Nachrichten aus dem Freistaat Februar 2017

Februar 2017

28.02.2017: Unterschiedliche Entwicklung

Der Thüringer Einzelhandel verzeichnete 2016 insgesamt ein leichtes Umsatzplus.

Der Thüringer Einzelhandel  erwirtschaftete nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2016 ein reales Umsatzplus von 0,6 Prozent. Nominal lag der Anstieg bei einem Prozent. Die Beschäftigtenzahl war im Jahr 2016 um 0,8 Prozent höher als im Jahr zuvor. Die Vollzeitbeschäftigung lag etwa auf dem Niveau des Vorjahres (+ 0,1 Prozent), die Teilzeitbeschäftigung stieg um 1,2 Prozent.

Im bundesweiten Durchschnitt erreichte der deutsche Einzelhandel im Jahr 2016 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Jahr zuvor eine Umsatzsteigerung von real 1,6 Prozent und nominal von 2,2 Prozent.

Die Umsatzentwicklung verlief in den Branchen des Thüringer Einzelhandels sehr unterschiedlich.

Der „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem die Supermärkte und SB-Warenhäuser gehören, steigerte seinen Umsatz real um 1,3 Prozent und nominal um 1,9 Prozent. Auch der „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Möbeln, Bau- und Heimwerkerbedarf“ verbuchte sowohl real (+ 1,3 Prozent), als auch nominal (+ 2,1 Prozent) im Jahr 2016 ein positives Ergebnis.

In einigen anderen Branchen wie im „Einzelhandel mit Nahrungsmitteln“ oder im „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, wozu unter anderem  der Facheinzelhandel mit Bekleidung, mit Schuhen und Lederwaren sowie die Apotheken zählen, legten zwar die nominalen Umsätze zu (+ 1,2 Prozent beziehungsweise + 0,7 Prozent), preisbereinigt mußten diese Branchen aber Umsatzverluste in Kauf nehmen (real - 0,8 Prozent beziehungsweise – 0,2 Prozent).

Der „Einzelhandel mit Motorkraftstoffen“  mußte aufgrund der Preisentwicklung stärkere nominale Umsatzeinbußen verkraften (- 6,5 Prozent). Ähnliche Umsatzeinbußen mußte im Jahr 2016 der nicht in Verkaufsräumen stattfindende Einzelhandel in Kauf nehmen (real: - 0,7 Prozent, nominal: - 3,1 Prozent). Auch der Versand- und Internethandel war davon betroffen (real: - 3,2 Prozent, nominal: - 2,3 Prozent), hier vor allem der sonstige Versand- und Internethandel im technische Bereich. Der Versand- und Internethandel mit Textilien und Bekleidung konnte dagegen auch im Jahr 2016 ein starkes Umsatzplus erzielen (real: + 14,9 Prozent, nominal: + 15,6 Prozent).

PM-TLS

 

28.02.2017


27.02.2017: „Politik sollte nicht käuflich sein“

Eine Steigerung der städtischen Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität erwartet Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW) mit den in diesem Jahr in der Kreisstadt stattfindenden Ereignissen Landesgartenschau und Thüringentag. In einem NTI-Interview berichtete das Stadtoberhaupt außerdem über weiterführende Ziele: „Wir wollen bis zum Jahr 2030 die Wohlfühlstadt sein.“

Am 29. April öffnet die 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda ihre Pforten. Noch wird in der Kreisstadt des Kreises Weimarer Land an vielen Ecken gebaut. „Zirka 95 Prozent der Bauleistungen sind bereits erbracht. Bis zum Beginn der Landesgartenschau werden die restlichen Arbeiten vollendet sein.“ Das versprach Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW) in einem Interview für die Ausgabe 1/ 2017 der Neuen Thüringer Illustrierten. Die Bewerbung der Stadt um die Durchführung der Landesgartenschau sei mit dem Ziel erfolgt, bedeutende zukunftsweisende Ziele in der Stadt- und Freiraumgestaltung umzusetzen, erklärte der Bürgermeister. Die Veranstaltung solle Apolda über die Grenzen Thüringens hinaus etablieren und in Szene setzen.

„Seit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie im Jahr 2008 gibt es überall sichtbare Veränderungen und Verbesserungen im Stadtbild“, berichtete Eisenbrand der NTI. „Es werden für die Durchführung, die Investitionen in die Daueranlagen der Kernzonen und in die Begleitmaßnahmen der Landesgartenschau 2017 rund 50 Millionen Euro in der Stadt Apolda investiert, davon sind rund 13 Millionen Eigenanteil.“

Neben der Landesgartenschau bereitet sich Apolda in diesem Jahr auf ein weiteres Großereignis vor: Vom 9. bis 11. Juni findet hier außerdem der 16. Thüringentag statt.

Doch auch die Zeit nach 2017 habe man im Blick: „Wir wollen bis zum Jahr 2030 die Wohlfühlstadt sein“, gab Bürgermeister Eisenbrand gegenüber der Neuen Thüringer Illustrierten die Vision aus. Wichtig seien dafür die Stärkung Apoldas als selbständige Stadt, der Ausbau als Industrie-und Gewerbestandort, weitere Aufwertungen von Grünflächen sowie die intensive Betreibung eines Brachflächenmanagements. „Im Fokus steht die weitere Entwicklung der Bahnhofsvorstadt, zu der auch der Paulinenpark gehört. Dieses natürlich im engen Schulterschluß mit der von 2013 bis 2023 auf zehn Jahre angelegten Internationalen Bauausstellung Thüringen. Aktuell sind wir bereits in der Umsetzung von einigen unserer Iba-Projektideen – zum Beispiel im Bereich des Bahnhofes und dessen direktem Umfeld sowie bei der Revitalisierung und Neunutzung von Industriebrachen. Die erforderlichen Abstimmungen zu eben diesen Vorhaben erfolgen im Rahmen des Iba-Projekts bereits mit den zuständigen Projektpartnern, der Landesentwicklungsgesellschaft des Freistaates Thüringen und der Iba Thüringen GmbH. Entsprechend unserem Leitbild wollen wir mit neuen Nutzungskonzepten und Wohnformen in den Quartieren, sowie der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger die weitere positive Gestaltung der Gesamtstadt erreichen.“

Zu einem infolge der von der Thüringer Landesregierung geplanten Kreisreform drohenden Kreisstadtstatus-Verlust für Apolda sagte der Bürgermeister: „Was dann passiert, kann noch keiner zu einhundert Prozent voraussagen. Ich denke da zum Beispiel an die Arbeitsplätze, die eventuell wegfallen. Das wäre ein enormer Kaufkraftverlust für unsere Innenstadt. Und ob dann der Service der Ämter aufrechterhalten werden kann, ist auch fraglich.“

Kritisch äußerte sich Rüdiger Eisenbrand zur Ankündigung des Thüringer Innenministers Holger Poppenhäger (SPD), daß Städte, die den Kreisstadtstatus verlieren, finanziell entschädigt werden könnten: „Politik sollte nicht käuflich sein. Im übrigen ist dies auch nur ein Einmaleffekt. Damit kann man vielleicht ein Gebäude sanieren oder eine Straße ausbauen, dann ist das Geld weg.“ Und weiter merkte das Stadtoberhaupt an: „Ich vermisse hier eine langfristige Strategie bei der Bewältigung dieser neuen Probleme, die dann auf uns zukommen werden.“

JÖRG SCHUSTER

 

27.02.2017


26.02.2017: „Einmalige Chance“

Land schafft Investitions- und Planungssicherheit für Kommunen: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) appelliert an die Kommunen, das kommunale Investitionspaket  auch zur Kofinanzierung des Breitbandausbaus zu nutzen.

Mit der in der vergangenen Woche erfolgten Zustimmung der drei Koalitionsfraktionen zu dem 100 Millionen Euro umfassenden kommunalen Investitionspaket besteht für Kommunen die Möglichkeit, notwendige Investitionen in den Breitbandausbau zu sichern. Darauf hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 26. Februar hingewiesen. „Die Mittel können und sollten gerade von Kommunen in schwieriger Haushaltslage auch dafür genutzt werden, ihren Eigenanteil für die Breitbandförderung des Bundes und des Landes sicherzustellen“, sagte Tiefensee. „Ich freue mich, daß die Koalition unseren Argumenten gefolgt ist und diese Option in dem Paket verankert hat.“ Tiefensee weiter: „Das aktuelle Förderprogramm bietet für Thüringer Kommunen die einmalige Chance, die nationalen Ziele von 50 Megabit pro Sekunde flächendeckend zu erreichen und bei Bedarf schon heute gigabitfähige Glasfaseranschlüsse zu legen.“

Hintergrund: Einige Kommunen sind bei der nur noch bis Ende Februar laufenden Antragstellung für das Bundesprogramm Breitband zögerlich, weil sie finanzielle Zusagen für den notwendigen Eigenanteil in Höhe von mindestens zehn Prozent der Gesamtfördersumme machen sollen, ohne zu wissen, ob sie in ihren kommenden Haushalten die dafür benötigten Mittel bereitstellen können. Deshalb werden die notwendigen Beschlüsse in manchen Stadt- und Gemeinderäten oft zu spät oder gar nicht gefaßt.

Mit den jetzt vom Land zugesagten Mitteln könnten Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung beziehungsweise in schwieriger Haushaltslage befinden, eigene Prioritäten setzen und so den Eigenanteil für den Breitbandausbau darstellen. Für Kommunen in Haushaltssicherung bestehe weiterhin die Möglichkeit, daß der Eigenanteil im Rahmen der ergänzenden Finanzierung seitens des Landes vollständig übernommen werde.

Der Eckwertebeschluß des Landes ermögliche es darüber hinaus, durch Sonderzuweisungen die im Haushalt vorgesehenen Mittel des Landes für den Breitbandausbau aufzustocken, so daß auch der Freistaat in den Jahren 2018/2019 in der Lage sein wird, die notwendige ergänzende Finanzierung der Bundesmittel sicherzustellen. „Insgesamt ist das für die Kommunen ein wichtiger Schritt, um beim Thema Breitbandausbau die letzten Bremsen zu lösen und noch auf den rollenden Zug des Bundesprogramms aufzuspringen“, sagte Tiefensee. Damit gebe es bei diesem wichtigen Thema nun Investitions- und Planungssicherheit. Es gelte, nun zu handeln, denn die Bedeutung von Breitband im 21. Jahrhundert entspreche der des Telefons im letzten Jahrhundert.

STEPHAN KRAUSS

 

26.02.2017


25.02.2017: „Herbe Enttäuschung“

Zukunft des Fernverkehrs auf der Saalbahn: Thüringen darf sich nicht mit Alibizügen abspeisen lassen.

„Thüringen darf sich nicht mit Alibizügen abspeisen lassen!" Mit dieser Forderung reagiert der Fahrgastverband Pro Bahn Thüringen auf die von der Deutschen Bahn (DB) vorgestellten Änderungen im Fernverkehr im Saaletal ab Dezember 2017. Die DB hatte am 17. Februar ein neues Übergangskonzept für die Regionen Saaletal und Oberfranken präsentiertt, die im Dezember 2017 mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke durch den Thüringer Wald den Anschluß an das ICE-Netz verlieren. Demnach soll nach dem Wegfall des bisher stündlich verkehrenden ICE lediglich ein tägliches IC-Zugpaar Karlsruhe - Nürnberg - Jena - Leipzig verkehren, das durch einzelne Tagesrand-ICE zwischen Jena und Berlin beziehungsweise Lichtenfels und München ergänzt wird. Die DB reagierte mit dem neuen Konzept auf die starke Kritik von Bundestagsabgeordneten aus den betroffenen Regionen.

„Das Übergangskonzept der DB ist eine herbe Enttäuschung für die Städte entlang der Saal- und Frankenwaldbahn, die auf ein schnelles InterCity-Angebot im Zwei-Stunden-Takt warten", sagte Olaf Behr, Vorsitzender des Landesverbandes. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein einzelnes tägliches Zugpaar ist kein adäquater Ersatz für einen ICE-Stundentakt." Eine vertaktete Fernverkehrslösung sei schon deswegen notwendig, weil es das Land Thüringen bislang nicht geschafft habe, einen schnellen Expreß-Zubringerverkehr zum ICE-Knoten in Leipzig einzurichten. Die geplanten Nahverkehrszüge nach Leipzig seien wegen der Bedienung fast aller Unterwegshalte langsam und führten zu deutlich verlängerten Reisezeiten im Vergleich zum Status quo.

Der Fahrgastverband fordert deshalb die verantwortlichen Landespolitiker, die Politiker der betroffenen Regionen sowie Kommunen und Verbände auf, den Druck auf die DB aufrecht zu erhalten. „Die Städte an der Frankenwald- und Saalbahn, insbesondere die Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole Jena, brauchen die im Zwei-Stunden-Takt verkehrende IC-Linie Nürnberg - Leipzig nahtlos zum Wegfall des ICE und nicht erst im Jahr 2023", so Behr. „Die DB verfügt über geeignetes Wagenmaterial, mit denen die erforderlichen Fahrzeiten bereits heute erzielt werden können."

Pro Bahn ist ein gemeinnütziger Verbraucherverband für die Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel wie Bahn und Bus. Er ist deutschlandweit tätig und als Bundesverband mit Landes- und Regionalverbänden organisiert.

PM-PB-LVT

 

25.02.2017


24.02.2017: Anstieg

Die Thüringer Industrie landete 2016 bei der Umsatzentwicklung im deutschlandweiten Vergleich auf Platz zwei.

Der Umsatz der Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigen stieg von Januar bis Dezember 2016 um 2,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In Deutschland wurde ein Anstieg um 0,4 Prozent ermittelt. In der Summe der neuen Bundesländer gab es einen Rückgang um 0,2 Prozent. Das teilte das Thüringer Landesamt für Statistik am 24. Februar 2017 mit.

„Thüringen belegte bei der Umsatzentwicklung im bundesweiten Ländervergleich den 2. Platz“, stellte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, fest. „Die Absatzentwicklung auf dem inländischen Markt betrug bis Ende Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Thüringen 0,6 Prozent. In der Summe der neuen Bundesländer und in Deutschland insgesamt wurde ein Rückgang von 0,4 Prozent und 0,2 Prozent verzeichnet. Thüringen stand damit an achter Stelle aller Bundesländer“, so Krombholz weiter.

Der Auslandsumsatz Thüringens lag von Januar bis Dezember 2016 um 5,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum: „Der Anstieg fiel höher aus als in den Industriebetrieben der neuen Bundesländer mit 0,2 Prozent. Deutschland insgesamt verzeichnete einen Anstieg um 1,1 Prozent. In der Entwicklung des Exports verbesserte sich Thüringen gegenüber 2015 vom 8. Platz auf den 3. Platz aller Bundesländer“, bilanzierte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl wuchs in Thüringen von Januar bis Dezember des Jahres 2016 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent und stand damit an 3. Stelle aller Bundesländer. In den neuen Bundesländern wurden 0,9 Prozent Zuwachs ermittelt und auch in Deutschland stieg die Beschäftigtenzahl mit 0,8 Prozent nur moderat an.

Die Umsatzproduktivität betrug in Thüringen rund 210.000 Euro und wuchs im Vergleich zum Jahr 2015 um 0,7 Prozent. Mit dieser Entwicklung stand Thüringen auf dem 3. Platz im deutschlandweiten Vergleich. In den neuen Bundesländern wurde ein Rückgang von einem Prozent (265.000 Euro Umsatz je Beschäftigten) und in Deutschland mit insgesamt 312.000 Euro Umsatz je Beschäftigten von 0,3 Prozent weniger erzielt.

PM-TLS

 

24.02.2017


23.02.2017: Delegation

Mongolische Abgeordnete besuchen im März Nordthüringen.

Der Botschafter der Mongolei und sechs Abgeordnete des Großen Staats-Churals besuchen am 10. März 2017 Nordthüringen. Darüber informierte der Thüringer Bundestagsabgeordnete Manfred Grund (CDU), der die Delegation der Kollegen aus dem obersten Parlament der Mongolei an den Kyffhäuser eingeladen hat. Besichtigt werden soll laut Grund die Haldenrekultivierung in Sondershausen.

Die Mongolei gilt als rohstoffreiches Land. Viele Ingenieure aus dem asiatischen Land haben ihre Ausbildung an Hochschulen und Universitäten der DDR absolviert. „Bis heute hat Deutschland einen äußerst positiven Ruf im Land zwischen China und Rußland“, sagt der Abgeordnete Manfred Grund. Er hat als Vorsitzender der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe das Land mehrfach bereist.

Es bestehen gute wirtschaftliche Beziehungen. „Dies zahlt sich auch für die Region aus“, erklärt Manfred Grund, der Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist. Die Tupag Mühlhausen exportiert beispielsweise Konserven in das Land. Interesse zeigen die Parlamentarier und Botschafter Tsolmon Bolor an Umwelttechnologien. Deshalb werden die Gäste am 10. März nach Gesprächen mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer Erfurt die Glückauf Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH in Sondershausen besuchen. Thematisiert werden soll dabei die Problematik der Bergbaufolgeschäden.

Am Abend sind die Delegationsteilnehmer Ehrengäste beim Schlachteessen der Mittelstandsvereinigungen Kyffhäuser, Nordhausen und Eichsfeld in Birkungen. Der Botschafter wird zu diesem Anlaß den Gastgebern sein Land vorstellen.

PM-ABMG

 

23.02.2017


22.02.2017: „Wertschätzung verdient“

Rückgrat der Wirtschaft: 25. Parlamentarischer Abend des Thüringer Handwerks im Landtag.

Auf dem am 22. Februar 2017 stattfindenden 25. Parlamentarischen Abend des Thüringer Handwerks im Thüringer Landtag hält Landtagspräsident Christian Carius (CDU) ein Grußwort.

Vorab sagte Landtagspräsident Carius in Erfurt: „Mit 31.000 Betrieben und 150.000 Beschäftigten ist das Handwerk das Rückgrat der Wirtschaft im Freistaat. Es bildet jährlich über 6500 Lehrlinge in den verschiedensten Berufen aus. Hierbei ist Thüringen ein innovativer Standort. So bietet die Handwerkskammer Erfurt in Zusammenarbeit mit der Walter-Gropius-Schule Erfurt das erste Handwerkergymnasium an einer staatlichen Schule in Deutschland an.“

„Der Meister“, so Carius weiter, „hat dieselbe Wertschätzung verdient, wie der Master. Daher ist es gut, daß Thüringen als ersten Schritt nun die Meisterprämie eingeführt hat, mit der jährlich die besten Meister-Absolventen geehrt werden.“

Absolventen des Handwerkergymnasium in Erfurt erwerben mit dem Abitur bereits Module der Meisterausbildung und können anschließend in eine verkürzte Berufsausbildung gehen.

PM-TL

 

22.02.2017


21.02.2017: Vernetzung der Angebote

Landeskooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Medienkompetenz in Thüringen unterzeichnet: Freistaat auf gutem Weg zur Gesamtstrategie für das Medienland Thüringen.

Zum Abschluß des „Runden Tisches Medienkompetenz Thüringen“ bekannten sich die Thüringer Staatskanzlei, vier Landesministerien, der Landesbeauftragte für Datenschutz, die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) vor einer Vielzahl von Vertreterinnen und Vertretern der Medienbildung am 20. Februar in einer Kooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Medienkompetenz in Thüringen. Mit dem Ziel, die Entwicklung von Medienkompetenz im Freistaat zu intensivieren, verpflichten sie sich darin, die unterschiedlichen Angebote der Medienbildung noch besser zu verzahnen und auf den digitalen Wandel der Gesellschaft auszurichten.

„Mit Blick auf eine Gesamtstrategie für das Medienland Thüringen wurde bei der Intensivierung der Medienbildung bereits viel erreicht“, verdeutlichte TLM-Direktor Jochen Fasco. Weiter betonte er, daß die Ergebnisse der Beratungen im Rahmen des Runden Tisches Medienkompetenz und des Runden Tisches Medienstandort zusammengeführt werden müssen. Die TLM wird sich insbesondere mit ihrem Thüringer Medienbildungszentrum auch weiterhin aktiv an der Vernetzung der Angebote beteiligen und ihre medienpraktische generationsübergreifende Projektarbeit verläßlich fortführen.

PI-TLM

 

21.02.2017


21.02.2017: Vielfältige Traditionen rund um die Mahlzeiten

Osterfrühstück begeisterte die Jury: Bad Blankenburger Fürstin-Anna-Luisen-Schule erhielt den Sonderpreis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

„Sichtbar evangelisch - MahlZeiten gemeinsam gestalten“, unter diesem Motto hatte die Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einen bundesweiten Wettbewerb ausgelobt. Die Fürstin-Anna-Luisen-Schule aus Bad Blankenburg beteiligte sich daran und erhielt dafür einen Sonderpreis. Zur Ehrung waren Religionspädagogin Silke Zapf und Sonderpädagogin Yvette Schäfer zusammen mit Oberpfarrer Andreas Kämpf in Hannover, um den Preis entgegenzunehmen. Schulleiterin Antje Wennrich-Wydra und ihr gesamtes Team sind sehr stolz auf diesen Preis: „Wir waren freudig überrascht, unter 32 Schulen mit ausgewählt worden zu sein. Den Preis in solch festlichem Rahmen entgegennehmen zu dürfen, war für die kleine Gruppe eine große Ehre und ist uns allen ein Ansporn“, sagte sie.

Iß, trink und habe guten Mut, dieser Vers aus dem Lukasevangelium diente als Aufforderung, das Thema Mahlzeiten, gemeinsames Essen und Trinken, die Zubereitung von Speisen und das Gebet dazu in der Förderschule darzustellen. „Wir haben eine 15 seitige Darstellung eingereicht. Dort haben wir erklärt und mit vielen Bildern gezeigt, daß zum Leben und Lernen in unserer Schule die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten selbstverständlich dazugehört. In der Schule sind in 25 Jahren ihres Bestehens vielfältige Traditionen rund um die Mahlzeiten gewachsen, die Schüler und Mitarbeiter täglich begleiten, die Tage strukturieren, die wir verinnerlicht haben, die uns Kraft und Halt geben, vor allem aber, die unserer Gemeinschaft Freude bringen und die wir einfach liebgewonnen haben“, sagt die Schulleiterin. Als Beispiele konnten das Osterfrühstück, der Werkstufenförderkurs „Kochen und Backen“, der Hauswirtschaftsunterricht, die erfolgreiche Teilnahme am Schülerkochpokal, das Projekt 25 Jahre Fürstin-Anna-Luisen-Schule und vieles mehr genannt werden.

Vor allem das an das Agapemahl Jesu mit seinen Jüngern angelehnte Osterfrühstück hat die Jury beeindruckt. Die Schulgemeinschaft versammelt sich dafür in der Mehrzweckhalle und erlebt das Mahl stets unter einem biblischen Thema. 2016 wurde unter dem Motto „Das neue Leben Jesu“ Ostern gefeiert. Bei der Auswahl der Speisen wird auf die entsprechende Symbolik geachtet.

Die Schüler bereiten die Tischdeko für das Osterfrühstück in den anderen Stunden mit Töpfer- oder Holzarbeiten vor und erleben dann ein gemeinsames Fest, bei dem alle Schüler mit ihren unterschiedlichen Behinderungsformen teilnehmen können, in bunter Vielfalt feiern und die Freude am Leben über Musik, Tanz und die gemeinsame Mahlzeit zum Ausdruck bringen.

Der Wettbewerb „Sichtbar evangelisch“ würdigt bundesweit evangelische Schulen, die durch besonderes Engagement oder durch besondere Leistungen dem evangelischen Profil sichtbaren Ausdruck verleihen.

SANDRA SMAILES

 

21.02.2017


20.02.2017: Angriffslustige Songs

„Paradiesvogel mit bayerischem Idiom“: Deutscher Weltmusikpreis „Ruth“ für den Liedermacher und Kabarettist Georg Ringsgwandl.

Der Liedermacher und Kabarettist Georg Ringsgwandl wird mit dem Deutschen Weltmusikpreis „Ruth“ ausgezeichnet. Der mit insgesamt 11.500 Euro dotierte Preis wird am 8. Juli 2017 im Rahmen von Deutschlands größtem Festival für Roots, Folk und Weltmusik, dem Rudolstadt-Festival, verliehen. Der Preis wird jährlich von MDR Kultur, dem Trägerkreis Creole und dem Rudolstadt-Festival ausgelobt.

Laut Jury besitzt Georg Ringsgwandl „die Fähigkeit, seine Heimat Bayern künstlerisch ganz und gar zu erfassen, ihre Eigenheiten seinen Landsleuten vor Augen zu führen und sie den anderen – den Nichtbayern – verständlich zu machen“. Dafür erhält er den Hauptpreis der „Ruth“ 2017. Bei der „Förder-Ruth“ fiel die Wahl auf Banda Internationale, zu der sich in Dresden Musiker aus Deutschland, Iran, Irak, Syrien und Burkina Faso zusammengetan haben. Mit der „Ehren-Ruth“ würdigen die Juroren das langjährige Engagement des renommierten Musikethnologen Max Peter Baumann. Der Sonderpreis geht an das österreichische Quintett Alma, das lustvoll mit Jazz, Volksmusik und Klassik experimentiert.

Georg Ringsgwandl hat sich vor über 20 Jahren endgültig von seinem Beruf als Kardiologe verabschiedet, um sich ganz der Musik zu widmen. Die schrillen Bühnen-Outfits des in Bad Reichenhall geborenen Künstlers prägten sich schnell ein, aber vor allem mit seinen Texten überzeugte der bayerische Liedermacher Kritiker und Publikum in der ganzen Republik. Das hebt auch die Jury in ihrer Begründung hervor: Zwar sei er mittlerweile milder geworden – schließlich „trinke auch der wildeste Hund irgendwann Kamillentee“ -, doch bequem gemacht habe er es weder sich noch anderen. „Sein Blick bleibt scharf, seine Feder schwarzhumorig, seine Songs angriffslustig und offenbarend. Schließlich gibt es eine ganze Menge zu vermelden über unsere Wohlstandskultur und unser Streben nach immer mehr.“

Der Förderpreis für die Banda Internationale gilt vor allem der Musik, würdigt damit aber auch das politische Engagement: Um das Jahr 2000 gehörte eine Gruppe Dresdener Musiker mit zu den ersten, die in der Stadt couragiert gegen nationalistische Tendenzen und Fremdenfeindlichkeit protestierten. Sie nannte sich Banda Comunale und spielte einen Stilmix aus Osteuropa, Südamerika und Nordafrika. Inzwischen hat sie sich mit Sachsen aus Syrien, Iran, Irak und Burkina Faso zur vielköpfigen Banda Internationale erweitert. Hier wird, so formuliert die Jury, „menschliche Hilfe gelebt und gleichzeitig eine musikalische Vision entwickelt, die den Musikern aus Dresden neue Horizonte und den Musikern aus anderen Kulturen Wertschätzung entgegenbringt und notwendige künstlerische Perspektiven aufzeigt. Über Integration, Identität oder Heimat wird lautstark debattiert. Die Banda Internationale läßt mindestens ebenso lautstark Taten sprechen. Neue Heimat-Musik fürs Volk.“

Die „Ehren-Ruth“ an einen Vertreter der Wissenschaft zu verleihen, war aus Sicht der Jury lange überfällig. Sie entschied sich für den Schweizer Musikethnologen Max Peter Baumann, der in Bamberg, Berlin und Würzburg gelehrt hat. Seit langem befaßt sich der international renommierte Forscher mit der Frage: Wie entwickelt sich (traditionelle) Musik in Zeiten der Globalisierung? „Den Diskurs über damit zusammenhängende Fragen hat er immer wieder belebt und vorangetrieben; damit hat er Kollegen wissenschaftlich herausgefordert und ungezählt viele StudentInnen für ihren späteren Lebensweg geprägt.“ begründet die „Ruth“-Jury ihre Entscheidung.

Die Musiker des österreichischen Quintetts Alma spielen eine Musik, „die alpin und transalpin ist, lyrisch und lebendig, intelligent und unterhaltend. Damit verleihen sie der mitteleuropäischen (Geigen-)Musik einen wunderbaren und frischen Strich.“ Das lobt die Jury an der Band, die den Sonderpreis der „Ruth“ erhält, vier Frauen und ein Mann zwischen Ende 20 und Mitte 30. Alle sind mit der alpenländischen Musiktradition aufgewachsen, aber was sie daraus machen, ist zeitgemäß und kreativ: „Eigene Grundierungen in Jazz, Volksmusik und Klassik werden so zu Ausgangspunkten lustvollen Experimentierens ... In jeder Musiksprache absolut preiswürdig.“

MIRIAM ROSSIUS

 

20.02.2017


20.02.2017: Keinerlei Kompromisse

„Die Landesregierung hätte anders gekonnt. Sie war mit der Klage schlecht beraten“: Der Weimarer Land-Landrat Hans-Helmut Münchberg begründet in einem Interview für die Neue Thüringer Illustrierte seine ablehnende Haltung zur geplanten Gebietsreform im Freistaat.

Hans-Helmut Münchberg, der parteilose Landrat des Kreises Weimarer Land, lehnt eine geplante Gebietsreform im Freistaat weiterhin kategorisch ab. Im Interview für die Ausgabe 1/ 2017 der Neuen Thüringer Illustrierten zeigte sich der erfahrene Kommunalpolitiker zu keinerlei Kompromissen gegenüber der Landesregierung bereit und erklärte seine Position  unmißverständlich: „Entweder Thüringens Landkreise, die im bundesweiten Vergleich im übrigen höchst effizient arbeiten, bleiben was sie sind, werden, wie von Rot-Rot-Grün vor den Wahlen 2014 versprochen, mit genügend Geld ausgestattet und man läßt sie in Ruhe arbeiten, verbessern kann man Bestehendes immer, oder Thüringens Landkreise werden zusammengeklittert, die Verwaltungen werden durcheinandergebracht, bestehende funktionierende Verwaltungen werden zerstört und die ganze Schmiere wird, wie woanders auch, zwischen 300 und 500 Millionen Euro kosten, die Thüringen nicht hat.“

Es gebe keinen Grund, auf eine Landesregierung zuzugehen, die bisher weder plausibel erklären könne, warum sie eine Gebietsreform mache, die vorhandenen Erfahrungen nicht nutze, die bisher keine Inhalte vorlegen könne. „Thüringen zukunftsfest machen“ sei kein Grund, sondern ähnele früheren Losungen zum Tag der Republik, kritisierte Münchberg.

Zur am 10. Januar von der Thüringer Landesregierung beschlossenen Entscheidung, gegen das gegen die Kreisreform gerichtete Volksbegehren zu klagen, sagte der Interviewte: „Die Landesregierung hätte anders gekonnt. Sie war mit der Klage schlecht beraten. Man soll die Regierenden immer an ihren früheren Versprechungen messen. Da sieht es wohl derzeit für Rot-Rot-Grün nicht besonders gut aus. Im übrigen gibt es noch keinen Haushalt, in dem Haushaltsansätze für die Kosten der Gebietsreform stehen. Das heißt, wenn man schon als Schein-Grund die Thüringer Verfassung, Artikel 82, vorbringt und den Haushaltsvorbehalt vorschiebt, dann sollte man sie einmal lesen.“ Dort stehe, Volksbegehren zum Landeshaushalt sind unzulässig, und einen Landeshaushalt dazu gebe es noch nicht. „Der derzeitige Innenminister Dr. Poppenhäger hat Kommentare zur Thüringer Verfassung geschrieben. Das heißt, man könnte sich rechtlich am Kabinettstisch austauschen“, stellte Landrat Münchberg fest.

PI-JS

 

20.02.2017


19.02.2017: „Zeichen für Generationengerechtigkeit setzen“

Junge Union Thüringen fordert ambitioniertere Schuldentilgung von 500 Millionen Euro.

Die Junge Union Thüringen fordert angesichts des Haushaltsüberschusses des Freistaates Thüringen von knapp 600 Millionen Euro und dem Anwachsen der Rücklage des Landes auf knapp eine Milliarde Euro eine deutlich höhere Schuldentilgung von Rot-Rot-Grün ein.

Der Thüringer Junge Union-Vorsitzende Stefan Gruhner erklärte dazu am 17. Februar in Erfurt: „Wir fordern mehr Ehrgeiz und Mut beim Abbau der Schulden Thüringens. Die Zeit ist reif, ein deutliches Zeichen für Generationengerechtigkeit in Thüringen zu setzen. Die Junge Union fordert daher, mindestens 500 Millionen Euro Schulden zu tilgen."

Gruhner verwies darauf, daß eine ambitioniertere Schuldentilgung und Investitionen sich nicht ausschließen würden. „Selbst wenn wir eine halbe Milliarde Euro Schulden tilgen, bleibt noch genug Geld für mehr Lehrer, für mehr Polizisten und für die Kommunen übrig. Es kann nicht sein, daß Rot-Rot-Grün jetzt die Rücklage des Landes voll macht, um in den Wahljahren dann mit teuren Geschenken durchs Land ziehen zu können. Das ist eine durchsichtige Politik zu Lasten der jungen Menschen in Thüringen. Statt für teure Ideologieprojekte wie die Gebietsreform dreistellige Millionenbeträge auszugeben, sollte Rot-Rot-Grün auf Investitionen in bessere Bildung und mehr Sicherheit setzen sowie mit ehrgeiziger Schuldentilgung den Haushalt zukunftsfest machen", sagte der Landtagsabgeordnete.

Als „unverantwortlich" und „nicht nachhaltig" bezeichnete der Chef der Jungen Union in Thüringen die Haushaltspolitik der Landesregierung. „In Zeiten, in denen die Steuereinnahmen sprudeln, muß deutlich mehr Vorsorge für die Zukunft getroffen werden. Die geplante Schuldentilgung von Rot-Rot-Grün ist nicht mehr als ein Feigenblatt, um solide Haushaltspolitik vorzugaukeln. Tatsächlich solide wäre es, in diesen Zeiten deutlich mehr Vorsorge für die Zukunft zu betreiben, indem mehr Schulden getilgt und das Haushaltsvolumen zurückgefahren wird.“ Wenn Regierungschef Bodo  Ramelow (Die Linke) weiter so haushalte wie bisher, werde er sein finanzpolitisches Waterloo erleben, wenn die Zinsen wieder ansteigen und die Steuereinnahmen zurückgehen. „Das finanzpolitische Glück von Rot-Rot-Grün währt nicht ewig“, prophezeite Gruhner und stellte fest: „Heute an morgen denken, statt heute alles verfrühstücken, muß finanzpolitische Leitlinie in Thüringen sein."

PM-JUT

 

19.02.2017


18.02.2017: Erschließungsmaßnahme

Bessere Verkehrsanbindung für das Gewerbegebiet Hospitalstraße in Heiligenstadt: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab 2,6 Millionen Euro Fördermittel.

Der Bürgermeister von Heilbad Heiligenstadt, Thomas Spielmann, kann sich über Landesmittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro freuen. Einen Förderbescheid über diese Summe erhielt er am 17. Februar aus den Händen von Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die Mittel dienen der Verbesserung der Verkehrsanbindung des Gewerbegebiets „Hospitalstraße“. So soll der westlich der Stadt gelegene Standort an den Zubringer zur A38 angebunden werden. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro.

„Das Gewerbegebiet Hospitalstraße ist ein Musterbeispiel dafür, wie der gezielte Umbau ehemaliger Industriestandorte zu modernen Gewerbeflächen die wirtschaftliche Entwicklung einer Region antreiben kann“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Im Heilbad Heiligenstadt sei aus einem ehemaligen Bekleidungswerk heraus ein erfolgreicher Standort für 18 Firmen entstanden. Die Attraktivität des Gewerbegebietes wachse mit dem Zugang zur Autobahn erheblich. Außerdem sei es wichtig, die Anwohner zu entlasten. „Das wollen wir mit der jetzigen neuen Erschließungsmaßnahme erreichen.“ Mehr als 90 Prozent des derzeitigen Verkehrsaufkommens entfalle auf gewerbliche Verkehrsteilnehmer.

Im jetzigen 3. Bauabschnitt plant die Stadt Heilbad Heiligenstadt mit dem vorliegenden Straßenbauentwurf die überregionale Anbindung des Gewerbestandortes Hospitalstraße. So werden auch einige innerstädtische Straßen vom Schwerlastverkehr entlastet. Die konkreten Baumaßnahmen umfassen den Ausbau von Straße und Gehweg, die Errichtung einer Schutzmauer zwischen Straße und Eisenbahnstrecke sowie den Bau einer Fußgängerunterführung. Des weiteren ist ein neuer Regenwasserkanal für die Straßenentwässerung erforderlich. Anfang des Jahres war Baubeginn, abgeschlossen sein sollen die Arbeiten Ende 2019.

MI-TMWWDG 

 

18.02.2017


17.02.2017: Motor Export

Ein Plus von 3,9 Prozent: Mehr Aufträge für die Thüringer Industrie im Jahr 2016.

Ein Auftragsplus registrierten die Thüringer Industriebetriebe im Kalenderjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen im abgelaufenen Kalenderjahr (preisbereinigt) durchschnittlich 3,9 Prozent mehr Aufträge bei den Betrieben ein als im Jahr 2015 (Deutschland: + 1,8 Prozent).

„Als Motor erwies sich dabei vor allem das Exportgeschäft. Demnach gingen 2016 durchschnittlich acht Prozent mehr Bestellungen aus dem Ausland ein als im Jahr zuvor. Die Binnennachfrage stieg um 1,9 Prozent“, resümiert der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Von den umsatzstarken Branchen innerhalb der Thüringer Industrie verzeichneten vor allem die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 7,7 Prozent), die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+ 6,9 Prozent) sowie die Hersteller von Metallerzeugnissen (+ 6,3 Prozent) deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr. Auch die Maschinenbaubetriebe vermeldeten im Jahr 2016 ein Auftragsplus (+ 3,4 Prozent).

PM-TLS

 

17.02.2017


16.02.2017: „Ganz besondere Atmosphäre schaffen“

Dorint-Hotel „Am Goethepark“  erneut von Gästen mit Höchstwertungen belohnt: Führendes Reiseportal „HolidayCheck“ verleiht fünften Award in Folge.

Das größte deutschsprachige Meinungsportal für Reise und Urlaub im Netz hat seine jährlichen Auszeichnungen vergeben. „HolidayCheck“ mit Sitz in der Schweiz ist die wichtigste Bewertungsplattform für Hotels, vor allem da sie ausschließlich von User-Bewertungen lebt und damit gerade in heutigen kritischen Community-Zeiten bei einer hohen Anzahl positiver Bewertungen als sehr verläßlich gilt. Aus diesen Bewertungen setzt sich entsprechend auch der Award zusammen. In der Region Thüringen ist das Dorint-Hotel „Am Goethepark“ Weimar für 2017 nun zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet worden. Wie in den Jahren zuvor müssen die Hotels dabei mindestens 50 Bewertungen im Vorjahr und eine Weiterempfehlungsrate von 90 Prozent erreicht haben. Als weiteres Kriterium sind mindestens 5,0 von sechs Sonnen Voraussetzung und daß kein Verstoß gegen den seiteneigenen Verhaltenskodex vorliegt, um in die engere Auswahl für den HolidayCheck-Award zu kommen.

Aus diesen Häusern werden mit Hilfe des Rankings die zehn beliebtesten Hotels je Region ausgezeichnet. Gerade in Weimar ist die Konkurrenz hart umkämpft und dennoch wurde der Award auch 2017 bereits zum fünften Mal in Folge an das Haus vergeben. Ein Erfolg, den Direktor Stefan Seiler besonders zu schätzen weiß: „Ich danke meinem Team ganz außerordentlich, denn nur durch einen über alle Maßen freundlichen Service lassen sich Gäste zu solch hervorragenden Bewertungen in einem Netzportal bewegen.“ Ausruhen will sich die Hotelbelegschaft auf den Lorbeeren nicht: „Wer in unserer Branche in dieser wunderbaren Stadt bestehen möchte, muß immer wieder eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Dafür will ich mit meinem Team auch 2017 alles tun.“

Das Dorint „Am Goethepark“ Weimar liegt idyllisch im Zentrum der Kulturhauptstadt gegenüber dem Park und dem Goethehaus. Das markante Gebäude ist eine architektonisch einmalige Verbindung zweier klassizistischer Villen mit einem exklusiven Neubau in der Mitte. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel bietet 143 elegante Zimmer und Suiten. Auch das gastronomische Angebot genügt höchsten Ansprüchen, ob im eleganten À-la-carte-Restaurant „Bettina von Arnim“, in der rustikalen Bierstube „Consilium“ oder in der Lobbybar „Belle Epoque“. Zehn Tagungsräume bieten Platz für bis zu 280 Personen. Für wohlige Entspannung sorgt das umfangreiche Angebot des hoteleigenen Wellnessbereiches.

Die Neue Dorint GmbH mit Sitz in Köln betreibt mit der Marke Dorint Hotels und Resorts europaweit 39 Häuser. Rund 3300 Mitarbeiter in Deutschland, in den Niederlanden und in der Schweiz leben herzliche und natürliche Gastlichkeit. Dorint Hotels und Resorts gehört zu den führenden Hotelketten auf dem deutschen Markt.

RENATE SCHMIDT

 

 

Award-Verleihung: Weimarer Dorint-Hoteldirektor Stefan Seiler mit Reservierungsleiterin Jeannette Jakob und Nina Harter (von links) von der HolidayCheck AG.

Fotos (2): DHR-ARCHIV

Markantes Gebäude in idyllischer Lage: Das Dorint „Am Goethepark“ in  Weimar begeistert die Gäste und User von „HolidayCheck“.

 

16.02.2017


16.02.2017: Neuerschließung

Gewerbegebiet „Ober der Brück“ in Bad Salzungen wird erweitert: Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergibt insgesamt 2,3 Millionen Euro Förderung.

Zwei Förderbescheide über insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 16. Februar an die Stadt und den Wasser- und Abwasserzweckverband Bad Salzungen übergeben. Die Mittel fließen in die Erschließung, Erweiterung und Modernisierung des südlich der Stadt gelegenen Gewerbegebiets „Ober der Brück“. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

„Derzeit sind die Gewerbegebiete in Bad Salzungen vollständig belegt, die Erweiterung des Gewerbegebietes ‚Ober der Brück‘ ist daher ein notwendiger Schritt“, sagte Tiefensee. Das Anfang der 90er Jahre erschlossene Gewerbegebiet stoße aber nicht nur in Bezug auf die vermarktbaren Flächen an seine Kapazitätsgrenzen, auch die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung seien veraltet und müßten dringend erneuert und erweitert werden. Der Standort wird deshalb zukünftig an die Abwasserentsorgung in Vacha angebunden; die bestehende Standortkläranlage wird außer Betrieb genommen.

Bei den Investitionskosten handele es sich um gut angelegtes Geld: „Mit der Neuerschließung wollen wir der hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Region zusätzlichen Schwung geben“, sagte Tiefensee. Ziel sei es, durch moderne und großräumige Gewerbeflächen Anreize für Unternehmen zu schaffen, sich im Wartburgkreis anzusiedeln, hier zu wachsen und neue Arbeitsplätze anzubieten.

Als Baubeginn der Erschließung des Gewerbe- und Industriegeländes und der neuen Wasser- und Abwasserversorgung sind der 31. März beziehungsweise der 1. April dieses Jahres vorgesehen; Ende 2018 sollen beide Projekte abgeschlossen sein.

SIEPHAN KRAUSS

 

16.02.2017


15.02.2017: Heimische Produkte

Wo Milch und Honig fließen: Regionale Vielfalt im Thüringer Bauernmarkt Saalfeld neu erleben.

Wer die Vielfalt heimischer Produkte und echte Thüringer Qualität erleben will, der ist im Thüringer Bauernmarkt in Saalfeld an der richtigen Adresse. Ab Februar präsentiert sich der Bauernmarkt mit einem erweiterten Marktkonzept und neuem Angebot: Die Herzgut-Landmolkerei aus Rudolstadt wird im ehemaligen SB-Bereich einen eigenen Marktstand eröffnen. Dazu wurde der frühere Supermarkt-Bereich komplett umgestaltet. Ein wahres Blütenmeer begrüßt den Besucher am Eingang: Saale-Flora hat die Verkaufsfläche deutlich vergrößert. Auch der Imkerverein Saalfeld 1903 bekommt mehr Fläche und wird neben exzellentem Honig aus heimischer Herstellung künftig verstärkt Imkerbedarf anbieten. Eröffnung der neuen Marktstände ist am 16. Februar 2017.

„Der Bauernmarkt in Saalfeld ist einmalig in ganz Thüringen“, sagt Rita Weimann, die als Herzgut-Geschäftsführerin auch Mitgesellschafterin ist. „Mit dem Herzgut-Marktstand präsentieren wir jetzt noch mehr Frische und Genuß aus der Region. Wer möchte, kann seine Milch bei uns künftig selbst zapfen. Auch unsere frische Butter vom Strang und unseren beliebten Frozen-Joghurt bieten wir an. Mit den Verkaufsschlagern aus unserem Molkereiladen möchten wir für unsere Kunden ein besonders genußvolles Einkaufserlebnis schaffen.“

Die Herzgut-Landmolkerei ist neben drei landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region Mitbegründerin des Thüringer Bauernmarkts, der 1997 ins Leben gerufen wurde. Zu den vier Gesellschaftern zählen außerdem die Agrargenossenschaft Königsee, die Agrar-GmbH Saalfelder Höhe und die Landwirtschaftliche Erzeugergesellschaft Dittrichshütte. Mit der Erweiterung des Angebots wollen die vier Eigentümer das Konzept eines überdachten Marktes für regionale Erzeuger und Produkte weiter ausbauen, um die Einzigartigkeit des Thüringer Bauernmarkts zu stärken und regionale Unternehmen noch besser zu unterstützen.

Frische und Genuß läßt sich im Bauernmarkt auf vielfältige Weise erleben. Zum ständigen Angebot gehören herzhafte Fleisch- und Wurstwaren der Landfleischereien Kleingeschwenda und Dörnfeld, frische Fische und Fischerzeugnisse am markteigenen Fischstand und Backwaren der Stadtmühlenbäckerei Bielert. Wie zu Großmutters Zeiten gibt es Sauerkraut vom Faß und frische Brühgurken, frische Forellen aus dem Schwarzatal und lebende Karpfen. Mehrmals pro Woche präsentieren wechselnde regionale Erzeuger ihre Produkte. So will die Interessengemeinschaft Streuobst Saalfeld-Rudolstadt künftig immer freitags neben frischen Äpfeln auch Saft, Wein und Marmelade aus eigener Herstellung anbieten; an speziellen Aktionstagen wird Most hergestellt. Eine Attraktion sind stets die handgefertigten Korberzeugnisse der Korbmacherei Birkfeld, die jeden Freitag im Bauernmarkt zu bewundern und zu erwerben sind.

Während die regionalen Erzeuger für vielfältige Gaumenfreuden sorgen, präsentiert die bekannte und beliebte Saale-Flora ein Fest fürs Auge: Eine üppige, farbenfrohe Vielfalt aus Schnittblumen, Topfpflanzen und attraktivem Zubehör erfreut Herz und Sinne. Saale-Flora bietet außerdem Trauerfloristik mit Lieferservice an und natürlich die Zustellung via Fleurop – für bunte Blumengrüße an die Liebsten in aller Welt.

Zu einem genußvollen Einkauf gehört natürlich auch ein gemütlicher Platz zum Sitzen. Den findet man wie eh und je in der Bauernschänke: Hier gibt es neben einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und einer guten Tasse Kaffee auch ein schmackhaftes Mittagsangebot. Da läßt es sich plaudern und schnabulieren, und zum Einkaufen ist danach immer noch Zeit.

„Mit dem Thüringer Bauernmarkt in Saalfeld haben wir für regionale Direktvermarkter die Möglichkeit geschaffen, ihre Produkte in einem attraktiven Umfeld zu präsentieren. Das lockt Kunden an und schafft neue Absatzmöglichkeiten“, unterstreicht Sascha Meinhardt von der Agrar-GmbH Saalfelder Höhe. „Damit stärken wir die regionale Wertschöpfungskette und unterstützen die vielen kleinen Erzeugerbetriebe in unserer Heimat, die wirklich tolle Qualität produzieren.“

EVA DIX

 

15.02.2017


14.02.2017: Neue Aufgabe

Erfahrener „Kapitän“ übernimmt das Steuer: Gabor Kuhles wird zum 1. März 2017 neuer Direktor der Universitätsbibliothek Erfurt.

Führungswechsel: Gabor Kuhles wird zum 1. März 2017 neuer Direktor der Universitätsbibliothek Erfurt. Der 52jährige gebürtige Weimarer war bislang 1. Stellvertretender Bibliotheksdirektor der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) und tritt nun die Nachfolge von Dr. Eckhart Gerstner an, der Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Mit Kuhles übernimmt ein erfahrener „Kapitän“ das Steuer: Von 2007 bis 2011 war er als Referent im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur tätig, wo er am Thüringer Bibliotheksgesetz, dem Thüringer Pressegesetz sowie am Kulturkonzept des Freistaats mitwirkte und landesseitig das Projektmanagement für Förderprojekte der Kulturgutdigitalisierung übernahm. Darüber hinaus begleitete Gabor Kuhles die hochschulpolitischen Überlegungen zur Bibliotheksentwicklung in Thüringen in Arbeitsgruppen der Landesrektorenkonferenz und der Landesregierung.

„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und weiß um die Herausforderungen, die mich erwarten“, sagt der studierte Germanist und Bibliothekswissenschaftler. „Wir werden gemeinsam die Frage beantworten müssen, wie sich die Bibliothek angesichts hochdynamischer Veränderungen in der Wissenschaftslandschaft und eines noch radikaleren Paradigmenwechsels des digitalen Wandels erfolgreich weiterentwickeln kann. Eine Bibliothek wie die der Uni Erfurt mit ihrem besonderen Fächerspektrum kann hier viel bewirken. Eine der Herausforderungen für die Zukunft besteht darin, Lösungen zu entwickeln, um die Transformation in eine zunehmend digital geprägte Welt für die Universität erfolgreich mitgestalten zu können. Die Bibliothek sollte sich vor diesem Hintergrund zum Anbieter digitaler Werkzeuge entwickeln – zum Beispiel mit Beratungsangeboten und Unterstützung für das wissenschaftliche Publizieren und die Förderung einer Open-Access-Kultur. Aber sie sollte ihre Quellen und Sammlungen durch eine zeitgemäße Erschließung, Digitalisierung und Aufbereitung auch ‚zum Sprechen bringen‘, das heißt: geisteswissenschaftliche Editions- und Publikationsvorhaben befördern und Kontexte eröffnen. Als Direktor möchte ich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Räume für Kreativitätstechniken schaffen, damit unser Haus ‚Labor und Werkstatt‘ für geistes- und sozialwissenschaftliches Lehren und Lernen sein kann.“

Die Universitätsbibliothek Erfurt wird im Rahmen der überregionalen und lokalen Kooperationen ein wichtiger Partner der Hochschulen und ihrer Bibliotheken sein, ist sich Gabor Kuhles sicher. „Daß die Uni Erfurt bei der Umsetzung des Kooperationsverbunds Thüringer Hochschulbibliotheken hier mit der ThULB einen starken Partner zur Seite hat, sollte uns zuversichtlich stimmen, neben den lokalen auch die übergreifenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die ThULB ist – gerade in puncto Infrastrukturen und innovative Transferlösungen – ein wertvoller Servicepartner, ohne den es nicht gehen wird. Aber auch die Unibibliothek Erfurt wird dem Kooperationsverbund als größere Bibliothek einiges zurückgeben, proaktiv wirken und positiv gestalten können.“

CARMEN VOIGT

 

14.02.2017


14.02.2017: „Längst überfällige Debatte“

Dauerhafte Beteiligung des Bundes an Hochschulfinanzierung notwendig: Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) begrüßt Vorschlag für einen „Zukunftsvertrag für Wissenschaft und Forschung“.

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat ein am 14. Februar von mehreren sozialdemokratischen Wissenschaftspolitikern vorgelegtes Papier zur Zukunft der Hochschulfinanzierung begrüßt. Der „Zukunftsvertrag für Wissenschaft und Forschung“ schlägt vor allem eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Wissenschaftsausgaben bis 2030 vor.

„Eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Hochschulfinanzierung ist überfällig und im Interesse der Planungs- und Investitionssicherheit der Hochschulen dringend notwendig“, sagte Tiefensee. Es sei höchste Zeit, neben der Förderung der Spitzenforschung jetzt endlich auch für eine stabile Finanzierung von Lehre und Nachwuchsförderung in der gesamten Breite der deutschen Hochschullandschaft zu sorgen. „Bislang ist die Hochschulfinanzierung weitgehend Ländersache – künftig muß auch der Bund stärker mit ins Boot“, sagte Tiefensee. „Für diese längst überfällige Debatte gibt das Papier einen weiteren wichtigen Impuls.“

Das Thüringer Wissenschaftsministerium hatte bereits im vergangenen Jahr mit seinem Zehn-Punkte-Papier einen Vorschlag für einen „Neuen Hochschulpakt“ zwischen Bund und Ländern vorgelegt. Ähnlich dem am 14. Februar 2017 vorgestellten „Zukunftsvertrag“ plädiert Wissenschaftsminister Tiefensee darin für mehr Investitionen in die Qualität der Lehre und die Verbesserung der Studienbedingungen, eine bessere Nachwuchsförderung und zusätzliche Mittel für den Aufbau leistungsfähiger IT-Infrastrukturen und die Einrichtung digitaler Lehr- und Forschungsplattformen an den Hochschulen. Beide Papiere geben den zusätzlich vom Bund abzudeckenden Finanzierungsbedarf mit gut vier Milliarden Euro jährlich an.

Das Thüringer Papier geht allerdings über den jetzt vorgelegten Vorschlag insofern hinaus, als es zusätzlich auch eine verläßliche Finanzierung für den wichtigen Bereich des Hochschulbaus einfordert. Nach Erhebungen der Kultusministerkonferenz vom Frühjahr 2016 besteht gerade in diesem Bereich eine erhebliche Finanzierungslücke von rund acht Milliarden Euro, die ohne finanzielles Engagement des Bundes nicht zu schließen sein wird. Thüringen schlägt daher eine dauerhafte Beteiligung des Bundes beispielsweise an Bau und Ausstattung von Lehr- und Forschungsgebäuden mit jährlich 1,6 Milliarden Euro vor.

Es sei höchste Zeit für eine Neuordnung der Hochschulfinanzierung zwischen Bund und Ländern, betonte Wissenschaftsminister Tiefensee: „Wir plädieren für einen ‚neuen Hochschulpakt‘, bei dem der Bund dauerhaft in die Finanzierung der Wissenschaftsausgaben einsteigt“, so der Minister. Dabei dürfe keine Zeit verloren werden: Im Jahr 2019 liefen die Entflechtungsmittel für den Hochschulbau, spätestens 2023 der aktuelle Hochschulpakt für Forschung und Lehre aus. „Der Einstieg des Bundes in die Hochschulfinanzierung muß bis Ende 2017 vorbereitet sein, damit Bund und Länder ihn 2018 unterzeichnen können.“

STEPHAN KRAUSS

 

Zur Zukunft der Hochschulfinanzierung in Deutschland

Kurzfassung des Thüringer Zehn-Punkte-Papiers zur Hochschulfinanzierung

1. Der Hochschulpakt 2020 von Bund und Ländern ist ein großer Erfolg – sein Ende in 2023 keine Option.

Der Hochschulpakt hat einer stark gestiegenen Zahl Studieninteressierter ein erfolgreiches Studium ermöglicht. Heute nimmt rund die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland ein Studium auf: in 2016 sind das über eine halbe Millionen Studienanfänger. Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist damit seit 2007 von 1,9 Millionen auf 2,7 Millionen kontinuierlich gestiegen. Trotz leicht sinkender Prognosen werden im Jahr 2025 mit 456.000 immer noch 100.000 Studienanfänger mehr als im Jahr 2007 (Beginn des Hochschulpaktes) erwartet. Der Hochschulpakt ist damit ein großer Erfolg, sein Auslaufen im Jahr 2023 keine Option.

2. Deutschland bildet heute einen gemeinsamen Hochschulraum, der auch Studierende aus dem Ausland anzieht.

Studierende sind heute heterogener und mobiler. Das zeigt das Beispiel Thüringen: Der Anteil „auswärtiger“ Studierenden betrug vor zehn Jahren 40 Prozent, im letzten Wintersemester waren es fast zwei Drittel (64,5 Porzent) der Studierenden. Mittlerweile kommen mit 37,4 Prozent mehr Studierende aus den alten Bundesländern als aus Thüringen (35,5 Prozent). Auch die Zahl der Studienanfänger aus dem Ausland hat sich seit 2005 von 12 auf 23 Prozent fast verdoppelt. Das Thüringer Beispiel zeigt, Hochschulen sind heute nicht mehr nur für die „Landeskinder“ attraktiv.

3. Hochschulfinanzierung ist immer noch weitestgehend Ländersache.

Im Jahr 2014 stellten die Länder 23,1 Milliarden Euro Grundmittel für die Hochschulen zur Verfügung1. Auch der Bund leistet mit fünf Milliarden Euro – und damit ein Sechstel des Finanzvolumens – einen wichtigen Beitrag. Die Hochschulfinanzierung ist eine gemeinsame Aufgabe der Länder und des Bundes. Sie bedarf auch in Zukunft eines substantiellen, nicht nur befristeten Beitrags des Bundes. Die neue Fassung des Artikels 91b des Grundgesetzes eröffnet genau diese Möglichkeit: Vereinbarungen in Fällen überregionaler Bedeutung bei der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre auf unbestimmte Zeit abzuschließen.

4. Hochschulen brauchen Planungssicherheit und stabile Finanzausstattungen.

Viele Länder unternehmen erhebliche finanzielle Anstrengungen und haben die Hochschulfinanzierung in langfristigen Vereinbarungen mit ihren Hochschulen gesichert. Sie folgen damit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 2013. Baden-Württemberg steigert mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag „Perspektive 2020“ die Grundmittel um drei Prozent und stellt weitere zusätzliche Mittel zur Verfügung. Der Hessische Hochschulpakt sichert den Hochschulen bis 2020 einen Inflationsausgleich plus einen Zuwachs von einem Prozent. In Thüringen steigen die Mittel für die Hochschulen bis 2019 jährlich um vier Prozent. Jetzt ist auch der Bund am Zug: Gemeinsam mit den Ländern muß die Finanzierung der Lehre im Hochschulpakt 2020 verstetigt und eine Perspektive für den Hochschulbau und wissen-schaftliche Infrastruktur (nach Auslaufen der Entflechtungsmittel 2019) geschaffen werden.

5. Es braucht einen neuen umfassenden Hochschulfinanzierungsvertrag von Bund und Ländern

Dieser muß die drei Kernbereiche Lehre, Forschung und wissenschaftliche Infrastruktur umfassen. Der Bund muß mit vier Milliarden Euro jährlich in eine dauerhafte Finanzierung der Hochschulen einsteigen. Wir dürfen keine Zeit verlieren: Der Vertrag sollte bis Ende 2017 vorbereitet sein, um ihn Anfang 2018 von der neuen Bundesregierung und den Ländern unterzeichnen zu können.

6. Die Finanzierung der Lehre im Rahmen des Hochschulfinanzierungsvertrages sollte sich zukünftig auf Studierende in der Regelstudienzeit beziehen.

Der Bund sollte jährlich einen festen Betrag von 1000 Euro je Studierenden in der Regelstudienzeit zur Verfügung stellen. Gemessen am durchschnittlichen jährlichen Aufwand von 10.000 Euro pro Studierenden entspricht dieser Beitrag einem Anteil von zehn Prozent. Die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit wird in der Hochschulstatistik bundesweit erfaßt. Eine Pauschalfinanzierung je Studierenden ist einfacher und transparenter als das bisherige prognosebasierte System mit nachgelagerten Ausgleichs- und Rückzahlungen. Die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit ist geringeren temporären Schwankungen unterworfen. So werden auch Master-Studierende gefördert, Fehlanreize durch eine Fixierung auf Studienanfänger vermieden sowie Hochschulwechsler bei der „aufnehmenden“ Hochschule berücksichtigt. Der jährliche Aufwand für den Bund würde etwa 1,8 Miliarden Euro betragen. Die Mittel sollten insbesondere für Maßnahmen der Qualitätssicherung verwendet werden, um Studienabbrüche zu vermeiden.

7. Forschung und Lehre bedürfen leistungsfähiger Infrastrukturen.

Im Frühjahr 2016 hat die KMK den Bericht „Solide Bauten für leistungsfähige Hochschulen – Wege zum Abbau des Sanierungs- und Modernisierungsstaus im Hochschulbereich“ vorgelegt. Die darin enthaltenen Vorschläge sind eine geeignete Basis, um auch in Zukunft eine moderne Gebäudeinfrastruktur für die Hochschulen zu sichern. Ihre Umsetzung wird ohne ein finanzielles Engagement des Bundes nicht möglich sein, um die Finanzierungslücke von acht Milliarden Euro bis 2025 zu schließen. Daher ist es notwendig, daß der Bund nach Auslaufen der Entflechtungsmittel jährlich 1,6 Milliarden Euro für den Hochschulbau und Investitionen in leistungsfähige IT-Infrastrukturen zur Verfügung stellt. Die Verteilung der Mittel sollte zweckgebunden nach einem einfachen Schlüssel erfolgen.

8. Die Digitalisierung der Wissensbestände, ihrer Zugänge und Vermittlungsformen stellen die Hochschulen vor große Herausforderungen.

Der Hochschulfinanzierungsvertrag sollte vorsehen, daß sowohl ein Teil der Mittel für die Lehre aber vor allem für Infrastrukturmittel zweckgebunden zur Verfügung gestellt werden. Jährliche zusätzliche Investitionsmittel von 400 Millionen Euro für den Aufbau leistungsfähiger digitaler Lehr- und Forschungsplattformen können die Hochschulen fit für die Zukunft machen.

9. Die wettbewerbliche Förderung der Forschung durch die DFG ist das wichtigste Instrument der Forschungsfinanzierung in Deutschland.

Die Bewilligungssumme von 2,7 Milliarden Euro für knapp 30.000 Projekte im Jahr 2014 übersteigt die Förderung aus der Exzellenzinitiative um ein Vielfaches. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Förderung ist seit 2007 die Programmpauschale für indirekte, zusätzliche und variable Projektausgaben. Sie beträgt gegenwärtig 22 Prozent, von denen 20 Prozent der Bund trägt, im Jahr 2016 sind das knapp 400 Millionen Euro. Die Hochschulen fordern schon lange eine bedarfsgerechte Erhöhung auf 30 Prozent. Diese Steigerung sollte der Bund übernehmen und ab 2021 insgesamt 600 Millionen Euro für die Pauschalen zur Verfügung stellen.

10. Der Hochschulfinanzierungsvertrag sollte unbefristet abgeschlossen und regelmäßig den aktuellen Bedürfnissen angepasßt werden.

Der Hochschulfinanzierungsvertrag sollte auf unbestimmte Zeit geschlossen werden und eine Kündigung frühestens 2030 möglich sein, um die Vorteile des 91b GG-Änderung zu nutzen. Alle fünf Jahre sollten die drei Förderlinien (Lehre, Programmpauschalen für die Forschung, Infrastruktur) durch den Wissenschaftsrat evaluiert und bei Bedarf nachjustiert werden.

 

14.02.2017


14.02.2017: Regionales Profil

20 Jahre Geschichte vor Ort: Der Sutton-Verlag feiert sein Jubiläum.

Spannende Regionalgeschichte und faszinierende Bücher zu Technik und Verkehr – dafür steht der Sutton-Verlag. 2017 feiert der Verlag aus Erfurt sein 20jähriges Bestehen. Im Mai 1997 veröffentlichte der Spezialist für Regional- und Verkehrsgeschichte seinen ersten Titel, einen historischen Bildband über die alte Bergbauregion Schaumburg. Schon im ersten Jahr erschienen 22 Bildbände, die teilweise bis heute nachgefragt werden. 20 Jahre Verlagstätigkeit sind für Sutton, seit 2014 Teil des Verlagshauses GeraNova Bruckmann, ein Anlaß, zurückzublicken auf über 2500 Titel, in denen sich alle Facetten der Geschichte der deutschen Kommunen und Regionen zwischen Harrislee und Bad Reichenhall, Aachen und Görlitz widerspiegeln. Mit aktuell 1500 lieferbaren Titeln hat sich der Erfurter Verlag in den vergangenen 20 Jahren eine führende Stellung im Bereich der Regionalgeschichte erarbeitet und behauptet.

„Je globaler wir denken und leben, desto wichtiger wird es, zu wissen, woher wir kommen“, betont Vertriebsleiter Andreas Ströbel, der sich mit seinem Erfurter Team schon auf die nächsten 20 Jahre freut. „Mit unserem regional- und verkehrsgeschichtlichen Profil sind wir hervorragend aufgestellt und wollen den Lesern auch in Zukunft viel Freude beim Erinnern und Wiederentdecken ihrer Heimat bereiten.“

20 Jahre Sutton sind natürlich auch ein Anlaß zum Feiern: Während der Leipziger Buchmesse lädt der Verlag am 23. März 2017 langjährige Partner und Kollegen zu einem Empfang am Messestand ein. Mit seinen Autoren plant der Verlag im Mai ein Gartenfest und die Partner im Buchhandel dürfen sich im Herbst auf attraktive Sonderaktionen freuen.

BARBARA  HOFFMANN-CARLS

 

14.02.2017


13.02.2017: Förderung

Barmer unterstützt Schulprojekt „Verrückt? Na und!“.

Die Initiative „Verrückt? Na und!“ erhält von der Barmer in diesem Jahr eine Förderung über 10.000 Euro. Das Projekt sensibilisiert Schüler und Lehrer in Thüringen für psychische Erkrankungen und knüpft Netzwerke mit lokalen Hilfsangeboten. „Wir dürfen Schüler und Lehrer nicht allein lassen, wenn es zu einer seelischen Krise kommt. Schon im Vorfeld sollten alle Schulen wissen, an wen sie sich wenden können und was mögliche Alarmsignale sind. Das Projekt ,Verrückt? Na und!‘ bietet genau diese Hilfe, ist niedrigschwellig und wird schon seit Jahren erfolgreich in Thüringen umgesetzt“, begründet Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen, die Unterstützung.

„Verrückt? Na und!“ wird von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e. V. (Agethur) mit Unterstützung des Landes koordiniert, um es perspektivisch allen Schulen in Thüringen anbieten zu können. Dazu gehören Fortbildungen, gemeinsamer Austausch und die Bildung von Regionalgruppen. Diese Gruppen dienen als flächendeckendes Netzwerk zwischen Schulen und lokalen Hilfsangeboten, darunter Vereine, Kliniken, Gesundheitsämter und Beratungseinrichtungen. „Leider holen sich die meisten Schulen erst nach einem akuten psychischen Notfall, etwa einem Suizidversuch, Hilfe von außen. Wir wollen das Thema seelische Gesundheit jedoch nachhaltig an den Schulen und in den Kommunen verankern und einen Beitrag zur Prävention psychischer Erkrankungen leisten“, erklärt Dr. Victoria Obbarius, Arbeitsbereichsleiterin Psychische Gesundheit der Agethur. Sieben regionale Netzwerke bestehen bereits und können von den Schulen genutzt werden: im Altenburger Land, Saale-Holzland-Kreis, Jena, Erfurt, Nordhausen, im Wartburgkreis und Hildburghausen. Weitere sollen folgen. Das Projekt wurde vom Leipziger Verein „Irrsinnig Menschlich“ entwickelt.

PM-RB

 

13.02.2017


13.02.2017: „Sehnsucht nach mehr Waldwildnis“

Ein „Urwald“ vor den Toren der Stadt Sondershausen: Über 1500 Menschen haben bisher eine entsprechende Petition von vier Naturschutzorganisationen und der Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ unterschrieben.

Mehr als 1500 Menschen haben die Petition „Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“ auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtages zur Halbzeit unterzeichnet.

„Die großartige Unterstützung bringt die Sehnsucht der Menschen nach mehr Waldwildnis zum Ausdruck. Wir freuen uns, daß Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland der Region Sondershausen mit ihrer Stimme den Rücken stärken, damit dort ein ‚Urwald‘ vor den Toren der Stadt entstehen kann“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des „Bund“ Thüringen.

Die Initiatoren der Petition, die vier Naturschutzorganisationen Bund, Nabu, WWF und ZGF sowie die Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ fordern die Landesregierung auf, in Anlehnung an den Koalitionsvertrag fünf Prozent des Thüringer Waldes noch in dieser Legislaturperiode aus der Nutzung zu nehmen. Laut der Verbände spiegelt sich in der großen Unterstützung das Bedürfnis der Menschen wieder, unberührte Wälder vor ihrer Haustür zu entdecken. Nach Angaben der Verbände sind Wälder wertvolle „Schatzkammern der Artenvielfalt“, die auch in Zukunft geschützt werden müssen.

„Für uns stehen Waldwildnis und Forstwirtschaft nicht im Widerspruch“, so Martin Schmidt, stellvertretender Landesvorsitzender des Nabu Thüringen. „Aber wir fordern angemessen Räume für beide Nutzungsvarianten.“

Die Verbände wollen mit ihrer Petition ein deutliches Zeichen für mehr Waldwildnis, nicht nur in Thüringen, setzen und fordern gerade deshalb alle Bürger dazu auf, die Petition weiter zu unterstützen. (nti-online.net berichtete bereits am 14.01.2017 in der Nachrichtenspalte „Thüringen aktuell – News“).

Die Petition kann noch bis Ende Februar unterzeichnet werden.

PM-SH

 

13.02.2017


12.02.2017: Ehre für aufstrebendes Talent

Der Thüringer Jannes Fittje ist Nachwuchs-Motorsportler des Jahres 2016: ADAC Hessen-Thüringen e.V. zeichnete Youngster aus.

Eine große Ehre wurde Jannes Fittje am 11. Februar zuteil. Im Rahmen der Sportgala des ADAC Hessen-Thüringen e.V. wurde er als Nachwuchs-Motorsportler des Jahres 2016 geehrt und reiht sich damit in eine Reihe hochkarätiger Namen ein.

Trotz Winterpause erlebt Jannes Fittje aufregende Wochen. Auf der Kartmesse in Offenbach am Main stellte der junge Thüringer sein Rennprogramm für die Saison 2017 vor. Jannes steigt in die „European F3 Open“ auf und startet dort für das britische Team „Fortec Motorsport“.

Damit aber noch nicht genug: Am 11. Februar folgte er gemeinsam mit 600 weiteren Gästen einer Einladung des ADAC Hessen-Thüringen e.V. zur Sportgala 2016 in der Esperanto-Kongreß-Halle in Fulda. „Auf die Sportgala freue ich mich in jedem Jahr. Der ADAC Hessen-Thüringen begleitet mich schon seit dem Kartsport und ist ein wichtiger Partner“, freute sich der 17jährige.

Der Abend nahm für Jannes aber einen unerwarteten Verlauf. Neben der Würdigung für seine Leistungen im abgelaufenen Jahr, wurde er als Nachwuchs-Motorsportler des Jahres 2016 ausgezeichnet – eine große Ehre für das aufstrebende Nachwuchstalent: „Ich muß diese Auszeichnung erst noch realisieren. Es macht mich wirklich stolz, daß der ADAC Hessen-Thüringen mich ausgewählt hat. Vor allem, weil die vergangene Saison nicht ganz so verlief wie erhofft. Einen großen Dank möchte ich meinen Partnern und Sponsoren aussprechen, ohne deren Engagement, Einsatz und Leidenschaft würde ich hier heute nicht stehen“, strahlte der Langenhainer auf der Bühne.

Bereits vor wenigen Tagen begann für Jannes das Abenteuer Formel 3. In England paßte er bei seinem Team seinen Sitz an und steigt dann in den kommenden Wochen zu den ersten Testfahrten in Barcelona in seinen Rennboliden. „Es geht endlich los. Nach dem Saisonende hatte ich zwar schon einige Testfahrten, jetzt, wo das Programm feststeht, ist es aber noch einmal ein anderes Gefühl“, sagte der Förderpilot aus der ADAC-Stiftung Sport.

Die Neue Thüringer Illustrierte berichtete über Jannes Fittjes Höhepunkte der Saison in der Druckausgabe 2/2016 sowie auf der Startseite und zuletzt am 30.11.2016 in der Nachrichtenspalte „Thüringen aktuell – News“ des Onlineportals nti-online.net.

PM-FM

Ausgezeichnet: Jannes Fittje ist Nachwuchs-Motorsportler des Jahres 2016 des ADAC Hessen-Thüringen e.V.

Foto: FM-ARCHIV

 

12.02.2017


11.02.2017: „Das ist eine gute Basis“

Attraktives Prämiensystem motiviert Mitarbeiter der TMP Fenster + Türen GmbH aus Bad Langensalza.

„1000 Euro Prämie am Jahresende für jeden Mitarbeiter.“ So lautet das anspruchsvolle Ziel, welches Bernhard Helbing, geschäftsführender Gesellschafter der TMP Fenster + Türen GmbH aus Bad Langensalza während der Jahresabschlußfeier im Januar bekanntgab. Bereits in den vergangenen Jahren hätte es Steigerungen in der Produktivität und im Umsatz gegeben. „Das ist eine gute Basis. Wenn wir dies 2017 fortsetzen, garantiere ich, daß alle an diesem Erfolg beteiligt werden“, begründete Helbing seine Entscheidung, die mit nicht gerade geringen Kosten verbunden sei. Immerhin würden davon fast 300 TMP-Mitarbeiter profitieren.

Jeder Bereich arbeite jetzt konzentriert an diesem Ziel. Die Umsetzung und Kontrolle seien dabei unterschiedlich. Etwas Besonderes hat sich der Versand einfallen lassen. Dort ist die „Reklamationsquote“ eins der wichtigsten Kriterien. „Wir haben uns vorgenommen, die Anzahl der Reklamationsaufträge, bezogen auf die gelieferten Elementen an neun Monaten im Jahr unter drei Prozent zu halten“, erläuterte Bereichsleiter Ralf Offhauß die anspruchsvolle Aufgabe. Um dies optisch auch immer im Blick zu haben, wurden gut sichtbar zwei Tafeln angebracht, welche die Reklamationsquote monats- und wochenweise anzeigen. So kenne jeder Mitarbeiter den aktuellen Stand. Welcher derzeit mit 1,8 Prozent für die 1. Februarwoche außergewöhnlich gut sei, freut sich Offhauß.

Die Anzeige der Tafeln zeige immer mehr positive Wirkungen. Die Kollegen würden noch mehr darauf achten, daß alles ordentlich verpackt und vollständig ist. Denn defekte Glasscheiben, fehlendes Zubehör und allgemeine Transportschäden seien die häufigsten Reklamationsgründe. Zur Auswertung der jeweils vergangenen Woche habe man jeden Montag um 14.00 Uhr eine Runde mit allen Mitarbeiter organisiert, wo Fehlervermeidung und Verbesserungsmöglichkeiten besprochen werden. Damit auch die abwesenden Kraftfahrer mit eingebunden sind, würde alles als Video aufgezeichnet und per WhatsApp verschickt.

Das Prämiensystem bei TMP sei gut und biete viele Anreize, sich Gedanken zu machen, findet auch Mitarbeiterin Simone Lohfing. So würden Vorschläge, die zu berechenbaren Einsparungen führen, mit einer Auszahlung von zehn Prozent des Wertes belohnt, der in einem Jahr erreicht wird. Auch kleine Ideen, die aber oft viel helfen, würden belohnt. Hier gebe es beispielsweise Tankgutscheine als Anerkennung.

MICHAEL SCHLUTTER

Erfolgreiche 1. Februarwoche: Die TMP-Mitarbeiter Simone Lohfing und Bodo Grube freuen sich zusammen mit Bereichsleiter Ralf Offhauß (rechts) .

Foto: MICHAEL SCHLUTTER

 

11.02.2017


10.02.2017: Nichtteilnahme

Thüringens Junge Union kritisiert „Arbeitsverweigerung“ Ramelows bei Ministerpräsidentenkonferenz als inakzeptabel.

Die Junge Union Thüringen wirft Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) Arbeitsverweigerung und Isolation Thüringens im Bund vor. Grund hierfür ist die komplette Abwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten und der Landesregierung bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 9. Februar gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik in Berlin.

Der JU-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner sagte dazu am 10. Februar in Erfurt: „Es ist absolut inakzeptabel, daß weder der Ministerpräsident noch ein anderer Vertreter der Thüringer Landesregierung an der Ministerpräsidentenkonferenz zum wichtigen Thema Asylpolitik teilgenommen hat. Mit dieser Arbeitsverweigerung, die unserem Freistaat weiter im Bund isoliert, schadet Herr Ramelow massiv den Interessen unseres Landes. Es ist die Pflicht der Landesregierung, an den gemeinsamen Beratungen des Bundes und der anderen Länder teilzunehmen.“ Die Nichtteilnahme Thüringens sei ein Novum in der bundesdeutschen Politik. Damit verabschiede sich Thüringen ein Stück weit aus der Solidargemeinschaft der Länder mit dem Bund. „Man kann nicht erwarten“, so Gruhner, „daß Thüringen, im Rahmen von Polizeieinsätzen oder beim Länderfinanzausgleich, Hilfe der anderen Länder erhält, aber bei gemeinsam Beratungen die Mitarbeit verweigert.“

Der JU-Landesvorsitzende kritisiert, daß der Ministerpräsident statt an der Konferenz teilzunehmen, seinem „Privatvergnügen“, der Schlichtung bei der Deutschen Bahn, nachgekommen sei. „Es kann nicht sein, daß der Ministerpräsident die Schlichtung bei der Bahn seinen originären Amtsgeschäften und Pflichten als Chef der Landesregierung vorzieht. Herr Ramelow kann seinem ,Privatvergnügen‘ gerne nachkommen, aber nicht zu Lasten der Regierungs- und Amtsgeschäfte. Wenn die Schlichtung bei der Bahn dazu führt, daß die Interessen des Freistaates Thüringen nicht mehr wahrgenommen werden können, dann muß der Herr Ramelow diesen Nebenjob wieder aufgeben“, forderte Gruhner.

„Es ist bemerkenswert, daß sich die SPD in Thüringen von den Linken und Herrn Ramelow, mit dem Nasenring durch die Manege ziehen läßt und innerhalb der rot-rot-grünen Koalition keinerlei konstruktiven Gestaltungsanspruch bei wichtigen gesellschaftlichen Fragen zu haben scheint. Andere Landesregierungen mit Beteiligung der SPD arbeiten aktiv bei der Flüchtlingspolitik mit, während man hier in Thüringen wohl eher das an vielen Stellen erodierende Projekt Rot-Rot-Grün nicht gefährden möchte“, wunderte sich Gruhner.

Die Junge Union Thüringen begrüßte den 15-Punkte-Plan des Bundes und der Länder zur konsequenten Rückkehrpolitik von ausreisepflichtigen Ausländern und forderte eine zügige Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen auch in Thüringen.

PM-JUT

 

10.02.2017


10.02.2017: „Wir wollen Ideen zügig zu Produkten machen“

Thüringer Wirtschaftsministerium stellt 25 Millionen Euro für gemeinsame Kooperationsprojekte von Firmen und Forschungsinstituten bereit: Wettbewerbsaufruf läuft noch bis Ende Februar.

Thüringen will die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen intensivieren: Zu diesem Zweck schreibt das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium in diesem Jahr im Rahmen eines Wettbewerbsaufrufs insgesamt 25 Millionen Euro für gemeinsame Forschungsprojekte aus – 6,5 Millionen Euro mehr als 2016. Durch Veränderungen im Antragsverfahren soll der wirtschaftliche Effekt der Förderung weiter erhöht werden.

So wird das Bewertungskriterium „Verwertungspotential/Marktfähigkeit“ zukünftig deutlich höher bewertet. Zudem wird eine finanzielle Mindestbeteiligung der beteiligten Unternehmen am Verbundprojekt vorausgesetzt. Neu ist außerdem die Fördervoraussetzung, daß alle am FuE-Verbund beteiligten Unternehmen voneinander unabhängig sein müssen.

„Der Erfolg Thüringens als Wirtschaftsstandort hängt davon ab, wie schnell wir Forschungsergebnisse in Form neuer Produkte und Technologien ‚auf die Straße bringen‘ können“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Unser Ziel sind kurze Wege von der Forschung zur Fertigung.“ Der Freistaat setze daher gezielt Anreize, um Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu stärken. Der Anfang 2017 gestartete Wettbewerbsaufruf läuft noch bis zum 24. Februar, bis dahin können Förderanträge bei der Thüringer Aufbaubank eingereicht werden.

Insgesamt unterstützt das Land seine Forschungseinrichtungen und Betriebe bis 2020 mit 333 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Einschließlich der Kofinanzierung des Landes stehen damit rund 400 Millionen Euro für Innovation und die anwendungsnahe Forschung bereit.

Beispiele für Verbundprojekte aus den vergangenen Jahren sind etwa ein Vorhaben zur Aufbereitung von Kalihaldenabwässern und zur Gewinnung von Lithium, an dem unter anderem das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf beteiligt ist. Im Rahmen des Projekts, das mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird, sollen keramische Membranen zur Gewinnung wertvoller Rohstoffe aus Salzlagerstätten entwickelt werden. Ein weiteres Projekt des Fraunhofer-Instituts für Optik und Feinmechanik in Jena gemeinsam mit zwei Unternehmen zielt auf die Entwicklung eines portablen und kompakten Mikroskops für unterschiedliche Anwendungen. Das Projekt wird aus der Verbundförderung mit 1,2 Millionen Euro unterstützt.

STEPHAN KRAUSS

 

10.02.2017


09.02.2017: Ausgewogenes Verhältnis

Ständige Optimierung der Energieverbräuche: Grafe ist nach ISO 50001:2011 zertifiziert.

Die Grafe-Gruppe mit Sitz in Blankenhain hat die Zertifizierung nach EN ISO 50001:2011 - ein internationaler Standard für Energiemanagementsysteme - erhalten. Neben dem ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem und der ISO TS16949 für Automobilzulieferer erfüllt das Unternehmen nun auch die Anforderungen der Energiepolitik. Mit dem Ziel, die Energieeffizienz in den kommenden Jahren erheblich zu verbessern, hat der Hersteller ein Energiemanagementsystem eingeführt. Damit verspricht sich das Unternehmen eine ständige Optimierung der Energieverbräuche, also ein ausgewogenes Verhältnis von Energieeinsatz zu fertiggestellten Produkten.

Eine Voraussetzung für die Zertifizierung sind die strategischen und operativen Ziele, die als Bestandteil der Energiepolitik klar im Unternehmen definiert sind. Nach einem mehrtägigen Audit durch den TÜV Rheinland, erfüllt das Unternehmen alle Anforderungen an ein energiebewußtes Wirtschaften, einen effizienten Einsatz von Rohstoffen und energetische Einsparungen in allen Abteilungen. Der Prüfdienstleister kontrolliert fortan jährlich die Einhaltung der Normen, die bereits intern durch Audits des Energiemanagers, in Zusammenarbeit mit seinem Energie-Team, überprüft werden.

Mit der Einführung des Energiemanagementsystems hat Grafe die Möglichkeit, die Verteilung und Entwicklung des Energieverbrauchs systematisch zu überwachen und dabei Energieeinsparpotentiale zu ermitteln, zu nutzen, beständig auszubauen und dabei gleichzeitig Nachhaltigkeit zu fördern.

„Für uns ist die Zukunft von Bedeutung. Wir fragen uns nicht, was gestern war, sondern was morgen sein wird“, erklärte Geschäftsführer Matthias Grafe. „Um die Energieeffizienz in den kommenden Jahren erheblich zu verbessern, machen wir es uns zur Aufgabe, ungenutzte Energieeffizienzpotentiale zu erschließen, Energiekosten zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen, beispielsweise von CO2-Emissionen, sowie anderen Umweltauswirkungen von Energieverbräuchen zu reduzieren.“

Zukünftig werden nicht nur Maßnahmen zur Energie- und Kostenersparnis ergriffen. Gerade auch bei Neuinvestitionen von Maschinen und Anlagen wird verstärkt darauf geachtet, energieeffiziente Lösungen zu finden.

„Energieeffizienz hat bereits jetzt schon einen enormen Einfluß auf den Einsatz von Kunststoffen“, berichtet Matthias Grafe. „Mit der Einführung des Energiemanagementsystems wollen wir nicht nur unsere Wirtschaftlichkeit erhöhen, sondern auch das Bewußtsein im besseren Umgang mit Rohstoffen schaffen.“

Auch in Zukunft sei es für das Unternehmen selbstverständlich, sich mit dem Thema der energetischen Einsparung systematisch auseinanderzusetzen und damit das Vertrauen vieler Geschäftspartner zu stärken.

Das Produktspektrum der Unternehmens-Gruppe umfaßt neben Farb- und Additiv-Masterbatches ein breites Sortiment an funktionellen Kunststoff-Compounds. Eine der größten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Branche arbeitet an neuesten Technologien, die den Kunststoff mit intelligenten Funktionen ausstatten. Das Unternehmen wurde 1991 gegründet und vereint heute als Gruppe drei Geschäftsbereiche: Color Batch, Additiv Batch und Polymer Technik. Über 300 Mitarbeiter entwickeln und produzieren im hochmodernen Werk in Blankenhain (Thüringen) in der Mitte Deutschlands für den nationalen und internationalen Markt. Die Firmengruppe ist nach DIN EN ISO TS 16949:2009, DIN EN ISO 9001/2008 und EN ISO 50001:2011 zertifiziert.

PM-GAPG

 

09.02.2017


08.02.2017: Höheres Risiko

Barmer fordert bessere Herz-Versorgung in Thüringen.

In Thüringen ist das Risiko, an Herz-Kreislaufversagen zu sterben, doppelt so hoch wie in Berlin. Überraschend ist vor allem, daß mit 56,4 Prozent mehr Frauen betroffen sind als Männer. Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Deutschen Herzstiftung und Zahlen des Landesamtes für Statistik Thüringen hervor. „Die Ergebnisse des Herzberichts haben mich sehr nachdenklich gemacht. Die Überlebenschance darf nicht vom Wohnort oder vom Geschlecht abhängen“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Laut Herzbericht werden Frauen in Deutschland seltener auf bestimmte Herzleiden untersucht als Männer. „Wir sind eine Krankenkasse, bei der überdurchschnittlich viele Frauen versichert sind. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, daß die Versorgung in Thüringen besser wird“, erklärt Dziuk weiter.

Während bundesweit rund 250 Todesfälle je 100.000 Einwohner auf ein krankes Herz zurückgehen, sind es in Thüringen 340 – in Berlin dagegen rund 170 pro 100.000 Einwohner. „Natürlich haben Stadtstaaten im Schnitt eine jüngere Bevölkerung und aufgrund der kürzeren Wege gewisse Vorteile, weil es bei einer Herzerkrankung oft auf jede Minute ankommt. Dennoch sehe ich auch strukturelle Defizite bei der Versorgung in Thüringen. Wir brauchen eine Ursachenbewertung für Thüringen und eine bessere Kooperation unter den Kliniken. Schwierige Fälle müssen nach einer Akutversorgung in ein spezialisiertes Krankenhaus weitergeleitet werden“, fordert Birgit Dziuk. Potenzial nach oben bescheinigt auch ein aktuelles Gutachten der Leopoldina Halle. Demnach verstarben 2013 in Deutschland 8,7 Prozent der Patienten über 45 Jahre, die mit einem akuten Herzinfarkt in Krankenhäuser eingewiesen wurden, während ihres stationären Aufenthaltes. In Schweden waren es dagegen nur 4,5 Prozent. Von 32 OECD-Ländern mit entsprechenden Daten lag Deutschland auf Platz 25. Ein Grund sei die mangelnde Spezialisierung der Kliniken und die fehlende personelle und technische Ausstattung.

ROBERT BÜSSOW

 

08.02.2017


07.02.2017: Neuer Tiefstand

Thüringer Bierabsatz schrumpft weiter: Auch der Auslandsabsatz hat sich reduziert.

Im Jahr 2016 wurden von den Thüringer Brauereien und Bierlagern 3,1 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5,4 Prozent beziehungsweise 178.000 Hektoliter weniger als im Vorjahr. Somit setzte sich die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre weiter fort.

Das Gros verkauften die Thüringer Brauereien und Bierlager auf dem deutschen Binnenmarkt. Hier wurden mit 2,6 Millionen Hektolitern mehr als vier Fünftel des Bieres abgesetzt, 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Inlandsabsatz sank damit auf einen neuen Tiefstand.

Auch beim Auslandsabsatz mußten, nach langjährig steigendem Bierabsatz über die Bundesgrenze hinaus, Einbußen in Höhe von 30.000 Hektoliter und somit 5,5 Prozent verkraftet werden. Insbesondere im vierten Quartal wurde weniger Bier verkauft als die Jahre zuvor.

Der Anteil des Auslandsabsatzes am Thüringer Bierabsatz insgesamt blieb gegenüber dem Vorjahr mit 16,7 Prozent jedoch stabil, vor zehn Jahren betrug er mit 7,2 Prozent noch weniger als die Hälfte.

Ebenso rückläufig ist weiterhin der Verkauf von Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen. Innerhalb der letzten sechs Jahre ist der Absatz durch Biermischungen in Thüringen um mehr als drei Zehntel zurückgegangen. 178.000 Hektoliter Biermischungen wurden 2016 abgesetzt, 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Angaben für Thüringen richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

HEIKE KÖNIG

 

07.02.2017


06.02.2017: Geschenke-Ideen

Weihnachtszauber im Februar – Thüringen will mit Süßem und Deftigem unter den niederländischen Weihnachtsbaum: Erstmalige Teilnahme eines deutschen Bundeslandes an der traditionellen „Weihnachtspaketemesse“ in Houten.

Nicht selten besorgt man sie hektisch auf den letzten Drücker: Weihnachtsgeschenke. Rechtzeitig schnüren daher niederländische Unternehmen bereits am 7. und 8. Februar auf der Weihnachtspaketemesse („Kerstpakkettenbeurs“) in Houten/Utrecht ihre Weihnachtspakete für das kommende Fest. Im Dezember 2017 könnten sich auch thüringische Produkte in den Paketen befinden, denn erstmalig sind Thüringer Lebensmittelhersteller, neben dem bayrischen Nachbarn, auf der Fachmesse vertreten.

In den Niederlanden ist es Usus, dem Arbeitnehmer zum Jahresausklang mit einem ganz besonderen Weihnachtspaket für seine Treue zu danken: Gefüllt mit Lebensmitteln, Spezialitäten und kleinen Geschenken werden jedes Jahr rund fünf Millionen dieser Pakete zusammengestellt. Mit einem Umsatz von zirka 250 Millionen Euro sind sie so in den Niederlanden ein wichtiger Vertriebsweg. Was die niederländischen Arbeitnehmer im Dezember 2017 in ihren Paketen finden werden, entscheidet sich zum großen Teil schon jetzt: Am 7. und 8. Februar 2017 werden in Houten/Utrecht (Niederlande) auf der Fachbesuchermesse, der „22. Kerstpakkettenbeurs“, durch Einkäufer von zirka 300 Unternehmen, unter anderem von Makro, Superunie und der Bickery Food Group, die Geschenke für das kommende Weihnachtsfest zusammengestellt.

Deutschland ist das erste Mal überhaupt vertreten. Mit sechs Unternehmen buhlt Thüringen neben zahlreichen niederländischen Firmen um die Gunst der Einkäufer vor Ort. Die Idee, mit Thüringischen Köstlichkeiten in das Land des Käses und der Blumen zu reisen, wurde im Thüringer Ernährungsnetzwerk geboren. „Der Stein hierfür kam zur Internationalen Grünen Woche ins Rollen“, berichtet Doreen Ballauf vom Thüringer Ernährungsnetzwerk stolz. Dort knüpfte das Netzwerk die ersten Kontakte zur Deutsch-Niederländischen Handelskammer und hörte erstmals von der Kerstpakkettenbeurs. Vier Mitgliedsunternehmen des Netzwerkes reisen mit ihren Köstlichkeiten nach Houten, mit dem Ziel, den Geschmack der dortigen Einkäufer zu treffen, die auf der Suche nach dem perfekten Inhalt für ihre Weihnachtspakete sind. Die Goethe Chocolaterie aus Oldisleben und der Nougathersteller Viba aus Schmalkalden möchten süße Momente bescheren. Herzhaftes mit hochwertigen Wurst- und Fleischprodukten präsentiert die Naturfleisch GmbH Rennsteig Oberweißbach und Hochprozentiges zum Anstoßen unter dem Weihnachtsbaum gibt es von der Aromatique GmbH Spirituosenfabrik. Aus dem thüringischen Altenburg reisen zudem gleich zwei weitere Unternehmen in die Niederlande: die Altenburger Senf und Feinkost GmbH und Co. KG sowie die Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik GmbH.

Im Bereich Export handelt sich bei dieser Messebeteiligung um ein neuartiges und bisher einzigartiges Projekt. Die Lebensmittelhersteller können einen lukrativen Vertriebsweg unabhängig vom Einzelhandel im wichtigen Exportland Niederlande für sich nutzen. Im Zuge der Außenwirtschaftsförderung erhielten die Aussteller daher finanzielle Unterstützung vom Thüringer Agrarmarketing sowie von der Thüringer Aufbaubank. Die Organisation übernahm das Thüringer Ernährungsnetzwerk gemeinsam mit der Deutsch-Niederländischen Handelskammer.

PM-TEN

 

06.02.2017


05.02.2017: „Ungebrochener Wille zur Zusammenarbeit“

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zieht positive Bilanz nach Kalifornien-Reise.

Eine überaus positive Bilanz zieht Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) nach seiner am 4. Februar beendeten Kalifornien-Reise. „Die Menschen in den USA sind durch Trumps Kurs genauso verunsichert wie wir in Europa. Deswegen war der jetzige Zeitpunkt unserer Reise genau der richtige, um zu zeigen, daß der Wille zur Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern und Freunden ungebrochen ist.“ Deutschland werde in den USA nach wie vor als ein interessanter, wichtiger und zuverlässiger Partner gesehen. Davon profitiert auch Thüringen: Man habe neue Kontakte in der Wirtschaft knüpfen, interessante Einblicke in Firmen des Silicon Valley erhalten und die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen können, so Tiefensee.

Die Reise habe gestandenen Unternehmen, aber vor allem auch Start-up-Unternehmen aus dem Freistaat eine gute Plattform des Austauschs geboten. So fanden in San Francisco zahlreiche Runden zur Kontaktanbahnung – etwa mit der German American Business Association (Gaba), die deutsche Unternehmen mit US-amerikanischen in Verbindung bringt – oder ein „Pitch“ mit potentiellen Investoren statt. „Das ist gerade für junge Unternehmen wichtig, die zwar gute Ideen, aber noch nicht die langfristig tragfähigen Netzwerke und Ressourcen haben“, betonte Tiefensee. Unternehmensbesuche im Silicon Valley – etwa bei Facebook, Hewlett Packard oder BMW Technologies – boten interessante Einblicke, und auf der weltweit größten Photonik-Messe punkteten nicht zuletzt Thüringer Firmen mit innovativen Lösungen.

Auch die Wissenschaftskontakte konnten weiter ausgebaut werden. Bei seinen Besuchen der Universitäten Berkeley, Stanford und in Los Angeles betonte Tiefensee die Wichtigkeit der thüringisch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen. Vertreter der Friedrich-Schiller-Universität Jena waren mitgereist, um vor Ort den Ausbau der Zusammenarbeit mit der Universität in Berkeley zu besprechen – etwa mit einem Stipendienprogramm, über das amerikanische Studenten ab April 2017 finanzielle Unterstützung für ihr Studium in Jena erhalten. Zudem konnten Kooperationen zwischen dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) und zwei kalifornischen Forschungseinrichtungen - dem Lawrence Livermore National Lab (LLNL) zum Thema Hochleistungslaserkonzepte und der Stanford University zum Thema Computational Imaging - abgeschlossen werden. Die Bauhaus-Universität Weimar und University of Southern California in L.A. verständigten sich auf eine Zusammenarbeit zur Digitalisierung von Prozessen im Bauwesen, in dem die kalifornische Universität besonders innovative Forschung betreibt.

„Diese Partnerschaften von Wirtschaft und Wissenschaft sind der Beweis dafür, daß der Austausch von Wissen funktioniert und für beide Seiten von großem Interesse ist“, so Tiefensee: „Gerade im Bereich der Hochtechnologien sind internationale Forschungskooperationen und gemeinsame Märkte über Grenzen hinweg überlebenswichtig – dazu gibt es keine Alternative.“ Das werde auch die neue Trump-Administration einsehen müssen, wenn sie den amerikanischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und letztlich dem Wirtschafts- und Technologiestandort keinen dauerhaften Schaden zufügen wolle.

MI-TMWWDG

 

05.02.2017


03.02.2017: „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Erinnerung“

Geschichte für alle: Barrierefreies Erinnern an den Holocaust im Erinnerungsort Topf und Söhne.

„Führungen in Leichter Sprache sollen auch Menschen mit geistiger Behinderung eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus ermöglichen und so gegen Rechtspopulismus sensibilisieren“, sagt Uwe Kintscher, Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe Erfurt. Mit der Vereinsarbeit und einem eigens gegründeten Integrationsunternehmen bietet die Lebenshilfe vielfältige Leistungen für Menschen mit geistiger Behinderung wie Arbeitsplätze, Betreuung, Freizeitangebote und Wohnmöglichkeiten.

Nun kommt die gemeinsam mit dem Erinnerungsort Topf und Söhne entwickelte barrierefreie historisch-politische Bildungsarbeit dazu. „Wir brauchen heute nicht weniger, sondern mehr Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten, um den Gefahren von Ausgrenzung und Abwertung von Menschen, die anders sind, entgegenzutreten", meint Dr. Annegret Schüle, Kuratorin des Erinnerungsortes. Das Kooperationsprojekt „Geschichte für alle" sei ein weiterer Schritt zur aktiven und umfassenden Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung am gesellschaftlichen Leben.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe bietet der Erinnerungsort einmal im Quartal eine Führung in Leichter Sprache durch die Dauerausstellung „Techniker der ,Endlösung'" an. Die Firma J. A. Topf und Söhne baute Leichenverbrennungsöfen für die Konzentrationslager und beteiligte sich mit ihrer Technik am Völkermord an Juden, Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau. Die zirka zweistündige Führung ermöglicht einen Einblick in die Geschichte des Nationalsozialismus und die Beteiligung der Erfurter Firma an den Massenverbrechen.

PI-SVE

 

03.02.2017


02.02.2017: Sämtliche Services

Dekra eröffnet neue Begutachtungsstelle für Fahreignung.

Dekra, Deutschlands größte Prüforganisation, eröffnet in Suhl eine neue Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF). Die Dienstleistungen umfassen sämtliche Services rund um die Kraftfahreignung, beispielsweise medizinisch-psychologische Gutachten (MPU) und verkehrsmedizinische Fahreignungsbegutachtungen.

Die neue Begutachtungsstelle der Dekra Automobil GmbH dient als Anlaufstelle in der Region, wenn es um den Wiedererhalt oder die Belassung des Führerscheins geht. Die wesentlichen Dienstleistungen rund um die Kraftfahreignung sind neben der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) ärztliche Gutachten zur Fahreignung, Abstinenznachweise für Drogen und Alkohol sowie Untersuchungen für Berufskraftfahrer.

Das verkehrsmedizinische und -psychologische Dekra-Team unterstützt darüber hinaus Führerscheinbesitzer beim Punkteabbau und bietet Senioren die Möglichkeit eines Mobilitätschecks.

PMD

 

02.02.2017


01.02.2017: Blick in die Natur

Kirche präsentiert sich auf der Landesgartenschau Apolda 2017: Vielfältiges Programm unter dem Motto „Ganz nah“.

Vom 29. April bis 24. September 2017 findet in Apolda die 4. Thüringer Landesgartenschau statt. Auch die evangelische Kirche wird dort vertreten sein. Unter dem Motto „Ganz nah“ bereitet der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Apolda-Buttstädt den ökumenischen Auftritt der Kirche gemeinsam mit Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen, diakonischen und karitativen Einrichtungen sowie der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) vor.

Als Ort steht dafür „Gottes Gartenhaus“, eine Kirche aus Glas; am Ufer des Friedensteichs an der Herressener Promenade zur Verfügung. Das Haus gewährt den freien Blick in die Natur. Inhaltlich wird dabei das Thema „ganz nah“ aufgegriffen: Durch die unmittelbare Nähe zur Natur soll der Mensch eingeladen werden, über sich und die Natur als Schöpfung Gottes nachzudenken.

Insgesamt sind mehr als 370 Veranstaltungen geplant. Biblische Pflanzen und Pflanzen mit christlicher Tradition oder Symbolik werden in die Andachten, Veranstaltungen und Workshops inhaltlich einbezogen. Am 30. April 2017 findet um 12 Uhr ein Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst auf der Hauptbühne statt. Am 6. August ist ebenfalls auf der Hauptbühne ein Gottesdienst mit Landesbischöfin Ilse Junkermann vorgesehen. Tägliche Andachten werden um 12 Uhr (Mittagsgebet), 15 Uhr (Atempause) und 17 Uhr (Reisesegen) abgehalten, sonntags sind Gottesdienste an „Gottes Gartenhaus“ geplant.

Weitere Höhepunkte sind das Kindermusical „Martin Luther" am 17. September 2017 auf der Hauptbühne und ein Ökumenischer Abschlußgottesdienst am gleichen Ort am  24. September 2017.

Jedes Wochenende ist Familienprogramm mit Bastel- und Mitmachaktionen, Kleinkunst, Lesungen, Musik und Theater angesagt. Für die Gestaltung zeichnen die evangelischen Kirchengemeinden der Region sowie diakonische Einrichtungen und Gemeinden anderer Konfessionen verantwortlich.

Im Jahr des Reformationsjubiläums wird auch die Lutherkirche im Stadtzentrum von Apolda mit in das Programm einbezogen, unter anderem mit Gottesdiensten und der Umgestaltung des Kirchgartens der Lutherkirche. Vormerken sollten sich Interessenten die Aufführung von Joseph Haydns: „Die Schöpfung“ am 24. Juni 2017, 17 Uhr.

Weitere rund 20 Angebote werden im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ organisiert, zum Beispiel „Im Küchengarten der Natur - Sammeln von eßbaren Wildkräutern und Pflanzen“ oder „Macht die Welt bunt! – Herstellen von Saatgutkugeln“

Die Gesamtkosten des Projekts „Kirche auf der Landesgartenschau“ belaufen sich auf 320.000 Euro. Rund 150.000 Euro davon trägt der Kirchenkreis Apolda-Buttstädt, etwa 170.000 Euro steuern die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland aus dem Fonds missionarische Projekte und Reformationsprojekte sowie aus dem Kollektenplan 2017 und darüber hinaus lokale Unterstützer bei.

PI-EKM

 

01.02.2017

Thüringen aktuell

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Der Stadtumbau geht weiter!
Die Ausgabe 2/2017 berichtet über die Herausforderung, wachsende Städte und schrumpfende Regionen im Freistaat gemeinsam zu entwickeln.

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