4. Quartal 2014 News

16.12.2014 „Wir brauchen einen Flüchtlingsgipfel“

Wohnungswirtschaft bemängelt offene Fragen der Unterbringung: Flüchtlinge und Asylsuchende müssen als Chance gesehen werden.
 
„ Wir benötigen zum Jahresbeginn einen Gipfel von Politik und Wohnungswirtschaft, der die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden regelt“, betont Constanze Victor, Vorstand des Verbandes der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Unterkünften für Asylsuchende bei den Mitgliedern des vtw. Die im Verband organisierten Unternehmen tragen aktuell die Hauptlast im Bereich der dezentralen Unterbringung. 23 Wohnungsgesellschaften, zwei Genossenschaften und eine Wohnungs-Aktiengesellschaft stellten allein bis zum Juni 2014 Wohnraum für 1622 Flüchtlinge und Asylbewerber zur Verfügung.

 „Wir sehen es als unsere humanitäre Pflicht, daß wir als organisierte Wohnungswirtschaft Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylbewerber aufnehmen. Die dramatischen Bilder der Krisen aus dem Nahen und Mittleren Osten zeigen: Thüringen ist in der Pflicht, zu helfen“, stellt Constanze Victor fest. Gleichzeitig weist sie auf Folgendes hin: Wenn Thüringen sich dazu bekennt, die Flüchtlinge zu unterstützen – wie aktuell mit dem Winter-Abschiebestopp – muß es auch die passenden Rahmenbedingungen für die Unternehmen schaffen, die den Wohnraum stellen.

Die Situation: Bereits zwischen 2007 und 2014 verzehnfachte sich allein die Zahl der Asylanträge im Freistaat von rund 517 auf 5462 (Stand: 7.12.2014). Dazu kommen weitere Flüchtlinge, bei denen die Anträge noch ausstehen. Die zentralen Aufnahmelager sind überfüllt. Eine Besserung der Zustände ist nicht in Sicht. Denn nach jüngsten Angaben des Landesverwaltungsamtes fehlen dem Freistaat schon jetzt 1200 Plätze in der Erstaufnahme zu den 6200 bestehenden – und belegten – Unterbringungsmöglichkeiten. Noch im Dezember werden 600 weitere Flüchtlinge erwartet. Thüringen muß damit rechnen, daß damit nicht das Ende der Flüchtlingswelle erreicht ist, sondern sich der Bedarf nach Flüchtlingsunterkünften auch 2015 erhöht. Als Folge müssen Kommunen und Landkreise immer öfter kurzfristig eine große Anzahl von Flüchtlingen unterbringen. Überbelegungen und Konflikte sind vorprogrammiert.

„Was wir brauchen ist ein Flüchtlingsgipfel, der die Vor- und Nachteile zentraler beziehungsweise dezentraler Unterbringung analysiert. Um Flüchtlinge so aufzunehmen, daß eine Integration möglich ist, benötigen die Wohnungsunternehmen Rechtssicherheit in vielen Details rund um die Unterbringung. So müssen beispielsweise die Rechte der Vermieter als auch der neuen Mieter aus den Flüchtlingsländern besser geklärt werden“, betont Constanze Victor.

Thüringens Wohnungswirtschaft unterstützt die Integration der Asylsuchenden nach Kräften. Doch allein das Bereitstellen von Wohnraum reicht nicht. Wir benötigen gleichfalls eine intensive soziale Betreuung der Flüchtlinge durch die Kommunen. Unser Fokus sollte hier gerade auf Familien liegen. Kinder brauchen die bestmöglichen Voraussetzungen, um sich ungestört zu entwickeln. Wenn wir gemeinsam eine Integration schaffen, sind diese Flüchtlinge eine Chance für Thüringen.

Im vtw. haben sich 197 Mitgliedsunternehmen, darunter 174 Wohnungsunternehmen, zusammengeschlossen. Zusammen bewirtschaften sie rund 270.000 Wohnungen. Fast ausschließlich handelt es sich dabei mit 252.500 Wohnungen um eigenen Bestand der Unternehmen. Rund 17.500 Wohnungen werden für Dritte, teils in der Wohneigentumsverwaltung, betreut. Nahezu jeder zweite Mieter wohnt bei einem Mitgliedsunternehmen des vtw. Seit 1991 investierten vtw.-Mitglieder gesamt über elf Miliarden Euro in Thüringens Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. 2013 sicherten die vtw.-Mitglieder mehr als 6500 Arbeitsplätze bei einem Investitionsvolumen von 324 Millionen Euro.

PI-VWT

 

16.12.2014

nach oben


15.12.2014 Sichere Perspektiven

Tiefensee für zügige Lohnangleichung Ost-West.

Thüringens neuer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich am 15. Dezember 2014 bei einem Treffen mit dem Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, Armin Schild, für eine zügige Angleichung der Löhne in Ost und West ausgesprochen. „Das bleibt ein Kernziel der Wirtschaftspolitik in Thüringen“, sagte Tiefensee. „Bei allen strukturellen Unterschieden, die es immer noch gibt, wird es 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Zeit, das Zweiklassensystem bei den Löhnen endlich zu überwinden.“

Um dieses Ziel zu erreichen, sprachen sich sowohl Schild wie auch Tiefensee für eine aktive Industriepolitik aus. „Wir brauchen auch weiterhin attraktive Förderbedingungen für Investitionen und Ansiedlungen“, sagte Tiefensee. Deshalb habe die Landesregierung festgelegt, daß alle Fördermittel von EU und Bund vollständig mit Landesmitteln kofinanziert werden sollen. Damit stehen bis 2020 jedes Jahr knapp 200 Millionen Euro für die direkte Förderung von Unternehmensinvestitionen zur Verfügung.

„Wichtigstes Ziel für Thüringen bleibt es, die Produktivitätslücke zu schließen und als Investitions- und Beschäftigungsstandort zu den erfolgreichen westdeutschen Regionen aufzuschließen“, so der Minister. „Das muß sich am Ende dann auch in gut bezahlten Arbeitsplätzen und beruflichen Entwicklungsperspektiven für die Arbeitnehmer niederschlagen.“ IG-Metall-Bezirksleiter Schild stellte dazu fest: „Notwendig sind gerade in Thüringen eine höhere Tarifbindung, sichere Berufsperspektiven für die Beschäftigten und eine starke gewerkschaftliche Interessenvertretung in den Betrieben.“

Für seinen wirtschaftspolitischen Kurs sagte der Minister eine enge Abstimmung mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern im Freistaat zu. „Ich will einen offenen und konstruktiven Dialog mit Gewerkschaften ebenso wie mit den Arbeitgebern“, so Tiefensee. Für die Verbesserung von Arbeitnehmerrechten, Löhnen und Arbeitsbedingungen könne man im Konsens mehr erreichen.

„Ich kann mir gut vorstellen, daß wir dazu eine Dialogplattform wie den bisherigen ‚Wirtschafts- und Innovationsrat‘ wieder neu aufleben lassen und ihn mit regionalen Räten ergänzen und verstärken“, so der Minister. Bereits in der Woche zuvor hatte sich Tiefensee mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Thüringen, Sandro Witt, dem Präsidenten und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt, Dieter Bauhaus und Gerald Grusser, sowie dem Geschäftsführer des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW), Günther Richter, zu einem ersten Meinungsaustausch getroffen.

STEPHAN KRAUSS

15.12.2014

nach oben


 

04.12.2014 Schnelle Lieferung

Thüringer Fensterhersteller Wertbau startet Offensive.

Genervt vom vollmundigen Getöne einiger Mitwettbewerber, die mit „Best-Price“-Angeboten und kürzesten Lieferzeiten werben, startet nun Rainer Taig, Geschäftsführer des Kunststoff-, Holz- und Holz/Alu-Fenster-Herstellers zur Gegendarstellung. Ihn ärgere, so der umtriebige Unternehmer, der vor 25 Jahren begann und heute Chef eines 300-Mann-Betriebes in Thüringen ist, daß manche Mitwettbewerber mit Behauptungen am Markt agieren, die bei näherem Hinsehen kaum haltbar seien beziehungsweise Leistungen offerieren, die schon lange Praxis bei den Fensterherstellern in Deutschland seien.

Taig betont: „Wir setzen auf bewährte Wertbau-Qualität in bewährter Wertbau-Zuverlässigkeit. Dabei werden nicht nur weiße, rechteckige Kunststoffenster hergestellt, sondern eine breite Palette an farbigen Kunststoffenstern zu Top-Preisen geboten.“ Darüber hinaus, so Taig weiter, habe sein Unternehmen mit Einführung seiner vollautomatischen Fertigungsstrecke im Oktober 2014 Jahres sein Sortiment auf Produktklassifizierungen umgestellt, die je nach Bedarf ein komplettes Design vom Keller- bis zum Giebelfenster, inklusive Haustür, erlauben.

Damit, so Taig stolz, zählt das Unternehmen zu den führenden Fensterherstellern Deutschlands, die eine Produktionskapazität bis zu 1500 Fenstern pro Tag schaffen können. Des weiteren betont er, daß Sonderformen und Sonderfarben, inklusive Janus – dem mit Plexiglas coextrudierten PVC-Fenster, nach technischer Klärung mit dem Fachhandelspartner, kurzfristig hocheffizient produziert und mit durchdachter Logistik geliefert werden. Hierzu hält Wertbau ein großes und geordnetes Kanbanlager vor. Lieferzeiten von 21 Tagen, wie vom Wettbewerb behauptet, seien, so Stefan Taig, Produktionsleiter bei Wertbau, zumindest bei weißen, rechteckigen Kunststoff-Fenstern, nicht notwendig und keineswegs üblich.

Alle Wertbau-Fenster, so Taig, verfügen heute dank Dreifach-Verglasung und bester Rahmenprofile über eine exzellente Wärmedämmung. Natürlich kann der Kunde zwischen der bisher üblichen Zweifach- beziehungsweise innovativer Dreifach-Verglasung wählen.

Das Traditionsunternehmen fertigt neben Kunststoff-Fenstern auch Holz-, Holz-Alu- und Aluminium-Fenster. Auch hier gehört Wertbau zu den führenden Fensterherstellern.

Geliefert wird mit eigenem, optisch und umwelttechnisch aktuellen modernem Fuhrpark mit Heckstapler, deutschlandweit, nicht nur auf das Gelände des Wertbau-Partners, sondern auch – auf Wunsch – auf die Baustelle. Abholen kann natürlich auch jede Firma, was ebenso seit 25 Jahren von umliegenden Partnern praktiziert wird.

Mit einem Top-Angebot reagiert Wertbau auf das Thema „zeitnahe Lieferung“ bei weißen, rechteckigen Kunststoff-Fenstern, das wie folgt aussieht: 1. Bestellung, 2. Auftragsbestätigung, 3. Unwiderrufliche Kundenfreigabe für die Produktion, 4. Bezahlung durch Kunden und Geldeingang bei Wertbau, 5. Nach unwiderruflichem Geldeingang erfolgt Produktion der weißen, rechteckigen Kunststoff-Fenster, 6. In der darauf folgenden Woche, gemäß bekanntem Tourenplan – Montag bis Freitag – Anlieferung beim Partner.

Dieses Paket bietet Wertbau ohne Zusatzkosten und ohne Mindestmengenregelung zu den jährlich neu vereinbarten Partnerkonditionen, entsprechend den vereinbarten Kredit- und Zahlungszielen, an. Die schnelle Lieferung innerhalb einer Woche ist in jeder Losgröße mit weißem, rechteckigen Wertbau-Kunststoff-Fenster-Komfort K 825 wie auch Premium K 825 problemlos möglich, so Rainer Taig abschließend.

Der Fensterhersteller Wertbau wurde von Rainer Taig 1990 in Langenwetzendorf bei Greiz gegründet. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Fenster und Türen sowie Rolläden und Beschattungssysteme höchster Qualität. In den zurückliegenden 25 Jahren hat sich das Unternehmen kontinuierlich zu einem der führenden Fensterbauer in Deutschland entwickelt. Unter allen Anbietern zählt die Firma zu den ersten zehn , im Holz- und Holz-Alu-Sektor zu den ersten drei! Mit rund 300 Mitarbeitern fertigt das Unternehmen auf modernsten Maschinen und mittels Robotertechnik auf zirka 32.000 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche ausschließlich in Thüringen.

KATHLEEN PARMA

4.12.2014

nach oben


Thüringen aktuell

Wohin in Thüringen?

Meine NTI Online
Aktueller Titel

Benutzeranmeldung
In der nächsten NTI

Sonneberger Potentiale

Die Ausgabe 4/2017 berichtet über das geplante bayerisch-thüringische Oberzentrum.

Werbung