Highlights 2005

NTI-Titel 4 2005
NTI 4/2005: Ausweichen ins Abseits
Als Weltenbummler ist NTI-Mitarbeiter Wilhelm Schaffer inzwischen einschlägig bekannt. Mittlerweile habe er sich, berichtete beispielsweise "Bild der Frau", "per Rad Australien, Neuseeland, Südamerika, Südafrika, Nepal und den Nahen Osten erfahren. Er schläft im Zelt, schreibt Tagebuch."
Wenn ausgerechnet der Abenteurer und Extrem-Urlauber Schaffer im Auftrag der Neuen Thüringer Illustrierten für eine Tour entlang der von Bad Frankenhausen bis Passau führenden 500 Kilometer langen Bier- und Burgenstraße sofort zu begeistern war, dann spricht das für den außergewöhnlichen Reiz und die Vielfalt der sich zwischen Kyffhäuser und Bayerischem Wald unmittelbar aneinanderreihenden Sehenswürdigkeiten und Erlebnismöglichkeiten. Für den Auftragnehmer bedeutete das, neben permanenten Bierverkostungen und Burgeneroberungen u. a. in die Rottlebener Barbarossahöhle hinabzusteigen, sich in Weimar in das Spannungsfeld zwischen Schillerhaus und Buchenwald zu begeben, im Deutschen Zinnfigurenmuseum in Kulmbach ins Schwärmen zu geraten, im Naturpark Bayerischer Wald aus dem Zelt heraus den Sonnenuntergang zu genießen und schließlich in Passau den "Vetter aus dem Westen" zu besuchen. "Auf jeden Fall wars alles andere als eintönig", bilanzierte ein geschaffter Wilhelm Schaffer beim Auswertungsgespräch in der Redaktion.
Die Schafferschen Recherchen bildeten das Herzstück der NTI 4/2005, einer Ausgabe, die ausschließlich der Bier- und Burgenstraße und damit dem Wirken der thüringisch-fränkisch-bayerischen Arbeits- und Werbegemeinschaft gewidmet wurde.
"Nicht abrasen, sondern radeln", lautete das Motto von Wilhelm Schaffer, als er das Unterfangen "Bierathlon" in Angriff nahm: "Den beschaulichen Landen und ihren Genüssen wird da die langsamere Fortbewegung per pedales, mit Abstechern per pedes, wohl mehr gerecht." Tatsächlich kam sein Vorhaben vor allem früh und abends auf der ohnehin von Autos vielbefahrenen B 85 einem Himmelsfahrtskommando gleich. "Seit die Bundesregierung schnell mal die Maut einführte, weichen unzählige Trucks auf Bundesstraßen aus. Sehr zu Freude der betroffenen Gemeinden", schrieb Radfahrer Schaffer sich den Frust von der Seele und forderte: "Stolpe endlich aufs Altenteil!"
Also blieb dem radelnden NTI-Autor des öfteren nur das Ausweichen ins Abseits der B 85. Doch nach Schaffers Einschätzung werden nur etwa 20 Prozent entlang der betreffenden Strecke von Radwegen begleitet. Manche davon würden darüber hinaus zehn Kilometer und weiter abweichen, ohne daß eine ordentliche Ausschilderung gegeben sei. "Ohne Karte", so der Bier- und Burgenstraßen-Athlet, "geht meist nichts."
Einen durchgehenden Radweg vom Kyffhäuser bis zum Bayerischen Wald, sozusagen parallel zur B 85, schlug die NTI aus diesem Grund im Geleitwort zur "Bier- und Burgenstraßen"-NTI vor: Das könnte für alle Beteiligten und Freunde der Bier- und Burgenstraße eine wirklich verbindende Herausforderung sein.

NTI-Titel 11 2005
NTI 11/2005: Thüringer Sympathieträger
Ein "Defizit im Hinblick auf die nur noch ein reichliches Jahr entfernte Bundesgartenschau" machte die Ostthüringer Zeitung (OTZ) in ihrer Ausgabe vom 25. Januar 2006 aus und kommentierte damit Äußerungen des Thüringer Umweltstaatssekretärs Christian Juckenack auf einer Veranstaltung in Erfurt im Vorfeld des Ereignisses Buga 2007 in Gera und Ronneburg. Der Staatssekretär hatte diesbezüglich von einer gewissen Unkenntnis in Bezug auf Gera gesprochen.
Ein Vermarktungsproblem? Die OTZ teilte in diesem Zusammenhang ihren Lesern mit, daß "der Freistaat bislang nicht allzuviel Glück mit seinen Werbe- und Imagekampagnen hatte". Und: Selbst den Nachbarn in Sachsen und in Sachsen-Anhalt falle beim Stichwort Thüringen zuerst das ein, was auch Einheimische mit ihrem Land assoziieren. Damit berief sich das Blatt auf die NTI-Ausgabe 11/2005 mit dem Titelthema "Was denken die Mitteldeutschen?": "Nicht die Denkfabrik, nicht Weimar oder die Dichter. Unter je 1000 Menschen in den drei Ländern, die von der Agentur aproxima Weimar für die ‚Neue Thüringer Illustrierte' befragt wurden, erzielte die Bratwurst die meisten Einzelnennungen. Vor Erfurt, Thüringer Wald und Wartburg. Gera oder Buga lagen im Juni 2005 unter ferner liefen."
Damit, so die OTZ, sei erneut bewiesen, daß selbstredend originale Roster der Sympathieträger für Thüringen sei. Fazit: "Jegliche Kampagne, die dies ignoriert oder gar bekämpft, macht weder Landeskinder noch Nachbarn satt."

Ausgewählt und aufgeschrieben von JÖRG SCHUSTER

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