial ist ein international tätiges Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien. Der Dezentralität des Wirtschaftsstandorts Deutschland trägt das Unternehmen mit einem Netzwerk von bundesweit mehr als 50 inhabergeführten Gewerbebüros Rechnung. In den Segmenten Wohn- und Geschäftshäuser, Büro- und Handelsflächen, Gewerbe- und Industrieflächen sowie Investment sind rund 420 Immobilienberater im direkten Umfeld der 580 größten deutschen Unternehmen aktiv tätig.

PM-EVC

 

27.10.2016


26.10.2016: Verbesserung des unbefriedigenden Zustands

Recyclingregion Harz macht die Runde: Hochschule Nordhausen will am Beispiel Elektroaltgeräte die Wertstofferfassung an der Schnittstelle zum Bürger maßgeblich verbessern.

Historisch betrachtet blickt der Harz auf eine umfassende Industrietradition zurück. Mit dem Bergbau entwickelten sich in der gesamten Region Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit einem großen Bezug zu Rohstoffen. Dem global stark wachsenden Rohstoffbedarf muß zukünftig durch eine stärkere Nutzung recycelter Rohstoffe begegnet werden. Für die gesamte Region Harz, und damit auch für den Landkreis Nordhausen, ergibt sich die Möglichkeit, vorhandene Kompetenzen auf dem Rohstoffsektor zu bündeln und auf sekundäre Rohstoffe zu übertragen. Eine nachhaltige und umweltschonende Rohstoffversorgung könnte damit in greifbare Nähe rücken.

Das Symposium „Chancen für den Harz“ am 28. September wurde durch Vertreter der Technischen Universität Clausthal, des Landkreises Goslar sowie der Landesregierung Niedersachsens mit dem klaren Bekenntnis eröffnet, Recyclinginitiativen zu unterstützen. Anhand konkreter Beispiele wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung deutlich herausgearbeitet, welche Bedeutung wirtschaftsstrategische Metalle besitzen. Diese für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität oder Regenerative Energie dringend benötigten Rohstoffe werden jedoch noch immer nahezu ausschließlich aus primären Quellen gewonnen.

Einem effizienten Recycling stehen noch immer nichtausgereifte Aufbereitungsverfahren, eine ungenügende Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die mangelnde Vernetzung beteiligter Akteure gegenüber. Wichtige Instrumente zur Verbesserung dieses unbefriedigenden Zustands sind die Intensivierung der Forschung sowie der Aufbau von Kompetenzzentren. Diese können die Technologieentwicklung bis hin zur Marktreife signifikant unterstützen. Abgerundet wurde das Vortragsprogramm mit einem differenzierten Blick auf das komplexe Zusammenspiel von Industrie, Gesellschaft und Natur, ohne welches derartige Initiativen keine Zukunft haben.

Die Hochschule Nordhausen gliedert sich in diese Arbeiten im Rahmen des „Pilotprojektes Strukturwandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Poerschke ein. Anhand des Beispiels Elektroaltgeräte soll in der Region Harz speziell die Wertstofferfassung an der Schnittstelle zum Bürger maßgeblich verbessert werden. Das Projekt wird in allen drei beteiligten Bundesländern (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) vorgestellt. Nach der „Tagung Siedlungsabfallwirtschaft Magdeburg“ stellte Clausthal die zweite Etappe dar. Letzte Station der Vorstellungsrunde wird der 9. Sekundärrohstoff-Workshop in Nordhausen sein, der am 27. und 28. Oktober stattfindet.

PM- HSPN

 

26.10.2016


25.10.2016: „Zustimmungsfähig“

Ceta wichtig auch für Thüringer Wirtschaft: Tauziehen um Freihandelsabkommen wirft nach Meinung des freistaatlichen Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) schlechtes Licht auf Entscheidungsprozesse in der EU.

„Ceta ist gut für die Wirtschaft – für kleine ebenso wie für große Unternehmen. Deshalb sollte das Abkommen aus deutscher und Thüringer Sicht zügig verabschiedet werden“: Das sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) angesichts des anhaltenden Tauziehens um eine Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Kanada auf EU-Ebene. Dieses Tauziehen werfe kein gutes Licht auf die Entscheidungsprozesse in der EU. „Wenn 27 von 28 EU-Staaten das Abkommen wollen, dann ist das ein starkes Argument pro Ceta“, sagte Tiefensee. Aus seiner Sicht ist der Vertrag nach fast sieben Verhandlungsjahren und substanziellen zusätzlichen Vereinbarungen und Klarstellungen unterschriftsreif. „Ich hoffe deshalb auf eine Einigung.“

Soweit er sehe, seien viele Forderungen Deutschlands inzwischen umgesetzt, so Tiefensee weiter. „Das ist nicht zuletzt ein Erfolg für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und die SPD, die sich meinungsfest mit klaren Forderungen in den Verhandlungsprozeß eingebracht haben. Auch wenn immer noch nicht alle uneingeschränkt zufrieden sind, auch wenn die Haltung von Grünen und Linken nach wie vor pauschal ablehnend ist – ein so verbessertes Ceta ist aus meiner Sicht zustimmungsfähig.“

Ceta schaffe faire Standards für die künftigen Wirtschaftsbeziehungen mit Kanada, so der Minister weiter. „Das stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Von der mit Ceta verbundenen Marktöffnung profitierten Unternehmen, Arbeitnehmer und Verbraucher auch in Thüringen. Zugleich würde mit dem Abkommen der Schutz von nationalen Arbeitnehmerrechten, Sozial- und Umweltstandards gewährleistet.

„Wir leben in einer Zeit, in der die Regeln für den Welthandel und die internationalen Wirtschaftsbeziehungen neu definiert werden“, so der Minister. „Es ist deshalb wichtig, daß Deutschland und die EU hier nicht abseits stehen, sondern mit Handelsabkommen wie Ceta einerseits faire und rechtsverbindliche Rahmenbedingungen und zum anderen klare rote Linien festlegen, die auch zukünftig nicht überschritten werden dürfen.“

STEPHAN KRAUSS

 

25.10.2016


25.10.2016: Akzeptanz des wechselseitigen Zusammenhangs

„Politiker sind keine Volksverräter“: Das stellte Thüringens Landtagspräsident Christian Carius (CDU) auf einem Festakt „26 Jahre Landtag und 23 Jahre Verfassung“ in Erfurt fest.

„Die Bürgerinnen und Bürger müssen vom Staat Sicherheit und die Durchsetzung des Rechts erwarten. Nur dann können sie seine Institutionen und Repräsentanten achten.“ Das erklärte der Thüringer Landtagspräsident Christian Carius (CDU) am 25. Oktober anläßlich des 26. Jahrestags der Konstituierung des Thüringer Landtags und des 23. Jahrestags der Verabschiedung der Verfassung des Freistaats Thüringen. Unsere freiheitliche Gesellschaft lebe von der Akzeptanz dieses wechselseitigen Zusammenhangs. „Das sollten wir auch in der politischen Auseinandersetzung beachten. Wer Politiker zu Volksverrätern, Polizisten zu Bullen und freie Journalisten zur Lügenpresse macht, wackelt an den Pfeilern unserer Grundordnung“, stellte Carius klar.

Der Landtag trat am 25. Oktober 1990 im Deutschen Nationaltheater Weimar erstmals zusammen. Die Verfassung wurde am 25. Oktober 1993 auf der Wartburg beschlossen.

„Wir feiern den 23. Geburtstag unserer Verfassung“, sagte der Landtagspräsident. „Verfassungen enthalten Wertentscheidungen, die über den Tag hinaus Geltungsanspruch haben sollen.“

Nach der Eröffnung des Festaktes im Plenarsaal des Landtags durch den Landtagspräsidenten sprach Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke). Die Festrede hielt Professor Manfred Aschke, Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofs. Unter den rund 230 Gästen waren unter anderem die Landtagsvizepräsidenten Margit Jung (Die Linke) und Uwe Höhn (SPD), der erste Thüringer Landtagspräsident Dr. Gottfried Müller (CDU), die Fraktionsvorsitzenden der im Landtag vertretenen Parteien, Mike Mohring (CDU), Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke), Matthias Hey (SPD), Björn Höcke (AfD) und Dirk Adams (Bündnisgrüne) sowie die Präsidenten Michael Brychcy (Gemeinde- und Städtebund), Dr. Sebastian Dette (Rechnungshof) und der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofs Harald Graef. Darüber hinaus nahmen Mitglieder der Landesregierung, aktuelle und ehemalige Abgeordnete am Festakt teil.

PM-TLT

 

25.10.2016


24.10.2016: Bereicherung für die Innenstadt

Wichtiges Investitionsvorhaben zur Vorbereitung des Reformationsjahres: Neugestalteter Lutherplatz in Eisenach eingeweiht.

Mit Blick auf das Lutherjahr 2017 wurde in den vergangenen fünf Monaten der Lutherplatz vor dem Lutherhaus in Eisenach neugestaltet. Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) und Bürgermeister Dr. Uwe Möller (CDU) übergaben am 24. Oktober den neuen Lutherplatz offiziell der Öffentlichkeit.

„Ich freue mich, daß der Lutherplatz rechtzeitig vor der Eröffnung des Jubiläumsjahres ,500 Jahre Reformation‘ fertig ist. Der Platz hier vor dem Lutherhaus präsentiert sich in einem neuen und modernen Outfit und bereichert unsere Innenstadt“, betonte die Oberbürgermeisterin zur Einweihung. Sie dankte nochmals ausdrücklich dem Freistaat Thüringen, der das Projekt Lutherplatz mit in den „Masterplan Eisenach 2017“ aufgenommen und damit die Finanzierung gesichert hatte.

Der Lutherplatz teilt sich in zwei Bereiche, zwischen denen ein gepflasterter zirka 2,15 bis 2,80 Meter breiter Weg in Richtung Schloßhotel und Residenzkeller führt. Der Fahrweg direkt vor dem Lutherhaus wurde erhalten. Im hinteren Bereich zwischen dem Eingang zum Schloßhotel und der Esplanade erhielt die Pflasterung einen besseren Unterbau. Zwischen diesen beiden Wegen konnten die vorhandenen Bäume erhalten werden. Das Gefälle zum niedriger liegenden Areal fangen Travertinstufen ab, die zu den Seiten hin auslaufen.

Die Platzfläche in Richtung Creutznacher Haus behielt die ungebundene Deckschicht. An der Süd- und Ostseite wurde eine Pergola in L-Form errichtet. Diese erinnert an den Grundriß des ehemaligen Marstall- und Gewölbekellergebäudes. Die Pergola besteht aus 14 rechteckigen Stahlbetonpfeilern in Architekturbetonqualität. Bereits gesetzte Rankpflanzen begrünen künftig die Pergola.

Während der Arbeiten waren auf dem Lutherplatz im Bereich der Pergolen die Reste der Grundmauern älterer Gebäude gefunden worden, die im wesentlichen erhalten werden sollten. Im Bereich der Mauerreste wurden weitere Teile freigelegt. Nach Gesprächen mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie wurde bei der weiteren Bauausführung darauf gestalterisch reagiert. Der Verlauf der alten Grundmauern ist nun als Pflasterband exakt nachgezeichnet. Dafür wurden gesicherte Materialien der Funde verwendet. Zudem erfolgte eine genaue Dokumentation der Funde.

Am Boden ist der Platzteil mit Natursteinpflaster eingefaßt. Darin erinnern beschriftete Stahltafeln mit dem Schriftzug: „Grundriss des ehemaligen Marstalls, erbaut im Goldenen Zeitalter Eisenachs, 1698 – 1729“ an die Stadtgeschichte. Die Stahltafeln bestehen aus Corten-Stahl, einem wetterfesten Baustahl.

Entstanden ist auf dem Lutherplatz ein neugestalteter innerstädtischer Freiraum, auf dem auch eine Wasserstele sowie Sitzgelegenheiten und neue Lampen zum Verweilen einladen. Dafür wurde ein neuer Frischwasseranschlu verlegt – ebenso wie weitere Versorgungsleitungen.

Nachträglich werden noch Metall-Geländer montiert, die als Begrenzung zum Creutznacher Haus und bei den Bäumen zur Fahrgasse hin vorgesehen sind. Spätestens in der ersten Novemberwoche sollen dann auch die letzten Bauzäune verschwunden sein.

Die planerische Umsetzung und Bauüberwachung erfolgte durch das Eisenacher Büro für Freiraumgestaltung Planteam A1. Die Bauarbeiten erledigte das Bauunternehmen GBN Granitbau Nordhausen GmbH.

Die Gesamtkosten von 400.000 Euro werden über das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und mit einer Zuwendung des Landes Thüringen gefördert - als ein wichtiges Investitionsvorhaben im Rahmen des „Masterplanes Eisenach 2017“ zur Vorbereitung des Reformationsjahres.

Der heutige Lutherplatz war früher vollständig bebaut. Dort gab es eine Brauerei, den Marstall des einstigen Residenzschlosses sowie Archivgebäude. Ein Großteil wurde bei einem Bombenangriff 1945 zerstört und später abgerissen, so daß ein freier Platz entstand.

PM-SVE

 

24.10.2016


21.10.2016: „Jetzt können wir zentrale Vorhaben starten“

Offizieller Startschuß für die Arbeit der landesweiten Service-Einrichtung für Natura 2000-Stationen.

Das Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen wurde am 21. Oktober an der Fachhochschule Erfurt eröffnet. Es bildet die Koordinationsstelle für eine nicht nur in Deutschland einzigartige Infrastruktur von Natura 2000-Stationen, mit denen Thüringen einen neuen Weg beim Schutz des Europäischen Naturerbes beschreitet. Bei seinen vielfältigen Aufgaben erhält das Kompetenzzentrum in Zukunft Unterstützung von der Fachhochschule Erfurt.

„Mit der Fachhochschule Erfurt haben wir einen kompetenten Partner für das Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen gewonnen“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Jetzt können wir zentrale Vorhaben, wie die Etablierung eines speziellen Natura 2000-Manager-Lehrgangs, starten“. Nach Angaben von Vogel bietet der Lehrgang ein Qualifizierungsangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Natura 2000-Stationen. Er soll Fachkompetenzen bei der naturschutzfachlichen Beratung von Landnutzern, beim Management von Arten und Lebensräumen oder beim Einwerben von Fördermitteln für Naturschutzprojekte vermitteln. Dazu sollen auch Lehrangebote der Fachhochschule Erfurt in den Lehrgang integriert werden.

„Für uns ist das eine gewinnbringende Kooperation“, betonte Prof. Dr. Stefan Brunzel vom Fachgebiet Biologische Vielfalt und Artenschutz der Fachhochschule Erfurt. „Wir profitieren bei der Ausbildung unserer Studierenden durch die Praxiserfahrungen aus den Natura 2000-Stationen. In Zukunft werden wir Schwerpunkte in der Naturschutzausbildung direkt aus dem Netzwerk der Natura 2000-Stationen heraus setzen“. „Diese Kooperation entspricht unserem Leitbild der ,angewandten Wissenschaft' als Kombination aus Theorie und Praxis", bekräftigte auch der Rektor der Fachhochschule Erfurt, Prof. Dr. Volker Zerbe.

Neben der Entwicklung von Qualifizierungsangeboten sieht Sebastian König, Leiter des Kompetenzzentrums Natura 2000-Stationen, weitere Herausforderungen: „Wir koordinieren die Arbeit der Stationen und fördern den fachlichen Austausch. Gemeinsam mit dem Thüringer Umweltministerium und den zuständigen Fachbehörden entwickeln wir Vorschläge für Schwerpunktsetzungen im Naturschutz. Nicht zuletzt ist uns die positive Verankerung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 in der öffentlichen Wahrnehmung ein besonderes Anliegen.“

Mit der Übergabe des Förderbescheids an das Kompetenzzentrum gab die Thüringer  Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne) am 21. Oktober den offiziellen Startschuß für die Arbeit der landesweiten Service-Einrichtung für die Natura 2000-Stationen. Die Trägerschaft für diese Einrichtung haben der BUND Thüringen, der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Nabu Thüringen gemeinsam übernommen, unterstützt mit einer Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN).

Die während der vierjährigen Projektlaufzeit entwickelten Instrumente, wie zum Beispiel ein Qualifizierungsangebot für die Natura 2000-Stationen, können in Zukunft auch in anderen Bundesländern zum Einsatz kommen und Erfahrungen bundesweit übertragen werden.

STEFANIE HAUPT

 

21.10.2016


20.10.2016: Beschwerde-Möglichkeit

Thüringer Verkehrsunternehmen treten neutraler Schlichtungsstelle für Fahrgäste bei.

Die Verkehrsunternehmen von Bus und Bahn Thüringen e.V. treten zum 11. Dezember 2016 der „söp“, der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V., bei. Der Verein ist von der Bundesregierung als Schlichtungsstelle anerkannt und zudem bei der EU notifiziert. Die Schlichtungsstelle arbeitet sachlich unabhängig und neutral mit bundesweiter Zuständigkeit für alle Fahrgäste, die sich zuvor erfolglos mit ihrer Beschwerde an ein Bahn-, Bus-, Flug- oder Schiffsunternehmen gewandt haben. Sie wird erst tätig, wenn zuvor ein schriftlich dokumentierter, erfolgloser Einigungsversuch zwischen Fahrgast und Verkehrsunternehmen stattgefunden hat. Für Reisende ist die Bearbeitung der Beschwerde kostenfrei. Die Finanzierung des Schlichtungsverfahrens erfolgt durch die Verkehrsunternehmen. Erstbeschwerden sind weiterhin zunächst an das betreffende Verkehrsunternehmen zu richten.

Der Beitritt der Verkehrsunternehmen zur Schlichtungsstelle erfolgt freiwillig; es besteht keine gesetzliche Vorgabe dazu. Die Unternehmen erachten die Zusammenarbeit als wichtigen Baustein, um noch kundenfreundlicher zu werden.

Im Bus und Bahn Thüringen e.V. sind über 20 Unternehmen und Vereinigungen Mitglied. Es werden gemeinschaftlich verschiedene Aufgaben gebündelt, zum Beispiel die Fahrplanerstellung, die Fahrplanauskunft, das gemeinsame Onlineportal, die Herausgabe einer Kundenzeitschrift, das Bereitstellen von Werbematerialien, die fachliche Betreuung von kooperativen Fahrscheinen und Tickets sowie das Organisieren von gemeinsamen Aktionen und Projekten im touristischen Bereich.

TILMAN WAGENKNECHT

 

20.10.2016


19.10.2016: Stärkere Beteiligung des Bundes gefordert

Thüringens Landesregierung empfängt Wissenschaftsrat in Weimar: Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bekräftigt, daß die Grundfinanzierung der Hochschulen ausgebaut werden müsse.

Im Vorfeld der Herbstsitzungen des Wissenschaftsrates, die vom 19. bis 21. Oktober in Weimar stattfinden, bekräftigte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erneut seine Forderung nach einer stärkeren Beteiligung des Bundes an der Hochschulfinanzierung: „Mit dem Auslaufen des Hochschulpaktes im Jahr 2020 bedarf es weiterer Mittel, um die Leistungsfähigkeit unserer wissenschaftlichen Einrichtungen zu sichern.“

„Als Gastgeber für die Herbstsitzungen des Wissenschaftsrates in Weimar ist es mir wichtig, noch einmal deutlich zu machen, daß die Bund-Länder-Vereinbarungen wie etwa zur Exzellenzstrategie zwar zur Hochschulentwicklung und -positionierung beitragen, aber nicht die generelle Finanzierung unseres Wissenschaftssystems sichern“, so Tiefensee weiter.

Der Minister hatte im Juli ein Zehn-Punkte-Papier zur Zukunft der Hochschulfinanzierung in Deutschland vorgelegt, in dem er eine stärkere und vor allem dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Hochschulen anregt, denn dieser profitiere von einer leistungsfähigen Wissenschaft und den damit verbundenen wirtschaftlichen Effekten. Die Länder könnten insbesondere im Hochschulbau den wachsenden Finanzierungsbedarf angesichts des enormen Modernisierungs- und Sanierungsstaus allein nicht schultern. Nach Schätzung des Thüringer Wissenschaftsministeriums sei es deshalb notwendig, daß der Bund ab 2020 jährlich etwa 1,6 Milliarden Euro für den Hochschulbau und Investitionen in leistungsfähige IT-Infrastrukturen zur Verfügung stellt.

Thema der Beratungen in Weimar ist unter anderem die Personalgewinnung und -entwicklung an Fachhochschulen. Hier soll diskutiert werden, wie es Fachhochschulen – die sich ja aufgrund ihres Aufgabenprofils von denen an Universitäten unterscheiden – gelingen kann, Karrierewege so zu begleiten und zu strukturieren, um Professuren in Fächern mit Bewerbermangel adäquat zu besetzen. Auch Perspektiven der Universitätsmedizin stehen auf der Agenda.

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

MI-PH-TMWWDG

 

19.10.2016


19.10.2016: Gesamtgesellschaftliches Problem

Alkoholmißbrauch: Hunderte Jugendliche in Thüringen landen jedes Jahr nach Komatrinken in der Notaufnahme.

In Thüringen werden jedes Jahr Hunderte Jugendliche wegen einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt. Nach einer aktuellen Auswertung des Robert-Koch-Instituts wurden 2014 insgesamt 452 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert. Das sind fast 50 Prozent mehr als im Jahr 2000. „Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge, denn trotz aller Maßnahmen zur Aufklärung bleibt die Zahl der Jugendlichen, die sich bis zum Exzeß betrinken, weiter zu hoch. Alkoholmißbrauch muß deshalb bei der Präventionsstrategie der neuen Landesgesundheitskonferenz mit in den Fokus rücken“, fordert Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK Thüringen.

„Komasaufen“ sei nicht nur ein Phänomen, das bei jungen Männern auftrete, die allzu tief ins Glas schauten. Der kontinuierliche Anstieg auch bei Frauen deute auf ein gesamtgesellschaftliches Problem hin. Mehr als jeder dritte Patient, der mit einer Alkoholvergiftung in der Notaufnahme lande, sei weiblich, erklärte die Barmer GEK Thüringen am 19. Oktober in einer Pressemeldung.. Experten würden hinter dem Anstieg aber auch zum Teil eine verstärkte Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch die Diskussion über das Rauschtrinken vermuten, so daß die Notrufbereitschaft größer sei als früher.

„Fakt ist: Wir haben ein Problem. Denn je früher der Mißbrauch einsetzt, desto eher verfestigen sich Verhaltensweisen und desto größer ist das Risiko für eine Alkoholabhängigkeit“, so Schmitt. Gerade bei Jugendlichen könne der Mißbrauch die geistige Entwicklung und das Wachstum nachhaltig stören. Alkohol seit ein Gift, das die Organe angreife und zu einer niedrigeren Lebenserwartung führe. Auch Unfall- und Verletzungsgefahr seien erhöht. Abhängige würden zudem oft an depressiven Störungen leiden. Dies zeigten Behandlungsdaten der Barmer GEK. „Begleiterkrankungen wie Depressionen sind keine Einzelfälle. Eine gezielte Suchtbehandlung muß dies berücksichtigen. Andernfalls drohen schnelle Rückfälle", warnte Schmitt.

PM-BGEKT

 

19.10.2016


18.10.2016: Vertragsabschluß

20 Millionen Euro für Investitionen in Thüringen: Deutsche Kreditbank und Thüringer Aufbaubank vereinbaren Globaldarlehen zur Infrastrukturförderung.

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) und die Thüringer Aufbaubank (TAB) setzen die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zur Finanzierung von Infrastruktur-Investitionen in Thüringen fort: Die DKB erhält dazu von der TAB ein Globaldarlehen über 20 Millionen Euro. Es handelt sich dabei bereits um die fünfte gemeinsame Vereinbarung.

Die damit zur Verfügung gestellten Mittel werden von der DKB über Einzelkredite an Wohnungsunternehmen, kommunalnahe und gewerbliche Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen weitergereicht. Mit ihnen werden beispielsweise Investitionen in Wohngebäude, in Einrichtungen der Altenpflege, in Gesundheits- und Bildungsvorhaben, in den öffentlichen Personennahverkehr, aber auch in erneuerbare Energien finanziert. Projekte von Bürgergenossenschaften sind ebenfalls förderfähig.

„Das neue mit der Thüringer Aufbaubank vereinbarte Globaldarlehen ermöglicht es uns, unseren Kunden in Thüringen zinsgünstige Finanzierungen zu noch besseren Konditionen anzubieten“, sagt Stefan Unterlandstättner, Vorstandsvorsitzender der DKB. „Für Infrastrukturinvestitionen werden langfristige Darlehen benötigt. Der Vertragsabschluß mit der Thüringer Aufbaubank freut uns, ermöglicht er doch die Ausreichung von Darlehen mit bis zu 20 Jahren Zinsbindung an unsere Kunden.“ Den durch die Refinanzierung über die TAB gewonnenen Zinsvorteil wird die DKB in vollem Umfang an ihre Kunden weitergeben.

„Investitionsblockaden in Infrastrukturvorhaben können wir nur lösen, wenn alle Partner an einem Strang ziehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank Matthias Wierlacher. „Deshalb bauen wir unsere Zusammenarbeit mit Partnern wie der DKB weiter aus. Dabei sind Globaldarlehen ein gutes Mittel, um eine breite Förderwirkung im Land Thüringen zu erreichen“, so Wierlacher weiter.

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) mit Hauptsitz in Berlin betreut mit ihren insgesamt rund 3200 Mitarbeitern Geschäfts- und Privatkunden. Die Bilanzsumme der DKB beläuft sich auf mehr als 74 Milliarden Euro, über 80 Prozent davon setzt sie in Form von Krediten ein. Ihre Geschäftskunden betreut die DKB persönlich vor Ort – mit Mitarbeitern, die über umfassende Kenntnisse aus der jeweiligen Branche verfügen. Als Partner von Unternehmen und Kommunen hat sich die Bank frühzeitig auf zukunftsträchtige Branchen in Deutschland spezialisiert: Wohnen, Gesundheit, Pflege, Bildung, Landwirtschaft und erneuerbare Energien. In vielen dieser Wirtschaftszweige gehört die DKB seit Jahren zu den Marktführern.

Für den Freistaat Thüringen hat die Thüringer Aufbaubank zahlreiche Aufgaben zur Stärkung des Standortes Thüringen in der Wirtschafts-, Wohnungsbau und Infrastrukturförderung sowie für Landwirtschaft als auch Naturschutz übernommen. Das Produktspektrum der Thüringer Aufbaubank umfaßt Zuschüsse für Investitionen, Finanzierung von Technologieprojekten, Bürgschaften, zinsverbilligte Kredite und Beteiligungskapital.

DANA WACHHOLZ

 

18.10.2016


17.10.2016: Enge Kooperation

Thüringen und der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina vereinbaren Regionalpartnerschaft: 23 konkrete Projekte in Umsetzung.

Thüringen und der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina streben eine engere Zusammenarbeit an. Dazu unterzeichneten Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der catarinesische Minister für Internationale Angelegenheiten, Carlos Adauto Virmond Viera, am 17. Oktober in Weimar ein Partnerschaftsabkommen. Die Vereinbarung sieht eine Kooperation beider Regionen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung vor. In den vergangenen Monaten waren bereits 23 konkrete Projekte und Vorhaben definiert worden, darunter auf den Gebieten Forschung und Hochschulen, Wirtschaftsförderung, Mobilität, Optik, Nahrungsmittelindustrie und erneuerbare Energien.

„Wir haben uns gegenseitig gründlich geprüft und sehen im Ergebnis große Potentiale für eine gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen unseren Regionen“, sagte Minister Tiefensee anläßlich der Unterzeichnung. Der Süden Brasiliens mit Santa Catarina sei neben São Paulo das industrielle Herz Brasiliens und das ideale Sprungbrett in den Mercosur – den südamerikanischen Wirtschaftsraum mit 270 Millionen Konsumenten und einer Wirtschaftsleistung von rund einer Billion Euro. Santa Catarina, dessen sechs Millionen Einwohner zu einem Drittel deutschstämmig sind, hat in den vergangenen Jahren deshalb immer wieder Investitionen gerade aus Deutschland angezogen, zuletzt beispielsweise von BMW, Bosch-Rexrodt, T-Systems oder Siemens. Das Land, das nur drei Prozent der Bevölkerung Brasiliens auf sich vereint, erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von rund 90 Milliarden Euro jährlich.

Der Landesminister für Internationale Angelegenheiten, Carlos Adauto Virmond Viera, betonte das große Interesse des Bundesstaats Santa Catarina an einer Kooperation mit Thüringen. „Die enge Kooperation mit einem deutschen Bundesland hat selbst innerhalb der langjährigen deutsch-brasilianischen Beziehungen eine neue Qualität“, sagte Adauto anläßlich der Unterzeichnung. Thüringen mit seiner zentralen Lage sei für die Wirtschaft Santa Catarinas eine Brücke nach Deutschland und Europa. „Unser Ziel ist es, die Partnerschaft mit Thüringen langfristig und auf möglichst vielen Gebieten zu entwickeln.“

Gerade die Wirtschaftsstrukturen beider Länder paßten sehr gut zusammen, betonte Thüringens Wirtschaftsminister Tiefensee. Schwerpunkte der catarinesischen Industrie lägen unter anderem auf den Branchen Elektro, Automotive, Metallverarbeitung und Maschinenbau, Nahrungsmittel und Holzverarbeitung, hinzu kämen mehr als 1600 Firmen in Hochtechnologie-Bereichen, die rund um die Städte Blumenau, Florianopolis und Joinville konzentriert sind. Florianopolis ist darüber hinaus ein Schwerpunkt der Kreativwirtschaft in Brasilien.

STEHAN KRAUSS

 

17.10.2016


16.10.2016: „Angela Merkel macht einen tollen Job“

Stefanie Schipanski in Bundesvorstand der Jungen Union gewählt.

Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Paderborn am 15. und 16. Oktober wurde Stefanie Schipanski in den Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands gewählt. Die 29jährige Erfurterin ist Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet als Pressereferentin für den Thüringer Bundestagsabgeordneten Albert Weiler. Schipanski folgt auf Kristina Scherer, die zuletzt für Thüringen dem JU-Bundesvorstand angehörte und nicht mehr kandidierte.

Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union setzte der Thüringer Landesverband zahlreiche Anträge zur Stärkung der inneren Sicherheit durch. Die Junge Union Deutschlands sprach sich auf Initiative Thüringens unter anderem für die Schaffung einer gemeinsamen Verbunddatei „Linksextremismus“ aus. Nach dem Vorbild der bestehenden Antiterrordatei und Rechtsextremismusdatei sollen Bund und Länder eine gemeinsame Linksextremismusdatei einführen, in der die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder ihre Erkenntnisse zu Personen und Gruppierungen mit Bezug zum gewaltorientierten Linksextremismus erfassen.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner wertete den Deutschlandtag der Jungen Union als klare Stärkung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir haben in Paderborn gezeigt, daß die Junge Union als gemeinsame Jugendorganisation von CDU und CSU geschlossen hinter unserer Bundeskanzlerin steht“, erklärte Gruhner. „Angela Merkel macht einen tollen Job und wir haben allen Grund mit Respekt und Stolz auf ihre Arbeit zu blicken. Angela Merkel muß unsere Kanzlerkandidatin im nächsten Jahr sein und wir werden für eine weitere Kanzlerschaft Angela Merkels kämpfen. Jeder der Merkel in Frage stellt, muß wissen, daß die Alternative Rot-Rot-Grün heißt. Als Thüringer sagen wir ganz klar, Rot-Rot-Grün darf nicht Vorbild für den Bund sein. Rot-Rot-Grün in Thüringen ist eher ein abschreckendes Beispiel. Denn dieses Bündnis steht für Ignoranz, Arroganz und Rückschritt", so der Thüringer Junge Union-Chef..

Gruhner fordert zudem ein Ende des Streites zwischen CDU und CSU. „Die Menschen haben es satt, permanenten Streit zwischen CDU und CSU zu hören. Die schiefen Töne aus München müssen aufhören. Auftrag der Unionsparteien ist es, nicht öffentlich zu streiten, sondern gemeinsam Lösungen zu präsentieren. Wenn wir weiterhin aus den eigenen Reihen die Stichworte für die AfD liefern, werden wir nicht erfolgreich sein", sagte Gruhner.

Außerdem forderte er eine klare Strategie seiner Partei im Bundestagswahlkampf. „Ich empfehle uns als Partei, im Bundestagswahlkampf in aller Deutlichkeit gegen den Hauptgegner AfD zu kämpfen. Die Frage wird sein, ob wir in Deutschland eine auf Angst setzende und reaktionäre Politik wollen oder ob wir in einem modernen und weltoffenen Deutschland leben wollen. Wir müssen die AfD im Bundestagswahlkampf als Hauptgegner sehen und sie klar attackieren. Die AfD ist keine bürgerliche Alternative zur Union, sondern eine populistische Angstpartei, die keine Lösungen für die Zukunft hat."

PM-JUT

 

16.10.2016


15.10.2016: „Perfekter Austragungsort“

Olympiade der Köche findet zum fünften Mal in Erfurt statt.

Im Rahmen der Internationalen Kocholympiade (IKA) trifft sich die internationale Elite der Köche zum fünften Mal in Erfurt. Die größte Koch-Show der Welt findet in der Zeit vom 22. bis 25. Oktober 2016 auf der Erfurter Messe statt. Durch die zentrale Lage in Europa sowie der guten Anbindung ist die Thüringer Landeshauptstadt der optimale Standort für Veranstaltungen dieser Art. So ist auch Andreas Becker, Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands e. V. (VKD), vom Standort Erfurt überzeugt: „Die Messe Erfurt ist der perfekte Austragungsort der IKA. Der Messeplatz in der Mitte Deutschlands und Europas hat sich auch für die Partner und Sponsoren des VKD als attraktiv erwiesen.“

Unter dem Motto „Grenzenlos kochen - kommen, sehen, staunen und probieren“ sind bei den „Olympischen Spielen der Köche“ auch in diesem Jahr wieder etwa 2000 Köche und Köchinnen aus 60 Nationen vertreten. Täglich werden 1900 Menüs zubereitet, welche durch die Messe-Besucher natürlich auch verzehrt werden dürfen. Zu den teilnehmenden Nationalmannschaften zählen neben Deutschland, den USA, England und Rußland auch Island, Sri Lanka, Südafrika und erstmals wieder China.

Die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH (ETMG) hat für die Kocholympiade in diesem Jahr eine ganz eigene Kreation geschaffen: die erste Plüsch-Puffbohne mit Kochmütze. Das Maskottchen der Stadt entstand aus einer Bohne, die bereits im Mittelalter in und um Erfurt angebaut wurde. Die Puffbohne ist heute immer noch auf den Speisekarten einiger Restaurants in der Landeshauptstadt zu finden. Die limitierte Auflage der Plüsch-Bohne kann während der IKA, am Messestand der ETMG, sowie ab sofort in der Erfurter Tourist-Information erworben werden.

Die ETMG bietet darüber hinaus allen Teilnehmern der IKA öffentliche Führungen durch die historische Altstadt an.

Die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH ist der offizielle Partner für die Organisation von Tagungen und Kongressen in der Landeshauptstadt Erfurt. Zu den Aufgaben zählen die Arrangements für Kongresse und Rahmenprogramme einschließlich Hotelkontingentverwaltung. Dafür arbeitet sie eng mit den verschiedenen Erfurter Partnern wie den Hotels, Veranstaltungsorten und Künstlern zusammen. Erklärtes Ziel ist es, professionelle Unterstützung bei der Organisation von Kongressen und Rahmenprogrammen aus einer Hand zu gewährleisten.

KRISTIN LUTHER

 

15.10.2016


14.10.2016: Neuer Lizenznehmer

Dorint-Hotel am Dom Erfurt: Erstes Haus am Platz erstrahlt unter neuer Marke.

Die imposante Glasfassade inmitten der mittelalterlich geprägten Altstadt fällt sofort ins Auge, und den weltbekannten Dom von Erfurt haben Besucher von dieser Adresse aus direkt im Blick: Das ehemalige Arcadia-Grand-Hotel am Dom ist ein modernes Schmuckstück in der thüringischen Landeshauptstadt und erstrahlt ab sofort als Dorint-Hotel am Dom Erfurt unter neuem Markenemblem. „Das First-Class-Hotel paßt perfekt in das Marken-Portfolio und wir sind sicher, daß wir damit als erstes Haus am Platz noch erfolgreicher sein werden“, so Ruslan Husry, Geschäftsführender Gesellschafter der HR Group, die das Hotel ab sofort als Lizenznehmer betreibt. Auch Olaf Mertens, Geschäftsführer Neue Dorint GmbH, betont: „Die Zusammenarbeit zwischen Dorint und der HR Group ist immer eine Win-Win-Situation. Mit dem Dorint-Hotel am Dom Erfurt wird nun ein weiteres Haus der HR Group unter dem Dorint Logo geführt.“

160 Zimmer und sieben Tagungsräume bietet das Hotel am Dom Erfurt in moderner Architektur zum Wohlfühlen. Selbstverständlich erwarte die Gäste auch hier Full Service made by Dorint sowie erstklassige Tagungskompetenz. „Schon deshalb war für uns eindeutig, daß wir mit einem Franchisevertrag über 15 Jahre mit der Neue Dorint GmbH die richtige Markenstrategie gewählt haben“, erklärt Ruslan Husry und fügt hinzu: „Auch dank der besten Lage ist das Haus ein Juwel. Die wichtigsten städtischen Highlights wie der Erfurter Dom, die Severikirche, die Krämerbrücke und die Zitadelle Petersberg sind zu Fuß erreichbar. Hier lassen sich Gäste nach einer Erkundungstour in einem First-Class-Haus gerne verwöhnen.“

Ebenso setze das Team auf die dank der sieben Konferenzräume umfangreichen Tagungsmöglichkeiten: „Davon sind allein drei Salons zu einer Gesamtfläche von 405 Quadratmetern kombinierbar. Darüber hinaus sprechen die Spezialitäten unseres Restaurants Gloriosa Geschäftsreisende wie lokale Gäste gleichermaßen an. Somit stehen bei uns alle Zeichen auf Erfolg und wir freuen uns sehr darauf, das Haus ab Oktober 2016 als Dorint-Hotel vermarkten zu können.“

Die Neue Dorint GmbH mit Sitz in Köln betreibt mit der Marke Dorint Hotels und Resorts europaweit 39 Häuser. Rund 3300 Mitarbeiter in Deutschland, in den Niederlanden und in der Schweiz leben herzliche und natürliche Gastlichkeit. Die Hotelkette gehört zu den führenden auf dem deutschen Markt.

RENATE SCHMIDT

 

14.10.2016


13.10.2016: „Dynamik“

Optimismus in den Chefetagen: Erfurter Betriebe schätzen sowohl aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die nächsten Monate positiv ein.

In den Chefetagen der Unternehmen überwiegt optimistische Stimmung. Das teilte die Industrie- und Handelskammer Erfurt am 12. Oktober mit. Stabile Auftragseingänge und gut ausgelastete Kapazitäten würden für eine günstige Ertragslage sorgen. Dementsprechend positiv würden sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen und Pläne für die nächsten Monate eingeschätzt, faßte Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturanalyse unter rund 100 Betrieben der Landeshauptstadt zusammen.

„Die wirtschaftliche Entwicklung in Erfurt hat im Herbst 2016 wieder an Dynamik gewonnen. Mit 112 von 200 möglichen Prozentpunkten bewegt sich der Konjunkturklimaindex weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt von 107 Punkten“, informierte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Vor allem die aktuelle Geschäftslage werde positiv eingeschätzt. Branchenübergreifend beurteilten 40 Prozent der Befragten ihre momentane Situation mit gut und 47 Prozent zeigten sich noch durchaus zufrieden. Inzwischen hätte die überwiegende Mehrheit der Unternehmen auch die Gewinnzone erreicht oder würde weitgehend kostendeckend arbeiten.

„Ein Großteil der positiven Entwicklung geht auf das Konto der stabilen Binnennachfrage. Vor allem der private Konsum ist zu einer unverzichtbaren Stütze geworden“, berichtete der IHK-Chef.

Entgegen dem allgemeinen Trend komme auch die Investitionstätigkeit in der Landeshauptstadt immer besser in Schwung. Knapp zwei Drittel der Befragten würden steigende oder zumindest konstante Ausgaben vorsehen. Hauptmotiv der Investitionen bleibe zwar die Deckung des Ersatzbedarfs. Aber auch Innovationen würden wieder mehr in den Blickpunkt rücken und die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigen.

„Für die nächsten Monate können wir deshalb durchaus optimistisch sein. Jeder Fünfte erwartet sogar einen noch besseren Geschäftsverlauf, die Mehrheit eine gleichbleibend gute Entwicklung“, zeigte sich Grusser zuversichtlich. Somit seien auch die Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt günstig. Bei zahlreichen Betrieben würden Neueinstellungen auf der Tagesordnung stehen und die Berufsausbildung eine immer wichtigere Rolle bei der langfristigen Personalplanung spielen.

PM-IHKE

 

13.10.2016


12.10.2016: Verkehrsunfälle

Weniger Tote und Verletzte auf Thüringer Straßen.

4434 Straßenverkehrsunfälle ereigneten sich im Juli 2016 in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 369 Unfälle beziehungsweise 7,7 Prozent weniger als im Juli 2015.

„Bei den meisten Unfällen, nämlich 3869, entstand nur Sachschaden. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sank um 143 Unfälle. Dabei verunglückten 726 Personen, zehn Personen wurden getötet verletzt“, informierte  der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Von Januar bis Juli 2016 erfaßte die Thüringer Polizei nach Angaben der Statistiker 32.020 Straßenverkehrsunfälle. Das waren 277 Unfälle mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2015.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, sank um 7,2 Prozent auf 3634 Unfälle. Dabei verloren 58 Menschen ihr Leben. Das waren elf Getötete weniger als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Die Zahl der Schwerverletzten ging um 89 Personen auf 1107 und die der Leichtverletzten um 361 Personen auf 3562 Personen zurück.

PM-TLS

 

12.10.2016


12.10.2016: „Sinnlosen Landkartenspielereien eine Absage erteilen“

Regierung kneift bei konkreten Vorschlägen zu Kreisstädten: Junge Union Thüringen ruft dazu auf, weiterhin Widerstand gegen Gebietsreformpläne zu leisten.

Die Junge Union Thüringen ruft die Gegner der Gebietsreform dazu auf, sich von den am 11. Oktober vorgestellten Plänen der Landesregierung zur Gebietsreform nicht verunsichern zu lassen und den fundamentalen Widerstand gegen diese Reform fortzusetzen.

Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) hatte vorgeschlagen, Thüringen künftig in acht große Landkreise plus Erfurt und Jena als einzige kreisfreie Städte zu gliedern: Nach den in Erfurt vorgestellten Plänen der Landesregierung würden die vier anderen, bisher kreisfreien Städte ihren Status verlieren. Eisenach soll demzufolge mit dem Wartburgkreis fusionieren, Weimar zu dem umliegenden Weimarer Land gehören. Gera sollte mit den beiden Landkreisen Greiz und Altenburger Land zusammengehen. Suhl würde den Kreisen Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg zugeschlagen.

Der JU-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner sagte dazu am 11. Oktober in Erfurt: „Wir rufen alle Gegner der Gebietsreform auf, weiterhin konsequenten Widerstand zu leisten und sich nicht an den Diskussionen über künftige Kreisstrukturen zu beteiligen. Die Landesregierung betreibt eine perfide Strategie, weil sie die Bürger vor Ort gegeneinander ausspielt. Denn strittige Fragen, wie den Ort der künftigen Kreisstädte, beantwortet die Landesregierung nicht. Diese durchsichtige Strategie zeigt, daß man bewußt die bisherigen Kreisstädte gegeneinander laufen läßt und die größten Kontroversen von sich wegschiebt. Mit dem heutigen Tag ist klar, daß mindestens der Hälfte der heutigen Kreisstädte ein schwerer strukturpolitischer Schlag droht. Um so wichtiger ist es jetzt, den harten Widerstand fortzusetzen und jeglichen sinnlosen Landkartenspielereien eine Absage zu erteilen.“

Der JU-Vorsitzende ruft zudem die Kommunalpolitiker der Thüringer Union auf, weiterhin geschlossen vor Ort gegen die Gebietsreform zu streiten: „Ich empfehle uns als Partei, sich an den Debatten über die rot-rot-grünen Planspiele nicht zu beteiligen. Wichtig ist, daß wir weiterhin auf allen politischen Ebenen deutlich machen, daß die Union die einzige politische Kraft im Freistaat ist, die glasklar gegen die Gebietsreform kämpft. Es ist entscheidend, jetzt trotz der rot-rot-grünen Verunsicherungsstrategie die Nerven zu behalten. 47.000 Unterschriften im ersten Schritt des Volksbegehrens sind eine hervorragende Ausgangsposition, um mit dem Volksbegehren die rot-rot-grüne Gebietsreform scheitern zu lassen."

Was die Landesregierung vorgelegt habe, sei nichts weiter als ein Akt der Willkür. „Auf dem Tisch liegt ein Produkt, das nicht Bürgerbeteiligung und Mitmachkultur darstellt, sondern Ergebnis einsamer Entscheidungen im Hinterzimmer ist. Ich fordere die Landesregierung auf, die Gebietsreform bis zum Abschluß des Volksbegehrens auf Eis zu legen. Alles andere ist eine Verhöhnung der Thüringer Bürger und leistet gesellschaftlicher Politikverdrossenheit Vorschub“, so Gruhner.

WST/PM-JUT

 

12.10.2016


11.10.2016: Zusätzliche Angebote schaffen

Thüringer Wissenschaftsministerium unterstützt Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern: Einrichtung zusätzlicher Lehrangebote an den Hochschulen in Erfurt und Nordhausen.

Die Sprach- und Studienbefähigung von Flüchtlingen in Thüringen soll verbessert werden. Dazu fördert das Thüringer Wissenschaftsministerium die Einrichtung eines zusätzlichen Vorbereitungskurses Technik oder Wirtschaft für ausländische Studienbewerber am Staatlichen Studienkolleg Nordhausen sowie die Einrichtung eines Studienkurses „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ für angehende Lehrkräfte an der Universität Erfurt. Insgesamt stellt das Land dafür bis 2019 gut 500.000 Euro bereit.

„Eine gelingende Integration von Flüchtlingen setzt ausreichende Deutschkenntnisse und echte Zukunftsperspektiven voraus, wie sie zum Beispiel ein Hochschulstudium bietet“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Deshalb wolle das Land trotz insgesamt rückläufiger Flüchtlingszahlen hier zusätzliche Angebote schaffen. „Wir haben jedenfalls ein hohes Interesse daran, motivierte und qualifizierte Zuwanderer für Thüringen zu gewinnen und damit zumindest einen Teil des künftigen Arbeits- und Fachkräftebedarfs zu decken.“ Die Angebote des Landes sind nicht allein auf Flüchtlinge, sondern generell auf Ausländer bezogen, die zum Studieren oder Arbeiten in den Freistaat kommen.

Das Staatliche Studienkolleg Nordhausen wird bereits zum Wintersemester 2016/2017 einen zusätzlichen Vorbereitungskurs im Bereich Wirtschaft oder Technik einrichten. Die etwa 25 bis 30 Teilnehmer umfassenden Kurse am Kolleg dienen dazu, ausländische Studienbewerber auf das Studium an einer Hochschule und Universität vorzubereiten. Dabei erfreut sich diese Form des Hochschulzugangs einer stetig wachsenden Beliebtheit: Am diesjährigen Aufnahmetest im August 2016 nahmen 672 Studienbewerber teil, die eine bedingte Zulassung für eine Thüringer Hochschule besitzen. 135 Bewerber werden einen Kurs am Studienkolleg aufnehmen. 200 weitere Bewerber, die den Aufnahmetest bestanden haben, konnten aus Kapazitätsgründen zunächst nicht aufgenommen werden. Mit dem zusätzlichen Vorbereitungsangebot kann dieser hohen Nachfrage nun zumindest teilweise entsprochen werden. Insgesamt stellt das Land für diese Maßnahme zwischen 2016 und 2019 rund 402.000 Euro aus Mitteln des Strategie- und Innovationsbudgets zur Verfügung.

Weitere 100.000 Euro fließen in die Einrichtung eines zusätzlichen Studienkurses „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ an der Universität Erfurt. Derzeit stehen auch in Thüringen nicht genügend qualifizierte Lehrkräfte für eine ausreichend große Zahl von Sprachangeboten zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund will die Universität Erfurt ab dem Wintersemester 2016/2017 in drei Jahrgängen jeweils 25 bis 30 interessierten Absolventen von Lehramtsstudiengängen, die sich im Übergang zum Vorbereitungsdienst befinden, zusätzliche DaF/DaZ-Studienkurse anbieten. Die Kurse entsprechen den Vorgaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Bereits im April 2016 hatte das Thüringer Wissenschaftsministerium ein Maßnahmenpaket für Flüchtlinge an Hochschulen vorgelegt, das unter anderem die Einrichtung eines Mobilen Beratungsteams, Informationsveranstaltungen und ebenfalls eine Erweiterung des Staatlichen Studienkollegs Nordhausen vorsah und bei Bedarf Stück für Stück ausgebaut werden sollte. Ein solcher Ausbauschritt ist mit den beiden Fördermaßnahmen an der Hochschule Nordhausen und der Universität Erfurt nunmehr erfolgt.

STEPHAN KRAUSS

 

11.10.2016


10.10.2016: Expertenrat

Barmer GEK treibt Telemedizin voran: Schnelle Hilfe für kranke Kinder in Thüringen.

Ab sofort können die rund 210 Kinder- und Jugendärzte in Thüringen online einen kinderärztlichen Spezialisten zu Rate ziehen, um unklare oder seltene Diagnosen abzusichern. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Barmer GEK haben dazu das Programm „PädExpert“ gestartet, ein speziell entwickeltes Telemedizin-System. Es ermöglicht eine bessere Behandlung von Heranwachsenden mit chronischen und seltenen Erkrankungen. Unklare Krankheitsbilder lassen sich über PädExpert wesentlich schneller klären. „Die Telemedizin hat viel Potential, vor allem auf dem Land, wo es schwierig ist, sich eine zweite Meinung vom Spezialisten einzuholen. Mit PädExpert sparen sich die Kinder lange Anfahrtswege und Wartezeiten“, sagt Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Thüringen.

Der telemedizinische Expertenrat kommt zunächst bei zehn Krankheitsbildern zum Einsatz, darunter Rheuma, Zöliakie und dermatologischen Erkrankungen. Mit PädExpert können teilnehmende Kinder- und Jugendärzte binnen 24 Stunden online die Einschätzung eines Experten für die jeweilige Erkrankung einholen und schwierige Befunde besprechen. Erste Erfahrungen zeigen: Die Zeit für die Diagnose kann damit um durchschnittlich 16 Tage verkürzt werden. Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ bezeichnete PädExpert als „Meilenstein für die Gesundheitsversorgung“, da Experten für pädiatrische Spezialgebiete hauptsächlich in Ballungszentren angesiedelt seien. „Telemedizinische Konsultationen sind schon deshalb sehr wichtig, weil die Zahl der Praxen rückläufig ist, vor allem auf dem Land.“

PädExpert wurde von Kinder- und Jugendärzten in Bayern bereits über drei Jahre getestet. Dank der schnellen Hilfe per Telemedizin mußten zwei von drei Kindern nicht mehr persönlich zum Spezialisten gehen. 2014 hat das Verfahren den Bayerischen Gesundheitspreis erhalten.

ROBERT BÜSSOW

 

10.10.2016


09.10.2016: „Respekt verdient“

Mehr Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen: Junge Union schlägt Aktionstag „Danke Polizei" in Thüringen vor.

Die Junge Union schlägt einen Aktionstag „Danke Polizei“ in Thüringen vor, um der Polizei mehr Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit entgegenzubringen. Der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner erläutert die Idee des Aktionstages: „Im angelsächsischen Raum ist es Tradition, daß Bürger an einem Tag Ende September zu ihrer örtlichen Polizeistation gehen, um Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz zu danken. Auch in Rheinland-Pfalz wurde dieser Tag an diesem Wochenende - 8.Oktober - durchgeführt. Wir schlagen vor, daß künftig auch in Thüringen an einem konkreten Tag dazu aufgerufen werden soll, den Polizisten zu danken. Dabei geht es nicht um staatlich verordnete Dankbarkeit, sondern darum, den Bürgern ins Gedächtnis zu rufen, welchen wichtigen Dienst die Polizisten für unsere Sicherheit leisten. Die Sicherheitskräfte in unserem Land haben mehr Anerkennung, Respekt und Wertschätzung verdient. Die Gesellschaft muß zeigen, daß wir an der Seite der Polizei stehen und ihre Arbeit unterstützen."

JU-Chef Gruhner kritisiert in diesem Zusammenhang die rot-rot-grüne Koalition scharf. „Was wir in den letzten Tagen erlebt haben, ist ein Trauerspiel. Die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen bezeichnen Polizisten als Bastarde, der Ministerpräsident macht sich im Internet darüber lustig und der Dienstherr der Polizisten, Innenminister Poppenhäger, schweigt dazu. Rot-Rot-Grün leistet der Respektlosigkeit gegenüber Polizisten Vorschub und trägt damit zu einem verheerenden gesellschaftlichen Klima bei. Der Ministerpräsident ist nicht nur aufgefordert, sich zu entschuldigen, sondern mit einem Aktionstag ,Danke Polizei‘ klare Zeichen zu setzen", so Gruhner.

Die Junge Union erneuert zudem ihre Forderung, einen neuen Straftatbestand einzuführen, der tätliche Angriffe auf Polizeibeamte, zivile Einsatzkräfte sowie auf Soldaten als besonderes Unrecht qualifizieren soll. „Wir haben keinerlei Verständnis, warum die Landesregierung einer entsprechenden Initiative Hessens und des Saarlandes im Bundesrat nicht zugestimmt hat. Wir erwarten, daß sich die Landesregierung schützend vor Thüringer Polizisten stellt und nicht Initiativen zu deren Stärkung ablehnt", sagte JU-Chef Stefan Gruhner.

PM-JUT

 

09.10.2016


08.10.2016: Bezugspunkt Fluß

Schüler nehmen Lebensraum Fluß unter die Lupe: Deutsche Umwelthilfe erkundet mit Achtkläßlern der Integrierten Gesamtschule Erfurt die Gera.

Die Achtkläßler des Natur- und Technikkurses der Staatlichen Integrierten Gesamtschule Erfurt haben am 7. Oktober das Klassenzimmer gegen einen Tag am Wasser ausgetauscht. Im Vordergrund stand dabei der Fluß als Ökosystem und Lebensraum. Die Jugendlichen machten sich auf den Weg zur Gera im Norden von Erfurt. Dort entnahmen sie Wasserproben und lernten spielerisch etwas über die Geschichte des Flusses. Der Tag ist Teil des Projekts „River Links – 4x4 Flußverbindungen“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Es verbindet vier Schulen im gesamten Bundesgebiet, die sich gemeinsam mit anderen Initiativen über zwei Jahre hinweg vernetzen und sich am Beispiel ihrer Flüsse mit den Herausforderungen des Gewässerschutzes in der globalisierten Welt auseinandersetzen.

Hat sich der Lauf der Gera im Laufe der Zeit verändert? Wie steht es um die biologische Beschaffenheit des Wassers? Welchen Einfluß haben Baumaßnahmen auf den Fluß? Und wie beeinflussen Gewässer unser alltägliches Leben? Diesen und weiteren Fragen sind die Schülerinnen und Schüler bei dem Projekttag nachgegangen.

„Intakte, lebendige Flüsse sind ein wertvoller Lebensraum für viele Tier-und Pflanzenarten. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projekts näherbringen, warum und wie Flüsse zu schützen sind und was sie selbst zum Erhalt der Fließgewässer weltweit betragen können“, sagt Ines Wittig, Projektmanagerin bei der DUH, die die Schüler an dem Tag begleitet hat.

„Wir freuen uns, daß die Schüler im Rahmen des DUH-Projekts für das Thema Gewässerschutz sensibilisiert werden. Die Qualität der Gera hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Um aber einen naturnahen Zustand zu erreichen, muß noch einiges getan werden. Vor allem die kleinen Zuflüsse müßten in Struktur und Wasserqualität verbessert werden“, sagt Stephan Gunkel Geschäftsführer des Flußbüros Erfurt, der die DUH beim Projekttag unterstützt hat.

Das Wissen, das die Jugendlichen in dem Projekt sammeln, wird kontinuierlich in den Unterricht eingebunden und erweitert. Darüber hinaus tauschen sie sich mit drei weiteren Schulklassen aus Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen aus und arbeiten gemeinsam an einem Blog. Ziel ist es, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu fördern und sie zum vernetzten Denken und Handeln anzuregen. Der lokale Bezugspunkt „Fluß“ dient dann als Brücke für globale Fragen der sozialen Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit. Durch den Austausch mit einer Gruppe aus Indien sollen die Jugendlichen neue Perspektiven auf das Thema Konsum, Textilhandel und Gewässerschutz erhalten. „Die Jugendlichen sollen angeregt werden, über den eignen Tellerrand hinaus zu denken und sich als ein Teil eines vernetzten Ganzen zu sehen, auf das sie mit ihrem eigenen Handeln Einfluß nehmen können“, sagt Wittig.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich im Bereich Umweltbildung für eine nachhaltige Entwicklung ein. Das von der C&A-Foundation unterstützte Projekt „River Links – 4x4 Flussverbindungen“ initiiert ein Schulnetzwerk von September 2016 bis Mitte 2018. Mit dem Projekt kombiniert die DUH klassische Ansätze der Naturerlebnis- und Umweltpädagogik mit der Methodenvielfalt der Bildung für nachhaltige Entwicklung, des Globalen Lernens und der politischen Bildung zu einem innovativen Konzept. Es befähigt die Jugendlichen, sich mit den Herausforderungen des Gewässerschutzes in unserer globalisierten Welt aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Neben der Integrierten Gesamtschule Erfurt nimmt je eine Schule aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern an dem Projekt teil. An jeder der vier Schulen fand im September beziehungsweise Oktober ein erster Projekttag statt, bei dem sich die Jugendlichen mit ihrem lokalen Fluß auseinandersetzen. Im Anschluß vernetzen sich die Schulen miteinander, pflegen gemeinsam einen Blog und planen bei einem Treffen gemeinsam die Inhalte der weiteren Zusammenarbeit. Zum Abschluß des Projekts bereiten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zur Weitergabe an andere auf und präsentieren das Gelernte im Rahmen von Schul- und Stadtfesten.

PM-DUH

 

08.10.2016


07.10.2016: „Erneute Entgleisung“

Entschuldigung gefordert: Thüringer Polizeigewerkschaft verwahrt sich dagegen, daß die Arbeit der Polizei durch den Ministerpräsidenten ins Lächerliche gezogen wird.

Die Thüringer Polizeigewerkschaft (DPolG ) meldet sich besorgt zu Wort: Offensichtlich habe sich in Kreisen der Linkspartei ein regelrechter Haß gegen die Polizei manifestiert. Dieser habe in der jüngsten Affäre um ein Bild, in welches die Aufschrift „ACAB“ (All Cops are Bastards) hineinretuschiert wurde, einen neuen Höhepunkt gefunden. Das stellte der DPolG Thüringen e.V am 7. Oktober in einer Presseverlautbarung fest und merkte an, daß dieses Mal gleich noch Politiker anderer Fraktionsparteien wohl unwissentlich mit ins Boot genommen worden seien, „um die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Thüringer Polizei zu diskreditieren“.

„Das ist kein Zufall und offensichtlich hat die Linke es auch in zwei Jahren Regierungsverantwortung nicht geschafft, ein respektvolles Verhältnis zur Thüringer Polizei aufzubauen und die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen entsprechend zu würdigen“, erklärte der Landesvorsitzende der DPolG Thüringen e.V., Jürgen Hoffmann.

Hoffmann spielte dabei auf den Wahlkampfauftakt der Linksjugend (Solid) vom 18. August 2014 auf dem Erfurter Wenigemarkt an. Damals seien diese mit einer Foto-Wall eines prügelnden Polizisten, in die jeder seinen Kopf durchstecken und sich ablichten lassen konnte, sowie dem Slogan „Polizeigewalt abwählen“ in den Wahlkampf gezogen. Ebenso hätten sie in einem Wahlkampfvideo dazu aufgerufen, über Erfahrungen mit prügelnden Polizisten zu berichten.

Bereits damals habe die DPolG in einem offenen Brief den damaligen Spitzenkandidaten der Linkspartei, Bodo Ramelow, aufgerufen, sich bei der Thüringer Polizei öffentlich zu entschuldigen.

Nun gebe es wieder einen Vorfall, in dem die Kollegen der Thüringer Polizei verunglimpft würden und wieder sei es die heutige Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Susanne Hennig-Wellsow, welche offensichtlich hinter der Aktion mit dem Schriftzug ACAB stecke. Auch nach zwei Jahren in der Regierungsverantwortung habe sie bis heute augenscheinlich kein sachliches Verhältnis zur Polizei aufbauen können.

Inzwischen, da Ramelow nicht mehr Spitzenkandidat, sondern Ministerpräsident und somit auch oberster Dienstherr der Thüringer Polizei sei, hätte man erwarten können, daß er sich vor diese stelle und endlich eine seit mehr als zwei Jahren überfällige Entschuldigung über seine Lippen bringe und auch für das Handeln der Abgeordneten der Linksfraktion einstehe. Doch statt die erneute Entgleisung zu verurteilen, ziehe er diese ins Lächerliche, indem er verschiedene Deutungsmöglichkeiten des Schriftzuges ACAB über Twitter veröffentlicht habe.

Hierzu erklärte der DPolG-Landesvorsitzende Hoffmann: „Offensichtlich will der Ministerpräsident nicht den Tatsachen ins Auge sehen und erkennen, daß es in seiner Regierungsfraktion Abgeordnete gibt, die ein ernsthaftes Problem mit der Arbeit der Polizei haben. Anstatt sich mit diesen Abgeordneten einmal auseinander zu setzen, stellt er sich schützend vor sie und unterstützt die Diffamierung der Polizei in Thüringen durch seinen unsäglichen Tweet.“ Außerdem sagte Hoffmann: „Wenn es Herr Ramelow schon vor zwei Jahren nicht fertigbrachte, sich bei unseren Kolleginnen und Kollegen zu entschuldigen, so sollte er als Ministerpräsident doch gelernt haben, welche wichtigen Aufgaben unsere Kollegen im Freistaat wahrnehmen und sich für die erneute Entgleisung von Teilen seiner Regierungspartei entschuldigen. Das erwarten wir vom obersten Dienstherren unserer Polizei und nicht eine Unterstützung weiterer Diffamierungen. Was hält denn Ramelow davon ab, sich öffentlich zu entschuldigen?“

PM-RS-DPGT

 

07.10.2016


07.10.2016: Unehelich

Zahl der unverheirateten Eltern in Thüringen gestiegen. Das Eichsfeld hebt sich allerdings deutlich vom Thüringer Durchschnitt ab.

17.934 Kinder kamen im Jahr 2015 in Thüringen zur Welt. Bei der Mehrzahl der Neugeborenen waren die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Anteil der unehelich Lebendgeborenen im vergangenen Jahr bei 59,6 Prozent. Somit waren bei sechs von zehn Neugeborenen in Thüringen  die Eltern nicht miteinander verheiratet

Das bedeutet die Fortsetzung eines Trends, der in den letzten zehn Jahren zu beobachten ist. So waren 2006 die Eltern von 58,3 Prozent der Neugeborenen nicht verheiratet. Damit wuchs die Zahl der unverheirateten Eltern um über ein Prozent.

„Nach Landkreisen und kreisfreien Städten betrachtet ist festzustellen, daß bei den unehelich geborenen Kindern regional sehr große Unterschiede existieren und auch die Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit sehr unterschiedlich ablief“, stellte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, fest. „Der katholisch geprägte Landkreis Eichsfeld hebt sich deutlich von den anderen Regionen ab. In den Jahren 2006 bis 2015 lag der Anteil der unehelich geborenen Kinder zwischen 38,5 Prozent im Jahr 2006 und 46,5 Prozent im Jahr 2014. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der unehelich Geborenen 41,0 Prozent und lag damit nach wie vor deutlich unter dem Thüringer Durchschnitt mit 59,6 Prozent. Somit werden im Land der Stracke immer noch mehr Kinder innerhalb einer Ehe geboren als außerhalb“, so Krombholz.

In allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens hat die Zahl der unehelich Geborenen die der Neugeborenen von verheirateten Eltern teils deutlich überschritten. Den höchsten Anteil unehelich Geborener verzeichnete in den letzten zehn Jahren Ostthüringen. So wurden im Jahr 2015 im Altenburger Land 67,9 Prozent, im Landkreis Greiz 65,1 Prozent und in der kreisfreien Stadt Gera 69,5 Prozent aller Neugeborenen außerhalb einer Ehe zur elt gebracht.

In Erfurt und Jena hingegen ist laut Angaben der Statistiker die Zahl unehelich Geborener in den letzten Jahren leicht rückläufig. So verringerte sich in der Landeshauptstadt der Anteil der Neugeborenen mit unverheirateten Eltern von 63,9 Prozent im Jahr 2006 auf 62,3 Prozent im Jahr 2015. In der Universitätsstadt Jena nahm im gleichen Zeitraum der Anteil von 56,3 Prozent auf 53,1 Prozent ab.

ALEXANDER KUHN

 

07.10.2016


06.10.2016: Beteiligung

Synergien und neue Geschäftsmodelle rund um Energietechnik: Der Eisenacher Gabelstaplerexperte Lindig steigt beim Waltershäuser Photovoltaikanbieter Maxx-Solar ein.

Eine neue Unternehmenspartnerschaft aus dem Westen Thüringens will Impulse im Energiebereich geben: Mit sofortiger Wirkung beteiligt sich Lindig aus Eisenach mit 24,9 Prozent an der Waltershäuser Maxx-Solar und Energie.

Auf den ersten Blick mag der Einstieg des regionalen Marktführers für Gabelstapler bei einem führenden Photovoltaikanbieter der Region überraschen, doch beide Unternehmen sehen viele Gemeinsamkeiten – und haben sich einiges vorgenommen. „Die meisten Gabelstapler fahren elektrisch – viele Betriebe können sie effizienter nutzen, wenn man sie in ein intelligentes Energiekonzept einbindet“, erklärt Lindig-Geschäftsführer Sven Lindig. „Lädt man sie zum Beispiel mit Sonnenstrom vom Firmendach, fährt man günstiger und kann sie je nach Batterietechnik als rollende Stromspeicher einsetzen.“ Speicherung und Selbstverbrauch von Solarenergie seien mittlerweile auch ohne Subventionen hoch attraktiv. „Mit Maxx-Solar haben wir einen Partner, der früh auf intelligente Eigenversorgung gesetzt hat, auch mit Blick auf die energetische Optimierung von Gebäudetechnik.“

„Gerade für Industrie und Gewerbe möchten wir zusammen neue Angebote entwickeln, die mit erneuerbaren Energien die Wertschöpfung vor Ort halten“, ergänzt Maxx-Solar-Gründer Dieter Ortmann. „Elektromobilität ist dabei ein spannendes Thema, zu dem Lindig langjährige Erfahrung im professionellen Bereich einbringt.“

Die beiden Unternehmen planen nicht nur gemeinsame Angebote, sondern möchten mit einer engeren Zusammenarbeit auch Synergien heben. „Für Lindig wie Maxx-Solar wird die Batterietechnik immer wichtiger“, erläutert Ortmann. „Wenn wir unser Know-how bündeln und auch beim Einkauf gemeinsam auftreten, haben wir klare Vorteile im Wettbewerb.“

Ähnliche Prozesse gebe es ebenfalls bei Installation und Wartung, berichtet Sven Lindig: „Abseits der Metropolen werden in ganz Deutschland Fachkräfte knapper. Wenn wir Servicemitarbeiter und Handwerkspartner gemeinsam nutzen, können wir unser Netzwerk in Thüringen vergrößern und sind noch schneller zur Stelle.“

Eine engere Vernetzung des Thüringer Mittelstandes sieht Lindig als wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. „Es gibt in Thüringen viele lokale Champions, die weit über ihrer Gewichtsklasse boxen können. Bündeln wir diese Kräfte sinnvoll, entfaltet unsere Region ein Potential, das heute erst wenige erkennen.“

Der Eisenacher Familienunternehmer, der rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, hat dieses Jahr die Lindig Invest GmbH gegründet, um regionale Beteiligungen an aussichtsreichen Startups und etablierten strategischen Partnern aufzubauen. Der Einstieg bei der Maxx-Solar und Energie GmbH und Co. KG ist der erste Coup der Gesellschaft.

VERONIKA KÖLLNER

 

06.10.2016


05.10.2016: Exponate

„Here I stand…“: Forschungsbibliothek Gotha beteiligt sich an bedeutenden Ausstellungen in den USA.

Mit insgesamt 14 Exponaten beteiligt sich die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt an zwei bedeutenden Ausstellungen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

So eröffnet The Morgan Library and Museum in New York am 7. Oktober die erste Sonderausstellung zum Thema „Here I stand … Martin Luther and the birth of Reformation“, die im Auftrag des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland unter Federführung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle realisiert und bis Januar 2017 präsentiert wird. Die mit herausragenden Exponaten bestückte Ausstellung stellt Luthers Wirken und seine Bedeutung für die beginnende Reformation in den Mittelpunkt des Interesses.

Pünktlich zum diesjährigen Reformationstag beginnt am 30. Oktober im Minneapolis Institute of Art (Minnesota) die zweite Ausstellung innerhalb des Projektes „Martin Luther. Art and the Reformation“. Beide Ausstellungen leiten das Jubiläumsjahr anläßlich der 500. Wiederkehr des Thesenanschlags Martin Luthers ein, mit dem die Reformation begann, deren globale Auswirkungen bis heute in protestantisch geprägten Ländern wie den Vereinigen Staaten greifbar sind. So ist Minnesota sehr stark durch europäische und lutherische Wurzeln und Traditionen geprägt.

Die Liste der Leihgeber beider Ausstellungen liest sich wie das „Who is Who“ der mitteldeutschen Archive, Bibliotheken und Museen, zu deren Beständen bedeutende Zeugnisse zur Reformationsgeschichte gehören. „Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt bewahrt die Büchersammlungen des Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg, das sich als ‚Sachwalter des Luthertums‘ in den Kernländern der Reformation verstand und kontinuierlich eine bedeutende und umfangreiche Sammlung zur Reformation und ihrer Rezeption aufbaute. Gern bereichern wir die Ausstellungen mit zahlreichen Leihgaben, die zum ersten Mal außerhalb Deutschlands und Europas präsentiert werden“, sagt Dr. Kathrin Paasch, die Leiterin der Forschungsbibliothek. Nach konservatorischer Begutachtung und teilweise erforderlichen Restaurierungen können sowohl Autografen Martin Luthers, zum Beispiel an Papst Leo X. oder an die Christen in den Niederlanden, sowie das Fragment eines eigenhändigen Druckmanuskriptes seiner Übersetzung der Bibel ins Deutsche als auch ein von Philipp Melanchthon geschriebenes Horoskop präsentiert werden. Eine Reihe von Werken Luthers in Erstausgaben ergänzen die handschriftlichen Dokumente ebenso wie ein seltener Kupferstich Lucas Cranachs des Älteren, der Luther als Mönch und mit Doktorhut zeigt.

Bevor die Dokumente auf die Reise gehen konnten, wurden die teilweise recht umfangreichen Exponate digitalisiert, sofern nicht bereits Scans vorhanden waren. Die Objekte wurden unter restauratorischer Aufsicht in extra angefertigten Klimakisten verpackt, vom Zoll verplombt und nach Ankunft an den Ausstellungsorten ebenfalls vom begleitenden Fachpersonal betreut. Dr. Daniel Gehrt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsbibliothek Gotha, stellt als profunder Kenner dieses Bestandes und Autor zahlreicher Publikationen einige Gothaer Exponate im Ausstellungskatalog vor, der in deutscher und englischer Sprache herausgegeben wird.

CARMEN VOIGT

 

 

Seltener Kupferstich: Porträt Martin Luthers als Mönch mit Doktorhut, von Lucas Cranach dem Älteren.

Foto: FORSCHUNGSBIBLIOTHEK GOTHA DER UNIVERSITÄT ERFURT

 

05.10.2016


04.10.2016: Vertiefter akademischer Austausch

Türöffner für künftige Wirtschaftsbeziehungen: Thüringen baut Hochschulkooperationen nach Mexiko aus.

Thüringen vertieft den akademischen Austausch mit Mexiko. Dazu wurden am 3. Oktober – am ersten Tag der Reise einer Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation in das mittelamerikanische Land (nti-online.net berichtete unter „Thüringen aktuell –News“ am 02.10.2016) – gleich drei Kooperationsvereinbarungen zwischen Hochschulen beider Seiten unterzeichnet. Alle Vereinbarungen sehen insbesondere einen regelmäßigen Studenten- und Dozentenaustausch vor.

So wird die Hochschule Schmalkalden die bereits seit 1995 bestehende Zusammenarbeit mit der Universidad Panamericana in Mexiko-Stadt weiter vertiefen. Die Hochschule Nordhausen und die Fachhochschule Jena unterzeichneten zudem Verträge mit der Universidad Autónoma del Estado de Mexico (UAMex) in Toluca. Eine weitere Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule Schmalkalden und der Universidad de Monterrey wird am 4. Oktober unterzeichnet.

„Deutsche Hochschulen haben in Mexiko einen hervorragenden Ruf und sind als Kooperationspartner sehr gefragt", sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) anläßlich der Unterzeichnungen. Vor allem auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet und im Bereich der Lehre suchten mexikanische Universitäten „händeringend" nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen. „Vor allem Projekte, die die akademische Lehre mit Industriepraktika in Deutschland verbinden, sind bei den mexikanischen Partnern sehr gefragt", so Tiefensee. „Das bietet auch für Thüringer Hochschulen große Chancen, sich frühzeitig als Forschungs- und Ausbildungspartner zu etablieren und gleichzeitig als Türöffner für künftige Wirtschaftskooperationen zu fungieren."

Neben dem Studentenaustausch strebt vor allem die Hochschule Nordhausen auch eine Forschungszusammenarbeit mit der UAMex im Bereich der regenerativen Energietechnologien an. Alle drei Hochschulen unterhalten bereits eine Reihe von Kooperationsbeziehungen zu Hochschulen in Mexiko, darunter die Hochschule Schmalkalden allein vier, Nordhausen zwei und die Fachhochschule Jena eine. In Mexiko gibt es derzeit etwa drei Millionen Studierende in rund 4300 Hochschulen, die sich hinsichtlich Größe und Qualität allerdings stark unterscheiden. Deutschland ist schon heute der viertwichtigste ausländische Studienort für mexikanische Studierende.

PEGGY HOY

 

04.10.2016


04.10.2016: Gesellschaftsfähig

Junge Menschen tragen immer öfter Hörgeräte: Diesen Trend bestätigt die Barmer GEK in Thüringen.

Träger von Hörgeräten werden immer jünger: Im vergangenen Jahr erhielten 1065 Versicherte der Barmer GEK bundesweit im Alter von 15 bis 35 Jahren eine Hörhilfe – fast ein Drittel mehr als 2010 (mit 814 Verordnungen). „Man hat heute oft im eigenen Umfeld den Eindruck, daß zunehmend junge Menschen ein Hörgerät tragen. Unsere Zahlen bestätigen den Trend“, sagt Robert Büssow, Sprecher der Barmer GEK in Thüringen. Ob junge Menschen tatsächlich schlechter hören als früher, lasse sich aus den Zahlen jedoch nicht direkt ableiten. „Wir vermuten eher eine andere Ursache: Hörgeräte werden immer kleiner, unauffälliger und sind gesellschaftsfähig geworden. Das senkt für junge Menschen die Hemmschwelle. Auf der anderen Seite gibt es auch stylische Modelle, die vor allem von Mädchen gern als modisches Accessoire getragen werden“, so Büssow weiter.

Tendenziell steige die Zahl der Verordnungen mit dem Alter. Überraschend sei daher, daß gerade bei 15- bis 20jährigen die Zahl der Hörhilfen im Vergleich besonders stark angestiegen ist. Die Teenager haben inzwischen die 21- bis 30jährigen klar überholt. „Ob Musikfestivals schuld sind, zu laute Kopfhörer oder die Bereitschaft gestiegen ist, ein Hörgerät zu tragen – wahrscheinlich spielt alles eine Rolle“, so Büssow. Gerade junge Menschen unterschätzten leicht, wie nachtragend das Ohr sein kann. Denn für das Ohr mache es keinen Unterschied, ob es sich um Lärm handelt oder Rockmusik. Ist es zu laut, würden die feinen Haarzellen im Innenohr irreparabel geschädigt. Deshalb sollte man sich nie direkt vor Lautsprecher stellen und am besten noch zusätzlich Ohrstöpsel dabei haben.

Überraschend: Etwa 55 Prozent aller Hörgeräte werden Frauen verordnet. Also nur ein Vorurteil, daß Männer schlecht hören? Zumindest seien Frauen offenbar eher bereit, einen Hörverlust durch technische Hilfe auszugleichen.

In Thüringen wurden 2015 in der Altersgruppe 15 bis 35 Jahre insgesamt 24 Hörgeräte verordnet – aufgrund der geringen Fallzahl lasse sich hier kein Trend herauslesen. Bei knapp acht Prozent aller Thüringer aus allen Altersgruppen wurde im vergangenen Jahr ein Hörschaden diagnostiziert (rund 160.000 Personen) – oft nur zeit- oder teilweise, darunter beispielsweise auch Hörstürze.

 „Lärm zerrt an unseren Nerven, greift unsere Psyche an und kann Streß-Symptome wie Kopfschmerzen, Nervosität sowie Kreislauf- und Magen-Darm-Beschwerden auslösen – auch schon in jungen Jahren", sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Die Medizinerin rät deshalb, das Gehör von Kindern und Jugendlichen regelmäßig untersuchen zu lassen. Hör-Checks würden von vielen Hörakustikern kostenlos angeboten. Auch die alltägliche Geräuschkulisse sollte man nicht unterschätzen: Hörminderungen seien in der Regel ein schleichender Prozeß, der erst nach Jahren erkannt werde. „Das kann sich negativ auf Sprachentwicklung, Lernleistungen und soziale Beziehungen auswirken. Denn nur wer gut hört, kann dem Unterricht und auch Gesprächen mit Freunden folgen“, so Marschall.

PM-BGT

 

04.10.2016


03.10.2016: Unterstützung der Ausbildung

Patenschaften für neue Kollegen bei der Thüringer Polizei.

Am 4. Oktober werden in Thüringen 155 neue Kolleginnen und Kollegen in der Thüringer Polizei eingestellt. Vor dem aktiven Dienst steht jedoch eine Ausbildung im Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen.

Egal, ob man einer der 125 Anwärter für den mittleren Polizeivollzugsdienst ist, oder eine Ausbildung zum Kommissarsanwärter im gehobenen Dienst beginnt. In jedem Fall ist die Entscheidung zum Beginn einer Ausbildung ein gravierender Schritt im bisherigen Leben. Das gewohnte Umfeld wird verlassen und Neues und Unbekanntes strömt auf die jungen Kolleginnen und Kollegen ein. Ebenso wird man wieder die Schulbank drücken und sich erst an das Lernen in einem festen Rhythmus gewöhnen müssen.

„Unsere Kollegen können sich alle noch gut an ihre Ausbildung mit den damit verbundenen Höhen und Tiefen erinnern, und so manches Mal hätte man sich einen neutralen Ansprechpartner für ein vertrautes Gespräch gewünscht“, erklärt der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Thüringen e.V. (DPolG), Jürgen Hoffmann. „Deshalb haben wir uns als DPolG entschlossen, unseren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen im Dienst eine Ausbildungspatenschaft anzubieten, in deren Rahmen ein neutraler und erfahrener Ansprechpartner aus den Reihen der Polizei den neuen Kollegen zur Seite gestellt wird“, erklärt Hoffmann weiter.

Ziel der Patenschaft sei es auch, daß die „Neuen“ einen frühzeitigen Einblick in die Praxis ihrer zukünftigen Tätigkeit erhalten und, wenn gewünscht, auch einmal ihren Paten in ihrer Dienststelle besuchen.

„Ebenso wichtig ist es uns, daß alle, die eine Ausbildung begonnen haben, diese auch mit guten Ergebnissen abschließen“, betont Hoffmann. „Dies war in der Vergangenheit leider nicht immer der Fall und so möchten wir unsere Paten auch in schwierigen Situationen motivieren, den begonnenen Weg bis zum Ende zu gehen und nicht vorzeitig abzubrechen“, fügt der Landesvorsitzende hinzu.

Die Ausbildungspatenschaft mit Kollegen der DPolG sei eine freiwillige Entscheidung und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Schließlich solle mit dieser Patenschaft eine Unterstützung der Ausbildung erreicht werden und nicht ein weiterer Druck neben den ohnehin nicht zu unterschätzenden Anforderungen im Ausbildungsbetrieb aufgebaut werden.

Die Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Polizeigewerkschaft Thüringen e.V. würden sich auf die frühzeitigen Kontakte mit ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen im späteren Dienstalltag freuen. Schließlich könnten hier gegenseitiges Vertrauen und ein gutes Miteinander entscheidend für den Erfolg im Dienst sein.

ROLAND SPITZER

 

03.10.2016


02.10.2016: Rückenwind nutzen

Kontakte nach Lateinamerika ausbauen: Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation startet nach Mexiko.

Eine rund 30köpfige Thüringer Unternehmer- und Hochschuldelegation unter Leitung von Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) startet am 2. Oktober nach Mexiko. Auf dem Programm der Reise, die bis zum 8. Oktober dauert, stehen wirtschaftliche und hochschulpolitische Termine, Gespräche mit Regierungsvertretern, Besuche in Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Investorenmeetings und Workshops. Stationen der Delegationsreise sind die Hauptstadt Mexiko-Stadt und die Industrieregionen Monterrey und Querétaro. „Mexiko ist als wettbewerbsfähiger Industriestandort und Sprungbrett in den Nafte-Raum auch für die Thüringer Wirtschaft hoch interessant“, sagte Tiefensee. Thüringen werde deshalb den Rückenwind des Deutschlandjahrs 2016 in Mexiko nutzen, um seine Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen in das lateinamerikanische Land weiter zu vertiefen.

Während der Delegationsreise finden deshalb mehrere Kooperationsbörsen statt, bei denen thüringische und mexikanische Unternehmen erste Kontakte knüpfen und Geschäftsbeziehungen anbahnen können. Mehrere thüringische Hochschulen werden Kooperationsvereinbarungen mit mexikanischen Universitäten unterzeichnen. Geplant sind weiterhin Besuche mexikanischer Unternehmen (Nemak, Airbus Helicopters) und des Innovations- und Forschungsparks Monterrey. Flankierend dazu wird der Wirtschaftsminister auch eine Reihe von politischen Gesprächen führen. Vereinbart sind Treffen mit dem mexikanischen Bundeswirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Villarreal, der Wissenschaftsministerin und dem Wirtschaftsminister des Bundesstaats Mexiko, Ana Lilia Herrera und Adrián Fuentes Villalobos, dem Vizegouverneur und dem Wirtschaftsminister des Bundesstaats Nuevo Léon, Fernando Elizondo und Fernando Turner, dem Wissenschaftsminister von Querétaro, Alfredo Botello Montes.

Am 6. Oktober wird Thüringen in der Deutschen Botschaft Mexiko-Stadt den Empfang und die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ausrichten. Hierzu werden rund 1000 geladene Gäste aus Mexiko und deutschen Unternehmen und Einrichtungen vor Ort erwartet. „Thüringen wird diese Gelegenheit nutzen, um sich als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, aber auch als Reiseland und Kulturregion in der Mitte Deutschlands und Europas zu präsentieren“, sagte Minister Tiefensee.

Mexiko gehört als zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas zu den wichtigsten Handelspartnern Thüringens. Mit einem Ausfuhrvolumen von 215 Millionen Euro liegt das Land in der Thüringer Exportstatistik inzwischen sogar vor Brasilien, der größten Volkswirtschaft der Region. Chancen für die Thüringer Wirtschaft ergeben sich nach Einschätzung Tiefensees in Mexiko vor allem aus der Liberalisierung der Energiemärkte und geplanten hohen Infrastrukturinvestitionen. Die Nachfrage nach Maschinen, elektronischen Geräten und Informationstechnik bleibe kontinuierlich hoch, im Automobilsektor stehe eine Reihe von Werksneubauten und -erweiterungen bevor, die Chancen auch für die Thüringer Zulieferer bieten. Auch die Nahrungsmittelbranche rechne in Mexiko angesichts des Bevölkerungswachstums und steigender Haushaltseinkommen mit einer langfristig positiven Entwicklung.

„Beim Ausbau der Handelsbeziehungen nach Mexiko hat Thüringen das Tempo zuletzt deutlich erhöht“, sagte der Minister. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich das Exportvolumen vervierfacht – Thüringen liegt hier inzwischen gleichauf mit europäischen Staaten wie Dänemark oder Finnland. Thüringen liefert insbesondere Mess- und Regelungstechnik, pharmazeutische Erzeugnisse, Kfz-Teile, Motoren und Werkzeugmaschinen nach Mexiko – umgekehrt bezieht der Freistaat chemische Vorerzeugnisse, Unterhaltungselektronik und Elektrotechnik aus dem mittelamerikanischen Land. Allerdings ist das Importvolumen mit 13,4 Millionen Euro sehr niedrig.

Laut Datenbank der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) haben aktuell 66 Unternehmen aus dem Freistaat Exportbeziehungen nach Mexiko, drei Unternehmen aus Thüringen – Thimm Packaging Systems, Jenoptik, Gramm Technik – sind mit eigenen Niederlassungen in Mexiko aktiv. Umgekehrt gibt es mit der Cemex Kies und Splitt GmbH auch ein Thüringer Unternehmen mit mexikanischer Beteiligung. „Ein Ziel der Delegationsreise wird es deshalb auch sein, für den Investitions- und Wirtschaftsstandort Thüringen zu werben“, sagte Wirtschaftsminister Tiefensee. Dazu finden „Round-Table“-Gespräche in Monterrey und ein Business Dialogue „Mexico – Thuringia: Opportunities for Cooperation“ in Mexiko-Stadt statt.

„Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Mexiko und Thüringen haben enormes Potential“, sagt Andreas Krey, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), die mit ihrer Abteilung „Thüringen International“ die Organisation der Delegationsreise unterstützt.

STEPHAN KRAUSS

 

02.10.2016


01.10.2016: Hochbetagte

Der 1. Oktober ist der „Tag der älteren Menschen“: Zahl der über 85jährigen steigt in Thüringen weiter an.

In Thüringen lebten am 31. Dezember 2015 rund 62.900 Personen, die 85 Jahre oder älter waren. Damit waren 2015 knapp 2,9 Prozent aller Thüringer im Jahr 1930 oder früher zur Welt gekommen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am 30. September mitteilte, nahm die Zahl der sogenannten Hochbetagten im Freistaat im letzten Jahr um etwas mehr als 2000 Personen und damit um 3,4 Prozent zu. 2014 hatte die Zahl der Hochbetagten erstmalig die 60.000-Personen-Marke übersprungen.

Seit Jahren ist im Land ein stetiges Wachstum in der Gruppe der Hochbetagten festzustellen. „Insgesamt ist die Gruppe der Hochbetagten seit jeher weiblich geprägt. Hauptgrund dürften neben der längeren Lebenserwartung von Frauen auch die Spätfolgen des Zweiten Weltkrieges sein. So waren im letzten Jahr nur 28 Prozent der über 85jährigen männlich“, erklärte dazu Günter Krombholz, Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik. Allerdings nehme der prozentuale Anteil der Männer in der Gruppe der Hochbetagten in den letzten Jahren stetig zu.

„Die Anzahl der Menschen, die 85 Jahre und älter sind, stieg im Vergleich zum Jahr 2005 um 24.193 Personen. Das bedeutet einen Anstieg um 62,5 Prozent. Im Vergleich dazu verdoppelte sich die Zahl der hochbetagten Männer und stieg von 8637 im Jahr 2005 auf fast 17.700 Personen im Betrachtungsjahr an. Das ist ein Plus von 104,5 Prozent“, bilanzierte Günter Krombholz.

Thüringenweit lebten am 31. Dezember 2015 die meisten Hochbetagten in der kreisfreien Stadt Erfurt (5260 Personen), der einwohnerstärksten Gemeinde des Freistaates. Allerdings liegt deren Anteil an der Gesamtbevölkerung mit 2,5 Prozent deutlich unter dem des Landesdurchschnittes von 2,9 Prozent. Am höchsten ist der Anteil an Hochbetagten im Altenburger Land sowie in der Stadt Gera. Dort sind jeweils 3,7 Prozent der Bevölkerung 85 Jahre oder älter. Somit ist jeder 27. Einwohner in Thüringens östlichstem Landkreis und in der Otto-Dix-Stadt ein Hochbetagter. Am geringsten ist der Hochbetagten-Anteil im Landkreis Weimarer Land sowie in der Universitätsstadt Jena mit lediglich 2,4 Prozent. Dafür weist die Zeiss-Stadt mit 31 Prozent aber den höchsten Anteil an Männern unter den Hochbetagten aus.

PM-TLS

 

01.10.2016


Thüringen aktuell

Wohin in Thüringen?

Meine NTI Online
Aktueller Titel

Benutzeranmeldung
In der nächsten NTI

Sonneberger Potentiale

Die Ausgabe 4/2017 berichtet über das geplante bayerisch-thüringische Oberzentrum.

Werbung