Nachrichten aus dem Freistaat März 2016

März 2016

31.03.2016: Lebensräume entwickeln

Thüringen trägt besondere Verantwortung für Deutschlands Artenreichtum: Erste Natura 2000-Stationen starten im April 2016.

Thüringen errichtet ab April 2016 die ersten Natura 2000-Stationen. Darüber informierte das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz am 31. März. Die Stationen sollen die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen sichern und entwickeln. Bis zum Jahr 2017 werden laut einer Medieninformation des Ministeriums insgesamt elf Natura 2000-Stationen die Arbeit aufnehmen. Weiterhin wird mit Unterstützung des Thüringer Umweltministeriums und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein gemeinsames Kompetenzzentrum von BUND Thüringen, Nabu Thüringen und dem DVL eingerichtet. Das Kompetenzzentrum koordiniert die fachliche Zusammenarbeit der Natura 2000-Stationen und unterstützt diese durch Qualifizierungsangebote und bei der Erarbeitung von Förderanträgen.

„Thüringen trägt als eines der artenreichsten Bundesländer besondere Verantwortung für den Naturreichtum in Deutschland“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne) am 31. März in Erfurt. „Wir brauchen mehr Engagement im Naturschutz. Deshalb bauen wir Natura 2000-Stationen auf.“

Um die Lebensräume für Pflanzen- und Tiere in den europäischen Schutzgebieten zu erhalten und den Zustand der Lebensräume und Arten zu verbessern, würden Managementpläne erstellt und daraus abgeleitet entsprechende Naturschutzmaßnahmen und -projekte geplant. „Die Natura 2000-Stationen entwickeln diese Projekte und werden zu Verknüpfungspunkten zwischen Behörden, Naturschutzverbänden, und Landnutzern. Die konkreten Naturschutzmaßnahmen reichen beispielsweise von Entbuschungen über das Anlegen von Tümpeln, die fledermausgerechte Sanierung von Gebäuden bis zur Beweidung mit Schafen und zur Festlegung bestimmter Mahdzeitpunkte“, teilte das Ministerium mit.

Die ersten sechs Natura-2000-Stationen werden im Altenburger Land, in Kaltensundheim in der Rhön, im Mittelthüringischen Vippachedelhausen, bei der Wildtierland gGmbH in Hörselberg/Hainich, in Nordhausen sowie in Grabfeld bei Römhild aufgebaut. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) fördert die personelle Ausstattung der Stationen mit zirka einer Million Euro pro Jahr.

Die DBU fördert gemeinsam mit dem Ministerium den Aufbau eines Kompetenzzentrums für die Natura 2000-Stationen.

Die Trägerschaft haben die Verbände BUND Thüringen e.V., Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V. und Nabu Thüringen e.V. gemeinschaftlich übernommen. Die Finanzierung dieser Einrichtung ist für vier Jahre gesichert und wird zu gleichen Teilen von der DBU und dem Thüringer Umweltministerium mit insgesamt rund 740.000 Euro getragen. Schwerpunktmäßige Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die fachliche Zusammenarbeit der Natura 2000-Stationen untereinander zu organisieren und zu koordinieren. Ebenso soll das Zentrum Qualifizierungsangebote für die Natura-2000-Mitarbeiter entwickeln und die Stationen bei der Drittmittelakquise unterstützen.

DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann betonte, mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums werde eine „deutschlandweit beispielhafte Infrastruktur des Naturschutzes“ geschaffen. Die hier entwickelten Instrumente könnten auch auf andere Bundesländer übertragen werden. Die DBU setze sich verstärkt auch für die Bewahrung der biologischen Vielfalt in Nutzlandschaften ein und wolle konkrete Lösungsansätze gegen den weiteren Verlust der biologischen Vielfalt zu identifizieren helfen. Dieser Ansatz stütze auch das grundsätzliche Naturschutzengagement der DBU, das sich in der Bewahrung des Nationalen Naturerbes widerspiegele. Auf 47 Naturschutzflächen in Deutschland – darunter sechs in Thüringen - und insgesamt 60.000 Hektar bewahrt die DBU offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege, entwickelt naturnahe Wälder ohne menschlichen Eingriff zu neuer Wildnis, überführt artenarme Forste in naturnahe Wälder und wertet Feuchtbiotope ökologisch auf.

„Unser Ziel ist es, in dieser Legislaturperiode den Erhaltungszustand der Natura 2000-Schutzgebiete und ihrer schützenswerten Arten und Lebensräume zu verbessern“, sagte Ministerin Siegesmund.

Thüringen verfügt über 212 Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und 35 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 Prozent der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor. Die konkreten Naturschutzmaßnahmen sind breit gefächert.

Neben der Einrichtung von Natura 2000-Stationen treibt das Thüringer Ministerium die Entwicklung der Managementplanungen voran: Zur Zeit steht das Vergabeverfahren für Managementplanungen für über 160 FFH-Gebiete kurz vor dem Abschluß. Hinzu kommt die Mittelaufstockung im Förderprogramm Entwicklung von Landschaft und Naturschutz (ENL), das für die Umsetzung der Naturschutzprojekte zur Verfügung steht.

MI- TMUEN

 

31.03.2016


30.03.2016: „Wieder Fahrt aufgenommen“

Konjunkturwartungen übertroffen: Thüringer Wirtschaftswachstum hat sich 2015 wieder beschleunigt.

Der Wachstumskurs der Thüringer Wirtschaft hat sich im Jahr 2015 fortgesetzt und zuletzt sogar wieder beschleunigt. „Nach einem eher durchwachsenen ersten Halbjahr hat die Wirtschaft wieder Fahrt aufgenommen“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mit Blick auf aktuelle Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt, die das Landesamt für Statistik am 30. März vorgelegt hat.

Demnach ist die Wirtschaftskraft im Freistaat im Gesamtjahr 2015 um 1,1 Prozent gewachsen – hat also nach 0,4 Prozent im ersten Halbjahr noch einmal deutlich zugelegt. Tiefensee: „Das Ergebnis hat die Konjunkturerwartungen übertroffen. Die erfreuliche Nachricht lautet: Die wirtschaftliche Leistungsbilanz Thüringens ist unter dem Strich deutlich positiv.“ Es gebe auch in Thüringen einen stabilen Wachstumstrend bei weiter sinkender Arbeitslosigkeit und steigender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Im Vergleich der Bundesländer gab es große Unterschiede bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Das Spektrum reicht von Baden-Württemberg mit 3,1 Prozent Wachstum bis zu Nordrhein-Westfalen, wo die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte. Thüringen konnte sich hier zumindest im Mittelfeld behaupten.

Mit diesem Ergebnis sieht der Minister auch alle jene Kritiker widerlegt, die das schwache wirtschaftliche Abschneiden im ersten Halbjahr 2015 auf bestimmte politische Entscheidungen der rot-rot-grünen Landesregierung zurückführen wollten. „Da sich die Konjunktur wieder beschleunigt hat, können wir ja nicht so viel falsch gemacht haben“, sagte Tiefensee. Er bleibe allerdings dabei: „Das weltweite wirtschaftliche Umfeld und die Wachstumsperspektiven sind unsicher. Weitere Belastungen für die Thüringer Wirtschaft darf und wird es deshalb mit uns nicht geben.“

Wirklich zufriedenstellend sei die Wirtschaftsentwicklung in Thüringen noch nicht, betonte der Minister. Auffällig sei insbesondere die anhaltende Wachstumsschwäche im Baubereich, die durch die wenig dynamische Industrieentwicklung nicht kompensiert werden konnte. Hier gebe die sehr gute Auftragsentwicklung am Jahresanfang allerdings Anlaß zu der Hoffnung, daß dem schlechten Jahr 2015 ein besseres 2016 folgen werde.

Stabilisierend habe die Bruttowertschöpfung im Diensleistungssektor gewirkt, die um immerhin 1,7 Prozent zugelegt hat. Auch die Binnenkonjunktur habe sich angesichts der positiven Beschäftigungsentwicklung und der vergleichsweise hohen Einkommenszuwächse als Konjunkturstütze erwiesen, sagte Tiefensee. Andererseits wirkten die rückläufige Bevölkerungsentwicklung und der zunehmende Fachkräftemangel tendenziell als Wachstumsbremse.

Aufgabe des Landes sei es deshalb, gute Rahmenbedingungen für Investitionen, Wachstum und neue Arbeitsplätze zu schaffen, betonte der Minister. „Als Wirtschaftsministerium unterstützen wir die unternehmerischen Aktivitäten – trotz rückläufiger EU-Mittel und Einschränkungen durch das Beihilferecht – auch in den kommenden Jahren durch eine gezielte Technologie- und Investitionsförderung.“ Allein für die Wirtschaftsförderung stellt das Land rund 150 Millionen Euro pro Jahr aus EU-, Bundes- und Landesgeldern zur Verfügung.

Große Wachstumschancen für die Industrie sieht der Wirtschaftsminister darüber hinaus auch in einer stärkeren Außenorientierung – die Exportquote der Thüringer Industrie lag 2015 mit 33 Prozent nicht nur deutlich hinter dem deutschen (49,4 Prozent), sondern auch um 4,6 Prozentpunkte unter dem ostdeutschen Durchschnitt (37,6 Prozent) – sowie in der Digitalisierung. Die Landesregierung gehe diese Themen mit dem gerade vorgestellten „Aktionsprogramm für die Wirtschaft 4.0 in Thüringen“ und der im Herbst letzten Jahres runderneuerten Außenwirtschaftsstrategie offensiv an und biete der Wirtschaft zahlreiche Unterstützungsangebote.

STEPHAN KRAUSS

 

30.03.2016


30.03.2016: Erweiterung der Kapazitäten

Internet-Service-Provider Isppro Internet KG baut Rechenzentrum in Jena aus.

Die in Hermsdorf/Thüringen ansässige Isppro Internet KG startet den Ausbau ihres Rechenzentrums in Jena. Das im Jahr 2005 eröffnete Rechenzentrum des Internet-Service-Providers beherbergt zur Zeit etwa 2000 Servereinheiten im Dauerbetrieb. Mit der Erweiterung der Kapazitäten wird Platz für weitere 4000 Servereinheiten geschaffen.

Mit dem Ausbau neuer Technikflächen am Standort Jena, die an den derzeitigen Serverbereich angrenzen, will das Unternehmen seine Marktposition nun weiter stärken und die dort vorhandenen Rechenzentrumskapazitäten erweitern. „Mit den Investitionen in den Rechenzentrumsausbau schaffen wir die Voraussetzung, um unseren Kunden auch in Zukunft bedarfsgerechte und zuverlässige Dienste zügig und effizient unter Einhaltung von Service-Level-Agreements bereitzustellen und unser Geschäft weiter zu diversifizieren“, begrüßt Isppro Geschäftsführer Dirk Seidel die anstehenden Erweiterungsmaßnahmen.

Die Energieversorgung des Rechenzentrums in Jena wurde bereits auf 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft umgestellt. Für einen unterbrechungsfreien Betrieb werden zwei neue USV-Anlagen nebst neuem Notstrom-Dieselaggregat sorgen. Die physikalische Sicherheit wird durch VDS3-zertifizierte Sicherheitstechnik, 24x7- Kameraüberwachung und Sicherheitsdienst gewährleistet.

„Mit dem Ausbau unseres Standortes in Jena bekennen wir uns ganz klar zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Thüringen. Durch stetige Investitionen in die Erweiterung unserer Rechenzentrums- und Netzwerkkapazitäten sowie dem kontinuierlichen Aufbau eines hochmotivierten Teams aus regional verwurzelten Mitarbeitern können wir uns dem rasant wachsenden Markt schnell anpassen. Weiterhin ist damit eine hohe Fertigungstiefe unserer Dienste möglich, welche den stetig wachsenden Anforderungen der IT-Branche - auch fernab der ITK-Hochburgen wie beispielsweise Frankfurt/Main – durchaus gerecht werden kann.“ erklärt Geschäftsführer Dirk Seidel vor Ort im Rechenzentrum Jena.

Zum Unternehmen gehören weiterhin Verwaltung, Kundendienst und eine kleine Forschungsabteilung in Hermsdorf/Thüringen. Dort wird derzeit für das Rechenzentrum in Jena eine neue Blade-Technologie entwickelt, welche die Server kleiner macht und damit eine höhere Packungsdichte in den Serverracks ermöglicht. „Bei den Blades handelt es sich um eine eigene in Thüringen entwickelte Einschubtechnologie für Server, die auf herkömmliche Gehäuse verzichtet und uns die Möglichkeit gibt, kostengünstigere Server abgestimmt auf unser Rechenzentrum anzubieten.", erklärt Seidel.

Im Zuge des Ausbaus wurden zudem zwei neue Stellen für Auszubildende im Ausbildungsbereich „Fachinformatiker" geschaffen. „Wir bilden den Bedarf an Nachwuchskräften in jedem Fall selbst aus. Die Anforderungen an die Auszubildenden sind bei uns sehr hoch. Kenntnisse in Linux werden bereits vorausgesetzt. Wir garantieren im Gegenzug allerdings auch bei entsprechend gutem Abschluß eine Übernahme in der Region.", so Seidel weiter.

Gegründet im Januar 2003, greift die in Hermsdorf/Thür. ansässige Isppro Internet KG mit ihren Vertriebsmarken auf langjährige Erfahrung als Internet-Service-Provider zurück. Als einer der wenigen konzernunabhängigen und inhabergeführten deutschen Hostinganbieter mit eigener Infrastruktur betreibt der Dienstleister neben einem eigenen europäischen Zehn-Gbit- Weitverkehrs-Netzwerk zwei eigene Rechenzentren im Großraum Jena/Thüringen, welche die Grundlage leistungsstarker Angebote aus einer Hand unter komplett eigenständiger Kontrolle bilden. Als vertrauensvoller Partner bietet das mittelständige Unternehmen seinen über 65.000 Privat- und Geschäftskunden ein leistungsstarkes Dienste- und Serviceportfolio von Domainregistrierung über Mailpostfächer, Webspeicherplatz, Server und Virtualisierung bis hin zu Cloud-Computing und Datenbackupdiensten.

SUSANNE FRANK

 

30.03.2016


30.03.2016: Kompetenz

Expertise aus Erfurt: „Rapid.Area“ macht 2016/2017 auf vier internationalen Fachmessen Station.

Konzept mit Ausstrahlung: Die Roadshow der Messe Erfurt zum Thema generative Fertigung und 3D-Druck „Rapid.Area“ stößt in Deutschland und im Ausland weiter auf großes Interesse. Mit dieser mobilen Messeplattform bringt die Messe Erfurt interessierte Unternehmen exklusiv auf wichtige Branchenmessen im In- und Ausland. Die Messe Erfurt übernimmt dabei die komplette Organisation und Vermarktung des Gemeinschaftsstands. Erfolgreiche Stationen waren bisher die „Metav 2014“ in Düsseldorf, die „MouldingExpo 2015“ in Stuttgart sowie die „Swiss Medtech Expo 2015“ in Luzern. „Heimathafen“ ist die Kongreßmesse „Rapid.Tech“ in Erfurt, die seit zwölf Jahren Spitzenvertreter der generativen Fertigung aus Forschung und Industrie zusammenbringt.

„Das Thema generative Fertigung wird in der gesamten Industrielandschaft immer relevanter“, sagt Erfurts Messechef Wieland Kniffka. „Wir haben seit über zwölf Jahren Kompetenz auf diesem Gebiet aufgebaut, die wir außerhalb von Erfurt anbieten können. Das hat sich auch positiv auf den heimischen Standort ausgewirkt, unsere ,Rapid.Tech‘ verzeichnet steigenden Zuspruch seitens Ausstellern und Kongreßteilnehmern.“ Vom 14. bis 16. Juni 2016 werden in Erfurt 160 Aussteller, über 4000 Fachbesucher und mehr als 700 Kongreßteilnehmer aus Europa und Übersee erwartet.

Die aktuelle „Tournee“ der Roadshow startet im Mai 2016 auf der internationalen Fachmesse für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung Lasys in Stuttgart (31. Mai bis 2. Juni 2016). Am 20. und 21. September 2016 macht die „Rapid.Area“ Station auf der AM Expo in Luzern, der ersten Schweizer Fachmesse, die sich komplett mit additiver Fertigung in der Serienproduktion beschäftigt. Die dortige Messeleitung hat sich die Kompetenz der Messe Erfurt für das Thema Generative Technologien gesichert.

2017 lädt die „Rapid.Area“ wieder exklusiv zur Moulding Expo – internationale Fachmesse für Werkzeug-, Modell- und Formenbau (30. Mai bis 2. Juni 2017) in Stuttgart sowie auf die Schweizer Medizintechnik-Messe Swiss Medtech Expo (19.bis 20. September 2017) nach Luzern ein.

THOMAS TENZLER

 

30.03.2016


29.03.2016: Prädikat

Gehlberg wieder „Staatlich anerkannter Erholungsort“: Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier (SPD) übergab Anerkennungsurkunde.

Die Gemeinde Gehlberg im Ilmkreis hat erneut das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ erhalten. „Gehlberg ist einer der bekanntesten Rennsteigorte, der im Sommer wie im Winter viel Natur und Aktiverholung zu bieten hat“, sagte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier (SPD), der die Anerkennungsurkunde und den Bescheid am 29. März überbrachte. „Mit seiner hervorragenden touristischen Infrastruktur ist die 540-Einwohner-Gemeinde ein wichtiger Anziehungspunkt im Thüringer Wald.“

Gehlberg war bereits im Jahr 1999 erstmals als Erholungsort anerkannt worden. Das Prädikat war regulär bis 2014 befristet und wurde nun nach Abschluß eines umfangreichen Prüfungsverfahrens erneut vergeben. Insgesamt erhielt Gehlberg seit 1990 rund 3,4 Millionen Euro Förderung durch das Thüringer Wirtschaftsministerium für touristische Projekte – davon rund 750.000 Euro im Rahmen des „Ganzjahreskonzepts Rennsteig“. Insgesamt wurden rund zehn Millionen Euro in die touristische Entwicklung des Orts investiert.

Die Gemeinde – einer der schneesichersten Orte am Rennsteig – verfügt heute im Zusammenhang mit der Anerkennung als Erholungsort über eine vielfältige und solide touristische Infrastruktur: unter anderem das Besucherzentrum am Schneekopf, den Skilift, ein ausgebautes Wander- und Loipennetz, verschiedene Museen, das DSV-Nordic-aktiv-Zentrum, den Zugang zur Lützschetalsperre sowie weitere touristisch nutzbare Einrichtungen. Gehlberg liegt direkt am Rennsteig im Kernbereich des Biosphärenreservats Vessertal und hat sich zu einem festen Bestandteil der Ferienregion Oberhof entwickelt.

Die Besucher- und Übernachtungszahlen konnten in den letzten Jahren weiter gesteigert werden. So stieg die Zahl der Gästeankünfte von 4400 im Jahr 2011 auf 4800 im Jahr 2015, bei den Übernachtungen gab es im selben Zeitraum einen Zuwachs von 10.200 auf 11.800. Gehlberg ist Mitglied des Regionalverbundes Thüringer Wald e. V. sowie Gründungsmitglied der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Ferienregion Oberhof.

STEPHAN KRAUSS

 

29.03.2016


28.03.2016: Nische

Eine halbe Million Übernachtungen wurden im vorigen Jahr auf Thüringer Campingplätzen registriert.

Auf Campingplätzen in Thüringen reisten im Jahr 2015 rund 167.000 Gäste an und übernachteten in Wohnwagen, Wohnmobilen oder ganz klassisch in Zelten. Das ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik. Nicht eingeschlossen seien dabei die Dauercamper und Standorte mit weniger als zehn Stellplätzen.

Die Touristen blieben im Durchschnitt drei Tage, verbrachten somit rund 500.000 Nächte im Grünen, so das Thüringer Landesamt für Statistik. Das waren rund 125.000 Übernachtungen weniger als im Jahr 2014, in dem es mehr als 620.000 Übernachtungen gab. Jedoch entspricht dies etwa dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2013.

Obwohl sich Camping seit Jahren uneingeschränkter Beliebtheit erfreut, handelt es sich bezogen auf den gesamten Tourismus nur um eine Nische. Der Anteil der Übernachtungen auf Campingplätzen beträgt nämlich nur fünf Prozent der fast 9,8 Millionen Übernachtungen in den Thüringer Beherbergungsbetrieben.

Im Jahr 2015 kamen im Jahresdurchschnitt rund 460 Gäste pro Tag auf Thüringer Campingplätzen an. Darunter rund 35 aus dem Ausland. Die Auslastung ist übers Jahr entsprechend der Jahreszeit, der Witterung und der Schulferien sehr ungleichmäßig verteilt. Spitzenmonat ist traditionell der August, in dem im Jahr 2015 mehr als 2200 Gäste pro Tag auf Thüringer Campingplätzen anreisten. Im Februar letzten Jahres wagten es dagegen nur neun Touristen pro Tag, einen Campingplatz anzusteuern, um im Winter naturnah zu übernachten.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist im Februar mit 3,8 Tagen jedoch länger als die im August mit 3,2 Tagen. Dies sei laut Angaben der Statistiker vor allem bedingt durch zu diesem Zeitpunkt stattfindende Großveranstaltungen, Festivals und Konzerte mit Kurzaufenthalten der Besucher. Am längsten verweilten die Camper im Januar mit 4,3 Tagen auf Campingplätzen und am kürzesten im September mit nur 2,6 Tagen.

PI-TLS

 

28.03.2016


27.03.2016: Dauerhafte Perspektive

Thüringer Kulturminister Prof. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke) begrüßt Perspektive für das Museum Reichenfels in Hohenleuben.

„Die Thüringer Museumslandschaft ist geprägt durch mehr als 200 Museen, die zu einem großen Teil durch Kommunen und Vereine getragen werden. Diese reichhaltige Museumslandschaft stabil zu halten, ist eine wichtige Aufgabe der Thüringer Kulturpolitik.“ Das erklärte der Thüringer Kulturminister Prof. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke) anläßlich des Übergangs der Trägerschaft des Museums von der Stadt an den Vogtländischen Altertumsforschenden Verein zu Hohenleuben.

Wie die Thüringer Staatskanzlei am 24. März in einer Medieninformation mitteilte, hätten seit längerer Zeit die Stadt Hohenleuben, der Vogtländische Altertumsforschende Verein und das Land um eine Perspektive für das Museum gerungen, das zeitweise auf der Roten Liste gefährdeter Kultureinrichtungen des Deutschen Kulturrates geführt wurde. Thüringen habe sich an der Finanzierung des Museums in den vergangenen zehn Jahren mit einer Projektförderung in Höhe von insgesamt rund 50.000 Euro beteiligt

Mit dem Übergang des Museums Reichenfels von der Stadt Hohenleuben an den Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben sei nunmehr der Weg für eine dauerhafte Perspektive des Museums geebnet. Das Museum sei ab sofort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. „Dieses Beispiel Ostthüringer Museumstradition zeigt, daß hartnäckiges Bemühen um den Erhalt kultureller Strukturen sich langfristig auszahlt“, resümierte der Kulturminister.

TSK-MI

 

27.03.2016


26.03.2016: Grenz-Touren

ADAC-Fahrrad-Touren-Navigator: Die schönsten Fahrradtouren durch Hessen und Thüringen sind ab jetzt auch in einer interaktiven App verfügbar.

Mit dem Fahrrad oder Pedelec den Spuren der deutsch-deutschen Geschichte folgen und die Seele baumeln lassen ‑ dieses verlockende Freizeitangebot bieten der ADAC, die Hessen-Agentur und die Thüringen Tourismus GmbH interessierten Radfahrern in Hessen und Thüringen seit Frühjahr 2015. Ab sofort sind die Inhalte der beliebten Broschüre nun auch in der ADAC-Fahrrad-Touren-Navigator-App verfügbar.

Die bewährte Grundidee der Grenz-Touren bleibt: Die ausgesuchten Fahrradtouren folgen größtenteils den gut beschilderten hessischen und thüringischen Radfernwegen. Auf den Etappen liegen deutsch-deutsche Sehenswürdigkeiten wie Point Alpha oder andere ehemalige Grenzeinrichtungen.

Mit der App für Android-Handys und iPhones lassen sich die Touren nicht nur digital anzeigen und planen, der Fahrer kann auch seine eigenen Fahrten aufzeichnen, um sie später mit anderen zu teilen. Jede Route kann zudem lokal auf dem Gerät gespeichert werden, was die mobile Datenverbindung und damit den Geldbeutel schont. Ausführliches Kartenmaterial und eine Schritt-für-Schritt-Navigation machen die App endgültig zum unverzichtbaren Tourenbegleiter.

TANJA AHRENS

 

26.03.2016


25.03.2016: Spende

Erlöse aus Tombola: Jubiläumsgeld aus Bad Langensalza kommt Hospiz in Tambach-Dietharz zugute.

5000 Euro spendete die TMP Fenster + Türen GmbH am 23. März 2016 an den Trägerverein des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. „Wir haben uns diesen Termin vor Ostern bewußt ausgesucht, da dieses Fest mit dem Gedanken der Hoffnung sehr eng verbunden ist.“ Und viel Hoffnung sei auch bei der Arbeit des Kinderhospizes notwendig, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Bernhard Helbing. Das Geld stamme aus den Erlösen einer Tombola, welche anläßlich des 25jährigen Bestehens vom TMP im Mai 2015 mit 2000 Gästen stattfand (nti-online.net berichtete am 25.05.2015 in der Nachrichtenspalte "Thüringen aktuell - News"). Als Preise gab es hier die mitgebrachten Jubiläumsgeschenke von Lieferanten und Partnern. Da man alle Teilnehmer bereits im Vorfeld über diesen Plan informiert hatte, seien auch einige Geldspenden eingegangen.

Aber auch eigene Mitarbeiter hätten sich beteiligt. So brachte der Bereich „Versand“ weitere 400 Euro in den Spendentopf ein. Diese stammen von der Jahresabschlußfeier im Januar 2015. Dort gab es wieder eine „TMP-Olympiade“ mit einigen Spielen, wo Teams aus verschiedenen Bereichen gegeneinander antreten und Preisgelder gewinnen konnten. Der Rest wurde von TMP auf die Gesamtsumme aufgestockt. „Wir müssen uns auch bei allen anderen Mitarbeitern bedanken, die mit ihrer täglichen Arbeit das Geld erwirtschaften, welches wir hier einem guten Zweck zukommen lassen“, verdeutlichte Bernhard Helbing.

„Was TMP hier getan hat, ist nicht selbstverständlich“, freute sich Emanuel Cron, Mitarbeiter im Bereich Kommunikation beim Kinderhospiz. Das Geld komme dem stationären Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz zugute und werde dort dringend gebraucht. Denn neben der Finanzierung durch die Krankenkassen sei ein Spendenvolumen von über 850.000 Euro pro Jahr notwendig, um hier die Arbeit abzusichern.

Bis zu acht Familien können gleichzeitig untergebracht werden. „Liegt für das schwer kranke Kind eine entsprechende Diagnose vom Arzt vor, können die Eltern uns anrufen und wir kümmern uns um alles“, erklärt Cron. Der Aufenthalt für die gesamte Familie sei dann für maximal 28 Tage im Jahr möglich. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept biete dabei nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das betroffene Kind, sondern eine umfassende Familienhilfe. „Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder.“ Dafür arbeiten derzeit 30 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer in Tambach-Dietharz, so Cron.

Im Jahr 2016 plane der Trägerverein einen dringend erforderlichen Ausbau, da die Nachfrage steige. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen.

„Unsere Spende soll auch als Ansporn für andere dienen, sich hier zu engagieren“, fordert Bernhard Helbing. Und schließt gleichzeitig nicht aus, daß auch sein Bad Langensalzaer Ungternehmen weiter mit dabei ist.

MICHAEL SCHLUTTER

 

25.03.2016


24.03.2016: Fastenzeit geht zu Ende

Ostern ist zumindest kulinarisch gesichert.

Zumindest kulinarisch sollte Ostern auch 2016 gesichert sein. Die Thüringer Hennen legten 2015 im Monat vor Ostern, rund 42 Millionen Eier, so das Thüringer Landesamt für Statistik. Für dieses Jahr wird eine ähnlich hohe Zahl vermutet. Dies entspräche knapp 1,4 Millionen Eiern pro Tag oder knapp 9,5 Millionen pro Woche. Würden alle Eier im Freistaat verbleiben und keine „importiert“, könnte jeder Thüringer etwa viereinhalb Eier pro Woche verspeisen – ganz gleich ob gekocht, gebraten, gebacken oder als Likör.

Übrigens wurden im März 2015 rund 74 Prozent der Eier in der Haltungsform Bodenhaltung und knapp sechs Prozent ökologisch erzeugt.

Von den gerade zu Ostern beliebten Lämmern wurden im März 2015 in ganz Thüringen gerade einmal 42 Tiere pro Tag geschlachtet. Aufgrund des geringen Schlachtgewichtes von durchschnittlich 18 Kilogramm sind dies nur etwa 750 Kilogramm Lammfleisch am Tag.

Wer kein Lamm mag oder kein Fleisch aus heimischer Schafhaltung kaufen kann und fremdes nicht möchte, weicht vielleicht auf Rind oder Schwein als Osterbraten aus. Pro Tag wurden im März 2015 in Thüringen rund 3000 Schweine geschlachtet, darunter fast 99 Prozent in gewerblicher Schlachtung. Bei einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 95 Kilogramm sind dies Tag für Tag 290.000 Kilogramm Schweinefleisch, wenn auch mit Haut und Knochen. Im gleichen Zeitraum wurden in Thüringen rund 250 Rinder, darunter nur fünf Kälber pro Tag geschlachtet. Dies entspricht einem täglichen Aufkommen von rund 75.000 Kilogramm Rind- und Kalbfleisch.

Da die Fastenzeit bis Karsamstag geht, ist sicher auch Fisch für den Ostereinkauf von Interesse. In Aquakultur wurden im gesamten Jahr 2014 in Thüringen rund 840.000 Kilogramm Fisch erzeugt. Dies entspricht einer durchschnittlichen Tageserzeugung von 2,3 Tausend Kilogramm. Dabei handelt es sich zu 60 Prozent um Forellen und Saiblinge und zu 25 Prozent um Karpfen.

Und wen das alles nicht interessiert, weil er vielleicht lieber auf Fleisch und Fisch und sogar Eier verzichtet, den tröstet vielleicht, daß laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie im Jahr 2015 insgesamt rund 213 Millionen Schokoladen-Hasen produziert wurden, von denen 60 Prozent im Inland verblieben. Auf jeden Einwohner in Deutschland und damit auch in Thüringen entfielen somit von den 127 Millionen Hasen etwa ein ganzer und ein halber.

Und sicher gibt es davon auch Ostern 2016 mehr als genug.

DR. MATTHIAS DAUBE

 

24.03.2016


23.03.2016: Bewährter Mix

7. Eisenacher Logistikforum: Trends und Strategien in der Intralogistik praxisnah aufbereitet.

Das Eisenacher Logistikforum bringt am 6. April die Vordenker der Branche zusammen. In drei parallelen Vortragsreihen erhalten Teilnehmer einen Überblick zu aktuellen Trends, Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten. Zudem werden im Außenbereich unterschiedliche Stapler vorgeführt, darunter auch die Marktneuheit Maxtruck 2T. Die Ganztagsveranstaltung wird von der Lindig Fördertechnik GmbH in Zusammenarbeit mit dem Logistik Netzwerk Thüringen ausgerichtet. Darüber informierte das Unternehmen am 23. März in einer Pressemitteilung.

Als Schirmherr wird Christian Carius (CDU), Präsident des Thüringer Landtags, das 7. Eisenacher Logistikforum eröffnen. Über Trends und Strategien in der Logistik im Hinblick auf die Herausforderungen durch digitale Transformation referiert im Anschluß Prof. Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Insgesamt werden 15 Vorträge gehalten, die neben aktuellen Themen im Bereich der Intralogistik auch Einblicke in die Entwicklung der Logistik in Ostdeutschland und insbesondere in Thüringen geben. Hierbei erhalten Unternehmer durch das Logistik Netzwerk Thüringen auch Informationen zu unterschiedlichen Förderungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, die eine langfristige Stärkung der Logistikbranche im Freistaat zum Ziel haben.

Sven Lindig, Geschäftsführer der Lindig Fördertechnik GmbH, Initiator des Eisenacher Logistikforums und Vorstandsmitglied im Logistik Netzwerk Thüringen in Personalunion, betont: „Wir haben für das Eisenacher Logistikforum ein Programm zusammengestellt, das die Themen aufgreift, die die Branche aktuell bewegen. Unser Ziel ist es, die Teilnehmer praxisnah über neue Entwicklungen zu informieren und ihnen schon heute einen Blick in die Logistikwelt von morgen zu geben. Zusätzlich bietet die Veranstaltung genügend Raum zum Networking. Dieser Mix hat sich bewährt.“

Ein Highlight des diesjährigen Forums ist die Praxisvorführung des brandneuen Maxtruck 2T aus Schweden. Das Gerät kombiniert die Fähigkeiten eines Vertikal-, Seiten- und Teleskopmaststaplers und ist exklusiv über die Lindig Fördertechnik GmbH zu beziehen. Neben dem Vortrags- und Vorführungsprogramm laden ein Ausstellerbereich mit 21 Ständen zu Gesprächen und fachlichem Austausch ein. Den Abend beschließt eine Vorführung des Films AugenhöheWege, der anhand von sechs Beispielen zeigt, wie in Unternehmen eine Zukunft der Arbeitswelt „auf Augenhöhe“ aussehen könnte. Veranstaltungsort des seit 2006 zweijährig stattfindenden Logistikforums ist das Feng Shui-Tagungszentrum in Eisenach-Stedtfeld.

Das Eisenacher Logistikforum wurde 2006 von der Lindig Fördertechnik GmbH ins Leben gerufen. Durch hochkarätige Referenten wird aktuelles Wissen aus dem Bereich der Intralogistik vermittelt. Zahlreiche Aussteller aus dem Bereich des innerbetrieblichen Materialflusses stellen ihre Produkte und Leistungen vor. Weiterhin fördert das Logistikforum nutzbringende Kontakte zwischen Industrie, Handel, Logistikdienstleistern, Beratern und Hochschulen. Die letzten Male zog es weit über 100 Teilnehmer an. Das Eisenacher Logistikforum ist vor allem eine Plattform für Geschäftsführer, Logistikverantwortliche und Fuhrparkleiter aus verschiedensten Branchen wie Speditionen, Beratungsfirmen, Softwarehäusern und Industrieunternehmen der Region.

Lindig ist ein 1899 gegründetes Familienunternehmen in vierter Generation. Seit mehr als 20 Jahren besteht die Vertragshändlerschaft für Gabelstapler und Lagertechnik mit dem europäischen Marktführer Linde Material Handling. Außerdem ist das Unternehmen starker Partner in der deutschlandweiten Arbeitsbühnenvermietung im SystemLift-Verbund. An seinen sechs Standorten in Eisenach, Erfurt, Göttingen, Kassel, Suhl und Wernigerode beschäftigt Lindig fast 300 Mitarbeiter.

Das Logistik Netzwerk Thüringen e.V. ist eine im Jahr 2008 gegründete Kooperationsgemeinschaft von Spezialisten aus allen Zweigen der Branche. Neben Speditionen, Verladern und Kontraktlogistikern vereint das Netzwerk Unternehmen aus den Bereichen Kombinierter Ladungsverkehr, IT und E-Commerce, Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie logistiknaher Dienstleistungen, Verbände und öffentlicher Verwaltung. Ziel des Vereins ist die Stärkung des Standorts Thüringen als europäische Distributionsdrehscheibe sowie die Etablierung zum zentralen Logistik-Standort für E-Commerce in Deutschland. Um dieses zu erreichen, entwickelt das Netzwerk mit und für die Mitglieder zukunftsfähige, nachhaltige und bedarfsorientierte Lösungen für die Logistikbranche.

VERONIKA KÖLLNER

 

23.03.2016


22.03.2016: Gemeinschaft

Die 6. Pilgerreise der CDU Thüringen führte vom 18. bis 20. März nach Wien.

„Das soll uns mal einer nachmachen!“ Mit diesen Worten zog der Landesvorsitzende der CDU Thüringen, Mike Mohring, ein Resümee zu der am Palmsonntagswochenende stattgefundenen Pilgerreise der Thüringer Christdemokraten.

450 Gäste nutzten das Angebot des CDU-Landesverbandes und pilgerten mit neun Reisebussen nach Wien. Ein Höhepunkt der Reise war ein Gottesdienst im Wiener Stephansdom. Es war eine besondere Messe, da sie aktiv von den Pilgerreisenden mitgestaltet wurde.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Gesprächsforum mit dem Bundeskanzler a. D. von Österreich, Dr. Wolfgang Schüssel. „Tugenden, wie Standhaftigkeit, Geduld, Mut zu Überzeugungen zu stehen, Wahrhaftigkeit im Handeln und auch Tapferkeit gehören dazu, wenn man sich Populisten mit Argumenten entgegenstellt“, so umriß Dr. Schüssel das politische Handeln im Lichte christlicher Werte. Die Reisenden nutzten die Gesprächsrunde zu einem intensiven Dialog mit Dr. Schüssel und dem Landesvorsitzenden Mike Mohring.

„Die Pilgerreisenden waren begeistert von der großen Gemeinschaft und von den Inhalten, die wir ihnen bieten konnten. Schon auf der Rückfahrt stand für viele fest, beim nächsten Mal sind sie wieder dabei.“, so Landesgeschäftsführerin Evelin Groß.

PI-CDUT

 

22.03.2016


21.03.2016: Miteinander

„Fairplay?!" in neuer Form: Modellprojekt zur Integration Geflüchteter am Erinnerungsort Topf & Söhne mit Spirit of Football e.V.

Aus der Geschichte verfolgter jüdischer Fußballspieler lernen und selbst gemeinsam fair kicken – dieses Bildungsangebot des Erinnerungsortes Topf & Söhne mit Spirit of Football e.V. fand schon im letzten Jahr großen Anklang. Nun wird es ab sofort in einer neuen Form wieder angeboten, als Integrationsprojekt für Geflüchtete und Menschen aus Thüringen.

Die Verbindung von historisch-politischer Bildung und einem aktiven Miteinander überzeugte die Bundeszentrale für politische Bildung. Aus über 650 Einsendungen wurde „Fairplay?! – Damals, heute, auf dem Platz und im Alltag" als Modellprojekt zum Thema „Flucht und Asyl“ ausgewählt und mit 20.000 Euro Förderung ausgestattet. Mit diesem Geld können nun von März bis Oktober 30 Tagesprojekte stattfinden. Die Zielgruppe sind Jugendliche sowie erwachsene Flüchtlinge aus Integrationskursen und Willkommensklassen sowie Schülerinnen und Schüler aus allen weiterführenden Schulen.

Die Auseinandersetzung mit der historischen Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bürger macht besonders gut deutlich, warum die Achtung der Menschenwürde und die demokratischen Grundwerte die unverzichtbare Basis unserer Gesellschaft sind. Eine Integration gelingt dann, wenn sich alle an diese Spielregeln halten, die Bürger der Aufnahmegesellschaft wie die Flüchtlinge und Migranten.

Das Projekt beginnt am Morgen mit einer Führung durch die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden" im Erinnerungsort. Sie zeigt das Schicksal jüdischer Fußballer, darunter Größen wie Nationalspieler Julius Hirsch und „Kicker"-Gründer Walther Bensemann, aber auch Beispiele aus Thüringen. Anhand der Geschichte wird gemeinsam überlegt, welche politischen und gesellschaftlichen Ursachen Ausgrenzung hervorbringen. Die Geflüchteten und die junge Thüringer sprechen dann darüber, wie Vorurteile entstehen und zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit werden. Geflüchtete Menschen aus Syrien, Irak oder Afghanistan sind nicht nur Teilnehmer im Projekt, sondern als Co-Teamer aktiv. Mit ihren Erfahrungen von Verfolgung und Flucht geben sie dem Projekt eine persönliche, höchst aktuelle Perspektive. Ein gemeinsames Fairplay-Fußballspiel im nahegelegenen Stadtpark schließt den Tag ab. Es geht nicht um das Zählen der Tore, sondern um den gemeinsamen Spaß und das Erleben eines fairen Miteinanders.

SYBILLE GLAUBRECHT

 

21.03.2016


20.03.2016: Impulsgeber

„Thüringer Tourismuspreis 2016“ ausgelobt: Originelle Ideen und herausragende Angebote werden bis 15. Mai 2016 gesucht.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat am 20. März den „Thüringer Tourismuspreis 2016“ ausgelobt. Der Preis wird – in Kooperation mit dem ADAC Hessen-Thüringen – für touristische Projekte vergeben, die sich durch besondere Originalität, herausragenden Service oder die Kooperation mehrerer Akteure auszeichnen. Erstmals wird auch ein Sonderpreis für digitale Lösungen im Tourismus verliehen. Der „Thüringer Tourismuspreis“ wird in diesem Jahr zum fünften Mal ausgelobt. Einsendeschluß der Wettbewerbsbeiträge ist der 15. Mai 2016, die Preisverleihung erfolgt anläßich des jährlichen Thüringer Tourismustages, der in diesem Jahr im September stattfinden wird.

„Thüringen ist mit seinen großen kulturellen Traditionen und seiner landschaftlichen Vielfalt ein hoch attraktives Reiseziel“, sagte Tiefensee. Allerdings stehe das Land mit einer Vielzahl von Urlaubsregionen nicht nur deutschland-, sondern europaweit in Konkurrenz. „Damit wir uns in diesem touristischen Wettbewerb behaupten können, müssen wir uns als Reiseziel immer wieder neu erfinden.“ Dabei müßten neue Antworten auf die touristischen Herausforderungen der Zukunft gefunden werden. „Bei der Vernetzung der vielen guten Angebote, bei Service und bei der Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten können wir noch zulegen“, sagte der Minister.

Dazu seien einerseits kontinuierliche Investitionen in neue und vor allem höherwertige Angebote notwendig. Allein im Jahr 2015 hat das Wirtschaftsministerium deshalb insgesamt 39,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (Teil Tourismus) sowie aus dem Landesprogramm Tourismus bereitgestellt. Damit wurden touristische Investitionen in Höhe von 68,8 Millionen Euro ausgelöst.

Andererseits bedürfe es eines ständigen „Inputs“ an neuen, frischen Angebots- und Marketingideen. Dafür sei der Tourismuspreis ein wichtiger Impulsgeber. Tiefensee: „Mit dem Thüringer Tourismuspreis wollen wir Akteure und Angebote auszeichnen, die sich durch hohe Qualität, Service, aber auch Innovation und Nachhaltigkeit im Tourismus auszeichnen.“

Mit dem „Thüringer Tourismuspreis“ werden seit 2011 alljährlich touristische Vorhaben aus Thüringen in den Bereichen Produkt- und Angebotsqualität sowie Marketing/Kooperation ausgezeichnet. Wesentliche Kriterien sind darüber hinaus unter anderem Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit.

 Geeignete Vorschläge können von allen Thüringer Tourismusakteuren eingereicht werden. Ausgezeichnet werden insgesamt bis zu drei Preisträger. Die Sieger erwartet jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro, ein zweiminütiger, auf den Gewinner zugeschnittener Imagefilm, der die Leistungen des Preisträgers visuell darstellt, sowie ein exklusives Glasschild für die Außenwerbung im Design der Familienmarke Thüringen.

STEPHAN KRAUSS

 

20.03.2016


19.03.2016: Freude an neuen Perspektiven

Studium im Alter: Veranstaltungsreihe der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt geht ins neue Semester.

Auch im Sommersemester 2016 bietet die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt wieder ihre Reihe „Studium im Alter“ an. Sie richtet sich an Menschen, die Interesse an Philosophie und Theologie, an Grundfragen des Lebens, Freude an neuen Fragen, neuen Perspektiven und neuen Antworten haben. All jene, die Zeit haben, die sie sinnvoll nutzen wollen und Lust haben, neue Kontakte zu knüpfen, sind eingeladen, als Gasthörer dabeizusein – unabhängig von Alter, Religions- und Konfessionszugehörigkeit oder Schulabschluß.

Das Studium besteht aus grundlegenden sowie exemplarisch aufbauenden theologischen Veranstaltungen aus den Bereichen Biblische, Historische, Systematische und Praktische Theologie sowie Philosophie. Eine Teilnahmemöglichkeit besteht für alle regulären Lehrveranstaltungen, die für das Studienprogramm ausgewiesen sind. Die Studierenden organisieren ihren Studienplan selbst und in eigener Verantwortung. Ergänzt wird das Studium durch Exkursionen und Kreuzganggespräche, die gemeinsam von der Katholisch-Theologischen Fakultät Erfurt und dem Katholischen Forum im Land Thüringen jeweils im Sommersemester angeboten werden. Begleitet und gebündelt wird es durch ein Kolloquium. Auch der Erwerb eines Zertifikats ist in der Reihe „Studium im Alter“ unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis mit allen wichtigen Informationen ist soeben druckfrisch erschienen und im Sekretariat der Katholisch-Theologischen Fakultät erhältlich beziehungsweise online abrufbar.

CARMEN VOIGT

 

19.03.2016


18.03.2016: „Sein Wort hatte Gewicht“

Große Verdienste um Thüringen erworben: Thüringer CDU wird Lothar Späth ehrendes Andenken bewahren.

„Thüringen hat Lothar Späth viel zu verdanken. Die CDU Thüringen und die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag werden ihm an ehrendes Andenken bewahren.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der CDU Thüringen und CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, dem am 18. März 2016 verstorbenen früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Lothar Späth, für sein Engagement im Freistaat gedankt. Späth führte von 1991 bis 1998 die Jenoptik GmbH und die daraus hervorgegangene Jenoptik AG und wirkte bis 2003 in deren Vorstand mit. Er war Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen und ist seit 1997 Ehrenbürger der Stadt Jena. Zu den Bundestagswahlen 2002 führte er die Landesliste der CDU Thüringen an.

„Es war für Thüringen ein großes Glück, daß Lothar Späth 1991 nach Thüringen kam und seine enormen Erfahrungen und Verbindungen aus mehr als 20 Jahren Landespolitik in Baden-Württemberg mitbrachte“, sagte Mohring. Späths Weg nach Thüringen ebnete der damalige christdemokratische Ministerpräsident Josef Duchac. Späth hatte sich vor allem als wirtschaftlich umtriebiger Ministerpräsident einen Namen erworben. Eine Wertschätzung die sich in der Bezeichnung „Cleverle“ niederschlug. Laut Mohring hat Späth in seinen Thüringer Jahren wesentlich zur guten wirtschaftlichen Entwicklung Jenas und des gesamten Freistaats beigetragen. „Sein Einsatz und sein Rat haben der CDU und der Landtagsfraktion viel bedeutet. Sein Wort hatte Gewicht. Er hat sich große Verdienste um Thüringen erworben“, so Mohring.

PM-CDUT

 

18.03.2016


18.03.2016: Neue Staatsangehörigkeit

549 ausländische Personen wurden im Jahr 2015 in Thüringen eingebürgert: Mehr als 80 Prozent der Eingebürgerten waren im erwerbsfähigen Alter.

Im vorigen Jahr haben in Thüringen 549 ausländische Personen durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt. Davon waren 273 Männer und 276 Frauen. Damit ist nach einer Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 17. März 2016 die Anzahl der eingebürgerten Personen gegenüber dem Jahr zuvor um rund sieben Prozent und somit um 36 Personen angestiegen und markiert so den höchsten Stand seit dem Jahr 2000.

Zum Zeitpunkt der Einbürgerung lebten 123 Personen in der kreisfreien Stadt Erfurt, gefolgt von den kreisfreien Städten Jena (43 Personen) und Weimar (20 Personen). In den Landkreisen hielten sich nach Angaben der Statistiker im Ilmkreis 48 Personen, im Landkreis Schmalkalden-Meiningen 35 Personen sowie im Unstrut-Hainich-Kreis 28 Personen auf.

Die Einbürgerung erfolgte bei 241 Personen (44 Prozent) aus einer europäischen, bei 223 Personen (41 Prozent) aus einer asiatischen, bei 46 Personen (acht Prozent) aus einer afrikanischen und bei 34 Personen (sechs Prozent) aus einer amerikanischen Staatsangehörigkeit heraus. Weitere fünf Personen (ein Prozent) waren staatenlos. Nach den drei häufigsten Staatsangehörigkeiten untergliedert, stellten Vietnamesen mit 47 Einbürgerungen beziehungsweise neun Prozent die größte Gruppe dar, gefolgt von Personen aus der Ukraine (45 Personen, acht Prozent) und der Türkei (39 Personen, sieben Prozent).

„Von den eingebürgerten Personen waren 17 Prozent unter 18 Jahre alt. Der Großteil (66 Prozent) war zwischen 18 bis unter 45 Jahre alt, gefolgt von der Altersgruppe der 45- bis 60jährigen mit 12 Prozent. Fünf Prozent waren bereits älter als 60 Jahre.

144 Personen (26 Prozent) hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung bereits schon mindestens 15 Jahre in Deutschland auf. Bei 279 Personen (51 Prozent) betrug die Aufenthaltsdauer acht bis 14 Jahre und weitere 126 Personen (23 Prozent) waren noch keine acht Jahre in Deutschland.

„Insgesamt behielten mit 52 Prozent mehr als die Hälfte der Eingebürgerten neben der neu erworbenen deutschen Staatsangehörigkeit die bisherige Staatsangehörigkeit bei“, teilte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, mit.

PM-TLS

 

18.03.2016


17.03.2016: Tschechisches Engagement

Die 18. „Reiten-Jagen-Fischen“ in Erfurt hofft auf 30.000 Besucher: Gastland Tschechien präsentiert Europameister der Hirschrufer.

Thüringens beliebter Hirschrufer-Wettbewerb wird international: Im Rahmen des tschechischen Gastauftrittes wird sich der viermalige Europameister Jan Brtník mit seinen deutschen Wettbewerbern messen. Brtník ist von Beruf Förster aus der westböhmischen Kurstadt Kynžvart in der Nähe des bekannten Rotwildrevieres Kladská. Er wird von tschechischen Jagdhornbläsern begleitet, die gemeinsam mit ihren Thüringer Kollegen das Messegeschehen in der Jagdhalle 2 der Messe Erfurt musikalisch untermalen.

Das tschechische Engagement wird vom Böhmisch-Mährischen Jagdverband e.V. organisiert, dessen Geschäftsführerin Martina Novotna Einblicke in die Arbeit die Nachbarverbandes geben wird. Zur Messeeröffnung am 18. März hat sich nach Informationen der Messe Erfurt GmbH zudem der stellvertretende Landwirtschaftsminister Patrik Mlynar angekündigt.

Für Birgit Keller, Thüringer Ministerin Infrastruktur und Landwirtschaft (Die Linke), steht fest: „Mit ihrem Angebot aus Trends und Traditionellem hat sich die Messe zum jährlichen Branchentreffpunkt in Mitteldeutschland mit zunehmend europäischer Ausstrahlung entwickelt. Wir verbinden mit Reiten, Jagen und Fischen die Pflicht, unser vom Menschen geprägtes Ökosystem im Gleichgewicht zu halten und dabei einen wichtigen Beitrag insbesondere für unsere ländlichen Räume zu leisten.“

218 Aussteller präsentieren vom 18. bis 20. März auf 29.000 Quadratmetern eine attraktive Mischung aus Freizeit-, Sport- und Fachangeboten in den Hobbywelten Reiten, Jagen und Fischen. Die Messeleitung freut sich erneut über einen Flächenzuwachs von knapp acht Prozent. 2016 kommen Aussteller aus neun Ländern (Österreich, Niederlande, Südafrika, Ungarn, Bulgarien, Tschechische Republik, Rumänien, Italien und Deutschland) nach Erfurt.

Neben dem kompletten Angebot an Produkten und Dienstleistungen erwartet Privat- wie Fachbesucher ein umfangreiches Begleitprogramm. Bereits zum vierten Mal macht das Thuringia-Western-Turnier Station auf dem Freigelände der Messe. Hier wird auch die Firma Stihl Timbersports eine großartige Show abliefern. Die Königsklasse im Sportholzfällen demonstriert ihr Können an Axt und Säge. Ebenfalls im Freigelände wartet auf Wagemutige der 4x4-Offroad-Parcours von Suzuki.

Das vielfältige Publikumsangebot wird durch 12 Fachveranstaltungen mit über 1200 erwarteten Gästen im Congress-Center der Messe ergänzt. Hier finden unter anderem die Verbandstagung Maschinenring, das traditionelle Tierärzte-Meeting, das Pferdeforum Zucht + Sport, das Jagdforum sowie die theoretische Prüfung des Jungzüchterwettbewerbes statt.

Mit ihrem 2015 eingeführten neuen Hallenkonzept ist die Messe für Besucher noch attraktiver geworden. Die Thüringer Angelfreunde und Fischereiexperten können sich auf einen abgeschlossenen und deutlich erweiterten Ausstellungsbereich in der Messehalle 1 freuen genauso wie die Messesegmente Jagen/Forst und Reiten in den Hallen 2 und 3.

„Der Wunsch, die Freizeit in der Natur zu verbringen, wird immer stärker. Das erklärt auch den wachsenden Erfolg unserer Messe Reiten-Jagen-Fischen. Wir freuen uns auf 30.000 begeisterte Besucher“, sagte Messegeschäftsführer Wieland Kniffka.

THOMAS TENZLER

 

17.03.2016


17.03.2016: „Wie Feuer und Wasser“

Junge Union Thüringen: „Gysis Koalitionsvorschläge sind wirre Phantasien“.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen, Stefan Gruhner, hat schwarz-rote Gedankenspiele des „Die Linke"-Politikers Gregor Gysi als „wirre Phantasien" bezeichnet. Gysi hatte beide Parteien ermuntert, über gemeinsame Koalitionsoptionen nachzudenken.

Die Zeitung „junge Welt“ berichtete: „Gregor Gysi wünschte sich am Dienstag im Bayerischen Rundfunk eine ,moderne demokratische Rechte‘, mit der auch die Linkspartei koalieren kann, er wolle für eine ,moderne demokratische Linke‘ sorgen.“

Dazu stellte der Thüringen Landtagsabgeordnete Gruhner am 16. März in Erfurt fest: „Die politischen Grundsätze von CDU und Linken sind wie Feuer und Wasser. Die politischen Grundlagen der CDU beruhen auf dem christlichen Menschenbild, auf Freiheit und Selbstverantwortung sowie dem klaren Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft und einer patriotischen Grundhaltung. Die Linke hingegen steht für staatliche Bevormundung, Gleichmacherei, Leistungsfeindlichkeit und einem gestörten Verhältnis zu unserer Nation.“ Eine Partei, die bis heute nicht vollständig ihr Erbe aus der SED-Diktatur aufgearbeitet habe und weiterhin die Täter von damals in verantwortliche Positionen wähle, könne niemals Partner für die Union sein. „Die wirren Phantasien von Herrn Gysi sind nicht mehr als ein irrlichternder Debattenbeitrag eines um Aufmerksamkeit heischenden Politikpensionärs."

Für die Junge Union bleibe Die Linke eine in Teilen extremistische Partei. Politiker, wie Ministerpräsident Bodo Ramelow, seien nichts weiter als ein Feigenblatt für eine in Teilen radikale Partei. „Die Anbiederungsversuche der Linken an die politische Mitte sind nichts weiter als bloße Fassade. Damit will Die Linke darüber hinwegtäuschen, daß sie nach wie vor auch politischen Extremisten eine Heimat bietet und mit Organisationen wie der kommunistischen Plattform am Rande des verfassungsmäßig Zulässigen agiert."

Der JU-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete unterstrich zudem, daß die Unterscheidbarkeit der Parteien von besonderer Bedeutung für die Demokratie sei. „Wenn wir Koalitionen bilden, die die Unterscheidbarkeit der selbst größten politischen Kontrahenten einebnen, nimmt die Demokratie dauerhaft schaden. Die Linke bleibt genauso wie die AfD ein politischer Hauptgegner und ist kein Partner für Koalitionen, egal auf welcher politischen Ebene", sagte Gruhner.

PM-JUT

 

17.03.2016


16.03.2016: Funktionierendes Zusammenspiel

Logistik für Onlinehandel: Thüringer Branchennetzwerk informiert Gründer.

Zu einem Informationstag zum Thema Logistik für den Onlinehandel hatte das Logistik-Netzwerk Thüringen in Zusammenarbeit mit der Firma Ellipsis Unternehmer und Unternehmensberater geladen. Im Logistikzentrum von Dachser SE in Erfurt konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, wie wichtig logistische Abläufe für einen funktionierenden Onlinehandel sind.

Der E-Commerce-Sektor ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit Zalando oder Redcoon haben sich auch große Namen in Thüringen niedergelassen. Damit neue Online-Shops sich erfolgreich etablieren können, brauchen sie neben einer guten Geschäftsidee auch die passenden Logistiklösungen. „Ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Online-Shop, IT-Dienstleister und Lager sowie Logistik ist für die Zuverlässigkeit und Liefertreue von entscheidender Bedeutung“, sagt Frank Rub, Geschäftsführer der Igniti GmbH aus Jena. Das Unternehmen begleitet Gründer beim Aufsetzen eines Online-Shops. Neben den Lieferzeiten sei es auch wichtig zu klären, zu welchem Zeitraum welche Mindestmengen an Produkten vorgehalten werden müssen.

Thüringer Logistiker stehen den Gründern von Online-Shops von Beginn an zur Seite. Dieses Angebot erfreut sich großer Beliebtheit, weiß auch Joachim Werner, Vorstandsvorsitzender im Logistik-Netzwerk Thüringen: „Die Informationsveranstaltung hat großen Anklang gefunden, so daß wir bereits Planungen für Folgeveranstaltungen anstellen. Unser Ziel ist es, langfristig die Entwicklung Thüringens zu einem der zentralen E-Commerce-Standorte Deutschlands zu unterstützen.“

Das Logistik-Netzwerk Thüringen e.V. ist eine im Jahr 2008 gegründete Kooperationsgemeinschaft von Spezialisten aus allen Zweigen der Branche. Neben Speditionen, Verladern und Kontraktlogistikern vereint das Netzwerk Unternehmen aus den Bereichen Kombinierter Ladungsverkehr, IT und E-Commerce, Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie logistiknaher Dienstleistungen, Verbände und öffentlicher Verwaltung.

Ziel des Vereins ist die Stärkung des Standorts Thüringen als europäische Distributionsdrehscheibe sowie die Etablierung zum zentralen Logistik-Standort für E-Commerce in Deutschland. Um dieses zu erreichen, entwickelt das Netzwerk mit und für die Mitglieder zukunftsfähige, nachhaltige und bedarfsorientierte Lösungen für die Logistikbranche.

STEFAN HENSEL

 

16.03.2016


16.03.2016: Bumerang

EZB-Nullzinspolitik wird zunehmend zur Belastung für kleinere Kreditinstitute: Thüringer Wirtschaftsminister unterstützt „Streik“ der Ethikbank Eisenberg.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich hinter die Kritik der Ethikbank Eisenberg an der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt. Die auf ethische und ökologische Anlagen spezialisierte Bank stellt am 16. März für einen Tag den Geschäftsbetrieb aus Protest gegen die derzeitige Geldpolitik der EZB komplett ein.

„Die EU behandelt Mittelstandsbanken wie Großbanken. Ihre zunehmende Kontrollbürokratie legt den Geschäftsbetrieb regionaler Genossenschaftsbanken und Sparkassen lahm.. Diese Überregulierung ist dauerhaft nicht zu leisten. Wir streiken!“, teilte das Eisenberger Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Mit diesem „Streik“ wolle die Ethikbank darauf aufmerksam machen, daß die klassische Kreditwirtschaft, die sich um die Einlagen der Sparer und Investitionsdarlehen für den Mittelstand kümmert, durch die Niedrigzinspolitik, aber auch durch die derzeitige europäische Regulierung der Finanzwirtschaft zunehmend unter Druck geraten sei, kommentierte das Thüringer Wirtschaftsministerium die Protestaktion am 16. März in einer Medieninformation.

„Die an sich gut gemeinten Maßnahmen der EZB werden zunehmend zu einer Belastung für die kleinen Kreditinstitute“, sagte Tiefensee. „Die Politik des billigen Geldes führt dazu, daß die Banken die Spareinlagen ihrer Kunden kaum noch gewinnbringend anlegen können.“ Andererseits trieben die niedrigen Zinsen die Aktienkurse in die Höhe und führten zu einer Überhitzung der Immobilienmärkte. „Letztlich birgt die Strategie, die Wirtschaftskrise insbesondere in Südeuropa mit Hilfe einer Niedrigzinspolitik zu bekämpfen, also Gefahren für die Finanzmarktstabilität.“

Hinzu kommt: „Auch die Bankenregulierung auf europäischer Ebene erweist sich zunehmend als Bumerang, der die Probleme eher vergrößert als löst“, so der Wirtschaftsminister. So führe die auf die Großbanken zugeschnittene Regulierung auch bei Sparkassen und Volksbanken zu erheblichen Kostenerhöhungen, obwohl von ihnen kaum Risiken für die Finanzmärkte ausgingen. Sparkassen und Volksbanken müßten ebenfalls ein Dickicht an Vorschriften und Dokumentationspflichten bewältigen, die eingeführt worden seien, um private Anleger vor windigen Finanzberatern zu schützen.

„Ich hoffe, daß der Streik der Ethikbank dazu beiträgt, eine längst überfällige Diskussion über die Fehlentwicklungen der derzeitigen Niedrigzinspolitik anzustoßen“, sagte Tiefensee. Notwendig sei es, so der Minister, daß das klassische Kreditgewerbe bald wieder die Rahmenbedingungen erhalte, die es ihm ermöglichten, seiner Rolle als Kreditgeber für die mittelständische Wirtschaft gerecht werden zu können.

MI-SK-TMWWDG

 

16.03.2016


16.03.2016: Mannschaftsgeist statt Egomanie

Leistungsträger aus Wirtschaft und Profisport profitieren: Unternehmer der Interessengemeinschaft Gewerbegebiete Jena-Süd (IGJS) trafen Basketball-Profiteam in Jenaer Sparkassen-Arena.

„Mit diesem nicht alltäglichen Blick über den Tellerrand der mittelständisch und wirtschaftsgeprägten Führungsstile wollten wir als IGJS bewußt Austausch und das Voneinander-Lernen erfolgsorientierter Akteure ausweiten“, sagte Frank Heuer, Sprecher der IGJS-Unternehmen. Und so fanden sich mehr als 40 Mitglieder der Interessengemeinschaft Gewerbegebiete Jena-Süd (IGJS) kürzlich in der Jenaer Sparkassen-Arena zu einem außergewöhnlichen Treffen. Neben der Firmenvorstellung von Hans-Jürgen Jäschke, Geschäftsführer des nun zur Jenaer Elevion-Gruppe gehörenden Gastgebers Haus GmbH Jena, präsentierte Lars Eberlein, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Jenarena und der Science City Jena, daß, um Erfolge einzufahren, neben dem 6,8-Millionen-Objekt auch der Sportbetrieb straff nach unternehmerischen Prinzipien geleitet werden muß.

Mit dem Projekt Multifunktionsarena für Jena schrieb das Konsortium privater Gesellschafter nach den weiteren Ausführungen von Unternehmer Lars Eberlein eine nachahmenswerte Erfolgsgeschichte für Projekte zwischen privaten und öffentlichen Partnern. Im Unterschied zu Bauten der öffentlichen Hand hätte zu Planungsbeginn das real Machbare gestanden und nicht Traumvorstellungen von nicht am Risiko beteiligten Politikverantwortlichen. So böte die flexibel nutzbare Arena heute ein geeignetes Umfeld für Konzerte und Großveranstaltungen mit bis zu 4000 Zuschauern, für Messen, für Events von Unternehmen in Halle, Foyer und zwei weiteren Räumen und natürlich für den Kinder- und Jugend-, den Breiten- sowie den Leistungssport von Handball, Kick-Boxen und selbstverständlich Basketball.

Diese moderne Heimstatt von Science City Jena beflügelte den Erfolg des Profi-Teams der Korbjäger um Trainer Björn Harmsen. Aus seiner Darstellung der Führungsprinzipien des heute zehnköpfigen und damit mit ausreichender Reserve auch für die 1. Bundesliga ausgestatteten Leistungskaders ergaben sich Anregungen für die Unternehmer. Nicht nur das Ergebnis zähle für ihn, sondern wesentlich auch, auf welchem Wege es erreicht worden ist. Langfristig seien es Motivation und Mannschaftsgeist statt Egomanie bei Spielern und auch bei Verantwortlichen, die eine Saison gewinnen würden. Respekt vor Mannschaftskameraden, dem Trainer aber auch gegenüber den Fans und Zuschauern gehörten als Erfolgsbasis zu den Grundregeln des Umgangs miteinander.

Die eigene Unternehmenskultur könne, so Frank Heuer, optimal über eine Identifikation mit der Marke Science City Jena und mit dem erfolgreichen Jenaer Profiteam unterstrichen werden. Auch der Wirtschaftsstandort profitiere von diesem positiven Image. Basketball werde den Fußball nicht den Rang ablaufen, hier teile er die Einschätzung von Lars Eberlein, doch inzwischen rangiere der Korbballsport als Sympathieträger bei Publikum, Nachwuchs- und Breitensportlern bereits auf Augenhöhe mit Eishockey und Handball. Zudem würden dieser starke weiche Standortfaktor und die Bekanntheit der Wirtschaftsregion in und um Jena in der Eigenvermarktung als Region für erfolgreiches Wirtschaften und Forschen und der engen Verzahnung von Unternehmen mit Forschungsinstituten sowie den Jenaer Hochschuleinrichtungen für Lehre und Wissenschaft helfen.

KARSTEN SEIFERT

 

16.03.2016


15.03.2016: Pilotprojekte

Digitalisierung muß mittelständisch werden: Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) besucht Cebit in Hannover.

Mit einem Projektfonds „Digitale Innovation“ will das Wirtschaftsministerium den digitalen Wandel im Thüringer Mittelstand vorantreiben. Das teilte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee /SPD) am 15. März bei seinem Besuch der weltgrößten IT-Messe Cebit in Hannover mit. Über den Fonds sollen wegweisende Pilotprojekte zum Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in der Thüringer Wirtschaft gefördert werden. Das Land stellt dafür in den kommenden beiden Jahren jeweils rund eine Million Euro Förderung zur Verfügung.

„Der Erfolg der Digitalisierung steht und fällt damit, daß es gelingt, gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen auf dem Weg ins digitale Zeitalter mitzunehmen“, sagte Tiefensee in Hannover: „Die Digitalisierung muß mittelständisch werden.“ Große, global agierende Konzerne seien auf den digitalen Zug längst aufgesprungen. „Die Digitalisierung muß aber auch in der Breite der Wirtschaft ankommen. Die Pilotprojekte sollen zeigen, welche Vorteile auch kleine Betriebe aus der Digitalisierung ziehen können.“ Der Projektfonds „Digitale Innovation“ ist eine Maßnahme aus dem „Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0“, das das Wirtschaftsministerium in der Woche zuvor vorgelegt hatte.

Die Ausgangslage für den Weg in das digitale Zeitalter sei dabei in Thüringen nicht schlecht. „Die Thüringer IT-Branche mit ihren mehr als 3000 Beschäftigten sorgt als Querschnittsbranche für den notwendigen digitalen Input in Industrie, Handwerk und Handel“, sagte Tiefensee. Dabei habe die Branche in Thüringen zwei große Schwerpunkte: Lösungen für die Organisation von Unternehmensprozessen und E-Commerce. Beide Schwerpunkte werden mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft – Stichwort: Industrie 4.0 – in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Diese Einschätzung deckt sich mit einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom So geben fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Unternehmen an, daß sich infolge der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändert. Im Vorjahr waren es noch 55 Prozent. 72 Prozent der befragten Geschäftsführer und Vorstände nennen den digitalen Wandel als Herausforderung für ihre Unternehmen – damit ist es das Top-Thema hinter der Sicherung des Fachkräftebedarfs (73 Prozent).

„Eine wichtige Aufgabe besteht in Thüringen darin, die Software- und IT-Unternehmen mit den Anwendern zusammenzubringen“, sagte der Minister. Mit dem „Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0“ leiste das Wirtschaftsministerium seinen Beitrag, um Schnittstellen zwischen den Branchen zu öffnen und damit neue Innovationspotentiale zu erschließen. Das Programm umfaßt Maßnahmen wie das Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0, eine Förderinitiative zum Aufbau internetbasierter Kooperationsplattformen, W-Lan- und Breitbandausbau oder den Projektfonds „Digitale Wirtschaft“. Insgesamt hat das bis zum Jahr 2020 laufende „Aktionsprogramm“ ein Volumen von mehr als 100 Millionen Euro.

Thüringen ist in diesem Jahr mit 16 Ausstellern auf der Cebit vertreten, deren Themenschwerpunkt auf der Digitalisierung aller Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft liegt. „Die Cebit bleibt eine Leitmesse der IT-Branche und mit mehr als 3000 Ausstellern aus 70 Ländern eine wichtige Plattform für Kundengewinnung und neue Geschäftskontakte“, so Tiefensee. Allerdings würden auch andere Messen zunehmend interessanter für die IT-Unternehmen – gerade für die kleineren, spezialisierten Firmen aus Thüringen. „Deshalb sind die rückläufigen Thüringer Ausstellerzahlen bei der Cebit kein Krisensignal, sondern eher ein Ausdruck von Marktverschiebungen und Veränderungen in der Messelandschaft.“

Die Situation der Thüringer Branche beurteilt der Wirtschaftsminister als stabil: „Die Stimmung ist optimistisch, die Geschäftserwartungen positiv“, sagte Tiefensee nach seinem Rundgang in Hannover, wo er ebenso wie Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier (SPD) verschiedene Thüringer und andere Aussteller besucht hatte. Insgesamt umfaßt die IT-Branche in Thüringen rund 500 eher kleinere Unternehmen mit 3000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 280 Millionen Euro.

STEPHAN KRAUSS

 

15.03.2016


15.03.2016: Neugier

„Was ist das für ein dicker Kerl?“ Kita Großrudestedt ist „Forschergeist“-Landessieger in Thüringen.

„Der Kürbis im Nachbarsgarten ist viel größer, als die Kürbisse in unsrem Kinderbeet. Wo kommt der Riesenkürbis her?“ Das wollten die Kinder der Kita Großrudestedt wissen. Die Erzieherinnen und Erzieher griffen die Frage und die Neugierde der Mädchen und Jungen auf und weiteten das Thema zu einer spannenden Projektarbeit aus. Ein gelungenes Beispiel für vorbildliche pädagogische Arbeit und die Qualität in der frühen naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildung, fand die Experten-Jury des Kita-Wettbewerbs „Forschergeist 2016“. Die Einrichtung wird am 15. April 2016 zum Landessieger Thüringen gekürt.

605 Kitas aus ganz Deutschland haben mit ihren Forscherprojekten aus der Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik am bundesweit größten Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom-Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, dem „Forschergeist 2016“, teilgenommen. Nun hat die Jury entschieden und aus jedem Bundesland das beste Projekt als Landessieger ausgewählt. Die Kita Großrudestedt überzeugte in Thüringen. Die Mädchen und Jungen haben erforscht, was ein Kürbis ist und was er zum Gedeihen braucht. Sie machten sich Gedanken, wie man den Riesenkürbis in die Kita transportieren kann, wo sie seine Beschaffenheit genau untersuchten, um ihn schließlich zu verarbeiten.

„Erzieherinnen und Erzieher in ganz Deutschland leisten jeden Tag auch im mathematisch- naturwissenschaftlichen Bereich wertvolle Bildungsarbeit, die wir mit dem Forschergeist würdigen möchten“, sagt Dr. Ekkehard Winter, Juryvorsitzender und Geschäftsführer der Deutsche Telekom-Stiftung. „Ich bin beeindruckt von den vielen großartigen Bewerbungen, durch die zum Ausdruck kommt, wie wichtig die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte ist und wie erfolgreich sie die Fragen der Kinder in den Kita-Alltag integrieren.“

„Wir konnten anhand der zahlreichen Bewerbungen sehen, daß der Geist des Forschens in Kitas im ganzen Land zu Hause ist“, sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: „Es wird viel diskutiert, wie gute pädagogische Arbeit in Kitas aussehen kann und sollte – für den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik haben wir durch den Wettbewerb Beispiele gefunden, die für gelebte Qualität in der frühen Bildung stehen.“

16 Bundesländer, 16 tolle Kita-Projekte, 4500 Kilometer: Vom 11. April bis zum 4. Mai 2016 ist das „Forschergeist“-Mobil auf Tour zu Deutschlands besten Kita-Projekten. Am 15. April hält es in der Kita Großrudestedt, wo die Deutsche Telekom-Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ den Landessieger Thüringen auszeichnen.

Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit.

Die 16 Landessieger qualifizieren sich zudem für den Bundessieg. Die fünf besten Projekte werden am 1. Juni 2016 in Berlin gekürt. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3000 Euro.

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom-Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gesucht und prämiert werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik oder Technik begeistert haben. Am 15. Oktober 2015 startete der Wettbewerb nach 2012 und 2014 bereits zum dritten Mal. Bis zum 31. Januar 2016 konnte sich jede Kita des Landes online bewerben.

ESTHER SPANG

 

15.03.2016


14.03.2016: Realistischer Schauplatz

Thüringer präsentieren auf der Cebit in Hannover Elektromobilität zum Anfassen.

Ein Szenario, wie es in jeder großen Stadt passieren kann: Der Pizzabote steht mit seinem Elektromobil im Stau – Nicht nur die Pizza wird kalt, auch das Elektroauto macht schlapp, denn das viele Anfahren und Bremsen war nicht geplant und verbraucht zu viel Energie.

Begrenzte Reichweiten und mangelnde Erfahrung sorgen noch immer für Unsicherheit beim Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Logistik. Die Forscher der Universität Jena haben aus diesem Grund im Rahmen des Projektes „Smart City Logistik Erfurt“ Fahrsimulatoren entwickelt, welche Interessierten die Besonderheiten von Elektrofahrzeugen anhand logistischer Szenarien spielerisch nahebringen. Diese umgebauten und mit moderner Simulationstechnik ausgestatteten Multicar-Fahrerkabinen bieten den realistischen Schauplatz in der virtuellen Realität. Für die Simulation haben die Spieler genau vier Minuten Zeit, das Transportgut durch die Stadt zu fahren und rechtzeitig beim Empfänger abzugeben. Gleichzeitig muß die Balance zwischen Geschwindigkeit und Fahrweise, dem ständig in Bezug auf Heizung und Klimaanlage unzufriedenen virtuellen Beifahrer sowie dem Energieverbrauch des Fahrzeuges gehalten werden.

Smart City Logistik Erfurt ist mit einem Volumen von etwa sieben Millionen Euro eines der größten Thüringer Forschungsprojekte im Bereich Elektromobilität. Ziel des Projektes ist es, Fahrer, Disponenten und auch Kunden durch computergestützte Systeme Hilfestellungen zu bieten, um den Einsatz von Elektrofahrzeugen wirtschaftlich zu gestalten und zugleich Unsicherheiten abzubauen. In den letzten drei Jahren konnten so in den Anwendungen Automatenbestückung, Apothekenbelieferung und Expreßzustellung in und um Erfurt bereits mehr als 32.000 grüne Kilometer vollelektrisch zurückgelegt werden.

Das Thüringer Konsortium hatte, nach der erfolgreichen Bewerbung im Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität II“ des Bundeswirtschaftsministeriums, im Juli 2013 seine Projektarbeit aufgenommen und damit verbunden eine Förderzusage in Höhe von zirka vier Millionen Euro für die kommenden drei Jahre zur Umsetzung der Entwicklungsidee erhalten. Das Gesamtvolumen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes umfaßt knapp sieben Millionen Euro.

Im Projektergebnis stehen den Handels- und Logistikunternehmen unter anderem auf elektromobilitäts-spezifische Prozesse angepaßte und auf einer Internet-Plattform vernetzte Dienste, auch als Erweiterung bestehender IT-Logistiksysteme, zum intelligenten Flottenmanagement zur Verfügung.

Es ist eines von 17 Projekten des, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten, Forschungsprogramms „IKT für Elektromobilität II – Smart Car – Smart Grid – Smart Traffic“. Mit diesem Forschungsprogramm werden derzeit bis Ende 2016 neue Konzepte und Technologien für das Zusammenspiel von intelligenter Fahrzeugtechnik im Elektroauto (Smart Car) mit Energieversorgungs- (Smart Grid) und Verkehrssteuerungssystemen (Smart Traffic) auf der Basis von moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entwickelt.

Konsortialpartner sind die Dako Unternehmensgruppe, BTF GmbH und Co.KG, Elog Systembetrieb GmbH, Epsa Elektronik-  und Präzisionsbau Saalfeld GmbH, Fachhochschule Erfurt, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Navimatix GmbH und Tabakwarenvertriebsgesellschaft mbH und Co.KG

PM-DUG-HH

 

14.03.2016


14.03.2016: „Gestärkt in die Zukunft“

Neuer Vorstand beim Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V.: Matthias Gaida, Geschäftsführer der „Die Thüringer“ Fleisch- und Wurstspezialitäten Rainer Wagner GmbH, und Dr. Andreas Steffen von der Viba sweets GmbH komplettieren das fünfköpfige Gremium.

Auf der Mitgliederversammlung am 10. März in der Thüringer Kloß-Welt Heichelheim haben die Mitglieder des Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. zwei neue Vertreter in ihren Vorstand gewählt. Das teilte der Verein am 14. März in einer Presseinformation mit. Matthias Gaida, der schon von April 2012 bis Dezember 2014 engagierter Vorstandsvorsitzender des Vereins war, stellte sich nach einer kreativen Pause erneut zur Wahl und wird ab sofort auch wieder das Amt des Vorsitzenden ausüben.

„Nachdem das Thüringer Ernährungsnetzwerk mit dem 1. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel im vergangenen Jahr einen strahlenden Leuchtturm gesetzt hat, blicken wir mit der neuen Förderung als Innovationscluster und vielen frischen Ideen gestärkt in die Zukunft“, sagte Gaida nach seiner Wahl. „Die Aufgaben sind nicht einfacher geworden, nur anders“, fügte er hinzu und rief alle Mitglieder dazu auf, sich noch aktiver im Netzwerk zu engagieren. Denn nur gemeinsam könne man an einem tragfähigen Konzept des Thüringer Ernährungsnetzwerks arbeiten, um es im Hinblick auf die wirtschaftliche Eigenständigkeit langfristig auf sichere Füße zu stellen und damit den Weg zu mehr Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Thüringer Ernährungsindustrie entscheidend zu unterstützen.

Dr. Andreas Steffen, seit Anfang 2015 Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei der Viba sweets GmbH in Schmalkalden, engagiert sich von Beginn an im Netzwerk und arbeitet aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen mit. „Ich habe mich nach reiflicher Überlegung ganz bewußt dafür entschieden, für den Vorstand zu kandidieren, und ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr Vertrauen“, erklärte Dr. Steffen. Er werde sich im Sinne aller Mitglieder für die Ziele des Vereins einsetzen und mithelfen, die Strategie des Netzwerks in richtige Bahnen zu lenken.

Die Stellvertreterin von Matthias Gaida bleibt Karin Finger von der Goethe Schokoladentaler Manufaktur GmbH. Ebenfalls im Amt geblieben und weiterhin Schatzmeisterin ist die Geschäftsführerin der Herzgut Landmolkerei eG, Rita Weimann. Joachim Schweizer, Schweizer Sauerkonserven GmbH, verantwortet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Dr. Andreas Steffen übernimmt als neues Vorstandsmitglied die Position des Schriftführers.

Der neu konstituierte Vorstand dankte den bisherigen Vorstandsmitgliedern Roman Leitl, Geschäftsführer der Greußener Salami- und Schinkenfabrik GmbH, und Cornelia Beau, Geschäftsführerin der Hainich Konserven GmbH, für ihr langjähriges Engagement. Beide würden selbstverständlich Mitglied im Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. bleiben und den Verein weiterhin tatkräftig unterstützen.

PM-TEN

 

14.03.2016


13.03.2016: „Zynischer Profiteur“

Abschneiden der AfD ist Warnschuß, aber keine Katastrophe: Der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen, Stefan Gruhner, fordert nach dem starken Abschneiden der Alternative für Deutschland beim Superwahlsonntag ein Ende des öffentlichen Streits in der Union über den Kanzlerinnenkurs.

„Das Abschneiden der AfD ist ein Warnschuß für die Demokratie, aber keine Katastrophe.“ Das erklärte der Thüringer Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner, der auch Landesvorsitzender der Jungen Union ist, am Abend des 13. März zu den Wahlprognosen zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, nach denen die Alternative für Deutschland jeweils zweistellige Resultate erzielte.

„Die AfD ist ein zynischer Profiteur der Flüchtlingskrise“, kommentierte Gruhner. Die Unionsparteien seien deshalb aufgefordert, ihre Flüchtlingspolitik noch besser zu erklären und den Dialog mit den Bürgern zu verstärken. „Vor allem muß mit öffentlichem Streit über den Kurs der Kanzlerin Schluß sein“, forderte der Thüringer Junge Union-Chef.. „Einzelne Vertreter der Unionsparteien müssen darauf achten, sich nicht weiter zu unfreiwilligen Stichwortgebern der AfD zu machen. Als letzte verbliebene Volksparteien tragen CDU und CSU eine besondere Verantwortung bei der Auseinandersetzung mit der AfD.“

Es sei zweifellos die Aufgabe der Union, die AfD zu demaskieren und den Bürgern zu verdeutlichen, daß die Politik der vermeintlichen „Alternative“ keine Lösungen biete und Deutschland ärmer, kälter und einsamer mache. Gruhner: „Wir brauchen in der Union eine härtere Gangart gegenüber der AfD als bisher und müssen sie als unseren politischen Hauptgegner neben der Linken definieren."

PM-JUT

 

13.03.2016


13.03.2016: Dialogprozeß

„Wachstumschance Digitalisierung nutzen“: Thüringer Wirtschaftsministerium legt „Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0“ vor.

Mit einem „Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0“ wird das Land die Thüringer Unternehmen künftig dabei unterstützen, sich besser auf den digitalen Wandel einzustellen. Das gab Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) im Vorfeld der am 14. März in Hannover beginnenden weltgrößten IT-Messe Cebit bekannt. Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) hat das insgesamt zehn Themenbereiche umfassende Maßnahmepaket vorgelegt. Zur Umsetzung des „Aktionsprogramms“ stellt das Ministerium bis zum Jahr 2020 insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Siegeszug der modernen Informationstechnologien und ihre Integration in alle Prozesse, Technologien und Branchen habe längst auch die Thüringer Wirtschaft erfaßt, sagte Tiefensee: „Die Zukunft der Wirtschaft ist digital – oder sie ist gar nicht.“ Die Digitalisierung der Wirtschaft – also die intelligente, auf schneller Datenverarbeitung und enger inner- und überbetrieblicher Vernetzung beruhende Steuerung aller Produktions- und Arbeitsprozesse – sei deshalb zu einem Leitthema der Wirtschafts- und Innovationspolitik geworden. „Mit dem Aktionsprogramm 'Wirtschaft 4.0' wollen wir die Unternehmen unterstützen, sich auf die neuen Herausforderungen einzustellen und die Digitalisierung als Wachstumschance zu nutzen.“

Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die die Thüringer Wirtschaftsstruktur bestimmen, seien bei dem Thema allerdings oft noch zögerlich, so der Wirtschaftsminister weiter. Das „Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0“ enthält deshalb neben der Konkretisierung bekannter Vorhaben – wie des Breitbandausbaus, der Einrichtung von Beteiligungsfonds oder der Etablierung eines Kompetenzzentrums Wirtschaft 4.0 – auch eine Vielzahl neuer, auf die Bedürfnisse des Thüringer Mittelstands zugeschnittener Maßnahmen.

Dazu zählen ein Projektfonds „Digitale Innovationen“, mit dem wegweisende Digitalisierungsprojekte der Thüringer Wirtschaft unterstützt werden sollen,  eine Förderinitiative zum Aufbau internetbasierter Kooperationsplattformen zwischen Unternehmen, um dadurch neue Formen „kooperativer Wertschöpfung“ zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit der KMU zu verbessern. Dazu zählen des weiteren die Schaffung eines Netzes von freien W-Lan-Punkten in Thüringen, die gezielte Modernisierung der Ausstattung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten für die Anforderungen der digitalen Wirtschaft, um auch die Berufsausbildung für die neuen Herausforderungen fit zu machen, sowie die stärkere Ausrichtung der Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft (ThAK) auf Fragen der Digitalisierung, um auf diese Weise nicht nur technologische, sondern auch kreativwirtschaftliche Fragen der Mensch-Maschine-Interaktion in den Blick zu nehmen.

Daneben enthält das Programm, das eine Laufzeit bis zum Jahr 2020 hat, aber auch Aussagen zu Fragen der Datensicherheit oder zur Forschungsförderung. „Das 'Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0' kann allerdings nur ein erster Baustein auf dem Weg zu einer umfassenden Strategie der digitalen Gesellschaft sein“, betonte Minister Tiefensee. Für deren Erarbeitung werde das Ministerium in Kürze einen Dialogprozeß mit allen relevanten Akteuren in Thüringen starten.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee wird am 15. März die Cebit besuchen und dabei Thüringer und andere Aussteller besuchen. Aus Thüringen sind in diesem Jahr 16 Aussteller auf der IT-Messe in Hannover vertreten.

STEPHAN KRAUSS

 

13.03.2016


12.03.2016: Bescheid

Bund fördert Nordhausens Internet-Strategie mit 50.000 Euro.

Am 14. März wird der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU) den Förderbescheid für das Breitband-Programm des Landkreises Nordhausen übergeben. Bundestagsabgeordneter Manfred Grund /CDU) erklärt dazu, daß mit der Bundesförderung unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten werden. Das Ziel laute: Schnelles Internet für ganz Deutschland.

Gut zwei Wochen nach dem Besuch der Staatssekretärin Dorothee Bär bei der Jungen Union Nordhausen überreicht der Ressortchef für die digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, am Abend erste Förderbescheide.

Der Landkreis Nordhausen wird 50.000 Euro erhalten, teilte Abgeordneter Manfred Grund vorab mit. Damit unterstütze der Bund das Konzept zum Ausbau der Breitbandversorgung. Dies sei der erste Schritt für den Anschluß an das schnelle Internet.

Der Bund greife den Landkreisen schon bei der Planung und der Erstellung der Antragsunterlagen unter die Arme: Beratungsleistungen würden mit bis zu 50.000 Euro gefördert, informierte der Abgeordnete Grund. „Nordhausen sichert sich damit die qualifizierte Planung“, saget er.

Für die Bauleistungen könnten aus dem 2,7 Milliarden-Investitionstopf bis zu 15 Millionen Euro je Projekt bei maximal hälftiger Finanzierung des Bundes gewährt werden. Die andere Hälfte müsse der Landkreis selbst investieren.

Schnelles Internet mit 50 Mbit pro Sekunde ist wichtig für Unternehmen, die große Datenmengen online verschicken wie Druckaufträge und Konstruktionspläne oder die den Zugriff auf Online-Datenbanken benötigen. Auch für Privathaushalte gewinnen schnelle Internetzugänge an Bedeutung zum Beispiel für Video-Telefonie, hochauflösendes Fernsehen via Internet und für den Download neuer Versionen (Updates) von Betriebssystemen der zahlreichen PCs, Smartphones und Tablet-Computer sowie deren Apps.

Die Breitband-Strategie der Bundesregierung sieht vor, bis 2018 alle Haushalte mit mindestens Internet-Zugängen von 50 Mbit pro Sekunde zu versorgen. Nicht überall wird dies mittels kabelgebundenen Hausanschlüssen erreicht werden. Technisch können Internetzugänge über DSL (erweiterter klassischer Telefonanschluß), TV-Kabel oder eine drahtlose Technologie (UMTS, WLan-Hotspots, LTE, Satellit) ermöglicht werden.

 PM-MG

 

12.03.2016


11.03.2016: Höchster Wert der letzten zehn Jahre

Deutliches Plus beim Wohnungsbau 2015: Statistisches Landesamt vermeldet Zunahme in allen Gebäudearten.

Im Jahr 2015 wurden in Thüringen 5227 Wohnungen genehmigt. Damit wurden von den Bauherren gegenüber dem Jahr zuvor 1020 Wohnungen mehr geplant, teilte das Thüringer Landesamt für Statistik am 11. März 2016 mit. Das sei ein Plus von 24,2 Prozent.

Mit 4937 genehmigten Wohnungen in Wohngebäuden wurde der höchste Wert der letzten zehn Jahre registriert. Gegenüber dem Jahr 2014 wurde rund ein Siebentel mehr Wohnungen genehmigt.

Im Wohnungsneubau hatten die Bauherren mit 3692 Wohnungen 14,4 Prozent und somit 466 Wohnungen mehr geplant als 2014. „Beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern sollen 2118 Wohnungen entstehen, 261 Wohnungen mehr  als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 14,1 Prozent. Die Genehmigungen für den Neubau von Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen nahm um 15,0 Prozent zu. 1574 Wohnungen sollen in diesem Bereich gebaut werden. Durch Um- und Ausbau entstehen zusätzliche 1245 Wohnungen. Das entspricht einem Plus von 43,9 Prozent“, erläuterte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Weiterhin genehmigten die Bauaufsichtsbehörden die Entstehung von 290 Wohnungen im Zuge des Neu- und Umbaus von gemischt genutzten Nichtwohngebäuden wie zum Beispiel Büro- und Geschäftshäusern. 2014 waren es 116 Wohnungen.

PM-TLS

 

11.03.2016


11.03.2016: Öffentliche Erörterung

Gesetzentwürfe zur Änderung des Feiertagsgesetzes werden im Diskussionsforum des Thüringer Landtags veröffentlicht.

Der Innen- und Kommunalausschuss des Thüringer Landtages hat am 10. März beschlossen, die Gesetzentwürfe der CDU sowie der Fraktionen Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des Feiertagsgesetzes im Diskussionsforum des Thüringer Landtags zu veröffentlichen und somit den Thüringerinnen und Thüringern die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Meinungen in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen. Darüber informierte laut einer Pressemitteilung des Thüringer Landtages vom 10. März der Vorsitzende des Ausschusses, Steffen Dittes (Die Linke). „Die gesetzliche Verankerung von Gedenktagen, die einen sowohl historischen als auch aktuell gesellschaftspolitischen Hintergrund haben, muß Gegenstand einer öffentlichen Erörterung sein, die sich nicht nur auf das Parlament selbst beschränken darf. Gerade ein Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts braucht neben der gesetzlichen Grundlage auch eine gesellschaftliche Verankerung, damit mit dem Gedenktag auch die gesellschaftliche Debatte in Zukunft als Ausdruck einer aktiven Aufarbeitungs- und Erinnerungspolitik Fuß fassen kann. Es ist daher nur folgerichtig, bereits den zugrunde liegenden Gesetzentwurf öffentlich zu diskutieren“, erklärte Dittes.

„Das Thüringer Feiertagsgesetz wurde im vergangenen Jahr mit der Verabschiedung des Ersten Gesetzes zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes novelliert. Damit fand erstmals ein Gedenktag, hier der 8. Mai anläßlich der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa, Eingang in das Gesetz. Weitere Gedenktage wurden zum damaligen Zeitpunkt nicht in das Thüringer Feiertagsgesetz aufgenommen. Durch ein Zweites Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes soll neben dem 8. Mai mindestens ein weiterer Gedenktag in das Thüringer Feiertagsgesetz aufgenommen werden“, informierte der Thüringer Landtag.. Zu diesem Zweck habe zunächst die Fraktion der CDU im Oktober 2015 einen Gesetzentwurf für ein Zweites Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes eingebracht. Dieser sehe vor, daß der 18. März, der 17. Juni, der 25. Oktober sowie der 9. November als Gedenktage im Gesetz verankert werden. Die Fraktionen Die Lomle, der SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben ihrerseits einen Gesetzentwurf zur Einführung eines Gedenktags für die Opfer des SED-Unrechts vorgelegt, der den 17. Juni als Gedenktag vorsehe.

Der Ausschuß habe neben der Veröffentlichung der Gesetzentwürfe im Diskussionsforum auch die Durchführung einer schriftlichen Anhörung von 28 Sachverständigen beschlossen. Die Auswertung des Forums und der Anhörung soll in der Sitzung am 12. April 2016 erfolgen. „Ziel des Ausschusses ist es, die Gesetzentwürfe zeitlich so zu beraten, daß der 17. Juni bereits in diesem Jahr als gesetzlich verankerter Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts begangen werden kann“, sagte Steffen Dittes. Das Diskussionsforum des Thüringer Landtags sei über die Internetseite des Landtages zu erreichen. Die Veröffentlichung der Gesetzentwürfe erfolge spätestens am 14. März 2016.

PM-TL

 

11.03.2016


10.03.2016: Möglichkeiten vor Ort

Thüringer Ausbildungen im Tourismus weiterbringen.

Regionaler Besuch bei der weltgrößten Tourismusmesse in Berlin: Der Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) besuchte am 9. März den Messestand der IUBH auf der Internationale Tourismus-Börse Berlin (ITB). Gemeinsam mit Tourismusprofessor Dr. Peter Neumann und Prorektor Prof. Patrick Geus diskutierte er über die Bedeutung regionaler Ausbildungswege für die Touristikbranche.

„Thüringen ist ein Land, das vom Tourismus lebt“, so Tiefensee. „Um hier unsere hochqualifizierten Angebote weiter ausbauen zu können, benötigen wir dringend hochwertig akademisch ausgebildete Touristik-Fachkräfte.“ Dabei sei es besonders wichtig, Ausbildungsmöglichkeiten direkt vor Ort anzubieten – das bekräftigt auch IUBH-Professor Neumann, der als Vorsitzender des Tourismusbeirats die Thüringer Regierung zu Fragen der touristischen Entwicklung berät: „Die Ausbildung vor Ort stärkt immer auch die Wirtschaft vor Ort. Unsere Studierenden vernetzen sich bereits während ihrer Studienzeit mit der regionalen Tourismusbranche. Viele bleiben deshalb auch nach ihrem Abschluß Thüringen als Wohn- und Arbeitsort treu.“

Die IUBH bietet an ihrem Thüringer Campus Erfurt den Bachelorstudiengang Tourismuswirtschaft im dualen Modell an. Die Studierenden wechseln im wöchentlichen Rhythmus zwischen Hochschule und ihren Praxisbetrieben aus der Tourismusbranche. Damit erlangen sie in sieben Semestern einen staatlich anerkannten Bachelorabschluß und sammeln gleichzeitig fundierte Berufserfahrung. Für die Studierenden ist das Studium kostenfrei.

Die Internationale Hochschule Bad Honnef  Bonn (IUBH), die 1998 gegründet wurde, versammelt unter ihrem Dach drei voneinander unabhängige Hochschulbereiche mit insgesamt über 7000 Studierenden: das Campusstudium mit internationaler Managementausrichtung an der IUBH School of Business and Management, das IUBH Duale Studium und das IUBH Fernstudium. Das Campusstudium beinhaltet englischsprachige Bachelor- und Masterstudiengänge mit klarem Branchenfokus, beispielsweise auf Tourismus, Hotellerie oder Aviation. Das duale Studium der IUBH umfaßt Bachelorstudiengänge mit wöchentlichem Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Die flexiblen Fernstudiengänge der IUBH bieten ein breites betriebswirtschaftliches Spektrum von Marketing über Gesundheitsmanagement bis Wirtschaftsrecht. Die IUBH betreibt Standorte in Bad Honnef, Bad Reichenhall, Berlin, Bremen, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, München und Frankfurt am Main. Im CHE-Hochschulranking 2015 schnitt sie wiederholt als beste private Fachhochschule Deutschlands im Fach Betriebswirtschaft ab. Die Akkreditierungsagentur FIBAA verlieh der IUBH, als erster Hochschule Deutschlands, für fünf ihrer Studiengänge das Premiumsiegel. Träger der IUBH ist die Career Partner GmbH.

KATHARINA KUBISCH

 

10.03.2016


09.03.2016: Stärken besser herausstellen

„Thüringen ist die Wiege der Reformation“: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) besucht Thüringenstand auf der Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) besucht am 9. März die Internationale Tourismus-Börse in Berlin besuchen. Das teilte die Thüringer Staatskanzlei am 8. März in einer Medieninformation mit. Die ITB feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Auf der Veranstaltung präsentieren sich rund 10.000 Ausstellern aus rund 180 Ländern.

Der Freistaat legt nach Information der Staatskanzlei bei seinem eigenen Stand den Schwerpunkt unter dem Motto „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ auf die Lutherdekade 2017. Besonders im Mittelpunkt stehe hierbei die Nationale Sonderausstellung auf der Wartburg mit einem Nachbau der Lutherstube und einer Fotoaktion. Des weiteren werden am Thüringenstand Trends und Angebote aus den drei Themenbereichen Städte und Kultur, Natur und Aktiv sowie Gesundheit und Wellness präsentiert. Am Thüringenstand der ITB Berlin beteiligen sich verschiedene Aussteller. Neben der Thüringer Tourismus GmbH als Dachverband sind 23 weitere Vertreter des Thüringer Tourismus anwesend. Unter ihnen die Achava-Festspiele Thüringen. Das jüdische Kulturfestival wurde im letzten Jahr durch den gemeinnützigen Verein Achava e.V. unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten ins Leben gerufen und zielt mit seinen Veranstaltungen auf eine kulturelle Verständigung im Freistaat ab.

Es beteiligen sich verschiedene Aussteller aus Thüringen an dem Messestand, unter anderem die im letzten Jahr ins Leben gerufenen Achava-Festspiele Thüringen.

„Als Reiseland bietet Thüringen eine Vielfalt an touristischen Angeboten - eine Vielfalt, die überzeugt“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow im Vorfeld der ITB. „Thüringen ist die Wiege der Reformation. Dies wird mit Blick auf die Lutherdekade und die Präsentation ‚Luther 2017 – 500 Jahre Reformation‘ nochmals deutlich. Doch werben wir nicht nur für das Reformationsjahr 2017; ein weiterer touristischer Magnet wird das Bauhausjahr 2019 sein, das wir bereits jetzt intensiv vorbereiten.“

Weiter betonte Ramelow, daß die Thüringer Landesregierung nachdrücklich am Thema Tourismus arbeite. „Unsere Stärken liegen auf der Hand: Von der Natur, Kultur, dem Wander-, dem Wasser- bis hin zum Städtetourismus haben wir alles zu bieten. Doch müssen wir diese Stärken noch besser herausstellen. Und die ITB bietet eine gute Gelegenheit, uns sowohl deutschen als auch internationalen Touristen zu präsentieren und sie einzuladen, Thüringen zu entdecken.“

Der Ministerpräsident wird sich gemeinsam mit Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des Thüringer Landtages während eines Rundgangs über die vielfältigen Angebote informieren.

Wie das Thüringer Statistikamt mitteilt, empfingen die Thüringer Beherbergungsstätten 2015 rund 3,5 Millionen Gäste, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem bei deutschen Gästen wurde ein Anstieg verzeichnet (2,0 Prozent). Somit sind die inländischen Gäste mit rund 93 Prozent die maßgebliche Stütze des Tourismus in Thüringen.

Als wichtigste touristische Destination soll der Thüringer Wald nun auch durch die Projektgruppe „Zukunft Thüringer Wald“ gefördert werden, die in Kooperation der Staatskanzlei mit den zuständigen Ressorts unter Leitung des Wirtschaftsministeriums Mitte Februar 2016 die Arbeit aufnahm.

MI-TSK

 

09.03.2016


08.03.2016: Positiv reagiert

Professionelle psychologische Soforthilfe schließt Lücke in der Versorgung von Gewaltopfern: Traumaambulanzen für Opfer von Gewalttaten in Thüringen eingerichtet.

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die Linke) hat über Traumaambulanzen für Opfer von Gewalttaten in Thüringen informiert. Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, daß eine frühzeitige fachärztliche Betreuung von Gewaltopfern die Chancen auf eine vollständige Genesung erhöht. Die Traumaambulanzen ergänzen die Arbeit ehrenamtlicher Organisation, die im Freistaat die Opfer von Gewalt betreuen.

Die Gesundheitsministerin würdigte die Bereitschaft der Thüringer Kliniken zur Einrichtung der Traumaambulanzen: „Die Kliniken mit entsprechenden Fachbereichen haben sehr positiv auf unsere Nachfrage reagiert. Die Fachleute wissen, je früher die Hilfen angeboten werden, um so besser ist es für die betroffenen Menschen. Mit den neun Ambulanzen decken wir ganz Thüringen ab. So stellen wir sicher, daß Opfer von Gewalttaten künftig eine psychologische Beratung und Behandlung in Anspruch nehmen können, ohne weite Anfahrtswege auf sich nehmen zu müssen."

Die Ambulanzen befinden sich in Altenburg, Erfurt, Hildburghausen, Jena, Mühlhausen, Nordhausen, Saalfeld, Stadtroda und Weimar.

Es bedarf zunächst lediglich eines Kurzantrags, um die Leistungen einer Traumaambulanz in Anspruch nehmen zu können. Dieser Kurzantrag ist Teil eines Info-Flyers, der unter anderem bei der Polizei, dem Weißen Ring, den Jugendämtern, den Frauenhäusern, der Opferhilfe Thüringen sowie in den Traumaambulanzen ausgelegt wird.

Durchschnittlich stellen laut einer Pressemitteilung des Thüringer Gesundheitsministeriums vom 8. März jährlich 300 Gewaltopfer in Thüringen einen Antrag auf Opferentschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz. Davon sind rund 50 Personen in Folge der Gewalttat traumatisiert. Für die Behandlung in den Traumaambulanzen stellt das Gesundheitsministerium jährlich 25.000 Euro bereit. Das Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit dem Thüringer Landesverwaltungsamt mit den Kliniken Vereinbarungen getroffen, die die fachlichen und finanziellen Rahmenbedingungen regeln.

Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalttaten werden, erleiden häufig psychotraumatische Belastungen. Wesentliches Ergebnis medizinischer Studien ist, daß Opfer möglichst frühzeitig nach der Tat einer qualifizierten Untersuchung unterzogen werden sollten, damit erforderliche Maßnahmen der Stabilisierung und Therapien schnellstmöglich eingeleitet werden können. Damit soll einer Verstetigung des Leidens beziehungsweise der Ausbildung psychischer Folgeerkrankungen entgegengewirkt werden.

Derartige Sofortmaßnahmen sind im System der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch oftmals nicht oder nur schwer realisierbar. Daher sind spezielle Traumaambulanzen in Thüringen errichtet worden mit dem Ziel, Gewaltopfern möglichst frühzeitig eine qualifizierte psychologische Betreuung zur Verarbeitung des Erlebten zukommen zu lassen.

CORINNA HERRMANN

 

08.03.2016


08.03.2016: Hürden zu hoch

Industrie- und Handelskammer Südthüringen kritisiert: Fahrtkostenrichtlinie für Berufsschüler erfüllt nicht die Erwartungen der Wirtschaft.

„Die unter Federführung des Thüringer Bildungsministeriums erarbeitete Richtlinie zur Förderung der Fahrkosten von Berufsschülern bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Wirtschaft zurück“. Zu dieser Auffassung kommt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) mit Blick auf die in der Richtlinie formulierten Zuwendungsvoraussetzungen. Dem ersten Eindruck nach sei es zwar zunächst erfreulich, daß nun grundsätzlich jeder Berufsschüler unabhängig von sozialen Härten finanzielle Hilfen bekommen könne, mit genauerem Hinsehen zeige sich jedoch, daß die Hürden für den Fahrtkostenzuschuß viel zu hoch angesetzt seien. „Als die von der Landesregierung angekündigte ‚kurzfristige Abhilfe‘ bis zur Realisierung eines thüringenweiten Azubi-Tickets taugt die Richtlinie daher nicht und wird die Situation vieler Auszubildenden kaum verbessern. Das von der Wirtschaft erhoffte Signal der Landesregierung zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen im Freistaat bleibt mit dieser Richtlinie jedenfalls aus“, zeigte sich Pieterwas enttäuscht.

Die Kritik der IHK Südthüringen zielt vor allem auf die Kriterien für die Fahrtkostenzuschüsse. Bereits durch die Höchstvergütung von 600 Euro Brutto sowie eine ÖPNV-Fahrtzeit von täglich mindestens zwei Stunden zwischen Wohnort und Berufsschule als Zugangskriterium zum Azubi-Ticket würden zahlreiche Thüringer Azubis generell von einer Förderung ausgeschlossen, argumentiert die IHK Südthüringen in einer Pressemitteilung vom 4. März auf ihrer Internetseite. Bei Blockunterricht werde die Förderung sogar auf jeweils nur eine Hin- und Rückfahrt je Woche beschränkt. Zudem birge der Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendung in Verbindung mit der nachträglichen Auszahlung des Zuschusses finanzielle Risiken für die Berufsschüler. „Aufgrund dieses Kriterienkataloges ist nicht davon auszugehen, daß nennenswerte Mittel des für die Förderung zur Verfügung stehenden Budgets ausgeschöpft werden“, prognostiziert der IHK-Chef und warnt bereits vor dem reflexartigen Schluß, eine solche Förderung dann aufgrund mangelnder Nachfrage sofort wieder auf den Prüfstand zu stellen.

„Mit Blick auf den massiven Bedarf in dualen Ausbildungsberufen hatte die IHK Südthüringen von der Landesregierung ein Azubi-Ticket als Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung gefordert. Damit sollte den Azubis zur Steigerung ihrer Mobilität eine kostengünstige, zeit- und möglichst auch streckenunabhängige Nutzung des ÖPNV – ähnlich dem Studententicket – ermöglicht werden. Da die Umsetzung aufgrund einiger ungeklärter Fragestellungen noch einige Zeit auf sich warten lassen wird, sollte die Zeit genutzt werden, die vor ihrer Einführung stehende Richtlinie zu überarbeiten“, teilte die IHK Südthüringen mit. Die Richtlinie in der gegenwärtigen Form tauge allenfalls als Zwischenlösung auf dem Weg zu einem echten Azubi-Ticket.

PM-IHKS

 

08.03.2016


07.03.2016: Unverzichtbar

„Wir brauchen klare Regeln für Frauen in Betrieben!“ Das fordert Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und verweist darauf, daß Frauen von Mindestlohn, Tarifbindung und Mitbestimmung profitieren.

„Statt Blumen zum Frauentag sollten Thüringerinnen lieber an 365 Tagen im Jahr klare Regeln in der Wirtschaft einfordern.“ Das sagt Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Der Minister weist anläßlich des Internationalen Frauentags am 8. März darauf hin, daß vor allem Frauen von Mindestlohn, Tarifbindung und Mitbestimmung im Unternehmen profitieren würden. „Thüringen braucht gute Beschäftigungsverhältnisse, um im Wettbewerb um Fachkräfte mithalten zu können. Frauen und Mütter sind als Fach- und Führungskräfte unverzichtbar, zugleich aber besonders gefährdet, in prekäre Beschäftigung gedrängt zu werden“, wird Tiefensee in einer am 7. März von seinem Ministerium herausgegebenen Medieninformation zitiert.

„Klare Regeln ermöglichen die gleichwertige Einstufung von Qualifizierung. Denn gute Unternehmensführungen wissen um den Wert qualifizierter Mitarbeiter – egal ob Mann oder Frau“, so der Minister. Leider gingen kurze Arbeitszeiten etwa bei Teilzeit von Müttern zumeist mit niedrigeren Stundenlöhnen einher. Zudem seien Frauen nach wie vor überwiegend in traditionellen Niedriglohnbranchen wie etwa Einzelhandel, Gastgewerbe oder im Friseurberuf tätig. Ziel müsse es daher sein, Gleichstellung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch klare Regelungen zu erreichen.

Beispiel Mindestlohn: Dieser habe statt der befürchteten Arbeitsplatzverluste zu einer spürbaren Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geführt. Dies würden Daten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit belegen, auf die sich die Hans-Böckler-Stiftung beziehe. Im Gastgewerbe etwa stiegen die Löhne bundesweit um 2,9 Prozent, in Ostdeutschland sogar um 8,6 Prozent. Davon profitierten vor allem Frauen in den Niedriglohnbranchen, in denen auch viele Thüringerinnen arbeiten, denn viele niedrig bezahlte und schlecht abgesicherte Minijobs wurden demnach in reguläre Stellen umgewandelt.

Die Tarifbindung sei ein weiterer Baustein, um die Beschäftigungsverhältnisse vieler Thüringerinnen zu verbessern. Denn nach Tarif bezahlte weibliche Beschäftigte erhielten gut neun Prozent höhere Stundenlöhne als Frauen mit vergleichbaren Tätigkeiten ohne Tarifvertrag. Im Einzelhandel betrage er sogar über 17 Prozent. In tarifgebundenen Unternehmen habe 2015 ein reales Wachstum der Tariflöhne und -gehälter um 2,4 Prozent stattgefunden, bilanziert die Böckler-Stiftung. Damit sei es den Gewerkschaften seit 2012 jedes Jahr gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen. „Statt Willkür schaffen Tarifverträge klare Regeln und Transparenz für alle Beschäftigten.“, so Tiefensee

Der internationale Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.

PH-TMWWDG-MI

 

07.03.2016


07.03.2016: Unheilvolle Erfahrungen

„Herr Kramer ist nicht in der Position, Vereinbarungen der Koalition aufzukündigen“: Thüringer Die Linke-Landtagsabgeordneter Steffen Dittes widerspricht der Überlegung zur Wiedereinführung von V-Leuten im Freistaat.

Entschieden weist der Innenpolitische Sprecher der Die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag, Steffen Dittes, aktuelle Äußerungen des Thüringer Präsidenten des Amtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, zurück. Das teilte die Partei Die Linke im Thüringer Landtag am 6. März in einer Presseerklärung mit. Der Verfassungsschutzchef hatte gegenüber dem MDR erklärt, „im rechten Bereich unsere V-Leute-Basis“ wiederaufzubauen.

„Herr Kramer ist nicht in der Position, Vereinbarungen der Koalition aufzukündigen. Die Basis seiner Amtsübernahme ist und wird der Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün bleiben. Sollte Kramer anderer Meinung sein, ist der Innenminister gefordert, seine Personalentscheidung zu überdenken und zu korrigieren“, erklärte dazu Steffen Dittes.

Dittes verweist auf die unheilvollen Erfahrungen mit staatlich bezahlten Spitzeln. Durch diese sei die neonazistische Szene nicht nur aufgebaut und geführt worden, an ihnen sei sogar das erste beantragte NPD-Verbot vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Es komme nicht von ungefähr, daß das Bundesverfassungsgericht erst in dieser Woche erklärt habe, daß ein mögliches Verbot diesmal nicht an einer unterstellten Staatsnähe scheitern wird, nachdem der Bund und die Bundesländer erklärt hatten, keine V-Leute mehr in Funktionen der NPD zu führen.

„Sollte der Verfassungsschutz in Thüringen nach wie vor in Unkenntnis über Einstellungen, Organisation und Vernetzung der extrem rechten Szene in Thüringen sein, fehlen ihm nicht etwa V-Leute, sondern einfach die Geeignetheit, als gesellschaftliches Frühwarnsystem zu fungieren. Die Linke ist nach wie vor der Ansicht, daß wissenschaftliche Analyse und zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung zielführender sind, ebenso die polizeilichen und strafprozessualen Befugnisse im Rahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Wer nach wie vor glaubt, die Sicherheit dadurch erhöhen zu können, daß man von Rechtsextremisten für Geld Informationen über deren Tun bekommt, hat offensichtlich die in den letzten Jahren stattgefundene Aufarbeitung des systembedingten Versagens der Geheimdienste bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus verschlafen“, stellte der Linkspolitiker klar.

PM-DLTL

 

07.03.2016


06.03.2016: Wertvolle Möglichkeiten

Messe für nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz: Thüringer Unternehmerdelegation reist zur „Ecobuild“.

Zum 12. Mal findet vom 8. bis 10. März 2016 die Londoner Baumesse „Ecobuild“ statt. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt am 4. März in einer Pressemitteilung informierte, werden zu dieser Veranstaltung über 800 Aussteller aus 35 Ländern mehr als 1000 innovative Produkte und Verfahren präsentieren. Und: Auch eine Thüringer Unternehmerdelegation reist nach London, organisiert und begleitet von der Industrie- und Handelskammer Erfurt als Partner im europäischen Netzwerk des Enterprise Europe Network (EEN).

„Die Ecobuild hat sich zur weltweit führenden Fachmesse für nachhaltiges Bauen, Gebäudemanagement und Ressourceneffizienz in Europa entwickelt“, sagt Prof. Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt. Diese biete auch Thüringer Unternehmern wertvolle Möglichkeiten, ihre Produkte und Verfahren vorzustellen, professionelle Netzwerke aufzubauen und Auftragschancen auszuloten.

Christian Dietzsch, Geschäftsführer der Tedeg UG und Co.KG aus Berga, hat Erfahrungen mit internationalen Messen und weiß: „Das persönliche Gespräch und die Möglichkeit, mein innovatives Produkt vorzustellen, prägen sich bei potentiellen Partnern ein und schaffen eine Grundlage für die künftige Zusammenarbeit. Die bestens vorbereitete Kooperationsbörse bietet gerade Fachbesuchern aus kleinen und mittleren Unternehmen eine zugleich effektive wie effiziente Möglichkeit, Interessenten aus vielen Ländern an einem Ort zu treffen.“

In Großbritannien ist die Bauwirtschaft nach einigen schwierigen Jahren deutlich auf Wachstumskurs. Von dieser Branche wird mit 70 Prozent Wachstum in den nächsten zehn Jahren der größte Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaft des Inselstaates erwartet. Die engen wirtschaftlichen Kontakte der Thüringer Unternehmen zum Vereinigten Königreich spiegeln sich auch in der Außenwirtschaftsstatistik des Freistaats wider. „Thüringen lieferte von Januar bis September 2015 Waren im Wert von über 667 Millionen Euro nach Großbritannien, damit liegt das Königreich auf Platz vier im Ranking der Thüringer Ausfuhren. Im Gegenzug belegen die Einfuhren von rund 596 Millionen Euro den zweiten Platz im Länderranking“, bilanziert IHK-Chef Grusser. Derzeit würden 288 Thüringer Firmen Geschäftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich unterhalten.

Die vom Enterprise Europe Network (EEN) Thüringen in Zusammenarbeit mit weiteren internationalen EEN-Partnern organisierte Unternehmerreise bietet neben dem Messebesuch ein dichtes Fachprogramm. Dazu gehört ein Seminar zum Planen und Bauen in Großbritannien mit Experten der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer und deutschen Unternehmern mit Erfahrungen vor Ort. Praxisnähe verspricht auch der Besuch des international tätigen Londoner Planungsbüros ÜberRaumArchitects.

Auch am zweiten Tag sind laut Informationen der IHK die Terminkalender bereits prall gefüllt mit B2B-Gesprächen im Rahmen der EEN-Kooperationsbörse, die seit Jahren in die Messe integriert sei. Wie die Thüringer Unternehmer seien weitere 260 Teilnehmer dieser Börse aus 29 Ländern mit ihren Kooperationsprofilen online präsent.

PM-IHKE

 

06.03.2016


05.03.2016: Rückgang

Weniger Insolvenzverfahren in Thüringen im Jahr 2015.

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden im vorigen Jahr über 2719 Insolvenzverfahren. Darüber informierte das Thüringer Landesamt für Statistik am 4. März 2016 in einer Pressemitteilung. 13.3 Prozent davon entfielen 13,3 Prozent auf Unternehmen und 86,7 Prozent auf übrige Schuldner, das bedeutet natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe.

„Die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren ging im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 309 Anträge beziehungsweise 10,2 Prozent zurück. Weniger Insolvenzen hatte es - seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 2001 - zuletzt im Jahr 2002 mit 2662 Anträgen gegeben“, erklärte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

2496 Verfahren und somit 91,8 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 214 Verfahren beziehungsweise 7,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und neun Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 425 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 156.000 Euro aus.

2015 gab es mit 362 Unternehmensinsolvenzen 79 weniger als 2014. Im Zeitraum von 2002 bis 2015 war dies der niedrigste Wert.

Die insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2165 Arbeitnehmer.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 75 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 45 Verfahren und dem verarbeitenden Gewerbe mit 44 Verfahren. Gegenüber 2014 reduzierte sich die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe um neun Verfahren und im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 27 Verfahren und im verarbeitenden Gewerbe um 25 Verfahren.

In den Dienstleistungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens sehr unterschiedlich.

Nach Rechtsformen betrachtet mußten im Jahr 2015 am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (201) und Einzelunternehmen (115) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden 2357 Verfahren gemeldet. Das entsprach einem Rückgang um 230 Verfahren, was 8,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 entspricht. Weniger Insolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2004 mit 2191 Verfahren gegeben.

Von 1678 privaten Verbrauchern wurde im Jahr 2015 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 214 Verfahren und damit 11,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Weitere 623 Verfahren betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten. Im Jahr 2014 waren es 636 Verfahren.

Mit 131 Insolvenzfällen je 100 000 Einwohner wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten als in den Landkreisen (123 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner).

Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden nach Berechnungen des Landesamtes in den Landkreisen Altenburger Land (169) und Sonneberg (154) sowie in der Stadt Eisenach (151) registriert. Die wenigsten Fälle wurden im Landkreise Sömmerda (79), im Saale-Holzland-Kreis (85) und im Landkreis Nordhausen (89) festgestellt.

PM-TLS

 

05.03.2016


04.03.2016: Initiative auf den Weg bringen

Thüringer Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) spricht sich für Landeszuschüsse für Investitionen von Hospizen aus.

Auf Bitten des Vereins und Einladung von Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) kamen Klaus-Dieter Heber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Kinderhospiz Mitteldeutschland, und weitere Vorstandsmitglieder des Vereins am 3. März zu einem Gespräch ins Sozialministerium.

Sozialministerin Werner würdigte die Arbeit des Kinder-und Jugendhospizes: „Das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gewährt Angehörigen von Kindern mit lebensverkürzenden Krankheiten eine Auszeit vom anstrengenden Alltag der Pflege. Angebote dieser Art sind ein wichtiger Baustein in der Unterstützung der Kinder und ihrer Angehörigen.“ Ministerin Werner betonte zudem, daß sie die Arbeit aller Hospize wie auch der ambulanten Hospizdienste in Thüringen außerordentlich schätzt.

Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Heber stellte im Gespräch den Einsatz der Thüringer Landesregierung bei der Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes im Bund heraus. Die Intervention von Ministerpräsident Ramelow und Sozialministerin Werner beim Bund habe erheblich dazu beigetragen, daß bei dem im November 2015 verabschiedetem Hospiz- und Palliativgesetz auch eine deutliche Verbesserung der Kinder und Jugendhospizarbeit in Deutschland ermöglicht wurde. Damit wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, daß auch das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz dringend erforderliche, höhere Regelsätze mit den Krankenkassen vereinbaren kann.

In der Frage eines Investitionszuschusses an das Kinderhospiz durch das Land äußerte Vorstandsvorsitzende Heber Verständnis dafür, daß das Land gegenwärtig nicht über Mittel für Bauinvestitionen verfügt. „Als sozialer Trägerverein sind wir natürlich nicht glücklich darüber, akzeptieren dies aber. Wir bleiben im Sinne der betroffenen Familien im regen Austausch mit dem Sozialministerium“, so Klaus-Dieter Heber, Vorsitzender des Trägervereins für das Kinder- und Jugendhospiz.

Ministerin Werner unterstrich im Gegenzug, daß die Nachfrage des Kinderhospizes und anderer Hospize nach Investitionsmitteln verständlich sei. Sie wies darauf hin, daß bundesweit Investitionsmittel für Hospize fehlen. Deshalb setzt sich die Ministerin für Investitionskostenzuschüsse durch den Bund ein und wird eine entsprechende Initiative im Bundesrat auf den Weg bringen.

Da bundeseinheitliche Lösungen erfahrungsgemäß längere Zeiträume in Anspruch nehmen, kündigte die Ministerin an, in den Beratungen für den Doppelhaushalt des Landes Thüringen für die Jahre 2018/19 insgesamt 500.000 Euro für die Finanzierung von Bauinvestitionen von Hospizen in Thüringen anzumelden.

Der Vergabe der Fördergelder soll eine Ermittlung des Thüringer Bedarfs an Plätzen in stationären Hospizen vorgeschaltet werden, so die Ministerin. Dazu wird das Ministerium im kommenden Jahr alle an der Hospizarbeit in Thüringen Beteiligten – Hospize, Hospizverbände und Kassen – zu einem Runden Tisch eingeladen. Der Runde Tisch soll ebenfalls einheitliche Kriterien für die Qualität der Hospizarbeit und zur Bemessung des quantitativen Angebots an Hospizplätzen ausarbeiten.

„Wir wollen mit diesen Schritten einen deutlichen Beitrag zur finanziellen Absicherung der Hospize leisten und gleichzeitig die Förderung transparent und gerecht gestalten“, faßt Werner die Zielsetzung ihres Vorschlags zusammen. Vorstandsvorsitzender Heber unterstützt den Vorschlag: „Es ist das erste Mal, daß sich eine Thüringer Landesregierung in dieser Weise für die Anliegen der Hospizarbeit stark macht.“

Weiterhin schlug Frau Werner vor, ihre Ministerkollegen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Vertreter der bestehenden Kinderhospize, Hospizverbände, den Bundesverband Kinderhospiz e.V. sowie beteiligte Leitungserbringer zu einer Konferenz einzuladen. Dort solle darüber gesprochen werden, wie die Länder entsprechend des aktuellen Hospiz- und Palliativgesetzes die Kinderhospizangebote unterstützen können. Für Ministerin Werner bietet sich dieser Weg an, da die Kinderhospize der drei Länder vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Dieses Angebot wurde vom ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden des Kinderhospizes Tambach-Dietharz ebenfalls begrüßt.

Der Vereinsvorsitzende Klaus-Dieter Heber hob besonders die Unterschiede im Finanzbedarf der laufenden Finanzierung von Hospizen für Erwachsene und Kinder- und Jugendhospizen im Bereich der Betriebs- und Personalkosten hervor: „Kinder- und Jugendhospize haben einen viel höheren Finanzbedarf als Erwachsenenhospize. Ihr Hilfeangebot umfaßt das gesamte Familiensystem und die psychosoziale Begleitung aller Familienmitglieder, oftmals über viele Jahre. Deshalb bedarf es hier auch einer individuellen Betrachtung und finanziellen Ausstattung.“

Ministerin Werner erläuterte darüber hinaus die Gründe für die Ausrichtung der Landesförderung auf die ambulanten Hospizdienste. Diese leisten nach Auffassung von Werner die Basisarbeit in der Unterstützung der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Familien. „Es ist die ambulante Pflege, die es den Betroffenen ermöglich, in ihrer häuslichen Umgebung gemeinsam mit ihren Familien zu leben“, sagte Werner. Deshalb fördere das Sozialministerium die ambulante Hospizarbeit jährlich mit insgesamt 341.000 Euro. Mit 122.000 Euro wird die Koordinierung der ehrenamtlichen Helfer unterstützt, mit 219.000 Euro werden Sachausgaben, zum Beispiel Fahrtkosten der ambulanten Hospizdienste bezuschußt. Auf Betreiben von Sozialministerin Werner wurde die Gesamtförderung in den Jahren 2015, 2016 und 2017 gegenüber dem Jahr 2014 um 45.000 Euro pro Jahr angehoben.

Werner wies zudem darauf hin, daß Thüringen das Kinder-und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz in seiner Gründungsphase mit 265.000 Euro aus Landesmitteln für Bauinvestitionen gefördert hat. Die Gesamtinvestitionen des Trägervereins des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz beliefen bisher auf 6.2 Millionen Euro, welche zum Höchstmaß aus Spenden zusammengetragen wurden.

MI-TMASGFF

 

04.03.2016


03.03.2016: Fürstliche Pracht

Wirtschaftsministerium unterstützt Thüringer Schlössertage: Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergibt Förderung in Höhe von über 150.000 Euro für 2016 und 2017.

Nach dem erfolgreichen Start in den letzten beiden Jahren fördert das Thüringer Wirtschaftsministerium erneut die „Thüringer Schlössertage“ mit 152.000 Euro. Das teilte das Ministerium am 3. März in einer Medieninformation mit. Die Gelder fließen in sämtliche Maßnahmen zur Vermarktung der Veranstaltungsreihe in den Jahren 2016 und 2017. „Mit dieser Förderung wollen wir den Kulturtourismus im Freistaat stärken und unsere einzigartige Schlösserlandschaft so für Gäste und Touristen interessanter machen“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Die Thüringer Schlössertage wurden im Jahr 2015 mit dem Thüringer Tourismuspreis in der Kategorie Marketing und Kooperation ausgezeichnet und „haben sich in den letzten beiden Jahren als sehr attraktive Veranstaltungsreihe herausgestellt, um die Thüringer Schlösserlandschaft unter einer Dachmarke zu vermarkten und so auch überregional zu positionieren“, erläutert Tiefensee die weitere Unterstützung. Der Freistaat hatte die Schlössertage bereits 2014 und 2015 mit knapp 130.000 Euro gefördert. Die verstärkte Vernetzung und thematischen Bündelung des Angebots habe bereits zum Start zu hohen Besucherzahlen geführt. Zur Premiere 2014 kamen insgesamt 17.000 Besucher, 2015 bereits knapp 23.000.

Die Idee zu den Thüringer Schlössertagen entstand in Anlehnung an die Landestourismuskonzeption 2015. Der Arbeitskreis „Schatzkammer Thüringen“, ein Verbund aus über 25 Schlösser, Parks und Gärten in Thüringen, startete die Gemeinschaftsinitiative, um die dichte Thüringer Schlösserlandschaft besser touristisch zu vermarkten und so deren Image zu stärken. Denn in keiner anderen Region Deutschlands liegen die ehemaligen Fürstenresidenzen so eng beieinander. So sollte der Anteil sowohl überregionaler Besucher und vor allem von Gruppenreisen als auch regionaler Gäste gesteigert werden.

Die Thüringer Schlössertage finden immer zum Pfingstwochenende und in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Unter einem gemeinsamen Motto und jährlich wechselnden Themen öffnen die beteiligten Schlösser verborgene Türen und zeigen sich von ihrer kreativen Seite. In diesem Jahr präsentieren sich die Schlösser unter dem Motto „Aufgespielt – Rendezvous der Künste“. Kleine Schauspielführungen, vergnügliche Lesungen, Führungen und Barocke Konzerte vermitteln die fürstliche Pracht. Hauptveranstaltungsort 2016 ist das Schloß Elisabethenburg in Meiningen. Die Residenz erlangte Ende des 19. Jahrhunderts Berühmtheit, als der kunstsinnige Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826–1914) mit Hoftheater und Hofkapelle europaweit Aufsehen erregte und kulturelle Reformen auslöste. An allen beteiligten Schlössern gibt es wieder Erlebnisführungen, Vorträge, Ausstellungen, Festkonzerte und Veranstaltungen für Familien.

MI-TMWWDG

 

03.03.2016


03.03.2016: Ende der Winterpause

Oberkirche in Arnstadt öffnet wieder für Besucher.

Am 5. März endet die Winterpause für die Oberkirche. Der Verein Oberkirche Arnstadt e.V. öffnet für Besucher wieder zu den üblichen Zeiten: samstags und sonntags jeweils von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr..

Wie der Verein informiert, können Besucher nun wieder die fast vollständig aufgebaute Kanzel an ihrem angestammten Standort bewundern. Auch der Adelsstand wurde mit drei weiteren restaurierten Bildern ausgestattet. Die Wiederinbesitznahme dieser Bilder erfolgte am 26. Februar 2016.

Auch wenn schon viel geschehen sei, bis zum Lutherjahr 2017 und der geplanten Wiederweihe der Kirche bleibe noch viel zu tun, teilte der Verein mit. In diesem Jahr erfolgen die Fertigstellung von Kanzel und Kreuz des Burchard Röhl, der Abschluß der Ausstattung der Nordwand mit dem Epitaph Schneidewein sowie die Wiedereinbringung der Bilder von Luther und Melanchthon. Den größten Umfang haben jedoch in diesem Jahr die Restaurierung der Ostwand sowie die statische Sicherung und Konservierung von Fürsten- und Gräfinnenstand an der Südwand der Kirche. Zudem ist bis zum 11. September 2016 die komplette Rückführung aller dann restaurierten Leinwandbilder des Adelsstandes vorgesehen.

VOK-PM

 

03.03.2016


02.03.2016: „Wichtig für die Lernkultur“

Schulbibliothekspreis an Einrichtungen in Gera, Dingelstädt und Jena-Gröschwitz verliehen.

Die Staatliche Grundschule „Erich Kästner“ Gera, die St.-Franziskus-Schule Dingelstädt sowie das Staatliche Berufsbildende Schulzentrum Jena-Göschwitz erhalten den diesjährigen Schulbibliothekspreis. Die Auszeichnung wurde am 2. März auf der 5. Fachtagung Schule und Bibliothek durch Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke) überreicht.

„Schulbibliotheken spielen eine große Rolle für die Atmosphäre und Lernkultur einer Schule und sind eine ideale Ergänzung zur öffentlichen Bibliothek am Ort“, gratulierte die Ministerin. „Die Angebote fördern das Interesse und die Freude am Lesen und am Gedankenaustausch. Die enge Verzahnung mit dem Fachunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ein gezieltes selbständiges Lernen. An den ausgezeichneten Einrichtungen setzen sich die Lehrkräfte mit besonders großem Engagement für die Leseförderung ein und bieten den Schülerinnen und Schülern immer wieder Anregungen zum Umgang mit Literatur.“ Neben der regelmäßigen Teilnahme an Lesewettbewerben spiele die Schulbibliothek im Gesamtkonzept dieser Schulen eine herausragende Rolle. Alle drei Schulen konnten die Jury mit ihrem über das übliche Maß hinausgehenden Engagement überzeugen.

Unter dem Thema „Neue Formen der Kultur- und Wissensvermittlung – Gaming und Gamification“ tauschen sich Fachleute am 2. März an der Universität Jena in Vorträgen, Seminaren und Workshops über neue Lernformen mit Tablets im Unterricht, digitales Lesen sowie digitale Information und Spielkultur aus. Seit 1995 gibt es die Landesarbeitsgemeinschaft „Schule und Bibliothek“. Es handelt sich um eine Plattform für die Zusammenarbeit von Bibliothekaren, Pädagogen, Schulträgern und Landesbehörden. Der Schulbibliothekspreis wurde zum zweiten Mal verliehen.

MI-TMBJS

 

02.03.2016


01.03.2016: „Die Vorrangprüfung muß fallen“

Integration und Reduzierung der Flüchtlingszahlen nicht getrennt betrachten: 1. Flüchtlingskonferenz der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag.

„Die Demokraten müssen sich zu Wort melden, um aus der Mitte der Gesellschaft nach dem besten Weg zu suchen, und nicht die Populisten vom rechten Rand." Mit diesen Worten eröffnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring am 29. Februar die 1. Flüchtlingskonferenz im Thüringer Landtag. Trotz Schnee und glatter Straßen hatten rund 150 Bürger aus ganz Thüringen den Weg in den Landtag gefunden, um neben Mohring auch mit Ursula Gräfin Praschma vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem stellvertretenden Direktor der Paritätischen BuntStiftung, Stefan Werner, und mit der Präsidentin des Thüringer Landkreistages, Martina Schweinsburg, zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Blanka Weber.

Zur Debatte um Obergrenzen für Flüchtlinge sagte Mohring, die Fragen der Integration und der Reduzierung von Flüchtlingszahlen ließen sich nicht getrennt voneinander betrachten. „Unsere Gesellschaft muß die Hand reichen zur Integration, aber es muß auch die Bereitschaft vorhanden sein, diese Hand zu ergreifen", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Gleichzeitig warb er für eine Entbürokratisierung bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt: „Die Vorrangprüfung muß fallen." Mohring erneuerte die Forderung der CDU nach Vorbereitungsklassen für Flüchtlingskinder, um das Schulsystem nicht zu überlasten. Denn, so die einhellige Meinung sowohl im Publikum als auch auf dem Podium: Das Erlernen der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung, damit Integration gelingen kann.

Mohring und Schweinsburg forderten von der Landesregierung, den Kommunen schneller und mit mehr Einsatz bei der großen Herausforderung finanziell unter die Arme zu greifen. Zum Teil gingen die Landkreise monatelang in Vorleistung, bis das Geld des Landes fließen würde, so Mohring. Martina Schweinsburg beklagte, daß noch nicht alle Ausgaben der Kommunen für die Unterbringung von Flüchtlingen vom Land beglichen seien. Laut der Präsidentin des Thüringer Landkreistages stehen allein bei den Landkreisen derzeit knapp acht Millionen Euro aus: „Das führt vor Ort natürlich nicht zu mehr Akzeptanz", so Schweinsburg.

Stefan Werner sagte, ein besonderes Problem sei die sogenannte „Projektitis": „Alle zwei Jahre müssen funktionierende Projekte neu erfunden werden", erklärte Werner und forderte mehr Kontinuität und Planungssicherheit. Gräfin Praschma zeigte sich dagegen überzeugt, daß die Flüchtlingskrise zu bewältigen ist und verwies auf die Erfolge der jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung. Mit Verabschiedung des Asylpakets II sind nicht mehr nur die Westbalkanstaaten, sondern auch Marokko, Algerien und Tunesien zu sicheren Herkunftsländern erklärt worden - dies zeige bereits jetzt Wirkung, so Praschma: „Der Anteil der Nicht-Bleibeberechtigten geht zurück."

Sowohl Mohring als auch Schweinsburg warnten davor, daß Konflikte aus den Heimatländern der Flüchtlinge nach Deutschland getragen würden. „Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten verschwindet nicht, nur weil die Menschen jetzt bei uns sind", sagte Mohring. Schweinsburg verwies auf Vorfälle wie in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl, die Ängste in der Bevölkerung auslösten, die ernstzunehmen seien. Gleichzeitig warnte sie vor einer „Landflucht" und Ghettoisierung der Flüchtlinge: „Die Menschen haben Angst vor Parallelgesellschaften in großen Städten wie Paris, wo die Integration verpaßt wurde", so Schweinsburg.

FV-CDU-TL

 

01.03.2016


01.03.2016: Steigerung

Thüringer Gastgewerbe verzeichnete im Jahr 2015 die höchste jährliche Zuwachsrate beim Umsatz der letzten zehn Jahre.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erreichten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2015 real (preisbereinigt) ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von 2,8 Prozent, nominal (zu jeweiligen Preisen) von 5,3 Prozent. Das sei der höchste Umsatzzuwachs der letzten zehn Jahre gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.

„Die Beschäftigtenzahl stieg um 0,7 Prozent, wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 1,5 Prozent sank und sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um drei Prozent erhöhte“, erklärte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Bundesweit konnte das deutsche Gastgewerbe nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2015 real 1,7 Prozent und nominal 4,2 Prozent mehr umsetzen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Das Thüringer Beherbergungsgewerbe erzielte im Jahr 2015 eine reale Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent (nominal: + 5,5 Prozent). Insbesondere die Hotellerie (Hotels, Gasthöfe, Pensionen) konnte mit real + 3,5 Prozent und nominal + 5,7 Prozent einen Umsatzzuwachs erreichen.

Aufgrund eines deutlichen Zuwachses an Teilzeitbeschäftigten (+ 6,5 Prozent) konnte die Zahl der im Beherbergungsgewerbe insgesamt Beschäftigten im Vergleich zum Jahr 2014 um 1,0 Prozent ansteigen. Dies resultierte größtenteils aus dem Anstieg der Teilzeitbeschäftigten (8,0 Prozent) in der Hotellerie. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Beherbergungsgewerbe insgesamt reduzierte sich um 1,3 Prozent.

Die Thüringer Gastronomie konnte 2015 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls ein Umsatzplus verbuchen, 2,5 Prozent real und 5,2 Prozent nominal. Dabei konnten die Caterer und Kantinen prozentual die positivste Entwicklung verzeichnen.

Im Gegensatz zur speisengeprägten Gastronomie mußte die getränkegeprägte Gastronomie (zum Beispiel Schankwirtschaften) Umsatzeinbußen in Kauf nehmen (real: - 7,1 Prozent, nominal: - 4,1 Prozent). Diese waren auch mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen verbunden (- 3,6 Prozent), was laut Thüringer Landesamt für Statistik auf einen massiven Rückgang der Vollzeitbeschäftigten (- 7,9 Prozent) zurückzuführen sei.

Die Gastronomie insgesamt weist 2015 einen Beschäftigtenzuwachs von 0,6 Prozent gegenüber 2014 aus.

MW-TLS

 

01.03.2016

Thüringen aktuell

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Die Ausgabe 3/2017 berichtet über ein ereignisreiches Jahr in der Wartburgregion.

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