Nachrichten aus dem Freistaat Januar 2016

Januar 2016

31.01.2016: „Neuen Forschungsinitiativen eine Chance geben“

Diskussionsbedarf zu Vorschlägen der Imboden-Kommission angemeldet: Exzellenzinitiative muß nach den Vorstellungen von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) breiter aufgestellt werden.

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die am 29. Januar vorgelegten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative begrüßt, sieht aber noch Diskussionsbedarf. „Die Vorschläge zielen aus meiner Sicht zu stark auf eine Bewahrung des Status quo“, sagte Tiefensee. Wichtig sei es, neuen Forschungsinitiativen eine Chance zu geben. „Wir brauchen eine breitere Aufstellung der künftigen Exzellenzförderung, damit wir Spitzenforschung überall dort unterstützen können, wo sie stattfindet.“

Die international besetzte Kommission zur Evaluation der Exzellenzinitiative (IEKE, Imboden-Kommission) legte ihren Bericht vor. Der Vorschlag der Imboden-Kommission sieht unter anderem die Fortführung der erfolgreichen Förderlinie „Exzellenzcluster“ vor, bei der die Bildung von Forschungsschwerpunkten langfristig vorangetrieben werden soll. Sie knüpft an den Erfolg der bisherigen Vorgehensweise an und ist nach Einschätzung von Tiefensee ein Schritt in die richtige Richtung.

Allerdings bewirke die Reduktion der geförderten Cluster, daß die Chancen der Hochschulen sinken, im Auswahlprozeß berücksichtigt zu werden. „Stattdessen sollten die Zahl der Förderfälle und auch die Mittel für die Förderlinie Exzellenzcluster erhöht werden, um möglichst vielen hervorragenden Universitäten eine Chance zu geben – auch denen, die bisher nicht zum Zuge kamen“, so Tiefensee.

Auch bei der von Imboden vorgeschlagenen zweiten Linie „Exzellenzprämie“, die an die zehn besten Universitäten vergeben werden soll, müssen die Auswahlkriterien aus Sicht des Wissenschaftsministers noch einmal kritisch geprüft werden. Der jetzige Vorschlag schaue zu sehr in die Vergangenheit und betrachte ausschließlich bisherige Forschungsleistungen. „Hier werden Institutionen bevorteilt, die bereits durch die erste Exzellenzinitiative strukturelle Vorteile haben. Echte Chancengleichheit bedeutet, daß die Forschungsleistungen auf der Basis guter Konzepte bewertet werden.“

Tiefensee forderte zudem die Einhaltung des Zeitplans. Im Sommer dieses Jahres solle eine Entscheidung zu den Details der Fortführung gefällt und eine zügigere Umsetzung bis Ende 2018 angestrebt werden.

MI-PH

 

31.01.2016


30.01.2016: „Gewinner und Verlierer“

Kostenfalle Warmwasser: Steigende Heizkosten trotz konstantem Wasserverbrauch.

„Es kommen zunehmend Mieter in unsere Beratung, die sich über eine deutliche Steigerung ihrer Heizkosten wundern, ohne daß sie tatsächlich mehr Wärme beziehungsweise Warmwasser verbraucht haben.“ Das berichtet Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen. Zu erklären sei dies weder durch höhere Energiepreise noch durch ein verändertes Verbrauchsverhalten.

Ursache sei vielmehr eine seit dem 1. Januar 2014 veränderte Rechtslage. Bisher wurde nur der Gesamtverbrauch für die Heizenergie eines Wohngebäudes ermittelt. Seit der Gesetzesänderung werde nun der Anteil, der bei der Erwärmung von Warmwasser anfällt, meßtechnisch ermittelt und nicht mehr überschlägig berechnet.

Durch das neue Vorgehen ändere sich nichts an der Erhebung der Gesamtwärmekosten für ein Wohngebäude, wohl aber die Verteilung unter den Mietern. „Es gibt Gewinner und Verlierer – stark abhängig vom individuellen Verbrauchsverhalten für Beheizung und Warmwasser", erklärt Ramona Ballod.

Eine der Ursachen sei der in der Berechnung bisher unterschätzte Energieaufwand für die Nacherwärmung des Zirkulationswassers. In den bislang untersuchten Heizkostenabrechnungen mache das bis zu 80 Prozent des Energieeinsatzes für das Warmwasser aus. In diesen Fällen bekomme der Energieanteil zur Bereitung des Warmwassers von vornherein ein viel höheres Gewicht als der zur Beheizung der Wohnungen. Auch sparsame Nutzer von Warmwasser könnten am Ende mehr für den Kubikmeter zahlen. Das wirke sich bei mäßigen Verbrauchern oder gar Verschwendern noch deutlicher auf die Kosten aus.

Was also tun? Besonders Mietern in Mehrfamilienhäusern sei zu empfehlen, alle Einsparmöglichkeiten für Warmwasser konsequent zu nutzen, so zum Beispiel lieber zu duschen als zu baden. „Wenn die spezifischen Kosten pro verbrauchtem Kubikmeter Warmwasser spürbar gestiegen sind, ist zugleich auch die mögliche Kostenreduzierung durch Einsparung für jeden Kubikmeter hoch", so Ballod.

Eine unabhängige, individuelle Beratung durch Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen verschaffe Durchblick und lege Mietern Handlungsmöglichkeiten offen. Dabei würden die Energieberater auch die Anlageneffizienz zur Warmwasserbereitung im Gebäude betrachten.

Und falls doch nicht die veränderte Ermittlung des Energieanteils von Warmwasser zur Kostensteigerung geführt habe, sondern ein Abrechnungsfehler könne die Verbraucherzentrale auch das bei einer Überprüfung der Heizkostenabrechnung feststellen.

PM-VZT

 

30.01.2016


29.01.2016: „Zersplitterte Zuständigkeiten“

Wirtschaftsrat Thüringen: Mit ihrer unzulänglichen Verkehrsverwaltung setzt die Landesregierung den gesamten deutschen Wirtschaftsstandort aufs Spiel.

Der Landesverband Thüringen des Wirtschaftsrates der CDU appelliert erneut an die Landesregierung, im Rahmen der Bund-Länder-Finanzverhandlungen endlich den Weg freizumachen für eine Bundesfernstraßengesellschaft. „Seit Jahrzehnten sind die landeseigenen Bauverwaltungen geprägt von zersplitterten Zuständigkeiten, fehlender Transparenz und der Bereitstellung von Investitionsmitteln nach Kassenlage. Dabei ist die anstehende Reform die wichtigste Voraussetzung für Wachstum, Arbeit und Wohlstand und damit eine zwingende Bedingung, um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sicherzustellen. Wir appellieren an Bund und Länder, ihren politischen Gestaltungsauftrag wahrzunehmen und sich nicht hinter Partikularinteressen zu verschanzen", mahnt der Vorsitzende des Wirtschaftsrates Thüringen, Mihajlo Kolakovic.

Im Land herrsche ein Investitionsstau, den die Landesregierung vor sich herschiebe. „Verantwortungslos ist, daß vom Bund Milliarden über Milliarden für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt wurden, diese aber durch eine ineffiziente Verkehrspolitik vom Land nicht umfassend genutzt werden konnten. Mit ihrer unzulänglichen Verkehrsverwaltung setzt die Landesregierung den gesamten deutschen Wirtschaftsstandort aufs Spiel", kritisiert Kolakovic.

Der Wirtschaftsrat verweist in einer Presseerklärung vom 29. Januar auf die jüngste Initiative von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der ein Milliardenpaket für den Infrastrukturausbau von Straßen, Schienen und Wasserwegen bereitgestellt hat. „Es ist leider gängige Praxis, daß das Land lautstark nach höheren Mittelzuweisungen ruft, aber die eigene Verwaltung nicht in die Lage versetzt wird, diese auch abarbeiten zu können. Das Geld steht bereit, jetzt kommt es zum Offenbarungseid und die Landesregierung muß liefern. Wir werden sehr schnell beobachten können, daß Ministerin Birgit Keller ihre Verkehrsverwaltung nicht im Griff hat", erklärt Wirtschaftsrats-Repräsentant Kolakovic.

PM-WRT

 

29.01.2016


29.01.2016: Fördermittel in vollem Umfang eingesetzt

Krankenkassenverbände förderten im Jahr 2015 die Thüringer Selbsthilfe mit 566.500 Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände haben die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Thüringen im vergangenen Jahr mit 566.500 Euro unterstützt. Damit wurden die gesetzlich vorgeschriebenen Fördermittel in vollem Umfang eingesetzt.

An die 20 Selbsthilfekontaktstellen im Freistaat überwiesen die Krankenkassen rund 90.000 Euro. Weiterhin hatten 41 Landesverbände der Selbsthilfe einen Antrag gestellt und wurden mit insgesamt 203.000 Euro gefördert. Der größte Posten entfiel wie in den Jahren zuvor auf die örtlichen Selbsthilfegruppen: Hier wurden an die 612 Antragsteller insgesamt 273.500 Euro ausgezahlt.

Die Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe ist ein Zusammenschluß der Krankenkassenverbände in Thüringen, welche nach dem Sozialgesetzbuch für die Förderung von Selbsthilfestrukturen im jeweiligen Bundesland zuständig ist. Als beratende Mitglieder sind darin auch die Vertreter der Selbsthilfekontaktstellen, der Landesverbände und der regionalen Gruppen beteiligt.

ANNETT HOYER

 

29.01.2016


28.01.2016: Arbeitsort Thüringen

Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen auch im Jahr 2015 rückläufig.

Im Jahr 2015 hatten im Jahresdurchschnitt 1.042.900 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 4200 Personen beziehungsweise 0,4 Prozent weniger als im Jahr 2014. Damit blieb die Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort Thüringen das fünfte Jahr in Folge hinter der Entwicklung in Deutschland zurück. Das dritte Jahr in Folge war diese Entwicklung in Thüringen rückläufig.

In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 um 0,8 Prozent, im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 0,9 Prozent. Im Gebiet der neuen Bundesländer(ohne Berlin) sank die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Zeitraum um 0,3 Prozent.

Wie die Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" zeigen, verzeichneten im Jahr 2015 Berlin (+ 2,0 Prozent), Bayern (+ 1,2 Prozent) und Hessen (+ 1,0 Prozent) die höchsten Beschäftigungszuwächse. Rückgänge wurden für Sachsen-Anhalt (- 0,7 Prozent), Thüringen (- 0,4 Prozent), Sachsen (- 0,2 Prozent) und Brandenburg (- 0,1 Prozent) festgestellt.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen erhöhte sich im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober des Jahres 2015 gegenüber 2014 um 5500 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Thüringen war auch im Jahr 2015 von einem weiteren Rückgang der sogenannten marginalen Beschäftigungsfälle gekennzeichnet. So sank gegenüber 2014 die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten (im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober) um zirka 5000 Personen (- 5,7 Prozent), die Zahl der Ein-Euro-Jobber (im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober) um zirka 600 Personen (- 15,0 Prozent) und die Zahl der kurzfristig Beschäftigten (im Durchschnitt der Monate Januar bis Juni) ebenfalls um zirka 600 Personen (- 11,8 Prozent).

PM-TLS

 

28.01.2016


28.01.2016: Ausgelobt

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege in Thüringen.

2016 loben der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) den „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ in den Bundesländern Thüringen und Brandenburg aus. Das teilte das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie am 27. Januar in einer Medieninformation mit. Die Ausschreibung des Preises erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Architektenkammer und der Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Handwerkskammern. Die Preisverleihung findet im Beisein des Ministerpräsidenten im November statt. Der Preis wurde in Thüringen zuletzt 2007 ausgelobt.

Ausgezeichnet werden zum einen private Denkmaleigentümer, die durch die Hinzuziehung qualifizierter Handwerksbetriebe bei der Erhaltung des kulturellen Erbes Vorbildliches geleistet haben, zum anderen die ausführenden Betriebe für die an historischen Bauten erbrachten Leistungen. Für den Einsatz der Eigentümer stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro pro Bundesland zur Verfügung, die Handwerker erhalten entsprechende Urkunden.

Durch den Preis versprechen sich Handwerk und Denkmalschutz eine weitere Qualitätsverbesserung bei Restaurierungsarbeiten an Kulturdenkmalen in Privatbesitz. Die Handwerkskammern hoffen, mit dieser Aktion die Handwerker zu motivieren, sich verstärkt in den Fortbildungszentren für Handwerk in der Denkmalpflege zu qualifizieren.

Vorschläge und Bewerbungen aus Thüringen von Handwerksbetrieben, Architekten, Denkmalpflegern sowie den privaten Bauherren können bis 29. April 2016 an den Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin gerichtet werden.

MI-LDA

 

28.01.2016


27.01.2016: „Schritt in die richtige Richtung“

Thüringen aktiv für mehr gute Arbeit in der Wissenschaft: Unterstützung für Gesetzentwurf des Bundes gegen Kurzzeitverträge an Hochschulen.

Die Thüringer Landesregierung setzt sich für gute Arbeitsbedingungen in Forschung und Lehre ein. Dafür habe man entsprechende Vereinbarungen mit den Thüringer Hochschulen getroffen, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 27. Januar im Thüringer Landtag. Außerdem habe sich Thüringen auf Bundesebene für Änderungen am Wissenschaftszeitsvertragsgesetz stark gemacht. Das Bundesgesetz, das derzeit novelliert wird, regelt insbesondere die Befristung von Arbeitsverträgen im Wissenschafts- und Hochschulbereich.

„Wer Spitzenleistungen in Forschung und Lehre will, der braucht motivierte Mitarbeiter an den Universitäten und Fachhochschulen“, sagte Tiefensee während einer von der SPD-Fraktion beantragten Aktuellen Stunde zum Thema „Gute Arbeit in der Wissenschaft“. Deshalb hätten sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag auch darauf verständigt, die Beschäftigungsverhältnisse an den Hochschulen zu verbessern und eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zu unterstützen.

Minister Tiefensee begrüßte die inzwischen vom Bundestag beschlossenen und am 29. Januar abschließend im Bundesrat zu diskutierenden Änderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes als „Schritt in die richtige Richtung“. Thüringen hatte die Novellierung aktiv begleitet und durch eigene Anträge und Vorschläge unterstützt. Im Ergebnis werde insbesondere erreicht, daß extrem kurze Befristungen von Arbeitsverträgen künftig nur noch in begründeten Ausnahmefällen möglich sind, Befristungen nur noch dann möglich sind, wenn die befristete Beschäftigung zur Förderung der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung erfolgt; sich die Befristung bei Projektstellen am Projektzeitraum orientiert; nichtwissenschaftliches Personal aus dem Anwendungsbereich des Gesetzes herausgenommen wird und auf Antrag Thüringens die maximale Befristungsdauer für studentische Beschäftigte von vier auf sechs Jahre erhöht wurde.

Allerdings hätte er sich in mehreren Punkten weitergehende Verbesserungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz gewünscht, betonte der Minister. Dazu gehören Forderungen nach einer Aufhebung der Tarifsperre (also die Möglichkeit der Tarifpartner, weitergehende Regelungen zu vereinbaren), nach konkret festgelegten Befristungszeiten sowie nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dennoch: „Das Gesetz wird unter dem Strich dazu beitragen, die akademischen Arbeitsbedingungen in Deutschland weiter zu verbessern“, sagte Tiefensee. Davon werde insbesondere der akademische Mittelbau profitieren.

Darüber hinaus wirke Thüringen im Rahmen seiner Möglichkeiten darauf hin, durch hochschulrechtliche Regelungen vor Ort die Arbeitsbedingungen für die Thüringer Hochschulbeschäftigte zu verbessern, unterstrich der Wissenschaftsminister.

So enthalten die am 21. Januar unterzeichneten Ziel- und Leistungsvereinbarungen konkrete Absprachen zu Personalentwicklung, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Gleichstellung oder zum Umgang mit Befristungen.

In der am 5. Januar unterzeichneten Rahmenvereinbarung IV zur Hochschulfinanzierung ist unter anderem geregelt, daß jede Hochschule bis spätestens Ende 2016 ein Personalentwicklungskonzept sowie Berufungs- und Karrierekonzepte vorlegt. Außerdem sollen auf Fakultätsebene die Kriterien für Befristungen geklärt, konkrete Selbstverpflichtungen zur Befristung von Arbeitsverträgen verabschiedet und der Grundsatz „Unbefristete Beschäftigung für die Erledigung von Daueraufgaben“ eingeführt werden.

Auch im Rahmen des am 12. Januar gestarteten „Thüringer Hochschuldialogs“ werden im Hinblick auf die anstehende Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes mit allen betroffenen Gruppen – Hochschulleitungen, Professorinnen und Professoren, Gewerkschaften, Beschäftigten und Studierenden – weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Hochschulen erörtert.

„Thüringen ist beim Thema ‚Gute Arbeit in der Wissenschaft‘ auf einem guten Weg“, sagte Minister Tiefensee. Letztlich werde es darauf ankommen, auf bessere Arbeitsbedingungen hinzuwirken, ohne die Hochschulen in ihrer Handlungsfähigkeit übermäßig zu beschneiden. „Es geht um das richtige Gleichgewicht zwischen Flexibilität für die Hochschulen und Stabilität für die Beschäftigten“, sagte der Wissenschaftsminister. „Das wollen und werden wir in einem guten Dialog miteinander erreichen.“

Die Bundesregierung hatte sich im Juni 2015 auf eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes geeinigt. Anlaß dafür war die zunehmende Kritik an der großen Anzahl sehr kurzer Vertragsbefristungen im Wissenschaftsbereich, die nach der bisherigen Gesetzeslage möglich sind. Künftig sollen solche Kurzbefristungen die Ausnahme bleiben. Die Laufzeiten von Arbeitsverträgen müssen sich vielmehr an konkreten Sachgründen wie einer angestrebten Qualifizierung (zum Beispiel Promotion) oder der Laufzeit eines Drittmittelprojekts orientieren.

STEPHAN KRAUSS

 

27.01.2016


27.01.2016: Internationales Engagement

Südthüringer Erfindernetzwerk Erinet mit Innovationspreis aus Malta geehrt.

Das Südthüringer Erfindernetzwerk für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (Erinet) mit Sitz im TGF Schmalkalden wurde kürzlich für sein internationales Engagement mit dem „Innovationspreis“ aus Malta geehrt. Patentingenieur Jens Dahlems nahm die internationale Auszeichnung entgegen. Der Geehrte verstehe es, Erfindungen, Visionen oder Produktentwicklungen in das richtige Rampenlicht zu rücken. Ein  Mensch, der auch in schwierigen Zeiten nicht aufgebe, würdigte Prof. Dr. Catherine Pouget von der Université Paris Dauphine France und Radu Gheorghe aus Malta in der Laudatio.

Das in Schmalkalden ansässige Erfindernetzwerk trägt seit zehn Jahren als Wegbereiter für Zukunftstechnologien und Produktneuheiten zur Stärkung der Innovationskultur und des Erfindergeistes bei.

Unter dem Motto: „Erfinder und Innovatoren helfen Erfindern“ sollen mit Unterstützung durch die Pariser Fédération Francaise Inventeurs neue Denkansätze künftig auch in Malta umgesetzt werden. So wurde vereinbart, daß mit Hilfe des Südthüringer Erfindernetzwerkes in Malta eine Erfinderorganisation gegründet werden soll.

Die Herausforderung an die Erfinder und Unternehmen in Malta bestehe darin, neue Geschäftsmodelle international entwickeln zu können. Man sollte sagen, was man denkt – aber man sollte sich vorher etwas gedacht haben, erklärte der Preisträger Jens Dahlems. Als Vizepräsident der „Association of European (AEI)“ mit Sitz in Straßbourg unterstütze er die Initiative zur deutlichen Vertiefung des Verständnisses und zur erfolgreichen Umsetzung von Erfindungen.

Er freue sich sehr über die international bedeutende Ehrung aus Malta und erhoffe sich eine weitere Zusammenarbeit im Netzwerk mit der Fédération Francaise Inventeurs, der Université Dauphine France Paris und dem Gründerteam aus Malta. Diese internationale Initiative mit Malta diene der erfolgreichen Präsentation von Erfindungen und Produktneuheiten und trage zum kulturellen und sozialen Verständnis bei.

PM-JD

 

27.01.2016


26.01.2016: Thüringen belegt Platz fünf

„Die Ostsee ist ein ganz beliebtes Reiseziel der Thüringer“: Das bestätigt Dr. Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus und Kur GmbH Graal-Müritz, in einem Interview für die im Februar erscheinende Sonderausgabe „Ostsee“ 2016 der Neuen Thüringer Illustrierten.

Eine deutliche Verschiebung im Fremdenverkehrsgeschäft konstatiert Dr. Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus und Kur GmbH Graal-Müritz, in einem Interview für die Sonderausgabe „Ostsee“ 2016 der Neuen Thüringer Illustrierten. „Waren früher die Monate Mai/Juni sehr beliebte Reisemonate, so sind es jetzt September/Oktober bis in den November hinein“, erklärt der Tourismusmanager. Das habe sicher auch was mit stabileren Wetterlagen im Herbst der letzten Jahre zu tun.

Das Ostseebad Graal-Müritz kann, wie die meisten Orte in Mecklenburg-Vorpommern, auf eine positive Bilanz zurückblicken. Nach dem Rekordjahr 2014, wo man erstmals die Millionen-Grenze bei den Übernachtungen überschritten hatte, habe man 2015 nochmals zugelegt. Auch wenn die endgültigen Zahlen noch nicht vorliegen würden, deute alles darauf hin, „daß wir nochmals eine Steigerung von zirka zwei bis drei Prozent erreicht haben“.

„Die Ostsee ist ein ganz beliebtes Reiseziel der Thüringer“, bilanziert Bernd Kuntze gegenüber der Neuen Thüringer Illustrierten. „Nach wie vor kommen 70 Prozent der Gäste in Graal-Müritz aus Ostdeutschland.“ Und durchaus beachtlich: „Thüringen belegt Platz fünf.“

JÖRG SCHUSTER

 

26.01.2016


26.01.2016: Neue Klassensätze

Thüringer Bildungsministerium stellt zusätzlich eine Million Euro für Schulbücher bereit: Auch neues Lehrmaterial für Unterricht in Deutsch als Zweitsprache.

Das freistaatliche Bildungsministerium hat für Thüringens Schulen zusätzlich eine Million Euro zur Beschaffung von Schulbüchern bereitgestellt. „In den Beständen häuften sich die überalterten und verschlissenen Exemplare. Mit den Geldern konnten jetzt neue Klassensätze für alle Unterrichtsfächer angeschafft werden“, informierte Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke). Pro Schulamt seien je 200.000 Euro für die Neubestellungen aufgewendet worden. Schüler könnten sich Bücher, wenn sie diese nicht käuflich erwerben, bei den Schulen ausleihen.

Nach Klauberts Worten sind mit den Geldern auch Materialien für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache angeschafft worden. Wurden 2015 dafür planmäßig 110.000 Euro aufgewendet, so seien in den vergangenen Wochen zusätzlich Unterrichtsmaterialien für noch einmal rund 130.000 Euro angeschafft worden. Dabei handelt es sich um Lernmaterial, das der Sprachbildung und Sprachförderung von jüngeren Kindern mit Migrationshintergrund dient. Die Materialsammlung ermöglicht eine umfangreiche Spracharbeit mit Bildern, Spielen und CD. Gleichzeitig wurden Lehrmaterialien für ältere Schülerinnen und Schüler beschafft, die die lateinische Schrift nicht lesen und schreiben können sowie nur wenig Lernerfahrung mitbringen. Das Bildungsministerium reagiert mit den Unterrichtsmaterialien in Deutsch als Zweitsprache auf den steigenden Anteil von ausländischen Schülern. „Ihnen wollen wir gute Lernangebote machen. Vor allem wollen wir dafür sorgen, daß sie möglichst schnell Deutsch lernen. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine gelingende Integration“, so Klaubert.

MI-TMB

 

26.01.2016


25.01.2016: „Das ist ein Riesenerfolg“

Stadt Weimar profitiert: Mindestlohn-Bilanz weist in der Klassikerstadt für den Sommer 2015 insgesamt 127 Beschäftigte mehr aus als im Jahr davor.

Ein Jahr nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) für Weimar eine positive Bilanz. „Zum ersten Mal haben alle Beschäftigten einen festen Lohnsockel unter den Füßen – von der Küchenhilfe bis zur Verkäuferin im Backshop: Wer arbeitet, muß dafür mindestens 8,50 Euro pro Stunde bekommen“, sagt Christl Semmisch. Für die Geschäftsführerin der NGG Thüringen ist der gesetzliche Mindestlohn der „Einstieg in den Lohn-Aufstieg für Menschen, die zuvor mit Niedrigstlöhnen abgespeist wurden“.

Vom „Schreckgespenst Mindestlohn“, vor dem die Arbeitgeber auch in Weimar noch vor einem Jahr gewarnt hätten, sei nichts übrig geblieben: Der Mindestlohn sei weder „Konjunktur-Bremser“ noch „gefährlicher Job-Killer“. Die NGG legte dazu jetzt eine aktuelle „Mindestlohn-Analyse“ vor, die das renommierte Pestel-Institut (Hannover) im Auftrag der Gewerkschaft gemacht hat.

Die Wissenschaftler werteten dabei auch die Beschäftigungssituation in der Stadt aus: „Anstatt Servicekräfte oder Küchenpersonal zu entlassen, haben Weimarer Hotels, Pensionen, Restaurants und Gaststätten neue Kräfte eingestellt. Insgesamt arbeiteten dort im Juni vergangenen Jahres immerhin 1418 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – und damit 6,6 Prozent mehr als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres, als es den gesetzlichen Mindestlohn noch nicht gab“, sagt Semmisch.

Nach Angaben der NGG Thüringen hat der Mindestlohn zudem dazu geführt, daß etliche Arbeitgeber aus Mini-Jobs reguläre Stellen gemacht haben. Das gelte nicht nur für die Gastro-Branche. „Viele Mini-Jobs waren besonders schlecht bezahlt. Durch den Mindestlohn sind die Mini-Jobber dann über die 450-Euro-Grenze gerutscht. Und das sind jetzt sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Diese Menschen haben damit etwas Besseres als den Mini-Job. Das ist ein Riesenerfolg“, sagt Christl Semmisch.

Die Arbeitslosigkeit hat im „Mindestlohn-Jahr 2015“ abgenommen: Im letzten Dezember waren 2389 Menschen in Weimar ohne Beschäftigung – und damit 1,5 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch die Beschäftigtenzahl insgesamt hat sich mit dem gesetzlichen Mindestlohn positiv entwickelt: Im Sommer des vergangenen Jahres gab es in der Stadt 127 Menschen mehr, die einen Job hatten, als im Sommer des Vorjahres.

Dabei habe auch der Staat vom Mindestlohn profitiert. Er mußte weniger Menschen unterstützen und sparte bei den Hartz-IV-Ausgaben. Denn die Zahl der Aufstocker sei zurückgegangen: „Im Juni vergangenen Jahres gab es in Weimar 133 Aufstocker weniger – ein Rückgang um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese Menschen können nun von ihrer Arbeit leben. Sie sind nicht länger auf die ‚Stütze vom Staat‘ angewiesen“, so Christl Semmisch.

Diese Zahlen liefern für die Geschäftsführerin der Gewerkschaft NGG Thüringen eine „klare Botschaft“: „Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde hat den Beschäftigten gutgetan. Und er hat der Wirtschaft nicht geschadet.“ Im Gegenteil: Das Lohn-Plus habe Weimar eine höhere Kaufkraft beschert, von der insbesondere auch die heimische Wirtschaft profitiert habe. „Denn Beschäftigte, die den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, haben das zusätzlich verdiente Geld nahezu eins zu eins in den Konsum gegeben“, so Semmisch.

Um diesen Menschen die Chance zu geben, auch Geld für größere Anschaffungen auf die hohe Kante zu legen, müsse der Mindestlohn allerdings steigen: „Unser Ziel ist es, ihn möglichst rasch in einem ersten Schritt auf zehn Euro pro Stunde anzuheben“, macht die Geschäftsführerin deutlich. Die NGG habe einen ganz wesentlichen Beitrag dazu geleistet, daß der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland vor einem Jahr überhaupt eingeführt worden sei. Jetzt werde die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ebenso hartnäckig daran arbeiten, ihn schrittweise „zu liften“.

Für die NGG Thüringen ist eine Erhöhung des Mindestlohns nur konsequent. Das zeige auch eine Renten-Berechnung des Bundesarbeitsministeriums: Um eine Rente von mindestens 765 Euro pro Monat – also gerade einmal die Grundsicherung im Alter – zu bekommen, müsse ein Beschäftigter immerhin mindestens 11,50 Euro pro Stunde verdienen. Und das 45 Jahre lang bei einer Vollzeitstelle. „Ein Leben lang arbeiten und dann doch nur ‚Alters-Hartz-IV‘ bekommen – das kann und das darf es nicht sein. Der gesetzliche Mindestlohn steckt noch in den Kinderschuhen. Aber wir werden ihn groß bekommen“, ist sich NGG-Geschäftsführerin Christl Semmisch sicher.

PM-NGG

 

25.01.2016:


24.01.2016: Im Zeichen der weißen Zunft

Im Oktober 2016 präsentiert sich wieder die internationale Elite der Köche in Erfurt.

Das Erfurter Messegelände steht vom 22. bis 25. Oktober 2016 zum fünften Mal in Folge ganz im Zeichen der weißen Zunft. Unter dem Motto „Grenzenlos kochen – kommen, sehen, staunen und probieren“ präsentiert sich die internationale Elite der Köche zur weltweit größten kulinarischen Leistungsschau in Erfurt. Insgesamt werden 32 Nationalmannschaften, 20 Jugendnationalmannschaften und 20 Teams der Gemeinschaftsverpflegung aus 50 Ländern erwartet. Erstmals seit 1976 nimmt China wieder mit einer eigenen Nationalmannschaft am Wettbewerb teil. An den vier Wettkampftagen kommen mehr als 7000 Menüs der Spitzenklasse auf die Tische in den Messehallen. Das Wettbewerbsrestaurant bietet 900 Gästen Platz.

Den passenden Rahmen für den weltweit größten Kochwettbewerb bietet die Fachmesse für Branchen der Gastlichkeit „Inoga“. Über 150 Aussteller aus Europa präsentieren in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Verbänden angesagte Themen, neueste Trends, ein fachliches Rahmenprogramm sowie zahlreiche Wettbewerbe und Angebote, die dem Berufsnachwuchs als Karrieresprungbrett dienen.

Die IKA/Olympiade der Köche ist der größte internationale Berufswettbewerb für Köchinnen, Köche und Patissiers. Premiere feierte die IKA im Jahr 1900 in Frankfurt am Main. Seither treffen sich alle vier Jahre Nationalmannschaften, Jugendnationalmannschaften, regionale Köche-Teams und internationale Teams der Gemeinschaftsverpflegung, um den Olympiasieger in ihrer Disziplin zu küren. Veranstalter dieser traditionsreichen Kochkunstpräsentation ist der VKD Verband der Köche Deutschlands. Seit 2000 ist die Messe Erfurt Gastgeber dieser traditionsreichen Kochkunstpräsentation, die zur letzten Veranstaltung im Herbst 2012 rund 24.000 Gäste aus 36 Ländern begrüßen konnte.

PM-MEG

 

24.01.2016


23.01.2016: Begeisterung

Zum Forschen, Tüfteln und Entdecken in den Hörsaal: Mehr als 2450 Kinder besuchten die 13. Kinder-Uni Erfurt.

Mit 35 Vorlesungen, Workshops und Exkursionen und insgesamt mehr als 2450 begeisterten jungen Besuchern ging die inzwischen 13. Kinder-Uni Erfurt, ein gemeinsames Projekt von Helios-Klinikum Erfurt, Fachhochschule und Universität Erfurt, zu Ende.

In 19 Veranstaltungen allein an der Universität Erfurt lauschten dabei die Kinder den Dozenten im Hörsaal und auf Entdeckungstour. Ob beim Experimentieren mit Anna Lang und ihrem Team oder beim Workshop „Junge Forscher auf Entdeckungsreise: Mit spannenden Experimenten den Lebensraum Wald erkunden“ von Marina Bohne – die Begeisterung war den Kindern deutlich anzumerken. Anna Lang: „Ich finde es wunderbar zu sehen, wie aufgeregt die Kinder sind, wenn sie zu uns ins Labor kommen. Wissenschaftler tun eigentlich genau das, was Kinder auch tun: Sie versuchen, herauszufinden, wie die Welt funktioniert. Wie Forscher das genau machen, zeigen wir den Kindern in unseren Workshops. Daß wir das gut machen, merken wir, wenn die Kinder beim Abschied schon fragen, wann sie wiederkommen dürfen. Hinzu kommt, daß uns auch viele Studierende dabei helfen, den Kindern das Forschen nahezubringen. Für die meisten ist das eine sehr gute Gelegenheit, erste Erfahrungen im Umgang mit Kindern zu sammeln und sich zu überlegen, ob sie sich das für ihre berufliche Zukunft vorstellen können.“

Begeistert waren die Mini-Studenten aber auch vom Angebot der Fachhochschule – zum Beispiel vom Vortrag „Wie kommt mein Frühstück auf den Tisch?“ von Prof. Dr. Matthias Gather. „Ich war sehr überrascht, wie konzentriert die Kinder waren, und es war schön, zu sehen, wie spontan sie reagieren und wie leicht sie zu motivieren sind.“ Warum er als Dozent bei der Kinder-Uni Erfurt dabei war? „Ich denke, die Kinder-Uni ist ein guter Sensor um festzustellen, welche Relevanz unsere Forschung und Lehre besitzt: Sind die Themen interessant? Adressieren sie relevante gesellschaftliche Sachverhalte? Sind die Ergebnisse verständlich und plausibel? Das sollte man ja als Dozent immer wieder auch hinterfragen.“

Großen Zulauf hatte auch das Helios-Klinikum Erfurt. Zu den Höhepunkten gehörte die Vorlesung „Alle gegen einen – was ihr gegen Mobbing tun könnt“ von Dr. Anne-Bärbel Hintz. „Schulen, die keine Aufklärung über dieses Thema betreiben, weisen mehr Mobbing-Fälle auf als die Schulen, in denen das Thema im Unterricht behandelt wird“, erklärt die Oberärztin. „Mobbing macht Angst. Angst verursacht Streß. Und Streß macht krank.“ Aufgrund der großen Nachfrage zu diesem Thema fand im Januar noch eine Zusatzveranstaltung statt.

Den Organisatorinnen, Katrin Apitius (Helios-Klinikum), Luise Puffert (Fachhochschule) und Lisa Wollenschläger (Universität), liegt jetzt nur noch eines am Herzen: ein großes Dankeschön an die Wissenschaftler sowie an deren Helfer an den drei Einrichtungen auszusprechen. Aber schon bald beginnen wieder die Planungen für die 14. Kinder-Uni Erfurt, die Anfang Oktober 2016 starten wird.

CARMEN VOIGT

 

23.01.2016


22.01.2016: Kontraproduktiv

Wirtschaftsminister im Gespräch mit Kammern und Verbänden: Warnung vor immer neuen Belastungen für die Unternehmen.

Der freistaatliche Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht die Thüringer Wirtschaft auch 2016 auf einem Wachstumspfad. „Das vorsichtige Wachstum des vergangenen Jahres wird sich 2016 fortsetzen und sogar wieder etwas beschleunigen“, sagte der Minister am 21. Januar bei einem Gespräch mit Kammern und Verbänden in der Thüringer Staatskanzlei. Unter den derzeitigen Vorzeichen gehe er von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von gut einem Prozent in diesem Jahr aus.

Angesichts zahlreicher Unsicherheitsfaktoren für die Konjunktur teilt der Minister allerdings die Sorge von Kammern und Verbänden vor immer neuen Belastungen für die Wirtschaft. Diese gingen letztlich auf Kosten von Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätzen im Land, sagte Tiefensee. Dies gelte um so mehr, als es sich bei der Wirtschaft in Thüringen in der Regel um kleinere, inhabergeführte Unternehmen handele, die zusätzliche Belastungen weit weniger verkraften könnten als große Konzerne. „Eine positive Wirtschaftsentwicklung ist aber Voraussetzung dafür, daß wir als Land unsere Zukunftsaufgaben finanzieren können. Der Ruf nach immer neuen, zusätzlichen Steuern und Abgaben ist kontraproduktiv“ Zu dem Gespräch hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) eingeladen, neben Tiefensee nahm auch Arbeitsministerin Heike Werner (Die Linke) daran teil.

Thüringen habe sich aus guten Gründen für den Mindestlohn eingesetzt, das Bildungsfreistellungsgesetz eingeführt und die Förderung von Firmen mit einem hohen Anteil an Leiharbeit eingeschränkt. „Dazu stehe ich, weil es die soziale Marktwirtschaft stärkt“, betonte der Minister. Die damit verbundenen Belastungen halte er für vertretbar. „Um so wichtiger ist es aber, daß Bundes- und Landespolitik den Unternehmen nicht immer neue Lasten aufbürden.“ Gerade bei den Energie- und Ressourcenkosten, die heute im internationalen Wettbewerb viel entscheidender seien als etwa Lohn- und Sozialkosten, dürfe nicht immer weiter an der Kostenschraube gedreht werden.

Vielmehr müsse an solchen Stellen nach Möglichkeiten einer Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher gesucht werden, forderte Tiefensee. Das gelte für den Dauerbrenner Bürokratie ebenso wie für das Thema Energiepolitik. Hier entwickelten sich derzeit insbesondere die Netzentgelte zu einem Kostentreiber für die Stromkunden in Ostdeutschland. „Statt immer neuer Belastungen brauchen Unternehmen Investitionssicherheit und Verläßlichkeit“, so der Minister. „Es ist Aufgabe der Politik, genau dafür zu sorgen.“

TMWWDG-MI

 

22.01.2016


21.01.2016: „Wichtiger Baustein“

Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil nutzen: Ilmenau als Standort für ein Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ ausgewählt.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums begrüßt, Ilmenau als Standort für ein Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ an der TU Ilmenau auszuwählen. „Thüringen hat sich mit seinem Konzept unter den bundesweit 40 Bewerbern durchsetzen können“, sagte Tiefensee. „Das ist ein Erfolg für den Standort und kann ein wichtiger Baustein unserer Digitalisierungsstrategie für Thüringen werden.“

Der Bund wird das Konsortium aus Thüringen unter der Leitung des Thüringer Zentrums für Maschinenbau (ThZM) an der TU Ilmenau nunmehr dazu auffordern, den Förderantrag für ein Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ auszuarbeiten. Dabei sollen die vorhandenen Initiativen – wie das Thüringer Kompetenzzentrum „Wirtschaft 4.0“, das von der LEG Thüringen betriebene Breitbandkompetenzzentrum und das Thüringer Zentrum für Maschinenbau – eng verzahnt werden. Das Kompetenzzentrum soll noch in diesem Jahr starten.

Der Siegeszug der modernen Informationstechnologien und ihre Integration in alle Prozesse, Technologien und Branchen stelle die Thüringer Wirtschaft vor ganz neue Herausforderungen, sagte der Minister. Darauf müsse die Wirtschaftspolitik reagieren. Tiefensee: „Das Kompetenzzentrum wird dazu beitragen, daß die Unternehmen in Thüringen die Digitalisierung als Wachstumschance und Wettbewerbsvorteil nutzen können.“

Mit der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mittelstand und Handwerk bei der Digitalisierung und Vernetzung sowie der Anwendung von Industrie 4.0. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen soll gestärkt und neue Geschäftsfelder im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 erschlossen werden. Durch einen gezielten und zielgruppenspezifischen Wissenstransfer soll das Know-how in den Unternehmen zu Digitalisierungsthemen verbessert werden.

Wie groß die „Wachstumschance Digitalisierung“ ist, zeigen aktuelle Zahlen des BMWi für Deutschland insgesamt: Demnach kann die Digitalisierung allein im Bereich der Industrie bis zum Jahr 2025 für eine zusätzliches Umsatzwachstum von 200 bis 400 Milliarden Euro sorgen. Zudem werden Effizienzgewinne bei der Industrieproduktion von bis zu 80 Prozent erwartet – womit die Digitalisierung entscheidend zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit in den Unternehmen beitragen würde.

„Allerdings sind gerade kleine und mittlere Unternehmen bei dem Thema oft noch zögerlich“, so der Wirtschaftsminister weiter. Zwar sagen laut einer aktuellen Umfrage des DIHK 94 Prozent der Betriebe, daß die Digitalisierung einen großen Einfluß auf ihre Geschäfte und Arbeitsprozesse habe – aber lediglich knapp 30 Prozent haben die Voraussetzungen geschaffen, um bei dem Thema dann auch gut oder sehr gut aufgestellt zu sein. Bei kleinen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als fünf Millionen Euro erklären einer Studie der DZ-Bank zufolge sogar rund 70 Prozent, daß die Digitalisierung für sie keine große Relevanz habe.

STEPHAN KRAUSS

 

21.01.2016


21.01.2016: Neue Ladestation

Thüringen elektromobil erfahren: Neue Stromtankstelle in Hohenfelden eingeweiht.

Wer in Thüringen elektromobil unterwegs ist, kann seit 21. Januar ein weiteres reizvolles Ausflugsziel in sein Navigationssystem speichern. An der Avenida-Therme in der Erlebnisregion Hohenfelden befindet sich eine neue Ladestation für Elektrofahrzeuge. Während die Besucher baden, wandern, rudern oder klettern, können die Autos künftig ganz nebenbei Energie auftanken.

Offiziell eingeweiht wurde die Ladesäule durch Klaus Heßler, leitender Ministerialrat und Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, sowie Vertretern der Erlebnisregion Hohenfelden, der Thüringer Energie AG und der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH. „Der Ausbau der Elektromobilität ist der Schlüssel zu einem klimafreundlichen Verkehr in Stadt und Land. Hierfür braucht es eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur. Mit der neuen Ladestation zeigen wir, wie einfach und umweltfreundlich Thüringens Natur und Kultur zu entdecken sind“, sagt Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne), deren Ministerium das Projekt mit Fördermitteln unterstützte und gemeinsam mit der Thüringer Energie AG realisierte. Die Ministerin kündigt an, die Zahl der aktuell rund 100 Ladestationen in Thüringen deutlich zu erhöhen.

Die neue Stromtankstelle am Stausee Hohenfelden – etwa 15 Kilometer südöstlich der A4 zwischen Erfurt und Weimar – befindet sich auf dem Besucherparkplatz der Avenida-Therme. Elektroautos und -fahrräder können an zwei Ladepunkten mit Typ 2-Steckdosen mit bis zu 22 kW Ladeleistung oder Schuko-Steckdosen aufgetankt werden. „Mit der kostenlosen Lademöglichkeit bieten wir unseren Gästen einen zusätzlichen Service und leisten einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz“, freuen sich Tom Pösken und Thomas Schneider, die Geschäftsführer der Avenida-Therme und des Freizeitparks, über die neue Station.

Aber auch ohne eigenes Elektroauto kann jeder Interessierte den neuen Service nutzen. Jeweils zwei E-Fahrzeuge stehen an den Bahnhöfen in Erfurt, Weimar, Jena und Eisenach zum Ausprobieren bereit. Die Fahrzeuge vom Typ Citroen C-Zero können über das Carsharing-Programm der Deutschen Bahn und über Teilauto gebucht werden. Als Destinationen bieten sich neben der Erlebnisregion Hohenfelden sechs weitere Sehenswürdigkeiten an, die bereits mit einer Elektro-Tankstelle ausgestattet wurden: Das sind der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, die Gedenkstätte Buchenwald, die Leuchtenburg bei Jena, das Erlebnis-Bergwerk Merkers, die Sommerrodelbahn auf dem Inselsberg und die Toskana-Therme in Bad Sulza.

Ladesäulen und Ausleihstationen wurden im Rahmen des Forschungsprojekts „Elektromobiles Thüringen in der Fläche“, kurz Emotif, errichtet. Seit 2013 arbeiten die Projektpartner aus den unterschiedlichsten Gebieten unter der Leitung der Fachhochschule Erfurt zusammen. „Wir möchten Einwohner und Gäste dafür gewinnen, die Sehenswürdigkeiten, geschichtsträchtigen Orte und Freizeiteinrichtungen im Umland der großen Städte zu entdecken, denn Thüringen hat viel Schönes zu bieten“, meint Sigrun Krapf, Projektverantwortliche bei der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH.

PM-ETMG-FSHG

 

21.01.2016


21.01.2016: „Keine weiteren Belastungen“

CDU setzt Wassercent auf die Tagesordnung des Thüringer Landtags: Die umweltpolitische Sprecherin Christina Tasch fordert, Rot-Rot-Grün solle auf die Einführung der neuen Abgabe verzichten.

Die CDU-Fraktion setzt den Wassercent auf die Tagesordnung des Thüringer Landtags. Mit einem am 20. Januar in der Fraktion beschlossenen Antrag fordert die CDU die rot-rot-grüne Koalition auf, vollständig auf die Einführung des Wassercents zu verzichten. „Es darf keine weiteren Belastungen für die Bürger, die heimische Wirtschaft und die Landwirtschaft geben“, sagte dazu die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion und umweltpolitische Sprecherin Christina Tasch.

Laut Tasch sieht die CDU-Fraktion keinen ökologischen Nutzen in der Abgabe, während Belastungen für Bürger und Wirtschaft auf der Hand lägen. Wettbewerbsnachteile sieht die Abgeordnete vor allem in den wasserintensiven Produktionszweigen, von der Chemischen Industrie, über die Papier- und Zellstoffproduktion bis hin zum traditionsreichen Thüringer Gartenbau, der Landwirtschaft oder den Brauereien.

Die umweltpolitische Sprecherin erinnerte daran, daß Thüringen bereits hohe Wasserpreise hat und der private Verbrauch mit rund 89 Litern pro Einwohner und Tag im bundesweiten Vergleich bereits sehr gering ausfällt. „In Thüringen steht Grund- und Oberflächenwasser im ausreichenden Maß zur Verfügung. Eine weitere Dämpfung könnte sich sogar als kontraproduktiv erweisen. Das wahrscheinlichste wäre ein weiterer Anstieg des Kubikmeterpreises, denn die Infrastruktur muß unabhängig vom Verbrauch erhalten werden“, gab Tasch zu bedenken.

PM-CDU-TL

 

21.01.2016


20.01.2016: Stabiler Arbeitgeber

Ernährungsgewerbe behauptet sich im Spitzenfeld der Thüringer Industrie.

Die Thüringer Ernährungsindustrie erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Landesamt Thüringen am 20. Januar 2015 mit. Berücksichtigt wurden dabei Betriebe mit im allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten. Der Branchenumsatz der Nahrungsgüterindustrie sank um 5,6 Prozent im Vorjahresvergleich, stieg jedoch um 2,7 Prozent gegenüber 2010.  Auch die Thüringer Getränkehersteller (626 Millionen Euro Umsatz) büßten 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, konnten aber gegenüber 2010 einen Anstieg um 5,6 Prozent verzeichnen.

Thüringen ist bekannt für seine gute Wurst. 2014 wurden im Freistaat allein rund 3,9 Millionen Kilogramm Leberwurst (+7,6 Prozent zum Vorjahr), 12,6 Millionen Kilogramm Rohwurst (-3,0 Prozent zum Vorjahr), 5,4 Millionen Kilogramm Kochwürste (-1,4 Prozent zum Vorjahr) und 49,3 Millionen Kilogramm Brühwürste (-5,0 Prozent zum Vorjahr) hergestellt.

Spitzenreiter in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln ist der Landkreis Gotha mit einem Umsatz von 496 Millionen Euro im Jahr 2014. An zweiter Stelle steht das Altenburger Land mit 411 Millionen Euro gefolgt von der Landeshauptstadt Erfurt mit 363 Millionen Euro Umsatz.

Die Ernährungsindustrie behauptet sich trotz Konjunktursorgen als verläßlicher und stabiler Arbeitgeber. Ende 2014 waren in 16 Betrieben 1344 Personen mit der Herstellung von Getränken und 17.238 Personen in 177 Betrieben mit der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln beschäftigtt. Gemessen an der Beschäftigtenzahl stehen die Nahrungs- und Futtermittelhersteller 2014 in Thüringen damit an vierter, gemessen am Umsatz an dritter Stelle.

ULRIKE LENK

 

20.01.2016


20.01.2016: „Gemeinsam neue Strukturen entwickeln“

Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform nimmt laut Thüringens SPD-Politiker Uwe Höhn Fahrt auf.

„Die Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform war schon lange notwendig, um Thüringen fit für die Zukunft zu machen. Daran bestand nie Zweifel. Die CDU hat die Chance einer Reform während ihrer langjährigen Regierungszeit vertan. Ich bin froh, daß die aktuelle rot-rot-grüne Regierungskoalition dieses dringend notwendige Projekt nun entschlossen anpackt“, erklärt der kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Höhn, und betont: „Statt wie die CDU durch zähe Diskussionen den Reformansatz im Keim zu ersticken, zeigt sich der SPD-Innenminister Dr. Holger Poppenhäger entschlossen und geht zügig voran. Nach intensivem Austausch mit den Thüringerinnen und Thüringern und den regierungstragenden Fraktionen soll bereits im Sommer dieses Jahres das Vorschaltgesetz in Kraft treten, das die Gemeinde- und Gebietsreform auf die richtigen Gleise bringt und zielführende Wegmarken setzt.“

Wie aus einer am 19. Januar verbreiteten Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag hervorgeht, appelliert Uwe Höhn an die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden, sich konstruktiv an freiwilligen Gemeindeneugliederungen zu beteiligen. „Wir wollen, daß sich möglichst viele Gemeinden selbst auf den Weg machen und gemeinsam mit ihren Nachbarorten neue Strukturen entwickeln.“ Deshalb enthalte das Vorschaltgesetz unter anderem den Anreiz, freiwillige Gemeindefusionen finanziell zu fördern, sofern diese den Kriterien des Leitbildes entsprechen, so der Kommunalpolitiker Höhn.

EL-PM-SPD-TL

 

20.01.2016


19.01.2016: Kraftvollere Entwicklung

„Das Wachstum in Südthüringen ist nachhaltiger als der Aufschwung in Deutschland insgesamt“, bilanziert der Südthüringer IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas.

In einer Schnellmeldung hat das Statistische Bundesamt am 14. Januar das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) veröffentlicht. Preisbereinigt ergab sich ein Wachstum von 1,7 Prozent. Erste Schätzungen der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) zeigen für Südthüringen ein preisbereinigtes Wachstum von 1,5 Prozent und für Thüringen von 0,9 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft profitierte vom starken privaten Verbrauch, dem im Zuge des Flüchtlingszuzugs steigenden staatlichen Verbrauch und steigenden Investitionen der Unternehmen. Hingegen gab es kaum Impulse aus dem Außenhandel. Demgegenüber konnte die Südthüringer Industrie nicht nur im Inland sondern auch auf den Auslandsmärkten deutliche Zugewinne realisieren. Sie entwickelte sich kraftvoller als die Industrie in Thüringen insgesamt.

„Das Wachstum in Südthüringen ist nachhaltiger als der Aufschwung in Deutschland insgesamt. Über wachsende Konsummöglichkeiten freut sich natürlich jeder von uns, doch ein permanentes Wachstum auf Basis steigender Einkommen, sinkender Ölpreise und niedriger Zinsen ist nicht realisierbar. Notwendig ist, daß außerdem die Wertschöpfung im produzierenden Gewerbe steigt. Hier ist insbesondere Südthüringen erfolgreich, weil die Internationalisierungsstrategien der Industrie zunehmend wirken“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Bis zur endgültigen Veröffentlichung der Wachstumszahlen für das Jahr 2015 wird noch einige Zeit vergehen. So liegen gegenwärtig Umsatzzahlen für die Industrie und das Baugewerbe auf Kreisebene bis Oktober 2015 vor. Auf Ebene des Bundes und der Bundesländer ist bereits ein erster Blick in den November 2015 möglich. Exakte Daten zum privaten Verbrauch stehen erst nach Veröffentlichung der Daten aus der Einkommensteuer und Umsatzsteuer zur Verfügung.

PM-IHKS

 

19.01.2016


18.01.2016: Kein weiteres Aussitzen zulassen

CDU soll Rentenüberleitungsabschlußgesetz zustimmen: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) fordert Härtefallfonds für vom Einigungsvertrag benachteiligte Rentner.

In der Debatte um die Angleichung der Rentensysteme fordert Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die Einrichtung eines Härtefallfonds, um der Altersarmut in Ostdeutschland entgegenzuwirken. „Tausende ostdeutscher Rentnerinnen und Rentner erhalten aufgrund des Einigungsvertrags und der entsprechenden Urteile der Arbeitsgerichte im Alter lediglich die Grundsicherung“, sagte Tiefensee am 18. Januar in Erfurt. Zu den 17 benachteiligten Gruppen gehören etwa die vor 1992 geschiedenen Frauen, ehemalige Reichsbahner oder die Beschäftigten in der Braunkohleveredlung. Um die daraus resultierenden Härten abzumildern, sei die Einrichtung eines Härtefallfonds notwendig.

„Ich fordere die CDU im Bund auf, der Einrichtung eines Härtefallfonds zuzustimmen, der mindestens mit 500 Millionen Euro auszustatten ist. So können durch Einmalzahlungen oder monatlichen Zuwendungen diejenigen bessergestellt werden, die besonders hart von den Festlegungen im Einigungsvertrag getroffen sind“, erklärte Tiefensee.

Darüber hinaus müsse durch ein Rentenüberleitungsabschlußgesetz für die Herstellung einheitlicher rentenrechtlicher Regelungen in Ost- und Westdeutschland gesorgt und damit zügig die Weichen in Richtung Angleichung der Rentensysteme gestellt werden, forderte der Minister. Ein weiteres Aussitzen dieses Themas dürfe nicht zugelassen werden. Die Vorbereitungen eines solchen Gesetzes seien voranzutreiben, damit parallel zu der im Koalitionsvertrag vereinbarten Prüfung der Rentensituation Ost zum 1. Juli 2016 bei entsprechenden Prüfungsergebnissen schnell gehandelt werden könne. „Die Rentnerinnen und Rentner dürfen nicht länger vertröstet werden – ihrer Lebensleistung gebührt wenigstens auf diesem Wege die notwendige Anerkennung“, mahnte Tiefensee.

SK-MI

 

18.01.2016


18.01.2016: Lernen aus der Geschichte

Schülerfahrten zu KZ-Gedenkstätten in Polen: Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke) unterzeichnet Vereinbarung mit der Bethe-Stiftung.

Thüringer Schüler sollen stärker als bisher die Möglichkeit zu Besuchen von Gedenkstätten erhalten, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Dazu wird das Thüringer Bildungsministerium am 20. Januar eine Vereinbarung mit der Bethe-Stiftung abschließen. Die 1996 gegründete Stiftung engagiert sich seit geraumer Zeit für Reisen von Schülergruppen insbesondere zu KZ-Gedenkstätten in Polen und stellt dafür Gelder zur Verfügung.

Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke) betont: „Die Fahrten zu den Gedenkstätten sollen Schülerinnen und Schülern das Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft ermöglichen. Sie erfahren, was in der Zeit des Nationalsozialismus geschehen ist, setzen sich mit den Verbrechen auseinander und können dieses Wissen in aktuellen Debatten einsetzen, etwa wenn es um die Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Gewalt geht. Das Programm ist ein hervorragender Beitrag für die politische Bildung unserer Schüler und für die Ausprägung von Zivilcourage“, so die Ministerin.

Die Vereinbarung mit der Bethe-Stiftung beginnt am 1. Juli 2016. Die Stiftung stellt jährlich rund 100.000 Euro für Fahrten zu Gedenkstätten zur Verfügung. Geplant werden damit mindestens 15 Fahrten pro Jahr. Das Ministerium übernimmt die Co-Finanzierung des Projekts. Vorgesehen sind Fahrten zu KZ-Gedenkstätten in Polen, so nach Auschwitz, Belzec, Sobibor, Treblinka, Majdanek und Kulmhof. Ministerin Birgit Klaubert wird die Gedenkstätte Auschwitz vom 26. bis 28. Januar 2016 besuchen und sich selbst ein Bild darüber machen, welche Informationen den Schülern künftig hier vermittelt werden.

TDE-MI

 

18.01.2016


17.01.2016: Unverzichtbarer Impulsgeber

Fünf Jahre Erinnerungsort Topf und Söhne in Erfurt.

„Deutsche Geschichte gehört nicht nur den Deutschen, sondern sie gehört zur Weltgeschichte. Am Beispiel der Ausstellung über Topf und Söhne kann man sehr viel lernen. Der Völkermord an den Juden funktionierte nur durch ein breites Netzwerk, an dem verschiedene Leute mitwirken mußten oder konnten oder wollten.“ So das Fazit von Prof. Dr. Yuji Ishida, Historiker an der Universität Tokio.

Der Historiker war während eines Deutschlandaufenthaltes extra nach Erfurt gekommen, um den Erinnerungsort zu besuchen. Seit der Eröffnung am 27. Januar 2011 hat sich das jüngste Geschichtsmuseum der Thüringer Landeshauptstadt hervorragend entwickelt und präsentiert sich als herausragender und überregional ausstrahlender Bestandteil der Erfurter Geschichtskultur.

Zur Eröffnung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus vor fünf Jahren sprach Prof. Dr. Volkhard Knigge von einem „Tag des Anfangs, auf den viele lange Zeit gewartet und für den sie sich beharrlich eingesetzt haben.“ Es sei ein wichtiger Tag für die Erinnerungskultur der Bundesrepublik, so der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora., weil „ein Lernort zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Menschenfeindlichkeit in unserer Geschichte, den es so in der Bundesrepublik bisher nicht gab, endlich seine Arbeit aufnimmt.“

Heute kann das kleine Team um Dr. Annegret Schüle auf zehn Sonderausstellungen, die die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘“ ergänzten, sowie fast 1500 Führungen, Projekte, Veranstaltungen und über 50.000 Besucherinnen und Besucher zurückblicken. Hinter diesen Zahlen verbergen sich unzählige berührende Erfahrungen, neue Erkenntnisse und anregende Begegnungen. Forschung, Publikationen, Bildungsarbeit, innovative Ausstellungsformate wie jüngst über jüdische Fußballer und eine sensible Debattenkultur zu historischen und aktuellen Fragen zeichnen den Erinnerungsort aus und machen ihn zu einem unverzichtbaren Impulsgeber einer aufgeklärten und wachen Erfurter Zivilgesellschaft.

2014 wurde der Erinnerungsort mit dem renommierten Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen ausgezeichnet. „Lernen, wie man denken kann“ werde am Erinnerungsort im Besonderen gefördert, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Thomas Wurzel, bei der Preisübergabe.

Mit einem „außergewöhnlichen Veranstaltungsprogramm“ wird der Erinnerungsort das fünfjährige Bestehen vom 25. bis 31. Januar 2016 begehen.

PM-SG

 

17.01.2016


16.01.2016: „Eindrucksvoll behauptet“

Bluechip AG auf dem Weg in die Cloud: Meuselwitzer Hubert Wolf als mitteldeutscher Familienunternehmer des Jahres geehrt.

Fast taggenau 25 Jahre nach der Gründung seiner Bluechip Computer AG wurde der 46jährige, gebürtige Altenburger Hubert Wolf als mitteldeutscher Familienunternehmer des Jahres geehrt. „Bluechip gehört zu den Aushängeschildern in der Region und hat im Laufe der Jahre viele Arbeitsplätze geschaffen", begründete André Keßler, Regionalvorsitzender Mitteldeutschland des Familienunternehmerverbandes - ASU e.V., die Auszeichnung. Bluechip habe sich in einem hart umkämpften Markt „eindrucksvoll behauptet“. Mehr als die Hälfte der in Deutschland verkauften Computer, Laptops und Notebooks stammen aus ausländischer Fabrikation, daß sich die Ostthüringer im Konzert der Branchenriesen behaupten, „liegt daran, daß wir immer unter Beweis stellen wollen, die Besten zu sein“, meint der Firmengründer. Gefertigt wurden im letzten Geschäftsjahr 85.400 Computer, Laptops und Tablets. Die Produktion eines Computers dauert nach Wolfs Angaben 53 Minuten. Das Meuselwitzer Unternehmen im Kreis Altenburger Land beliefert 300 Händler in der gesamten Bundesrepublik.

Dieses führende ostdeutsche Unternehmen in der Informationstechnologie entstand im Januar 1991. Damals meldete Hubert Wolf in Meuselwitz das Gewerbe für einen EDV-Großhandel an. Zwei Monate später wurde die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Der gelernter Elektronikfacharbeiter brach damals sein Studium an der Technischen Universität Chemnitz ab, um den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Die mangelhafte Verkehrsinfrastruktur machte es ihm leicht, Computer an regionale Händler zu liefern. Große West-Firmen scheuten den logistischen Aufwand der Einzelbelieferung. „Wir haben damals den Nerv getroffen", erinnert sich Wolf, der seit 23 Jahren auch Präsident des heutigen Fußball-Regionalligisten ZFC Meuselwitz ist und seine Freizeit gern der Gartenarbeit und der Modelleisenbahn widmet. Ende 1991 wurde die Firma in Bluechip Computer Großhandels GmbH umbenannt und im Jahr 2000 zur Bluechip Computer AG, an der die Familie Wolf 90 Prozent der Anteile hält. Wolfs Frau Brit arbeitet im Vorstand als Finanz- und Personalchefin.

Wolf betonte im Dank für die Ehrung die Rolle seiner Mitarbeiter, „ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.“ 338 Beschäftigte erwirtschafteten im vorigen Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 149 Millionen Euro einen Gewinn von 1,3 Millionen Euro. „Das ist eine recht ordentliche Rendite", sagt Wolf, der von Beginn an seinen Betrieb auch atmosphärisch als Familienunternehmen führte, und verwies auf den weltweit „knallharten Wettbewerb“. Gewinnmargen von lediglich 0,8 bis 1,5 Prozent seien normal.

Deshalb seien auch in Meuselwitz Innovationen ständig nötig. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Hubert Wolf mit einem Umsatzwachstum auf 178 Millionen Euro und einem stabilen Überschuß. Außerdem werde Bluechip wohl ins Geschäft mit Cloud Computing einsteigen, das Speichern von Daten und Ausführen von Programmen. Die Computer stehen nicht bei den einzelnen Firmen, sondern sind in den Clouds (englisch für Wolken) ausgelagert. „Entweder investieren wir hier oder denken an einen Zukauf."

FRANK FRIEDRICH

 

16.01.2016


15.01.2016: „Sorgen berechtigt“

Thüringer Wirtschaft droht erheblicher Wettbewerbsnachteil: CDU fordert endgültigen Stopp des Wassercents.

„Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zeigen die Wirtschaftsfeindlichkeit der Grünen. Sie gefährden mutwillig Arbeitsplätze in der Thüringer Wirtschaft.“ So kommentierte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Mario Voigt, den Beschluß der Regierungskoalition, bis März über die Einführung einer Wasserabgabe, den sogenannten Wassercent, zu entscheiden. „Mit der Abgabe würde die Konkurrenzfähigkeit Thüringens im nationalen und internationalen Wettbewerb ernsthaft gefährdet. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee muß für sein Nein zum Wassercent eintreten und darf sich hier nicht schon wieder von seinen ideologiegetriebenen Koalitionspartnern über den Tisch ziehen lassen“, erklärte Voigt am 15. Januar.

„Durch die Abgabe würde der Thüringer Wirtschaft ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entstehen. Die Sorgen der Verbände und Kammern sind mehr als berechtigt“, verwies der CDU-Wirtschaftspolitiker auf die jüngsten Wortmeldungen des Präsidenten der IHK Erfurt, Dieter Bauhaus, sowie der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen und des VWT, Peter Höhne und Stephan Fauth. Sie hatten die geplante Einführung des Wassercents einhellig kritisiert und eine wirtschaftsfreundlichere Politik eingefordert.

Laut Berechnungen der Thüringer Industrie- und Handelskammern könnten der chemischen Industrie Belastungen von jährlich bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen entstehen. Unternehmen aus dem Bereich der Zellstoff- und Papierherstellung müssen laut der IHK-Stellungnahme sogar mit zusätzlichen Kosten von jährlich etwa 400.000 Euro rechnen. „Die Schaufensterpolitik von Ramelow und Tiefensee hilft der Thüringer Wirtschaft am Ende nichts. Nötig ist ein echter Kurswechsel“, erklärte Voigt abschließend.

FV-PM

 

15.01.2016


15.01.2016: Aufgeklärte Erinnerung

Staatssekretärin Dr. Babette Winter (SPD): „Denkmalschutz ist in Thüringen außerordentlich vielfältig und lebendig“.

Die Staatssekretärin für Kultur und Europa, Dr. Babette Winter (SPD), wird am 18. Januar 2016 an der konstituierenden Sitzung des Thüringer Landesdenkmalrats teilnehmen. Dabei möchte Winter den Mitgliedern für die kompetente Unterstützung der Landesregierung in der Vergangenheit danken.

„Denkmale prägen das Gesicht unserer Städte und Gemeinden, ermöglichen aufgeklärte Erinnerung und schaffen Verständnis für unsere kulturelle Herkunft. In den nächsten Jahren haben wir die Aufgabe, bislang unsanierte, denkmalpflegerisch und baukulturell wertvolle sowie stadtbildprägende Bausubstanz zu sichern“, gibt Winter die Devise aus.

Deshalb messe Thüringen dem Erhalt der vielfältigen Denkmallandschaft – 3000 Bodendenkmale sowie 30.000 Bau- und Kunstdenkmale – große Bedeutung zu. Der Denkmalschutz sei dabei eine Aufgabe mit vielen Facetten. Neben der historischen, religiösen und kulturellen sei auch die wirtschaftliche Bedeutung der Denkmallandschaft mit Blick auf Handwerk und Tourismus beachtlich.

Gemeinsame Aufgabe des Landes und des Landesdenkmalrates sei es nun, bislang unsanierte, denkmalpflegerisch und baukulturell wertvolle sowie stadtbildprägende Bausubstanzen zu sichern und energetisch zu sanieren.

Der Thüringer Landesdenkmalrat berät und unterstützt die Oberste Denkmalschutzbehörde in allen Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Er nimmt insbesondere zu grundsätzlichen Fragen und zu denkmalpflegerischen Vorhaben von grundsätzlicher Bedeutung Stellung.

TSK-MI

 

15.01.2016


15.01.2016: Typische Mitbringsel

Bundesweite Aktion „Deutschland packt den Wanderrucksack“ macht in Erfurt Station.

Ein grüner Wanderrucksack ist seit Ende November in Deutschland unterwegs – außen geschmückt mit Ansteckern, Aufnähern und Maskottchen und innen gefüllt mit vielen Andenken.  „Deutschland packt den Wanderrucksack” heißt die Aktion anläßlich des Deutschen Wandertages 2016 im Elbsandsteingebirge.

Seit dem 13. Januar 2016 macht der Rucksack, aus dem Lausitzer Seenland kommend,  in Erfurt Station. Hier hat ihn die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH in Empfang genommen, um ihn mit typischen Erfurter Souvenirs zu füllen.

Erfurter und Gäste waren von der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH via Facebook aufgerufen, ihre Ideen für schöne,  originelle und/oder typische Erfurter Mitbringsel zu nennen. 70 Vorschläge gingen bei der Tourismusgesellschaft der Landeshauptstadt ein. Die Entscheidung war eindeutig: eine Erfurter Puffbohne, Born-Senf und ein süße Kleinigkeit von Goldhelm werden mit auf die Reise gehen. Sind die Andenken eingepackt, setzt der Rucksack seine Reise fort. Nächste Station ist ab 18. Januar das Sauerland, wo vom 20.bis 24. Januar 2016 der Deutsche Winterwandertag stattfindet, ein passender Zwischenstopp für den Wanderrucksack.

Der Rucksack reist quer durch Deutschland und macht an den beliebtesten deutschen Reisezielen halt. Start und Ziel ist das Elbsandsteingebirge. Etwa 20 Städte und Regionen werden den Rucksack auf seiner Reise in Empfang nehmen und mit verschiedenen ortstypische Souvenirs befüllen. Der prall gefüllte Rucksack wird im Juni 2016 wieder im Elbsandsteingebirge ankommen und im Rahmen des Bühnenprogramms zum Deutschen Wandertag verlost. Der Erlös wird einem gemeinnützigen Verein gespendet.

Die Aktion wurde vom Wanderverband Sächsische Schweiz, dem Tourismusverband Sächsische Schweiz und der Stadt Sebnitz ins Leben gerufen, um im Vorfeld den Deutschen Wandertag 2016 zu bewerben und die Sehnsucht nach dem nächsten Wandersommer in Deutschland zu wecken.

Der Deutsche Wandertag ist das größte Wandertreffen der Welt. Veranstaltet vom Deutschen Wanderverband führt es jährlich Zehntausende in die schönsten Landschaften der Republik. Der 116. Deutsche Wandertag  findet in der Sächsischen Schweiz vom 22. bis 27. Juni 2016 statt.

PM-TPR

 

15.01.2016


14.01.2016: Marktbewegungen

Weniger Gewerbean- und mehr Gewerbeabmeldungen in Thüringen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2015.

In Thüringen gab es von Januar bis Oktober 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum weniger Gewerbeanmeldungen und mehr Gewerbeabmeldungen. Die Anzahl der Anmeldungen verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 371 beziehungsweise 3,5 Prozent auf 10.379 Anzeigen. Die 11.896 Gewerbeabmeldungen blieben knapp über dem Vorjahresniveau (48 Anträge beziehungsweise 0,4 Prozent). Auf 100 Anmeldungen kamen 115 Abmeldungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 110 Abmeldungen.

Knapp vier Fünftel aller Gewerbeanmeldungen entfielen auf gewerbliche Neugründungen. Den größten Anteil an den Neugründungen (71,9 Prozent) machten die Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe aus. Die restlichen 28,1 Prozent waren sogenannte Betriebsgründungen mit größerer wirtschaftlicher Substanz, wie Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften und Betriebe mit Beschäftigten.

Die Anzahl der Neugründungen ging gegenüber den ersten zehn Monaten 2014 um 461 Anträge (-5,3 Prozent) auf 8224 Anzeigen zurück, die der Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe um 386 Anmeldungen (-6,1 Prozent) auf 5910 Anzeigen. Bei den Betriebsgründungen ist ein Rückgang der Meldungen um 75 Anträge (-3,1 Prozent) auf 2314 Anzeigen zu verzeichnen. Die anderen Gewerbeanmeldungen betrafen Zuzüge und Übernahmen (Kauf, Pacht, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschaftereintritt).

Hauptgrund für die 11.896 Gewerbeabmeldungen von Januar bis Oktober 2015 war mit 80,1 Prozent die vollständige Aufgabe des Gewerbes, davon 6933 Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe sowie 2599 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Substanz. Die übrigen Gewerbeabmeldungen waren durch Fortzüge und Übergaben (Verkauf, Verpachtung, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt) bedingt.

Die meisten Gewerbeanmeldungen (2411) aber auch die meisten Gewerbeabmeldungen (2912) wurden in den ersten zehn Monaten 2015 im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ registriert. Aber auch bei den „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“, wie beispielsweise Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Zeitarbeitsfirmen, Reisebüros oder Reiseveranstalter, gab es viele Marktbewegungen. Hier wurden 1463 Gewerbe an- und 1616 Gewerbe abgemeldet.

PM-TLS

 

14.01.2016


14.01.2016: Große Bühne

Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit 35 Unternehmen und Institutionen aus Thüringen.

Am 15. Januar beginnt in Berlin die Internationale Grüne Woche. Wie das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 13. Januar mitteilte, sei der Aufbau des Thüringenstandes in Halle 20 abgeschlossen. Unter dem Motto „natürlich Thüringen“ präsentieren sich 35 Unternehmen und Institutionen – so viele wie nie.

„Die Grüne Woche ist der Höhepunkt, um unsere Thüringer Ernährungswirtschaft einem breiten Publikum nahe zu bringen“, sagt Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke). „Für Thüringen bedeutet der Auftritt auf der Messe einen Imagegewinn für unsere regionalen Produkte. Auf dieser großen Bühne liegt neben der Präsentation der Thüringer Qualitätsprodukte, ein Schwerpunkt auf dem Ökolandbau. Wir zeigen, daß Thüringen auch Bio kann und daß wir mehr Bio wollen. Im Ökoaktionsplan, den es auf der Grünen Woche erstmals als Broschüre gibt, erklären wir die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Öko-Landwirtschaft“, so die Ministerin weiter. „Das Altenburger Land ist am Stand der Landentwicklung besonders prominent plaziert. Wir zeigen den Messebesuchern viel Tradition und altes Handwerk aus der Region und laden sie zu uns nach Thüringen ein.“

Die Internationale Grüne Woche ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. In diesem Jahr findet sie zum 81. Mal statt. Insgesamt präsentieren sich 1731 Aussteller aus 68 Ländern. Bei der vergangenen Messe wurden 415.000 Besucher gezählt.

Über die Vorbereitungen der Thüringer Ernährungsbranche auf die Grüne Woche hatte die Neue Thüringer Illustrierte ausführlich in der Ausgabe 9/2015 berichtet.

MI-TMILW

 

14.01.2016


13.01.2016: Erfüllter Kindheitstraum

Messe Erfurt präsentiert Thüringens größte Lego-Stadt: Modellbau, Spiel und Unterhaltung auf 18.000 Quadratmetern.

Da schlagen nicht nur Kinderherzen höher. Zum ersten Mal präsentiert sich im Rahmen der Modellbaumesse die „Mobile Lego Stadt“. Auf einer Grundfläche von 30 Quadratmetern ist eine Fantasiestadt entstanden, die neben einer exzellenten Verkehrsanbindung (Hafen, Flughafen, Schienen – und Straßenwegen) 40 Gebäude und Szenen zeigt, darunter das Rathaus von Gera und das Schloß zu Ahrensburg sowie verschiedene Berglandschaften und eine kleine Winterwelt. Dafür wurden zirka vier Millionen Steine verbaut. Die Lego-Stadt ist ein Projekt der beiden Thüringer Tibor Hoffmann und Klaus Wirtz, die sich damit einen Kindheitstraum erfüllt haben. Die Erbauer sind vor Ort, bauen am Projekt weiter und stehen für Fragen rund um dieses außergewöhnliche Exponat zur Verfügung.

An insgesamt drei Tagen verwandelt sich vom 12. bis 14. Februar 2016 die Erfurter Messe zum vierten Mal in eine faszinierende Welt des Modellbaus. Egal ob Flugzeuge, Cars, Eisenbahnen, Panzer, Schiffe, Trucks oder Drohnen: hier kommen Modellbauer, Bastler, Sammler und Neugierige auf ihre Kosten. In der „Erlebniswelt Modellbau“ präsentieren auf 18.000 Quadratmetern Fläche rund 100 Firmen, Vereine, Institutionen, Händler und Privataussteller fast alles, was der Modellbau zu bieten hat.

Highlights sind unter anderem das große Vorführbecken für Schiffsmodelle und U-Boote, die Flugvorführungen direkt in der Halle, ein Truck-Trail sowie eine Drift-Area. Neben der Präsentation und dem Verkauf von Modellen, wird es an allen Tagen spezielle Vorführungen, Aktionen und Challenges der Modellbauer geben.

PM-MEG

 

13.01.2016


13.01.2016: Mitwirkung

Thüringer Hochschuldialog ist eröffnet: Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bezeichnete die Gesprächsreihe als „wichtige Voraussetzung für mehr Mitsprache bei der Gesetzesnovellierung“.

Mit einer Auftaktveranstaltung hat der freistaatliche Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 12. Januar eine bis Sommer laufende Gesprächsreihe eröffnet, die die Reform des Thüringer Hochschulrechts vorbereiten und insbesondere die demokratische Mitwirkung an den Hochschulen weiter stärken soll. Sie geht der Frage nach, ob und welche Anpassungen im Thüringer Hochschulgesetz (ThürHG) vorgenommen werden müssen.

„Wir wollen mit allen Akteuren über zukünftige Herausforderungen, notwendige Veränderungen und neue Akzente für die Thüringer Hochschullandschaft sprechen. Die Diskussionsteilnehmer können und sollen ihre Anregungen und Wünsche für die Hochschulrechtsreform einbringen und so aktiv an diesem Prozeß mitwirken“, erklärte Tiefensee.

In der Auftaktveranstaltung informierte der Wissenschaftsminister zunächst über Inhalt und Ablauf der Dialogreihe. Anschließend gaben der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz und der Sprecher der Thüringer Studierendenschaften dazu Statements ab. Über 70 Vertreter der Thüringer Hochschulen und Studierendenschaften, Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft des Thüringer Landtags sowie von Interessenvertretungen nahmen an der Veranstaltung teil.

Um eine möglichst große Beteiligung zu ermöglichen, erfolgt der Dialog in zwei Stufen. In breit angelegten Regionalkonferenzen an den sieben Hochschulstandorten Jena, Erfurt, Weimar, Ilmenau, Schmalkalden, Nordhausen und Gera diskutieren Vertreter des Landes mit den Hochschulen zunächst bis zum Sommer die Vorstellungen und Anregungen. Die aus den Gesprächen hervorgehenden Themen werden dann im Herbst 2016 in einem Expertenkreis genauer analysiert, um konkrete Änderungsvorschläge zu erarbeiten. Diese sollen dann in eine Novelle des ThürHG einfließen, die voraussichtlich zum Wintersemester 2017/2018 in Kraft tritt.

Thematische Schwerpunkte sind dabei unter anderem die Hochschulstruktur, die Mitwirkung an Hochschulen, Studienbedingungen sowie die Beschäftigungsverhältnisse im akademischen Bereich. „In Bezug auf die Hochschulpolitik haben wir uns klare Ziele gesetzt. Wir wollen die Autonomie der Hochschulen weiterentwickeln, die Studienbedingungen optimieren und insbesondere die Arbeitsbedingungen von Nachwuchswissenschaftlern verbessern“, so Tiefensee. „Gute Arbeit“ müsse zu einem Markenzeichen des Hochschulstandorts Thüringen werden. „Dafür ist die Fortführung des Hochschuldialogs eine wichtige Voraussetzung.“

„Der Hochschuldialog 2016 unterstreicht die zentralen politischen Vorhaben des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages, nachhaltig in Wirtschafts- und Forschungsförderung sowie Bildung zu investieren“, teilte das Thüringer Wissenschaftsministerium mit. „Die im Januar 2016 unterzeichnete Rahmenvereinbarung IV zwischen der Landesregierung und den Thüringer Hochschulen sichert die verläßliche Finanzierung der Hochschulen bis 2019, deren Leistungsfähigkeit und gute Studienbedingungen. Sie beinhaltet die Erhöhung der Landesmittel für die Hochschulen um jährlich vier Prozent. Diese steigen sukzessive von 382 Millionen Euro in diesem Jahr auf gut 447 Millionen Euro im Jahr 2019 an. Insgesamt stellt das Land in diesem Zeitraum damit 1,69 Milliarden Euro für seine Hochschulen zur Verfügung.“

PM-TMWWDG

 

13.01.2016


12.01.2016: Eindeutiges Ergebnis

Die Rehabilitanden der Dr. Becker-Burg-Klinik halten Stadtlengsfeld in bester Erinnerung: In einer Onlineumfrage der Klinik gaben über 90 Prozent der Befragten an, daß sie die Einrichtung weiterempfehlen würden.

„Ich habe im Laufe meines Lebens vom Nord- bis zum Südpol die Erde bereist. Die beste aller Reisen war die Reise nach Stadtlengsfeld in die Burg-Klinik“, so eine der vielen positiven Stimmen ehemaliger Patienten der Dr. Becker-Burg-Klinik. In einer Onlinebefragung hatte die Klinik insgesamt 174 Rehabilitanden vier Jahre nach deren Aufenthalt noch mal zu ihrer Zeit in Stadtlengsfeld befragt. Mit einem eindeutigen Ergebnis: Bei 85 Prozent der Befragten besserte sich der Gesundheitszustand nach ihrer Rehabilitation signifikant. Über 90 Prozent würden die Thüringer Klinik weiterempfehlen.

„Unsere Maßnahmen sind darauf ausgelegt, daß unsere Patienten auch langfristig gesund bleiben. Von der Reha bis zur Nachsorge unterstützen wir sie dabei, ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen. Wie gut das funktioniert, hat die Patientenumfrage jetzt noch einmal bestätigt. Darauf sind wir sehr stolz“, kommentiert Verwaltungsdirektor Michael Schiffgen das Umfrageergebnis.

Die Dr. Becker-Burg-Klinik ist auf psychosomatische, psychiatrische und psychotherapeutische Rehabilitation spezialisiert. Die Thüringer Klinik versorgt rund 1800 Patienten jährlich, die Hilfe bei Beschwerden wie Depressionen, Angsterkrankungen, Eßstörungen, chronische Schmerzerkrankungen oder Tinnitus suchen. Eine schnelle und unkomplizierte Aufnahme in die Burg-Klinik ist jederzeit möglich. Die Dr. Becker-Burg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker-Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten.

NORA HENN

 

12.01.2016


11.01.2016: „Riesenlob“

Auszeichnung: Hotel „Dorint Am Goethepark Weimar“ erhält HolidayCheck-Award 2016.

Zu den beliebtesten Hotels weltweit zählt auch das „Dorint Am Goethepark“ in Weimar. Das ist das aktuellste Ergebnis des Beliebtheitsrankings von „HolidayCheck“. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel wurde zu rund 95 Prozent von seinen Gästen weiterempfohlen und erhielt überdurchschnittliche Zufriedenheitsbewertungen von mehr als fünf von sechs möglichen Punkten pro Bewertungskategorie. Damit ist das „Dorint Am Goethepark Weimar“ eines der fünf beliebtesten Hotels in Thüringen. Deutschlandweit haben es nur 152 Häuser in die Top-Bewertung des HolidayCheck-Award 2016 geschafft.

Weltweit gaben im Laufe des Jahres 2015 über eine Million Reisende auf der Website von HolidayCheck Bewertungen zu ihren Hotelaufenthalten ab. Um am Ende des Aufzeichnungsjahres zu den beliebtesten Häusern zählen zu können, mußten neben herausragenden Weiterempfehlungsraten und hohen Gesamtbewertungen wenigstens 50 Wertungen erreicht werden. Zusätzlich durfte es keinen Verstoß gegen den HolidayCheck-Code of Conduct geben.

„Diese Auszeichnung ist ein Riesenlob für unser Haus, erst recht, weil es sich um die kritischste Bewertung handelt, der man sich als Hotelbetrieb stellen kann: Der des Gastes“, betont Stefan Seiler, Direktor des Dorint-Hotels in Weimar. „Daher freuen wir uns besonders über die Anerkennung, die uns mit der Verleihung des renommierten HolidayCheck-Award 2016 zuteil wird.“

Das Weimarer Hotel liegt idyllisch im Zentrum der Kulturhauptstadt gegenüber dem Park und dem Goethehaus. Das markante Gebäude ist eine architektonisch einmalige Verbindung zweier klassizistischer Villen mit einem exklusiven Neubau in der Mitte. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel bietet 143 elegante Zimmer und Suiten. Auch das gastronomische Angebot genügt höchsten Ansprüchen, ob im eleganten à la carte-Restaurant „Bettina von Arnim“, in der rustikalen Bierstube „Consilium“ oder in der Lobbybar „Belle Epoque“. Zehn Tagungsräume bieten Platz für bis zu 280 Personen. Für wohlige Entspannung sorgt das umfangreiche Angebot des hoteleigenen Wellnessbereichs.

Die Neue Dorint GmbH mit Sitz in Köln betreibt mit der Marke Dorint Hotels und Resorts europaweit 39 Häuser. Rund 3300 Mitarbeiter in Deutschland, in den Niederlanden, in der Schweiz und in Österreich leben herzliche und natürliche Gastlichkeit. Dorint Hotels und Resorts gehört zu den führenden Hotelketten auf dem deutschen Markt.

RENATE SCHMIDT

 

11.01.2016


11.01.2016: Hochburgen der Hochbetagten

Der Anteil der Hochaltrigen liegt bundesweit bei 5,6 Prozent. In Sachsen leben anteilig die meisten über 80jährigen, Thüringen liegt im Ländervergleich auf Platz vier. Spitzenreiter auf Kreisebene ist Osterode am Harz – Gera führt in Thüringen.

In Deutschland leben immer mehr Menschen im Alter von über 80 Jahren. Ihre Zahl ist von 2004 bis 2014 um 987.000 auf rund 4,5 Millionen (+ 27,8 Prozent) gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der finalen Bevölkerungsdaten 2014 des Statistischen Bundesamts für die Initiative „7 Jahre länger“ hervor. Der Anteil der sogenannten Hochaltrigen an der Bevölkerung lag Ende 2014 bei 5,6 Prozent, 2004 betrug er 4,3 Prozent.

Grund für den Zuwachs ist vor allem die steigende Lebenserwartung. Die „Alten“ werden immer älter. Da mit den Babyboomern geburtenstarke Jahrgänge in der Bevölkerungspyramide nach oben rücken, wird die Zahl der Hochaltrigen weiter ansteigen. Laut der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnung werden 2050 bis zu elf Millionen Menschen in Deutschland leben, die ihren 80. Geburtstag gefeiert haben. Sie gelten gemeinhin als hochaltrig – auch wenn es keine offizielle Definition gibt.

In Thüringen ist die Zahl der Hochbetagten von 2004 bis Ende 2014 um rund 36.000 auf knapp 134.000 (+ 36,8 Prozent) gestiegen. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von rund 6,2 Prozent. Damit liegt der Freistaat im Bundesländer-Vergleich auf Platz vier. Spitzenreiter ist Sachsen. Dort sind von 100 Einwohnern etwa sieben über 80jährig (6,9 Prozent).

Der Seniorenanteil wird auch durch die Geburtenzahlen sowie Zu- und Fortzüge beeinflußt. So leben in den Stadtstaaten und wirtschaftlich starken Bundesländern anteilig tendenziell weniger Hochbetagte als in den ländlichen und strukturschwachen Regionen, die mit einer Abwanderung junger Menschen zu kämpfen haben. Doch auch innerhalb der Flächenländer gibt es zum Teil große regionale Unterschiede.

Die Hochburgen der Hochbetagten in Thüringen sind die Stadt Gera und das Altenburger Land. Mit 7,7 Prozent ist in keinem anderen Stadt- oder Landkreis der Anteil der über 80jährigen so hoch. Dahinter folgt der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (7,4 Prozent). Die in Relation zur Bevölkerung wenigsten Hochaltrigen wohnen in der Stadt Jena mit fünf Prozent.

Gera ist mit seinem Seniorenanteil auch im Vergleich der 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland weit vorn – auf Platz fünf.

Der bundesweite Spitzenreiter liegt in Niedersachsen: Im Landkreis Osterode am Harz haben von 100 Einwohnern bereits acht die Altersgrenze von 80 Jahren überschritten (8,2 Prozent). Den mit 3,8 Prozent bundesweit niedrigsten Wert verzeichnet der Landkreis Freising in Bayern.

Fünf Kreise in Thüringen mit höchstem Anteil Hochaltriger:

Stadt Gera (7,7 Prozent)

Landkreis Altenburger Land (7,7 Prozent)

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (7,4 Prozent)

Landkreis Greiz (7,3 Prozent)

Landkreis Sonneberg (6,9 Prozent)

 

Fünf Kreise in Thüringen mit geringstem Anteil Hochaltriger: 

Stadt Jena (5,0 Prozent)

Stadt Erfurt (5,3 Prozent)

Landkreis Sömmerda (5,4 Prozent)

Landkreis Weimarer Land (5,4 Prozent)

Landkreis Eichsfeld (5,4 Prozent)

CHRISTIAN PONZEL

 

11.01.2016


10.01.2016: Kompetenzen ausspielen

Thüringen als Standort der optischen Meßtechnik und Qualitätssicherung profilieren: 272.000 Euro für Photonikcluster Spectronet.

Für mehr Innovationen rund um das Thema „Messen mit Licht“ will das Thüringer Cluster Spectronet in den kommenden Jahren sorgen. Das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium unterstützt die Aktivitäten von Spectronet daher bis 2018 mit 271.606 Euro. Das Geld fließt in den Aufbau einer Geschäftsstelle sowie die Einrichtung eines Applikations- und Schulungszentrums. Die Gesamtkosten für das Vorhaben veranschlagt die Technologie- und Innovationspark Jena GmbH als Projektträgerin mit rund 540.000 Euro.

„Die Photonik ist – wie die Optik insgesamt – eine der innovativen Vorzeigebranchen Thüringens und wird deshalb vom Land in ihrem weiteren Aufbau und Wachstum unterstützt“, sagte Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Das Messen und die Qualitätssicherung auf der Basis photonischer Technologien sei ein wichtiges Zukunftsfeld, in dem die Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenzen voll ausspielen können. „So hängt die künftige Digitalisierung von Dienstleistungen und Produktionsprozessen – also auch das Thema ‚Industrie 4.0‘ – nicht zuletzt von den Fortschritten auf diesem Gebiet ab“, so der Minister. Über Spectronet sollen deshalb die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungsdienstleistungen unterstützt, die Zusammenarbeit von Unternehmen untereinander und mit Forschungseinrichtungen vertieft sowie neue Wachstumsmärkte erschlossen werden.

Das im Jahr 2005 gegründete Spectronet umfaßt derzeit 35 Mitglieder – überwiegend Thüringer Unternehmen, aber auch Forschungseinrichtungen – sowie mehr als 30 assoziierte Mitglieder, zu denen (wie zum Beispiel die University of California in Berkeley, USA, die Zhejiang University in China, die Tomsk Polytechnic University in Rußland oder die Ritsumeikan University in Japan) auch namhafte Partner im Ausland gehören. Ziel der Clusteraktivitäten ist es, Thüringen als Standort im Zukunftsfeld „Photonische Meßtechnik und Qualitätssicherung“ stärker zu profilieren und noch bekannter zu machen. Dazu wird Spectronet über die Geschäftsstelle insbesondere  neue Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf diesem Gebiet initiieren, Existenzgründungen unterstützen, Aus- und Weiterbildungsangebote für Entwickler, Hersteller und Anwender organisieren sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit vor allem im Ausland verstärken.

Die Thüringer Photonik-Branche umfaßt 175 Unternehmen mit knapp 14.000 Beschäftigten, die einen Gesamtumsatz von über 2,8 Milliarden Euro erwirtschaften. Darüber hinaus sind rund 1300 Forscher und Entwickler im Bereich der optischen und photonischen Technologien an universitären und außeruniversitären Instituten tätig. Der Umsatzanteil der Unternehmen für Forschung und Entwicklung liegt bei zehn Prozent, der Exportanteil bei 66 Prozent. (Quelle: Wachstumsreport Photonik 2015)

STEPHAN KRAUSS

 

10.01.2016


09.01.2016: „Was ist schlecht daran?“

Focus: Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat engere Verbindungen in die rechte Szene als bisher bekannt.

Der thüringische AfD-Vorsitzende Björn Höcke hat engere Verbindungen in die rechte Szene als bisher bekannt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner Ausgabe vom 9. Januar 2016 unter Berufung auf parteiinterne E-Mails und Zeugenaussagen.

Bereits im Mai 2014 beschwerte sich Höckes heutiger Wahlkreisbüroleiter Jürgen Pohl schriftlich, weil AfD-Mitglieder in Erfurt eine Demonstration gegen die NPD unterstützt hatten. Die NPD sei eine „legale Partei“, sie Repressionen zu unterwerfen „schlicht verfassungswidrig“, schreibt Pohl in einer E-Mail an Höckes private Adresse und an dessen persönlichen Referenten Gerhard Siebold, die Focus vorliegt. „Kann mir einer sagen, was ist Extremismus, und was ist schlecht daran?“, so Pohl weiter.

Laut Zeugenaussagen hat sich die thüringische AfD unter der Führung von Höcke zu einem Sammelbecken für Rechtsextreme entwickelt.

So war Paul Latussek, wegen der Verharmlosung des Judenmordes als Volksverhetzer verurteilt, bereits ein AfD-Mitglied der ersten Stunde. Rüdiger Schmitt, Chef des Gothaer AfD-Kreisverbands, rühmt sich heute damit, Ausländer in Arnstadt zu fotografieren und bei der Polizei zu melden. Torben Braga, Sprecher der Deutschen Burschenschaft, die überlegte, den Ariernachweis wieder einzuführen, arbeitet befristet in Höckes Landtagsfraktion. Und schon im Frühjahr 2014 tauchten nach Teilnehmerangaben bei einer AfD-Veranstaltung in Sömmerda NPD-Leute auf.

Stefan Möller, Sprecher der thüringischen AfD und parlamentarischer Geschäftsführer, räumte auf Focus-Anfrage ein, daß Schmitt „ein verdächtiges Fahrzeug mit ausländischem Nummernschild und Fahrer“ fotografiert habe. Keineswegs aber sei es dabei um wahllose Aufnahmen von Ausländern gegangen. Vielmehr habe Schmitt eine Handy-Gruppe organisiert, in der besorgte Bürger Informationen austauschen könnten. Grund sei eine „untypische plötzliche Kriminalitätsentwicklung“, in deren Zusammenhang „ausländische Fahrzeuge und Bettler“ beobachtet worden seien.

Zu den NPD-Leuten bei AfD-Veranstaltungen teilte Möller mit, daß Bürgerversammlungen der AfD allen Interessierten offen stünden. „In den meisten Fällen sind uns die Bürger, die unsere Veranstaltungen besuchen, persönlich nicht bekannt.“

Zur E-Mail von Höckes Mitarbeiter Pohl wollte sich der AfD-Sprecher nicht äußern. Der Sachverhalt liege lange zurück, eine Aufarbeitung sei in der Kürze der Zeit nicht möglich.

ARNE SCHLEEF

 

09.01.2016


09.01.2016: Vielfalt

Thüringen-Ausstellung präsentiert sich vielfältiger denn je: Vom 27. Februar bis 6. März 2016 wartet in der Messe Erfurt die größte Verbrauchermesse im Freistaat mit neuen Angeboten auf.

Mehr Garten, mehr Mode, junges Wohnen – die Thüringen-Ausstellung wächst weiter und verspricht noch mehr Vielfalt. Information, Kauferlebnis und Unterhaltung heißt es auch in diesem Jahr wieder in der Messe Erfurt. Bereits zum 26. Mal können sich die Thüringer bei inzwischen rund 700 Ausstellern auf 28.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über Innovationen und Trends rund um den täglichen Bedarf und die private Investition informieren – vom 27. Februar bis 6. März, neun Tage live.

Thüringens größte Verbrauchermesse wartet mit nicht weniger als elf Themenwelten, drei Messen in der Messe, mehreren Sonderschauen und wechselnden Thementagen auf. Ob im Baubereich, der den Schwerpunkt der Messe bildet, im erweiterten Modezentrum, in der Wohnwelt, im gewachsenen Gartenbereich oder bei den neuesten Haushaltsgeräten – die Messe lädt ein, sich für die eigene Planung inspirieren zu lassen und bietet Gelegenheit, im Gespräch mit Experten Preise und Leistung zu vergleichen. Für kulinarische Erlebnisse sorgt unter anderem die Themenwelt „Regionale Produkte“ mit Leckerem aus dem Freistaat Thüringen.

Flankiert wird die Veranstaltung von zwei Messen in der Messe, der „Hochzeit und Feste“ (27./28. Februar) am ersten und der „Thüringer Gesundheitsmesse“ (5./6. März) am zweiten Wochenende. Die „Hochzeit und Feste“ präsentiert sich als Fundgrube der Ideen und Kontakte für alle, die heiraten wollen oder ein Fest planen. Bei Brautausstattern, Juwelieren, Fotografen, Künstlern und Catering-Services nehmen Träume schon im Vorfeld des großen Tages Gestalt an, und auch für den stimmungsvollen Rahmen ist mit exklusiven Locations, die sich auf der Messe präsentieren, gesorgt. Was liegt im Trend? Die Brautmodenschauen verraten es. Inspirieren lassen können sich angehende Bräute auch von der Sonderschau „Brautmodenstile“, die zum Teil ungewöhnliche Kreationen wie das Modell „Meerjungfrau“ vorstellt.

Die zweite Messe in der Messe, die „Thüringer Gesundheitsmesse“, wendet sich an alle, die fit und gesund bleiben wollen oder Heilung bei einer Erkrankung suchen. Rund 120 Experten aus Kliniken, Firmen, Institutionen, Selbsthilfegruppen und Vereinen informieren über aktuelle Entwicklungen und bieten kostenlose Gesundheits-Checks. Stündlich wechselnde Fachvorträge in zwei Vortragszentren über Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hüftoperationen, Burnout und viele andere Krankheitsbilder runden das Angebot ab. In einer dritten Messe in der Messe, der Gründermesse „Ignition“ (1./2. März), gibt die Thüringen-Ausstellung Jungunternehmen die Chance, ihr Geschäftsmodell einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Thüringen-Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 und am Freitag bis 20 Uhr geöffnet

PI-RRAG

 

09.01.2016


08.01.2016: Nachbesserungen erforderlich

Bürgerschaftliches Engagement als Grundlage der digitalen Gesellschaft: Gera erhält 200.000 Euro für Pilotprojekt Freifunk.

Im Konzeptauswahlverfahren des Thüringer Wirtschaftsministeriums für ein Pilotprojekt „Freifunk in Thüringen“ hat die Otto-Dix-Stadt Gera im vergangenen Jahr den Zuschlag erhalten. Das Land bewilligte inzwischen den daraufhin gestellten Förderantrag. Den Förderbescheid über 206.381 Euro übergab Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 8. Januar an die Oberbürgermeisterin von Gera, Dr. Viola Hahn.

„Bürgerschaftlich organisierte Freifunknetze sind ein wichtiger Baustein der digitalen Zukunft“, sagte Tiefensee. Die Erfahrungen aus dem Modellprojekt in Gera beim Aufbau und Betrieb solcher Netze sollen auch anderen Kommunen in Thüringen zugänglich gemacht werden.

Tiefensee wies in diesem Zusammenhang erneut auf die Notwendigkeit einer vollständigen Aufhebung der sogenannten „Störerhaftung“ hin, wie Thüringen sie schon mehrfach gefordert hat. „Die Störerhaftung ist das Haupthindernis für den flächendeckenden Ausbau freier W-Lan-Netze in Deutschland“, sagte der Minister. Deshalb seien Nachbesserungen am Entwurf der Bundesregierung für ein neues Telemediengesetz erforderlich. Zwar war das Wirtschaftsministerium mit seinem Vorstoß Anfang November 2015 im Bundesrat vorerst gescheitert. Die weiteren Beratungen im Bundestag böten aber noch ausreichend Gelegenheit, Überzeugungsarbeit für die Thüringer Position zu leisten, so Tiefensee. nti-online.net berichtete dazu bereits in der Nachrichtenspalte "Thüringen aktuell - News" am 07.11.2015 im Beitrag "Wir bleiben dran".

Gera hatte im September 2015 gemeinsam mit der Freifunk-Community Gera-Greiz ein Konzept zum Aufbau eines stadtweiten Freifunknetzes und eines damit verbundenen allgemein zugänglichen und offenen W-Lan-Netzes vorgelegt. Das nunmehr startende Projekt ist auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt.

Mit dem Pilotprojekt sollen die technischen, finanziellen und rechtlichen Voraussetzungen für den Aufbau von zivilgesellschaftlich organisierten W-Lan-Netzen in Thüringen ausgelotet werden. So gehe es um Fragen der Akzeptanz solcher Angebote in der lokalen Bevölkerung, Kosten und Aufwand zur Unterhaltung eines solchen Netzes, aber auch Fragen der technischen Leistungsfähigkeit gerade im Hinblick auf mobile Internetzugänge.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hatte im August ein Pilotprojekt „Freifunk in Thüringen“ zur Förderung ausgeschrieben. Um diese Förderung konnten sich private Freifunk-Initiativen oder öffentliche Einrichtungen – einschließlich der Kommunen – bewerben.

Freifunk-Netze sind offene und nicht-kommerzielle W-Lan-Netze in einem Gemeindegebiet, die auf bürgerschaftlichem Engagement beruhen. Das Freifunk-Netz entsteht durch Zusammenschaltung privater W-Lan-Router zu einer Art Intranet, in dem Daten (zum Beispiel Text, Musik oder Filme) ausgetauscht oder Dienste (Chatten, Telefonieren) angeboten werden können. Sofern die Teilnehmer den eigenen Internetzugang zur Verfügung stellen, können auch andere Nutzer das weltweite Datennetz nutzen. Freifunk-Initiativen sind bisher in den Städten Erfurt, Jena und Weimar, Gera/Greiz und Königsee bekannt.

Aufgrund der derzeitigen Regelung im Telemediengesetz können die Betreiber von Drahtlosnetzen (im Gegensatz zu „kabelgebundenen“ Breitbandanbietern) jederzeit für rechtswidrige Handlungen ihrer Kunden – beispielsweise den illegalen Download von geschützten Werken – in Haftung genommen werden. Wirtschaftsminister Tiefensee bringt dagegen die Position Thüringens auf den Punkt: „Für solche Rechtsbrüche müssen diejenigen geradestehen, die sie begehen – nicht die Netzbetreiber“. Die digitale Gesellschaft brauche grundsätzlich frei zugängliche Internetzugänge – ob per Kabel (Kabelanbieter sind von der Störerhaftung freigestellt) oder per drahtlosem Funk.

Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Änderungen bleiben unzureichend. So wird mit unbestimmten Rechtsbegriffen und unklaren neuen Haftungstatbeständen gearbeitet. So soll etwa die Haftung für „gefahrgeneigte“ Dienste verschärft werden. Hauptkritikpunkt Thüringens ist die Forderung des Bundes, daß der Betreiber sein W-Lan-Netz durch „geeignete“ Sicherheitseinrichtungen gegen fremde Zugriffe sichern und von den Nutzern eine Erklärung über rechtmäßiges Verhalten fordern solle – ohne daß er damit allerdings aus der Verantwortung entlassen wäre.

PM-TMWWDGG

 

08.01.2016


08.01.2016: Wertvoller Begleiter

Mit Haustier in die Reha: In der Saalfelder Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie sind tierische Begleiter zur stationären Rehabilitation erwünscht, denn sie begünstigen den Heilungsprozeß.

Ein Tier kann Kraft geben, in schwierigen Situationen trösten und Freude in den Alltag bringen. Nicht wenige Menschen entscheiden sich deshalb für ein Haustier als treuen Begleiter. Doch wohin mit dem Tier, wenn man zur Genesung in eine mehrwöchigen Rehabilitation gehen möchte?

In den meisten Einrichtungen sind Hunde und Katzen nicht erlaubt. Anders in der Dr. Ebel-Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie in Saalfeld. Hier in der Klinik Bergfried Saalfeld darf der Hunde-, Katzen- oder Kleintierbesitzer seine stationäre Rehabilitation gemeinsam mit dem vierbeinigen Freund antreten.

Patienten haben ganz unterschiedliche Gründe, warum sie ihr Tier zur fünfwöchigen Reha mitnehmen. „Einige wissen nicht, wo sie ihren Vierbeiner unterbringen können. Bei anderen Patienten ist die Mensch-Tier-Bindung so stark, daß sie sich eine Trennung auf Zeit kaum vorstellen können“, sagt Beate Görzel, die das Haustierkonzept mit entwickelt hat.

„Ein Haustier spendet Trost und ist gerade in schweren Zeiten ein wertvoller Begleiter für viele Patienten, die dadurch an Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen“, so die Chefärztin der Klinik Bergfried Saalfeld weiter.

Für die Begleitung des Haustieres bietet die Klinik Bergfried einen eigenen Bereich in der ersten Etage des Hauses an. Die Zimmer verfügen über eigene kleine Balkone.

An den Wochenenden und in therapiefreien Zeiten bieten die Lage am Rande des Thüringer Wald und die praktische Anbindung an die Natur die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen und spielerischen Momenten mit dem felligen Begleiter.

Die Mitaufnahmemöglichkeit des Haustieres kann im Rahmen des gesetzlichen Wunsch- und Wahlrechtes als Argument genutzt werden. Voraussetzung für die Begleitung ist lediglich, daß das Haustier selbständig versorgt wird und in Therapiezeiten alleine auf dem Zimmer bleiben kann. So sollte es selbstverständlich keine Gefahr für andere Patienten darstellen. Für die Unterbringung des Tieres fällt ein geringer Kostenbeitrag an.

Die Klinik Bergfried in Saalfeld ist auf psychosomatische, psychotherapeutische Rehabilitation spezialisiert. Die Thüringer Klinik versorgt rund 2000 Patienten jährlich. Zu den Behandlungsschwerpunkten gehören depressive Störungen, Erschöpfungszustände, Angst- und Schmerzstörungen sowie Eßstörungen. In der Klinik gehören Psychotherapie und Krisenintervention ebenso zum Programm wie Licht-, Gestaltungs-, Musik- und Körpertherapie. Darunter ordnen sich Gruppentherapien, Bogenschießen, Stockkampf, therapeutisches Boxen, aber auch Entspannungsverfahren ein. Spezialprogramme gibt es für Männer, für Helfer (Menschen in helfenden Berufen) und für Mobbingopfer. Die Klinik Bergfried beschäftigt rund 80 Mitarbeiter.

ULRIKE SPAAK

 

08.01.2016


07.01.2016: „Lastesel der erneuerbaren Energien“

„Windenergie in Thüringen auf dem richtigen Weg“: Steffen Harzer von der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag verweist auf vielfach noch ungenutzte Potentiale.

Daß die Windenergie in Thüringen auf dem richtigen Weg ist, stellte Steffen Harzer, Sprecher für Energiepolitik und Klimaschutz der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, in einem Statement zur ergänzenden Windpräferenzstudie des Thüringer Infrastrukturministeriums fest. „Die Windenergie ist und bleibt der Lastesel der erneuerbaren Energien“, betonte der Energieexperte der Linksfraktion laut einer Pressemeldung vom 6. Januar 2016.. Sie sei die preiswerteste erneuerbare Energie in der Herstellung und mit den neusten technologischen Entwicklungen auch in vielen Gebieten verfügbar. Gerade als regionale Wertschöpfung und für die regionale Vermarktung stelle die Windenergie ein bisher in Thüringen von Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften vielfach noch ungenutztes Potential dar.

Aber auch bei Naturpark-, Landschaftspflegeverbänden und im Landesforst sei hier ein Umdenken erforderlich, so der Energiepolitiker. „Das betrifft nicht nur das Engagement als Verpächter von Flächen, sondern als Betreiber der Anlagen, da hiermit die Wertschöpfung auch finanziell in Thüringen und seinen Kommunen verbleibt“, so Harzer weiter.

Das trage nach seiner Meinung zudem zu einer vermehrten Akzeptanz der Windkraft bei. Gerade in Landschaftsschutzgebieten, Naturparken und den Entwicklungszonen der Biosphärenreservate biete sich die Windkraftnutzung an Einzelstandorten für die regionale Nutzung an. „Warum sollen nicht die Sportstätten in Oberhof, die Hotels und Freizeiteinrichtungen am Rennsteig oder die Kommunen in Biosphärenreservaten mit regionaler Energie versorgt werden“, fragte Harzer. Die Natur werde dadurch nicht nachhaltig geschädigt und der Erlebnis- und Erholungswert des Waldes und der Rennsteigregion bleibe erhalten, zeigte sich Harzer überzeugt.

Im Windenergieerlaß sei Harzers Meinung nach daher zu regeln, daß in den genannten Bereichen die Windenergienutzung möglich und machbar sei. Entsprechende Naturparkverordnungen seien hinsichtlich dieser Ziele durch das Land anzupassen. Harzer hält es zudem für erforderlich, entsprechend den Forderungen der Bürgerinitiativen auch Bereiche auszuweisen, in denen Repowerring machbar und durchführbar sei. Einer generellen Ausweisung der Vorranggebiete für Repowerring erteilte Harzer indes eine Absage, da dies dazu führen würde, daß Anlagen mit einer Nabenhöhe von beispielsweise 50 Metern durch solche mit Nabenhöhen von 150 Metern ersetzt werden könnten. Dafür habe aber keine umwelttechnische Prüfung stattgefunden. Entsprechende Forderungen der Bürgerinitiativen müßten daher abgelehnt werden, so Harzer abschließend.

PM-DL-TLT

 

07.01.2016


07.01.2016: Ärgernis

Einwanderung und Flüchtlingsschutz auseinanderhalten: Thüringer CDU-Landtagsfraktion kritisiert Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke).

„Der Erfolg der Zuwanderungspolitik entscheidet sich nicht in erster Linie daran, wie viele Menschen kommen." Daran hat der migrations- und integrationspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Herrgott, am 5. Januar in Erfurt erinnert. Herrgott bezog sich dabei auf ein Interview des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) vom gleichen Tag im Morgenmagazin. „Entscheidender ist, wer kommt und welcher Integrationsaufwand erforderlich ist", sagte der migrations- und integrationspolitische Sprecher. Der Unwille des Ministerpräsidenten, zwischen einer planvollen Einwanderungspolitik und der humanitären Flüchtlingspolitik klar zu unterscheiden, sei ein Ärgernis.

Ramelow hatte im Morgenmagazin des ZDF ausgeführt, die Frage sei nicht, wie viele Zuwanderer wir vertragen. Thüringen müsse ein Zuwanderungsland werden. „Jedes Einwanderungsland stellt Kriterien auf, wer kommen darf, und hat dabei die Interessen der eigenen Wirtschaft und des eigenen Landes im Blick", rief der CDU-Abgeordnete in Erinnerung. Es gibt nach seinen Worten seit 2005 zahlreiche Möglichkeiten zur Ausbildung, zum Studium oder zur Arbeitsaufnahme nach Deutschland zu kommen. „Ob man das Etikett Einwanderungsgesetz auf diese Rechtstitel klebt oder nicht, ist eher eine politische Geschmacksfrage. In der Sache handelt es sich um sehr liberale Regelungen, wie sie im übrigen auch für das Staatsangehörigkeitsrecht gelten", so Herrgott.

Der Politiker warnte davor, „die ankommenden Flüchtlinge als reguläre Einwanderer zu behandeln oder öffentlich darzustellen. Damit würde ein Zuzugsweg gestärkt, bei dem weder Thüringen noch Deutschland irgendeine Steuerungsmöglichkeit hat." Humanitärer Schutz sei dem Grunde nach eine temporäre Aufgabe, Einwanderung ziele auf einen dauerhaften Aufenthalt. „Wer einwandern will, soll die Möglichkeit des Aufenthaltsgesetzes nutzen, aber keine Asylanträge stellen", so Herrgott abschließend.

PM-CDU-TLT

 

07.01.2016


06.01.2016: Auftakt

Ministerin Birgit Keller (Die Linke) gibt mit Schülerköchen der Friedrich-Schiller-Schule Erfurt das Startzeichen für den thüringenweiten Kochwettbewerb.

„Die Knolle in der Hauptrolle – Schnittig und Wendig“, lautet das diesjährige Motto des nunmehr 19. Thüringer Schülerkochpokals. In mindestens zwei von drei Menübestandteilen muß das Ackergold im Drei-Gang-Menü der Teilnehmer zum Glänzen kommen. Insgesamt 24 Schülerkochteams stellen sich thüringenweit der Herausforderung, dem Erdapfel mit Pfiff und Pep eine Bühne zu geben und dabei auch so wichtige Themen wie Klimaschutz und ressourcenschonendes Kochen in den Fokus zu rücken. Der Verwendung und Verarbeitung von regionalen und saisonalen Produkten wird bei der Bewertung besonderes Augenmerk beigemessen.

Den Auftakt gibt die Friedrich-Schiller-Schule in Erfurt mit Team-Betreuerin Beate Wichmann, die gleich drei Kochquartette an den Start bringt. Ihre Menüs präsentieren die Siebenkläßler Lara Neubert, Natalie Wolf, Sabine Wittig und Florian Schüler vom Team „Potatoe Surprise“, die Neunkläßler Pascal Klehm, Livia Grubich, Constantin Amling und Vanessa Liedloff, die die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen zum Teamnamen „PaLiCoVa“ bündeln, und die Zehnkläßler Klaus Kiaulens, Jasmina Dünnebeil, Eric Keller und Dilan Zimmermann vom Team „Hurrican ten“ vor Juryteam Mike Oertel, 1. Vorsitzender Bund der Köche Erfurt e.V., und Roy Hildebrandt, Projektleiter beim Sponsorpartner Thüringer Energie, am 6. Januar 2016 in der Schulküche der Friedrich-Schiller-Schule Erfurt.

Über die Schulter schaut den Schülerköchen die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Die Linke). Auch Maria Groß, Schirmherrin der „Kochen macht Schule“-Initiative, wird sich vor Ort vom Können der Schülerkochteams überzeugen. Finanzielle Rückendeckung erhalten die Erfurter Schülerkochteams von der Thüringer Energie. Der Energiedienstleister unterstützt das Wetteifern um den begehrten Schülerkochpokal seit vielen Jahren als fester Sponsorpartner und würzt den Wettbewerb darüber hinaus mit Kochbekleidung und einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 250,00 Euro für jedes der 24 teilnehmenden Thüringer Teams.

Der Schülerkochpokal, ehemals Erdgaspokal der Schülerköche, ist ein einzigartiger Kochwettbewerb für Mädchen und Jungen der Klassenstufe 7 bis 10. Initiiert und gefördert durch die „Kochen macht Schule gGmbH“ und den Verband der Köche Deutschlands e. V. hat es sich der Schülerkochpokal zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für ausgewogene Ernährung und den bewußten Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren.  Der Schülerkochpokal leistet damit einen wichtigen Beitrag im Sektor Jugendhilfe sowie Volks- und Berufsbildung. Lehrreich und mit viel Spaß werden die Schüler an die Welt des Kochens herangeführt und Fähigkeiten wie Teamgeist, Kreativität und Zeitmanagement geschult. Verstärkt möchte der Schülerkochpokal zukünftig das Thema Klimafreundlichkeit und nachhaltige Ernährung in den Fokus rücken und die Auseinandersetzung mit Themen des fairen Handels sowie der Verwendung von regionalen und saisonalen Zutaten fördern. Seit April 2014 ist Thüringens Sterneköchin Maria Groß Schirmherrin der „Kochen macht Schule“-Initiative.

SUSANNE PETER

 

06.01.2016


06.01.2016: Mehr Raum

Plattform für Existenzgründer und Jungunternehmer: Thüringer Wirtschaftsministerium fördert neues Gewerbezentrum in Eisenach.

Mit über zwei Millionen Euro fördert das Thüringer Wirtschaftsministerium den Aufbau eines neuen Gewerbezentrums in Eisenach-Stedtfeld. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab am 5. Januar den Förderbescheid an Joachim Gummert, Geschäftsführer des Gründer- und Innovationszentrums Stedtfeld (GIS GmbH). „Eisenach schafft mehr Raum für Existenzgründungen“, sagte Tiefensee. „Durch den Umbau der ehemaligen Backwarenfabrik entsteht ein Ort, an dem Jungunternehmer günstige Voraussetzungen für ihre Projekte und Investitionen vorfinden.“ Insgesamt werden in dem neuen Gewerbezentrum rund 2200 Quadratmeter Nutzfläche entstehen.

Die Investitionsförderung durch das Land ermöglicht der GIS GmbH als Betreiber des Gründer- und Innovationszentrums, die ehemalige Backwarenfabrik in Eisenach-Stedtfeld zu einem Gewerbezentrum für Jungunternehmer auszubauen. Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei 3,17 Millionen Euro. Die Förderung des Landes Thüringen beläuft sich auf 2,4 Millionen Euro.

Das Gewerbezentrum wird ab Januar 2016 errichtet, die Bauarbeiten sollen bis Mitte 2018 abgeschlossen sein. Die bestehenden Gebäude werden entkernt, umgebaut und energetisch saniert. Zwei der Gebäude werden zurückgebaut, um notwendige Verkehrsflächen und eine Anfahrtsstraße zu schaffen.

Die GIS GmbH ist eine 100prozentige Tochter der Stadt Eisenach und betreibt ein Gründer-und Innovationszentrum im Gewerbegebiet in Stedtfeld unweit des Eisenacher Zentrums. Hier finden junge Unternehmen beziehungsweise Niederlassungen bestehender Firmen gute Voraussetzungen für Neugründungen oder Expansionen. Das Areal ist inzwischen aber ausgelastet, so daß Bedarf an zusätzlichen Flächen entsteht. Die Errichtung des GIS wurde bereits im Jahr 1997 im Rahmen der GRW gefördert. Der Zuwendungsbetrag belief sich auf 3,54 Millionen Euro bei Investitionskosten in Höhe von 5,17 Millionen Euro.

Mit einem Umfang von rund 100 Millionen Euro jährlich ist die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) das wichtigste Programm der Unternehmensförderung in Thüringen. Es soll Anreize für zusätzliches Wachstum und mehr Beschäftigung geben. Im September vergangenen Jahres wurden die GRW-Förderkonditionen verbessert und der Kreis der förderfähigen Unternehmen ausgeweitet. Die Zugangsschwelle für Investitionskosten wurde auf die Höhe von mindestens 100.000 Euro abgesenkt und die Förderung für baunahe Wirtschaftszweige geöffnet. Zudem ist die Förderung für das Leasing von Wirtschaftsgütern erleichtert worden. Neu aufgenommen wurde eine Fördermöglichkeit für Innovationscluster. Bei Baumaßnahmen können darüber hinaus in einem größeren Umfang als bisher auch Planungsleistungen bei der Förderung berücksichtigt werden.

STEPHAN KRAUSS

 

06.01.2016


05.01.2016: Belastung

Fernbusmaut ist Mobilitätsbremse für Jugendliche: Junge Union Thüringen für Haltestellenentgelte zur Serviceverbesserung.

Die Junge Union Thüringen spricht sich gegen eine Maut für Fernbusse aus, da diese zu eine Fahrpreiserhöhung und damit insbesondere zur Belastung junger Menschen führen würde.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner hat daher den Vorschlag von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zur Einführung einer Maut für Fernbusse als „Mobilitätsbremse für Jugendliche" kritisiert. „Gerade für junge Menschen ist Mobilität wichtig und bedeutet ein Stück Freiheit. Die Fernbusse sind eine kostengünstige Alternative zu teuereren anderen Verkehrsmitteln und sogar noch ökologisch sinnvoll. Eine Maut würde bewirken, daß die Kosten für junge Reisende unnötig in die Höhe getrieben werden. Eine Fernbusmaut wäre faktisch nichts weiter als eine Mobilitätsbremse für Jugendliche. Wer ein gutes Einkommen oder sogar einen eigenen Dienstwagen mit Fahrer zur Verfügung hat, kann leicht über Mehrbelastungen bei Fernbussen schwadronieren. Aber gerade für Schüler, Auszubildende und Studenten muß es möglich sein, zu vertretbaren Kosten deutschlandweit mobil zu sein", erklärt Gruhner.

Die Junge Union Thüringen hat sich bereits im letzten Jahr auf ihrem Landestag in Weida gegen eine Fernbusmaut ausgesprochen. Gruhner sagt: „Die Fernbusse sorgen für mehr Wettbewerb in der Reisebranche und es zeigt sich, daß die Preise der anderen Wettbewerber nicht weiter steigen und auch der Service sich dem aktuellen Stand der Technik anpaßt. Diese für die Kunden positive Entwicklung soll nicht durch eine Fernbusmaut zugunsten eines staatlichen Wettbewerbers ausgebremst werden.“

In diesem Zusammenhang macht der JU-Landeschef einen Vorschlag: „Damit der Service auch bei den Fernbussen nicht langfristig auf dem Abstellgleis landet, ist es wichtig, daß bei den Haltestellen grundlegende Basisstandards wie ein Witterungsschutz, Fahrgastinformationen oder auch sanitäre Einrichtungen für die Reisenden umgesetzt werden. An den Kosten von diesem tatsächlichen Mehrwert für die Kunden vor Ort, sollen dann auch die Fernbusunternehmer in Form von Haltestellenentgelten beteiligt werden, die den Kommunen zugute kommen.“

PI-JUT

 

05.01.2016


05.01.2016: „Beachtliche Schwerpunktsetzung“

Bis 2019 knapp 1,7 Milliarden Euro für Thüringer Hochschulen: Neue Rahmenvereinbarung zur Hochschulfinanzierung unterzeichnet.

Thüringen stellt künftig deutlich mehr Geld für seine Universitäten und Fachhochschulen bereit: Das geht aus der neuen Rahmenvereinbarung 2016 – 2019 zwischen dem Land und den Thüringer Hochschulen hervor, die am 5. Januar in der Thüringer Staatskanzlei unterzeichnet wurde. Demnach steigen die jährlichen Ausgaben sukzessive von 382 Millionen Euro in diesem Jahr auf gut 447 Millionen Euro im Jahr 2019 an. Insgesamt stellt das Land in diesem Zeitraum damit 1,69 Milliarden Euro für seine Hochschulen zur Verfügung – ein kumulierter Aufwuchs um fast 160 Millionen Euro gegenüber 2015.

„Mit dem Haushalt 2016/2017 hat das Land einen Haushalt der Zukunftsinvestitionen verabschiedet, und die Hochschulfinanzierung ist ein wichtiger Baustein für diesen Kurs“, sagte der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke). Das Land werde in den kommenden beiden Jahren nachhaltig in Wirtschafts- und Forschungsförderung sowie Bildung investieren. „Die Rahmenvereinbarung ist dabei eine verläßliche Grundlage für die weitere Hochschulfinanzierung bis 2019 und zugleich ein wichtiger Schritt zur Sicherung und Entwicklung des Hochschulstandortes Thüringen und damit zur Zukunftssicherung und Profilbildung unseres Landes.“

Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht mit der neuen Rahmenvereinbarung nicht nur ein zentrales politisches Vorhaben des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags erfüllt. „Vier mal vier Prozent Mittelaufwuchs sind ein klares politisches Bekenntnis der Landesregierung zum Wissenschaftsstandort Thüringen“, sagte der Minister. Dies sei allerdings auch mit bestimmten Erwartungen an die Hochschulen verbunden. So sollen unter anderem die Studierendenzahlen in den kommenden Jahren konstant (bei rund 50.000) gehalten, die Profilbildung und Kooperation der einzelnen Hochschulen verstärkt, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ausgebaut und die Nachwuchsförderung verbessert werden.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz und Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, begrüßt den Abschluß der Rahmenvereinbarung IV und die darin enthaltene Finanzierungszusage an die Hochschulen des Landes bis 2020. Angesichts der schwieriger werdenden Haushaltslage in Thüringen sei diese Zusage eine beachtliche Schwerpunktsetzung der Landesregierung in Forschung und Bildung. Neben dem vereinbarten Mittelaufwuchs sei die Planungssicherheit für die Hochschulen ein wichtiges Element für ihre strategische Weiterentwicklung. Die Hochschulen sähen sich selbstverständlich in der Pflicht, die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen. Leicht sei dies jedoch nicht, da die sich aus dem vereinbarten Finanzierungsrahmen ergebenden Spielräume für die Hochschulen unter Berücksichtigung der Tarif- und allgemeinen Kostensteigerungen begrenzt seien.

Der Mittelaufwuchs für die Hochschulen ab 2016 entspricht einer Erhöhung der Grundfinanzierung um jährlich drei Prozent für erwartete wissenschaftsspezifische Kosten- und Tarifsteigerungen. Hinzu kommt ein Strategie- und Innovationsbudget von einem Prozent für verbesserte Studienbedingungen, zusätzliche Forschungsaktivitäten und die gezielte Profilbildung der Hochschulen. Mit der insgesamt vierprozentigen Steigerung der Hochschulausgaben über vier Jahre – dem höchsten Anstieg bundesweit – folgt das Land den Empfehlungen des Wissenschaftsrats. Damit erhalten die Hochschulen Planungssicherheit für die kommenden Jahre, um ihre Struktur- und Entwicklungspläne umzusetzen.

Neu geregelt wird aber nicht nur die Höhe, sondern auch die Verteilung der Mittel an die Hochschulen. Die Hochschulen erhalten zukünftig einen größeren Teil der Mittel direkt – in Form eines Globalhaushalts, der sich zu 90 Prozent aus einem Grundbudget und zu zehn Prozent aus einem Leistungsbudget zusammensetzt. Auch die Verteilung der Mittel auf die einzelnen Hochschulen folgt einem neuen Verfahren. Das bisherige Mittelverteilungsmodell „Klug“ (= kosten- und leistungsuntersetzte Gesamtfinanzierung) läuft zum Ende dieses Jahres aus. Ab 2016 werden die Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) die Grundlage der Hochschulfinanzierung bilden, die sich vor allem an effizienten Strukturen, quantitativen und qualitativen Zielsetzungen in Forschung und Lehre, aber auch an Fragen der Profilbildung orientieren. Die Unterzeichnung dieser Vereinbarungen ist für den 21. Januar geplant.

Schließlich wird mit der neuen Rahmenvereinbarung auch eine strukturelle Neuerung in der Thüringer Hochschullandschaft verankert. „Die Staatliche Studienakademie Thüringen wird zur Dualen Hochschule Gera-Eisenach umgewandelt“, sagte der Wissenschaftsminister. „Die neue Duale Hochschule wird als zehnte Hochschule in das Landeshochschulgesetz aufgenommen. Damit werten wir zudem die Bachelorstudiengänge der bisherigen Studienakademie zu vollwertigen Hochschulstudiengängen auf.“ Das Land stellt der Dualen Hochschule bis 2019 insgesamt knapp 42 Millionen zur Verfügung – also gut zehn Millionen Euro pro Jahr –, die zusätzlich zur oben dargestellten Hochschulfinanzierung bereitgestellt werden. Die bisherige Berufsakademie hat im Jahr 2015 eine Landeszuwendung von 8,1 Millionen Euro erhalten.

Gemäß Thüringer Hochschulgesetz schließt das Land mit seinen Universitäten und Fachhochschulen jeweils vierjährige Rahmenvereinbarungen ab, die die strukturelle und strategische Entwicklung der Hochschulen sowie die staatliche Hochschulfinanzierung regeln. Die dritte Rahmenvereinbarung (2012 - 2015) läuft zum Ende dieses Jahres aus. Die am 5. Januar vorgestellte Rahmenvereinbarung IV tritt nach Zustimmung des Thüringer Landtags zum 1. Januar 2016 in Kraft und hat eine Laufzeit bis Ende 2019.

STEPHAN KRAUSS

 

05.01.2016


04.01.2016: Abgeschlossene Transaktion

Fortschritt im Insolvenzverfahren: Grundstück der FGG Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera wurde an die Stadt verkauft.

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der FGG Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera, einer Tochtergesellschaft der ebenfalls insolventen Stadtwerke Gera AG, konnte nach Informationen des Insolvenzverwalters vom 4. Januar ein weiterer Fortschritt erzielt werden. Demnach habe der Insolvenzverwalter Dr. jur. Michael Jaffé das Grundstück, auf dem der Flugplatz Gera-Leumnitz betrieben werde, an die Stadt Gera verkauft. Damit sei ein gutes Ergebnis für die Gläubiger erreicht und eine wichtige Grundlage geschaffen worden, um den Flugplatzbetrieb dauerhaft fortführen zu können sowie die ansässigen Unternehmen und Sportvereine zu sichern.

„Nachdem wir bereits 2014 zusammen mit der Stadt eine Lösung gefunden hatten, um den Weiterbetrieb des Flugplatzes zu ermöglichen, folgte jetzt der nächste Schritt, von dem beide Seiten profitieren. Wir haben mit dem Verkauf des Grundstücks im Interesse der Gläubiger die Verwertung der Vermögensgegenstände der ehemaligen FGG Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera abgeschlossen. Gleichzeitig hat die Stadt Gera damit wieder die volle Verfügungsgewalt über die Flugplatz-Immobilie“, betonte der Insolvenzverwalter.

„Der Flugplatz Gera-Leumnitz ist bedeutsam für Gera als Wirtschaftsstandort. Mit der jetzt abgeschlossenen Transaktion ist ein entscheidender Beitrag zu seiner Bestandssicherung geleistet worden. Das ist ein weiteres positives Signal für die hier ansässigen Unternehmen und Vereine“, zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn zufrieden.

Die FGG Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera hatte am 3. Juli 2014 infolge der Insolvenz der Stadtwerke Gera AG, die 100 Prozent der Anteile an der FGG Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera hält, ebenfalls Insolvenzantrag stellen müssen. In enger Zusammenarbeit zwischen Insolvenzverwalter und Stadt Gera wurde zunächst der Flugbetrieb auch in der Insolvenz aufrechterhalten. Später konnte dann ein Mietvertrag mit einem neuen Betreiber abgeschlossen werden.

SEBASTIAN BRUNNER

 

04.01.2016


04.01.2016: Bedeutung beurteilen

Zur Geschichte der älteren Universität Erfurt: Neue Forschungsstelle nimmt Kollegium „Zur Himmelspforte“ unter die Lupe.

Um ihre Geschichte weiter zu erforschen und zugleich einem breiten Publikum zugänglich zu machen, hat die Universität Erfurt eine neue „Forschungsstelle zur Geschichte der älteren Universität Erfurt“ eingerichtet. Geleitet wird sie von apl. Prof. Dr. Ulman Weiß am Historischen Seminar der Uni Erfurt. In einem ersten Teilprojekt soll zunächst das Kollegium „Zur Himmelspforte“ näher erforscht werden.

Im Jahr 1412 gründete Amplonius Ratingk de Berka auf dem Grundstück „Zur Himmelspforte“ das „Collegium Porta coeli“, das bis zur Schließung der älteren Universität 1816 bestand. Es ist das älteste und bedeutendste Erfurter Collegium mit einem weit über die Stadt hinausreichenden Ruf. Er bezog sich schon in früheren Jahrhunderten allein auf die von Amplonius gestiftete private Bibliothek. Mit ihren mehr als 600 Handschriften war sie eine der größten ihrer Zeit. Auf den stets gewachsenen Codices-Bestand mit nahezu 1000 Werken richtete sich deshalb das bis heute anhaltende wissenschaftliche Interesse. Unbeachtet blieb dagegen der mehr als 3000 Werke umfassende Libri-Bestand, der von der Inkunabel-Zeit bis in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts reicht.

Die Geschichte des Kollegs ist nach den beiden bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts führenden Aufsätzen des altlutherischen Pastors Georg Oergel nicht mehr behandelt worden. Selbst neue Arbeiten zur Universitätsgeschichte fußen, die „Porta coeli“ betreffend, auf seinen Untersuchungen. Eine einheitliche gründliche Gesamtgeschichte steht indes aus. Erste Untersuchungen richten sich nun auf die Bibliothek. Nach einer überblicksartigen Darstellung der gesamten Bibliotheksgeschichte sollen einzelne, satzungs- und strukturbedingte Sachverhalte thematisiert werden: in einer vergleichenden Sicht die historischen Kataloge, beginnend mit dem von Amplonius selbst angelegten Verzeichnis der von ihm gestifteten Bücher bis zu den Katalogen des 19. Jahrhunderts, ferner die Herkunft der gekauften und geschenkten Bücher sowie, wiederum vergleichend, die umfangreiche private Büchersammlung des katholischen Kollegiaten Lambert Heck († 1632) und die mit 600 Bänden noch stattlichere des evangelischen Kollegiaten Hermann Lindanus († 1644). Die Untersuchungen sollen den Blick auf die bislang verschattete Geschichte des Kollegs in der Frühneuzeit lenken. Mit der Ausrichtung auf die Bibliotheksgeschichte wird es möglich sein, den Platz der Bibliothek unter den zeitgenössischen Erfurter Bibliotheken zu bestimmen, aber auch ihre Bedeutung im Vergleich mit den anderen Bibliotheken im Reich zu beurteilen.

Grundlage dieser Untersuchungen muß jedoch das Verzeichnis der Kollegiaten sein: Jeder Kollegiat war eidlich verpflichtet, bei seiner Aufnahme ins Kolleg drei Gulden zum Besten der Bibliothek zu zahlen und ihr nach der Promotion Bücher zuzuwenden. Davon abgesehen ist die genaue Kenntnis der Kollegiaten, die stiftungsgemäß aus dem niederrheinischen Rheinberg, aus dem westfälischen Soest und aus Erfurt kamen, Grundlage jeder Arbeit zur Geschichte des Kollegs, mithin auch zur Geschichte der älteren Erfurter Universität. Da Oergel das Verzeichnis bis zum Jahr 1518 bereits veröffentlicht hat, beschränkt sich die Arbeit für diesen Zeitraum auf die Bereicherung der ermittelten biografischen Angaben. Beabsichtigt ist, für jeden Kollegiaten die Lebensdaten, die Daten des akademischen Bildungsganges und der beruflichen Laufbahn sowie, im Falle publizistischer Tätigkeit, die Veröffentlichungen zu nennen.

Das Verzeichnis der Kollegiaten bis 1792 wird im Erfurter Stadtarchiv, das andere bis zum Jahr 1816 im Erfurter Bistumsarchiv aufbewahrt. Während die Namenliste der Kollegiaten in Erfurt zusammengestellt werden kann, müssen die biografischen Daten der meisten von ihnen jedoch in auswärtigen Archiven erhoben werden, zumal die aus dem Kolleg stammenden Quellen im Stadtarchiv bloß trümmerhaft überliefert sind.

Die Ergebnisse seiner Arbeit wird Prof. Ulman Weiß auf einer Website präsentieren. Eine erste Veranstaltung der Forschungsstelle findet am 13. Januar, statt. In seinem Vortrag spricht Ulman Weiß dann über „Die Bibliothek des Kollegiums ‚Zur Himmelspforte‘ in der älteren Universität Erfurt“.

CARMEN VOGT

 

04.01.2016


02.01.2016: Neubesetzung

Neuer Geschäftsführer für die Thüringer Fernwasserversorgung: Thomas Stepputat folgt auf Ralf Rauch.

Thomas Stepputat ist seit 1. Januar 2016 neuer Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW). Darauf hat sich der Verwaltungsrat der Thüringer Fernwasserversorgung nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren geeinigt. Die Neubesetzung der Stelle war notwendig, weil der Vertrag mit dem bisherigen Hauptgeschäftsführer Ralf Rauch zum 31. Dezember 2015 auslief. „Mit Thomas Stepputat gewinnen wir einen erfahrenen Geschäftsführer, der die Zusammenarbeit in kommunalen Strukturen kennt. Seine Expertise im Bereich erneuerbarer Energien kann dem Geschäft der Thüringer Fernwasserversorgung neue Impulse geben. Ich danke dem bisherigen Hauptgeschäftsführer Ralf Rauch für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Wasserversorgung in Thüringen“, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende der TFW, Thüringens Umweltstaatsekretär Olaf Möller (Bündnisgrüne), am 29. Dezember 2015 in Erfurt.

Der 1959 in Konstanz geborene Diplom-Kaufmann Thomas Stepputat war von Mai 2011 bis Juni 2015 Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH. Von 2006 bis 2011 war er als kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Görlitz AG tätig.

Als einziger Fernwasserversorger in Deutschland bereitet die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) ausschließlich Oberflächenwasser aus Trinkwassertalsperren in modernen Trinkwasseraufbereitungsanlagen auf und liefert dieses über Fernwasserleitungen mit einer Gesamtstreckenlänge von mehr als 550 Kilometern an Trinkwasserzweckverbände, Gemeinden und Stadtwerke. Damit stellt die TFW gemeinsam mit örtlichen Versorgungsträgern die Trinkwasserversorgung von mehr als einer Million Einwohnern im Freistaat Thüringen sicher. Rund 40 Prozent des Trinkwasserbedarfes in Thüringen werden durch die Fernwasserversorgung aus Talsperren abgedeckt.

Die Thüringer Landesregierung unterstützte den Unterhalt und die Wartung der landeseigenen Talsperren für den Hochwasserschutz und die ökologische Fließgewässerentwicklung im Jahr 2015 mit 5,8 Millionen Euro. Für das Jahr 2016 sind 6,8 Millionen Euro vorgesehen.

MI-TMUEN

 

02.01.2016

Thüringen aktuell

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Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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