Nachrichten aus dem Freistaat Februar 2016

Februar 2016

29.02.2016: „Die AfD ist in keiner Weise eine konservativere Union“

Junge Union  fordert auf Ostkonferenz stärkere Abgrenzung von der Alternative für Deutschland.

Zur 19. Ostkonferenz trafen sich die ostdeutschen Landesverbände der Jungen Union am 27. und 28. Februar in Aschersleben. Dort verabschiedeten die Delegierten das Positionspapier: „Klare Kante gegen die AfD“, das sich für eine klare Abgrenzung der Unionsparteien gegenüber der Alternative für Deutschland ausspricht. Dazu äußerten sich die beiden Autoren des Papiers, der JU-Bundesvorsitzende Paul Ziemiak und der Thüringer Landesvorsitzende Stefan Gruhner.

Der Thüringer Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner erklärte: „Die AfD unternimmt den Versuch, sich als Gegenentwurf zu allen demokratischen Parteien, im besonderen aber zur Union, zu inszenieren und im bürgerlichen Spektrum Fuß zu fassen. Die AfD ist jedoch in keiner Weise eine konservativere Union. Im Gegenteil, sie hat bereits in weiten Teilen den Boden des Grundgesetzes verlassen und rechtspopulistische sowie in Teilen rechtsextreme Positionen besetzt. Gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise müssen einzelne Vertreter der Unionsparteien darauf achten, sich nicht unfreiwillig zum Stichwortgeber der AfD zu machen.“

„Als letzte verbliebene Volksparteien tragen wir als CDU und CSU eine besondere Verantwortung. Es ist zweifellos unsere Aufgabe, die AfD zu demaskieren und den Bürgern zu verdeutlichen, daß die Politik der vermeintlichen ,Alternative‘ keine Lösungen bietet und Deutschland ärmer, kälter und einsamer macht. Vielmehr gefährden Inhalt und Politikstil der AfD den gesellschaftlichen Frieden und die politischen Errungenschaften vieler Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte“, sagte Paul Ziemiak.

Im Rahmen der Konferenz fanden außerdem Gespräche mit dem sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, Ingo Senftleben, statt. Außerdem stand ein Besuch der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt auf dem Programm.

PM-JUT

 

29.02.2016


29.02.2016: Kaum sinnvolle Anreize

Wohnungs- und Immobilienwirtschaftsverband fordert: Thüringer Fördermittelprogramme für sozialen Wohnungsbau müssen nachgebessert werden.

Thüringens Wohnungswirtschaft reagiert enttäuscht auf die geplanten Programme zur sozialen Wohnungsbauförderung aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Das teilte der Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V am 29. Februar in einer Presseerklärung mit.. Der Verband rege deshalb Nachbesserungen an.

Die Mitgliedsunternehmen hatten in der Woche zuvor zu den Entwürfen der Richtlinien Stellung bezogen. Das Ergebnis: „Kein einziges Unternehmen hat uns die Rückmeldung gegeben, daß es die darlehensbasierten Förderprogramme in Anspruch nehmen würde“, so Constanze Victor, Direktorin des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Belegungs- und Mietpreisbindung bis 2031, technisch überzogene Anforderungen, ein nicht kalkulierbarer Verwaltungsaufwand und eine unzureichende Kostendeckung würden diese Programme unattraktiv machen.

Positiv beurteilt der Verband dagegen die Richtlinie des „Thüringer Barrierereduzierungsprogrammes“. Allerdings gelte hier, daß der Verband auf die Zusage der Politik setze, daß die versprochenen fünf Millionen Euro für 500 Wohnungen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung im Freistaat unproblematisch aufgestockt werden können.

„Es geht darum, zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – dort wo er gebraucht wird“, sagte Constanze Victor. Mit den neuen Richtlinien gebe die Landesregierung kaum sinnvolle Anreize. Der Verband signalisiere deshalb seine Gesprächsbereitschaft für eine Überarbeitung der Förderprogramme. Ziel sei, daß in Wachstumsregionen bezahlbarer Neubau und in allen anderen Regionen zukunftsfähiges Wohnen für alle Schichten möglich ist.

Um praxisnahe Förderprogramme zu erarbeiten, schlägt der Verband vor:

1. Evaluierung der bisherigen Wohnungsbauförderprogramme

2. Berücksichtigung „breiter Schichten“ der Bevölkerung im Hinblick auf die zweite Sanierungswelle und die Entwicklung in Stadt und Land

3. Realistische Wirtschaftlichkeitsberechnungen

4. Abkehr von einer starren Mietpreisbindung über 15 Jahre

5. Flexiblere Handhabung der Belegungsbindungen

6. Abbau unzumutbarer bürokratischer Hürden und Verwaltungsverfahren

Im Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. haben sich 201 Mitgliedsunternehmen, darunter 174 Wohnungsunternehmen, zusammengeschlossen. Zusammen bewirtschaften sie 270.000 Wohnungen. Mit 252.500 Wohnungen handelt es sich dabei fast ausschließlich um eigenen Bestand der Unternehmen. Rund 17.500 Wohnungen werden für Dritte, teils in der Wohneigentumsverwaltung, betreut. Nahezu jeder zweite Mieter wohnt bei einem Mitgliedsunternehmen des Verbandes. Seit 1991 investierten die Mitglieder insgesamt rund 11,7 Milliarden Euro überwiegend in den Wohnungsbestand. 2015 sicherten die Verbands-Mitglieder mehr als 6500 Arbeitsplätze.

SWENIA TEICHMANN

 

29.02.2016


29.02.2016:  Besonderer Anlaß für Ja-Sager

Alle (vier) Jahre wieder: Statistisches zum Schalttag.

Es gibt wohl kaum ein außergewöhnlicheres Datum für einen Geburtstag oder eine Hochzeit als den 29. Februar. Ein Tag, der nur alle vier Jahre wiederkehrt und der gleichzeitig eine schöne Gelegenheit bietet, um einmal auf die vergangenen „statistischen“ Schalttage zurückzublicken. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik dürfen sich insgesamt 33 Paare darauf freuen, in diesem Jahr erstmals ihren ersten „echten“ Hochzeitstag feiern zu können. Ihren „echten“ 1. Geburtstag haben 54 kleine Thüringer, die am 29. Februar 2012 zur Welt kamen. Das waren in diesem Schaltjahr sogar sieben Kinder mehr als der Jahresdurchschnitt je Kalendertag.

Sowohl 2008 als auch 2004 sah dies noch anders aus: 29 beziehungsweise 37 Kinder wurden am 29. Februar neugeboren. In diesen beiden Jahren lag der Jahresdurchschnitt je Kalendertag bei jeweils 47 Geburten, womit die Anzahl der Geburten am 29.02. den Durchschnitt deutlich unterschritten.

Ähnlich sieht es auch 1996 und 1992 – mit jeweils 37 und 32 Neugeborenen – aus, wobei der Jahresdurchschnitt je Kalendertag bei 42 beziehungsweise 40 lag. Lediglich im Jahr 2000 wurde der Jahresdurchschnitt je Kalendertag mit 50 Neugeborenen um zwei Geburten knapp überschritten.

Nicht nur der Valentinstag, sondern auch der 29. Februar bietet einen besonderen Anlaß für Ja-Sager. Im vergangenen Schaltjahr wurden an diesem Tag 33 Ehen in Thüringen geschlossen. Das waren zwar deutlich weniger als im vorangegangenen Schaltjahr, allerdings fiel der 29. Februar 2008 auf einen Freitag, was die Attraktivität für Heiratswillige gesteigert haben dürfte. So wurden an diesem Tag 51 Ehen geschlossen, womit die Zahl der durchschnittlichen Trauungen je Kalendertag im Februar 2008 um mehr als das Vierfache überschritten wurde. Der 29. Februar 2008 war unter allen Schalttagen der letzten drei Jahrzehnte zudem auch der Schalttag mit den meisten Hochzeiten.

ALEXANDER KUHNT

 

29.02.2016


28.02.2016: „Zuwanderung braucht klare Regeln“

Punktemodell vorgestellt: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) begrüßt Pilotprojekt des Bundesarbeitsministeriums zur Fachkräftezuwanderung.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat das am 26. Februar von Bundesarbeitsministerium (BMAS) und Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgestellte punktebasierte Modellprojekt zur Fachkräftezuwanderung begrüßt. „Zuwanderung braucht klare Regeln“, sagte Tiefensee. Die deutsche und die Thüringer Wirtschaft könnten angesichts des Fachkräftemangels die Kompetenz von Zuwanderern gut gebrauchen. „Deshalb benötigt Deutschland ein modernes Einwanderungsgesetz, das langfristig für eine bedarfsgerechte und geordnete Einwanderung sorgt. Das Punktemodell des BMAS kann Kern für ein solches Einwanderungsgesetz werden.“ Dabei sei eine solche Zuwanderungspolitik aber ausdrücklich zu trennen von der jederzeit notwendigen humanitären Flüchtlingshilfe für Menschen, die aus Kriegs- und Katastrophengebieten nach Deutschland und Thüringen kämen.

Das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgestellte Punktemodell für die Fachkräftezuwanderung nach dem Vorbild Kanadas soll praktisch erproben, ob sich ein solcher kriterienorientierter Ansatz zur bedarfsgerechten Steuerung der Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten nach Deutschland eignet. Dabei wird einer begrenzten Zahl von qualifizierten Zuwanderern auch aus Nicht-EU-Staaten erstmals der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt auch in sogenannten „Nicht-Engpaßberufen“ – das heißt Berufen, die nicht auf der Positivliste der BA stehen – ermöglicht. Dabei müssen bestimmte Kriterien zur Qualifikation und Integrationsfähigkeit erfüllt sein (zum Beispiel Sprachkenntnisse, Voraufenthalte in Deutschland). Das Modellprojekt startet im Herbst 2016, hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird zunächst nur in Baden-Württemberg getestet.

„Die Zuwanderung von Fachkräften ist für die Thüringer Wirtschaft essentiell“, sagte Tiefensee. Dies sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund nicht besetzter Lehrstellen, aber auch der wachsenden Fachkräftenachfrage offensichtlich. Allein in Thüringen sind nach Angaben des Thüringer Wirtschaftsministeriums derzeit fast 2000 offene Stellen unbesetzt, bis zum Jahr 2025 werden mehr als 250.000 Fachkräfte benötigt. Nicht alle diese Stellen könnten mit inländischen Arbeitskräften besetzt werden. „Der Handlungsdruck ist also hoch“, sagte der Minister. „Ich würde mir deshalb wünschen, daß der Bund nicht erst nach drei, sondern bereits nach einem Jahr eine erste Bilanz des Modellprojekts zieht und dann bereits eine Erweiterung auf weitere Bundesländer prüft.“

SK-PM-TMWWDG

 

28.02.2016


27.02.2016: Gemeinsame Initiative

Kraftwärmekopplung muß weiter von EEG-Umlage befreit bleiben: Thüringen begrüßt Bundesratsbeschluß zur Stärkung des Eigenstromprivilegs.

Die gemeinsame Initiative Thüringens mit den Ländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern zum Erhalt des Eigenstromprivilegs wurde am 26. Februar vom Bundesrat mehrheitlich angenommen. Das teilte das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz in einer Medieninformation mit.

Damit fordert die Länderkammer die Bundesregierung auf, sich bei der EU-Kommission für die Eigenstromerzeugung stark zu machen. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne) machte in der Debatte deutlich: „Kraftwärmekopplungsanlagen sind energieeffizient und zugleich klimaschonend. Das haben viele Thüringer Stadtwerke und Unternehmen erkannt. Die Bundesregierung darf nicht zulassen, daß die EU hier die Energiewende ausbremst und diese Anlagen unrentabel macht“.

Hintergrund des Entschließungsantrags sind Pläne der EU-Kommission, die bisherige Befreiung bestehender Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen von der EEG-Umlage nicht mehr zu akzeptieren. „Bei einem Wegfall der Befreiung der Bestandsanlagen wird befürchtet, daß die mittelständische Wirtschaft benachteiligt wird und die bisher getätigten Investitionen in eine effiziente und CO2-reduzierte Energieversorgung zur Eigenstromversorgung nicht mehr wirtschaftlich ist. Damit würde sich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verschlechtern“, erklärte dazu das freistaatliche Umweltministerium.

In Thüringen seien neben den Stadtwerken unter anderen auch Unternehmen der Automobil- und Papierindustrie betroffen, die im Vertrauen auf stabile politische Rahmenbedingungen hohe Investitionen in effiziente Energieerzeugungsanlagen getätigt haben.

MI-TMUEN-AM

 

27.02.2016


26.02.2016: Sorgloser Umgang

Endlich persönliche Politikerhaftung für Fehlentscheidungen rechtlich verankern: Wirtschaftsrat fordert, anvertraute Haushaltsmittel wie eigenes Vermögen zu betrachten.

Gute Nachrichten werden für Thüringen vermeldet: Konjunktur brummt, Beschäftigungsquoten auf historischen Höchstständen, Steuereinnahmen sprudeln. Unternehmer handeln also auch unter Rot-Rot-Grün weiterhin. Sie stehen zu ihrer wie selbstverständlich übernommenen Verantwortung für das eigene Tun ebenso wie für und gegenüber ihren Mitarbeitern, ihren Geschäftspartnern und Kunden sowie nicht zu vergessen, für ihre Wirtschaftsregion und damit Thüringen.

„Von diesem erheblichen Mehrzufluß an Finanzmitteln profitieren Kommune und kommunale Unternehmen. Von der Verantwortung und Haftung für dessen bestmöglichen Einsatz jedoch sind sie befreit“, kritisiert Roland Handrek die geltende Haftungsfreistellung für Politiker an Beispielen aus der Region. Handrek ist Sprecher des CDU-Wirtschaftsrates Deutschland, Sektion Nordthüringen, zu der die Kreise Eichsfeld, Nordhausen und Kyffhäuser gehören.

Traurige Berühmtheit erlangte Nordhausen mit gleich zweimaliger Erwähnung im Schwarzbuch 2015 des Bundes der Steuerzahler. Doch nicht nur drastische Mehrkosten für das Bürgerhaus und die nicht betriebene Großküche mit teurer Kühlzelle im Regenbogenhaus, die nun in Teilen und mit Sicherheit nicht verlustfrei verkauft werde, würden den sorglosen weil risikolosen Umgang mit dem anvertrauten Geld belegen.

Nicht minder besorgniserregend sei nach Handreks Einschätzung, die er übrigens mit zahlreichen Unternehmern und Wirtschaftsexperten der Region teile, der Schattenhaushalt des Landkreises Nordhausen, welcher durch die rasant wachsende Service-Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH, deren Alleingesellschafter der Landkreis sei, ständig weiter aufgebläht werde. Auch hier werde einzig der Steuerzahler das Verlustrisiko nach dem Kollaps tragen.

Kein Unternehmer könne sich nach Handreks Darstellung aus seiner Verantwortung stehlen. Mehr noch, von ihm werde ein verantwortungsvoller Umgang mit dem zum Einsatz gebrachten Kapital verlangt und er werde dabei bestens überwacht von Wirtschaftsprüfern, Finanzamt und Gerichtsbarkeit. Und dies, obwohl die Kapitalsummen der Unternehmen in der Regel deutlich geringer ausfielen, als die von den Kommunen und der Politik gehandelten Millionen.

Damit sei es dringend an der Zeit und legitim, mehr persönliche Verantwortung und Haftung von den politisch Handelnden zu fordern. „Das Risiko darf im Interesse nach Forderung eines verantwortungsvollen Handelns nicht allein in der Abwahl - ohne persönliche Haftung und Konsequenzen - nach Ablauf einer Legislaturperiode bestehen“, fordert Roland Handrek endlich die rechtliche Verankerung der Politikerhaftung mit Beteiligung am Verlustausgleich.

PM-KS

 

26.02.2016


25.02.2016: Gemeinsam im demokratischen Dialog

„Der Ton wird härter – Medien im Spannungsfeld von Meinungsvielfalt, Haßreden und Propaganda“: Parlamentarischer Abend der Thüringer Landesmedienanstalt im Thüringer Landtag.

Freie und unabhängige Medien erfüllen eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe in einer demokratischen Gesellschaft. Die Erwartungen an sie und ihre Arbeit sind hoch. Immer mehr Kritik wird laut. Um aktuelle Entwicklungen, Handlungsfelder und mögliche Konsequenzen für Medien, Gesellschaft und Politik zu thematisieren, veranstaltete die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) am 24. Februar 2016 einen Parlamentarischen Abend im Thüringer Landtag.

Landtagspräsident Christian Carius (CDU) würdigte in seinem Statement vor rund 150 Gästen die wichtige Rolle der Medien in unserer Gesellschaft. „Politik lebt ein Stück weit auch von freier Berichterstattung. Ein unabhängiges, vielfältiges Medienangebot ist für die öffentliche Meinungsbildung in einer Demokratie unverzichtbar. Es gilt, gemeinsam auch zukünftig hochwertigen Journalismus zu fördern“, so Carius.

Für Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, sind die Aufrechterhaltung lokaler Berichterstattung und seriös recherchierter Journalismus sowie gute Arbeitsbedingungen für die Journalisten und kritische Mediennutzer unverzichtbar für die demokratische Meinungsbildung. Die TLM sieht er mit ihrer Schnittstellenfunktion und den vielfältigen Aufgabengebieten als einen unersetzlichen Pfeiler der Thüringer Medienlandschaft an.

„Es gibt viele Felder, in denen wir Veränderungen in der Medienlandschaft feststellen und wo uns bedenkliche Veränderungen in der Gesellschaft zum Handeln auffordern“, betonte TLM-Direktor Jochen Fasco. Dabei warnte er gleichzeitig davor, im Kernbereich von Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt allzu schnell nach Regulierung und Aufsicht zu rufen. „Für die Landesmedienanstalten mit ihren Aufsichtsgremien ist die Aufsicht ein wichtiges und notwendiges Mittel bei Rechtsverstößen, die Vermittlung von Medienkompetenz unerläßlich, um die neuen Welten kreativ-kritisch zu nutzen sowie gelebte Verantwortung und Ethik bei Medienmachern – angefangen bei Journalisten über Medien-Unternehmen bis hin zum einzelnen Blogger und Nutzer sozialer Netzwerke – unabdingbar für eine vielfältige, diskursive Medienwelt im demokratischen Rechtsstaat“, so Fasco weiter.

Abschließend machte sich der Vorsitzende der TLM-Versammlung, Johannes Haak, stark für freie, unabhängige Medien und unterstrich erneut ihren Beitrag zur Meinungsvielfalt als einem wesentlichen Eckpfeiler einer pluralen Gesellschaft. Die Medienvielfalt ist unter Druck geraten. Daher sprach er sich dafür aus, die aktuellen Probleme gemeinsam im demokratischen Dialog zu lösen.

PM-TLM

 

25.02.2016


25.02.2016: Mehr als kompensiert

Über 25.000 neue Arbeitsplätze wurden in den letzten zehn Jahren in der Thüringer Industrie geschaffen.

Einen Umsatz in Höhe von 29,2 Milliarden Euro erzielten die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten im Jahr 2015. Das teilte das Thüringer Landesamtes für Statistik am 25. Februar mit.

Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen erzielten im Jahr 2015 gegenüber 2005 mit 1777 Millionen Euro den höchsten absoluten Umsatzzuwachs. Bei den Herstellern von Papier, Pappe und Waren daraus hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt, so daß in diesem Wirtschaftszweig der höchste prozentuale Umsatzzuwachs ermittelt wurde (+ 102,3 Prozent).

Die Auslandsumsätze lagen 2015 bei 9651 Millionen Euro und damit um 42,2 Prozent über dem Ergebnis von 2005. In diesem Zeitraum hat sich dagegen der Export von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen fast halbiert. Dieser Rückgang wurde jedoch mit einer überdurchschnittlichen Steigerung der Ausfuhren von Produkten und Leistungen zum Beispiel bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 530 Millionen Euro, + 104,3 Prozent), dem Maschinenbau (+ 481 Millionen Euro, + 80,7 Prozent) und der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 417 Millionen Euro, + 42,3 Prozent) mehr als kompensiert.

Im Monatsdurchschnitt arbeiteten im Jahr 2015 rund 140.000 Personen in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Das waren rund 25.000 Beschäftigte mehr als im Jahr 2005. Über die Hälfte des Zuwachses an Arbeitsplätzen in der Thüringer Industrie wurden bei drei Wirtschaftszweigen ermittelt: bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 5234), der Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 4356) und der Fertigung von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 4091)..

PM-TLS

 

25.02.2016


24.02.2016: Ursachenklärung

Verbraucherzentrale Thüringen bietet neuen Schimmel-Check an: Energieberater kommen bei Bedarf nach Hause.

Die Verbraucherzentrale Thüringen stellt ein neues Beratungsangebot vor: Wer Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung hat, kann sich zuhause von einem Energieberater umfassend beraten lassen. Das teilte die Verbraucherzentrale am 23. Februar mit.

Der Energieberater erfasse mit Hilfe eines Meßgerätes und einer ausführlichen Checkliste die Situation vor Ort. Die Ratsuchenden erhielten anschließend einen Bericht mit Empfehlungen, wie sie ihre Schimmelprobleme beheben können.

Vor allem in der kalten Jahreszeit würden insbesondere in Altbauwohnungen häufiger dunkle Schimmelbeläge und Stockflecken auftreten. Ursachen seien oft falsche Gewohnheiten beim Heizen und Lüften in Verbindung mit dem schlechten Wärmeschutz des Hauses. Werde der Schimmel nicht beseitigt und die Ursache für die Schimmelbildung nicht abgestellt, seien gesundheitliche Folgen für die Bewohner nicht auszuschließen.

„Mit unserem Schimmel-Check wollen wir gemeinsam mit den Betroffenen – gleich ob Mieter oder Hausbesitzer – Schimmelprobleme lösen", erklärt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen. „Der erstellte Bericht soll die Ursachen für den Schimmel klären, zeigen wie der Schaden behoben und mit welchen Maßnahmen die Probleme künftig vermieden werden können. Im Falle eines Rechtsstreites mit dem Vermieter kann er allerdings nicht als Gutachten verwendet werden", sagt Ballod.

Wer an einem umfassenden Schimmel-Check interessiert sei, könne zunächst ein kostenloses Beratungsgespräch in einer der über 25 Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen vereinbaren. Im Rahmen dieser Beratung würde der Energieberater zunächst die Ausgangssituation bewerten. Sollte ein Vor-Ort-Besuch sinnvoll sein, könne dieser direkt mit dem Energieberater vereinbart werden. Der Ratsuchende erhalte dann ein Gerät (Datenlogger) ausgehändigt, das zuhause wichtige Daten wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit über einen bestimmten Zeitraum erfasse. Beim Besuch des Energieberaters nehme dieser weitere Randbedingungen auf und erstelle nach der Auswertung des Datenloggers einen Bericht mit Handlungsempfehlungen.

Die Erstberatung in den Beratungsstellen sei kostenlos. Ein Beratungstermin zuhause koste dank einer Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium nur 40 Euro.

PM-VZT

 

24.02.2016


24.02.2016: Perspektiven

Vom Flüchtling zur Fachkraft: Projekte machen fit für den Arbeitsmarkt.

Der beste Weg zur Integration von Flüchtlingen und zum Fußfassen in der deutschen Gesellschaft ist die Teilnahme am Berufs- und Erwerbsleben. Eine Vielzahl von Projekten und Initiativen wurde hierzu in den letzten Monaten ins Leben gerufen. Angesichts zunehmender Fachkräfteengpässe ergibt sich für die Wirtschaft neues Arbeitskräftepotential. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum F – Fachkräfte“ stellte die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) gemeinsam mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit einige dieser Projekte interessierten Unternehmen vor.

Zur Veranstaltung folgten 90 Personen aus 60 Unternehmen, Institutionen und Kommunen der Einladung der IHK Südthüringen. Mit einem Ausländeranteil von gerade 2,4 Prozent in Südthüringen (Stand: 31. Dezember 2014) ist die Beschäftigung von Ausländern und speziell Flüchtlingen für viele Unternehmen ein neues Thema. Eine aktuelle Umfrage der IHK Südthüringen zeigt jedoch, daß bereits 25 Prozent der Unternehmen die Einstellung von Mitarbeitern aus dem Ausland als Strategie zur Vermeidung von Fachkräfteengpässen ansehen. Vor vier Jahren waren es lediglich 12 Prozent.

„Flüchtlinge benötigen unsere besondere Unterstützung. Sie kennen häufig weder unser Land noch unsere Sprache, noch unsere Arbeitskultur. Viele richten sich auf einen längeren Aufenthalt ein, da sie aufgrund von Verfolgung und Diskriminierung in ihrer Heimat in Lebensgefahr wären. Viele möchten gern arbeiten. Zugleich berichtet jedes zweite Südthüringer Unternehmen von Fachkräfteengpässen. Daher ist es naheliegend, im Rahmen von Projekten, die Kompetenzen der Flüchtlinge zu ermitteln, sie für den hiesigen Arbeitsmarkt aufzuschließen und sie dann gemeinsam mit Partnern an interessierte Unternehmen zu vermitteln“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Generell können Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen, sofern die Agentur für Arbeit dem zustimmt. Vor der Arbeitsaufnahme wird geprüft, ob es für die Stelle auch Bewerber aus Deutschland oder aus dem europäischen Wirtschaftsraum gibt. Lediglich Asylberechtigte sind von dieser Vorrangprüfung ausgenommen. Häufig müssen jedoch vor der Arbeitsaufnahme weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Flüchtlinge optimal in Beschäftigung zu bringen.

Ein erster Schritt sind Sprachkurse. An sie knüpft das Projekt Perspektiven für Flüchtlinge (PerF) der Agentur für Arbeit an, das verschiedene Projektträger in Südthüringen durchführen. Innerhalb von zwölf Wochen werden Flüchtlinge an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt. Es kommt zu einer Feststellung der berufsfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Außerdem werden berufsfachliche Sprachkenntnisse vermittelt. Eine Variante des Projektes richtet sich an jugendliche Flüchtlinge unter 25 Jahren (PerjuF), die innerhalb von vier bis sechs Monaten auch an das System der Berufsausbildung herangeführt werden.

Im Modellprojekt Ausbildung und Arbeit für Asylbewerber in Südthüringen (ASü) der Suhler SPA GmbH, der Tibor GmbH in Suhl sowie der Handwerkskammer Südthüringen (HWK) werden Flüchtlingen nach einer Potentialanalyse Berufsorientierung und Berufsvorbereitung oder eine fachspezifische Qualifizierung geboten. Daran können sich Praktika, Ausbildung, Nachqualifizierungsmaßnahmen oder eine Beschäftigung anschließen.

Am weitesten geht ein Projekt aller Thüringer IHKs und HWKs, das der Förderung der beruflichen Integration von Flüchtlingen (FIF) dient. Es richtet sich einerseits an Unternehmen und andererseits an Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten mit Bleibeperspektive in Thüringen. Im Projekt werden beide Seiten des Arbeitsmarkts zusammengebracht und miteinander vertraut gemacht. Im Fall von Streitigkeiten im Betriebsablauf versucht das Projekt außerdem zu schlichten.

„Die Projekte machen die Flüchtlinge fit für den Arbeitsmarkt. Ein nächster Schritt ist die Vermittlung in ein Praktikum, der Abschluß eines Ausbildungsvertrags oder gar der Abschluß eines Arbeitsvertrags. Das wird Gegenstand unserer nächsten Veranstaltung sein. Am 14. April 2016 wird es in der IHK Südthüringen eine Jobmesse speziell für Flüchtlinge geben. Wir hoffen, daß wir viele Unternehmen und Flüchtlinge zusammenbringen und auf diese Weise einen wirksamen Beitrag zur Integration leisten können“, so Pieterwas.

PM-IHKS

 

24.02.2016


23.02.2016: „Überzeugende Vorschläge für Weiterentwicklung“

Werbeagentur KNSK betreut Thüringer Standortmarketing: Zuschlag im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung.

Die KNSK Werbeagentur GmbH aus Hamburg wird weiterhin das Standortmarketing des Freistaats Thüringen betreuen. Im Rahmen des im September 2015 gestarteten europaweiten Ausschreibungs- und Auswahlverfahren hat die Agentur im Februar 2016 erneut den Zuschlag erhalten und ist somit für maximal vier Jahre vertraglich gebunden. Zu ihren Aufgaben gehört insbesondere die Fortführung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Standortkampagne „Das ist Thüringen“.

„Gutes Standortmarketing ist langfristig angelegt und muß kontinuierlich daran arbeiten, ein positives Image Thüringens zu kommunizieren“, sagte Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Ziel sei es, das Standortmarketing auf Basis des eingeführten Corporate Designs der Landesregierung und der Kampagne „Das ist Thüringen“ fortzuführen, aber auch weiterzuentwickeln. Dafür seien auch neue Impulse und frische Ideen gefragt gewesen. „KNSK hat überzeugende Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Marketingstrategie vorgelegt und sich damit erfolgreich gegen Mitbewerber durchgesetzt“, sagte der Minister. „Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, das Standortmarketing mit der bisherigen Leadagentur fortzuführen.“

Im Rahmen des Auswahlverfahrens hatten sich zehn Agenturen beworben, von denen fünf zur Angebotsabgabe ausgewählt wurden. Die Auswahlkriterien umfaßten unter anderem. die Fachkunde der Agentur, deren wirtschaftliche, technische und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie die grundsätzliche Beachtung und Umsetzung sozialer Kriterien. Für das Standort- und Tourismusmarketing stehen dem Thüringer Wirtschaftsministerium im Jahr 2016 etwa 3,3 Millionen Euro und 2017 etwa 3,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Vertrag mit der 2011 beauftragten Agentur KNSK aus Hamburg war zum Ende 2015 ausgelaufen. Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, der Thüringer Aufbaubank und der Thüringer Tourismus GmbH hatte KNSK seit 2011 die bewährten Kampagnen „Das ist Thüringen“ sowie „Thüringen entdecken“ gestaltet und verantwortet.

Die Kampagne „Das ist Thüringen“ hatte im stets wachsenden Standortwettbewerb eine hohe Aufmerksamkeit für den Standort Thüringen erzeugt und ist international prämiert worden. Bereits nach 18 Monaten Laufzeit hatte eine Studie des VWT ergeben, daß die Wirtschaft Thüringens die Kampagne befürwortet und sogar selbst nutzt. Auch das neue Corporate Design der Landesregierung, das inzwischen für den einheitlichen, wiedererkennbaren Auftritt Thüringens sorgt, stammt aus der Feder von KNSK.

KNSK wurde 1987 gegründet und beschäftigt heute insgesamt 120 Mitarbeiter in Hamburg und Essen. Zu den aktuellen Kunden von KNSK gehören unter anderem VW Autostadt, Axa, Evonik Industries, Hermes, IKK classic, Lotto, Telegate, Total, Vattenfall, der Verband der Chemischen Industrie, Die Zeit und das ZDF. KNSK hat weit über 1000 nationale und internationale Awards gewonnen, darunter mehrere Cannes-Löwen, ADC-Medaillen und „Effies“.

STEPHAN KRAUSS

 

23.02.2016


23.02.2016: Zuwachs

Mehr Aufträge für die Thüringer Industrie im Jahr 2015.

Ein Mehr an Aufträgen stehen für die Thüringer Industrie im Jahr 2015 zu Buche. Wie schon 2014 registrierten die freistaatlichen Industriebetriebe auch im Jahre 2015 ein Auftragsplus gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen im abgelaufenen Kalenderjahr (preisbereinigt) durchschnittlich 3,2 Prozent mehr Aufträge bei den Betrieben ein als im Jahr 2014 (Deutschland: + 1,4 Prozent). Von diesem Auftragszuwachs profitierten sowohl die Binnennachfrage (+ 3,7 Prozent) wie auch das Auslandsgeschäft (+ 2,3 Prozent).

Von den umsatzstarken Branchen innerhalb der Thüringer Industrie verzeichneten vor allem die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mehr Bestellungen als im Jahr zuvor (+ 16,6 Prozent). Auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (+ 6,2 Prozent) und den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 2,4 Prozent) gingen im letzten Jahr mehr Aufträge ein als im Jahr 2014. Dagegen mußten die Maschinenbaubetriebe einen Rückgang der Aufträge konstatieren (- 6,4 Prozent).

PM-TLS

 

23.02.2016


22.02.2016: Stets auf der Suche

Walter-Fach-Kraft: Seit 15 Jahren Personalprofi in Erfurt.

Seit 15 Jahren steht die Walter-Fach-Kraft-Geschäftsstelle Erfurt ihren Kunden als Personalprofi zur Seite. „Als Zeitarbeitsunternehmen finden wir für Unternehmen der Region immer die passenden Fachkräfte für Auftragsspitzen oder Vertretungssituationen“, beschreibt Geschäftsstellenleiter Michael Bergner und fügt hinzu: „Und für Bewerber haben wir immer einen passenden Job parat.“

So bringt das Erfurter Team Fach- und Arbeitskräfte mit Kundenbetrieben zusammen. „Dabei ist uns die Zufriedenheit auf beiden Seiten außerordentlich wichtig“, erklärt Michael Bergner. „Unsere Kunden sollen perfekt auf ihr Anforderungsprofil zugeschnittene Mitarbeiter zur Seite gestellt bekommen, während unsere Mitarbeiter in einem Bereich arbeiten sollen, der sie fordert, interessiert und motiviert.“

Das Team um Michael Bergner ist stets auf der Suche nach neuen Bewerbern – sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich. Besonders gefragt sind derzeit neben CNC-Fachkräften, Mechatronikern und Schweißern auch Ingenieure und Werkzeugmacher. Und auch kaufmännische Angestellte werden in Erfurt und Umgebung immer gesucht.

„Wir freuen uns stets über neue, interessante Bewerbungen und können in den allermeisten Fällen auch dem angegebenen Berufswunsch gerecht werden“, berichtet der engagierte Niederlassungsleiter. Dabei stehe am Ende eines Kundeneinsatzes nicht selten die Übernahme in den Kundenbetrieb. Und bis dahin würden die Zeitarbeitnehmer alle Vorteile einer Festanstellung inklusive attraktiver Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie einer betrieblichen Altersvorsorge genießen. „Viele unserer Mitarbeiter streben auch gar nicht die feste Übernahme in einen Kundenbetrieb an“, unterstreicht Michael Bergner. „Denn über die Zeitarbeit haben sie die Möglichkeit, Einblicke in immer neue Betriebe und Branchen zu erhalten, was einer ständigen Weiterbildung und Weiterqualifizierung gleichkommt.“

Walter-Fach-Kraft ist Spezialist für Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung im gewerblichen und kaufmännischen Bereich sowie für Hotellerie und Gastronomie. Was 1997 mit einem Zwei-Mann-Büro in einer Garage begann, ist heute ein erfolgreicher Personaldienstleister mit 2000 Mitarbeitern. Flache Hierarchien bei gleichzeitig großer Präsenz mit nahezu 30 Geschäftsstellen in Deutschland, Österreich und Polen zeichnen das inhabergeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Fulda aus und sorgen für große Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten. Walter-Fach-Kraft ist SCP- und ISO-9001-zertifiziert und Mitglied im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) sowie im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP).

KRISTINA DUCKE

 

22.02.2016


22.02.2016: „Gängige Praxis“

„Erst informieren, dann fordern!“: Forderung nach „Bürokratie-Test“ durch Realität längst überholt.

Zur Forderung der Thüringer  CDU-Landtagsfraktion nach Einführung eines Bürokratie-Tests für Gesetze in Thüringen erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) laut einer Pressemeldung vom 22. Februar: „Es ist in Thüringen längst gängige Praxis, daß bei allen Gesetzesvorhaben Prüffragen auch zu den Kosten beantwortet werden müssen. Die CDU kommt mit ihrer Forderung viel zu spät.“

Thüringen falle mit dem bestehenden umfangreichen Fragenkatalog nicht hinter Regelungen anderer Wirtschaftsstandorte zurück, sagte der Wirtschaftsminister. Der vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegte „KMU-Test“ für Gesetzesvorhaben auf Bundesebene sei zwar ausdrücklich zu begrüßen – „war dort aber eigentlich längst überfällig“. Das Wirtschaftsministerium und die Landesregierung würden aber bereits seit Januar unmittelbar nach Veröffentlichung des Bundestests prüfen, ob sich aus den Regelungen des Bundes noch zusätzlicher Handlungsbedarf für den Freistaat ergebe. Dazu liefen derzeit die Abstimmungen zwischen den Ministerien und auch mit dem BMWi.

Wie das Thüringer Wirtschaftsministerium mitteilte, sind im Freistaat bei allen Gesetzesvorhaben der Landesregierung sogenannte. „Prüffragen für Thüringer Rechtsvorschriften“ durch die jeweils einbringenden Ministerien zu beantworten und im Rahmen der Ressortabstimmung dem jeweiligen Gesetzentwurf beizufügen. Die Prüfung umfasse eine Vielzahl von Fragen zu Notwendigkeit, Umfang, Folgen (zum Beispiel für Umwelt, Demographie), aber auch Kosten des geplanten Gesetzes.

MI-TMWWDG

 

22.02.2016


22.02.2016: Regionale Wertschöpfungsketten stärken

Thüringer Milchtag 2016 eröffnet: Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) fordert mehr regionale Wertschöpfung statt mehr Milchexporte.

„Die Landwirtschaft schafft durch die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Dabei ist die Tierhaltung das Herzstück der Agrarwirtschaft. Durch die niedrigen Milchpreise steht die Milchviehwirtschaft derzeit kräftig unter Druck“, sagte die freistaatliche Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) am 22. Februar beim Thüringer Milchtag auf der Messe in Erfurt. „Zusammen mit den Milchbauern will ich Lösungen finden, die Produzenten und Verbrauchern gerecht werden“, erklärte die Ministerin weiter. „Wir wollen die regionalen Wertschöpfungsketten stärken. Hierzu gehören Milchbauern, Molkereien, Lebensmittelhandel und Verbraucherinnen und Verbraucher an einen Tisch. Wir sollten auf hervorragende und höherwertige Lebensmittel aus einer nachhaltigen Landwirtschaft setzen.“ Wichtig sei dabei, die Produktionsmengen an die Märkte anzupassen. Die Lösung für den Milchpreis liege nicht auf dem Weltmarkt und einer noch stärkeren Exportorientierung. Billige Massenprodukte würden nur die sensiblen Agrarmärkte in Afrika, Südamerika und Asien zerstören.

Der 20. Milchtag wird erneut durch die Landesvereinigung Thüringer Milch e.V. gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium veranstaltet. Traditionsgemäß zeichnete Landwirtschaftsministerin Keller gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Landesvereinigung Thüringer Milch, Dr. Klaus Wagner, und dem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert, im Rahmen der Veranstaltung erfolgreiche Milchwirtschaftsbetriebe und Molkereien aus. Als Milcherzeuger mit hervorragender Rohmilchqualität wurden dieses Jahr insgesamt fünfzehn Milchbauern und neun Molkereien und Direktvermarkter gewürdigt.

MI-TMIL

 

22.02.2016


21.02.2016: „Spannende Geschäftskontakte knüpfen“

Bewerbungsfrist für 12. IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland endet in Kürze.

Am 22. Februar startet der offizielle Endspurt für den von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland ausgelobten Wettbewerb um den 12. IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland. Noch genau drei Wochen, bis zum 14. März 2016, können dann Bewerber ihre marktfähigen Innovationen aus den Clustern Automotive, Life Sciences, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt/Solarwirtschaft und Informationstechnologie kostenfrei im Internet einreichen.

„Mit dem IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland bieten wir eine für etablierte Unternehmen wie Startups gleichermaßen attraktive Plattform, um ihre Innovationen gegenüber Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Darüber hinaus haben die Gewinner die einmalige Chance, ein Teil des weitverzweigten Netzwerks der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland zu werden und so spannende Geschäftskontakte in der Region zu knüpfen“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.

Beim diesjährigen, mit rund 70.000 Euro dotierten Wettbewerb werden marktfähige Innovationen aus den mitteldeutschen Clustern Automotive, Life Sciences, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt/Solarwirtschaft und Informationstechnologie gesucht. Der bundesweit ausgeschriebene Preis bindet als Dachmarke die lokalen Innovationspreise der Städte Halle (Saale), Leipzig und Magdeburg ein. Bewerbungen aus diesen Städten haben somit doppelte Gewinnchancen. Neben den Preisgeldern winken allen Clustergewinnern und dem Gesamtsieger eine einjährige Mitgliedschaft in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland sowie umfangreiche Marketing- und PR-Leistungen.

Darüber hinaus können Bewerber aus Thüringen und Sachsen-Anhalt automatisch an dem jeweiligen Innovationswettbewerb ihres Bundeslandes teilnehmen und so ihre Gewinnchancen weiter erhöhen. Möglich wird dies durch die Kooperation des IQ-Innovationspreises Mitteldeutschland mit dem XIX. Innovationspreis Thüringen sowie dem Hugo-Junkers-Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt.

In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland. Mit dem IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der Region.

HANKA FISCHER

 

21.02.2016


20.02.2016: Weltoffener Charakter

Erstmals mehr als 800.000 Übernachtungen: Erfurter Tourismusgesellschaft blickt auf ein erfolgreiches Tourismusjahr 2015 zurück.

Allen Grund zur Freude hatte die Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH (ETMG) bei der Pressekonferenz am 19. Februar zum erfolgreichen Tourismusjahr 2015. Mit einer stabilen Firmenentwicklung und einem Rekordergebnis bei den Übernachtungen in den Erfurter Hotels und Pensionen zog Dr. Carmen Hildebrandt Bilanz. Darüber hinaus berichtete sie von den Projekten des vergangenen Jahres und gab einen Ausblick auf die Höhepunkte im Jahr 2016.

Das Jahr 2014 wies bereits den höchsten Wert an Übernachtungen seit der Wende auf. Um so beachtenswerter sei, daß diese Zahl im vergangenen Jahr um weitere 35.600 Übernachtungen – ein Plus von 4,6 Prozent – überboten wurde. Die Hochrechnung auf der Basis der vom Thüringer Landesamt für Statistik ausgegebenen Gästeübernachtungen von Januar bis November hat für das Jahr 2015 einen Rekordwert von 808.000 Übernachtungen in den Erfurter Beherbergungsbetrieben ergeben.

„Daß wir in 2015 unsere Position im Städtetourismus auf derart hohem Niveau weiter anheben konnten, freut uns natürlich sehr. Das ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt, daß sich die gemeinsamen Anstrengungen aller Partner bei der Werbung für die Landeshauptstadt auszahlen“, so Dr. Carmen Hildebrandt. Mit einem Plus von knapp 12 Prozent zeigen auch die Übernachtungen ausländischer Gäste eine sehr erfreuliche Entwicklung, was den weltoffenen Charakter der Landeshauptstadt unterstreicht. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen dabei die Niederlande, die USA, Österreich und die Schweiz.

7750 Gruppen mit insgesamt mehr als 159.000 Teilnehmern nutzten 2015 das umfangreiche Angebot der ETMG an Stadtführungen und Rundfahrten. Besonders gefragt war abermals die öffentliche Altstadtführung, die wieder täglich mindestens einmal stattfand. Die Rundfahrten mit Bus und Bahn waren ebenfalls sehr beliebt, speziell ältere und mobilitätseingeschränkte Gäste wissen den Komfort und die Barrierefreiheit zu schätzen.

Weitere touristische Dienstleistungen der ETMG wie der Ticketshop und die Erfurt-Card erfreuten sich stabiler Nachfrage. So wurden mehr als 67.600 Veranstaltungstickets verkauft und auch die beliebte Erfurt-Card mit all ihren Vergünstigungen zum Beispiel in den Museen der Stadt wieder von 3400 Besuchern genutzt. Die Mitarbeiter der ETMG vermittelten außerdem mehr als 33.000 Übernachtungen an die Erfurter Beherbergungsbetriebe.

Gefragt wie nie, war im vergangenen Jahr der Erfurt-Gutschein. Der vor allem für die Erfurter interessante Geschenk-Gutschein wurde 2015 mehr als 20.000mal verkauft. Seit seiner Einführung im Juni 2013 kamen insgesamt mehr als 32.000 Gutscheine im Wert von jeweils zehn Euro den über 160 teilnehmenden Erfurter-Geschäften zugute.

Die Basis für einen guten Verkauf ist ein intensives Marketing rund um Erfurt und die Angebote der ETMG. Dabei kommt der Internetpräsenz eine steigende Bedeutung zu. So griffen 2015 pro Monat im Schnitt 38.000 Besucher auf die entsprechende Seite zu, womit insgesamt knapp eine halbe Million Nutzer aus Deutschland und dem Ausland erreicht wurden. Auch die Facebook-Seite erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, hier haben zuletzt mehrere Beiträge eine Reichweite von mehr als 60.000 Nutzern erzielt.

Der Ausblick auf das Jahr 2016 fällt optimistisch aus, stehen doch in den nächsten Monaten viele große Ereignisse vor der Tür. Im Juni 2016 findet zum 6. Mal die Tagungs- und Kongreßförderinitiative „Erfurt lädt ein“ statt. Gemeinsam mit dem Tourismusverein Erfurt e. V. organisiert die ETMG die Veranstaltung, zu der etwa 250 Entscheider deutscher Unternehmen und Verbände ein Wochenende lang die Qualitäten der Tagungsstadt Erfurt genießen können.

Ein Highlight im Veranstaltungsprogramm der Landeshauptstadt 2016 ist die IKA/Olympiade der Köche, die bereits zum fünften Mal in Folge in Erfurt stattfinden wird. Im Oktober werden dann etwa 3500 internationale Teilnehmer und mehr als 20.000 Gäste in der Landeshauptstadt erwartet.

Die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH wurde 1997 als offizielle Organisation zur Tourismusförderung in der Landeshauptstadt gegründet und nahm am 1. Januar1998 die Geschäftstätigkeit auf. Neben der Tourismusförderung zählt es seit Januar 2009 auch zu den Aufgaben der ETMG, jegliche Multiplikatoren für die Stadt anzusprechen und als zentrale Kommunikations-, Kooperations- und Koordinationsstelle in der Stadt zu agieren.

SIGRID KRAPF

 

20.02.2016


19.02.2016: „Existenzgefährdende Ausmaße“

Für eine starke und wettbewerbsfähige Stahlindustrie: Gemeinsame Erklärung der Stahlstandorte Ostdeutschlands unterzeichnet.

Die Wirtschaftsministerien der Länder Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die Wirtschaftsvereinigung Stahl und die IG-Metall-Bezirke Berlin-Brandenburg-Sachsen und Mitte treten für eine starke und wettbewerbsfähige Stahlindustrie in Ostdeutschland ein. Dazu haben die genannten Partner am 19. Februar eine „Gemeinsame Erklärung der Stahlstandorte Ostdeutschlands“ unterzeichnet. Arbeitsplätze und Standorte der ostdeutschen Stahlindustrie dürften nicht durch einen verschärften Emissionsrechtehandel sowie unfaire Wettbewerbsbedingungen gefährdet werden, heißt es in der Erklärung.

Unterzeichnet worden ist das Papier von den Wirtschaftsministern Albrecht Gerber (Brandenburg), Martin Dulig (Sachsen) und Wolfgang Tiefensee (Thüringen), dem Präsidenten der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, sowie den IG Metall-Bezirksleitern Olivier Höbel (Berlin-Brandenburg-Sachen) und Jörg Köhlinger (Mitte).

„Die metallerzeugende Industrie in Thüringen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und bietet 4500 Beschäftigten einen Arbeitsplatz“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). „Wir haben deshalb ein hohes Interesse daran, die Branche zu stärken und gute Bedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen. Immer neue Eingriffe in die Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Stahl- und Metallindustrie lehnen wir ab.“ Wichtige Unternehmen der Branche sind beispielsweise das Stahlwerk Thüringen GmbH, die Meuselwitz Guß Eisengießerei GmbH und die AE Group AG.

Die Unterzeichner fordern deshalb, die Vorschläge der Europäischen Kommission zur künftigen Ausgestaltung des Emissionsrechtehandels zu überarbeiten, „um der Stahlindustrie auch künftig eine wettbewerbsfähige Produktion, Investitionsperspektiven und damit Sicherheit für die Beschäftigten zu ermöglichen“. Die Stahl-Partner befürchten, daß die vorgesehene starke Verknappung der freien Zuteilung von Zertifikaten für die energieintensiven Branchen eine drastische Kostensteigerung und Wettbewerbsverzerrung für die Stahlindustrie bedeute. In der Konsequenz könne das „existenzgefährdende Ausmaße“ für die Stahlunternehmen nach sich ziehen, heißt es im ostdeutschen Stahl-Papier.

Zudem sei es erforderlich, die Kosten des energiewendebedingten Netzausbaus deutschlandweit stärker zu verteilen und den Unternehmen Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie hätten ihre Energieeffizienz in den vergangenen 25 Jahren erheblich verbessert. Mittlerweile seien bei Energieverbrauch und CO2-Emissionen jedoch prozeßbedingte Grenzen erreicht.

Mit großer Sorge sehen die Unterzeichner des Stahl-Papiers zudem den massiven Anstieg von Stahlimporten nach Europa zu Tiefstpreisen, vor allem aus dem fernöstlichen Raum. Diese offensichtlich subventionierten Produkte behinderten den fairen Wettbewerb in der EU. Von der EU fordern die Partner einen effektiven Handelsschutz, um Verzerrungen im internationalen Handel auszugleichen.

In Brandenburg, Thüringen und Sachsen werden gegenwärtig 6,2 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das entspricht etwa 14 Prozent der Produktion in Deutschland. Allein in der Stahlindustrie in Ostdeutschland sind 8200 Menschen direkt beschäftigt und erzeugen damit eine gesamtwirtschaftliche Beschäftigung von 53.300 Arbeitsplätzen deutschlandweit.

Die Europäische Union strebt an, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Dazu hat sie ein Emissionsrechtehandelssystem mit Zertifikaten eingeführt. Die Stahlindustrie unterliegt diesem System, sieht allerdings aufgrund der bereits erreichten CO2-Minderung kaum noch Emissionssenkungspotentiale. Da die Stahlindsutrie im internationalen Wettbewerb steht und von einer Verlagerung ihrer Standorte ins Ausland bedroht ist, erhält sie kostenfreie Zuteilung von CO2-Zertifikaten. In der aktuellen Handelsperiode (2013 bis 2020) ist diese Zuteilung nunmehr allerdings zusätzlich verknappt worden. Zwar sind während der Wirtschaftskrise durch die massiven Produktionsrückgänge auch in der Stahlindustrie – anders als seinerzeit vorausgesehen – größere Mengen an CO2-Zertifikaten übrig geblieben, mit denen die Minderzuteilung zur Zeit noch ausgeglichen werden kann. Diese Zertifikate werden aber bis voraussichtlich 2017 verbraucht sein.

STEPHAN KRAUSS

 

19.02.2016


19.02.2016: Neuzugang

Voraussetzungen jetzt erfüllt: Neues Mitglied für den Verein Städtetourismus in Thüringen.

Mit der Stadt Bad Langensalza gewinnt der Verein Städtetourismus in Thüringen ein wichtiges neues Mitglied in der Runde der 19 Thüringer Kultur- und Residenzstädte.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschieden die Mitgliedsstädte positiv über einen Beitritt der KTL Kur und Tourismus Bad Langensalza GmbH, die durch die Geschäftsführerin Martina Damm vertreten wurde, zum 1.Januar 2016.

Ulrike Köppel, Vorsitzende des Vereins Städtetourismus in Thüringen, freut sich sehr über die Aufnahme Bad Langensalzas und dessen gute touristische Entwicklung in den letzten Jahren. Die Stadt hatte sich bereits 2011 schon einmal beworben, erfüllte damals jedoch die Voraussetzungen einer Vereinsmitgliedschaft wie Mindestgäste- und Bettenzahlen nicht.

Unter dem verbindenden Slogan Thüringer Städte „natürlich klassisch“ wurde 1994 der Verein Städtetourismus in Thüringen e.V. gegründet und so die Basis für den Thüringer Städtetourismus geschaffen.

19 Mitgliedsstädte bilden ein enges Netzwerk und verfolgen gemeinsam das Ziel, die touristische Entwicklung der Mitgliedsstädte weiter voranzutreiben, um auf dem nationalen und internationalen Tourismusmarkt bekannter zu werden, die Gästezahlen aus dem In- und Ausland zu erhöhen, das Image jeder Stadt zu verbessern und den Wirtschaftsbereich Tourismus zu stärken.

Die Internationale Tourismusbörse in Berlin vom 9. bis 13. März bietet die erste Präsentationsfläche für den Verein mit dem Neuzugang.

PM-VSTT

 

19.02.2016


19.02.2016: Umdenken

Urlaubssaison in vollem Gange: Tourismusbüros berichten von immer flexibleren Buchungsverhalten.

Allen Krisen zum Trotz: Die Reiselust der Deutschen ist nahezu ungebrochen. Ein Trend, der auch in Thüringen durchaus erkennbar ist. Ortsansässige Tourismusbüros berichten aber von einem immer flexibleren Buchungsverhalten. Darüber berichtete die Industrie- und Handelskammer Erfurt am 18. Februar auf ihrer Internetseite.

Erstmalig seit fünf Jahren sank 2015 die Reiseintensität der Deutschen, wenn auch nur geringfügig. Während der Anteil der Urlauber, die eine Buchung von wenigstens fünf Tagen tätigten, von 2010 bis 2014 kontinuierlich stieg, ließ sich 2015 erstmals ein Rückgang von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr feststellen.

„Die jüngsten Anschläge in Ankara, Istanbul, Tunesien oder Paris beeinflussen das Buchungsverhalten weltweit. Insbesondere bei den deutschen Reiseweltmeistern findet aktuell ein Umdenken statt“, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Das Interesse an fremden Ländern sei zwar ungebrochen, allerdings würden sich die Destinationen verschieben. Die für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bekannten Ziele wie die Türkei oder Ägypten müßten gegenwärtig beliebten Ländern wie Spanien, Italien oder zunehmend wieder Griechenland weichen.

Aber auch innerdeutsche Regionen wie die Ostsee und die Mittelgebirge profitierten und der Städtetourismus ziehe weiter an. Schon jetzt sei sich jeder vierte Deutsche sicher, die schönste Zeit des Jahres in heimischen Gefilden verbringen zu wollen. „Der Thüringer Urlauber ist halt flexibel und paßt sein Reiseverhalten der geopolitischen Lage an“, so Peter Schäfer, Inhaber des Lufthansa City Center in Erfurt.

„Auch ist der Trend zu hochwertigen Kreuzfahrten sowie zu entfernten Zielen wie Südafrika oder Kuba ungebrochen“, ergänzt Schäfer. So dramatisch die Terroranschläge sind, oft profitieren davon die ortsansässigen Reisebüros.

„Wer im Internet bucht, hat im Krisenfall in der Regel nur eine Hotline, da sind große Reiseveranstalter mit eigenen Hotels und Flugzeugen, aber auch der persönliche Kontakt über den Ansprechpartner vor Ort die bessere Wahl“, stellt Gerald Grusser fest.

Inzwischen beginnt ohnehin mindestens jede zweite Urlaubsrecherche im Internet und endet mit der abschließenden Buchung im Reisebüro vor Ort. „Dies zeigt aber auch, daß auf die persönliche, nachvollziehbare Betreuung nach wie vor großer Wert gelegt wird“, so Reisebüroinhaber Peter Schäfer. Die Preise von klassischen Pauschalangeboten seien sowohl im Reisebüro als auch im Internet weitgehend gleich. Darüber hinaus gelinge aber dem versierten Verkäufer vor Ort die zielgerichtete Suche nach dem speziellen Wunschangebot meist schneller. Der Kunde erhalte in der Regel also wichtige und hilfreiche Zusatzinformationen und profitiere vom umfangreichen Hintergrundwissen des Beraters.

PI-IHK

 

19.02.2016


18.02.2016: Zugang zu positiven Nutzungspotentialen eröffnen

Souverän und selbstbestimmt in der digitalen Welt: Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten erschienen und Thüringer Projekt „Daumenkino 2.0“ vorgestellt.

Ohne Medienkompetenz ist es schwierig, in der digitalen Welt von heute – und erst recht in der von morgen – souverän, kritisch und selbstbestimmt zu agieren. Deshalb engagieren sich die Landesmedienanstalten schon seit vielen Jahren für mehr Medienkompetenz und haben vielfältige richtungsweisende Gemeinschafts- und Einzelprojekte auf den Weg gebracht.

Diese Initiativen sind nun erstmals in dem neu erschienenen Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten zusammengefaßt. Der Bericht wurde in Berlin im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks vorgestellt: „Er macht deutlich, daß die vielfältigen Initiativen der Medienanstalten genauso abwechslungsreich sind wie die Bundesländer, aus denen sie kommen“, sagte Siegfried Schneider, der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), in seinem Grußwort.

Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, der als Koordinator des DLM-Fachausschusses „Bürgermedien, Medienkompetenz und Jugendschutz der Landesmedienanstalten“ den neuen Medienkompetenzbericht initiiert hat, betonte außerdem: „Die Landesmedienanstalten verstehen sich als Mittler zwischen Medienanbietern und Mediennutzern. Mit ihren Aktivitäten zur Förderung von Medienkompetenz verfolgen die Landesmedienanstalten das Ziel, Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den positiven Nutzungspotentialen der Medien zu eröffnen, Medien reflektiert zu nutzen und Risiken zu vermeiden.“ Im Anschluß an das Parlamentarische Frühstück präsentierten Schneider und Fasco den neuen Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten außerdem den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Digitale Agenda der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Im Medienkompetenzbericht findet sich auch eine Reihe von Thüringer Aktivitäten. So erhält der Leser einen guten Überblick über die Projektarbeit des Thüringer Medienbildungszentrums der TLM, über die Qualifizierungsseminare für Lehrer und Erzieher und die Arbeit des Medienkompetenznetzwerkes Thüringen.

Besonders herausgestellt ist das wegweisende Best-Practice-Projekt „Daumenkino 2.0“. Unter dem Motto „Telefonieren war gestern – heute werden mit dem Smartphone Filme gedreht.“ starteten 2013 die TLM und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gemeinsam mit den Bürgerradios in Eisenach und Saalfeld das Smartphone-Projekt „Daumenkino 2.0“. Das modulare Projekt beginnt mit einer Fortbildung für die Lehrkräfte. Darauf folgen professionell angeleitete medienpraktische Workshops zu den Themen Medienkunde, Medienkritik und Mediengestaltung mit den Jugendlichen. Unter einem jährlich wechselnden Motto produzieren die Schulklassen völlig selbständig kreative Handyclips und geben spannende Einblicke in ihre Lebenswelt. In einem Wettbewerb werden die besten drei Clips von einer Jugendjury ausgewählt und ausgezeichnet. Die drei besten Klassen werden zum Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz“ eingeladen, die drei Gewinnerclips im Programm des Festivals auf der Kinoleinwand vor Publikum gezeigt.

PM-TLM

 

18.02.2016


18.02.2016: „Arbeitsverweigerung“

Bund muß Prognose liefern: Thüringens Migrationsminister Dieter Lauinger (Bündnisgrüne) fordert das Bundesinnenministerium auf, endlich eine Prognose zu den Flüchtlingszahlen für das laufende Jahr vorzulegen.

„Für die Bewältigung der Aufgaben und die Kalkulation der Mittel brauchen wir eine belastbare Grundlage“, sagt Thüringens Migrationsminister Dieter Lauinger (Bündnisgrüne). Das geht aus einer Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz vom 17. Februar 2016 hervor. Der Minister verweist auf Artikel 44 des Asylgesetzes, in dem entsprechende Pflichten des Bundesinnenministeriums geregelt seien. „Es ist eine Form von Arbeitsverweigerung, daß Bundesinnenminister de Maizère seinen Aufgaben nicht nachkommt. Statt Überlegungen anzustellen, wie Abschiebungen nach Afghanistan organisiert werden können, wäre es wesentlich hilfreicher, die Länder besser zu informieren, endlich die Asylverfahren zu beschleunigen und Vorschläge zu unterbreiten, wie die zirka 700.000 unerledigten Verfahren abgearbeitet werden können. Hierzu braucht es dringend eine sinnvolle Altfallregelung.“

Das dem Bundesinnenministerium nachgeordnete Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte zuletzt im August vergangenen Jahres eine Prognose vorgelegt. Damals sprach es von rund 800.000 Flüchtlingen, Ende des Jahres waren es tatsächlich 1,1 Millionen. „Selbstverständlich fragen nun alle nach einer Zahl für dieses Jahr“, so Lauinger. „Aber es kann nicht Aufgabe der Länderminister sein, eine Analyse der Situation in den Herkunftsländern, auf den Flüchtlingsrouten und in den Unterkünften außerhalb der EU zu erstellen. Das ist Aufgabe des Bundes, der insoweit über alle notwendigen Informationsquellen verfügt.“

TMMJV-MI

 

18.02.2016


18.02.2016: „Mit herausragenden Arbeiten überzeugt“

Lebenswissenschaften und Optik: Preisträger des 21. Thüringer Forschungspreises kommen aus Jena.

Der diesjährige 21. Thüringer Forschungspreis geht an drei Institute aus Jena. Das hat Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 18. Februar bekanntgegeben. „Die Preisträger haben in den Bereichen Humangenetik, Ökologie und 3D-Mikroskopie mit herausragenden Arbeiten überzeugt“, sagte Tiefensee. Dies sei auch eine Bestätigung für die Forschungs- und Innovationsstrategie des Landes, die unter anderem auf die Themen Gesundheitswirtschaft, gesundes Leben und optische Technologien setze.

Der Thüringer Forschungspreis wird seit 1995 jährlich für Forschungs- und Transferleistungen von Einzelpersönlichkeiten oder Forschergruppen vergeben, die an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes entstanden sind. Ausgezeichnet werden Arbeiten der Grundlagen- und der angewandten Forschung. Für beide Kategorien steht ein Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung, eine Vergabe an mehrere Preisträger und eine Teilung des Preisgeldes ist möglich. Über die Vergabe entscheidet ein Auswahlausschuß aus zehn erfahrenen Wissenschaftlern beziehungsweise Vertretern der forschenden Wirtschaft (aus Thüringen und dem Bundesgebiet), die vom Wissenschaftsministerium berufen werden.

Ein Forschungspreis im Bereich der Grundlagenforschung und ein Preisgeld in Höhe von 12.500 Euro geht an Prof. Dr. med. Christian Hübner und PD Dr. med. Ingo Kurth vom Institut für Humangenetik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihr Team forschte zu den Mechanismen der Schmerzempfindung, konkret: zur Aufklärung einer genetisch bedingten neurodegenerativen Erkrankung, die zum Verlust von Sensibilitäts- und Schmerzempfinden führt. Die Bedeutung dieser Arbeit liegt vor allem in der Verbesserung der Diagnostik und Therapie sogenannter „seltener Erkrankungen“.

Ein zweiter, ebenfalls mit 12.500 Euro dotierter Forschungspreis für Grundlagenforschung wurde an Prof. Dr. agr. habil. Gerd Gleixner vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena für das Projekt „Artenvielfalt schützt das Klima“ verliehen. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine neue Sichtweise auf die Rolle der Bodenmikroorganismen – weg von „Schädlingen“ hin zu boden- und umweltverbessernden „Nützlingen“ – entwickelt. Es konnte gezeigt werden, daß der Schutz einer hohen Bodendiversität und der Artenvielfalt dem Klimaschutz dient.

Der Preis für angewandte Forschung und ein Preisgeld von 25.000 Euro schließlich wurde dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena – Dr. Rainer Riesenberg, Dr.-Ing. Mario Kanka und Dr. Alexej Grjasnow – zuerkannt. Das von ihnen entwickelte miniaturisierte, linsenlose 3D-Mikroskop (Blood Cell Counter) für medizinische Anwendungen ist höchst innovativ. So müssen zum Beispiel Blutzellen vor der Analyse nicht mehr eingefärbt und können mit Videobildrate analysiert werden. Vor allem Einsatzmöglichkeiten in der Vor-Ort-Analyse oder auch in der Telemedizin sind denkbar.

Mehr als 40 Institute, Hochschulen und Initiativen prägen den Wissenschafts- und Innovationsstandort Thüringen, darunter neun staatliche Universitäten und Fachhochschulen, die Studienakademie, 14 Einrichtungen überregional tätiger Forschungsgemeinschaften wie der renommierten Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft beziehungsweise der Leibniz- oder Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Preisverleihung für den diesjährigen Thüringer Forschungspreis findet am 14. März in Jena statt. 

STEPHAN KRAUSS

 

18.02.2016


17.02.2016: Dokumentation

Vom Leben auf dem Lande. „Dörflicher Alltag im Hildburghäuser Land“.

Ein kleiner Junge lächelt verschmitzt in die Kamera, eine Hand in der Hosentasche, in der anderen eine Bratwurst. Für das Frühlingsfest in Steinfeld im Jahr 1961 hat er extra seine Pionieruniform herausgeholt. Diese und andere schwarz-weiße Fotografien hat der langjährige Leiter des Stadtmuseums Hildburghausen Michael Römhild in seinem im Sutton-Verlag erschienenen Buch „Dörflicher Alltag im Hildburghäuser Land“ zusammengetragen und damit eine einzigartige Dokumentation des vielfältigen Alltagslebens der Hildburghäuser Bevölkerung geschaffen. Die 160 Fotografien geben einen außergewöhnlichen Einblick in die Zeit des „sozialistischen Frühlings“, der zu Beginn der 1960er Jahre zu einem Wandel im landwirtschaftlichen und gewerblichen Arbeiten, aber auch im gesellschaftlichen und privaten Leben der Einwohner führte. Das Buch ist der gedruckte zweite Teil zu der erfolgreichen Sonderausstellung „Vom Leben auf dem Lande“ des Stadtmuseums Hildburghausen.

Der Autor Michael Römhild, langjähriger Leiter des Stadtmuseums Hildburghausen, profunder Kenner der Region und bekannter Autor regionalgeschichtlicher Publikationen, dokumentiert in diesem Band erneut das vielfältige Alltagsleben der Bevölkerung im Hildburghäuser Land.

Sutton ist der führende Verlag für Regionalgeschichte und -literatur im deutschsprachigen Raum, vom historischen Bildband bis zum Freizeitführer. Den zweiten Schwerpunkt des 1997 gegründeten Erfurter Verlags bildet die Verkehrs- und Technikgeschichte. Unter dem Motto „mordmäßig spannend“ bietet das Label „Sutton Krimi“ seit 2011 Regionalkrimis der unterschiedlichsten Genres. Seit Anfang 2014 gehört Sutton zum Verlagshaus GeraNova Bruckmann.

SANDRA REDLICH

 

17.02.2016


17.02.2016: „Gut aufgestellt“

„Die Sicherheit der Züge hat für uns höchste Priorität“: Thüringer Verkehrsministerin besuchte Stellwerk Kölleda.

Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Die Linke) informierte sich am 16. Februar im Eisenbahnstellwerk am Bahnhof in Kölleda über die Zugsicherheit und die Technik zur Zugbeeinflussung. Der Eisenbahnbetriebsleiter der Thüringer Eisenbahn GmbH, die Infrastrukturbetreiber auf der Strecke ist, informierte über die Punktförmige sowie die Achszählgesteuerte Zugbeeinflussung (PZB und AZB). Die Thüringer Eisenbahn GmbH betreibt in Thüringen sowohl die besuchte Strecke Sömmerda – Kölleda – Großheringen als auch die Strecken Eisfeld – Sonneberg und Sonneberg – Neuhaus am Rennweg.

„Die Sicherheit der Züge hat für uns höchste Priorität. Deswegen stellte der Freistaat von 2004 bis 2016 insgesamt 14 Millionen Euro Fördermittel bereit, um Sicherheitsanlagen zu installieren“, sagte Ministerin Keller während des Besuchs im Stellwerk. „Die Strecken in Thüringen entsprechen alle dem aktuellen geforderten Stand der Technik. Das Streckennetz im Freistaat ist mit Blick auf die Sicherungstechnik zur Zugbeeinflussung, mit der durch Zwangsbremsungen Unfälle und Gefährdungen verhindert werden können, gut aufgestellt“, so die Ministerin weiter. „Alle Beteiligten wirken dabei zusammen, um einen dauerhaft hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten.“

Das Thüringer Eisenbahnnetz ist insgesamt 1530 Kilometer lang. Davon sind 231 Kilometer nicht bundeseigen und unterstehen damit der Aufsicht des Landes. Auf insgesamt 1300 Kilometern gibt es regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr (SPNZ). Zum nichtbundeseigenen SPNV-Netz gehören die Pfefferminzbahn, das Sonneberger Netz und die Harzer Schmalspurbahn.

TMIL-MI

 

17.02.2016


16.02.2016: Neuer Einblick

Frühes Dokument zur Reformationsgeschichte: Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt meldet bedeutenden Fund.

Die sehr frühe Beschreibung einer Geschichte der Reformation hat die Forschungsbibliothek Gotha der Uni Erfurt bei Erschließungsarbeiten zum Nachlaß des lutherischen Theologen, Kirchenhistorikers und ehemaligen Bibliotheksdirektors auf Schloß Friedenstein, Ernst Salomon Cyprian (1673–1745), im Thüringischen Staatsarchiv Gotha entdeckt. Unter dem Titel „Von der Zwispaltung so sich des Glaubens und Religion halben im 1517. Jar in Teutscher Nacion hat angefangen“ schrieb der unbekannte Verfasser bereits 1535 einen umfassenden handschriftlichen Bericht über die Ereignisse seiner Zeit aus katholischer Sicht.

„Dieses Dokument“, sagt Dr. Daniel Gehrt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsbibliothek Gotha und Entdecker der Handschrift, „ist historisch betrachtet von großer Bedeutung.“ Es ist um einige Jahre älter als die beiden bisher bekannten Beschreibungen der Reformationsgeschichte, die nach 1541 von den beiden lutherischen Superintendenten Friedrich Myconius (1490–1546) in Gotha beziehungsweise Georg Spalatin (1484–1545) in Altenburg verfaßt worden sind. Zugleich sind die Reflexionen des Verfassers im Vergleich mit Flugschriften aus der Reformationszeit, die häufig einen polemischen Gehalt haben, ungewöhnlich sachlich. Die Handschrift gewährt auf diese Weise einen neuen Einblick in die unmittelbare Wahrnehmung der Reformation aus altgläubiger Sicht.

Die historische Beschreibung ist Teil eines Sammelbandes aus dem Besitz von Ernst Salomon Cyprian, der umfangreiche Bestände zur Reformationsgeschichte und ihren Folgewirkungen zusammengetragen hat. Sein umfangreicher Nachlaß in der Forschungsbibliothek Gotha und im Thüringischen Staatsarchiv Gotha wird zur Zeit im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes von Daniel Gehrt erschlossen. Der Band enthält auch weitere, der Forschung zur Reformationsgeschichte bisher unbekannte Dokumente, darunter die hennebergische Visitations- und Konsistorialordnung von 1574 in ihrem letzten Überarbeitungsstadium sowie Briefe und kurze theologiepolitische Schriften des fränkischen Reichsritters Hartmuth von Cronberg (1488–1549), der im Briefwechsel mit Luther stand. Diese Funde lassen vermuten, daß auch die altgläubige Beschreibung der Reformation in dem am Thüringer Wald angrenzenden fränkischen Raum entstand.

Der Fund wird in der Ausstellung „,Ich habe einen Traum‘ – Myconius Melanchthon und die Reformation in Thüringen“, die vom 3. April bis zum 5. Juni 2016 als gemeinsame Veranstaltung der Forschungsbibliothek Gotha und der Stiftung Schloß Friedenstein Gotha im Spiegelsaal auf Schloß Friedenstein gezeigt wird, erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

CARMEN VOIGT

 

16.02.2016


16.02.2016: „Potential zum touristischen Highlight“

Wirtschaftsministerium fördert Errichtung des Kanonenbahn-Radweges: Ausbau stärkt touristische Infrastruktur im Eichsfeld.

Mit über vier Millionen Euro fördert das Thüringer Wirtschaftsministerium den Bau des Kanonenbahn-Radweges im Eichsfeld. Staatssekretär Georg Maier (SPD) übergab am 15. Februar den Förderbescheid an die Stadt Dingelstädt und die Gemeinde Südeichsfeld. Auf der ehemals zweigleisigen Strecke der Kanonenbahn soll ein Radweg zukünftig den Ort Dingelstädt mit dem Werratal-Radweg der Gemeinde Frieda in Hessen verbinden. „Dank der zahlreichen Tunnel und Viadukte hat die 28 Kilometer lange Strecke das Potential, zum touristischen Highlight der Region aufzusteigen.“, sagte Maier.

Der sogenannte Kanonenbahn-Radweg besitzt eine einmalige Wegeführung fernab vom Straßennetz und liegt größtenteils auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse mit verschiedenen Kunstbauten. Nur ein geringer Teil des Radhauptweges führt über bestehende Wege.

Durch die Förderung des Landes können Wegebaumaßnahmen vorgenommen werden, um die Radwegverbindungen und die bundesweit bedeutsamen Fernradwege von Unstrut/Saale/Elbe und Werra/Weser miteinander zu verbinden. Das so entstehende Wegenetz und zusätzliche attraktive Angebote sollen zukünftig die Besucherzahlen in der Region erhöhen.

Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro. Das Land fördert 4,2 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen der GRW-Förderung zum Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur gefördert. Der Kanonenbahnradweg wird gemeinsam durch den Landkreis Eichsfeld in Zusammenarbeit mit den am Radweg liegenden Städten und Gemeinden entwickelt.

Die Errichtung des Radweges ist Bestandteil der Landestourismuskonzeption Thüringen 2015. Da das Wandern und Radfahren einen wichtigen Bestandteil des Thüringer Tourismus ausmacht, gewinnt eine entsprechende Infrastrukturentwicklung zunehmend an Bedeutung. Der Tourismus gilt nach wie vor als wichtiger Umsatzgarant und Jobmotor im Freistaat.

PH-MI

 

16.02.2016


15.02.2016: „Permanente Arbeit an der Unternehmenskultur“

Lindig ausgezeichnet als bester Arbeitgeber: Eisenacher Unternehmen erhält „Top Job“-Siegel für herausragende Arbeitgeberqualitäten.

Bei der Lindig Fördertechnik GmbH genießen die Mitarbeiter eine außergewöhnliche Arbeitsplatzkultur. Hierfür erhielt das Unternehmen am 12. Februar in Berlin das bekannte „Top Job“-Siegel aus den Händen des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement. Der „Top Job“-Mentor würdigte Lindig insbesondere für die strategische Ausrichtung auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung durch gesteigerte Arbeitgeberattraktivität. Für den servicestarken Partner rund um Gabelstapler und Arbeitsbühnen ist es die erste Auszeichnung als Top-Arbeitgeber. Mit dem Qualitätssiegel „Top Job“ zeichnet das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität, Zeag GmbH, Unternehmen aus, die sich auf bemerkenswerte Art und Weise für eine gesunde Arbeitsplatzkultur stark machen. Diese zeigt sich in der Qualität der Führungsarbeit und damit verbunden einer hohen Arbeitszufriedenheit und niedrigen Erschöpfungswerten innerhalb der Belegschaft.

In dem seit 2002 durchgeführten bundesweiten Arbeitgebervergleich hat das Thüringer Unternehmen überzeugt. „Wem permanente Veränderungen Probleme bereiten, der hat es schwer bei uns“, sagt Sven Lindig über die Dynamik seines Unternehmens. Die Mitarbeiterzahl wuchs seit der Regelung der Nachfolge in dem 1899 gegründeten Familienbetrieb innerhalb von fünf Jahren von 160 auf fast 300 Mitarbeiter. Und Lindig wächst stetig weiter. Aktuell vakante Stellen sind Personalreferent/in am Hauptsitz Eisenach, Serviceberater Südthüringen, Serviceberater Nordosthessen und gute Stapler- und Arbeitsbühnentechniker im gesamten Vertriebsgebiet. Außerdem bildet das Unternehmen jährlich zum Land- und Baumaschinenmechatroniker in Eisenach und Kassel aus und bietet erstmalig ein BA-Studium im Bereich Technischer Vertrieb an.

Parallel zum Wachstum wurde stark am Unternehmen gearbeitet und viele Bausteine für die Zufriedenheit der Mitarbeiter wurden entwickelt. Damals wurde ein Strategieprozeß eingeleitet, in dessen Rahmen man neben der Ist-Analyse auch den Soll-Zustand inklusive Vision, Mission und Werte erarbeitete. Für die Vermittlung dieser kulturellen Grundlagen erhalten Mitarbeiter nicht nur eine eigens erstellte Broschüre und kontinuierliche Kommunikation über das an soziale Netzwerke angelehnte Intranet, sondern auch regelmäßige Workshops, in denen Mitarbeiter aus allen Bereichen mit der Geschäftsleitung auf Augenhöhe diskutieren. Sven Lindig hierzu: „Diese permanente Arbeit an der Unternehmenskultur ist sozusagen der Mörtel um die Bausteine zur Mitarbeiterbegeisterung.“ Zu letzteren zählt neben Betrieblicher Altersversorgung, Unfallversicherung auch für den Privatbereich, frischem Obst und Wasser sowie Kantinenzuschuß neuerdings auch eine Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung mit Zeitwertkonto. So kommt zum einen steuerbegünstigt eine für alle Mitarbeiter geltende Prämie für gutes Wirtschaften an und es gibt die Möglichkeit, Beträge für flexible Auszeiten wie Sabbatical, Pflegezeit oder den Vorruhestand anzusparen. Lindig ist im Personalbereich experimentierfreudig und entwickelte als erstes Unternehmen die Anti-Langeweile-Garantie. Damit ist das Eisenacher Unternehmen Vorreiter in der Region und sorgt auch in Zukunft für zahlreiche Bewerbungen, die oftmals von den eigenen Mitarbeitern in deren Umfeld angeregt werden.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Auszeichnung mit dem ‚Top Job-Siegel’“, berichtet Geschäftsführer Sven Lindig. „Und wir freuen uns natürlich auch, daß unser Einsatz für unsere Mitarbeiter auf diese Weise honoriert wird. Aber wir haben nicht vor, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Arbeitgeberattraktivität ist für uns ein wesentlicher strategischer Faktor. Mit Hilfe der ‚Top Job’-Analyse und dem Feedback des Teams werden wir unsere Arbeitgeberqualitäten weiter ausbauen. Denn nur mit begeisterten und engagierten Mitarbeitern können wir weiterhin einen starken Service bieten und unsere Kunden begeistern.“

„Die Auszeichnung ‚Top Job’ steht für eine nachhaltige Arbeitsplatzkultur, die in gleichem Maße gesund und leistungsorientiert ist. Insgesamt verzeichnen wir bei den diesjährigen ‚Top Job’-Unternehmen eine überdurchschnittliche Gewinnsteigerung um durchschnittlich 20 Prozent. Dies unterstreicht aufs Neue die unternehmerische und strategische Bedeutung von Arbeitgeberattraktivität“, urteilt Silke Masurat, Geschäftsführerin der Zeag GmbH.

Die Wissenschaftler des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Bruch befragten online die Personalleitung nach den eingesetzten HR-Methoden und -Instrumenten. Zum anderen führten sie eine Mitarbeiterbefragung durch, die zu zwei Dritteln das Endergebnis bestimmt. Ein Drittel zählt das HR-Instrumentarium.

Für die aktuelle „Top Job“-Runde haben sich 103 mittelständische Firmen beworben. 93 Unternehmen dürfen das Siegel tragen. Insgesamt wurden 19.884 Mitarbeitende befragt. Gut die Hälfte arbeitet in Familienunternehmen. Unter den Top-Arbeitgebern finden sich 21 nationale und elf Weltmarktführer. Im Durchschnitt beschäftigen die Unternehmen 305 Mitarbeiter und die Frauenquote in Führungspositionen liegt bei durchschnittlich 23 Prozent.

Seit 2002 arbeiten mittelständische Unternehmen mit „Top Job“ an ihren Qualitäten als Arbeitgeber. Zu dem Projekt gehört auch ein Siegel, mit dem die besten Arbeitgeber ihre Qualitäten sichtbar machen. Die Organisation obliegt der Zeag GmbH – Zentrum für Arbeitgeberattraktivität mit Sitz in Konstanz am Bodensee. Die wissenschaftliche Leitung des Benchmarkings liegt in den Händen von Prof. Dr. Heike Bruch und ihrem Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement.

Das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität wurde 2015 neu gegründet. Unter dem Dach des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität führt die frühere Compamedia-Geschäftsführerin und Zeag-Gründerin Silke Masurat die beiden Projekte „Ethics in Business“ und „Top Job“ weiter. Zeag begleitet damit mittelständische Unternehmen, die auf den Gebieten Personalmanagement und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung bereits Herausragendes leisten oder mittelfristig leisten möchten.

Lindig ist ein 115 Jahre altes Familienunternehmen in vierter Generation. Über 20 Jahre besteht die Vertragshändlerschaft für Gabelstapler und Lagertechnik mit dem europäischen Marktführer Linde Material Handling. Außerdem ist Lindig starker Partner in der deutschlandweiten Arbeitsbühnenvermietung im SystemLift-Verbund. An seinen sechs Standorten in Eisenach, Erfurt, Göttingen, Kassel, Suhl und Wernigerode beschäftigt Lindig fast 300Mitarbeiter.

VERONIKA KÖLLNER

„Strategische Ausrichtung auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung durch gesteigerte Arbeitgeberattraktivität“: Sven Lindig, Geschäftsführer Lindig Fördertechnik GmbH, und „Top Job“-Mentor Wolfgang Clement bei der „Top Job“-Siegel-Übergabe in Berlin.

Foto TJ-ARCHIV

15.02.2016


15.02.2016: Vorjahre übertroffen

17.000 Besucher auf der „Erlebniswelt Modellbau“ in Erfurt.

Besucherrekord: Mit knapp 17.000 Gästen konnte die vierte Ausgabe der Erfurter Modellbaumesse vom 12. bis 14. Februar die Besucherzahlen der Vorjahre deutlich übertreffen.

Im Rahmen der „Erlebniswelt Modellbau“ hatten 100 Firmen, Vereine, Institutionen, Händler und Privataussteller auf 18.000 Quadratmetern Fläche das gezeigt, was der Modellbau aktuell zu bieten hat. Eisenbahnen, Trucks, Panzer, Bagger, Traktoren, Schiffe, Flugzeuge, Drohnen und vieles mehr waren in Aktion zu erleben.

Highlights waren unter anderem die „Mobile LegoStadt“, das große Vorführbecken für Schiffsmodelle und U-Boote, die Flugvorführungen direkt in der Halle, ein Truck-Trail sowie eine Drift-Area. Eisenbahnliebhaber kamen auf einer Fläche von zirka 1000 Quadratmetern auf ihre Kosten. Zahlreiche Anlagen aus Thüringen, anderen Teilen Deutschlands und der Schweiz präsentierten sowohl Nachbauten von Originalstrecken als auch frei erfundene Landschaften.

PM-MEG

 

15.02.2016


14.02.2016: „Daueraufgabe“

Investitionen schützen vor künftigen Fluten: Land arbeitet derzeit an 100 Hochwasserschutz-Projekten.

In Thüringen werden derzeit mehr als 100 verschiedene Hochwasserschutzprojekte vorangetrieben. Das teilte das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz am 14. Februar in einer Medieninformation mit. Dabei handele es sich um 70 Bauprojekte, die sich entweder in der Planung, in der Bauausführung oder der Baunachbereitung befinden, sowie sieben Pegelbaumaßnahmen. Des weiteren würden zur Zeit zirka 23 Hochwasserschutzkonzepte erarbeitet, die als Grundlage für zukünftige Bauprojekte dienen.

Hinzu komme eine Vielzahl von Baumaßnahmen der Gewässerunterhaltung und der naturnahen Gewässerentwicklung.

„Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne). „Jeder Euro, den wir in den vorbeugenden Hochwasserschutz investieren, hilft, Bürger, Städte und Dörfer sowie Betriebe vor künftigen Fluten zu schützen.“ Allein das 2013er Hochwasser hat in Thüringen einen Gesamtschaden von zirka 450 Millionen Euro verursacht, an dessen Beseitigung noch heute gearbeitet wird.

Planerische und bauliche Schwerpunkte des vorbeugenden Hochwasserschutzes im Jahr 2016 sind die 2013 vom Hochwasser besonders betroffenen Ortslagen an Pleiße und Weißer Elster zum Beispiel Gößnitz, Gera, Greiz, sowie Ortslagen nördlich von Gera. Ebenso wird das Hochwasserschutzkonzept für die Saale mit Schwerpunkt Jena erarbeitet.

Die Stadt Eisenach mit ihrem hohen Schadenpotential steht auch auf dem Jahresprogramm. Das Vorhaben Eisenach-Stedtfeld wurde vorgezogen und ist bereits im Bau.

In Mittelthüringen liegen die Schwerpunkte an der Unstrut und der Ilm sowie der nördlichen Geraaue in Erfurt und in Sömmerda.

Südthüringen hat neben Eisenach ebenso die Orte Eisfeld und Sachsenbrunn, Schleusingen, Themar, Meiningen, Pferdsdorf und Hörschel sowie die Flüsse Hasel und Schmalkalde im Fokus. Hinzu kommt die obere Werra wegen der häufigen Betroffenheit der Orte.

Bau und Planung am Flutgrabenwehr in Mühlhausen sowie Abschnitte der unteren Zorge (Windehausen, Bielen Görsbach) und Schönewerda an der Unstrut stehen in Nordthüringen auf der Prioritätenliste.

Darüber hinaus wird für alle Gewässer erster Ordnung in den kommenden Jahren die Betroffenheit überprüft und es werden Möglichkeiten zur Erhöhung der Hochwassersicherheit in Hochwasserschutzkonzepten erarbeitet.

Außerdem gibt es zirka 30 Hochwasserschutzprojekte an den Gewässern zweiter Ordnung, für die die Kommunen zuständig sind und die vom Land gefördert werden.

Insgesamt stehen 2016 aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln etwa 35 Millionen Euro für bauliche und nicht-bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung.

Auch die Finanzierung künftiger Hochwasserschutzprojekte sei laut Umweltministerium hinsichtlich der EU- und Bundesförderung gut ausgestattet. Der Landesanteil solle ab 2017 um zirka zehn Millionen Euro aufgestockt werden. Das sei unter anderem nötig, weil die Ertüchtigung der alten Deiche, die zu 90 Prozent erneuert oder teilerneuert werden müssen, nur aus Landesmitteln finanziert werden könne, betonte die Ministerin.

Im Landesprogramm Hochwasserschutz, das gemeinsam mit den Thüringer Städten und Gemeinden erarbeitet wurde, finden sich insgesamt mehr als 3000 Einzelprojekte, die mit einem Gesamtvolumen von zirka 280 Millionen Euro bis 2021 realisiert werden sollen. Die Endfassung soll in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

MI-TMUEN

 

14.02.2016


13.02.2016: Erlebnis Gravitationswellen

„100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie – Einstein inside": Multimediale Mitmachausstellung im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg.

Seit dem 11. Februar 2016 wissen wir es offiziell: Die Detektoren der Laser-Interferometer in Livingston und Washington, USA, haben am 14.September 2015 das allererste zweifelsfreie Signal einer Gravitationswelle aufgefangen. Das ist eine wissenschaftliche Sensation, denn damit ist bewiesen, daß es diese Vibrationen des Raumes tatsächlich gibt. Diese neue Beobachtungstechnik erlaubt uns Einblicke in bisher verborgene Ereignisse und Objekte wie etwa Neutronensterne, Schwarze Löcher oder den Urknall.

Doch was sind eigentlich Gravitationswellen, wodurch entstehen sie und wie mißt man sie? Das alles behandelt in verständlicher und unterhaltsamer Weise die seit kurzem im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg laufende multimediale Mitmachausstellung „100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie – Einstein inside". So kann man sich zum Beispiel auf einem speziellen Stuhl von (simulierten) Gravitationswellen durchrütteln lassen oder auch Laser-Experimente durchführen.

Die brandaktuellen Entdeckungen sind auch Thema spezieller Vortragsveranstaltungen in den nächsten Tagen und Wochen.

DPK-AMSWS

 

13.02.2016


12.02.2016: „Fatales Signal“

Junge Union Thüringen ruft zu massivem Widerstand gegen den geplanten „schulpolitischen Kahlschlag“ der rot-rot-grünen Landesregierung auf.

Die Junge Union Thüringen ruft zu massivem Widerstand gegen den ihrer Meinung nach geplanten schulpolitischen Kahlschlag der rot-rot-grünen Landesregierung auf. Die Zeitung „Freies Wort" hatte am 12. Februar berichtet, daß die Landerregierung Mindestgrößen für alle Schularten plane, die das massenhafte Aus für kleinere Grund- und Regelschulen in Thüringen bedeuten würde.

Der JU-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner sagte am gleichen Tag dazu in Erfurt: „Wenn Rot-Rot-Grün an diesen Plänen festhalten sollte, werden wir massive Proteste gegen diesen schulpolitischen Kahlschlag organisieren. Das ist ein weiterer Angriff auf den ländlichen Raum und ein fatales Signal an die Schülerinnen und Schüler im Freistaat. Offenbar plant die Linke Bildungsministerin nicht nur den zentralistischen Durchgriff ihres Ministeriums auf das kommunale Schulnetz, sondern auch die Errichtung großer Bildungskombinate. Pädagogische Vielfalt wird zugunsten von schulpolitischer Planwirtschaft platt gemacht. Wir werden dafür kämpfen, daß die Schule im Dorf bleiben kann und weiterhin das Prinzip ,kurze Beine-kurze Wege‘ gilt."

Gruhner fordert Bildungsministerin Birgit Klaubert auf, umgehend für Klarheit zu sorgen und alle Beteiligten in ihre Pläne einzuweihen. „Gremien wie die Landesschülervertretung und die Landeselternvertretung müssen jetzt umgehend informiert und beteiligt werden. Es kann nicht sein, daß hier einfach zentralistisch durchregiert werden soll." Der JU-Vorsitzende vermutet zudem, daß die Pläne des Bildungsministeriums die flächendeckende Einführung der Gemeinschaftsschule zum Ziel hätten. „Die vom Ministerium vorgesehenen hohen Mindestanforderungen für Grund- und Regelschulen dienen dazu, Grund- und Regelschulen zu zwingen, sich zu Gemeinschaftsschulen zusammenzuschließen. Wer so agiert, hat kein Interesse an der Vielfalt der Schulformen, sondern forciert die Einheitsschule durch die Hintertür", so Gruhner.

PM-JUT

 

12.02.2016


12.02.2016: „Das ist eine gute Nachricht“

Neues Bürgschaftsprogramm erleichtert Kredite für Landwirte.

„Erstmalig“, teilte Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) am 11. Februar mit, „steht nun auch dem Agrarsektor ein Finanzierungsinstrument der Bürgschaftsbank zur Verfügung, mit dem Investitionskredite in Landwirtschafts-, Gartenbau-, Forst- und Fischereibetrieben abgesichert werden können.“ Damit werde der Zugang zum Kapitalmarkt insbesondere für Existenzgründer, bei Betriebsnachfolgen oder in Unternehmen mit geringer Eigenkapitalausstattung deutlich erleichtert. „Das ist eine gute Nachricht für unsere Landwirte, denn somit bleiben – auch in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Phase - notwendige und Erfolg versprechende Investitionsvorhaben weiter realisierbar“, betonte die Ministerin.

Die Hausbanken können sich beim Ausreichen von Programmkrediten der Landwirtschaftlichen Rentenbank, das Risiko eines Kreditausfalls zu 60 Prozent durch die Bürgschaftsbank absichern lassen. Verbürgbar sind Investitionskredite bis zu einer Höhe von einer Million Euro (bei Existenzgründern bis zu 500.000 Euro). Der Bürgschaftsnehmer entrichtet hierfür eine Bürgschaftsprovision, deren Höhe – ebenso wie der Kreditzins – von der Bonitätseinstufung durch die Hausbank abhängt. Reine Betriebsmittel oder Liquiditätskredite, ebenso wie Umschuldungen und Sanierungen sind hiervon ausgenommen.

Die Beantragung erfolgt im Online-Verfahren durch die Hausbank. Als Ansprechpartner für Kreditnehmer und Hausbanken stehen die Bürgschaftsbank (zu Fragen der Besicherung) und die Landwirtschaftliche Rentenbank (für Fragen des Förderdarlehens) zur Verfügung. Die Entscheidung über eine Bürgschaftsvergabe soll nach Vorliegen aller Unterlagen sehr zügig, das heißt in der Regel innerhalb von zehn Arbeitstagen erfolgen.

Entwickelt wurde das Programm von den deutschen Bürgschaftsbanken (VDB) in Kooperation mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Die Mittel für das bundesweite Programm kommen aus dem EU-Programm Cosme Cosme = Competitiveness of Enterprises and Small and Medium-sized Enterprises; deutsch.: EU-Programm für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und für KMU . Mit einer Rückbürgschaft des EIF (Europäischer Investitionsfonds) können – zunächst befristet bis September 2018 - Bürgschaften über insgesamt 400 Millionen Euro vergeben werden. Damit wird ein Kreditvolumen von rund 670 Millionen Euro ermöglicht.

MI-TMIL

 

12.02.2016


11.02.2016: Fachwissen

Intensivausbildung ist einmalig in Deutschland.

Normalerweise benötigt man 12 Monate, um einen Abschluß als „Meister“ zu erlangen. Jetzt wird eine Variante angeboten, wo dies bereits nach zirka neun Monaten möglich ist. Die Basis dazu bildet eine „Intensivausbildung“ in der Erfurt Bildungszentrum gGmbH, welche 2014 ins Leben gerufen wurde. Am 3. Februar wurde hier der inzwischen 2. Jahrgang offiziell verabschiedet. Die Erfolgsquote der bereits Ende 2015 abgelegten Prüfungen betrug 100 Prozent. 12 Meister aus den Bereich „Metall“, „Elektrotechnik“ und „Mechatronik“ werden jetzt die Industrie mit ihrem Fachwissen verstärken. Diese Aufstiegsbildung ist eine Kombination von berufsbegleitenden Lehrgängen und Vollzeitkursen und einmalig in Deutschland. Die Prüfung erfolgt nach den bundesweit einheitlichen Maßstäben durch die Industrie- und Handelskammer und endet mit einem Abschluß als „geprüfter Industriemeister“. Ende Februar werden die Teilnehmer die Meisterzeugnisse erhalten.

„Wir sind speziell vom Automotive Thüringen e.V. angesprochen worden, ob so etwas möglich sei, da der Bedarf an qualifizierten Meistern gestiegen sei“, erläutert Manuela Wolff, welche im ebz für diese Ausbildung zuständig ist. So habe man gemeinsam mit der Thüringer Stiftung für Bildung und berufliche Qualifizierung ein ansprechendes Konzept entwickelt.

Angesprochen werden hier ambitionierte Facharbeiter, die parallel zu ihrer Arbeit diese Ausbildung absolvieren. Der „Theorieanteil“ entspricht dabei genau der normalen Meisterausbildung. „Das Besondere liegt darin, daß die praktischen Übungsphasen im Selbststudium vertieft werden können. Die Dozenten sind dabei wichtige Ansprechpartner, die zu jeder Zeit zur Verfügung stehen“, erklärt Manuela Wolff. Die Nachfrage sei groß. Bereits jetzt lägen Anmeldungen für die nächsten Kurse vor, welche am 13. Mai 2016 beziehungsweise am 6. Januar 2017 beginnen.

„Der Abschluß und die Perspektive, selbst Personal zu führen, hat mich zu dieser Ausbildung geführt“, sagte Rico Kirchner, welcher bereits bei der Mitec Automotiv AG in Eisenach –einem Zulieferer der Autoindustrie – gelernt hat und jetzt als Fertigungsmeister tätig ist. Die Empfehlung dazu kam von einem Kollegen, welcher im vorherigen Lehrgang hier die Meisterausbildung erfolgreich absolviert hatte. Die leichten Anfangsprobleme in der Theorie habe er schnell überwunden und sich dann besonders im Praxisteil sehr wohl gefühlt. „Ich kann diese Ausbildung nur weiterempfehlen“, lautet das Fazit von Kirchner.

MICHAEL SCHLUTTER

 

11.02.2016

 

Große Nachfrage: Rico Kirchner (links) und Alexander Böse von der Mitec Automotiv AG konnten im ebz an modernster Technik lernen.

Fotos (3): MICHAEL SCHLUTTER

 

 

Abschluß mit Perspektive: Fertigungsmeister Rico Kirchner will zukünftig bei der Mitec Automotiv AG selbst Personal führen.

 

Erfolgreicher Abschluß: Michael M. Lison (2.von links) Projektmanager des Automotive Thüringen e.V. freut sich mit den Absolventen und ihren Ausbildern.


11.02.2016: Mangellage

Mietpreisbremse: Erfurt und Jena werden zum Stoppschild für Wohnungsbau-Investoren.

„Die Mietpreisbremse in Erfurt und Jena ist ein Stoppschild für Investoren. Niemand erstellt oder kauft eine Immobilie mit bereits vorprogrammiert eingefrorenen Mieten“, sagt Steffen Bieder, Geschäftsführer des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Landesverband Mitteldeutschland.

Der BFW Mitteldeutschland geht davon aus, daß die Mietpreisbremse die Mangellage in den betroffenen Kommunen verstetigt und neue Probleme schafft. Nur wenn Bestandsmieten bei der Weitervermietung marktkonform angepaßt werden könnten, seien dringend erforderliche Investitionen in Neubau sowie in Instandhaltung und Sanierungen realisierbar. „Die Erweiterung des Wohnraumangebotes ist der einzige wirksame Mieterschutz. Mehr Angebot führt automatisch zu sinkenden Preisen“, so Steffen Bieder. Der Immobilienverband befürchtet außerdem, daß die Mietpreisbremse sich künftig auf Projekte der sozialen Mietwohnraumförderung auswirkt. Wohnungen, die in den Folgejahren aus der Bindung fallen, könnten noch langsamer als bisher an die Marktmiete herangeführt werden. Dies mache solche Projekte unwirtschaftlich.

Jetzt würden sich zudem die Fehler der Vergangenheit rächen. Statt auf die Forderungen der Immobilienwirtschaft einzugehen, hätte der Freistaat eine künstliche Zwangslage der Wohnungsmärkte herbeigeführt – durch den Abriß von Beständen kommunaler Wohnungsunternehmen und Nichtzulassung von innerstädtischen Neubau unter erheblicher Verschwendung von Steuergeldern. Die Folge beobachte man in Erfurt und Jena: Wenn die Kommunen die vom BFW Mitteldeutschland geforderte jährliche Neubauersatzrate von einem Prozent des Immobilienbestandes in den vergangenen zehn Jahre praktisch umgesetzt hätten, würde es eine ausgeglichene Wohnungsmarktentwicklung bis in die Gegenwart geben – ohne daß staatliche Eingriffe, wie die Mietpreisbremse, notwendig wären. Der BFW Mitteldeutschland ruft deshalb dazu auf, Bauland für Neubau zügig auszuweisen, Baugenehmigungsverfahren zu vereinfachen und Baurecht für Neubau schneller zu schaffen. Nur so könne es in Erfurt und Jena einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt geben.

Ein weiterer Kritikpunkt des BFW Mitteldeutschland im Vorfeld der Mietpreisbrems-Einführung sind Mängel bei der Datenerhebung. So gebe es in dem Verordnungsentwurf bislang keinerlei Differenzierung nach Wohnungsteilmärkten, es fehlten aktuelle Leerstandsdaten der letzten zwei Jahre und eine detaillierte Beurteilung des Marktes mit Differenzierung nach Nachfragegruppen.

„Die Mietpreisbremse muß ausbleiben. Dazu hat die Landesregierung die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen stärker im Fokus zu behalten. Wie die Erfahrung zeigt, führen staatliche Eingriffe zu ungewollten Nebeneffekten, die erneut mit staatlichen Eingriffen behoben werden müssen. Das kann nicht Sinn einer effizienten Wohnungsbaupolitik sein“, so Bieder.

„Als Vertreter der privaten mittelständischen Immobilienwirtschaft in Thüringen stehen wir hier für die Suche nach einer marktgerechten wohnungspolitischen Lösung gern zur Verfügung. Dafür muß die Landesregierung auch die Bereitschaft zeigen, mit der privaten Wohnungswirtschaft in intensiven Kontakt zu treten“, erklärt der BFW-Landesgeschäftsführer.

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören rund 1900 Mitglieder und verbundene Unternehmen an, wobei Mitteldeutschland durch einen starken Regionalverband mit rund 180 Unternehmen vertreten wird. Die Mitgliedsunternehmen des BFW verwalten einen Wohnungsbestand von über 3,1 Millionen Wohnungen, in denen rund 7,2 Millionen Menschen leben. Dies entspricht einem Anteil von mehr als 14 Prozent des vermieteten deutschen Wohnungsbestandes. Zudem verwalten sie Gewerberäume von zirka 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche. Mehr als eine Million Beschäftigte arbeiten in den Büros, Einkaufszentren, Hotels, Gastronomiebetrieben und Logistik-Flächen der BFW-Mitgliedsunternehmen. 2015 repräsentierten die Mitgliedsunternehmen ein Investitionsvolumen im Wohnungsbau, einschließlich der Grundstücksinvestitionen und Maßnahmen in den Bestand, von zirka 13 Milliarden Euro.

SWENIA TEICHMANN

 

11.02.2016


10.02.2016: Offener Umgang

Schule soll digitaler werden: Diskussion von Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke) und IT-Sicherheitsexperte mit Schülern, Lehrern und Eltern am Safer Internet Day 2016.

Thüringens Jugend- und Bildungsministerin Birgit Klaubert (Die Linke), weitere Experten und Betroffene diskutierten aus Anlaß des Safer Internet Day 2016 am 9. Februar in Gera mit Eltern, Lehrern und Schülern. Mehr als 70 Anwesende waren der Einladung von Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und Landeszentrale für politische Bildung (LZT) in das Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium gefolgt. Die Veranstalter starteten damit ihre neue Reihe zu Herausforderungen der digitalen Mediengesellschaft zum Thema „Zwischen Privatheit und Öffentlichkeit – Sicher und verantwortungsvoll online in Zeiten von Social Media und Big Data“ im Rahmen der Thüringer Mediengespräche der TLM.

Die Thüringer Bildungsministerin sprach sich in der Diskussion für einen offenen Umgang mit modernen Medien in den Schulen aus, da Verbote hier nicht helfen würden. Sie wünsche sich, daß die Arbeit mit modernen Medien ganz selbstverständlich im Schulalltag sei, so Klaubert. Dafür müsse zum Beispiel die Medienbildung auch in der Lehrerausbildung eine noch bedeutsamere Rolle spielen. Gleichzeitig ermutigte sie Schulen, sich stärker zu öffnen, Experten mit speziellen Kenntnissen zu Medienthemen einzuladen, offene Unterrichtsformen zu wählen und auch die Eltern stärker einzubeziehen, zu sensibilisieren und gemeinsames Lernen zu ermöglichen.

„Jedem Mediennutzer muß bewußt sein, welche Daten er mit der einfachen Nutzung von Laptop, Smartphone, Tablet oder von Facebook, WhatsApp und einem kostenlosen E-Mail-Programm über sich preisgibt oder ungeschützt zugänglich macht. Darüber gilt es, aufzuklären. Nutzer brauchen konkrete Tips und Hinweise zu Chancen und Risiken der neuen Medienwelt“, betonte TLM-Direktor Jochen Fasco.

Der IT-Sicherheitsexperte Stefan Schumacher vom Magdeburger Institut für Sicherheitsforschung machte in seinem Vortrag „Das Überall-Netz. Sicher unterwegs mit Smartphone, Tablet und Co.“ deutlich: „In jeder Sekunde finden weltweit Angriffe auf digitale Daten statt. Zu glauben, daß man selbst verschont bleibt, ist falsch“. Er zeigte auf, wie man den Paßwortschutz verbessern kann und plädierte dafür, daß jeder behutsam und sparsam mit seinen Daten umgehen sollte, auch in einem gefühlt sicheren digitalen Raum.

Franz-Josef Schlichting, Leiter der LZT, ergänzte: „Es stellt sich zunehmend die Frage, wie selbstbestimmt der Mensch in der digitalen Welt noch ist beziehungsweise sein wird. Da es kaum bemerkt und bewußt wird, wie man sich auf schleichendem Weg in eine Art ,digitale Knechtschaft‘ bewegen kann, haben wir es mit einer besonderen Herausforderung zu tun, die öffentlicher Aufklärung und Medienbildung bedarf.“

GPM- TLM-TMBJS-LZT

 

10.02.2016


10.02.2016: Zusammenlegung

Apolda ist 2017 Gastgeber sowohl für die Landesgartenschau als auch für den Thüringentag. Die Stadt Sömmerda erhielt den Zuschlag zur Ausrichtung des Landesfestes im Jahr 2019.

Das Thüringer Kabinett hat am 9. Februar in seiner Sitzung über die Ausrichtung der kommenden beiden Thüringentage entschieden. Den Zuschlag für 2017 erhält die Stadt Apolda, wo im selben Jahr auch die Landesgartenschau stattfinden soll. Im Jahr 2019 wird die Stadt Sömmerda zum bedeutendsten Landesfest Thüringens einladen. Das teilte die Thüringer Staatskanzlei auf ihrer Internetseite mit.

Der Freistaat werde die Thüringentage mit jeweils 150.000 Euro bezuschussen. Ferner werde die Staatskanzlei in Auswertung der bisherigen Thüringentage ein Handbuch erstellen, das die Kommunen bei der Organisation und Durchführung unterstützen soll.

Der Thüringentag fand erstmals im Jahr 1996 statt und wird im kommenden Jahr in Apolda bereits zum 16. Mal ausgerichtet. Ursprünglich wurde er jährlich durchgeführt; seit 2007 findet er alle zwei Jahre statt.

Das Ziel des Thüringentages besteht laut Staatskanzlei darin, „die Identifikation der Thüringerinnen und Thüringer mit ihrem Land zu fördern sowie Heimatgedanken und Brauchtum zu pflegen“. Während der drei Veranstaltungstage würden sich Vereine und Verbände aus dem ganzen Land präsentieren, außerdem seien Politik, Wirtschaft und Medien mit eigenen Informationsständen vertreten. „Dabei gehören die kulturellen Veranstaltungen sowie der traditionelle Festumzug am Sonntag zu den Höhepunkten. Somit bietet der Thüringentag für das Land und die ausrichtende Stadt ein hervorragendes Podium für ein überregionales Standortmarketing.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring begrüßte den Beschluß des Kabinetts zur Ausrichtung der Thüringentage 2017 und 2019 in den Städten Apolda und Sömmerda. „Damit greift die Landesregierung einen Vorschlag der CDU auf, den Thüringentag mit Landesgartenschauen zu kombinieren, wenn sie im gleichen Jahr stattfinden", sagte Mohring. Ein entsprechender Antrag war im September vergangenen Jahres noch an den Stimmen der Koalitionsfraktionen im Landtag gescheitert. „Es freut mich, daß unsere guten und beharrlich vorgetragenen Argumente auch nach der ablehnenden Landtagsentscheidung die Landesregierung doch noch überzeugt haben", sagte Mohring.

Die Stadt Apolda hatte sich bereits mit Stadtratsbeschluß vom 9. September 2015 um die Ausrichtung des Thüringentages beworben. Dem lag ein Antrag der Stadtratsfraktion von CDU und Freien Wählern zugrunde. 2015 hatte die Landesgartenschau in Schmalkalden und der Thüringentag in Pößneck stattgefunden. „Werden beide Ereignisse zusammengelegt, kommt das der Landesgartenschau und dem Thüringentag zugute. Die Finanzierung der Durchführung derartiger Großereignisse steht und fällt mit der Besucherzahl. Mit einer Kombination der Veranstaltungen sorgen wir für mehr Planungssicherheit und Synergieeffekte", ist Mohring überzeugt. Im Jahr 2017 wird auch ganzjährig an das Reformationsjubiläum erinnert.

Auch Sömmerda bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende als „gute Wahl. Der zentrale Ort im Thüringer Becken bekommt damit etwas von der Aufmerksamkeit, die er verdient", so der Unionspolitiker.

PM-TSK-CDU-TL

 

10.02.2016


09.02.2016: Rekordkulisse

Zuspruch mehr als verdoppelt: 24. Politischer Aschermittwoch der CDU in Apolda mit über 1000 Gästen.

Der Politische Aschermittwoch der CDU Thüringen, der seit dem letzten Jahr bei der gastgebenden CDU Weimarer Land in der Vereinsbrauerei in Apolda stattfindet, ist die größte Aschermittwochsveranstaltung im Freistaat und mutiert nunmehr zu den größten politischen Stammtischen der Christdemokraten in Deutschland.

Vor einer Rekordkulisse von mehr als 1000 Gästen werden zur Veranstaltung am 10. Februar 2016 neben dem Thüringer CDU-Landeschef Mike Mohring, „Mister Aschermittwoch“, der frühere Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (CSU) und der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Prof. Dr. Bernhard Vogel zu den Gästen sprechen.

In den letzten beiden Jahren hat sich laut einer Pressemitteilung der Thüringer CDU der Publikumszuspruch mehr als verdoppelt, deshalb mußte die Partei von Bad Sulza nach Apolda umziehen. Nun ist auch die Vereinsbrauereihalle ausverkauft. Erwartet wird die komplette Führungsspitze der Thüringer Christdemokraten.

PM-CDUT

 

09.02.2016


09.02.2016: Umwandlung

Aufwertung des praxisorientierten dualen Studiums: Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Dualen Hochschule Gera–Eisenach.

Das Thüringer Kabinett hat am 9. Februar den Gesetzentwurf zur Dualen Hochschule Gera–Eisenach beschlossen. Mit dem Gesetz soll die bisherige Staatliche Studienakademie Thüringen, die die Berufsakademien (BA) an den Standorten Gera und Eisenach umfaßt, offiziell in eine Hochschule – die insgesamt zehnte staatliche Hochschule in Thüringen – umgewandelt werden. Der Gesetzentwurf wird jetzt zur weiteren Beratung in den Thüringer Landtag eingebracht. Dessen Zustimmung vorausgesetzt, geht die Duale Hochschule noch im ersten Halbjahr 2016 an den Start.

„Mit der Umwandlung werden Gera und Eisenach zu Hochschulstandorten“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Damit würden beide Standorte als Bildungs-, aber auch als Wirtschaftsstandorte gestärkt. „Unser vorrangiges Ziel ist es, das praxisorientierte duale Studium in Thüringen weiter auszubauen“, so der Minister. Dazu sollen insbesondere die bestehenden Hürden bei der Anerkennung der BA-Studienabschlüsse und bei der Gewinnung von Studierenden und qualifiziertem Lehrpersonal beseitigt werden.

Die Grundidee, die Ausbildung in einem Unternehmen mit einem Studium auf Fachhochschulniveau zu verknüpfen, werde der Markenkern und das Alleinstellungsmerkmal der Dualen Hochschule innerhalb der Thüringer Hochschullandschaft bleiben, betonte Tiefensee: „Eine solche Einrichtung ist angesichts der hohen Verbleibquote ihrer Absolventen in der Region und ihrer enormen Bedeutung für die regionale Fachkräftesicherung auch wirtschaftspolitisch absolut sinnvoll und notwendig.“

Mit der Umwandlung erhält die bisherige Studienakademie den rechtlichen Status einer Hochschule. Zugleich wird damit die Finanzierung der Einrichtung schrittweise von 8,1 Millionen Euro in diesem auf 11,3 Millionen Euro im Jahr 2019 erhöht. Die Mittel fließen vor allem in zusätzliche Lehr- und Forschungsangebote sowie Personal. So werden unter anderem zehn zusätzliche Professorenstellen sowie sechs festangestellte Verwaltungs- beziehungsweise Mitarbeiterstellen (Laboringenieure) geschaffen. Die Anzahl der Studierenden soll von derzeit rund 1200 auf 1500 gesteigert werden. Damit kann in deutlich mehr der bislang rund 1600 Partnerunternehmen der Studienakademie eine duale Ausbildung unterstützt werden.

Mit der Überführung in die Duale Hochschule werden die bisherigen staatlichen Abschlüsse der Studienakademie zu „echten“ Hochschulgraden aufgewertet. Mit der Umwandlung verbunden ist auch der Auftrag zu Forschung und Weiterbildungsangeboten. Bewährte Elemente der bisherigen Studienakademie werden aber zwingend beibehalten: Dazu zählt die enge Kooperation mit betrieblichen Ausbildungsstätten und das Studienkonzept mit dreimonatigem Wechsel von Theorie- und Praxisphasen, der stärkeren Bindung der Studierenden an Lehrpläne und der Verzicht auf Semesterferien.

Die Berufsakademie Thüringen wurde im Jahr 1998 als Körperschaft öffentlichen Rechts gegründet; an ihre Stelle trat 2006 die Staatliche Studienakademie Thüringen, die die beiden Berufsakademien unter einem Dach vereinte. Derzeit verzeichnet die Studienakademie insgesamt 1243 Studierende in drei Studienbereichen mit insgesamt zehn Studienfächern. Das wissenschaftliche Personal umfaßt 41 Professoren und zirka 300 Lehrbeauftragte, hinzu kommen rund 30 nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter.

STEPHAN KRAUSS

 

09.02.2016


09.02.2016: Regeln verdeutlichen

Wie kann das Abgleiten junger Muslime in den Islamismus bis hin zur terroristischen Gewalt verhindert werden: Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring diskutierte mit Psychologen und Autor Ahmed Mansour.

Wie kann das Abgleiten junger Muslime in den Islamismus bis hin zur terroristischen Gewalt verhindert werden? Darüber diskutierte Thüringens CDU-Fraktionsvorsitzender Mike Mohring am 8. Februar in der Sendung „Das Duell“ bei n-tv mit dem Moderator Heiner Bremer und dem Psychologen und Autor Ahmed Mansour.

Für Mohring kommt es darauf an, daß der Staat seine Regeln und Ordnungen verdeutlicht und auch durchsetzt. Das betrifft nach den Ansichten des Fraktionsvorsitzenden die Regeln des täglichen Lebens ebenso wie die Achtung vor dem Gesetz. Die Sicherheitsbehörden müssen nach seiner Überzeugung jedoch auch in der Lage sein, Gefahren zu erkennen und präventiv zu wirken. Dafür habe der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren viel getan. Genauso wichtig ist für den Unionspolitiker die Begleitung junger Menschen, damit sie sich einleben können. „Ein Patensystem könnte die Integration beschleunigen“, ist Mohring überzeugt. Entscheidende Schlüssel sind für ihn jedoch das Erlernen der deutschen Sprache und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Mohring stimmte mit Mansour überein, daß es einfacher ist, Radikalisierungstendenzen im Anfangsstadium zu unterbrechen, statt junge Menschen aus den Fängen der Islamisten wieder herauszuholen. In beiden Fällen können nach seiner Überzeugung Beratungsnetzwerke gegen Radikalisierung einen wesentlichen Beitrag leisten.

PM-CDU-TL

 

09.02.2016


08.02.2016: Weniger Investitionen

Drei Prozent mehr Umsatz, aber deutlicher Rückgang der Investitionen: Durchwachsene Bilanz im Thüringer Bauhauptgewerbe für das Geschäftsjahr 2014.

Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes investierten im Jahr 2014 insgesamt 8,8 Prozent weniger als im Jahr 2013. Die Bruttoanlageninvestitionen der Unternehmen des Bauhauptgewerbes beliefen sich auf 47 Millionen Euro und damit knapp fünf Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik bildeten Investitionen in Ausrüstungen, Neuanschaffung von Maschinen (zum Beispiel Kräne) und Baugeräten sowie Baustellenausstattungen (Gerüste und Schalungen) mit 44 Millionen Euro den Hauptanteil. In Immobilien (Grundstücke mit und ohne Gebäude) wurden gut drei Millionen Euro investiert, 22 Prozent mehr als 2013.

In die Investitions- und Unternehmenserhebung für das Jahr 2014 wurden die Thüringer Bauhauptunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten einbezogen. Insgesamt haben 89 Prozent der Unternehmen im Jahr 2014 Investitionen getätigt. Der im Rahmen dieser Erhebung ermittelte Umsatz im Kalenderjahr 2014 belief sich für alle befragten Unternehmen auf 1,5 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 2,9 Prozent gegenüber 2013.

Die Investitionsquote (Verhältnis der Investitionen zum Gesamtumsatz) lag im Jahr 2014 bei 3,1 Prozent und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte.

PM-TLS

 

08.02.2016


07.02.2016: „Für gelegentliche Provokationen bekannt“

Forderung nach Personenschutz „absurd“: Thüringer Innenminister über Landrats-Forderung verwundert.

Thüringens Innenminister Dr. Holger Poppenhäger (SPD) zeigte sich verwundert über das Begehren von Landrat Hans-Helmut Münchberg, Personenschutz zu einer Diskussion mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zu begehren. Das geht aus einer Medieninformation des Freistaates Thüringen vom 5. Februar hervor „Falls sich Herr Münchberg irgendwann einmal wirklich bedroht fühlt, sollte er sich unmittelbar an die örtliche Polizei wenden. Personenschutz kann man nicht bestellen. Allein die Sicherheitsbehörden nehmen eine individuelle Gefährdungseinschätzung vor und ergreifen dann die geeigneten Maßnahmen“, erklärte der Innenminister. Ein Anspruch oder - soweit ersichtlich - konkreter Anlaß für Personenschutz, wie dies der Landrat des Weimarer Landes in seinem Schreiben fordere, sei nicht vorhanden.

Der parteilose Hans-Helmut Münchberg hatte für den Besuch einer Veranstaltung im Weimarer Café Gedankenfrei am 6. Februar Personenschutz von Innenminister Dr. Holger Poppenhäger begehrt. Dort fand auf Einladung der Linken im Beisein von Ministerpräsident Bodo Ramelow eine Diskussion zur Verwaltungs-, Gebiets- und Funktionalreform statt. Münchberg begründete in dem Schreiben seine Forderung damit, daß „Anhänger der Linken bei Auseinandersetzungen nicht nur auf die Kraft des Wortes, sondern auf Gewalt setzen und dabei zu massiven Gewaltanwendungen gegenüber Sachen und auch Personen neigen und in der Auseinandersetzung anwenden.“

„Herr Münchberg ist für gelegentliche Provokationen bekannt. Aber diese in ein Hilfsschreiben an mich zu kleiden, ist nicht nur absurd, sondern könnte auch einen Mißbrauch der Sicherheitsbehörden darstellen“, mahnte der Minister.

MI-TMI

 

07.02.2016


06.02.2016: Rückläufige Entwicklung

Thüringer Bierabsatz 2015: Negativtrend der letzten Jahre setze sich weiter fort.

3,2 Millionen Hektoliter Bier wurden im Jahr 2015 von den Thüringer Brauereien abgesetzt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5,5 Prozent beziehungsweise 191.000 Hektoliter weniger als im Jahr zuvor. Somit setzte sich die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre weiter fort.

Die Thüringer Brauereien und Bierlager verkauften auf dem deutschen Binnenmarkt mit 2,7 Millionen Hektolitern vier Fünftel ihres gesamten Bierabsatzes. Gegenüber dem Jahr 2014 wurde somit ein Rückgang von 6,9 Prozent verzeichnet. Der Inlandsabsatz war letztes Jahr so gering, wie zuvor nur in den Jahren vor 2001.

Der Auslandsabsatz dagegen konnte geringfügig weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2015 wurden 548.000 Tausend Hektoliter Bier über die Bundesgrenzen hinaus verkauft, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil des Auslandsabsatzes am Thüringer Bierabsatz insgesamt stieg in den letzten Jahren beträchtlich. Wurden vor zehn Jahren rund acht Prozent des Bieres ins Ausland verkauft, so hat sich der Anteil im Jahr 2015 mit 16,7 Prozent mehr als verdoppelt.

Rückläufig ist dagegen weiterhin der Verkauf von Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist der Absatz durch Biermischungen in Thüringen um mehr als zwei Zehntel zurückgegangen. 190.000 Hektoliter Biermischungen wurden 2015 abgesetzt, 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Angaben für Thüringen richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

HEIKE KÖNIG-TLS

 

06.02.2016


05.02.2016: Zusammenarbeit weiter voranbringen

Die Stadt Goslar und die Hochschule Nordhausen veranstalten gemeinsam auf Einladung der Stadt Nordhausen im Rahmen der „Ein Harz“-Initiative am 22. März 2016 eine unter dem Motto „Mehr als Tourismus – Regiopolregion Harz“ stehende Tagung.

Mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Public Management und Governance sollen am 22. März die Projekte und Ideen der Initiative zu einer vertieften bundesländer- und landkreisübergreifenden Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden in und um den Harz weiter vorangebracht werden.

Nach Grußworten der Oberbürgermeister von Nordhausen und Goslar, Dr. Klaus Zeh und Dr. Oliver Junk, werden am Vormittag Kurzvorträge theoretische und praktische Ansatzpunkte der Vernetzung benennen. Dazu konnte unter anderem der geistige Vater des Konzeptes der Regiopole, Prof. Dr. Jürgen Aring, als Referent gewonnen werden. In weiteren Vorträgen wird Prof. Stefan Rettich von der Hochschule Bremen seine Vision der „Republik Harz“ vorstellen. Über die Marke Harz sprechen Carola Schmidt (Harzer Tourismusverband e.V.) und Bernhard Stradner (IDL Worldwide).

Wissenschaftler der Hochschulen Harz und Nordhausen werden nach dem Mittagessen in den Workshops „Verkehr“, „Wirtschaft“ und „Bildung“ mit den teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und ihren Studierenden diskutieren, wie die Ideen konzeptuell durch die Hochschulen begleitet werden können. Geplant ist nach Auskunft der Hochschule Nordhausen, daß aus diesen Workshops im Austausch mit der Praxis Abschlußarbeiten entstehen.

HSPN-PM

 

05.02.2016


05.02.2016: „Linkskoalition auf dem Holzweg“

Thüringer CDU-Politiker Wolfgang Fiedler fordert: Thüringen muß Sonderweg bei V-Leuten beenden.

„Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß der weitgehende Verzicht auf V-Leute ein großer Fehler ist, hat ihn der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes jetzt geliefert." So kommentierte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Wolfgang Fiedler, die Aussagen von Stephan Kramer in einem Interview mit Spiegel Online. Darin hatte der von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) engagierte neue Leiter des Thüringer Verfassungsschutzes erklärt, das Amt befinde sich in einer „schwierigen Situation", weil man „bislang keine Alternativen" zu den abgeschalteten V-Leuten aufbauen konnte.

„Wenn selbst ein des sicherheitspolitischen Konservatismus völlig unverdächtiger Behördenleiter schon nach wenigen Wochen im Amt von der Politik der Landesregierung, die ihn installiert hat, abrückt, zeigt das doch, daß die Linkskoalition hier auf dem Holzweg ist", erklärte Fiedler am 4. Februar in Erfurt. „Die Landesregierung muß ihren Sonderweg im Bereich der inneren Sicherheit endlich beenden und wieder V-Leute einsetzen", so Fiedlers Forderung.

Aufgrund der wachsenden Risiken durch die politische Gewaltkriminalität und zahlloser unkontrollierter Einreisen bräuchten die Sicherheitsbehörden alle rechtlich möglichen Mittel, um Schaden vom Land und seinen Bürgern abwenden zu können, so der CDU-Innenpolitiker weiter. „Die V-Leute sind ein unverzichtbares nachrichtendienstliches Instrument. Mit der bloßen Auswertung von offenen Quellen kann man hochgefährliche Bestrebungen, die häufig konspirativ agieren, nicht allein aufklären", erklärte Fiedler. „Den Innenminister und den Ministerpräsidenten fordere ich deshalb auf, Herrn Kramer in dieser Frage zu unterstützen", so der Abgeordnete abschließend.

FV-CDU-TL

 

05.02.2016


04.02.2016: „Sinnvolle Maßnahme“

Thüringer Finanzministerin Heike Taubert (SPD) begrüßt Vorschläge, um Geldwäscheaktivitäten und Steuerhinterziehung zu verhindern und zu bekämpfen.

„Geldwäsche und Steuerhinterziehung schaden unserer Volkswirtschaft, sie sind zum Schaden der ehrlichen Steuerzahler und unseres Gemeinwesens. Wir können nicht zusehen, daß Teile der Gesellschaft dem Staat Steuereinnahmen vorenthalten und mit Schwarzgeld terroristische und mafiöse Strukturen finanziert werden“, sagt Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD). „Ich begrüße deshalb eine Obergrenze für Bargeldgeschäfte und sehe auch in der Abschaffung der 500-Euro-Scheine eine sinnvolle Maßnahme“, kommentiert Taubert einen entsprechenden Plan der Bundesregierung.

In diesem Jahr ist die Umsetzung der 4. EU-Anti-Geldwäscherichtlinie in nationales Recht vorgesehen. Im Zuge dessen werden weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung diskutiert.

In der Bundesrepublik werden schätzungsweise fast 60 Milliarden Euro jährlich gewaschen. Aufsichts- und Ermittlungsbehörden erlangen jedoch nur von weniger als einem Prozent der kriminellen Gelder Kenntnis. In vielen europäischen Ländern bestehen bereits Obergrenzen für das Bezahlen mit Bargeld, etwa in Belgien 3000 Euro, in Spanien 2500 Euro.

Nach Angaben der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2013 sind fast 600 Millionen Exemplare des 500-Euro-Scheines im Umlauf. Das entspricht einem Gesamtwert von knapp 290 Milliarden Euro und ungefähr einem Drittel des Gesamtwertes aller sich im Umlauf befindlichen Euro-Noten.

Die 500-Euro-Scheine tauchen in Alltagsgeschäften jedoch in der Regel nicht auf, Einzelhändler nehmen diese Scheine oft gar nicht an. Vielmehr wird angenommen, dass 90 Prozent der 500-Euro-Scheine für kriminelle Aktivitäten verwendet werden.

TF-MI

 

04.02.2016


04.02.2016: Bestätigt

Präsidium wieder komplett: Prof. Dr. Regina Möller wird neue Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Universität Erfurt.

Das Präsidium der Universität Erfurt ist wieder komplett. Der Senat hat in seiner Sitzung am 3. Februar die vom Präsidenten Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg vorgeschlagene neue Vizepräsidentin für Studium und Lehre – Prof. Dr. Regina Möller –  bestätigt. Sie ist nun mit Prof. Dr. Susanne Rau (Forschung und Nachwuchsförderung) und Prof. Dr. Heike Grimm (Internationales) die Dritte in der Runde der Vizepräsidentinnen der Uni Erfurt und folgt im Amt auf Prof. Dr. Andrea Schulte, die die Vizepräsidentschaft im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mußte.

Regina Möller ist Professorin für Mathematikdidaktik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Sie studierte Mathematik und Physik an der Universität Mainz, wurde 1989 an der Universität Würzburg promoviert und habilitierte sich 2002 an der Universität Landau in Mathematikdidaktik. Sie war akademischer Rätin an der Universität Landau und hatte Vertretungsprofessuren an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Kassel inne, bevor sie 2002 als Vertretungsprofessorin an der Universität Erfurt tätig wurde. Noch im selben Jahr übernahm Regina Möller dann die Professur für Mathematik und ihre Didaktik. Als Gleichstellungsbeauftragte (2001 bis 2010) der Universität Erfurt leitete sie das „audit familiengerechte hochschule“. Von 2005 bis 2009 war sie Mitglied des Drittmittelprojektes „Bildungsplan bis 10 Jahre“ des Thüringer Bildungsministeriums und verantwortlich für die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften. Seit 2013 fungiert Regina Möller zudem als Länderkoordinatorin für Thüringen beim Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) in Berlin.

Als Vizepräsidentin für Studium und Lehre obliegen ihr nun die Vorbereitungen der anstehenden Akkreditierungen, die für die nächsten Jahre eine der größeren zu bewältigenden Aufgaben für die gesamte Universität sein werden. Außerdem auf ihrer Agenda: die Weiterentwicklung des „Studium Fundamentale“ und die Weiterbildung an der Universität Erfurt. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Präsidium, aber auch der Stabsstelle Qualitätsmanagement in Studium und Lehre“, sagt Prof. Dr. Regina Möller. Als Professorin für Didaktik der Mathematik seien ihr Bildungsprozesse und deren Optimierung seit jeher ein natürliches Anliegen: „Insbesondere in der Lehrerausbildung ist die Fokussierung auf Motivation, Fachkompetenz und Professionswissen für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Vor dem Hintergrund, daß sich die Uni Erfurt als Reformuniversität versteht, finde ich es spannend, nun meine Erfahrungen in den Bereich der Lehre einbringen und ihn noch stärker mitgestalten zu können.“

Nach Ihrem Motto befragt, muß Regina Möller nicht lange überlegen. Sie hält es da ganz mit John F. Kennedy: „Es gibt nur eins, was auf die Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung“.

CARMEN VOIGT

 

04.02.2016


03.02.2016: Voraussetzungen ausnahmslos erfüllt

Friedrichroda wird erneut als Luftkurort anerkannt.

Die Stadt Friedrichroda erhält erneut die Anerkennung als staatlich anerkannter Luftkurort durch das Thüringer Wirtschaftsministerium. Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab am 3. Februar die Anerkennungsurkunde an Bürgermeister Thomas Klöppel. Tiefensee sagte: „Der Tourismus ist für Friedrichroda als Luftkurort mit langer Tradition von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die erneute Anerkennung ohne weitere Auflagen zeugt von der sehr guten kurörtlichen Struktur, die es fortzuführen gilt.“

Friedrichroda erfüllt ausnahmslos alle Voraussetzungen, die für die erneute Anerkennung als „staatlich anerkannter Luftkurort“ notwendig sind. Die Stadt arbeitet zudem intensiv daran, das Premiumprädikat „Staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort“ für die Kernstadt und den Ortsteil Finsterbergen zu erhalten.

Seit 1990 hat das Wirtschaftsministerium die Entwicklung Friedrichrodas bereits mit über neun Millionen Euro Förderung unterstützt und so zum Erhalt des Luftkurortes beigetragen. Gefördert wurden unter anderem der Bau der Touristinformation (1992), die Erschließung des Heilwassers (1995), die Umgestaltung der Kurpromenade (1997) und der Ausbau des Lutherwegs (2012).

Neben den bioklimatischen Bedingungen für einen Luftkurort verfügt die Stadt mit der Ludowingerquelle über ein therapeutisch nutzbares Heilmittel des Bodens und qualifizierte Gesundheitseinrichtungen wie ein Therapiezentrum, verschiedene Kneipp-Anlagen und einen Kurpark. Das hochwertige Beherbergungsgewerbe, das ausgedehnte Wander- und Fahrradwegenetz sowie das Kultur- und Freizeitprogramm stellen die touristische Infrastruktur. Auf Basis eines Infrastrukturplans für die nächsten zehn Jahre soll das Ortsbild verbessert und der Verkehr aus der Innenstadt gehalten werden. Friedrichroda wurde zuletzt im Jahr 2000 und befristet bis 2015 als Luftkurort staatlich anerkannt.

Friedrichroda ist eine Kleinstadt im Landkreis Gotha und liegt auf 430 Meter Höhe. Die Ludowingerquelle Friedrichroda ist das natürliche Heilmittel im Luftkurort. Das Heilwasser wird nicht nur in der Kurmittelabteilung des Parkbades, sondern auch an drei Trinkpavillons angeboten. Im prädikatisierten Ortsteil Finsterbergen (Heilklimatischer Kurort und Luftkurort) sind 53 Prozent und in der Kernstadt Friedrichroda 78 Prozent der Arbeitsplätze im Bereich Tourismus und Gesundheit zu finden. Seit 2011 ist die Zahl von ankommenden Gästen gestiegen (2011: 119.512; 2014:123.293).

PEGGY HOY

 

03.02.2016


03.02.2016: Großer Sprung nach vorn

Die Bad Langensalzer TMP Fenster + Türen GmbH feierte ein gutes Jahr 2015.

Das vergangene Jahr sei wieder „gut gelaufen“. Mit etwa 40 Millionen Euro Umsatz habe man einen leicht gesteigerten Umsatz zum Vorjahr und einen „akzeptablen“ Gewinn erreicht. Das sei bei der heutigen Marktlage in der Branche durchaus nicht üblich, sagte Bernhard Helbing, geschäftsführender Gesellschafter der TMP Fenster + Türen GmbH am 29. Januar zur Jahresabschlußfeier. Über 200 Mitarbeiter, ehemalige Kollegen und Vertreter von Partnerfirmen hatten den Weg in das Kultur- und Kongreßzentrum in Bad Langensalza gefunden.

2015 habe TMP bei der Einführung der „digitalen Technik“ einen großen Sprung nach vorn gemacht. „Wir waren das erste Unternehmen in Deutschland, welches seine Fachbetriebe im Montagebereich mit Tablets ausgestattet hat. So können die Monteure von den Baustellen aus blitzschnell mit uns kommunizieren, auch wenn diese mehrere hundert Kilometer weit weg sind“; sieht Helbing einen „nicht zu unterschätzenden Marktvorteil“.

„Haben Sie den Mut und setzten Sie sich in ihren Teams zusammen, suchen Sie sich ein anspruchsvolles Teamziel und ich gebe Ihnen die Garantie, daß es sich am Jahresende für Sie lohnen wird“, motivierte Helbing seine Mitarbeiter.

So wurde auch an diesem Abend schon traditionell als „Mitarbeiter des Jahres“ der Bad Langensalzaer Ulrich Dietl aus der Fertigung für seine „außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und seine langjährige Treue“ mit einer Urkunde und einer Prämie im Wert von 1000 Euro ausgezeichnet. Nach dem Abschluß einer Lehre als Zootechniker in der LPG „Walter Ulbricht“ in Merxleben begann Dietl als Konfektionär und Einglaser bei TMP und ist heute noch in diesem Bereich tätig.

250.000 verglaste Fenster und 27 Millionen zurückgelegte Meter zwischen Wohnung und Arbeitsplatz – das seien nur zwei Zahlen, die sein 25jähriges Arbeitsleben geprägt hätten, sagte Bernhard Helbing. Sich aktiv an Debatten einbringen, auch wenn es um etwas Neues ging und dann intensiv an der Umsetzung mitwirken – das sei das Markenzeichen von Ulrich Dietl. So sei er wesentlich an der erfolgreichen Installation einer Glassortieranlage beteiligt gewesen, bedankte sich Helbing.

Auch in diesem Jahr fand wieder ein Spielewettbewerb statt. Sechs Mannschaften aus den verschiedenen Bereichen von TMP konnten ihre Teamfähigkeit in den einzelnen Stationen unter Beweis stellen. Einen Schneemann einkleiden, ein Bilderpuzzle lösen, kleine Klappschneemänner mit Schneebällen umwerfen und Wörter zu einem Winterspruch richtig zusammenfügen – hier zählte die Zeit und die schnellsten Teams konnten wieder attraktive Prämien gewinnen. Ein besonderer Höhepunkt war das Schießen mit einem Lasergewehr auf Biathlonscheiben.

MICHAEL SCHLUTTER

 

03.02.2016

 

 

 

 

„Außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und langjährige Treue“: Ulrich Dietl (links) hat sich immer aktiv eingebracht, lobte TMP-Geschäftsführer Bernhard Helbing den „Mitarbeiter des Jahres 2015“.

 

 

„Mitarbeiter des Jahres 2015“. Zusammen mit den zwei kubanischen Kolleginnen Ania La Rosa Suarez (links) und Olania Hernandes freute sich Ulrich Dietl über die Auszeichnung.

 

 

„Biathlon-Schießen“ mit einem Lasergewehr war einer der Höhepunkte im TMP-Spielewettbewerb.

Fotos (3): MICHAEL SCHLUTTER


03.02.2016: „Absolut inakzeptabel“

„Angriff auf die Demokratie“: Schaufenster der CDU Eisenach besprüht.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar wurde das Schaufenster der CDU-Kreisgeschäftsstelle Eisenach von Unbekannten besprüht. Mit weißer Sprühfarbe wurde der Schriftzug „Volksverräter“ großflächig angebracht. Die CDU Eisenach erstattete umgehend Strafanzeige. Der Kreisvorsitzende Raymond Walk setzt nach dem Vorfall sein Vertrauen in die Ermittlungsbehörden. Ansätze zur Tatermittlung seien offenbar vorhanden. Dies beziehe sich in erster Linie auf den Inhalt, aber auch die Farbe und die Handschrift könnten Rückschlüsse auf den Täter zulassen. Möglicherweise gebe es auch Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

Bei dieser politisch motivierten Sachbeschädigung sieht Walk das Handeln von Gegnern der Demokratie: „Angriffe auf Büros von politischen Parteien, Organisationen oder Abgeordneten können nie legitime Mittel politischer Auseinandersetzungen sein“, sagte Walk.

Auch die Landesgeschäftsführerin der CDU Thüringen, Evelin Groß, zeigte sich bestürzt über den Vorfall: „Dies ist leider nicht der erste Angriff dieser Art. Die Täter scheuen offensichtlich die demokratische Auseinandersetzung und machen mit solchen anonymen Aktionen ihrem Unmut Luft. Daß sie dabei nicht vor Straftaten zurückschrecken, ist für uns Demokraten absolut inakzeptabel.“

Der Begriff „Volksverräter“ ist ideologisch vorbelastet, war zunächst Kampf-, später auch Rechtsbegriff der Nationalsozialisten.

PM-CDUT

 

03.02.2016


03.02.2016: „Stoff für spannende Recherche“

Eigenes Lebensumfeld neu entdecken: 2. Geschichtswettbewerb des Thüringer Landtagspräsidenten.

Auch 2016 ruft Thüringens Landtagspräsident Christian Carius (CDU) Schülerinnen und Schüler mit dem Geschichtswettbewerb dazu auf, historische Begebenheiten im eigenen Lebensumfeld zu ergründen und sich damit auseinanderzusetzen. Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto „Spurensuche“. Die Teilnehmer sollen nach Hinweisen verschwundener oder vergessener Orte in ihrer Region suchen. „So können sie sich mit der Geschichte ihrer Heimat vertraut machen und sie dadurch besser kennenlernen. Manche Straßennamen, oder vergilbte Firmenschilder fielen auf dem täglichen Schulweg bisher vielleicht nicht auf. Setzen sich die Teilnehmer jedoch bewußt mit ihrem Umfeld auseinander, machen sie bei der Recherche Entdeckungen, an denen sie bisher sprichwörtlich vorbeigelaufen sind. Auf diese Weise werden den Schülerinnen und Schülern geschichtliche Zusammenhänge vor Ort bewußt. So bekommen sie das Gefühl, Teil einer historischen Entwicklung zu sein“, sagte der Landtagspräsident.

Straßennamen, Firmen, Personen oder Gebäude sollen innerhalb der Neuauflage des Wettbewerbs untersucht und anschließend dokumentiert werden. Geschichte, Bedeutung und Tradition von Spuren vergangener oder verlassener Orte werden so neu entdeckt. „Die Schülerinnen und Schüler können ergründen, welche historischen Ereignisse dazu beitrugen, Orte, Gebäude oder Straßennamen aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwinden zu lassen. Welche Erinnerungen heute Menschen noch mit diesen Orten verbinden und welche Schicksale sich damit verknüpfen, das kann der Stoff für eine spannende Recherche sein“, so Carius weiter.

Bei ihrer Recherche sollten die Teilnehmer historische Dokumente heranziehen und möglichst Interviews mit Zeitzeugen oder Chronisten führen. Thüringer Schülerinnen und Schüler aller 9. bis 12. Klassen können am Geschichtswettbewerb teilnehmen, ob mit Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeiten. Preise im Gesamtwert von 5000 Euro werden an die Gewinner verliehen. Darunter sind ein Empfang beim Landtagspräsidenten, die Einladung zu einem Workshop der Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“ und die dortige Veröffentlichung der besten Arbeiten.

Die Wettbewerbsbeiträge können bis zum Einsendeschluß am 13. Mai in allen gängigen Text-, Bild- und Internet-Formaten eingereicht werden, auf Papier, Datenträgern oder per E-Mail. Redakteure der „Thüringer Allgemeine“ stehen den Teilnehmern des Wettbewerbs zur Seite, kommen in die Klasse, helfen bei der Erstellung eines Konzepts und geben Tips für Recherche und Formulierungen.

PM-TL

 

03.02.2016


02.02.2016: Stärkung der Eigenkapitalbasis

„Beitrag zu nachhaltigem Wachstum“: Thüringer Beteiligungsfonds unterstützt Automobilzulieferer Mitec Automotive AG.

Die Beteiligungsgesellschaft des Landes Thüringen (bm-t) steigt mit rund acht Millionen Euro beim Automobilzulieferer Mitec Automotive AG in Eisenach ein. Das gab Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am 2. Februar 2016 bekannt. Die entsprechenden Verträge zwischen der Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH – einer Tochter der Thüringer Aufbaubank – und dem Unternehmen wurden in der Vorwoche unterzeichnet.

„Mit der Beteiligung leisten wir als Land unseren Beitrag zu einer langfristigen und nachhaltigen Wachstumsstrategie eines wichtigen Ankerunternehmens der Thüringer Automobilbranche“, sagte der Minister. Das Engagement des Landes trage vor allem zu einer Stärkung der Eigenkapitalbasis von Mitec bei. Thüringen habe ein Interesse daran, daß das Unternehmen sich aus dem Bestand heraus weiter entwickeln und in der Region für mehr Umsatz und Beschäftigung sorgen könne.

Die Beteiligung ist Bestandteil eines insgesamt 28 Millionen Euro umfassenden Finanzierungspakets, das Mitec bei mehreren Banken eingeworben hat. Damit werden nach dem zum Jahreswechsel vollzogenen Generationswechsel in der Geschäftsführung die Voraussetzungen für eine Neustrukturierung des Unternehmens und die Abarbeitung des aktuell hohen Auftragsbestands geschaffen.

Mitec Automotive ist mit rund 1000 Beschäftigten und Produktionsstandorten in Deutschland, China und in den USA ein führendes Unternehmen im Bereich der Automobilantriebstechnik. Das Unternehmen produziert unter anderem Getriebe, Pumpen, Turbo-Compound- und Massenausgleichssysteme. Schwerpunkte der Technologieentwicklung des Unternehmens sind die Reduzierung von Geräuschemissionen, die Schwingungsdämpfung, die Senkung des Spritverbrauchs sowie die Steigerung des Wirkungsgrads aller Bauteile entlang des Antriebsstrangs.

PH-MI

 

02.02.2016


02.02.2016: Weiterer Anstieg deutscher Besucher

Mehr Gästeankünfte im Thüringer Tourismusgeschäft von Januar bis November 2015 - Übernachtungen geringfügig unter Vorjahresniveau.

Von Januar bis November 2015 empfingen die Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten (einschließlich der Campingplätze) 3,5 Millionen Gäste. Die Zahl der Übernachtungen erreichte in den ersten elf Monaten des Jahres 9,1 Millionen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stiegen die Gästezahlen um 1,9 Prozent, die Übernachtungszahlen lagen geringfügig unter Vorjahresniveau (- 0,2 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste betrug 2,6 Tage; im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 2,7 Tage.

3,2 Millionen Gäste (93,2 Prozent) stammten aus Deutschland und 234.000 Gäste hatten ihren Wohnsitz im Ausland. Die steigenden Gästezahlen in Thüringen sind im wesentlichen auf den weiteren Anstieg deutscher Besucher zurückzuführen (+ 2,0 Prozent). Die Zahl ausländischer Gäste lag nur geringfügig über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+ 0,2 Prozent).

Nur ein Teil der Thüringer Reisegebiete kann für die ersten elf Monate 2015 eine positive Zwischenbilanz ziehen. Der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) erreichte ein deutliches Plus sowohl bei den Gästezahlen (+ 5,4 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+ 3,7 Prozent). Auch das Reisegebiet Kyffhäuser kann sowohl bei den Gästezahlen (+ 5,1 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+ 1,9 Prozent) auf eine positive Entwicklung zurückblicken.

Der Thüringer Wald, als größtes Reisegebiet, konnte in den ersten elf Monaten zwar einen Anstieg in den Gästezahlen verzeichnen (+ 1,6 Prozent), mußte aber hinsichtlich der Zahl der Übernachtungen Einbußen in Kauf nehmen (- 2,1 Prozent).

Im Monatsvergleich November stieg die Zahl der Gäste um 1,7 Prozent auf 264.000, die Zahl der Übernachtungen sank um 0,2 Prozent auf 649.000. Positiv ist anzumerken, daß im Vergleich zu November 2014 sowohl die Zahl der ausländischen Gäste (+ 5,9 Prozent auf 15.000) als auch deren Übernachtungen (+ 1,3 Prozent auf 35.000) anstieg.

PM-TLS

 

02.02.2016


01.02.2016: Markenzeichen

Zimmererhandwerk setzt Qualitätszeichen: „Holzbau Deutschland - Fachbetrieb" erstmals als Signet und Titel an Thüringer Holzbauunternehmen verliehen.

Innungsfachbetriebe im Zimmerer- und Holzbauerhandwerk Thüringens sind ab jetzt am neuen und geschützten Markenzeichen, dem „Z" im stilisierten Haus und dem dazugehörigen Titel „Holzbau Deutschland - Fachbetrieb" leicht auszumachen. Die ersten zehn Betriebe erhielten kürzlich in Jena die Verleihungsurkunden. Diese berechtigt zum Führen des bundesweit einheitlichen Fachbetriebszeichens.

„Bauherren ebenso wie an unserem Handwerk und Beruf Interessierte können nun auf den ersten Blick erkennen, daß dieser Betrieb der starken Gemeinschaft des organisierten Holzbaus angehört und er sich für einen technisch und qualitativ hochwertigen Holzbau einsetzt", begrüßt Klaus-Hubert Heinemann, Landesinnungsmeister für das Zimmerer- und Holzbauhandwerk Thüringen und selbst Zimmermeister, die erfolgreichen Bewerbungen um das Signet. Das Zeichen stehe nach seinen Worten zudem auch für genutzte fachliche Unterstützung der Berufsorganisation von Holzbau Deutschland und sei damit ein Qualitätssignal.

In Deutschland entstehen alljährlich etwa 15 Prozent aller genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise, beziffert die Statistik vom Dachverband Holzbau Deutschland - Bund der Deutschen Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes den Beitrag der in insgesamt 17 Landesverbänden organisierten Meisterfachbetriebe.

KARSTEN SEIFERT

Verleihungsurkunde macht berechtigt stolz - Als erster der Thüringer Zimmermeister nahm sie Landesinnungsmeister Klaus-Hubert Heinemann aus Schlöben (links im Bild) von Uwe Lübbert, Geschäftsführer Landesinnungsverband und KHS, in Empfang.

Foto: KARSTEN SEIFERT

01.02.2016


01.02.2016: Teuerung

Inflationsrate in Thüringen lag im Januar 2016 voraussichtlich bei 0,9 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate erhöhte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von 0,8 Prozent im Dezember 2015 auf 0,9 Prozent im Januar 2016. Verantwortlich für diese Entwicklung sind gestiegene Preise im Bereich Alkoholische Getränke und Tabakwaren (4,1 Prozent), im Bereich Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (2,8 Prozent), höhere Kosten im Bereich Bildungswesen (2,5 Prozent) beziehungsweise für andere Waren und Dienstleistungen (2,5 Prozent). Die Dienstleistungen ohne die Wohnungsnettomiete verzeichneten eine Verteuerung von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nennenswert sind die gestiegenen Tarife der kombinierten Personenbeförderungsdienstleistungen (3,0 Prozent) oder die Ausgaben für andere Verkehrsdienstleistungen (5,6 Prozent), wie zum für Möbeltransporte (5,6 Prozent).

Indexdämpfend wirkten sich weiterhin die Entwicklung der Mineralölprodukte (-9,1 Prozent) aus. Heizöl war im Januar um 25,7 Prozent günstiger als vor einem Jahr und die Kraftstoffe um 4,6 Prozent. Damit sanken die Heizölpreise mit einem Index von 65,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren. Im Januar 2005 betrug der Index 65,9 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex sank im Januar gegenüber dem Monat Dezember um durchschnittlich 0,8 Prozent und fiel auf einen Indexstand von 106,3 Prozent (Basis 2010 = 100).

Die verbraucherfreundliche Entwicklung des Indexes wurde durch die saisonal bedingt rückläufigen Preise der Pauschalreisen (-19,2 Prozent), Preissenkungen von Bekleidung und Schuhen (-4,4 Prozent) sowie den im Monatsvergleich günstiger angebotenen Kraftstoffen (-3,3 Prozent) beeinflußt.

Nennenswerte Preissteigerungen wurden im Bereich Bildung für die Tagesbetreuung in Kindergärten (5,8 Prozent) beobachtet.

PM-TLS

 

01.02.2016

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