Nachrichten aus dem Freistaat Januar 2017

Januar 2017

31.01.2017: „Austausch am Leben erhalten“

Jena intensiviert Partnerschaft mit Stadt und Universität Berkeley.

Bei ihrem Besuch der Universität Berkeley in Kalifornien betonten Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (beide SPD) am 31. Januar die Wichtigkeit von Kooperationen in Wirtschaft und Wissenschaft als Antwort auf die Abschottungspolitik des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, der Politik Trumps mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzutreten und bestehende gute Verbindungen zu kräftigen“, betonte Tiefensee.

Gerade die Universität Berkeley sei für ihre Liberalität und ihre Stärke, das politische Geschehen zu hinterfragen, bekannt. Es freue ihn zu hören, daß zahlreiche Studenten aus Berkeley bei den Demonstrationen am Flughafen San Francisco dabei waren. Der Austausch der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) mit der Universität Berkeley stehe stellvertretend dafür, wie Wissenschaftskooperationen auch unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen Grenzen überwinden können.

Auch Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter, der mit seinem Besuch beim neuen Bürgermeister Berkeleys, Jesse Arreguin, der bestehenden Städtepartnerschaft neue Impulse geben möchte, betonte: „Wir sind stolz auf die Partnerschaft mit der Stadt und der Universität, über die wir junge Menschen und Gründer hier her bringen. Gerade jetzt sind derartige Kooperationen wichtig, um ein Zeichen gegen Populismus und für die Demokratie zu setzen und den Austausch am Leben zu erhalten.“

Die FSU unterhält seit über 15 Jahren eine starke und lebendige Partnerschaft mit der renommierten und weltweit bekannten Universität Berkeley. Vertreter der FSU waren mitgereist, um vor Ort zu besprechen, wie die Kooperation beider Universitäten weiter ausgebaut werden kann. Während bisher hauptsächlich Studenten der FSU kostenfrei für Austauschsemester nach Berkeley gekommen sind, gibt es ab April 2017 ein Stipendienprogramm, im Rahmen dessen finanzielle Unterstützung für amerikanische Studenten in Jena gewährt wird. Möglich wird das unter anderem auch über die inzwischen zahlreichen Lehrangebote in englischer Sprache, die in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut wurden. „Die Partnerschaft ist der Beweis dafür, daß der Austausch von Wissen funktioniert und für Thüringen von großem Interesse ist. Es ist eine gewinnbringende Zusammenarbeit für beide Seiten“, so Tiefensee.

PEGGY HOY

 

31.01.2017


30.01.2017: Bundesweites Pilotprojekt

Erfolgreiches Jahr gemeinsam gefeiert: Umsatzsteigerung bei der TMP Fenster + Türen GmbH in Bad Langhensalza.

„Wir konnten im Jahr 2016 einen Umsatz von 45 Millionen Euro erwirtschaften, was einer Steigerung von elf Prozent zum Vorjahr entspricht.“ Bernhard Helbing, geschäftsführender Gesellschafter der TMP Fenster + Türen GmbH bedankte sich zum diesjährigen „TMP-Festabend“ bei allen Mitarbeitern für das „außergewöhnliche Engagement“. Über 200 Mitarbeiter, ehemalige Kollegen und Vertreter von Partnerfirmen feierten diesen Erfolg am 27. Januar im Kultur- und Kongreßzentrum in Bad Langensalza.

Es seien jedoch „durchaus noch Reserven vorhanden, die es zu erschließen gilt“, so Helbing. Einen wichtigen Beitrag leiste hier das vor 16 Monaten eingeführte „Cheffrühstück“, wo Mitarbeiter aus allen Bereichen in gelockerter Atmosphäre offen und ehrlich von Problemen, Fehlern und Widersprüchen berichten können. Hier seien schon viele wichtige Ideen gefunden worden.

Eine der wichtigsten Aufgaben sei die weitere Digitalisierung aller Abläufe im Unternehmen Nachdem bereits mit großem Erfolg Tablet-PCs für alle Monteure eingeführt wurden, die eine ständige Verbindung mit den Fachbereichen ermöglichen, sollen im Frühjahr 2017 erste Transportgestelle mit sogenannten „Trackern“ ausgerüstet werden. „Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, welches bundesweit einmalig ist“, informierte Helbing. Nachdem man hier Interesse signalisiert hätte, hatte die Telekom das Bad Langensalaer Unternehmen als Pilotkunden ausgewählt. Dabei handele es sich um ein System, welches Geodaten versendet. So lassen sich die Versandprozesse weiter optimieren.

Als „Mitarbeiter des Jahres“ wurde Roswitha Keyser aus dem Bereich Buchhaltung geehrt. „Sie ist seit der Gründung am 8. Juni 1990 dabei und hat einen wesentlichen Anteil daran, daß die Trennung der buchhalterischen Daten zwischen der LPG Merxleben und TMP exakt gelaufen ist“, bedankte sich Helbing. „Hier hat Frau Kayser einen außergewöhnlichen Einsatz gezeigt, für den ich mich noch heute bedanke.“ Als ausgebildete Bilanzbuchhalterin leiste die Mitarbeiterin eine exzellente Arbeit.

Den Abschluß des „offiziellen Teils“ bildete wieder eine „TMPiade“ – ein sportlicher und geistiger Wettbewerb, wo sechs Teams aus verschiedenen Bereichen gegeneinander antraten. Dabei mußten Bilder geraten, ein überdimensionales Puzzle zusammengesetzt, ein Hürdenlauf absolviert, gewürfelt und Nägel eingeschlagen werden. Alle Teams erhielten je nach Abschneiden attraktive Prämien, die für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden können.

Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden und bezahlt wurde - und das ist schon traditionell - mit den TMPOs, einer für diesen Abend gültigen Währung.

MICHAEL SCHLUTTER

 

30.01.2017


29.01.2017: „Weiterhin wirtschaftliche Präsenz zeigen“

Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation startet nach Kalifornien: Photonik-Branche und Gründerthematik im Fokus.

Eine rund 40köpfige Thüringer Unternehmer- und Hochschuldelegation unter Leitung von Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) startet am 29. Januar nach Kalifornien. Auf dem Programm der Reise, die vom 29. Januar bis zum 4. Februar dauert, stehen der Besuch der weltweit größten Photonik-Messe „SPIE Photonics West“ und des Silicon Valley sowie Termine in Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. „Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen zu Thüringens wichtigstem Exportmarkt müssen trotz schwieriger politischer Lage fortgeführt werden. Wir wollen im Gespräch bleiben, die langjährig guten Handelsbeziehungen ausbauen und mit neuen Ideen für Thüringen zurückkommen“, sagte Tiefensee.

Gerade im Bereich der Hochtechnologien wie etwa der Photonik seien internationale Forschungskooperationen und Märkte unabdingbar, damit die Photonik auch weiterhin einer der Thüringer Wachstumsbranchen bleibe. In diesem Kontext steht der Besuch des deutschen Gemeinschaftsstandes auf der „SPIE Photonics West“, bei dem der Minister mit den ausstellenden Unternehmen aus Thüringen ins Gespräch kommen wird.

Weitere Programmpunkte sind das „Lawrence Livermore National Laboratory“, das für seine Arbeiten auf dem Gebiet von Hochleistungscomputern und fortschrittlicher Lasertechniken bekannt ist, sowie der Besuch von Unternehmen im Silicon Valley wie etwa BMW Technology oder Facebook.

Ein besonderer Fokus der Reise liegt auf der Vernetzung von jungen Thüringer Unternehmen mit potentiellen Partnern und Investoren auf dem US-amerikanischen Markt. Fünf Thüringer Jungunternehmen können sich in San Franzisko auf einer Kooperationsbörse vor amerikanischen Kapitalgebern präsentieren. Die mitgereisten Unternehmen haben darüber hinaus auch wieder bei den etablierten Börsen und Workshops die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Zudem besucht der Minister das „Plug and Play Tech Center in Sunnyvale“, eine innovative Plattform, die sich die Vernetzung von Start-Ups und gestandenen Unternehmen zur Aufgabe gemacht hat.

Neben den Wirtschaftsterminen stehen auch Besuche von drei Hochschulen wie der University of Southern California in Los Angeles auf dem Programm. „Hochschulen sind die ‚Brückenköpfe‘ unserer Außenwirtschaft – sie haben Kooperationsbeziehungen in zahlreiche Länder“, so Tiefensee. So unterhält die Bauhaus-Universität Weimar Beziehungen zur Stanford University, wo es eine Diskussionsrunde zur Gründerthematik und Photonik geben wird. Mit der University of California in Berkeley pflegt die Friedrich-Schiller-Universität Jena bereits seit 15 Jahren eine Partnerschaft.

Insgesamt haben 335 Unternehmen Exportbeziehungen in die USA. 30 Thüringer Unternehmen haben Niederlassungen oder Anteile an Unternehmen in den USA. Umgekehrt sind die USA einer der größten Investoren im Freistaat – 69 Unternehmen haben US-amerikanische Gesellschafter. Angesichts dieser Bedeutung führen in diesem Jahr gleich zwei Thüringer Delegationsreisen in der Vereinigten Staaten. „Gerade hier kann unsere Strategie nur lauten, im Gespräch zu bleiben, die Kontakte nicht abreißen zu lassen und weiterhin wirtschaftliche Präsenz zu zeigen“, sagte Tiefensee mit Blick auf den Amtsantritt Trumps.

Die Länder des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (North American Free Trade Agreement, Nafta) gehören zu den wichtigsten Zielmärkten der Thüringer Wirtschaft. Mit über 980 Millionen Euro Exportvolumen im Jahr 2015 und 272 Millionen Euro im zweiten Quartal 2016 haben die USA Frankreich als wichtigsten Außenhandelspartner des Freistaats abgelöst. Das Importvolumen liegt bei 330 Millionen Euro. Wichtigste Exportgüter sind Meßtechnik, Autoteile und Motoren, elektronische Bauelemente und Optik. Der Bundesstaat Kalifornien ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,2 Billionen US-Dollar – vergleichbar mit dem Frankreichs – eine der wirtschaftsstärksten und mit 5,7 Prozent Wachstum die dynamischste Region Amerikas. Kalifornien ist die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt.

PEGGY HOY

 

29.01.2017


27.01.2017: Computer im Geschäftsablauf

Befragung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Thüringer Unternehmen.

Etwa 20.000 Unternehmen wurden 2016, wie bereits in den vorangegangenen Jahren, bundesweit im Rahmen der IKT-Erhebung befragt. Dabei ging es darum, Informationen über die Bedeutung und den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in deutschen Unternehmen und die Auswirkungen des Einsatzes dieser Technologien auf die Geschäftsabläufe zu gewinnen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik umfaßte die Stichprobe im Rahmen einer freiwilligen Befragung in Thüringen insgesamt 308 Unternehmen aller Größengruppen aus unterschiedlichen Branchen.

Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen setzen 97,6 Prozent der Thüringer Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitern und 100 Prozent der Betriebe ab 50 Mitarbeitern, die im Jahr 2016 an der Befragung teilgenommen haben, Computer in ihrem Geschäftsablauf ein. Insgesamt rund 47 Prozent der Beschäftigten der befragten Unternehmen nutzen einen PC als Arbeitsmittel.

Im Jahr 2016 hatten 86 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, freie Stellen für IT-Fachkräfte zu besetzen. So vergaben 50 Prozent der Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten die Durchführung von IT-Aufgaben an externe Anbieter.

59 Prozent der Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten nutzten die Informations- und Kommunikationstechnologien in sehr geringem Umfang.

In Thüringen hatten 2016 rund 61 Prozent der befragten Unternehmen einen Internetzugang, worauf 39 Prozent der Beschäftigten dieser Unternehmen Zugriff haben, 12 Prozent davon mobil. 93 Prozent hatten eine feste Breitbandverbindung. Das waren zwei Prozent weniger als in den 2015 befragten Unternehmen.

Der Fernzugriff auf das unternehmenseigene E-Mail-System, Dokumente und Softwareanwendungen war bei 57 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten möglich, 23 Prozent bezahlten für Werbung im Internet und nur ein geringer Prozentsatz von fünf Prozent nutzten kostenpflichtige IT-Dienste als Cloud-Service.

ULRIKE LENK

 

27.01.2017


26.01.2017: „Verwirrspiel“

Sondersitzung des Landtages brachte keine konkreten Ergebnisse: Thüringer Polizeigewerkschaft wird eigene Vorschläge zur Polizei-Struktur-Reform unterbreiten.

In der Sondersitzung des Thüringer Landtages am 25. Januar wurde über die Polizei diskutiert, aber konkrete Ergebnisse, die zu einer nachhaltigen Umkehr des noch immer stattfindenden Personalabbaus führen, wurden auch von der Landesregierung nicht vorgelegt. Zu diesem Schluß kommt die Thüringer Polizeigewerkschaft (DPolG ). „Es waren wieder die bekannten Schuldzuweisungen zwischen Opposition und Landesregierung, welche diese Sitzung dominierten“, erklärt hierzu der DPolG-Landesvorsitzende Jürgen Hoffmann. „Dabei sind solche Debatten wahrlich kein taugliches Mittel, um eine nachhaltige Veränderung der prekären Personalsituation in der Thüringer Polizei herbeizuführen. Trotz Aussetzung des Stellenabbaupfades ist es bis heute nicht gelungen, den Personalabbau zu stoppen, geschweige denn umzukehren“, so Hoffmann weiter.

Auch wenn Innenminister Dr. Holger Poppenhäger (SPD) betonte, daß in den vergangenen zwei Jahren jeweils 30 zusätzliche Polizisten eingestellt wurden, blieb nach Ansicht der Polizeigewerkschaft eine Antwort schuldig, wieviele in diesem und den Folgejahren eingestellt werden sollen. Hierzu stellt der DPolG-Landesvorsitzende Hoffmann fest: „Wenn keine konkreten Zahlen genannt werden, kann man davon ausgehen, daß dieses Jahr nur 125 Polizisten eine Ausbildung in Meiningen beginnen. Und dies, obwohl die Schule in Meiningen eine Kapazität von zirka 200 Auszubildenden pro Jahrgang hat. Auch ist bis heute nicht klar, wann die Ausbildung in Meiningen beginnen soll. Hier fordert die DPolG eine eindeutige Positionierung des Innenministers!“

Ebenso seien die genannten Zahlen der Studienanfänger in Meiningen keine echten Neueinstellungen. „Hier wird verschwiegen, daß davon zirka 25 Kollegen bereits in der Polizei tätig sind und ihre Ausbildung zum gehobenen Dienst absolvieren. Diese Kollegen fehlen dann selbstverständlich im mittleren Dienst. Auch ist es unbestritten, daß etwa 20 Prozent der Anfänger in Meiningen ihre Ausbildung nicht zu Ende führen. Rechnet man dies ein, so hinkt die Ausbildung noch immer den tatsächlichen Anforderungen hinterher“, so Hoffmann. „Es ist seit Jahren ein Verwirrspiel mit unterschiedlichen Zahlen, welches hier betrieben wird. Für eine den Erfordernissen angepaßte Entwicklung fordern wir den Umgang mit einheitlichen und für alle nachvollziehbaren Zahlen bei den Neueinstellungen. Und das nicht nur von einem Jahr auf das andere, sondern langfristig und verläßlich“, macht Hoffmann deutlich.

Im Dezember 2016 wurde der Bericht der Evaluierungskommission zur Polizeistrukturreform in Thüringen veröffentlicht.  Die darin enthaltenen 64 Empfehlungen stützen sich vor allem auf Gespräche mit einem ausgewählten Personenkreis. „Aus unserer Sicht sind hier die eigentlichen Experten, unsere Kolleginnen und Kollegen, welche ihre Erfahrungen im alltäglichen Dienst sammeln, viel zu kurz gekommen“, sagt der DPolG-Landesvorsitzende. Die Kolleginnen und Kollegen der Thüringer Polizei seien es leid, immer wieder nur Versprechen, oder Diskussionen zu hören, welche zu keinen nachhaltigen Veränderungen führen würden.

„Wir als DPolG haben uns deshalb entschlossen, auf der Grundlage des Berichtes der Evaluierungskommission dem Innenminister und dem Kabinett eigene Vorschläge zur Verbesserung der Situation innerhalb der Thüringer Polizei zu unterbreiten“, kündigt Jürgen Hoffmann. „Dazu laden wir nicht nur unsere Mitglieder, sondern alle Polizisten und Polizistinnen in Thüringen ein, sich aktiv in diesen Prozeß einzubringen. Sicher werden wir nicht alle Themen abdecken, aber wir werden auf Schwerpunkte aufmerksam machen, welche aus der Sicht unserer Kollegen am dringendsten einer Veränderung bedürfen. Auch werden wir uns dafür stark machen, daß Bewährtes nicht wieder zunichte gemacht wird.“

Die Gewerkschaft hoffe, daß diese Vorschläge dann auch bei der Landesregierung Gehör finden!

PM-RS

 

26.01.2017


26.01.2016: Umwandlung

„ElsterCube“ fertiggestellt: Internationaler Investor errichtet modernen Büro- und Geschäftskomplex in Gera.

Eine Investition des Investors SIC (Style in the City) in Höhe von rund elf Millionen Euro ermöglichte die Umwandlung eines ehemaligen Fabrikgebäudes in den Geschäftskomplex „ElsterCube“. Das am 25. Januar 2017 eröffnete Gebäude wartet mit moderner Ausstattung, einem einzigartigen Design, außergewöhnlich großen Nutzflächen und einer 250 Meter langen Laufstrecke auf dem Dach auf.

Mit seiner 11.000 Quadratmeter messenden Nutzfläche ist der „ElsterCube“ nicht nur das größte Gebäude in Gera, sondern eine der größten Gewerbeimmobilien Mitteldeutschlands. Das ehemalige, um 1980 erbaute Produktionsgebäude des VEB Elektronik Gera wurde durch einen internationalen Investor neu konzipiert, komplett saniert und kann mit modernsten baulichen Standards aufwarten.

Die Vereinigung von Details aus der ursprünglichen Baustruktur mit modernem Design ist ein Alleinstellungsmerkmal für den Komplex. Neben der energetischen Sanierung der Fassade und der Schaffung einer für eine moderne Büronutzung zeitgemäße technische Infrastruktur, ermöglicht das ökonomische Konstruktions- und Fassadenraster eine flexible Raumaufteilung mit Mieteinheiten von zirka 300 bis 2000 Quadratmetern. Zudem ist das Gebäude mit großzügigen Foyers und Treppenhäusern sowie mit Personenaufzügen und Schwerlastaufzügen für alle Bedarfe ausgestattet.

Von Vorteil ist die gute Lage im traditionsreichen Gewerbegebiet Debschwitz. Das Gebäude befindet sich direkt an der Bundesstraße 92 sowie an der Weißen Elster – es liegt damit im Grünen und ist gut erreichbar.

„Unser Erfolgsmodell ist es, gerade in Standorte zu investieren, die in Vergleichen und Rankings keine Topwerte erreichen, dafür aber ein hohes Potential haben", so Benjamin Blackman, Immobilienentwickler und Investor in „ElsterCube“. Der Londoner Unternehmer hat bereits in Städten wie Birmingham, Berlin, Frankfurt am Main oder Leipzig investiert.

Für ihn hat gerade auch Gera Wachstumspotential. Das liegt zum einen an der zentralen Lage nahe dem Drei-Länder-Eck Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem Hermsdorfer Autobahn-Kreuz (A4/A9), zum anderen profitiert Gera von steigenden Preisen in den nahe gelegenen Städten Jena und Leipzig. All diese Bedingungen schaffen für Gera ein investitionsfreudiges Klima.

Der erste Mieter, ein Studio der bundesweit agierenden Fitneßkette Injoy, ist bereits im November 2016 eingezogen. Die etwa 2500 Quadratmeter umfassende Nutzfläche wird im März durch eine 250 Meter lange Laufstrecke auf dem Dach des Gebäudes ergänzt, von dem man einen eindrucksvollen Rundumblick über Gera hat.

Die SIC Properties GmbH mit Sitz in Berlin investiert in Immobilien an ausgewählten und aufstrebenden Standorten in Deutschland. Das Unternehmen legt Wert auf eine einzigartige Komponente historischer Bausubstanz und modernster Gebäudetechnik. Auf diese Weise entstehen hochwertige Büroflächen und Appartements, die sich durch ihr einzigartiges Design auszeichnen.

PM-TPR

 

26.01.2016


25.01.2017: „Zementierter Wortbruch“

Bundeskabinett entscheidet gegen bundeseinheitliche Strom-Netzentgelte: Thüringer Bundesratsinitiative für einheitliche Strom-Netzentgelte angeschoben.

Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne) kritisiert die  Entscheidung des Bundeskabinetts vom 25. Januar gegen bundeseinheitliche Strom-Netzentgelte bei den Übertragungsnetzen. Somit wurde ein Gesetzentwurf zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (Nemog) beschlossen, in dem der ursprünglich vorgesehene Passus zu bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelten gestrichen wurde. „Damit zementiert die Bundesregierung ihren Wortbruch. Die Thüringer Bundesratsinitiative zur Vereinheitlichung der Netzentgelte ist jetzt um so nötiger. Wir arbeiten daran, daß sich viele andere Länder unserer Initiative anschließen“, so die Ministerin.

Gleichzeitig verwies Siegesmund auf eine bundesweite Initiative aus der Wirtschaft. In einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angelika Merkel (CDU) haben sich 87 Wirtschaftsverbände und große Unternehmen am 24. Januar für bundesweit einheitliche Übertragungsnetzentgelte ausgesprochen.

„Wir werden nicht locker lassen, auf die Bundesregierung Druck auszuüben, um endlich in Deutschland solidarische Netzentgelte zu erhalten“, sagte Siegesmund weiter. „Diese Ungerechtigkeit ist den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen nicht länger erklärbar.“

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund bereitet derzeit eine Bundesratsinitiative für einheitliche Stromnetzentgelte vor. Ziel dabei ist es, Länder wie Thüringen mit einem starken Ausbau erneuerbarer Energien nicht durch höhere Netzkosten zu benachteiligen.

Die Bundesregierung hatte ursprünglich eine gerechte Kostenverteilung der Netzentgelte auf Übertragungsnetzebene zugesagt.

Die Bundesratsinitiative soll in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht und spätestens Ende Februar dem Bundesrat zum Beschluß vorgelegt werden. Über die Bundesratsinitiative will Thüringen einen Gesetzesantrag zum Entwurf eines Bundesgesetzes zur Vereinheitlichung der Netzentgelte auf Übertragungsnetzebene einbringen. Zustimmung wurde am 25. Januar bereits von Schleswig-Holstein signalisiert.

Die Netzentgelte im Osten und Norden Deutschlands sind schon heute teilweise mehr als doppelt so hoch wie im Westen und Süden Deutschlands, weil die Übertragungsnetzbetreiber die Investitionskosten für den Bau von neuen Stromleitungen auf die Verbraucher in ihrem Versorgungsgebiet umlegen. Das führt dazu, daß in Regionen wie Thüringen, wo der Strom über neue Leitungen durchgeleitet wird, hohe Netzentgelte zu zahlen sind. Ein bundesweit einheitlicher Umlagemechanismus existiert bisher nicht.

MI-TMUEN 

 

25.01.2017


24.01.2017: Neue Funktion

Siemens-Niederlassung Erfurt: Auf den bisherigen Sprecher Robby Krämer folgt Dr. Gerhard Köthe.

Dr. Gerhard Köthe ist neuer Sprecher der Siemens-Niederlassung Erfurt. Er folgt auf Robby Krämer, der in den Ruhestand geht. Zusätzlich zu seiner neuen Funktion als Niederlassungs-Sprechers  und damit der Vertretung des Unternehmens in der Öffentlichkeit ist Köthe weiterhin als Abwicklungsmanager für das Lösungsgeschäft der Branchen Automobil und Logistik für die Siemens-Kunden in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg tätig.

Köthe hat an der Technischen Universität Ilmenau Informationstechnik studiert und dort auch promoviert. Der 57jährige ist seit 1992 bei Siemens und arbeitete in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Positionen im Bereich der technischen Dienstleistungen für industrielle Kunden.

PI-SNE

 

24.01.2017


24.01.2017: Nutzen hinterfragen

„Igel“-Checkliste für Patienten: Barmer will Versicherte vor fragwürdigen Angeboten und unnötigen Zusatzausgaben schützen.

In vielen Arztpraxen gehören sie bereits zum Standardprogramm: individuelle Gesundheitsleistungen („Igel“), die privat abgerechnet werden. „Dabei ist der medizinische Nutzen der Behandlungen in den allermeisten Fällen äußerst fragwürdig. Andernfalls wäre es nämlich eine Kassenleistung“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Es gebe jedoch auch Leistungen, die von Ärzten privat abgerechnet werden, obwohl sie unter bestimmten Umständen von der Kasse bezahlt werden. „Ein bekanntes Beispiel ist die Augeninnendruckmessung. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung des Auges, übernimmt die Barmer selbstverständlich die Kosten“, so Dziuk. Nur gesunde Personen müßten den Test selbst bezahlen.

Um Licht in den „Igel“-Dschungel von Knochendichtemessung, Sono-Check und Schwangerschaftsultraschall zu bringen, hat die Barmer jetzt eine Checkliste für Patienten herausgeben. Die wichtigste Botschaft: „Man sollte sich vom Arzt konkret erklären lassen, welchen Nutzen eine Leistung hat. Auch ein Anruf beim Barmer-Teledoktor kann hier weiterhelfen. Unser wichtigstes Anliegen ist es, unsere Versicherten vor fragwürdigen Angeboten und unnötigen Zusatzausgaben zu schützen“, erklärt Dziuk

Insgesamt wurden bislang 39 Leistungen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen wissenschaftlich bewertet, darunter nur drei Leistungen mit „tendenziell positiv“. Bei 15 Leistungen ist die Wirkung „unklar“, weitere 15 sind „tendenziell negativ“, vier Leistungen wurden als „negativ“ eingestuft. Darunter kürzlich auch die Infusionstherapie beim Hörsturz, da sie keinen Nutzen für den Patienten habe, es aber Belege für mögliche Schäden durch die Behandlung gebe. Die Infusionstherapie soll die Durchblutung des Innenohres anregen, da eine Durchblutungsstörung eine eventuelle Ursache von Hörstürzen ist. Zwei weitere Bewertungen werden derzeit überarbeitet, teilte die Krankenkasse mit..

PM-RB

 

24.01.2017


23.01.2017: Großes Engagement für sozialen Ausgleich

„Die Volkssolidarität auf Landes- und Bundesebene entscheidend mitgeprägt“: Dr. Frank-Michael Pietzsch wird als Landesvorsitzender der Volkssolidarität verabschiedet.

Der langjährige Vorsitzende der Volkssolidarität Thüringen e.V,, Dr. Frank-Michael Pietzsch, wird am 24. Januar 2017 in Bad Langensalza verabschiedet. Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die Linke), bezeichnete in einem Vorab-Statement Dr. Frank-Michael Pietzsch als „eine Institution in der Volkssolidarität“. Weiter sagte die Ministerin: „Auf Landes- und Bundesebene hat er diesen großen Sozialverband entscheidend mitgeprägt. In seiner Zeit als amtierender Bundesvorsitzender hat die Volkssolidarität  ein neues Grundsatzpapier verabschiedetet, in dem sie sich zu den Grundwerten Frieden, Humanismus, Demokratie und Solidarität bekennt und die Tradition ihrer Gründung durch das antifaschistische Bündnis aller Parteien und Kirchen betont. Das ist ein bemerkenswertes Bekenntnis! Mit großem Engagement hat sich Dr. Pietzsch für sozialen Ausgleich eingesetzt, den er als einen Grundbaustein unseres demokratischen und sozialen Gemeinwesens sieht.“ Gerade im Hinblick auf den Kampf um Rentengerechtigkeit habe die Volkssolidarität mit ihrem Landesvorsitzenden Dr. Pietzsch über Jahre hinweg Akzente gesetzt.

Die Volkssolidarität ist im Oktober 1945 im Osten Deutschlands gegründet worden, um die soziale Not und das Elend nach dem Ende des Krieges zu lindern. Sie gehört heute zu den großen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden. Der Landesverband Thüringen e.V. hat über 22.000 Mitglieder (davon 4000 ehrenamtlich Engagierte) in 20 Kreis- und Regionalverbänden sowie 800 Mitgliedergruppen. Der frühere CDU-Nachwendelandtagspolitiker Dr. Frank-Michael Pietzsch war von 2005 bis 2016 Vorsitzender der Volkssolidarität Thüringen, bis 2016 auch Vizepräsident des Bundesverbandes Volkssolidarität sowie 2013/2014 dessen amtierender Präsident. Er hat die Volkssolidarität auf Landes- und Bundesebene mitgestaltet und geprägt.

MI-TMASGFF

 

23.01.2017


23.01.2017: „Im Gespräch bleiben“

Nachfrage nach Exportförderung gestiegen: Ausland sorgt für Wachstumsimpulse in Thüringen.

Die neue Thüringer Außenwirtschaftsförderung greift: Deutlich mehr Unternehmen haben im Jahr 2016 Unterstützung des Landes bei der Erschließung neuer Absatzmärkte erhalten als noch 2015. „Die Nachfrage nach unseren Förderangeboten hat sich mehr als verdreifacht“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Insgesamt erhielten 209 mittelständische Thüringer Betriebe finanzielle Zuschüsse beispielsweise für Messebeteiligungen und die Kontaktanbahnung zu potentiellen Geschäftspartnern. Zudem wurden 13 Thüringer Firmengemeinschaftsstände auf Auslandsmessen und internationalen Messen in Deutschland gefördert – gut doppelt so viele wie noch 2015. Insgesamt stellte das Land im letzten Jahr für diese Maßnahmen – nach 580.000 Euro im Jahr 2015 – rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Zurückzuführen ist die höhere Inanspruchnahme der Exportförderung nicht zuletzt auf verbesserte Förderkonditionen und vereinfachte Abrechnungsverfahren, die das Wirtschaftsministerium Ende 2015 eingeführt hatte. So kann seit Beginn des vergangenen Jahres die Beteiligung eines Unternehmens an jeder Messe im Ausland unterstützt werden. Die Kontaktanbahnung zu potentiellen Geschäftspartnern wurde neu in die Förderung aufgenommen. Zudem wurden die Fördernachweise für die Unternehmen durch die Einführung von Kostenpauschalen vereinfacht. Dadurch ist es gerade für kleine und mittlere Unternehmen nun erheblich einfacher, finanzielle Zuschüsse aus dem Landeshaushalt und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) einzusetzen.

„Von den Auslandsmärkten gehen nach wie vor deutliche Wachstumsimpulse für unsere Wirtschaft aus“, sagte Tiefensee. So sei der Auslandsumsatz der Thüringer Industrie im vergangenen Jahr offenbar erstmals über die 14-Milliarden-Euro-Marke geklettert – und macht damit ein gutes Drittel der gesamten Thüringer Industrieumsätze aus. Andererseits liege die Exportquote der Thüringer Wirtschaft mit rund 34 Prozent immer noch deutlich unter dem Bundesschnitt von 38 Prozent, machte der Wirtschaftsminister deutlich. Zudem müßten sich die Unternehmen in Zukunft auf schwierigere weltweite Rahmenbedingungen einstellen, etwa durch die „America-first“-Strategie des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump, den Brexit, die Wachstumsschwäche in wichtigen Schwellenländern wie China und Brasilien und die Rußland-Sanktionen.

„Natürlich machen wir uns große Sorgen vor allem um die weltweit zu beobachtenden Tendenzen zu Abschottung und Protektionismus“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister. Wie sich die Exportwirtschaft besser auf diese Herausforderungen einstellen kann, werde daher eines der bestimmenden Themen der Thüringer Außenwirtschaftspolitik in diesem Jahr sein. So werde sich insbesondere der 10. Thüringer Außenwirtschaftstag am 1. März in Suhl mit dieser Frage beschäftigen.

„Dennoch wird der Export eine wichtige Konjunkturstütze für die Thüringer Industrie bleiben“, so der Minister. Um die Auslandsaktivitäten der Unternehmen zu unterstützen, stellt das Land auch im laufenden Jahr wieder 1,5 Millionen Euro für Messen, Gemeinschaftsstände, Außenmarketing und Kontaktanbahnungen zur Verfügung. Zudem begleitet das Land exportinteressierte Unternehmen durch den Bereich „Thüringen International“ bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG). Für Angebote wie Delegationsreisen, Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen stehen hier jedes Jahr rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Die Aktivitäten von Thüringen International konzentrieren sich dabei auf bestimmte Zielmärkte. Wichtigste Zielmärkte der Thüringer Wirtschaft sind inzwischen die Länder des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (North American Free Trade Agreement, Nafta) – und hier insbesondere die USA, die im vergangenen Jahr erstmals Frankreich als wichtigsten Außenhandelspartner des Freistaats abgelöst haben. Angesichts dieser Bedeutung führen in diesem Jahr gleich zwei Thüringer Delegationsreisen in der Vereinigten Staaten. „Gerade hier kann unsere Strategie nur lauten, im Gespräch zu bleiben, die Kontakte nicht abreißen zu lassen und weiterhin wirtschaftliche Präsenz zu zeigen“, sagte Tiefensee mit Blick auf den Amtsantritt Trumps am 20. Januar: „Jetzt beiderseits des Atlantiks die Zugbrücken hochzuziehen, wäre jedenfalls der völlig falsche Weg.“

STEPHAN KRAUSS

 

23.01.2017


22.01.2017: Thüringen und Frankreich

Mehr als 400 Franzosen leben in Thüringen.

Zum Jahrestag der Unterzeichnung des Élyseé-Vertrags wird am 22. Januar der Deutsch-Französische Tag gefeiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lebten am 31. Dezember 2015 in Thüringen 441 Personen mit französischer Staatsangehörigkeit, davon 228 Männer und 213 Frauen. Im Jahr 2015 zogen 121 Personen mit französischer Staatsangehörigkeit nach Thüringen.. Im Gegenzug haben Thüringen 97 Franzosen verlassen.

Im Jahr 2015 besuchten knapp 250.000 ausländische Gäste Thüringen. Aus Frankreich kamen rund 11.400 Gäste, die in den Hotels, Pensionen, Gasthöfen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen 21.300 Übernachtungen buchten. Damit war jeder 22. ausländische Besucher ein Franzose. Seit 2005 blieben die Gästezahlen aus Frankreich nahezu konstant.

Frankreich zählte in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 bis 2015) stets zu den drei bedeutendsten Bestimmungsländern für Thüringer Waren. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Exporte nach Frankreich um 18,0 Prozent, gegenüber 2014 um 0,3 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Warenwert der Thüringer Exporte nach Frankreich 926 Millionen Euro.

Die Thüringer Importe aus Frankreich stiegen gegenüber 2005 um 69 Prozent. Frankreich fiel unter den bedeutendsten Ursprungsländern der Thüringer Importe vom 5. Platz im Jahr 2005 auf den 8. Platz im Jahr 2015 zurück. Gegenüber dem Jahr 2014 stieg der Warenwert der Thüringer Importe aus Frankreich um 6,9 Prozent. Im Jahr 2015 führte Thüringen Waren mit einem Wert von 511 Millionen Euro aus Frankreich ein.

STEFFI STÖRNER

 

22.01.2017


21.01.2017: Wettbewerb

20.Thüringer Schülerkochpokal: Team der Leonardo-Schule erweist Apfel und Honig mit märchenhaftem Menü die Ähre.

„Dem Apfel und Honig alle Ähre – Heimatkost in aller Munde“, lautet das Jubiläumsmotto des nunmehr 20.Thüringer Schülerkochpokals. Sowohl Apfel, Honig und Getreide müssen als Rohstoffe im Menü verarbeitet werden, wobei in jedem Menübestandteil mindestens eine der drei genannten Zutaten verwertet werden muß. Insgesamt 25 Schülerkochteams von 19 Schulen stellen sich thüringenweit dieser Herausforderung. Darunter auch das Team „Cookin Leonardo“ von der Freien Ganztagsschule Leonardo in Jena, die erstmalig am Kochwettbewerb teilnimmt.

In der neu gegründeten „Cookin-Leonardo-Werkstatt“ probieren die Jungköche verschiedenste Gerichte aus. „Die ‚Cookin-Leonardo-Werkstatt‘ gibt es erst seit diesem Jahr. Aller zwei Wochen treffen wir uns am Donnerstag nach der Schule und machen Muffins, Smoothies, Ravioli in Tomatensauce oder Cookies“, berichtet Team-Betreuer Trevor Pocock. Die Koch-AG „Cookin Leonardo“ entstand auf Initiative der drei Freundinnen Ava, Helene und Simone, die sich für die Teilnahme am Schülerkochpokal noch Jette und Milly-Rose ins Team geholt haben.

Ihr märchenhaftes Menü präsentieren die Schülerinnen erstmals am 26. Januar 2017. Verkostet wird der kulinarische Dreiklang aus mit Parmesan und Knoblauch gefüllten Champignons auf gemischtem Salat mit Honig-Zitronen-Dressing in der Vorspeise, Salbei-Apfel-Röllchen von Gönnertaler Pute, serviert in einer Sauce mit Petersilienkartoffeln und Möhren-Sticks im Hauptgang, sowie einem Knusperflocken-Apfel-Dessert mit Sahne als süßes Happy End von Jury-Team Mike Oertel und Thomas Hobl vom Bund der Köche Erfurt e.V. sowie Roy Hildebrandt, Projektleiter Schülerkochpokal beim Hauptsponsorpartner Thüringer Energie (Teag).

Die Freie Ganztagsschule Leonardo steht für eine weltoffene und lebendige Schulgemeinschaft. Mit der Maxime gegründet, eine  Einheit aus Wertebildung und Wissenserwerb für die Schülerinnen und Schüler zu leisten, strebt sie ein demokratisches und respektvolles Miteinander an, in dem jeder seine Entfaltungsmöglichkeiten nutzen und sie zum Wohle aller einsetzen kann. Daß Kinder und Jugendliche Ziele und Perspektiven entwickeln, sie ihre Lebensräume aktiv mitgestalten, ist auch der Thüringer Energie (Teag) ein wichtiges Anliegen. Der Energiedienstleister unterstützt den Kochwettbewerb seit vielen Jahren als treuer Sponsorpartner und würzt den Wettbewerb darüber hinaus mit Kochbekleidung und einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 250 Euro für jedes Team.

„Als Unternehmen ist es uns wichtig, daß junge Menschen zu selbständigem Denken und Handeln motiviert werden, man ihnen Perspektiven aufzeigt und sie in ihren Zielen bestärkt. Der Schülerkochpokal ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements für Thüringen geworden, weil sich Kinder und Jugendliche im Wettbewerb zudem mit unserer Region, ihren Traditionen und Produkten beschäftigen“, so Roy Hildebrandt, Projektleiter Schülerkochpokal bei der Teag.

Der Schülerkochpokal ist ein thüringenweit einzigartiger Kochwettbewerb für Mädchen und Jungen der Kalssenstufe 5 bis 12. Im Schuljahr 2016/2017 feiert der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller (Die Linke) sowie Thüringens Spitzenköchin Maria Groß in Thüringen sein 20. Jubiläum. Als Großprojekt der Initiative Kochen macht Schule, sensibilisiert der Schülerkochpokal Kinder und Jugendliche nachhaltig für eine ausgewogene Ernährung und den bewußten Umgang mit Lebensmitteln. Unter Maßgabe klimafreundlich kochen, legt der Wettbewerb dabei besonderes Augenmerk auf die Verwertung von regionalen und saisonalen Produkten.

SUSANNE PETER

 

21.01.2017


20.01.2017: „Wettkämpfe sind das beste Training“

Foto-Shooting: Olympiasieger Thomas Röhler wirbt für seine Heim-DM in Erfurt.

In weniger als sechs Monaten finden im Erfurter Steigerwaldstadion die 117. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften (8./9. Juli) statt. Nach den Sprintern Julian Reus und Lisa Mayer wird bald ein drittes Gesicht die DM-Plakate des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zieren und damit möglichst viele Zuschauer ins Stadion locken: der Speerwurf-Olympiasieger und gebürtige Thüringer Thomas Röhler.

Für Thomas Röhler (LC Jena) ist Erfurt nur eine halbe Stunde Fahrt von seiner Geburts- und Heimatstadt Jena entfernt – ein Katzensprung, den der Speerwerfer gerne auf sich nimmt, um nach Kassel 2016 nun schon zum zweiten Mal für die Deutschen Meisterschaften zu werben. Seiner Bedeutung für die deutsche Leichtathletik ist er sich durchaus bewußt: „Ich weiß, daß ich durch meinen Olympiasieg zu einer Art Leitfigur der Sportart geworden bin. Aber ich habe gelernt, mit dieser Rolle umzugehen“.

Der Gewinn der Goldmedaille in Rio (Brasilien) und die zahlreichen darauf folgenden Pressetermine, Foto-Shootings und Ehrungen haben den sympathischen Thüringer dabei in keiner Weise abheben lassen. Entspannt und trotzdem konzentriert arbeitete der 25jährige am 18. Januar in Erfurt mit Top-Fotograf Robert Hörnig zusammen, um trotz kühler Temperaturen tolle Fotos entstehen zu lassen.

Beginnend mit dem Diamond League-Meeting in Doha (Katar; 5. Mai) über das von ihm selbst mitorganisierte Speerwurf-Meeting in Jena am 11. Juni und viele weitere Meetings, auch in Finnland, führt Thomas Röhlers Weg zu den nunmehr fünften Deutschen Freiluft-Meisterschaften, die in Erfurt ausgetragen werden. „Wettkämpfe sind das beste Training“, lautet die Devise des Modell-Athleten und seines Trainers Harro Schwuchow im Hinblick auf das große Saisonziel, die Weltmeisterschaften in London (Großbritannien, 4. bis 13. August).

Mit den Weltmeisterschaften hat er auf jeden Fall noch eine Rechnung offen: Platz vier hieß es 2015 im Vogelnest von Peking (China), nur 23 Zentimeter vorbei am Edelmetall. Doch auch ein Olympiasieger muß sich erst einmal für die WM qualifizieren.

Gleich am Samstag (8. Juli) kommt es im Steigerwaldstadion zum Aufeinandertreffen der extrem starken deutschen Speerwerfer, die mit Thomas Röhler, Johannes Vetter (LG Offenburg) und Julian Weber (USC Mainz), 2016 die Plätze eins, zwei und vier der Weltbestenliste belegten. Der Kampf um nur drei WM-Startplätze und die Tatsache, da0 im vergangenen Jahr bereits fünf Athleten die geforderte WM-Norm von 83 Metern übertreffen konnten, machen den Speerwurf der Männer sicherlich zu einem der Höhepunkte der Titelkämpfe in Erfurt.

Einen großen Vorteil hat Thomas Röhler gegenüber der Konkurrenz: Er kann sich bei seinem Heimspiel der Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten sicher sein, die zum Daumendrücken nach Erfurt reisen werden. Auch zahlreiche Fans aus der Region werden vor Ort sein und ihm lautstark den Rücken stärken: „Es ist schon ein Riesen-Ansporn und etwas ganz Besonderes, die DM im eigenen Bundesland zu haben. Natürlich möchte ich hier meinen Titel verteidigen“, sagt der Deutsche Meister der Jahre 2012 bis 2016.

Immerhin zehn Jahre hat es gebraucht, bis sich Erfurt nun wieder Austragungsort einer Deutschen Freiluft-Meisterschaft nennen darf. Das Steigerwaldstadion, eine von Grund auf sanierte und modernisierte Multifunktionsarena mit einer Gesamtkapazität von etwa 15.000 überdachten Plätzen, soll auch in Zukunft das Bundesland Thüringer wieder verstärkt in den (sportlichen) Fokus rücken.

KATHARINA DIEL

Entspannt und trotzdem konzentriert: Olympiasieger Thomas Röhler ließ sich in Erfurt für DM-Plakat-Motive des Deutschen Leichtathletik-Verbandes fotografieren.

Foto: ROBERT HÖRNIG

 

20.01.2017


19.01.2017: „Positive Prognosen dürfen uns nicht zur Untätigkeit verleiten“

83. Sitzung des Konjunkturrats in Berlin: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) fordert mehr Unterstützung des Bundes für wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands.

Auf der 83. Sitzung des Konjunkturrates am 18. Januar in Berlin hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die Bundesregierung aufgefordert, mehr Anstrengungen zur Unterstützung der ostdeutschen Wirtschaft zu unternehmen. Sein Forderungskatalog umfaßt insgesamt sechs Maßnahmen, die aus seiner Sicht unverzüglich umgesetzt werden müssen. Das betrifft die Vereinheitlichung der Netzentgelte, die Förderung des Breitbandausbaus mit Übertragungsraten im Gigabit-Bereich durch die Glasfasertechnologie, die Einführung einer steuerlichen Begünstigung von Forschungsausgaben der Industrie, die Verabschiedung eines Einwanderungsgesetzes zur Beseitigung des Fachkräfteengpasses, die Verabschiedung eines Investitionspaketes für Kommunen und eines Förderprogrammes für strukturschwache Regionen im Anschluß an den Solidarpakt.

„Die derzeit durchaus positiven Wirtschaftsdaten und -prognosen dürfen uns nicht zur Untätigkeit verleiten“, sagte Tiefensee. Ostdeutschland brauche dringend weiterhin verläßliche Unterstützung durch den Bund, um die Anstrengungen der Wirtschaft und Politik in den Bundesländern zu flankieren. „Gerade bei den Netzentgelten, aber auch beim Breitbandausbau besteht akuter Handlungsbedarf“, betonte der Minister. Die Stärkung öffentlicher – vor allem kommunaler – Investitionen, etwa in Infrastruktur, Bildung oder Forschung und Entwicklung, stelle eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe dar.

Thema der Sitzung des Konjunkturrats, dem neben den Bundesministern für Wirtschaft und für Finanzen die Länderwirtschaftsminister, Spitzenvertreter von Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie beratend Vertreter der Deutschen Bundesbank angehören, waren die wirtschaftliche Lage und der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2017. In der kommenden Woche wird die Bundesregierung den diesjährigen Bundeswirtschaftsbericht vorstellen.

Der Konjunkturrat war 1967 zur wirtschaftspolitischen Beratung der Bundesregierung und konjunkturpolitischen Koordinierung von Bund, Ländern und Gemeinden ins Leben gerufen worden. Seine Mitglieder treffen sich in der Regel einmal jährlich im Januar und erörtern die konjunkturelle Lage und die künftige wirtschaftliche Entwicklung ebenso wie aktuelle wirtschaftspolitische Themen.

STEPHAN KRAUSS

 

19.01.2017


18.01.2017: Unsicher

Probleme mit der Finanzierung: Die 25. Theaterwerkstatt des Kinder- und Jugendtheaters „Tohuwabohu“ Meiningen hofft auf Unterstützer.

Ist die 25. Meininger Theaterwerkstatt „Schau-Spiel“ im Schnee steckengeblieben? Das fragen sich wahrscheinlich inzwischen viele junge Theaterenthusiasten in Meiningen, Thüringen und ganz Deutschland. Sie warten ungeduldig aufs Programmheft mit dem Workshop-Angebot.

In diesem Jahr ist der Flyer grün und eigentlich auch so gut wie fertig für den Druck. Aber Unsicherheit macht sich breit, weil sich einige Förderer und Sponsoren nicht mehr in der Lage sehen, die Projekte des Kinder- und Jugendtheaters „Tohuwabohu“ so wie in den vergangenen Jahren zu bezuschussen. Manche haben sich sogar gänzlich zurückgezogen. Jahr für Jahr Geld bereitzustellen, das ist nicht immer machbar, natürlich, auch wenn die Meininger Theaterwerkstatt ganz einzigartig ist. Und darum sind die „Tohus“ und ihre beiden Leiterinnen auch allen Unterstützern dankbar. „Wir danken auch jenen, die dieses Jahr nicht mehr helfen werden, dies aber in der Vergangenheit zuverlässig getan haben“, versichert Elke Büchner. Verständnis bei allen. Aber eben auch Ratlosigkeit. Was jetzt? Die Jubiläumswerkstatt sollte doch eine ganz besondere werden.

Bereits 2013 gab es schon einmal Probleme mit der Finanzierung, damals noch viel größere. Damals, weil von öffentlicher Seite der Geldhahn klemmte. Und durch eine überwältigende Hilfsbereitschaft von vielen, vielen Einzelspenden und großzügigen Unterstützern konnte geholfen werden. In diesem Jahr dagegen steht der Freistaat fest an der Seite der „Tohuwabohus“, er hat seine Förderung für 2017 bereits zugesagt. Aber ohne die anderen Förderer ist so ein Theaterfestival, das seine Türen für Gäste aus der ganzen Republik öffnet, nicht zu stemmen, weiß Elke Büchner aus 25jähriger Erfahrung.

Für das Jubiläum ist auch schon einiges vorbereitet worden: In insgesamt zehn Workshops können junge und junggebliebene Theatermacher experimentieren, sich Anregungen und neue Ideen holen. Mit den Dozenten sind die Verträge schon lange ausgehandelt worden. „Sonst stünde im März niemand zur Verfügung, wenn dieser Vorlauf nicht geschaffen würde“, erklärt Katharina Berndt, die Projektmanagerin der „Tohus“. Am ersten Abend wird es ein Gastspiel eines freien Jugendtheaters aus Leipzig geben, am Samstagabend soll das Jubiläum mit allen Aktiven und manchen Ehemaligen, mit Partnern und Unterstützern der Werkstatt im ganzen Haus gefeiert werden.

Das steht auch im Programm. Das ist druckfertig. Diese Woche könnte gedruckt und nächste Woche verschickt werden. Übernächste Woche könnten die ersten Anmeldungen ins Org-Büro flattern ... Die Werkstatt wird stattfinden, darauf hoffen jetzt trotzdem alle. Und auf Hilfe.

JULIA PÖHLMANN

Gelegenheit für junge und junggebliebene Theatermacher zum Experimentieren und Einholen neuer Ideen: Rückblick auf die 24.Theaterwerkstatt des Kinder- und Jugendtheaters „Tohuwabohu“ in Meiningen.

Fotos (2): KJTT-ARCHIV

 

18.01.2017


18.01.2017: Klassiker und jede Menge Neukreationen

Luthersenf und Bier aus dem Rotweinfaß: Thüringer Ernährungsbranche zeigt sich traditionsreich, vielfältig und innovativ auf der 82. Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Die Internationale Grüne Woche als weltgrößte Landwirtschafts- und Verbrauchermesse ist bekannt für ihr buntes Treiben. Neben grunzenden und gackernden Lauten vom Erlebnisbauernhof, dem tosenden Tuckern der landwirtschaftlichen Großmaschinen und den Begeisterungsschreien der jüngsten Besucher, die viele der dargebotenen Tierattraktionen zum ersten Mal in 3 D erleben dürfen, schallt es laut von den diversen Programmbühnen. Abertausende von Besuchern versuchen sich, emsig wie Ameisen, ihren Weg durch die gut gefüllten Hallen zu bahnen, bis sie – so die Hoffnung derjenigen Unternehmen – zum längeren Verweilen in Halle 20 ankommen. Hier trifft sich Thüringen! Und hier kann man vor allem eines – hervorragend essen: gutbürgerlich und traditionsreich mit Heichelheimer Original Thüringer Sonntagsklößen und – dem Klassiker – der Thüringer Rostbratwurst, unter anderem im Angebot am Stand der EWU Thüringer Wurst und Spezialitäten GmbH. Was insbesondere bei letzterem nicht fehlen darf – die geschmackliche Veredelung obendrauf. Die Born Senf und Feinkost GmbH liefert bedarfsorientiert sowohl Thüringer Senf als auch Ketchup und beides in verschiedenen aromatischen Nuancen und Sorten.

Doch wer denkt, daß der traditionelle Senfhersteller nur den klassischen Gaumen bedient, hat weit gefehlt. Nicht zufällig wird in Berlin eine Neukreation vorgestellt, die sich in das diesjährige Reformationsjubiläum einreiht, ein Luthersenf, mit Bier verfeinert; denn auch Luther selbst war seinerzeit dem Bier eher zugetan als dem Wein. Das wußte auch die Brauerei Neunspringe für sich zu nutzen und entwickelte das passende Lutherbier, das als Pils, Porter, Starkbier oder Dunkles vertrieben wird. Ergänzend dazu wirbt die Fahner Landbrennerei, ein kleiner sympathischer Familienbetrieb in der Hand von zwei Brüdern, mit ihrer „Luthertusche“, einem speziellen Kräutertrank, der den Genuß von Bratwurst und Kloß abrundet. Wer hier auf Tradition setzt, erhält diese auch am Stand der Nordbrand Nordhausen GmbH mit Echter Nordhäuser in der Geschmacksrichtung „Reiche Ernte Obstler“. Auch sie halten ein Lutherprodukt vor – den Lutherkorn aus der Traditionsbrennerei in Nordhausen, angeboten als Sonderedition im 0,2-Liter-Tonkrug.

Daß Thüringen jedoch mehr als nur Kloß und Bratwurst ist, zeigt die Vielfalt an Neukreationen, die der Besucher in Berlin für sich kulinarisch entdecken darf. Unter dem Motto „Tradition und Innovation“ locken die Heichelheimer in diesem Jahr erstmals mit Pommes frites, hergestellt aus ihrer Original Thüringer Kloßteigmasse.

Auch die traditionsreiche Frische-Molkerei Herzgut hat etwas Neues im Gepäck – handgefertigte Spezialitäten aus der eigenen Käsemanufaktur, zum Beispiel der „Kleine Riese“: Dieser von Hand dekorierte feine Weichkäse ist mit einer Garnitur aus roten Chiliröllchen, aromatischem Kümmel oder würzigen Königskräutern verziert. Keinesfalls fehlen dürfen die innovativen Herzgut-Premium-Produkte Jovia, Omeghurt sowie die streichzarte Herzgut-Butter: Einzigartige Produkte, deren Verzehr eine ausgewogene und gesunde Ernährung begünstigt. Kostproben sind am Gemeinschaftsstand der Landesvereinigung Thüringer Milch erhältlich.

Die Landbrennerei ist dem Trend nach Gin und Aperitifen nachgekommen und bringt derzeit einen Bitterorangenlikör auf den Markt, der sich – aufgespritzt mit Sekt – hervorragend zur Kreation von Cocktails eignet. Die Apoldaer Vereinsbrauerei zeigt sich daneben nicht nur mit ihrem kürzlich aus der Taufe gehobenen Gourmet-Bier, das in limitierter Auflage und im Rotwein-Eichenfaß gereift einen besonderen Genuß mit Waldbeernote verspricht. Das Highlight in Halle 20 wird wohl ihre neue Zapftechnik sein. Bei dem amerikanischen „bottom-up“-Zapfverfahren wird das Bier von unten durch einen magnetischen Einsatz im Glas angezapft. Nach Erreichen der Füllmenge verschließt der Magnet das Glas wieder automatisch und das auf diese Weise um ein Vielfaches schneller gezapfte Bier steht zum Genuß bereit. Innovative Fruchtliköre darf man am Stand der Aromatique Spirituosenfabrik verkosten. In geradezu hipper Ummantelung bereichert das Unternehmen den Spirituosenmarkt hier mit fünf feinen Geschmacksrichtungen. Die 0,7-Liter-Flaschen fallen mit ihren jugendlich-frischen Looks auf.

Auch der Besucher, der die Natürlichkeit auf dem Tisch schätzt, kommt hier auf seine Kosten. Am Gemeinschaftsstand des Thüringer Ökoherz e.V. können ökologisch hergestellte Produkte probiert und erworben werden, zum Beispiel das Bio-Sonnenblumenöl der Erfurter Ölmühle oder die Bio-Kraut-Konserven von Schweizer Sauerkonserven.

Wer dem süßen Genuß frönen möchte, sollte zum Abschluß noch einmal die Halle 4.2 aufsuchen. Von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr zeigt die Goethe-Chocolaterie hier am Stand der Hohen Schrecke in Manufakturmanier, wie Schokolade zu kleinen Köstlichkeiten verarbeitet wird. Besucher können als Mitbringsel den Schokoaufstrich „Schoko Bang“, „Urwald Käfer Pralinen“ oder „Urwald Käfer Tafeln“ erwerben.

Das Thüringer Ernährungsnetzwerk als Interessenverband der Thüringer Ernährungswirtschaft wird mit einem Infostand vom 20.bis 23. Januar 2017 in Halle 20 für Informationen zur Verfügung stehen. Der Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. wurde im November 2011 von 16 starken Vertretern der Thüringer Ernährungswirtschaft gegründet, als Antwort der Branche auf die fehlende Interessenvertretung. Seitdem hat sich die Mitgliederzahl auf 38 produzierende Unternehmen und Forschungsinstitute sowie eine Privatperson mehr als verdoppelt. Themenschwerpunkte der Netzwerkarbeit sind neben dem politischen Dialog die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft zum Wissenstransfer und zur Innovationsförderung, die Fachkräfterekrutierung und Mitarbeiterqualifizierung sowie die Markenkommunikation und Imagebildung. Das Netzwerk wird seit seiner Gründung vom Thüringer Wirtschaftsministerium und vom Thüringer Landwirtschaftsministerium kontinuierlich unterstützt.

PI-TE

 

18.01.2017


17.01.2017: Lesevergnügen

Der „Eisenacher Sommergewinn“ in Gefahr: Mit „Frau Sunna und Herr Tod“ setzt Katharina Schendel dem traditionellen Eisenacher Frühlingsfest ein kriminalistisches Denkmal.

Die Vorbereitungen für den „Eisenacher Sommergewinn“ laufen auf Hochtouren, da versetzt eine Mordserie die Einwohner der Wartburgstadt in Angst und Schrecken. Kurz hintereinander werden drei Frauen mit durchbohrtem Herzen aufgefunden – sie alle hatten als Frau Sunna den Winter vertrieben. Weil die Polizei vor einem Rätsel steht, eilt Star-Ermittler Takeo Takeyoshi zu Hilfe und begibt sich mit dem pensionierten Stadtchronisten Hubertus Schmunk auf eine höchst nervenaufreibende Mörderjagd. Es ist der dritte Fall für das japanisch-thüringische Ermittlerduo.

Mit „Frau Sunna und Herr Tod“ setzt Katharina Schendel dem traditionellen Eisenacher Frühlingsfest ein kriminalistisches Denkmal: Die Geschichte des „Sommergewinns“ und den Text des Streitgesprächs, der aus der Feder des Eisenacher Mundartdichters Helmut Stietzel stammt, verbindet die Autorin mit einem dichten Krimiplot. Breites Hintergrundwissen zum Heimatfest und atmosphärische Beschreibungen lassen den Leser sofort in die Welt der Figuren eintauchen. Schendel läßt erneut ihr skurriles Ermittlerpaar, bestehend aus dem Berliner Fallanalysten Takeo Takeyoshi und dem pensionierten Stadtchronisten Hubertus Schmunk, auf Mörderjagd gehen. Die beiden haben eine völlig konträre Herangehensweise an die Ermittlungsarbeit, ergänzen sich dabei perfekt – das Aufeinandertreffen der beiden verleiht dem Roman eine große Lebendigkeit. Schmunks historische Kenntnisse über Thüringen und die typischen Sagen, wie beispielsweise die der Böhlermännchen, geben dem Roman einen schönen lokalen Anstrich. Nebenbei fließen interessante Fakten über die ägyptische Kultur und Gottheiten sowie japanische Künste, mit denen sich die Autorin in Tokio selbst ausführlich beschäftigt hat, in den Text ein. Die humorvolle Sprache, die lockeren Dialoge und der stringente Plot machen den Krimi zu einem spannenden und äußerst unterhaltsamen Lesevergnügen. Ein intelligenter Krimi mit falschen Fährten, überraschenden Wendungen und einer Menge Humor!

Katharina Schendel wurde 1979 geboren und hat Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Japanologie studiert. Nach längeren Aufenthalten in Tokio und London kehrte sie in ihre Heimat Thüringen zurück.

EV-PI

 

17.01.2017


16.01.2017: Wiederbelebung

Bahnhofsvorstadt wird aufgewertet und für Internationale Bauausstellung fit gemacht: Land fördert Sanierung des Apoldaer Nori-Geländes mit 1,9 Millionen Euro.

Einen Förderbescheid über knapp 1,9 Millionen Euro übergab Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 16. Januar an die Stadt Apolda. Das Geld fließt in die Sanierung des Industriealtstandorts „Ehemaliges Nori-Gelände“ gegenüber dem Hauptbahnhof im Nordosten der Stadt. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro.

„Die Wiederbelebung von Industriebrachen hat für uns immer Vorrang vor der Erschließung neuer Flächen auf der ‚grünen Wiese‘“, sagte Tiefensee. Im vorliegenden Falle gehe es um die Sanierung eines traditionellen Gewerbestandorts, dessen Sanierung zugleich zu einer Aufwertung der gesamten Bahnhofsvorstadt von Apolda beitrage. „Das ist wiederum ein wichtiger Beitrag dazu, Apolda als einen Projektstandort im Rahmen der Internationalen Bauausstellung, Iba, zu entwickeln“, so der Minister.

Das Gelände der ehemaligen Nori Möbel GmbH, das bereits seit einigen Jahren brachliegt, blickt auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte als Industriestandort zurück. Bereits ab 1904 wurden hier Automobile der Marken Piccolo und Apollo gefertigt, später war die Stadtreinigung mit Müll- und Fäkalienabfuhr auf dem Gelände ansässig. Geplant ist nun, einsturzgefährdete Gebäude und Anlagen – mit Ausnahme eines erhaltenswerten Silos – abzureißen und das gesamte Gelände zu dekontaminieren.

Anschließend soll das knapp einen Hektar große Areal in drei bis fünf Parzellen unterteilt und vermarktet werden. Bereits jetzt liegen für die Flächen sechs Investitionsanfragen von Unternehmen vor, so daß von einer zügigen Veräußerung des Standorts auszugehen ist. Bedarf an Flächen besteht: Die Auslastung der vorhandenen Industrie- und Gewerbegebiete im Umkreis von zirka 20 Kilometer beträgt schon heute fast 80 Prozent.

MI-TMWWDG

 

16.01.2017


15.01.2017: „Endlich Ergebnisse liefern“

Junge Union Thüringen fordert: Landesregierung muß die Bremse beim Azubiticket lösen.

Die Junge Union Thüringen fordert die rot-rot-grüne Landesregierung auf, beim Thema Schüler- und Azubiticket im Freistaat endlich Ergebnisse zu liefern. Der größte politische Jugendverband im Freistaat teilt laut einer Pressemitteilung vom 11. Januar die Enttäuschung des DGB Thüringen mit Blick auf die immer noch ausstehende Einführung des Fahrscheines für Auszubildende. Bereits vor zwei Jahren habe die verkehrspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Dr. Gudrun Lukin, versprochen, daß die Linkskoalition das Ausbildungsticket - eine Forderung der Jungen Union aus dem Wahlkampf - gemäß dem Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün umsetzen werde. Ende 2015 hatte der Landtag mit großer Mehrheit einen Beschluß zur Einführung des Nahverkehrstickets für Schüler und Auszubildende gefaßt. Durch das zuständige Infrastrukturministerium von Ministerin Birgit Keller (Die Linke) sei seitdem nichts umgesetzt worden.

Der Thüringer Junge Union-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner sagte dazu: „Beim Thema Azubiticket muß die Landesregierung zügig vom Schlafwagentempo auf Schnellzug umschalten. Es kann nicht sein, daß Rot-Rot-Grün fast eine ganze Legislaturperiode braucht, um Beschlüsse des Landtages umzusetzen.“

Gerade mit Blick auf Fachkräftemangel und viele offene Lehrstellen sei es wichtig, den Ausbildungsstandort Thüringen attraktiver zu machen. „Wenn wir junge Menschen für Ausbildungen gewinnen wollen, um dadurch den Fachkräftemangel zu bekämpfen, sind Bausteine wie das Azubiticket notwendig, um die Ausbildung attraktiver zu machen. Wir müssen dafür sorgen, daß Schüler und insbesondere junge Auszubildende ohne Führerschein und Auto die Schule oder die Ausbildungsstelle erreichen können. Im Vergleich zum Semesterticket der Studenten, muß man die Attraktivität der Ausbildung erhöhen“, sagte Gruhner.

Die Junge Union fordert die Koalition auf, bei Wahlversprechen Wort zu halten. „Es zeigt sich einmal mehr, daß die Linkspartei im Fordern und Versprechen gut ist, aber in der Regierungsverantwortung die Umsetzung auf sich warten läßt. Statt unsinnige Großprojekte wie die Gebietsreform zu starten, sollte sich die Landesregierung lieber mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen beschäftigen“, erklärte der JU-Landesvorsitzende.

PM-JUT

 

15.01.2017


14.01.2017: Forderung nach Freistellung

„Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“: Vier internationale Umweltverbände starten Wildnis-Petition an Thüringer Landtag.

Mehr Waldwildnis in Thüringen ist der Gegenstand einer Petition, die die Naturschutzorganisationen Bund Thüringen, Nabu Thüringen, WWF Deutschland und Zoologische Gesellschaft Frankfurt gemeinsam mit der Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ beim Thüringer Landtag eingereicht haben.

Ziel der Petition ist es, Parlament und Landesregierung in Thüringen aufzufordern, das im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Landesregierung festgelegte Ziel, mindestens fünf Prozent des Waldes beziehungsweise zehn Prozent des öffentlichen Waldes in Thüringen in der laufenden Legislaturperiode dauerhaft aus der Nutzung zu nehmen, konsequent umzusetzen. Dazu sollen unter anderem. im Possenwald bei Sondershausen 2500 Hektar Waldfläche von der forstwirtschaftlichen Nutzung freigestellt werden.

Die Bürger Thüringens seien laut „Bund“ Thüringen aufgerufen, die Online-Petition zu unterstützen.

PI-SH

 

14.01.2017


13.01.2017: Zuschuß

„Wichtiges Signal für ein barrierefreies Thüringen": Land fördert Barrierefreiheit von Arztpraxen im ländlichen Raum.

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Freistaats Thüringen, Joachim Leibiger, hat am 13. Januar über ein neues Förderangebot für Ärztinnen und Ärzte in Thüringen informiert. Seit dem 1. Januar 2017 ist es möglich, bei Neugründung oder Übernahme von Praxen im ländlichen Raum einen gesonderten Zuschuß von bis zu 5000 Euro für Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit zu erhalten.

Der Behindertenbeauftragte Joachim Leibiger sagte: „Barrierefreie Arztpraxen sind ein Thema, das viele Menschen mit Behinderungen schon lange umtreibt. Ich freue mich, daß Sozialministerin Heike Werner meiner Anregung gefolgt ist und einen Anreiz dafür gesetzt hat, daß bei Übernahme oder Neugründung einer Praxis auch Barrierefreiheit hergestellt wird. Danken möchte ich auch Finanzministerin Heike Taubert, die eine Änderung der Förderkriterien mitträgt. Damit wird es zukünftig besser möglich sein, allen in ihrer Mobilität eingeschränkten Patientinnen und Patienten einen gleichberechtigten und würdevollen Zugang zu den Praxisräumen und dem dortigen Dienstleistungsangebot zu verschaffen. Mein Büro unterstützt entsprechende Vorhaben beratend."

Laut Leibiger setzt die Landespolitik damit ein wichtiges Signal für Barrierefreiheit in Thüringen. „Dem müssen weitere folgen. Für den Landeshaushalt 2018/19 fordere ich ein Investitionsprogramm ,Barrierefreies Thüringen'. Hier können wir uns an unseren Nachbarfreistaaten Bayern und Sachsen orientieren, die entsprechende Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht haben", sagte Joachim Leibiger.

Der Zuschuss von 5000 Euro zur Herstellung der Barrierefreiheit ist Teil der „Richtlinie zur Förderung der Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum", die bei Übernahme oder Neugründung von Arztpraxen in Thüringer Gemeinden unter 25.000 Einwohnern einen Investitionskostenzuschuß vorsieht. Der Zuschuß für die Herstellung der Barrierefreiheit kann auch bei Übernahme oder Neugründung einer Zweig- oder Filialpraxis in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder Medizinische Versorgungszentren gewährt werden. Die Anträge werden von der Thüringer Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen bearbeitet. Für 2017 liegen bereits mehrere Anträge vor. Der Behindertenbeauftragte hatte selbst einen entsprechenden Vorschlag an das Ministerium gerichtet, der nun umgesetzt wurde. Das Büro des Behindertenbeauftragten berät die Stiftung beziehungsweise Antragsteller bei der sachgerechten Umsetzung der Barrierefreiheit in der jeweiligen Praxis.

CORINNA HERRMANN

 

13.01.2017


12.01.2017: Einsatz für progressiven Dialog

Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Erfurt verleiht Ehrenpromotion an Prof. Dr. Theodor Dieter.

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt verleiht am 24. Januar die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Theodor Dieter, Forschungsprofessor und Leiter des Institutes für Ökumenische Forschung in Straßburg. Damit würdigt die Fakultät im Lutherjahr 2017 die akademischen Leistungen sowie das Engagement Dieters, das sich um die Erforschung der Theologie Martin Luthers sowie den damit verbunden ökumenischen Dialog mit der römisch-katholischen Kirche bemüht.

Theodor Dieter (geboren 1951) studierte Evangelische Theologie und Philosophie in Heidelberg und Tübingen. 1991 wurde er über die philosophischen Thesen der „Heidelberger Disputation“ promoviert. 1998 folgte die Habilitation zum Thema „Der junge Luther und Aristoteles“. Seit 1997 leitet er das Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg und sitzt damit an einer zentralen Schaltstelle des zeitgenössischen ökumenischen Dialogs.

Mit seiner Arbeit setzt sich Dieter seit den 1990er-Jahren für einen progressiven Dialog der christlichen Kirchen untereinander ein. Anders als für manche seiner Kollegen gilt es für ihn nicht, die Unterschiede zwischen den Lehren der lutherischen und römischen-katholisch Kirche hervorzuheben, sondern deren Gemeinsamkeiten. Eine solche auf Dialog und gegenseitige Anerkennung orientierte Kultur aber „entsteht nicht auf Knopfdruck“, wie Dieter 2015 in seiner Ansprache zum 50jährigen Bestehen des Straßburger Institutes erklärte, „sondern durch Übung, durch lange Übung, aufeinander zu hören und die anderen für sich selber sprechen zu lassen, ihre Position ernst zu nehmen und die eigene Kirche auch aus der Perspektive der anderen anzuschauen sowie durch die praktizierte Bereitschaft, Vorurteile zugunsten besserer Wahrnehmung aufzugeben.“

Bereits 2012 erfuhr Dieters Arbeit durch den Vatikan Anerkennung, als er vor Papst Benedikt XVI. und dessen Schülerkreis in Castel Gandolfo über den Katholisch-Lutherischen Dialog referieren dufte. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Theodor Dieter durch die Katholisch-Theologische Fakultät schließt hieran an und setzt damit nicht allein im Hinblick auf die Beziehung der katholischen Kirche zu Luther und seiner Reformation ein Zeichen. Weit darüber hinaus soll sie zur Vertiefung des Glaubens sowie zur Anerkennung anderer christlicher Konfessionen animieren, um von dort in Zukunft weitere Wege für die Einheit der Kirche erforschen zu können.

PM-PSUE

Würdigung: Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt verleiht  die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Theodor Dieter.

Foto: PSUE-ARCHIV

 

12.01.2017


11.01.2017: Kooperation

„Die Thüringer“ setzen auf Spannung pur.

„Die Thüringer“, einer der bedeutendsten Wursthersteller Thüringens, wirbt in Zukunft mit der Krimiautorin Julia Bruns. Mit dem Erscheinen des neuen Buches der Thüringer Autorin im März 2017 plant das Unternehmen unter anderem eine großangelegte Verlosungsaktion unter seinen Kunden. In einer Million Wurst-Verpackungen würden entsprechende Aufrufe veröffentlicht.

Matthias Gaida, Geschäftsführer von „Die Thüringer“ begründete die neue Kooperation mit der Heimatverbundenheit der beiden Partner: „Julia Bruns zeigt wie keine andere in ihren Büchern die Eigen- und Liebenswürdigkeiten des Freistaats und seiner Menschen. Und genauso verstehen wir unsere Produkte: traditionsreich, charakterstark, unverwechselbar. Wie die Leser eines guten Buches sollen unsere Kunden nach dem Genuß unserer Wurst sagen: das hat sich gelohnt!“

Das Unternehmen mit Sitz in Dornheim bei Arnstadt und im Heilbad Heiligenstadt steht seit Jahrzehnten für originale Thüringer Fleisch- und Wurstspezialitäten. Dabei setzen „Die Thüringer“ auf traditionelle Rezepturen und innovative Verpackungsideen. So wurden die Thüringer Salami und der Butterkäse von Herzgut im praktischen Duopack zum Produkt des Jahres 2017 ausgezeichnet. „Die Thüringer“ gehören zu den bekanntesten Marken Ostdeutschlands.

Die gebürtige Thüringerin Julia Bruns veröffentlichte bislang zwei Kriminalromane: „Zwei Bier und ein Mord“ (2015) und „Im Schatten der Heidecksburg“ (2016). Ihr neues Buch „Äpfel und Dirnen“ spielt in Bilzingsleben und Kindelbrück und erscheint am 23. März 2017 im Emons-Verlag.

PM-DT

Heimatverbundenheit: Der Wursthersteller „Die Thüringer“ und die Krimiautorin Julia Bruns begründeten eine neue Partnerschaft.

Foto: JÖRG ROPERS/ CENTER PRESS ERFURT

 

11.01.2017


10.01.2017: „Grüne sind rückgratlose Umfaller“

Junge Union Thüringen kritisiert die Entscheidung der rot-rot-grünen Koalition, gegen das Volksbegehren zur Gebietsreform zu klagen, scharf und verlangt ein Stopp der Gebietsreform bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes. Zugleich kündigt die Jugendorganisation massive Unterstützung für das Volksbegehren nach der Entscheidung des Thüringer Verfassungsgerichtshofes an.

„Die Entscheidung der Koalition, gegen das Volksbegehren zu klagen, ist der nächste schwere Sündenfall von Rot-Rot-Grün.“ Das erklärte der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner am 10. Januar in Erfurt.. Jetzt erweise sich das Gerede von Rot-Rot-Grün über direkte Demokratie als pure Heuchelei. „Die rot-rot-grüne Koalition verhält sich wie das Politbüro. Eine kleine Nomenklatura rot-rot-grüner Funktionäre verklagt aus Angst vor der Mehrheit das eigene Volk. Damit entlarvt sich die Koalition selbst und scheitert an ihren eigenen Ansprüchen.“ Die Koalition schüre laut Gruhner so massiv Politikverdrossenheit und grätsche all jenen zwischen die Beine, die sich bürgerschaftlich engagieren.

Die Bündnisgrünen bezeichnete der JU-Chef als „rückgratlose Umfaller": „Erst kündigen die Grünen in den letzten Wochen Widerstand gegen eine Klage an und machen jetzt dieses Trauerspiel mit. Machtbesessenheit siegt offensichtlich über Überzeugungen. Es ist ziemlich billig, wenn sich die Koalition hinter einem selbst in Auftrag gegebenen Gutachten versteckt", so Gruhner.

Die Junge Union werde nach Abschluß eines Verfahrens vor dem Thüringer Verfassungsgerichtshof das Volksbegehren weiter unterstützen, kündigte der CDU-Politiker an. „Wir fordern die Landesregierung auf, den Fortgang der Gebietsreform auszusetzen, bis das Verfassungsgericht entschieden hat. Es kann nicht sein, daß durch diese juristischen Taschenspielertricks gegen den Willen der Bevölkerung zwischenzeitlich Fakten geschaffen werden. Das Volksbegehren führt nicht dazu, daß die Handlungsfähigkeit des Parlaments mit Blick auf das Haushaltsrecht eingeschränkt wird. Insofern gehe ich davon aus, daß das Volksbegehren weitergehen wird. Wir werden dann massiv das Volksbegehren unterstützen und Rot-Rot-Grün zeigen, daß es ein Fehler ist, gegen das eigene Volk zu klagen. Der Koalition sollte eines klar sein: aufgeschoben ist nicht aufgehoben."

PM-JUT

 

10.01.2017


09.01.2017: Unfaire Kostenverteilung

Bund muß für die Angleichung der Strompreise Ost/West sorgen: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht in den höheren Netzentgelten einen Standortnachteil für Ostdeutschland und kritisiert die Kehrtwende der Bundesregierung bei aktuellem Gesetzentwurf.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die Forderung Thüringens nach einer Angleichung der Strompreise Ostdeutschlands an die in Westdeutschland bekräftigt. Die intelligente Gestaltung der Netzentgelte sei hierfür ein Instrument. Daß sich die Bundesregierung von diesem Ziel nach aktuellen Medienberichten offenbar wieder verabschiedet habe, sei nach den zuletzt eher positiven Signalen und Ankündigungen aus Berlin eine „böse Überraschung“, sagte der Minister am 8. Januar in Erfurt. So sollen insbesondere alle Regelungen für eine bundesweite Umlage der Netzausbaukosten aus dem Entwurf für ein „Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur“ wieder gestrichen worden sein. „Sollte sich das bestätigen, dann würde die bisherige unfaire Kostenverteilung der Energiewende zum Nachteil Ostdeutschlands langfristig zementiert werden“, sagte Tiefensee. „Eine Kehrtwende darf es nicht geben. Der Wettbewerbsnachteil für die Wirtschaft Ostdeutschlands muß endlich beseitigt werden.“

Die Netzentgelte in Ostdeutschland sind schon heute teilweise mehr als doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands – und driften sogar weiter auseinander. Das geht zum Beispiel aus einer aktuellen Kurzanalyse der Agora Energiewende vom November 2016 hervor. Belegt werden die Unterschiede auch durch konkrete Beispiele: So zahlt eine Familie in Nord-Brandenburg mit 3500 Kilowattstunden Stromverbrauch 416 Euro Netzentgelte, in Bremen nur 196 Euro. Eine Bäckerei mit 80.000 Kilowattstunden bezahlt in Bremen 2942 Euro für die Netznutzung und in der Ueckermark 7974 Euro (Thüringen: 6498 Euro). Bei einem Industrieunternehmen mit einem Stromverbrauch von jährlich 500.000 Megawattstunden schlägt die Netzdurchleitung in der Regelzone des Netzbetreibers 50Hertz – also insbesondere in Ostdeutschland – mit 10,3 Millionen Euro, in der Regelzone von Amprion (Westdeutschland) mit lediglich 4,9 Millionen Euro zu Buche.

„Aus solchen Unterschieden resultieren am Ende höhere Strompreise, durch die Unternehmen und Verbraucher in Ostdeutschland überdurchschnittlich belastet werden“, sagte Tiefensee. Den Bürgern und Unternehmern hier sei das schon längst nicht mehr zu vermitteln. Das gelte erst recht, weil andere Kosten der Energiewende – wie die EEG-Umlage, Kosten für Offshore-Anbindungen oder Mehrkosten für Erdverkabelungen – ganz selbstverständlich auf alle Verbraucher bundesweit umgelegt würden.

Notwendig sei deshalb, auch die Ausbaukosten für neue Übertragungsleitungen so zu gestalten, daß sich die Strompreise mittelfristig in Deutschland angleichen. Die Bundesregierung sei jetzt gefordert, sich – notfalls auch gegen die Partikularinteressen einiger Bundesländer, die von der momentanen Situation profitierten – für eine Angleichung der Strompreise stark zu machen. „Ansonsten drohen die Strompreise zu einer Wachstumsbremse und einem Standortrisiko für die ostdeutschen Länder zu werden, am Ende geht das zu Lasten der wirtschaftlichen Entwicklung und kostet Arbeitsplätze“, so der Thüringer Wirtschaftsminister.

Über die sogenannten Netz(nutzungs)entgelte refinanzieren die Netzbetreiber die Investitionskosten für den Bau von neuen Strom- oder Gasleitungen, indem sie diese auf die Verbraucher in ihrem Versorgungsgebiet umlegen. Ein bundesweit einheitlicher Umlagemechanismus existiert allerdings nicht. Dies führt dazu, daß in den Regionen, in denen viele neue Trassen gebaut werden mußten und müssen – wie den neuen Ländern –, die Umlage vergleichsweise hoch ist, obwohl der Strom hier teilweise nur durchgeleitet und in anderen Regionen Deutschlands genutzt wird.

STEPHAN KRAUSS

09.01.2017


08.01.2017: Miniaturformat

Messeauftakt 2017 mit „Erlebniswelt Modellbau“ vom 13. bis 15. Januar in Erfurt mit Ausstellerrekord.

Vom 13. bis 15. Januar 2017 verwandeln sich die Hallen 2 und 3 der Erfurter Messe zum fünften Mal in eine faszinierende Welt des Modellbaus. Auf 18.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gibt es beinahe alles, was das Hobby zu bieten hat, live in Aktion zu erleben. Egal ob ferngesteuerte Flugzeuge, Autos, Eisenbahnen, Panzer, Schiffe, Trucks, Bagger, Traktoren oder Multikopter: hier kommen nicht nur Modellbauer, Bastler, Sammler und Neugierige auf ihre Kosten. In der „Erlebniswelt Modellbau“ präsentieren 109 Firmen, Vereine und Privataussteller sowie über 3000 helfende Hände die Welt im Miniaturformat. Damit verzeichnet die Messe 2017 einen Ausstellerrekord.

Zum ersten Mal präsentiert sich der Moba (Modellbahnverband in Deutschland e.V.) im Rahmen der Modellbaumesse in Erfurt und organisiert die Schau der Modellbahnen. Der Verband baut zehn hochklassige Anlagen auf, die alle zum ersten Mal auf der Erlebniswelt Modellbau zu sehen sind. Einige der Modellbahnen haben in Erfurt ihre Premiere im Osten Deutschlands und werden Modellbahnfans aus ganz Deutschland anziehen. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch vergangene Zeiten und in die unterschiedlichsten Landschaften und Regionen.

Ein Diorama der Spitzenklasse präsentiert in der Modellbahnschau die Gruppe „ModelSpoorGroep Valkenwaard“ aus Eersel in den Niederlanden. Die Anlage spielt im Jahr 1935 und zeigt einen Teil des Örtchens Veldhoven. Bei dieser Anlage wird eine optische Täuschung den Besucher faszinieren. Es fahren zwei Straßenbahnen, die erste im Vordergrund im Maßstab 1:80 und die zweite im Hintergrund im Maßstab 1:160.

Weitere Highlights sind unter anderem das 112 Quadratmeter große Vorführbecken für Schiffsmodelle und U-Boote, Flugvorführungen direkt in der Halle, ein 700 Quadratmeter großer Truck-Trail sowie eine Drift-Area. Neben der Präsentation und dem Verkauf von Modellen, wird es an allen Tagen spezielle Vorführungen, Aktionen und Wettkämpfe der Modellbauer geben.

Auch die vielfältigen Mitmachaktionen machen den Besuch der Messe zu einem einmaligen Erlebnis. Neben einem Bahn-Rangierdiplom, können Kinder auch ein Steuermannspatent erwerben, Runden beim Driften oder auf der Carrera-Bahn ziehen, Minitrucks steuern oder Flieger basteln.

JUDITH KIESSLING

 

08.01.2017


07.01.2017: Bewerbungen

„IdeenMachenSchule“: Thüringer Energieversorger vergibt im thüringenweiten Projektwettbewerb bis zu 1000 Euro Preisgeld.

Insgesamt 67 Projekte haben die Thüringer Energie AG (Teag) nach Beginn des Schuljahres 2016/2017 im ersten Auswertungszeitraum von „IdeenMachenSchule“ erreicht. Eine siebenköpfige Fachjury hat aus den eingegangenen Bewerbungen sieben Leuchtturmprojekte ausgewählt und darüber hinaus dreizehn weitere Projekte bezuschußt. Nun haben Thüringens Schulen abermals die Chance auf finanzielle Rückendeckung des engagierten Energiedienstleisters. Noch bis zum 31. Januar 2017 können Schulen und Projektgruppen unabhängig von Klassenstufe und Projekt-Genre ihre Ideen und Vorhaben direkt im Internet einreichen.

Gute Chancen auf ein Preisgeld und damit auf eine Auszeichnung zum Leuchtturm hat, wer seine Projektbewerbung möglichst mit Bildmaterial oder anderen veranschaulichenden Dokumenten unterstützt und im Förderantrag klar die Hintergründe, Ziele und die Motivation zum Projekt formuliert. Wird eine Schule zum Leuchtturmprojekt gewählt, so erhält diese bei einer persönlichen Scheckübergabe neben der Gewinnerprämie auch einen Pokal, eine Urkunde sowie Gewinner-T-Shirts. Darüber hinaus bezuschußt die Teag auch im zweiten Auswertungszeitraum wieder zehn bis fünfzehn weitere Schulprojekte. Jeden Bewerber, der es nicht ins Ranking der Preisträger oder Förderprojekte schafft, würdigt das Unternehmen mit einem Obolus in Höhe von 50,00 Euro für die Klassenkasse.

Ob Baumpflanzaktion, Theateraufführung oder Sportfest – die Möglichkeiten, an „IdeenMachenSchule“ teilzunehmen, sind vielfältig. Gefördert werden Schulprojekte aller Klassenstufen, die zur Verbesserung des Lernumfeldes beitragen, welche die Bildung und Entwicklung der Schüler nachhaltig und positiv beeinflussen oder Ideen zur Optimierung der Lernsituation der Schüler. Mitmachen können alle Thüringer Schüler beziehungsweise Schulklassen der Klassenstufen 1 bis 12. Eine Lehrerin oder ein Lehrer soll dabei die Bewerbung übernehmen.

SUSANNE PETER

 

07.01.2017


06.01.2017: Auskunftspflicht

Mikrozensus 2017: Auch in diesem Jahr werden wieder rund 10.000 Haushalte in Thüringen befragt.

Wie leben alleinerziehende Mütter und Väter? Wie ist die Lebenssituation älterer Menschen? Wie entwickeln sich die Familien und andere Lebensformen? Wie steht es um die Ausbildung der Bevölkerung? Antworten auf solche und andere Fragen, die die Bevölkerungs-, Haushalts- und Familienstruktur, den Arbeitsmarkt sowie die soziale und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft betreffen, gibt der Mikrozensus, die jährliche repräsentative Haushaltsbefragung in Deutschland.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte, wird auch im Jahr 2017 wieder im Durchschnitt ein Prozent der Bevölkerung befragt. Das sind in Thüringen über das Jahr verteilt rund 10.000 Haushalte. Die Auswahl der Haushalte erfolgt nach einem objektiven mathematisch-statistischen Zufallsverfahren. Für die ausgewählten Haushalte besteht Auskunftspflicht, und zwar für vier aufeinander folgende Jahre. Das vom Deutschen Bundestag beschlossene Mikrozensusgesetz ist die Rechtsgrundlage der Befragung. Es regelt einen sorgsamen und zweckgebundenen Umgang mit den erfaßten Daten; es gewährleistet Datenschutz und Geheimhaltung.

Die Befragung zum Mikrozensus erfolgt grundsätzlich persönlich durch Erhebungsbeauftragte, die mit Laptops ausgestattet werden. Die Erhebungsbeauftragten wurden vom Landesamt für Statistik ausgesucht, verpflichtet und geschult. Sie können sich durch einen Interviewerausweis legitimieren.

Der Besuch des Erhebungsbeauftragten wird dem Haushalt durch das Landesamt für Statistik vorher schriftlich angekündigt. Wenn der Haushalt wünscht, kann er alternativ einen Fragebogen selbst ausfüllen.

KERSTIN VOGEL

 

06.01.2017


05.01.2017: „Jungen Forschern Raum geben“

Schülerforschungszentrum in Ilmenau eröffnet: Thüringer Wissenschaftsministerium stellt bis 2019 jährlich 35.000 Euro zur Verfügung.

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat am 5. Januar das neue Schülerforschungszentrum an der TU Ilmenau eröffnet. An dem Zentrum können Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus und unter fachkundiger Anleitung durch Mitarbeiter und Studierende der TU ganz praktisch zu naturwissenschaftlichen Themen experimentieren, eigene Forschungsprojekte umsetzen oder sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise technischer Geräte vertraut machen. Das Thüringer Wissenschaftsministerium unterstützt die Einrichtung bis 2019 mit jährlich 35.000 Euro.

Weitere 10.000 Euro als einmalige Anschubfinanzierung kommen von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (Stift). Diese hat das Konzept der Schülerforschungszentren im Rahmen ihrer Initiative „Jungforscher Thüringen“ entwickelt und koordiniert die Arbeit der derzeit fünf Thüringer Einrichtungen. Das Angebot der Zentren richtet sich an Schulen und naturwissenschaftliche Spezialgymnasien und versteht sich sowohl als Einrichtung der Breiten- als auch der Begabtenförderung. Es unterstützt Thüringer Schülerinnen und Schüler zudem bei der Vorbereitung auf Nachwuchswettbewerbe wie „Jugend forscht“.

„Mit den Schülerforschungszentren wollen wir jungen Forschern Raum geben und Jugendliche frühzeitig und gezielt für naturwissenschaftliche und technische Fragen und Themen interessieren“, sagte Tiefensee. Dabei gehe es auch darum, das Interesse für eine spätere Berufsausbildung oder ein Studium in diesem für die künftige Entwicklung Thüringens wichtigen Bereich zu wecken. „Denn leider müssen wir feststellen, daß die sogenannten MINT-Fächer nach wie vor nicht besonders weit oben auf der Beliebtheitsskala von Schulabgängern stehen.“

Das Ilmenauer Schülerforschungszentrum befindet sich auf dem Campus der Technischen Universität und lehnt sich inhaltlich an die fachlichen Schwerpunkte der TU – Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik, Physik, Chemie/Werkstoffwissenschaften und Mathematik – an. Im Bereich der Robotik wird das Roberta-Regionalzentrum der TU Ilmenau ein Partner sein, die Kooperation mit der Studierendenwerkstatt Unikat wird ebenso angestrebt wie mit regionalen Unternehmen, An-Instituten der TU sowie mit dem Solardorf Kettmannshausen. Eine wesentliche Intention des Schülerforschungszentrums ist die Gewinnung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus der Region für ein Studium an der TU Ilmenau.

Weitere Schülerforschungszentren existieren bereits in Erfurt, Jena, Gera und an der FH Nordhausen, auch in Schmalkalden besteht großes Interesse an der Einrichtung eines solchen Zentrums. Die ersten drei Standorte werden vom Thüringer Bildungsministerium sowie der Stift unterstützt, das Wissenschaftsministerium fördert neben Ilmenau die Einrichtung in Nordhausen in gleicher Höhe mit 35.000 Euro pro Jahr bis 2019 und hat für Schmalkalden ebenfalls Unterstützung zugesagt.

STEPHAN KRAUSS

 

05.01.2017


04.01.2017: Befragung

Der Radfernweg Thüringer Städtekette ist bei Einheimischen und Gästen beliebt.

Der Radfernweg Thüringer Städtekette verbindet die sieben Thüringer Städte Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Altenburg. Als Teil der Deutschlandroute D4 ist er an das deutschlandweite Fernradwegenetz angebunden. Die Touristiker bewerben seit vielen Jahren die Vorzüge gerade dieses kulturtouristisch geprägten Radweges. Immer mehr Radfahrer sind auf dieser Strecke zu beobachten, insbesondere an Wochenenden. Viele Reiseveranstalter haben den Radfernweg in ihre Programme integriert.

Die Arbeitsgemeinschaft aus Touristikern und Planern aller Städte und Landkreise entlang des Weges wollte es genauer wissen und schaffte im vorigen Jahr zwei Zählgeräte an. Außerdem wurde eine Befragung der Radtouristen initiiert.

Über die gesamte Fahrradsaison wurden über 300 Personen befragt – direkt am Radweg durch Studenten der IUBH Erfurt oder in radfahrerfreundlichen Unterkünften entlang des Radfernweges.

Laut den jetzt präsentierten Ergebnissen gaben die Radtouristen an, daß sie auf ihrer Radtour die schönen Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten, die abwechslungsreichen Landschaften, die gute Infrastruktur und die radfahrerfreundlichen Unterkünfte besonders beeindruckt haben. Das kulturtouristische Angebot wurde als Hauptgrund für eine Radreise auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette benannt.

Deutlich wird dabei, daß bei den Altersgruppen die Gäste ab 40 Jahre (85 Prozent) dominieren und mehr als die Hälfte älter als 60 Jahre ist. Die Radtouristen sind vorwiegend zu zweit oder in kleinen Gruppen bis fünf Personen unterwegs. Es werden bevorzugt Tagesetappen von 50 bis 60 Kilometern zurückgelegt. Die größte Anzahl der ausländischen Gäste kommt aus den Niederlanden.

Gut die Hälfte der Übernachtungsgäste reist mit der Bahn an und auch etwa die Hälfte der Befragten startet die Radreise in Eisenach, gefolgt von Weimar und Altenburg.

„Wir stellen fest, daß Radurlaube mit durchschnittlich sieben Tagen sehr beliebt sind. Die Gäste halten sich somit wesentlich länger in der Region auf als die reinen Städtetouristen“, kommentiert Dr. Carmen Hildebrandt, Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH und Leiterin der AG Radfernweg Thüringer Städtekette. Sehr gerne werden Teilstrecken oder Rundtouren gefahren. Dabei nutzen mehr als die Hälfte weitere Radwege wie beispielsweise Ilmtal-, Saale-, Unstrut-, Gera- oder Werratalradweg.

Als erfreuliches Ergebnis ergab die Befragung, daß 86 Prozent der Radtouristen und Tagesausflügler den Radfernweg Thüringer Städtekette weiterempfehlen würden.

Vor allem Hotels und Pensionen profitieren von den Radurlaubern, da diese mit Abstand die bevorzugte Unterkunftsart darstellen.

An zwei Standorten (Wandersleben und Erfurt-Ringelberg) wurden die Radfahrer seit Mai erfaßt. Die quantitativen Ergebnisse sind ebenfalls sehr erfreulich. Täglich fahren zwischen 130 und 260 Radfahrer auf den gemessenen Abschnitten entlang. Eine erste Hochrechnung ergibt, daß während der Fahrradsaison zirka 32.000 Freizeit-Radfahrer auf der „Thüringer Städtekette“ unterwegs waren und über das gesamte Jahr 2016 von etwa 50.000 Freizeit-Radfahrern auszugehen ist

„Unsere AG Mitglieder haben immer daran geglaubt, daß der Radfernweg Thüringer Städtekette die Herzen der Radler erobern wird. Inzwischen ist er bei deutschen und niederländischen Radtouristen erkennbar sehr beliebt“, blickt Dr. Carmen Hildebrandt auf die Erfolgsgeschichte zurück. „Und nicht zuletzt nutzen ihn die Bewohner entlang der Route gern und oft zur Erholung.“

Die Untersuchung hat punktuell auch Verbesserungsbedarf bei der Streckenführung und der radtouristischen Infrastruktur ergeben. Zusätzliche Rastplätze und Unterstellhütten stehen dabei ganz vorne auf der Wunschliste der Radfahrer. Anregungen und Wünsche der Gäste werden ermittelt, um diese in Kooperation mit den Partnern entlang des Radfernweges in das vorhandene Angebot zu integrieren oder zu verbessern.

PM-ETMG

 

04.01.2017


03.01.2017: „Wir haben es satt!“

Zeichen für zukunftsverträgliche Landwirtschaft setzen: „Bund“-Landesverband Thüringen beteiligt sich an bundesweiter Demonstration für Agrarwende.

Am 21. Januar geht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland („Bund“) auf der „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration in Berlin erneut für die Agrarwende in Deutschland auf die Straße. Zu der bundesweiten Demonstration, die 2017 zum siebten Mal stattfindet, wird von mehr als 45 Organisationen aufgerufen. Die Forderungen sind klar: Bauernhöfe statt Agrarfabriken, gesundes Essen für alle und Demokratie statt Konzernmacht. Aus Erfurt bietet der „Bund“ Thüringen in diesem Jahr eine gemeinsame Anreise mit einem Reisebus an.

Parallel zur „Grünen Woche“ soll auch 2017 laut Landesverband Thüringen „erneut ein Zeichen für zukunftsverträgliche Landwirtschaft gesetzt werden“. Im Fokus der Demonstration steht in diesem Jahr das Höfesterben, das unverändert dramatische Dimensionen habe. Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des „Bund“ Thüringen, erklärt: „Wir haben es satt! Die Produktion von Fleisch konzentriert sich auf immer weniger Betriebe, die dafür überproportional wachsen und mit ihnen die Anzahl gehaltener Tiere. Dieser Trend hin zu ‚Megamastanlagen‘ muß endlich ein Ende haben! Deshalb gehen wir auch 2017 gemeinsam in Berlin auf die Straße! Wir rufen alle Menschen auf, die keine Lust mehr auf Agrarfabriken haben auf, sich uns anzuschließen!“

Das Besondere in diesem Jahr: „Wir haben 2017 die Chance, zum Auftakt des Wahljahres deutlich zu machen, daß die nächste Bundesregierung die Agrarwende konsequent umsetzen muß. Nur so können wir im Jahr der Bundestagswahl die Agrarwende zu einem zentralen politischen Thema machen“, so Hoffmann.

STEFANIE HAUPT

 

03.01.2017


03.01.2017: Vorletzter Platz

Focus-Money-Studie: Das Altenburger Land gehört zu den Schlußlichtern in Sachen Wirtschaftskraft in Deutschland. Noch schlechter schnitt im Vergleich nur die kreisfreie Stadt Bottrop (Nordrhein-Westfalen) ab.

Der Landkreis Ebersberg östlich von München ist Deutschlands wirtschaftsstärkste Region. Das ergab die jüngste Auflage des Landkreis-Rankings des Wirtschaftsmagazins Focus-Money. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die baden-württembergischen Kreise Heilbronn und Tuttlingen. Schlußlichter im Ranking sind die kreisfreie Stadt Cottbus (Brandenburg), der Kreis Altenburger Land (Thüringen) und ganz am Ende die kreisfreie Stadt Bottrop (Nordrhein-Westfalen).

Bei dem Ranking handelt es sich um einen rein wirtschaftlichen Vergleich. Die Wirtschaftskraft der Regionen und Städte wurde dabei anhand von sieben Faktoren gemessen: BIP-Wachstum, Arbeitslosenquote, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigten, Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen und verfügbares Einkommen je Einwohner. Basis waren Daten der Statistischen Landesämter sowie der Bundesagentur für Arbeit für die Jahre 2010 bis 2015. Weichere Faktoren wie Sicherheits- oder Bildungsaspekte berücksichtigt der Regionen-Vergleich nicht.

Insgesamt umfaßt das Ranking von Focus-Money 383 Landkreise und Städte. Für 19 Regionen lagen nicht in allen Bereichen vollständige Daten vor.

Die drei am besten plazierten Regionen in Thüringen sind die kreisfreien Städte Eisenach auf Rang 151 und Jena auf Platz 206. Das Weimarer Land schneidet als 253. ab.

Als die drei am schlechtesten plazierten Regionen Thüringens wurden Saalfeld-Rudolstadt (358), der Landkreis Greiz (362) und das Altenburger Land als Nummer 382 ermittelt.

PM-HBM

 

03.01.2017

Thüringen aktuell

Wohin in Thüringen?

Meine NTI Online
Aktueller Titel

Benutzeranmeldung
In der nächsten NTI

Sonneberger Potentiale

Die Ausgabe 4/2017 berichtet über das geplante bayerisch-thüringische Oberzentrum.

Werbung